Beiträge von Goodie

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    Faulheit und Stehenbleiben.

    Meine Lieblingsübung zu dem Thema ist, beim Abschlussspiel rechts und links auf die Seitenlinien je drei Bälle auf Hütchen zu positionieren. Wenn blau den Ball ins Aus gespielt, darf rot sofort einen der bereitliegenden Bälle nehmen. Blau muss den ersten Ball holen und wiederum auf das freie Hütchen legen. Solange ist Blau in Unterzahl. Da wird Faulheit/Stehenbleiben reichlich bestraft...

    Ich sehe jetzt schon, dass diese Gegner uns in 2 Jahren vermutlich schlagen werden. Dann sind fußballerisch alle deutlich weiter, bzw. haben die ersten Basics gelernt die benötigt werden um Vorteile in Schnelligkeit, Größe, Kraft und Reife auch in zählbares umzumünzen.

    Sehe ich nicht so. Wenn man von leistungshomogenen, selektierten Teams ausgeht, dann ist das sicher so. Aber im normalen heterogenen Umfeld haben meiner Beobachtung nach gerade die eher schwächeren mit ihren Wachstumsschüben schwer zu kämpfen. Sie werden groß aber auch unbeweglich. Mein Kleiner läßt diese Kinder gerne durch sein wuseliges Spiel aussteigen.

    Und wer weiß, vielleicht hast du ja am Ende eine Truppe junger Riesen. Der Freund von meinem Sohn ist mit 8 Jahren schon über 1,50 m groß. =O


    Die körperlichen Unterschiede in D-E Jugend sind IMO viel gravierender als die des Alters. (normales Umfeld, ich gehe jetzt nicht von Sichtungsbedingungen aus) Da ist ja zwischen 1,40m und 1,75m alles dabei und der Zeitpunkt des Wachstumsschub ist vollkommen individuell.

    Ich bin ja totaler Anhänger von Commedy! Die arbeiten ja auch sehr gerne mit Stereotypen, Verallgemeinerungen und Übertreibungen. Wo der Spaß für mich aber aufhört ist, mich zu zitieren, mir im gleichen Post zu "erzählen" dass es am schlechten Training liegt und dann zu behaupten, dass ich nicht gemeint war. Also bitte... :cursing: halte dich wenigstens an die Gepflogenheiten im Netz. Wenn man jemanden zitiert und somit antwortet, dann meint man auch den Zitategeber. So ist es üblich, so fasst es jeder auf. Spitzfindigkeiten sind hier echt fehl am Platz.

    Woran werden den die fußballerischen Fähigkeiten der Kinder fest gemacht? An einer Trainermeinung? An einem Test? An einer wissenschaftlichen Untersuchung?

    Ich würde sagen an der Vergleichsgruppe. Sicher wäre mein Junior in der selektierten Truppe des ambitionierten Vereins der Umgebung in seinem Jahrgang gut aufgehoben. Die haben aber einen Pfeil im Kopp. Da soll und will er nicht hin. Somit ist er im Dorfverein geblieben mit allem was dran hängt. In exakt diesem Leistungsumfeld war es eine sinnvolle Entscheidung. Und es ist eine Entscheidung des Momentes.



    Zum Thema "Zertifizierungen" oder dergleichen...

    Das halte ich für vollkommen utopisch. Wenn ich nur an meinen Trainerlehrgang denke... anwesend waren viele, verstanden haben es einige, das Gelernte umgesetzt haben es wenige. Sowas würde ein Papiertiger werden... Klappt ja kaum mit den vereinseigenen Konzepten.

    Nee, man muss schon einfache Wege finden.


    Wenn ich nur an den Widerstand gegen die 3er Bälle denke. Da standen Jahrhunderte Fußballerfahrung beieinander und moserten was der scheiß denn solle. Als ich dann frug, welche Schuhgröße die B-Jugendlichen hätten (46) und welche die Bambinins (28) und ob nicht der 3er Ball dann doch ganz stimmig wäre, war dann zustimmendes murmeln zu hören. "Was die sich immer ausdenken..." blablabla..

    Veränderungen sind "unbequem", sie erfordern Kreativität und das verlassen von eingefahrenen Wegen. Wir sind ein Volk von Bedenkenträgern. "neee, lieber nicht". Ein "los, wir probieren es" ist uns Deutschen scheinbar nicht in die Wiege gelegt. In den 1960er haben die Amis beschlossen, zum Mond zu fliegen und haben es 8 Jahre später in die Tat umgesetzt. Heute wäre da die erste Machbarkeitsstudie abgeschlossen und läge dem Technikfolgenabschätzungsbüro zur Prüfung vor...

    Weil es für die Kinder nicht gut ist. Die Altersspanne ist schon innerhalb der bestehenden Einteilung immens. Wenn man Kinder hochzieht, ist sie zu groß, als das Kinder das bewältigen können. Logischerweise ist bei Kindern, die hochgezogen werden, dann auch immer dieselbe Entwicklung zu beobachten, nämlich dass sie Zweikampfvermeidungsstrategien entwickeln, d.h. i.d.R.: Bolzen.


    Gerade für die richtig starken Kinder kann auch Unterforderung wichtige Lernerfahrungen vermitteln: Sie lernen, sich im Dribbling auszuprobieren, mit dem schwachen Fuß zu spielen, Finten und Tricks anzuwenden, mal Hacke-Spitze zu spielen usw.

    Sagt wer? Auf Grund von welcher Erfahrung stellst du diese These denn als Allgemeingültig da? Wieviele Kinder hast du über einen längeren Zeitraum beobachtet?


    Diese Aussage finde ich falsch, weil sie die Einzelfälle - und darum gehts ja beim Hochziehen - vollkommen unberücksichtigt lässt. Jedes Kind ist in seiner Art anders und wenn die Entscheidung wohl überlegt ist, dann ist sie auch eine Gute. Zumal sie sich leicht revidieren lässt, wenn man sich dann doch verhauen haben sollte.


    Mein 10er spielt E-Jugend. Er rockt das da, egal ob als Torwart, in der Abwehr oder im Sturm. Er ist wieselflink, dribbelstark und will Mitspieler für Doppelpässe und Anspiele. Das ist was er kann und das ists, was er in seiner alten F-Jugend nicht fand. Moral von der Geschichte aus den letzten Wochen F-Jugendtraining: Rumgekasper, große Schnauze, egoistische Spielweise ("wenn ich den Ball hergebe, bekomme ich ihn ja nicht zurück!") - der typisch unterforderte Klassenclown. Und da sprechen wir ja nicht nur von den Spielen bei denen es mal locker zugeht oder man mal unter die Räder kommt, sondern auch und vorallem vom Training.
    Zusatzaufgaben wurden abgelehnt, weil er keine Sonderrolle wollte. Das dürfte aber auch dem Stichwort Elterntrainer zugeordnet werden können. Also Reißleine: Kind zu einem anderen Trainer, eine Jugend hoch!


    Er sagte gestern übrigens vollkommen aus dem nix: "es ist so schön mal nicht der Beste zu sein. Mit X, Y und Z zu spielen macht richtig Spaß"

    Das ist die Messlatte! Keine dogmatischen Vorgaben. Und wenn es wieder anders werden sollte, dann finden wir wieder Lösungen.


    Das zur Zeit einzige Problem ist, wenn die Gegenspieler, die ja zumeist ein Kopp größer sind, ihre Ellbogen ausfahren, wirds für ihn gefährlich, da das dann in seiner Hals/Kopfhöhe ist. Da hats ihn schon einige Male erwischt. Aber merkste was? Das kommt sicher nicht vom Zweikampfvermeidungsverhalten. Der ist Kummer gewohnt denn er gibt sich regelmäßig aufm Bolzplatz mit seinem großen Bruder die Kante!


    Btw: ich kenne noch vier andere Spieler, die einen Jahrgang höher spielen. Alle halten auf dem Niveau der älteren locker mit. Das ist deren Niveau, ohne Über- oder Unterforderung.

    Das wäre ja mein favorisiertes Modell: Ganztagsschule und wenn die Kinder um 16 Uhr heim kommen, dann sind die Hausaufgaben fertig, die Geige gespielt, die Kinder satt und gesportelt wurde auch. Die Eltern könnten gescheit arbeiten und alle hätten den Nachmittag frei. Keine Fahrdienste mehr sondern echte Zeit füreinander...

    würdest du den Sprung von 3:3 nach 6+1 im Alter von acht Jahren nicht etwas zu groß finden? Das würde wohl eher dazu führen, dass die Hälfte der F-Jugend anfinge, sich schon ein Jahr eher auf das "richtige" Spiel vorzubereiten. Schon im September habe ich FS Anfragen (E-Jugend aufs D-Feld) gelesen.


    Ich würde - wenn ich erstmal König von Deutschland bin - folgende Einstufung einführen


    G gar kein offizieller Spielbetrieb mehr. Ende mit dem Theater aus "Spiieeel, Lauuf, Schiiieeeßßß" (analog zu fast allen anderen Sportarten)

    F Funino

    E 4+1 (oder 3+1 :/ da müsste ich nochmal überlegen)

    D 6+1

    C 8+1

    B und A dann mit 11

    Das Interesse des Trainers richtet sich auf seine besten Kinder, die auch im Spiel spielen.

    Bei solchen Pauschalaussagen fühle ich mich übrigens persönlich angegriffen! Dass mich jemand so abkanzeln will, ist vollkommen daneben. Dein "in der Regel" bietet dir das Hintertürchen und ist in meinen Augen nur olle Rhetorik.

    Wenn du zum Nachdenken anregen willst, dann denk mal drüber nach, was man mit platten Pauschalaussagen erreicht außer Ablehnung.


    Hier wird so häufig darüber geredet, wie man die Schere zusammen bekommt. Wie man die Leistungsschwächeren ranführt ohne die Stärkeren zu benachteiligen. Diesen Spagat machen wir hier alle.


    Wenn es so wäre, dann gäbe es überhaupt keine E4, E5 oder gar E6

    Schöne neue Fußballwelt, zwei Gedankenexperimente:

    Das ist schwarz/weiß-Denken


    3. Modell

    man spielt weiterhin 4+1. Zu jedem Team wird ein Elternteil abkommandiert, welches die Verantwortung hat. Aktives Coaching findet weder in Team A noch in Team B statt. Beide, Heim und Gegner kommen mit zwei Teams und spielen auf zwei Feldern paralell. Der Trainer steht beobachtend dabei, tauscht sich mit seinem gegnerischen Kollegen aus und hält sich ansonsten zurück.


    4. Modell

    wir spielen Funino mit allen nach dem Championsleague Modus. Wieder braucht es Elternhelfer. Na und? Die wollen nämlich bei diesem Umfang (Spieltagsbetreuung) nur gefragt und gescheit eingewiesen werden. Da findet man sicher jemanden (man darf übrigens auch die Frauen fragen).


    5. Modell

    Man spielt nicht 2x20 Min sondern 6x10 und mischt die Teams immer neu durch. Gemischt, die schwachen gegeneinander, die starken etc. Dabei ists vollkommen wurscht ob 6+1 oder 4+1


    weitere Modelle

    Wir spielen 3+1

    Wir spielen auf einem Feld 7 auf dem zweiten 3...


    Nenn mir einen Grund, warum ich klein denken sollte. Think big! Nur so kann man auf sinnvolle, machbare Modelle stoßen.

    Du vergisst eins: wir reden hier von in erster Linie Bambinis und F-Jugend. Ausbildungsziele sind Bewegungserfahrungen, später dann fussballspezifische Grundtechniken in Grobform.

    Hierfür sind viele Ballkontakte einfach unverzichtbar. Eine Traube von Kindern, wo am Ende 2-3 den Ball bekommen und der Rest kichernd und mit viel Spaß neben her läuft, macht den Kleinen Spaß weil sie es nicht besser kennen. Und was lernen sie dabei am Ball? Nix, weil sie ihn nie bekommen.
    Ich habe gestern wieder so einem gruseligen F-Jugendtraining zuschauen dürfen. Abschussspiel: 8:8.


    Für mich geht in dem Alter kein Weg an Kleinfeldspielen vorbei.
    Versuche, im kleinen ein Funinoturnier zu organisieren, sind jedoch am fehlenden Interesse der anderen Trainer gescheitert. Viele haben von Funino noch nie gehört. ;(

    Und für unsere Kinder wird das leider inzwischen zeitlich knapp.

    Dem stimme ich zu. Jedoch bin ich es leid mich mit Kindern zu befassen deren Flamme erloschen, bzw. niemals brannte und diese durch ihr Verhalten laufend versuchen das Feuer der anderen Spieler mit einem Wassereimer zu löschen.

    Da bin ich ja ganz bei dir. Auch hier helfen aber ggf. Gespräche mit den Eltern. Wir haben in den letzten vier Jahren ne Menge Kinder kommen und gehen sehen... Besonders die Bambinizeit ist ja ne unruhige, viele probieren sich aus, einige bleiben, andere gehen wieder. Drei mal habe ich aktiv nachgeholfen und die Eltern gebeten, sich das ganze beim Training mal bewusst anzuschauen und anschließend mit ihrem Kind zu sprechen, ob sie wirklich kicken wollen. Alle drei haben aufgehört. Bei vielen vielen anderen hat sich Geduld aber ausgezahlt...



    Wir hatten einen fünfjährigen, da hatte die Mutter für ein Training abgesagt. Mit 10 minütiger Verspätung kamen sie dann doch. Was war? Der Junge hat zu Hause so ein Theater ob dieser Absage veranstaltet, dass die Mutter den Tag komplett umorganisiert hat, damit der Bursche trainieren konnte =)

    Aber wir hatten auch einen sehr introvertierten Jungen, der kaum sprach. Der hätte sich nie für seine Belange einsetzen können.


    Ich finde es auch schwer mit diesen Teelichtern zu arbeiten. Das widerspricht auch meiner Auffassung von Engagement im Freizeitbereich. Wie gesagt: und wenn es dann auch noch Aufnahmestopps gibt wirds fies.

    In der Schule bekommen auch alle Kinder das gleiche Material, haben den gleichen Lehrer und die gleiche Unterrichtszeit - es bekommt aber nicht jeder die gleiche Note!

    Hier muss ich aber mal ganz vehement widersprechen. Diese Denkweise ist komplett veraltet. Und nein, die Kinder bekommen nicht das gleiche Material. Förderunterricht, Drehtürenmodelle, Famlienklassen. In fast allen Schulen fällt den Verantwortlichen inzwischen sehr viel besseres ein... Selbst in unserer eher rückständigen Grundschule bekommt mein Sohn in Mathe andere Aufgaben als seine Klassenkameraden.


    Ich finde es wichtig, dass man sich kennengelernt hat. Dann weiß man nämlich, ob ein Kind für Fußball brennt oder ob nur ein Teelicht leuchtet. Ob es nicht kommen kann, weil die Eltern es nicht auf die Kette bekommen (Arbeit, Geschwister etc) oder weil sie das einfach nicht wirklich unterstützen.
    Ich würde - bevor ich ein Kind abstrafe - eher mal mit den Eltern reden. Mich nervt in dem Zusammenhang nämlich mehr, dass man in Vereinen mit Aufnahmestopp Kinder abweisen muss und auf der anderen Seite Familien einen Platz blockieren, ohne ihn wirklich zu wollen.

    Irgendwann darf man schon einfordern, dass man sich nur mit einem gewissen Einsatz auch die volle Spielzeit erarbeiten kann. Aber das geht in meinen Augen erst in der D-Jugend los, wenn man erwarten kann, dass die Kinder auch per Fahrrad alleine zum Training kommen könnten. Alles bis einschließlich E-Jugend hat für mich "Schonfrist"

    Die Vermutung, dass es an der Erziehung liegen könnte, kann ich bestätigen. Er hat uns gestern beim Abendessen gesagt, dass seine Mutter seit der Geburt seines kleinen Bruders viel strenger geworden sei. Das hängt jedoch auch mit seiner Verplantheit/Unzuverlässigkeit zusammen. Meine Frau muss ihm die Dinge manchmal dreimal sagen - Mappe wegstellen, anziehen - woraufhin er aber auch gerne mal widerspricht.

    Das Verpeilte ist absolut Altersgemäß! Bring mal das Gespräch am Feldrand mit den anderen Eltern auf das Thema... Überall das Gleiche! Bei uns finden die Jungs nicht mal mehr die Wäschekiste und diese steht exakt zwischen den beiden Kinderzimmertüren.


    Ganz dramatisch ist es, wenn man im Umfeld Mädcheneltern hat. Die gucken dann immer ganz irritiert.

    Beispiel? Mein Sohn war mit einer Freundin und deren Vater kurz einkaufen. Der Vater hat dann meinem Sohn die Tüte mit dem Toastbrot zum Tragen gegeben. Natürlich kam da mehr Paniermehl an als Toastscheiben... wie kann man ihm auch so was empfindliches geben? :D Würde mir nicht mal in den Sinn kommen.
    Ist zwischen uns Erwachsenen inzwischen in running gag.

    Das geschähe dadurch, dass er so lange Playstation spielen kann wie er will und auch, dass er beispielsweise so lange wegbleiben kann, wie er meint.

    Da bin ich anderer Ansicht denn meine Eltern haben das so mit mir gemacht. Während Gleichaltrige klare Grenzen hatten, an denen sie sich orientierten, stand ich immer etwas verloren in diesem viel zu großen Raum. Grenzen geben aber auch Sicherheit. Wenn ich diese "Freiheit" dann mal strapaziert hatte, gabs aber Missbilligung. Nur wusste ich nie, wo diese Grenzlinie lag...

    Ich vermute, er hat den Wechsel auf die weiterführende Schule hinter sich? Bei uns läuft dieser Wechsel zwischenmenschlich gut aber von den Anforderungen der Schule ist ein mittlerer Sturm aufgezogen. Das bindet bei uns zu Hause ziemlich viele Ressourcen. Dass sich das auch in den Hobbybereich auswirken kann, scheint logisch.

    Dieses "dicke Hose" ist meiner Beobachtung nach was vorpubertäres. Das beobachte ich bei vielen Jungs in dem Alter. Dem würde ich nicht allzuviel Beachtung schenken. Und der Trainer muss seinen Umgang mit deinem Sohn finden (Stichwort Starallüren). Ihn einzunorden ist sein Job, nicht deiner.


    Der Switch vom Seitenrand in die Fanzone ist echt hart. Diese Erfahrung mache ich auch zur Zeit. Man muss echt loslassen lernen und kann häufiger nur die Stirn runzeln. Ich denke mir aber immer - bei allem sportlichen Ehrgeiz meinerseits - es ist nur Kifu.

    Frag dich mal selber: würdest du genau so agieren, wenn dein Sohn was anderes machen würde? Schwimmwettkampf, Bodenturnen, Gitarre spielen? Wärst du auch persönlich angefressen, wenn es beim Schwimmwettkampf nur zu Rang 17 gereicht hätte? Würdest du ihn ins Gebet nehmen, wenn er beim Vorspiel mit der Gitarre drei Fehler gemacht hätte?


    Bei welchem Gedanken ich dich unterstützen würde ist, dass du die Lasten gleichmäßig verteilst. Wenn du noch ein kleineres Kind hast, dann darf dieses nicht alles abbekommen sondern braucht auch seine Zeit mit Papa und alles was dazu gehört.

    Aber auch hier sind Kompromisse möglich. So kann man etwa das große Kind zum Treffpunkt bringen und sich dann ne Stunde ums Kleine kümmern. Wenn das Spiel des Großen schon ne Viertelstunde läuft, verpasst man nicht viel. Halte Abstand vom Rasen, das kühlt die Gemüter. Schnapp dir einen Ball, spiel mit dem Kleinen am Rand und wirf ab und zu einen Blick auf das Geschehen auf dem Platz.

    Vielleicht können sich deine Frau und du auch abwechseln bei der Begleitung zum Fußball. Aber ihm die Aufmerksamkeit komplett zu entziehen ist falsch.

    Hast du mal darüber nachgedacht, dass wir Eltern in spätestens 3 Jahren peinlich sind?! Dann wollen sie uns gar nicht mehr dabei haben. Ich persönlich genieße die Zeit zur Zeit sehr. 10 ist ein tolles Alter. Noch sind sie ganz gut zu führen, noch wollen sie uns gefallen und unsere Aufmerksamkeit. Das wird sich bald legen.