Beiträge von MightyReds

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    Muss das in einer JSG unbedingt so kompliziert gehalten werden? Bisher gibt nur ein Verein sein Trainingsgelände ab dem 01.06 wieder frei, allerdings erst ab D-Jugend und nur für Vereinsmitglieder.

    Teilweise dürfen so nur maximal die Hälfte der Spieler eines Teams trainieren. :D Die ersten Altersklassen haben schon entschieden, ihre Spieler nicht auszugrenzen und warten somit noch weiter ab.


    Ich kann es auf einer Seite schon verstehen, wenn alle anderen noch nicht öffnen und die Verantwortung auf einen von 7 Vereinen faktisch abgeben. Aber von dem vielfach angepriesenen Zusammenhalt und der Zusammenarbeit ist dann, wenn es darauf ankommt, nicht allzu viel zu sehen.

    Das bestärkt mich in meiner Meinung, dass die JSG nicht zukunftstauglich ist und man seit Jahren in einer Not- bzw. Zwischenlösung feststeckt.

    Ah okay, wenn du dich nur auf den spezifischen Fall beziehst. Wird bestimmt auch einige geben, die die Verantwortung nicht übernehmen möchten oder das Risiko selbst noch als zu hoch einschätzen. Wollte mit der Intervention nur verhindern, dass alle, die nicht sofort wieder trainieren, pauschal abgestempelt werden.


    Der Thread hier hat mich aber ein wenig zum Umdenken angeregt. Ich bin nicht mehr per se gegen ein Training unter diesen Umständen. Jetzt müssen erst einmal die Plätze aufgemacht werden und dann noch einmal neu über das Vorgehen nachgedacht werden.

    In den Corona-Zeiten werden sich sicherlich die kreativen und "mutigen" Trainer hervortun und die faulen langweiligen auf der Strecke bleiben.

    Sehr pauschal und bewusst(?) provokativ gedacht.

    Da bleibt nur zu hoffen, dass mich meine Spieler nicht auch als faul und langweilig wahrnehmen werden, weil die Gemeinde die Anlagen noch nicht freigegeben hat und einige Vereine diese bis zu den Sommerferien geschlossen lassen.

    Die Landesverordnung sowie der HFV sagen dazu nichts, es soll nur in kleineren, überschaubaren Gruppen trainieren werden bzw. maximal zu zehnt.


    Glaubt ihr, die Krise wirkt sich auch nach Corona negativ auf die Vereinsaktivität in Deutschland aus? Je länger der momentane Ist-Zustand anhält, es nicht absehbar ist, wann wieder normal trainiert und gespielt werden kann und Vereine evtl. nicht in der Lage sind, den Betrieb unter den angeordneten Maßnahmen wieder aufzunehmen, halte ich ein größeres Vereinssterben für nicht allzu abwegig. Auch wenn er durch finanzielle Unterstützung am Leben erhalten werden kann, funktioniert er dennoch ohne Mitglieder nicht.

    Gleichzeitig scheint das digitale Angebot (Netflix, Playstation und co.) in dieser Zeit krisensicher, weil auch mit Kontaktsperre machbar, zu sein. Auch die Verbände boten und bieten teilweise E-Sports Ligen an.


    Aus Vereinssicht sicherlich nicht einfach.

    Es war abzusehen, dass bei uns in der JSG einige Vereine vor den Auflagen kapitulieren werden. Die ersten gaben bereits bekannt, ihre Anlagen vorerst bis zum 30.06 geschlossen zu lassen. Man schaffe es nicht, die behördlich angeordneten Maßnahmen zu erfüllen.

    In Hessen wird nun auch abgebrochen. Offiziell muss die Entscheidung noch auf einem einberufenen Verbandstag im Juni bestätigt werden, man hat sich jedoch heute bereits auf folgendes Modell geeinigt:


    Quotientenregel, nur Aufsteiger und keine Absteiger. Pokalwettbewerbe sollen noch zu Ende gespielt werden.


    Finde ich persönlich extremst schade. Hatte noch die vage Hoffnung, die verlorene Zeit mit dem Team in den Sommerferien bzw. in der Zeit bis zum Beenden der verlängerten Saison nachzuholen. Jetzt kommt doch der Druck, trotz bescheuerter Auflagen Training anzubieten, um sich persönlich nach 4 Jahren zu verabschieden. :rolleyes::rolleyes:

    Mir scheint der Aufwand erheblich zu sein. Wieso kann man bitte keine einheitliche Regelung für die gesamte Republik aufstellen? Sind sich die Verbände so Spinnefeind und Profilierungsgeil wie die Politiker? Ein wenig mehr Zusammenhat grad jetzt würde Zeichen setzen.

    Die Verbände machen nicht die Gesetze. Jedes Bundesland hat andere Regelungen getroffen, weshalb auch die Empfehlungen der Verbände, die sich daran orientieren müssen, unterschiedlich ausfallen. Natürlich sind diese daran interessiert, es möglichst vielen Mitgliedern bzw. Vereinen zu ermöglichen, ihrem Sport wieder nachzugehen. Warum sollte also ein Verband, in dessen Bundesland keine Gruppengröße von 5 Personen gesetzlich vorgeschrieben ist, auf eine Kleinstgruppe bestehen?


    Gleichzeitig konkretisieren die Empfehlungen auch die Anordnungen des Landes, um den Vereinen eine Möglichkeit aufzuzeigen, wie sie damit umgehen können. Hältst du dich als Verein an diese Empfehlungen, stehst du auf der sicheren Seite. Als "guter" Verein hält man sich an die Empfehlungen.

    Deine Sichtweise verstehe ich und so ist verständlicherweise der Tenor unserer Jugendleitung. Für meine Spieler hatte ich auch ein Programm aufgestellt (steht auch hier im Forum zur Verfügung), um ebenfalls in der Zwangspause zu zeigen, der Verein ist weiterhin aktiv für die Spieler da.

    Nachdem ich letzte Woche darum gebeten hatte, Fotos oder Videos zu schicken, um zu schauen, wie viele Punkte die Kids sammeln konnten, war die Resonanz enttäuschend gering. Von keinem einzigen Elternteil kam etwas. Wenn dann aber gleichzeitig mit der Meldung, wir dürfen seitens des Landes wieder trainieren, die Aufforderungen kommen, wir sollen doch so schnell es geht loslegen, weil die Kindern sonst "durchdrehen", kann ich das schlecht einordnen.


    Aber aus Vereinssicht hast du natürlich recht und das bestreite ich auch gar nicht. Ich wollte nur aufzeigen, dass sich niemand vorwerfen lassen muss, es sei unverantwortlich oder schlimm, wenn er nicht direkt mit dem Training wieder beginnt.

    Das klingt so ja noch machbar. Vor und nach dem Training zu desinfizieren, wird dann noch einmal etwas Zeit beanspruchen. Ein kurzer Zwischenbericht von nächster Woche wäre ganz nett. Das hilft vielleicht einigen dabei, den Mehraufwand für sich selbst besser abzuschätzen.


    Meine E-Jugend wird frühestens im Juni starten. Das wären dann aber auch nur noch 4 Wochen a eine Trainingseinheit bis offiziellem Saisonende. Mich persönlich reizt es mit dem Wissensstand (und der Tendenz des Saisonabbruchs) wenig, den Aufwand zu betreiben.

    Verstehe ich gerade nicht. Die Viren, die du durch Berührung auf den Ball überträgst, hat der nächste, der ihn anfasst, an seinen Händen. Von da geht's mal eben ins Gesicht und in Auge/Nase/Mund. Ist doch das gleiche Prinzip mit Türklinken/Einkaufswagen/whatever. Wenn jeder nun ausschließlich seinen eigenen Ball anfasst, hast du die Problematik abgestellt. Oder kann irgendjemand gewährleisten, dass jeder Spieler den Ball ausschließlich mit den Füßen bewegt? Der Ball muss ja auch irgendwie aus dem Schrank kommen und dort wieder landen.

    Ich stelle mir in dem Zusammenhang gerade auch Torschussübungen schwierig vor. Der Torwart rotzt in seine Handschuhe und der Schütze nimmt den abgewehrten Ball in die Hand... Also du kannst sicherlich bei jeder Situation irgendwas finden, wenn du willst.

    Erst einmal müsste ausreichend Viruslast auf den Ball gelandet sein. Bin ich unwissentlich infiziert und fasse den Ball mit meinen Händen an, passiert erst einmal gar nichts. Kritischer wird es, wenn ich vor der Berührung mir an die Schleimhäute gefasst habe oder den Ball aus nächster Nähe angeniest, -gehustet oder -gespuckt habe. Hält sich jedoch jeder an die allgemeinen Hygieneregeln, die bereits vor Corona sinnvoll waren (in die Armbeuge husten / niesen und dabei wegdrehen, Hände regelmäßig waschen und sich nicht ins Gesicht zu fassen), dann ist das Risiko einer Schmierinfektion auf annähernd 0 reduziert.


    In diesem Zusammenhang ist es außerdem wichtig zu wissen, wie lange sich die Viren überhaupt auf Oberflächen halten. In Heinsberg wurden Untersuchungen vorgenommen, in denen beobachtet wurde, dass auf vielen Oberflächen keine Viren gefunden wurden bzw. diese nicht mehr reproduzierbar waren (ergo nicht infektiös).


    Die große Preisfrage deshalb: Wieso haben sich nicht überdurchschnittlich viele Kassierer infiziert, fassen sie doch tagtäglich Bargeld von 100en Leuten an?


    Wie du schreibst, das Risiko wird man nicht auf 0 drücken können und überall lassen sich (mehr oder weniger realistische) Szenarien entwerfen, die mit viele "Hätte, hätte Fahrradkette" zu einer Infektion führen könnten. Können wir mit dem Restrisiko leben, oder verzichten wir bis zum Impfstoff auf den Sport, weil die Auflagen für viele nicht umsetzbar sind? Was in naher Zukunft auf den Fußballplätzen los sein wird, hat eher etwas von U3 im Kindergarten - wir spielen nebeneinander und nicht miteinander.


    PS: Bloßes Ansprühen der Materialien reicht in vielen Fällen auch nicht aus. Benötigt wird ein gewisser mechanischer Effekt, den man nur über's Wischen bekommt.

    Ich kenne, ehrlich gesagt, nicht einmal Übungen bei denen die Spieler überhaupt Material in die Hand nehmen (von Leibchen mal abgesehen). Ich mag diese Empfehlung ehrlich gesagt überhaupt nicht, weil sie offensichtlich einfach unreflektiert von anderen Sportarten übernommen wurde, ohne eine ausreichende Differenzierung vorzunehmen.


    Ich fände es wichtiger, seine Anstrengungen auf Bereich zu fixieren bei denen eine ernsthafte Ansteckungsgefahr besteht.


    In München dürfen manche Teams bspw. nur einen einzigen Ball benutzen. Das erhöht meines Erachtens eher das Ansteckungsrisiko.

    Ich kenne auch keine. Aber irgendwie muss man doch darauf kommen, dass Materialien gewaschen werden müssen. Könnte natürlich auch einfach nur dazu gut sein, um zu zeigen, man tue doch etwas gegen die Ausbreitung und dabei spielt die Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit eher eine untergeordnete Rolle.


    Wenn das Virus für eine Infektion die Schleimhäute erreichen muss, dürfte es doch keine Rolle spielen, ob jeder seinen eigenen Ball hat oder sich mehrere einen teilen.

    Wir waren bis heute Mittag auch frohen Mutes trotz der Beschränkung auf 5 Personen pro 1000 m² in Baden-Württemberg.
    Wir haben ein großes Gelände und hätten selbst ohne Hauptrasen und einen weiteren Trainingsplatz 21 Felder á 1000 m² hinbekommen und hätten diese auch fest eingezeichnet.


    Leider legt jetzt unsere Stadt die Regeln so aus, dass die 5er Gruppen aus 4 Spielern und einer Aufsichtsperson bestehen müssen. Wir müssen die Zusammensetzung der Gruppen namentlich melden und diese dürfen auch nicht verändert werden, auch nicht an verschiedenen Tagen.

    Das ist natürlich kaum umsetzbar bei einer Großfeldmannschaft.

    Ich bräuchte z.B. 5 Trainer/Betreuer für meine U14 denen ich jeweils vier Kinder fest zuteilen müsste. Falls der Betreuer mal ausfällt, haben die vier dann Pech, da auch kein Ersatz einspringen dürfte.

    Das leidige Thema: Theorie und Praxis.

    Der HFV hat hier seine Empfehlungen insoweit gelockert, dass die Materialien vor und nach dem Training nicht mehr desinfiziert werden müssen. Nun reicht es auch aus, wenn man alles mit Wasser und Bürste abschrubbt. 8o Fand ich amüsant.


    Kennt hier zufällig jemand Übungen, in denen man nicht die Hütchen und Stangen in den Mund, Auge, Nase oder Gesicht nimmt?

    die E-Jugend macht kein Training (mindestens bis 4.6.nicht)

    Die Mädchenmannschaft macht aufgrund der sehr hohen Hygieneauflagen vorerst kein Training


    Ich weiß nicht, wie es die anderen Eltern sehen. Feedback geht wohl jeweils direkt an den/die Trainer

    Feedback von den Eltern würde ich mir als Trainer auch mal wünschen. Da kommt leider nichts.


    Wir haben uns aber unabhängig von den Vereinen unserer JSG im Trainerteam abgesprochen, dass wir mit der E-Jugend frühestens im Juni starten. Bis dahin steht hoffentlich ein Konzept, wie die Auflagen konkret umgesetzt werden sollen. Ist dies zu aufwendig, werden wir noch abwarten. Wobei so viel Zeit bleibt dann auch wieder nicht...

    Bei uns muss auch noch vereinsintern geklärt werden, wie damit umgegangen wird. Bis die Sportanlagen von den Kommunen freigegeben werden, wird hier erst einmal nichts laufen. In der Zwischenzeit feilen die Vereine unserer JSG hoffentlich bereits an einem Konzept, welches den Auflagen standhält. Danach werde ich mich hier einmal melden.


    Trainero

    Basketball auf dem Rasenplatz?

    Ich kann betreuer72 da gut verstehen. Es ist das gute Recht jeden einzelnen, zu entscheiden, ob er unter diesen Bedingungen Training anbieten möchte. Sei es der Mehraufwand, das nicht übernehmen wollen der gesteigerten Verantwortung oder aus irgendeinem anderen Grund, wir bewegen uns immer noch im Breitensport.

    Wenn ich mir auf der Seite des HfV so die Vorschläge anschaue, unter welchen Bedingungen ein Training stattfinden koennte, frage ich mich ernsthaft, oft das tatsächlich Sinn macht...

    http://www.hfv-online.de


    Und dann unter Verband News

    =O

    Gestern schon durchgelesen und es hat mich eher abgeschreckt als positiv gestimmt. Zumal die Vereine jetzt erst einmal die entsprechenden Punkte vorbereiten müssen. Das kann auch noch einmal etwas Zeit beanspruchen.


    Meine Co-Trainer waren meist so schon kurz vor knapp erst da. Alleine werde ich mich nicht dahin stellen und alles desinfizieren, aufbauen, vor dem Training auf den Abstand achten, Checklisten führen und und und. Ich habe noch nicht endgültig drüber entschieden, aber das wird wahrscheinlich die Konsequenz haben, dass der Montag, an dem ich immer alleine bin, entfallen wird.

    Gibt es denn eine solche Regelung, dass ein Trainer nur 4 bestimmte Spieler in einer Gruppe betreuen kann?

    Das wurde hier diskutiert. Darauf bezog ich mich.


    Aber es ist ja auch sehr einfach, sich vor die Presse zu stellen und zu sagen "jetzt geht es wieder los". In der Praxis sieht das anders aus ...


    https://www.vibss.de/fileadmin…ieb_Wegweiser-Vereine.pdf


    https://www.vibss.de/fileadmin…Leitfaden-Trainer-UEL.pdf

    Ich bin sprachlos...

    Bei Gruppen von 6 bis 8 Spielern(!), was jetzt auch keine riesen Menge ist, kann man schon einiges an Trainingsformen anbieten mit Torschuss etc, die bei maximal 4 Kindern, selbst noch bei 5, schwierig umzusetzen sind. Da wird dann mehr Ball geholt, als Fußball gespielt.


    Unter 6 aktiven lasse ich das Training ausfallen, habe ich schon immer so gehandhabt, kenne auch keinen der es anders macht. Da kann man nicht mehr wirklich etwas sinnvolles machen, insbesondere wenn Spielformen halt auch nicht erlaubt sind (sonst könnte man noch 1 gg 1 oder 2 gg 2 machen, wobei selbst das über eine normale Trainingsdauer keinen Sinn macht).

    Die Erfahrungen kann ich so nicht bestätigen, aber bei mir liegen auch für den Fall ausreichend Bälle bereit. Mit der Abstandsregelung wird mMn auch eher nebeneinander als miteinander trainiert, weshalb die Gruppengröße jetzt keinen allzu großen Unterschied im sportlichen Sinne machen sollte.


    Ich verstehe euer Problem mit Klein- und Kleinstgruppen nicht.

    So sehe ich da auch kein Problem drin. Allerdings könnte es organisatorisch im Einzelfall schwierig werden. Stell dir vor, du bist alleiniger Trainer und hast eine Mannschaftsstärke von 15 Kindern. Im Bundesland wurde festgeschrieben, dass in (festen) Gruppen von 5 Personen (4 + Betreuer) trainiert werden darf. Wie wäre deine Vorgehensweise?