Beiträge von Goodie

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    Mir geht es darum, wenn sie im Spiel nicht voll da ist, hab ich genug auf der Bank sitzen die gerne spielen würden, anderes herum frage ich mich, ob sich die Sache eher verschlechtert als verbessert, wenn ich sie ein bzw. auswechsle??

    Na ja, ich glaube, es tut auch den Leistungsstärkeren mal gut, das Spiel von außen zu erleben, so wie andere Spieler auch.

    Vielleicht wirkt es ja motivierend wenn sie erstmal draußen bleiben muss wegen fehlendem Einsatz und dann in den letzten 20 Min zeigen kann, dass sie noch will. Warum sollest du sie anders behandeln als andere Spielerinnen. Feste Reservisten finde ich insgesamt im Jugendbereich (Dorfverein) schwierig.

    Na ja, dass ein Mädchen in der Pubertät "nix" sagt, ist ja nicht unüblich... Vielleicht fragst du mal die Eltern...


    Mögliche Ursachen fallen mir da spontan viele ein...

    Durchhänger, verliebt, unglücklich verliebt, blöde Sprüche zum Thema Mädchenfußball, Schwierigkeiten mit den körperlichen Veränderungen (hier kann z.B. die wachsende Brust zum Problem werden, weil das Laufen unangenehm ist.) , "burn out", Null bock auf gar nix mehr,

    Auch die "Klassiker" wie Schulstress, Mobbing in den sozialen Medien oder die Schönheitsideale mit Diäten könnten dabei sein...



    Ich würde einfach geduldig sein. Jeder sollte ein Anrecht haben auf Faulheit, besonders die, die sonst immer leistungsbereit waren. Den schon immer faulen gesteht man das ja auch zu. Ob du es rausfindest und ob es sich drehen lässt, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht.

    Es gibt doch sicher einen Jugendleiter. Vielleicht bittet ihr diesen, sich das Training mal anzuschauen und so eine möglichst objektive Meinung einzuholen.

    Ob die leistungsstarken Kinder weitergezogen sind, weil andere Vereine locken oder wegen dem Trainergespann, kann man von außen ja schlecht sagen. Natürlich kann man den Trainer fragen, warum er so oft fehlt und dass die Kinder ihn vermissen würden.

    Das ist ja auch ein leidiges Thema... Ich will es eigentlich gar nicht wissen.

    Der Werdegang bei den Kindern ist eigentlich immer der gleiche: zuerst sinkt die Trainingsbeteiligung auf unter 50%, dann auf unter 30 und dann hören die Kinder auf. Will man das aufhalten? Warum! Wenn ein Kind keine Lust mehr hat, dann ist das so.

    Wenn es am eigenen Fehlverhalten läge, könnten die Eltern mal ein Wort finden.

    Wenn "nur" die Chemie nicht stimmt kann man es auch nicht ändern.

    Meist haben sich die Kinder das einfach anders vorgestellt. Sie ballern mit einem Ball vor ein Garagentor oder im heimischen Garten rum und meinen das sei Fußball. Wenn man ihnen dann nahebringt, dass das ein Laufspiel ist, kommt bei einigen die Ernüchterung.


    Ich habe lieber 10 Kinder die brennen als 16 wo nur ein Lämpchen leuchtet.

    Jupp, hab mal einen erlebt, der hat bei einem Kindergartenfußballturnier(!) alle Ergebnisse aufgeschrieben, eine Tabelle erstellt und dann den Turniersieg gefeiert. Ein absoluter Spinner! Und ausgerchnet bei unserem Kindergarten <X

    Der wollte dann noch meinen Drops aktiv abwerben obwohl er wusste, dass er von Mama&Papa trainiert wird.

    Das war auch der gleiche Idiot, der zwei Jahre zuvor meinen Mann angegangen hat, weil er unseren Großen beim Stand von 2:0 vom Platz geholt hat. Er solle den Sieg nicht gefährden in dem er den "besten Mann" vom Platz holt. Himmel hilf!


    Bennoah, wenn du deinen Blick wie von dir beschrieben schon geschärft hast, dann hast du schon das wichtigste gelernt!!! Glückwunsch dazu. (Ganz ohne Ironie oder Sarkasmus). :thumbup: All die, die sich aufführen wie Rumpelstielzchen haben es schließlich noch nicht kapiert und die sind leider in der Mehrzahl.

    Beim Lärm eines gefüllten Stadions? Never


    Natürlich kann ich mir vorstellen, mit einem oder zwei Spielern abzustimmen: "heute helfe ich dir mal. Ich ruf dir was rein und du versuchst es umzusetzen." Aber dann sollte man für mein Dafürhalten das ganze auch wieder ruhen und den Spieler machen lassen. Joystic-Fußball kann doch keinem Jugendlichem wirklich und auf Dauer Spaß machen.


    Wenn man mir als Zuspieler beim Volleyball die Pässe hätte mehrheitlich vorgeben wollen, wäre ich gegangen. Ich war der Spielmacher, der Trainer war der Trainer. Natürlich gabs hin und wieder konkrete Anweisungen, vorallem in einer Auszeit, aber das waren dann von 700 Ballaktionen in einem Spiel ungefähr 3.

    Wenn mir einer vertraut, dann kann er mich einsetzen. Wenn mich einer einsetzt, dann soll er mir vertrauen.


    Ein halbes Jahr hat ein Trainer mal versucht, ein Spiel über einen Spieler einzufordern. Ein junger Russe, total genialer Spieler, verirrte sich zu uns. Anweisung: 80% der Bälle über ihn. Die Mannschaft hat das nur überlebt, weil wir am Ende den Trainer rausgeworfen haben.

    Da gebe ich dir absolut recht. Es ist nur eine gewisse Zwickmühle. Mit Fingersave brauch ich länger um die Technik zu erlernen, bin aber solange geschützt. Ohne Fingersave lerne ich Technik schneller bin aber solange ungeschützt. Ideal wären da zwei Paar Handschuhe. Eins (ohne Fingersave) für das Torwarttraining und eins für den Rest (mit Fingersave). Das kann und will sich aber nicht jeder leisten. Im Zweifel deshalb für die Gesundheit und Fingersave benutzen.

    ja, so sehe ich das auch. Zumal mein Kleiner ne echte Kampfsau ist und sich gnadenlos in alles reinwirft, was geht. Wir waren mit ihm schon im Krankenhaus wegen einem arg verstauchten Finger. Da war ich schon vom Bruch ausgegangen...


    Und ein guter Korbgriff bedingt halt auch eine gewisse Handgröße. Bei einer 3,5 sind die Patschehändchen auch noch für einen 3er Ball zu klein.

    Im Garten spielen wir werfen/fangen Spielchen ganz ohne Handschuhe und mit einem Beachvolleyball. Die entsprechten Gr. 4, sind aber nicht so hart und schwer. Ein Beachfußball tut hier auch gute Dienste, das war die Neuerwerbung des Sommerurlaubs.

    also was das Thema Anweisung betrifft denke ich das es jedem irgendwann mal immer wieder passiert das er etwas rein ruft, oder? Ich habe jetzt fast 8 Jahre KIFU hinter mir und es passiert mir immer wider mal obwohl nicht gewollt. Sei es weil es gerade ur spannend ist oder weil man dem Spieler endlich mal die gelungene Aktion vergönnt

    Na klar! Bei uns steht in der Fairplayregel: "Sie (die Trainer) geben nur die nötigsten Anweisungen und helfen den Kindern bei der Regulierung des Spiels" Damit ist eigentlich alles gesagt.

    Wenn man so als Trainer erfolgreich sozialisiert wurde, warum soll man dann Jahre später an der Seitenlinie rumrennen und seiner U15 Anweisungen à la "jetzt rechts in den freien Raum laufen! Reeeeechts, nicht links! Aaaahhh, zu spät!!!"


    Diese Trainer verstehen vorallem eins nicht: vom Hören (oh, ich bin gemeint) über das verstehen (was hat der jetzt gesagt?) bis zum Umsetzten (was muss ich jetzt machen?) dauert einfach. Und das dauert eigentlich immer zu lange. Falls es gelingt, sind die Kinder schon so konditioniert, dass sie in dem Augenblick, wo der Ball in ihre Nähe kommt schon die Lauscher in Richtung Trainer ausrichten...


    Klar sieht der Trainer von außen andere Dinge, auch viel eher. Gerade bei den Kleinen, wo die Trainer die Kinder um 1-2 Köpfe überragen ist das auch nicht sehr schwer. Aber wie sich die Situation für die Kinder darstellt wissen wir nicht wirklich.

    Das Repertoire steigt - nur blöderweise auch beim Gegner. In sofern dürfte ebenfalls beides steigen: Lösungsmöglichkeiten und Aufgaben.


    Beim Volleyball C-Jugend auf dem Großfeld habe ich mich als Trainerin total getrieben gefühlt. Die technischen und taktischen Fähigkeiten der Gegner schienen immer schneller fortzuschreiten als bei meinem Team. Irgendwie fehlte die Zeit sich mal zu konsolidieren. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich mich am allermeisten unter Druck gesetzt hatte. Seit dem bleibe ich liebsten im Anfängerbereich. :]

    Aber letztendlich können Fußballer diese Optionen nur angeleitet durch einen Trainer erlernen.

    Ganz im Gegenteil! Man lernt immer durch Nachahmen, Versuch/Irrtum. Und da ist die Vorlagen total egal! Trainer, Mitspieler, TV/Video, Bücher. Und auch die Kommunikationswege sind vielseitig. Den einen erreicht man durch eine mündliche Erklärung, dem anderen macht man es besser vor, der dritte will sich ne Beschreibung in Ruhe durchlesen.

    Beim Fußball bin ich fest davon überzeugt, dass altersübergreifendes Bolzplatzkicken immer noch am allermeisten bringt. Gute Tipps vom Trainer sind dann ein Sahnehäubchen oben drauf.

    Wenn Babys nicht sehen, wie ihre Eltern auf zwei Beinen laufen werden sie niemals auf die Idee kommen, selber zu laufen. Auch nach hundert Jahren Krabbeln nicht...

    Doch, denn sie gucken es bei anderen ab. Dafür braucht es keine Eltern.


    Im übrigen und da wir ja immer noch im "durch andere Sportarten lernen" sind: Beim Volleyball hat man ja kaum Zeit zum Nachdenken. Du hast ja genau einen kurzen Kontakt, dann ist der Ball wieder weg. Um gut zu sein, brauchst du ein riesengroßes Repertoire an Erfahrungen! Timing, Stellungsspiel, Technik. Das läuft alles vollautomatisiert und ruckzuck ab. Der Ball kommt vom gegnerischen Zuspieler zum Angreifer und bevor dieser den Ball berührt musst du in der Abwehr schon richtig stehen!

    Oder beim Eishockey... auch da muss das alles viel schneller gehen als beim Fußball.


    Ich bin ein großer Fan vom "Begreifen". Kaum einer meiner Bambinis seinerzeit hat je mit der Pike geschossen. Warum nicht? Ich habe mich mit den Kindern in den Kreis gesetzt und wir haben gemeinsam ausprobiert, wo der Ball am Fuß am besten aufgehoben ist. Von der Pike fällt er total schnell runter, doof. Bei der Innenseite des Schuhs gibts sogar ne extra Ballkuhle, das ist ja toll! Und auch bei den Schnürsenkeln bleibt er kurz liegen. Schuhe aus und das ganze nochmal. Da tut das mit den Zehen ja sogar weh... Begreifen at its best.

    Ist das lobenswert oder eine Bankrotterklärung für den Verein bzw. dessen Trainer? Ich bin da hin und hergerissen.

    Ich finde das ist eher eine Bankrotterklärung. Wenn ein bezahlter Trainer mit der gleichen Trainingsgruppe auf einmal einen signifikaten Sprung wegen einmal Zusatztraining pro Woche macht, dann machen die bisherigen Trainer was falsch.

    Anders sieht das sicher bei Kleingruppentraining aus...

    Mal anders gefragt: ist das 11:11 eine gute Spielform ab der C-Jugend?

    Wir diskutieren in diversen Beiträgen den Kleinfeldbereich rauf und runter. Aber die etwas älteren werden selten betrachtet.

    Bei unserem Kleinen ist die Anforderung zusätzlich, dass es diese in sehr klein geben muss. (3,5) Die Wahl ist daher auf den Adidas Kinder Ace Fingersave Junior gefallen. Ich finde die Haltbarkeit gut. Wir haben aktuell zwei Paar im Einsatz. Eins für Training/Spiel, eins für Bolzplatz/Training.


    Wir haben im Sept. 16 ein Paar gekauft, welches inzwischen natürlcih komplett hin ist. Die aus 2017 sind jedoch noch im Einsatz. Im Mai 18 gabs ein neues Paar und das sieht aktuell noch ziemlich gut aus. (schmutzig vom Granulat, sonst nix dran)

    Natürlich ist der Drops noch Jünger (2010) und er spielt auch im Feld. Aber gerade daheim im Garten will er immer ins Tor und holt auch meist die Handschuhe raus.

    Preis/Leistung finde ich jedenfalls prima.

    Das Problem ist doch schlicht, dass man sich nicht kennt. Eine "Vereinsmeisterschaft" führt zusammen, was zusammen gehört. Mixedteams aus B/A Jugend, alle Trainer, Herren und AHs für einen bunten Nachmittag und schon grüßt der 17 Jährige einen Spieler aus Herren 2 den er bisher noch nie wahrgenommen hat und einer aus der AH lernt den D-Jugendtrainer kennen.


    So einfach ist das!

    Alles hausgemachte Probleme von uns Trainern

    Sehe ich etwas anders. Wenn es teuer ist, dann erwarte ich auch Qualität und Kontinuität. Dann würde ich mich etwa an einer Musikschule orientieren und hier werden zum Beispiel ausgefallene Stunden nachgeholt (weil bezahlt). Hier werden auch nur "richtige" Musiklehrer angestellt.

    Dann wäre was los! Stell dir mal vor, die Eltern würden nur die ausgefallenen Einheiten wegen Wetter aufaddieren.


    Und engagierte Trainer - wie wir hier - sind im Reallife schon die Ausnahme! Auf fast allen Plätzen stehen die Kinder immer noch in langen Schlangen an, laufen runden oder werden angemeckert. Und erzählt mir nicht: bei uns nicht! Alle Trainer gut ausgebildet. Letztens hab ich mal wieder ein Bambinitraining beobachtet, wo die Kinder auf Stand einer D-Jugend trainiert wurden, bis hin zum Kopfballtraining. Und die Eltern? Die haben einfach keine Ahnung und halten sich raus. So mancher Vater fordert gar eine "harte Hand, das brauchen die!"


    Man würde also ausgebildete Sportlehrer - Fachrichtung Fußball brauchen. Nix mehr C-Schein. Den schaffe ja sogar ich.



    Verein heißt für mich aber immer noch "mitmachen & engagieren" Dies müsste man mal wieder breitbandig in die Köpfe bekommen. Und gar nicht so sehr bei den Eltern (deren Hobby ist das ja erstmal gar nicht) sondern bei den Jugendlichen und Erwachsenen des Vereins. Fängt bei Kabine fegen an und hört beim Bewusstsein auf, dass man als Erwachsener ruhig mal was an die Kinder zurückgeben kann und mal für 2 Jahr ein Team übernimmt.


    "Professionalisierung im Sport" ist halt für die meisten Dorfvereine weder wünschenswert noch machbar.