Beiträge von MightyReds

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    Selbst wenn irgendein Trainer eine geniale Idee hat was man mit solch kleinen Gruppen noch anfangen soll, bräuchte man pro Mannschaft (zumindest ab D-Jugend) mindestens 4 Betreuer, die Kapizitäten haben maximal NLZ.

    Naja, da die Kinder sowieso nicht miteinander spielen dürfen, muss man doch zwangsläufig Übungen anbieten, die zum Großteil allein durchgeführt werden. Da sind kleine Gruppen schon deutlich sinnvoller.


    Aber recht hast du, dementsprechend würde auch eine erhöhte Anzahl an Betreuer benötigt. Das ist für viele nicht realisierbar.

    "Fitnessstudios, Tanzschulen und Kursräume von Sportvereinen dürfen in Nordrhein-Westfalen ab dem 11. Mai unter strengen Auflagen wieder öffnen. [...] Ab dem 30. Mai dürfen Sportbegeisterte auch in Sparten mit unvermeidbarem Körperkontakt wieder ihren Sport ausüben. Auch die Hallenbäder dürfen ab dem 30. Mai wieder den Betrieb aufnehmen."


    Verstehe ich das richtig, dass in NRW ab dem 30. Mai wieder (Kontakt-)sport ohne Mindestabstand ausgeübt werden darf? Betrifft mich zwar nicht, aber vielleicht hat es jemand mitbekommen.

    Das klingt alles sehr logisch. Man sollte wirklich schauen, sich abzusichern. Wenn eine schriftliche Dokumentation des Trainingsablaufs und Einführung zu den bekannten Auflagen ausreichend ist, ist dies natürlich wunderbar. Das wird aber nicht davor schützen, auch im Training auf die Einhaltung zu achten. Dafür werden entweder mehr Aufpasser in Form von Trainern benötigt oder die Gruppen müssen auf eine bestimmte Anzahl an Kindern verkleinert werden. Bei den höheren Altersklassen mögen diese theoretisch größer ausfallen, bei den jüngeren Kindern eben kleiner, um jederzeit den Überblick zu behalten.



    Ob die Infektion schließlich im Training oder sonstwo stattgefunden hat, wird sicherlich auch nicht so einfach nachvollziehbar sein. Die Gefahr, von dritten angeschwärzt zu werden (und das passiert meist dann, wenn diejenigen betroffen sind), ist aber in meinen Augen nicht allzu abstrakt. Wie anders Eltern plötzlich ticken können, wenn es ihr Kind betrifft, kann ich nur aus Erfahrung in der Kita sprechen. Es ist nicht immer rational und häufig entsteht auch kein finanzieller Schaden. Jedoch dies vor allem im Ehrenamt etwas, womit man nicht zu tun haben möchte. Und das kann eine Lawine lostreten, die man sich nicht vorstellen konnte...


    Inhaltlich würde ich also nichts planen, was in irgendeinem der Übungsform geschuldeten Szenario zu einer Unterschreitung des Mindestabstandes führen kann. Denn das könnte mir als Fahrlässigkeit unterstellt werden.


    Konkrete Fragestellungen und Szenarien (je nach Alter der Kinder und Jugendlichen) wären bspw.

    1. Wie muss ich meine Übungen aufbauen, um den Abstand wahren zu können? Wie viele Kinder lasse ich an einer Station anstehen, um den Überblick wahren zu können?
    2. Mache ich kleinere Trainingsgruppen, dafür mehr Einheiten? Ist mir das überhaupt zeitlich möglich?
    3. Binde ich die Eltern ein (bspw. als Aufsichtspersonen)? Lasse ich das Training ausfallen, wenn sich niemand bereit erklärt? Kein Training anbieten?
    4. Schließe ich Kinder aus, die in Fahrgemeinschaften zum Training kommen? Schließe ich generell Kinder aus?
    5. Schuhe der Kinder binden erlaubt oder nicht?
    6. Dürfen mehrere Mannschaften parallel trainieren? Falls nein, reichen die Anzahl der Plätze aus, um für jedes Team Training anzubieten? Falls auch dies nicht möglich ist, darf niemand mehr trainieren oder wöchentlicher Wechsel?
    7. Wann ist ein Platz überhaupt zu voll?

    Ich weiß jetzt von Sachsen, dass ab heute wieder trainiert werden darf.

    Wie sieht es eigentlich in den anderen Bundesländern aus? Selbst zu meinem eigenen (Hessen) konnte ich nichts finden...

    Ich bin E-Jugend Trainer. Und ich würde wieder ein Training anbieten, allerdings reduziert. Vielleicht nur 1x die Woche.


    Ich weiß nicht wie der Verein reagiert, davon hängt viel ab.


    Ansonsten würde ich ein freiwilliges Training anbieten und die Eltern per WhatsApp über die Regeln informieren und mir formlos bestätigen lassen, daß die Eltern ihre Jungs auf eigene Verantwortung zum Training schicken.

    Bei meinen Eltern sollte das reichen.

    Wie meinst du "auf eigene Verantwortung"?

    Bei mir ist es eine E-Jugend.


    Klar, das muss man alles relativ zur eigenen Situation (Altersklasse, Reife der Kinder, etc.) betrachten. Da ist die Basis bei den Bambinis eindeutig eine andere als in der A-Jugend, insbesondere was auch die Selbstkontrolle und das Unterdrücken diverser Impulshandlungen ausgeht.

    Wie ich schrieb: Wer das verantworten möchte, und das ist neutral von mir gemeint, dem sei das von Herzen gegönnt. Ich brenne auch schon auf einen Wiederbeginn. Allerdings zu von mir vertretbaren Umständen, die einen Mindestabstand beim Sport ausschließen.


    Nichtsdestotrotz bin ich gespannt, ob nur die Abstandsregel gilt. Es ist zumindest positiv anzumerken, dass man nicht zwischen "Generell Mannschaftssport" und Einzelsport unterscheidet, sondern alle Sportarten unter den gleichen Kriterien betrachtet (Freiluftaktivitäten gegen Hallensportarten).


    Ps: Bei uns in Hessen wird anscheinend nun auch über einen möglichen Saisonabbruch diskutiert. Der Verband möchte sich nun auch ein Meinungsbild aus den Vereinen einholen. Mal schauen, was dabei rumkommt.

    Das war überfällig !
    Und gibt den Kindern und Jugendlichen wieder ein Stück mehr Freude .

    Schule ist zwar nach wie vor zum größten Teil geschlossen, aber auf dem Sportplatz sein dürfen ist schon gut .

    Ist nur die Frage, ob das die Trainer jetzt auch umsetzen. Ich für meinen Teil begrüße diese Lockerung zwar, würde dennoch unter diesen Umständen mit Kindern kein Fußballtraining durchführen. Der Trainer ist ja die Aufsichtsperson. Wer sich das zutraut, für den steht dem Training allerdings nichts mehr im Wege. Für mich als Ehrenamtlicher ist das Risiko, und damit meine ich nicht das Risiko einer Infektion(!) oder einem schweren Krankheitsverlauf, einfach noch zu hoch.


    Ich würde noch abwarten, ob es weitere Auflagen geben wird, wie bspw. nur Kleingruppen, etc. Das könnte in der Theorie ganz nett klingen, in der Praxis dann jedoch schnell zu Probleme führen.

    Nein, gibt noch keine Richtung, aber wenn ich nach der Aussage unseres Sportministers geh, lt. der es keine Spiele geben soll so lange es keine Impfung bzw wirksame Medikamente gibt fürcht ich eher länger als kürzer. Ob wir als Verein unter diesen Voraussetzungen Trainings anbieten werden ist zudem noch äusserst fraglich

    Schwierige Entscheidung. Ihr als Verein werdet für die Einhaltung verantwortlich sein. Gerade bei den jüngeren wird man vermutlich mehr mit Kontrolle als mit Training beschäftigt sein. Zumal ein Training ohne Spiel auf Dauer auch nicht das Gelbe vom Ei ist.


    Mich verwundert immer die Aussage über einen Impfstoff. Als wäre man sich absolut sicher, dieser stehe Anfang nächstes Jahres für alle zur Verfügung. Dass es auch um ein vielfaches länger dauern kann, und das ist nicht unwahrscheinlich, scheint irgendwie keine Option zu sein.

    Wow, du solltest dir das aufjedenfall groß ausgedruckt mit ins Training nehmen. Gibt es schon eine Richtung, wie lange diese Auflagen bei euch gelten werden? Ich meine, schön, dass es irgendwie wieder losgehen kann. Aber das ist bei einem Kontaktsport auch keine Dauerlösung...

    Auf beide Studien geht man doch sogar in dem Artikel ein...die aus Holland wurde mW vor 1 oder 2 Seiten hier gepostet.


    Selbst die WHO spricht davon, das Kinder deutlich seltener als Treiber der Viren fungieren:


    https://www.n-tv.de/wissen/Tra…-bei-article21716973.html

    Wissenschaftliche Arbeit, Studie und Interpretation kritisch zu sehen, ist nicht nur gut, sondern notwendig. Das ist doch auch das Ziel dieser, eine Diskussion anzuregen. Allerdings habe ich das Gefühl, du lehnst diese Schlussfolgerung aus Prinzip ab, weil sie nicht deiner Sichtweise entspricht.

    Oder anders ausgedrückt: Aus welchen Gründen hältst du die isländische und niederländische Studie für seriöser?


    So wie ich die Studie verstanden habe (hier übrigens das Original, falls du es dir noch nicht angeschaut hast), wurde nur (und das für eine Studie bei einer relativ kleinen untersuchten "Bevölkerung") festgestellt, dass die ausgeschiedene Virenlast auch vom Alter abhängig ist, diese aber bei Kindern ebenso vorhanden ist, wie bei Erwachsenen. Das heißt erst einmal, dass auch Kinder infektiös sein können. Es wurden dort keine Infektionsketten verfolgt. Zwischen "Es ist möglich" und "Es ist so passiert" liegt noch ein kleiner, aber wichtiger Unterschied.


    Die WHO war im Januar auch noch der Meinung, das Virus würde sich nicht von Mensch zu Mensch verbreiten. ;)

    Wer nicht niest, hustet etc. kann eben auch keine Viren verteilen, außer er spuckt mutwillig Menschen an.

    Das ist so nicht korrekt. Bei jedem Atemzug werden Viren mit ausgeschieden. Beim Sport wird vermehrt, schneller und intensiver geatmet, weshalb dort auch die Viruslast höher sein mag. Eine höhere Viruslast in der Umgebungsluft wird auch bei größeren Menschenansammlungen vorhanden sein, da dort in der Summe hoffentlich mehr geatmet wird (sollte man zumindest meinen).


    Ich denke aber, der Faktor "Ort" spielt hier eine große Rolle. Draußen verflüchtigt sich diese Viruswolke schneller, wodurch das Risiko einer Infektion abnehmen sollte. Die Frage ist nur, wie hoch die Konzentration sein muss, um sich tatsächlich dadurch anzustecken.

    Ja das ist gleich das nächste Problem. Aber umgekehrt frage ich mich wie lange das noch gut geht oder wie groß der Schaden wird wenn die kinder sich die nächsten 12-18 Monate sozial distanzieren.

    Der WDR berichtet, die Polizei würde in NRW in der Coronazeit weniger Fälle von häuslicher Gewalt (im Allgemeinen, also nicht spezifisch auf Kinder bezogen) gemeldet bekommen. Was erst einmal positiv klingt, kann jedoch trügen. Davon ausgehend, dass etwa 60% solcher Fälle erst durch Erzieher, Ärzte, Lehrer und anderen Kontaktpersonen außerhalb des eigenen Hausstandes überhaupt erst bekannt werden, dürfte dieser Rückgang nicht pauschal als Erfolg / Entwarnung gewertet werden.


    Ich als Mutter bin eher entspannt. Als Trainerin jedoch mehr als vorsichtig. Ich möchte am Ende nicht vor Gericht landen denn sollte was passieren, hört die Freundschaft bekanntlich auf.

    Jap, so sehe ich das auch. Deshalb muss meine E-Jugend warten, bis man dem anderen wieder ganz legal den Ball abnehmen darf. Also ohne gleichzeitig eine Straftat zu begehen. :saint:

    Aha dann müsste man ja Kitas und Grundschulen einfach öffnen können .

    Deshalb dürfen die Kinder in den Niederlanden auch wieder Mannschaftssportarten ausüben. Unsere Regierung orientiert sich jedoch am RKI und das kommt zu einer anderen Einschätzung. Trotzdem ist es interessant, dass von den bei uns etwa 154.000 erfassten Fällen nur 2.589 Kinder unter 10 Jahren dabei sind. Das könnte heißen, dass...

    • wir sehr viele Haushalte ohne Kinder haben
    • nur wenige Kinder getestet worden sind
    • Kinder häufig einen sehr milden oder asymptomatischen Verlauf haben und deshalb nicht getestet worden sind
    • Kinder wirklich nur wenig zum Ausbreitungsverlauf beitragen (es soll ja einen Fall geben, in dem ein Kind nach Infizierung Kontakt zu etwa 170 Menschen gehabt hatte und keinen dieser ansteckte)

    Der Vorschlag des NFV, die Saison Ende August / Anfang September fortzusetzen wurde abgelehnt.


    Von 2.600 Clubs haben 1.649 abgestimmt:

    - 1.119 Saisonabbruch

    - 448 Fortsetzung Saison

    - 83 Enthaltungen

    Kann mir einer erklären, warum anscheinend so viele gegen eine Fortsetzung der Saison sind? Was ist denn der Vorteil, wenn jetzt abgebrochen wird?