Beiträge von Grätsche

    fak
    Ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht. Trotz vergleichbarer Spielzeiten ist und war es einem großen Teil der Kindern sehr wichtig in der Startelf zu stehen. Ich habe sogar denn Eindruck, dass es manchen wichtiger ist, als die Spielzeit an sich.
    Speziell bei einem Geschwisterpaar ist mir aufgefallen, dass der eine immer besonders betrübt ist, wenn der andere beginnen darf und er selbst noch warten muss. Seinen Bruder scheint die umgekehrte Situation nicht sonderlich zu stören.
    Eine Frage an die erfahreneren Kollegen:
    Gibt sich dieser "Startelfneid" mit dem Alter (meine Kids sind zwischen 7 und 8) oder gibt es hier empfehlenswerte Kniffe?
    Wie gesagt, die Kinder kommen i.d.R. auf vergleichbare Spielzeiten.

    Was ist denn die Aufgabe eines Breitensportvereins? Aus meiner Sicht die, es Interessierten zu ermöglichen ihren Sport auszuüben. Gerade in der demographisch gebeutelten Provinz haben nun mal Dorfvereine oftmals nicht genug Kinder aus einem Jahrgang. Vorstand/Trainer/JL stehen dann häufig vor der Frage, Mannschaften irgendwie zusammen zu bauen oder Kinder weg zu schicken. In manchen Jahrgängen gibt es auch in der nächsten Nähe keinen andere Verein, wo die Kinder unterkommen können. Was bleibt dann als Alternative? Die zu alten Kinder ein Jahr lang mittrainieren lassen ohne Spielbetrieb? Wie lange bleiben die wohl bei der Stange? Freundschaftsspiele organisieren gut und schön, aber welche im Spielbetrieb stehende Mannschaft erklärt sich dazu bereit? Gerade wenn deren Kader ebenfalls recht dünn ist und vor jedem Punktspiel gezittert wird, ob die Truppe voll wird.


    Wie in einem anderen Thread beschrieben, stehe ich im Sommer vor einer ähnlichen Situation. E-Junioren (Neueinsteiger) müssen mit F-Lingen aufgefüllt werden, um eine spielfähige E-Mannschaft hinzubekommen. Was ist daran peinlich, mit solch einer Truppe auch mal eine Klatsche zu kassieren, aber dafür regelmäßig Spielzeiten zu bekommen? Aus meiner Sicht wäre es für einen Breitensportverein viel peinlicher, die Kinder nach Hause zu schicken. Sicher mag die Situation in den Ballungsräumen etwas anders aussehen. Aber in der Provinz ist es nun mal häufig so. Von einem 43:0 habe ich allerdings in unserer Region noch nie gehört.

    Mit dem Thema Fußballschulen beschäftigte ich mich noch nicht lang genug, um die quantitative Entwicklung belegen zu können. Aus dem Bauch heraus kann man aber den Eindruck haben, dass es immer mehr werden. Nicht selten wird mit großen Namen oder früheren Spielerkarrieren geworben. Bei näherer Betrachtung der Abläufe, Gruppengrößen, Inhalte etc. muss man sich oft wundern. Allerdings scheinen viele Eltern ihre Kinder Fußballschulen vorbehaltlos anzuvertrauen. Vielleicht steht die Hoffnung dahinter, dass ihr Kind als Talent entdeckt wird und dann von den guten Kontakten des Anbieters profitieren könnte. Eine ähnliche Entwicklung verfolge ich bei Fußballinternaten, wo auch nicht selten die schon angesprochenen kostenpflichtigen Zusatztrainings angeboten werden.


    Sorry, Beitrag ist etwas off topic.

    Da es 4 von 12 Kinder betrifft, kann es mit dem Spielbetrieb schon schwierig werden, wenn die Kinder einfach außen vor bleiben.


    Die Vorschläge Elternabend und Gespräch mit dem anderen Trainer suchen finde ich gut. Im Rahmen von Elterngesprächen lässt sich auch herausfinden, wer die treibende Kraft für die neue Sportart war (Eltern oder Kinder). Sollte es von Seiten der Eltern forciert worden sein, würden durch den Ausschluss der Kinder wohl die Falschen "bestraft" werden.

    Steini


    Natürlich nicht. Leider. Bei uns wird die Fairplayliga auch erst nächste Saison eingeführt. Aber mit einigen Trainerkollegen klappt es auch jetzt schon gut. Interessant finde ich, wie andere Mannschaften auf unsere Spielweise reagieren. Im Verlaufe des Spiels gehen meine Kinder auch vorne drauf, wenn sie es von den Gegnern sehen. Rufe ich dann rein, sie sollen die Gegner wie besprochen spielen lassen und sich zurückziehen, machen es die Gegner manchmal dann genauso bei uns, obwohl sie von ihrem Trainer nicht dazu angehalten wurden. Das ist nicht bei allen Mannschaften so, aber hin und wieder beobachte ich das.


    Follkao


    Das sehe ich auch so. Allerdings sollte gerade bei den Jüngsten die kurze Eröffnung gefördert und gelobt werden. Wenn auch mal ein langer Ball kommt, ist das auch ok. Leider erlebe ich aber es häufig, dass die kleinen Torleute von Eltern und Trainer gefeiert werden, wenn sie (trotz freistehender Mitspieler) den Ball Richtung Mittellinie dreschen.

    Im G- und F-Bereich habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, im Vorfeld mit dem anderen Trainer einen "Nichtangriffspakt" auszuhandeln. Üblicherweise wird in diesen Altersklassen der Strafraum zugestellt und die Torleute sind "gezwungen" den langen Ball zu spielen. Nach entsprechender Absprache wurden die Mannschaften angewiesen, den Strafraum eben nicht zuzustellen und so konnten beide Mannschaften ohne Druck das Spiel aufbauen, sofern man in diesen Altersklassen davon sprechen kann. Im Rahmen der Fairplayliga sollten solche Absprachen nun wirklich kein Problem sein.

    Unabhängig von wissenschaftlichen Ansätzen möchte ich kurz berichten, wie ich in einer vergleichbaren Situation bei den damaligen Bambinis gehandelt habe:


    Beim freien Spiel fielen mir einige Kinder auf, welche die beschriebene Fußhaltung zeigten. Ich habe über mehrere Wochen zwei- oder dreimal den Vollspannstoß kurz erklärt und vorgeführt und ansonsten viel Wert auf koordinative Elemente gelegt. Separates Schusstraining habe ich nicht gemacht. Nach einigen Wochen hatte sich die Fußstellung bei fast allen Kinder verbessert, quasi von allein. :) Da wo es keine Fortschritte gab, stellte sich ein orthopädisches Problem heraus.


    Zur Diskussion über "Fehler ansprechen" oder nicht: wäre die Fußhaltung nicht thematisiert worden, dann wären die orthopädischen Probleme vielleicht erst viel später offenkundig geworden.

    Zunächst einmal wäre ich auch unzufrieden, wenn plötzlich ein Teil der Mannschaft nicht mehr erscheint. Als Trainer bereitet man das Training und die Spiele entsprechend vor.


    Allerdings ist es in dem Alter normal, dass sich die Kinder auch in anderen Sportarten versuchen. Ich würde sie auch nicht vor die Wahl stellen.


    Wie groß ist denn dein Kader und wieviele Spieler probieren sich bei der anderen Sportart? Sind sie denn zum zweiten Training immer da?


    Ich hatte auch Spieler, die nur einmal in der Woche konnten, weil sie einen anderen Sport nachgingen. Von denen erwartete ich, dass sie dann beim zweiten Training immer da waren. Das war auch fast immer der Fall. Nach einiger Zeit gaben sie dann den anderen Sport auf, weil ihnen Fußball mehr Freude bereitete.

    Eine Ausweitung der SG ist nach meinem Kenntnisstand z.Z. nicht möglich, weil in Thüringen nur max. 3 Vereine beteiligt sein dürfen.


    Die Bedenken wegen dem dauerhaften Hochziehen habe ich auch. Auf Kreisebene gibt es aber bei uns Kreisoberliga und Kreisliga, wo meisten die jüngeren Jahrgänge spielen. Denke, der Sprung wäre für die 07er in die Kreisliga nicht zu groß. Für zusätzliche Freundschaftsspiele wird es dann zeitlich aber eng, da die anderen F Mannschaften ja im Ligabetrieb stehen.


    Die D spielt bei uns aktuell noch 1:7. Aufgrund der Kinderzahlen kann ich mir auch nicht vorstellen, dass sich das mittelfristig ändert.


    Ziel von uns Trainer ist es, von den 27 Kindern so viele bei der Stange zu halten, dass wir ab der C dann eine vernünftige Großfeldmannschaft stellen können. Das dies nur jahrgangsübergreifend gehen wird ist klar, aber das war auch zu meiner Jugendzeit schon so.


    Danke Oliver

    Hallo in die Runde.


    Zu meiner Fragestellung habe ich schon einige interessante Beiträge gelesen und hoffe, dass Ihr noch die eine oder andere Idee für mich habt.


    Kurz zu "meiner" Mannschaft: Dorfverein, mit zwei benachbarten Dorfvereinen im Nachwuchs in einer Spielgemeinschaft, Mannschaften C, D, F und G (nicht im Spielbetrieb), vor rund 3 Jahren als Vatertrainer mit den Kindergartenfreunden meines Sohnes und einem anderen Vater angefangen (07er und zwei 08er), letzte Saison nach langer Überlegung als Bambinis im Spielbetrieb (Halbfeld 1:7) angefangen, weitere 08er, ein 06er Mädchen und drei 09er kamen dazu, Anfang 2014 kamen zwei 06er dazu, die erst mal nur mittrainierten, seit Sommer noch ein 05er Mädchen, mit 05er, 06er und 07er ab Sommer nun F-Junioren (Halbfeld 1:7), 08er und 09er spielen als Bambinis Freundschaftsspiele. Ende 2014 kam ein weiteres 05er Mädchen und ein 06er Junge dazu, beim letzten Training standen drei 05er Jungs (vorher angekündigt) auf der Matte, die ebenfalls gern mittrainieren und ab Sommer spielen wollen.


    Ich mache mir nun intensiv Gedanken, wie es in der neuen Saison weitergeht. Stand jetzt: fünf 05er, drei 06er (E), ein 06er Mädchen, zehn 07er, fünf 08er (F), drei 09er (G), insgesamt 27.


    Meine bisherigen Überlegungen:


    E-Junioren: "ausleihen" an einen Nachbarverein macht keinen Sinn, weil zu weit weg (ländlicher Raum), außerdem wäre es fraglich, ob sie andernorts genug Spielzeit bekommen, mit weiteren Zugängen ist nicht zu rechnen, in unserer Ecke gibt's in den Jahrgängen nur wenige interessierte Kinder,


    F-Junioren:16 Kinder erscheinen vielleicht nicht zu viel, die allermeisten sind jedoch bei Training und Spielen immer da, bereits in dieser Saison haben wir schon mehrmals mit 13 Kindern gespielt, obwohl seitens des Verbandes nur 12 vorgesehen sind, da ich versuche die Spielzeit fair aufzuteilen, hieße das nur eine Halbzeit pro Kind


    G-Junioren: hier wurden schon gezielt weitere Eltern/Kinder angesprochen, um auf eine vernünftige Gruppengröße von 8-10 Kindern zu kommen, es gab aber noch keine weiteren Anmeldungen.


    Daraus ergeben sich für mich zwei denkbare Varianten.


    a) eine E, bestehend aus den 05er und 06er, sowie den 4-5 weitesten 07er (insg. 12-13), eine F mit den übrigen Kindern, auch den 09er, die hierfür körperlich und auch geistig geeignet erscheinen (14-15)


    b) eine E (05er und 06er) =8, zwei F, F1 (07er)+06er Mädchen)=11, F2 (08er und 09er)=8, aus der F1 helfen bei Bedarf Spieler in den anderen beiden Mannschaften aus


    Für a) spricht sicher die ausreichende Spielerzahl, wenn aber alle da sind, reduzieren sich die Spielzeiten wieder auf eine Halbzeit pro Kind. Auf b) bin ich eig. nur gekommen, um den Kindern maximale Spielzeit zu ermöglichen. Realistisch werden immer 1-2 Kinder fehlen, so dass es häufiger zu Doppelschichten von Spielern der F1 käme. Außerdem bräuchten wir einen dritten Trainer. Tendiere deshalb zu a), wobei die Entscheidung, welche 07er hochgezogen werden, nicht einfach wäre. Eine Neueinteilung der Trainingsgruppen wird aber ohnehin erfolgen müssen, da weder für 3 Bambinis ein eigenes, noch für die übrigen 24 ein gemeinsames Training sinnvoll gestaltet werden kann (aufgrund Schichtarbeit meines Kollegen bin ich alle 2 Wochen allein auf dem Platz).


    Spätestens Ende März/Anfang April möchte ich in einem Elternabend das Konzept für die neue Saison vorstellen. Die Eltern sind sehr engagiert und vertrauen uns Trainern. Beim JL habe ich die Situation schon mehrfach vorgetragen, ohne das wir bislang zur Ideallösung gekommen sind.


    Viele Grüße


    Grätsche