Beiträge von Goodie

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    Beim Kindertrainerlehrgang wird jeder mitgenommen. Zumindest ist das hier im Kurs so. Danach kann man noch den Basiskurs (nur Theorie) machen und ist Teamleiter.


    Aus meinem Kurs meinte schon mehr als einer, dass ich den C-Lehrgang sicher auch schaffen könnte. Da sage ich aber mal fröhlich: nein danke. Warum soll ich mir was von C-Jugend oder Viererkette beibringen lassen, wenn ich diese Altersklasse sowieso nicht anpeile? Macht für mich keinen Sinn.


    Der Schwerpunkt ist Bambini- bis E-Jugend-Training.
    Die Dozenten legen Wert auf Trainingssteuerung. Also eher Fragestellungen wie "wie bekomme ich alle Kinder in Bewegung" oder "wie kann ich die Übung so gestalten, dass sich der Minimessi nicht langweilt und der dicke Paul nicht überfordert nach Hause geht"
    Dazu dann Fragen wie: welche Schwerpunkte gehören zu welcher Altersklasse oder wie gestalte ich einen Aufbau ohne dass ich zig mal umbauen muss und so Zeit ins Land streicht.


    Dass ich dann in der Praxis die technischen Übungen im Tempo eines Bambinispielers mache interessiert keinen. Und bei Kleinfeldspielchen überlassen mir die anderen häufiger mal den Ball, damit der dicke Paul auch mal trifft. ^^ Und ja, so bescheuert das klingen mag: ich freue mich über ein getroffenes Tor. Für mich ist das eben auch was besonderes und ich freue mich wie ein Kind. Gestern hab ich einen mit Vollspann richtig fett getroffen und ins Tor gesemmelt. Hat Spaß gemacht.


    Ich finde es aber echt interessant herauszufinden, wo ich offensichtlich auf meine Bewegungserfahrungen aufbaue und wo ich quasi von ganz vorne beginne. Wenn Pässe gefordert sind, weiß ich eigentlich immer wo meine Mitspieler oder die Tore sind. Ich finde es leichter, den Ball direkt zu spielen als ihn zuvor zu stoppen. Er kommt in der Regel dorthin, wo ich ihn hinhaben möchte. Wenn ich ihn erst stoppen soll, dann gucken und weiter spielen, komm ich mir vor wie ein Ballleghasteniker.
    Dribblings oder Finten klappen langsam ganz gut. Sobald etwas mehr Tempo gefordert ist, bin ich sofort überfordert. Klarer Fall von Anfänger.
    Jonglage etc ist für mich auch eher eine Konzentrationsübung. Tempo? Vollkommen hoffnungslos!
    1:1 - iihhh, lasst mich bloß damit in Ruhe. Hier hab ich Berührungsängste. In der Abwehr verhalte ich mich eher passiv und stelle die Räume zu. Direkten Kontakt finde ich furchtbar und wenn ich den Ball behaupten soll, kann ich nur auf das Mitleid des Angreifers hoffen. Bei diesen Übungen drücke ich mich durchaus. Ich hab da echt schiss um mein lädiertes Knie. Muss ja nicht sein.



    Vielleicht kann ich mich sogar besser in die kleinen Anfänger einfühlen als so manch ein gestandener Fußballer? Einigen jedenfalls kann man ansehen, dass sie denken: "lass den Dozenten labern, ich hole mir hier den Schein ab und mach weiter wie immer." Schade eigentlich.

    Ich würde mir die Fähigkeiten einer Leistungsbeurteilung absprechen bei Kindern die älter sind als meine eigenen. Bei den Kleinen hingegen glaub ich schon, dass ich einen gewissen Blick entwickelt habe.
    Ich sehe durchaus, ob ein Kind seinen schwachen Fuß einsetzt. Ob es bei einem Dribbling nur auf den Ball guckt oder ob der Kopf schon oben ist um den Mitspieler zu suchen. Ob ein Kind in der Abwehr nachsetzt oder stehen bleibt wenn er das erste mal nicht an den Ball gekommen ist. Ob der TW träumt oder das Spiel aufmerksam verfolgt.


    Für meine Geschmacksnerven reicht das. :D Einen 15-Jährigen könnte ich in der Tat nicht mal ansatzweise einschätzen.


    Ist aber ganz einfach: bei meinem Großen lerne ich und beim Kleinen (zwei Jahre jünger) weiß ich dann in etwa auf was es ankommt. Und ich bin ja auch nicht alleine. Meine bessere Hälfte ist a) Fußballer und b) hat der die C-Lizenz gemacht.
    Alles was ich jetzt in meinem Kindertrainerlehrgang lerne, war mir schon bewusst. Wirklich neu ist bisher nicht viel.
    Aber es tut ja auch gut, zu erfahren dass es so falsch nicht war, was man bisher so getrieben hat.
    Mein eigenes Engagement wird in der E-Jugend spätestens zu Ende sein. Wenn die Kinder auf den größeren Platz wechseln bin ich raus! Keine Sorge! :D

    Liebe Goodie, vielleicht kannst du uns den Widerspruch in deinen Aussagen ein wenig erklären? Gibts jetzt "Mord und Totschlag" oder wird alles nicht so "heiß gegessen wie gekocht" ?

    Na ja, so ist es etwas aus dem Zusammenhang gerissen, ne? :D


    Hier bekommen einige Schnappatmung, Hitzepickel und Stressflecken, wenn man im Zusammenhang mit Kindern das Wort Leistung(sträger) benutzt. Hier finde ich, dass die Trainer, die diesen Begriff benutzen durchaus wissen was sie tun und dies auch nur im Zusammenhang mit ihren eigenen Strafraumhelden benutzen. Machen wir auch.
    Die Leistungsträger, Mitläufer, Blümchenpflücker... Aber - nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird - dies beschreibt nur eine Momentaufnahme. Schon übernächste Woche kann einer einen riesen Sprung machen. Ist doch alles nicht schlimm. Weder die Begrifflichkeiten noch das was dahinter steckt. Also: Ruhe bewahren.
    Wenn ich eine Gleichmacherei darüber stülpen würde, könnte ich nie zwei gleichstarke Teams bilden denn natürlich muss ich die Blümchenpflücker und die Besten bei Spielchen jeweils trennen...




    Im Umgang mit den Eltern sieht die Sache ganz anders aus. Da kann man vom vollsten Vertrauen bis offenem Misstrauen alles erleben, oder? Und hier kämpft so manch einer mit harten Bandagen. Wenn dann das falsche Kind in die richtige Truppe oder anders herum kommt, ist Krieg.


    Wir haben bei einem FS mal die besten 5 daheim gelassen. Wer war am beleidgsten? Die Eltern der dann vermeindlich besten. Dass ausgerechnet ihre Starkicker mit den Anfängern spielen sollten. Dass gerade diese Kinder total profitiert haben, hat doch diese möchtegern-Löws nicht gestört.

    So etwas nennt man Weitsicht....Wann willste denn anfangen, beine Teams zu einer Mannschaft zusammen zu bringen...? Zwei Wochen, bevor sie zusammen spielen müssen? Oder lieber jetzt schon und eine Mannschaft wachsen lassen?

    Ich weiß ja nicht, warum du immer wieder auf meine Beiträge so reagierst aber anders als du habe ich hier im Beitrag sehr wohl konstruktive Vorschläge unterbreitet!


    Mit 22 Kindern ein Team? Viel Spaß dabei. Dann kannst du dir nämlich jede Woche das Geheule anhören, wenn die "falschen" Kinder in die Zweite zum Spieltag abkommandiert werden. Der Widerstand gegen drei Teams zur Hallensaison spricht hier ja eine deutliche Sprache. Insbesondere in der F-Jugend, wo man wohl aus fachlicher Sicht eher auf zwei gleichstarke Gruppen setzen sollte.


    Außerdem ist es wohl kaum die Aufgabe eines U8 Trainers, konzeptionelle Aufgaben durchzuführen.


    Ich beobachte seit mehreren Jahren immer wieder das gleiche: beim Wechsel von der F- in die E-Jugend kommt total Bewegung in die Teams. Die Besten erliegen den Rufen der ambitionierten Vereine. Die Blümchenpfücker hören auf. Aber ich habe auch schon mehrfach erlebt, wie Teams binnen weniger Wochen komplett zu Grunde gehen können. Und fast immer sind es die ambitionierten Eltern...



    @Libra
    14 sind eine super Größe. Könnt ihr die Kleinen nicht als Bambinis separat laufen lassen und noch etwas um neue Gleichaltrige werben?

    ich finde, das kommt auf die Struktur des Vereins an. Ein ambitionierter Verein wird da sicher anders herangehen als ein Dorfverein.
    Der ambitionierte wird einfach auf die Kinder die dann gefrustet gehen werden verzichten. Die nächsten Talente werden schon anklopfen. Denn immer da, wo einzelne aufsteigen, werden ja ggf. andere auch in eine zweite abgestuft.


    Aber warum machst du dir jetzt schon einen Kopf um die D-Jugend wenn du eine U8 hast? Bis dahin wird noch viel passieren. Die besten rauschen schon nach der F-Jugend zum nächsten Verein ab, andere kommen, einige hören vielleicht auf...

    ich kenne das Problem auch. Wir haben sogar drei Mannschaften eines Jahrgangs. Auch hier: die Eltern kennen sich kaum. Die Teams haben sich einfach so ergeben, eine Sortierung hat nicht stattgefunden.
    Das Problem ist, dass die Trainer und Philosophien kaum unterschiedlicher sein könnten. Ein Konzept gibt es wohl in irgendeiner Schublade aber das kümmert keinen. So ist es wohl für alle besser wenn jeder sein Süppchen auch alleine kocht.


    Wenn die handelnden Personen untereinander klar kommen, dann würde ich wohl gezielt auf gemeinsame Aktionen setzen. Angefangen bei regelmäßigen Freundschaftsspielen, gemeinsame Turnieranmeldungen, Spielabzeichen, DFB-Mobil, Mannschaftsfahrten, Grillnachmittagen. Vielleicht macht mal ein Spieler der ersten Herren ein Training oder ihr macht gemischte Trainingseinheiten am Wochenende unter einem bestimmten Motto: Beachsoccer oder TW-Training oder oder oder.



    Wenn wir ohne die Zustimmung der Eltern die Mannschaften einteilen würden, dann gäbe es Mord und Totschlag. Dann würden wir sicher 4-5 Kinder verlieren...

    Im Fußballumfeld habe ich schon einige Wechsel mitbekommen und es ist kein einziges Mal für die Beteiligten positiv ausgegangen, wenn man es zeitig (und fair) kommuniziert hatte. Es wurde für die Kinder immer zum Nachteil. Man kann jedem nur empfehlen, die Füße still zu halten.

    Wenn man da etwas erreichen wollte, müsste man ganz oben in der Bundesliga anfangen und den SR als "unantastbar" ansehen. Entscheidungen wären dann weder durch Worte noch durch Gesten zu kommentieren. Wenn ich die Schnösel da schon im TV immer sehe... da wird gejammert, abfällig abgewunken, gemeckert, sich schmerzverzerrt aufm Boden gewälzt um nach dem Pfiff sofort wieder aufzuspringen... und das ganze wird dann nach dem Spiel vor den Kameras mit Kommentaren wie "das sind halt Emotionen" gekrönt und gerechtfertigt. <X


    Nee nee, das geht in anderen Sportarten auch. Zeitstrafen fürs Meckern... direkt 10 Min. aufs Sünderbänkchen. Danach wäre schnell Ruhe. Und das dann runterbrechen bis in die Jugend...


    Ich finde, es ist längst überfällig, dass die SR sich wehren.

    Ohne den Hintergrund bei den Jungs zu kennen ist ein Rat sehr schwierig. Können sie sich "nur" nicht leiden? Oder werden da gar Schulfehden weiter fortgeführt?


    Meine Idee wäre immer, dass man sich besser kennenlernen könnte.
    Ihr könntet euch in einen Schulungsraum zusammensetzen und jede Gruppe soll von den Widersachern pro Person drei Dinge notieren, die ihn am anderen nerven UND drei Dinge, die man am anderen schätzt... Das sollen dann alle mündlich vorstellen und am besten an eine Tafel o.ä. schreiben
    Danach könnte man sich überlegen, wie man die genannten Schwächen abstellt und die vorhandenen Stärken unterstützen könnte.

    Auch nach langem Überlegen ist mir keine Übung zum Innenseitstoß eingefallen, die das Kind zwingt den Fuß auszuwinkeln, festzustellen und nachzuschwingen. Hat einer so eine Übung?

    Mit den Kleinen setze ich mich ab und zu in den Kreis auf den Boden. Jeder hat einen Ball. Und dann zeige ich den Kindern (und jeder probiert es aus), dass der Schuh innen eine Kuhle hat, wo der Ball super rein passt. Und dass er von der Pieke einfach runterfällt. Eine zweite Kuhle bietet der Schuh an den Schnürsenkeln (ja, wir haben einige die schon Vollspann schießen können).
    Mit einem bißchen kindgerechtem Trara und Tamtam stellen wir dann also gemeinsam fest, dass man den Ball besser mit der Kuhle schießt.


    Meist helfen Bilder ganz gut weiter. Wenn z.B. ein Kind immer hoch schießt und den Ball nicht flach lassen kann, dann gucken wir uns gemeinsam den Ball an und stellen fest, dass er Ohren hat, eine Nase und einen Hals. Die Anweisung ist dann, den Ball an der Nase zu treffen und nicht gegen den Hals zu schießen.

    Hier ist der Trainer im Training gefordert...der sich nicht nur um die "Besten" kümmern darf..nein..er muß auch die "schlechten" so trainieren, das sie weiterkommen!!!

    Amen!
    Dann hast du noch nie einen echten Nixkönner gehabt.


    Ernsthaft... Das wird dem Kind nicht mal ansatzweise gerecht. Wenn ich ihn in diesem Team fördern wollen würde, dann müsste ich mit ihm Einzeltraining im Gehen/Laufen machen. Vom Schießen wollen wir da noch gar nicht reden. Der Vater müsste eigentlich ein Einsehen haben aber der Junge fühlt sich bei uns wohl, WEIL wir nett mit ihm umgehen und ihn bestmöglich integrieren.
    Der darf auch bei den Turnieren mitmachen. Wir dürfen nur nicht vergessen, ihm vor jedem Spiel zu sagen, in welches Tor der Ball muss. Dass das von Spiel zu Spiel anders sein kann, verwirrt ihn vollständig.


    Wer die Entscheidung treffen könnte?
    Wie viele Kinder wären wohl von einer solchen Regelung denn überhaupt betroffen? Sagen wir mal, dass jede Mannschaft einen hat (dürfte hochgegriffen sein) Und wenn man weiterhin davon ausgeht, dass man nur einen Jahrgang (alter Bambinijahrgang, kurz bevor es in die F-Jugend geht) betrachten müsse, denn ich sähe eine solche Regel nur im Bereich der FPL, dann wäre das wohl schon zu wuppen.


    Ich könnte mir vorstellen, dass man einen unabhängigen Dritten ins Training der Bambinis einlädt, der das Kind begutachtet. Oder sich die 3-4 Trainer bei einem der letzten Bambinisspielfeste bevor es in die F-Jugend angeht gemeinsam alle Kandidaten der 3-4 Mannschaften angucken und quasi ein "Gutachten" erstellen.
    Ach na ja, ist aber eh nur ein Gedankenspiel! Wird ja eh nicht kommen.

    Meine erste Trainerstation beim Volleyball war so eine Gruppe Nixkönner, die Ausgemusterten und Neuzugänge. Beim Volleyball wirkt sich das noch schlimmer aus als beim Fußball weil das Spiel ja gar nicht in Gang kommt. In der Truppe funktionierte anfangs echt nix. Nicht mal die Eltern fanden Fahrdienste nötig... Sollte ich doch gucken, wie die Kinder zum Auswärtsspiel kommen - oder wie?


    Was haben wir also gemacht?


    Erstmal sind wir uns darüber klar geworden, dass wir die Anfängergruppe sind. Aber eben auch dass jeder Bundesligaspieler mal Anfänger war.


    Dann haben wir bis sich die ersten sportlichen Erfolge eingestellt haben versucht, die Laune durch andere Aktivitäten hoch zu halten. So waren wir z.B. in einem Wochenendtrainingslager. Der Vorstand hatte es mir seinerzeit ins Gesicht gesagt: "das lohnt bei denen doch eh nicht." Oh doch, hat sich gelohnt!!! Wir hatten so einen Spaß.
    Spielabzeichen, Ball-über-die-Schnur-Contest mit 65cm Ball, eine zweite Trainingseinheit pro Woche... es ging leise aber sicher vorran.


    Eine weitere Frage war: sollen wir bei den Spielen so aufstellen, dass wir gewinnen oder so dass alle spielen? Die Antwort war sofort und von allen: alle sollen spielen. Und als es dann mit der Spielrunde losging, waren wir gar nicht mehr die schlechtesten, die Nixkönner, die Ausgemusterten und Neuzugänge sondern ein Team.
    Einige hörten auch auf, keine Frage. Aber es sprach sich rum, neue Kinder kamen, auch sportliche... von denen inzwischen einige selbst Trainer sind.



    Ganz konkret?
    Ehrlich sein zu den Kindern und klare Ziele mit den Kindern vereinbaren. Was wollen wir bis wann erreichen? Und wie kommen wir da hin?
    Angepasste Trainingsinhalte ans Können der Kinder sind natürlich auch nötig. Ggf. muss man eben einen Schritt zurück gehen.
    Vorallem muss man aber mal mit den Aktiven ins Gespräch. Ein Halbherziger Trainer dürfte alles nur schlimmer machen...

    Jup, danke, so hatte ich es gemeint. Einen allgemein verbindlichen Regelvorschlag kann ich auch nicht liefern.




    In NRW ist es so geregelt, dass bis zum 30.9. alle Kinder eingeschult werden müssen, alle bis zum 31.12. eingeschult werden können. (Danach nur mit Antrag).


    Bei unserem 10er Jahrgang ist die Hälfte der Kinder aus dem vierten Quartal. Nur ein Kind wurde eingeschult, alle anderen Eltern waren der Meinung, dass noch ein Jahr Kindergarten gut für die Kinder ist.


    Weiterhin ist es so vorgesehen (über die Umsetzung in den Schulen möchte ich jetzt nicht diskutieren) dass die Kinder die ersten zwei Schuljahre in 1-3 Jahren absolvieren. Auch hier ist eine Durchlässigkeit vorgesehen. Die Rückstellung wird gerade von Eltern häufig gern gesehen: "das Kind ist noch sooo verspielt/verträumt/unkonzentriert" In beiden Klassen meiner Kinder gab es welche die von oben runter kamen: "Mama, der Paul muss die Buchstaben nochmal lernen" - Thema erledigt. Und das Kind kommt jetzt gut mit.



    Auf den Sport übertragen heißt es, dass ich jüngere Kinder ohne Probleme bei älteren mitmachen lassen kann.
    Der dicke Paul jedoch, dem ein weiteres Jahr Spielstunde bei den Bambinis gut täte, muss aber mit ins F-Jugendtraining, bei dem bekanntlich andere Inhalte in den Vordergrund rücken. Und auch rücken müssen denn der Rest der Truppe hat sich gut entwickelt und will mehr. Dem dicke Paul hingegen verwehrt man die Möglichkeit, ihn so zu trainieren, wie es seinem Entwicklungsstand entspräche. Du bist Jahrgang 10, du wirst F-Jugendlicher - fertig.


    Es wäre also auch aus Sicht des Kindes sehr wohl sinnvoll, ihn zu den jüngeren zu schicken. Und das vielleicht sogar dauerhaft. Ihn jedes Jahr (je nach altem oder jungen Jahrgang) hin und her zu schubsen wäre ja auch keine gute Lösung.


    Bei kommerziellen Angeboten wie den Fußballschulen wäre das kein Problem. Auch z.B. bei Skikursen werden die Kinder nach können und nicht nach Alter zueinander sortiert.
    Ich finde, gerade im Bereich der FPL wäre es auch was die Altersgeschichte angeht Zeit, über intelligentere Lösungen nachzudenken. Das dürfte aber an genau diesen scheitern, die einfach normale ältere Kinder mitnehmen, um sich einen Vorteil zu erschleichen.


    Fazit: der Mensch ist schlecht - darunter zu leiden haben die Kinder. Schade eigentlich

    Na ja, wenn du das fördern möchtest, dann wäre ein Kletterurlaub oder Skifahren sicher ne Alternative. In fast jeden Sonntagsausflug kann man doch Bewegung einbauen. Jeder Waldspaziergang bietet zig Möglichkeiten. Schwimmen, radeln, Eislaufen, Skateboard, auf Bäume klettern...


    Ich finde all das sehr viel sinnvoller als noch eine "regelte Aktivität"

    Ich glaube schon, dass man es nach intensiver Elternkommunikation alle Kombiniationen hinbekommen kann, auch im Wechsel.
    Hier im Kreis finden die Spiele bei den Kleinen als Spielfeste statt.
    Nach dem ersten Tag kennt man die Gegner, trifft sich aber insgesamt vier mal. Da kann ich das durchaus so steueren, dass die besten Spieler gegen die schlechtesten Gegner aussetzen und umgekehrt.


    Aber irgendwer wird immer meckern. Wenn man gemischt spielt, hat man die Eltern der Besten an den Hacken. Spielt man nach gut/schlecht, jammern die besten Schlechten, dass sie doch zu den Guten gehören... Ein Konzept, welches "von außen" übergestülpt wird, hilft hier freilich ungemein. Dann kann man sich dahinter auch ein Stück weit "verstecken" :whistling:

    Zitat von Mapo


    Ich habe noch kein Kind erlebt, welches nach dem Spiel zu mir kam und gesagt hat: " Trainer heute hab ich mich etwas ausgeruht, weil Messi es ja schon richtet"

    Bewusst sicher nicht. Aber der Unterschied ist deutlich.
    Wir haben zu den Spielfesten jedes Kind ein Spiel ganz aussetzen lassen weil es sonst zu viele waren. Bei den Spielen, wo der Topper draußen ist schießen vier verschiedene Kinder ein Tor, sonst erzielt der Topper fünf und einer macht noch ein sechstes. (Nur jetzt als Beispiel...)
    Versuche es mal und beobachte, was das mit den Kindern macht.