Aber letztendlich können Fußballer diese Optionen nur angeleitet durch einen Trainer erlernen.
Ganz im Gegenteil! Man lernt immer durch Nachahmen, Versuch/Irrtum. Und da ist die Vorlagen total egal! Trainer, Mitspieler, TV/Video, Bücher. Und auch die Kommunikationswege sind vielseitig. Den einen erreicht man durch eine mündliche Erklärung, dem anderen macht man es besser vor, der dritte will sich ne Beschreibung in Ruhe durchlesen.
Beim Fußball bin ich fest davon überzeugt, dass altersübergreifendes Bolzplatzkicken immer noch am allermeisten bringt. Gute Tipps vom Trainer sind dann ein Sahnehäubchen oben drauf.
Wenn Babys nicht sehen, wie ihre Eltern auf zwei Beinen laufen werden sie niemals auf die Idee kommen, selber zu laufen. Auch nach hundert Jahren Krabbeln nicht...
Doch, denn sie gucken es bei anderen ab. Dafür braucht es keine Eltern.
Im übrigen und da wir ja immer noch im "durch andere Sportarten lernen" sind: Beim Volleyball hat man ja kaum Zeit zum Nachdenken. Du hast ja genau einen kurzen Kontakt, dann ist der Ball wieder weg. Um gut zu sein, brauchst du ein riesengroßes Repertoire an Erfahrungen! Timing, Stellungsspiel, Technik. Das läuft alles vollautomatisiert und ruckzuck ab. Der Ball kommt vom gegnerischen Zuspieler zum Angreifer und bevor dieser den Ball berührt musst du in der Abwehr schon richtig stehen!
Oder beim Eishockey... auch da muss das alles viel schneller gehen als beim Fußball.
Ich bin ein großer Fan vom "Begreifen". Kaum einer meiner Bambinis seinerzeit hat je mit der Pike geschossen. Warum nicht? Ich habe mich mit den Kindern in den Kreis gesetzt und wir haben gemeinsam ausprobiert, wo der Ball am Fuß am besten aufgehoben ist. Von der Pike fällt er total schnell runter, doof. Bei der Innenseite des Schuhs gibts sogar ne extra Ballkuhle, das ist ja toll! Und auch bei den Schnürsenkeln bleibt er kurz liegen. Schuhe aus und das ganze nochmal. Da tut das mit den Zehen ja sogar weh... Begreifen at its best.