Das ist ja auch genau das Problem mit den Bogenlampen. Die Kinder machen das ja, weil sie dafür von ihren Trainern und Eltern gelobt werden. Weil dies zu Erfolgen i.S. "guter" Ergebnisse führt. Dass im Ergebnis tatsächlich aber schlechter Fußball steht, wird nicht gesehen. Die Freude an "guten" Ergebnissen diktiert diese Spielweise, nicht die Freude an gutem Fußball.
Das war beim Handball auch so. Die Kinder haben Bogenlampen geworfen und auf einmal war der TW größer und das hat nicht mehr funktioniert. (Tore wurden abgehängt)
Beim Volleyball hatten Schlaumeiertrainer einen guten Aufschläger. Der hat dann jeweils 10-12 Punkte am Stück gemacht so dass gar kein Spiel aufkam. (Portugiesische Regel wurde übernommen: Rotation nach 2 Aufschlägen)
Du kannst noch 1000 mal an die Verantwortlichen (Trainer/Eltern) appellieren, das wird nicht so effektiv sein wie ein Netz davor zu spannen.
Die Torhöhe an die Körperlänge anzugleichen ist IMO genau so sinnvoll wie die 3er Bälle für die kleinen Füße zu nehmen.
Systemisch hat man ja längst eingegriffen denn ein 7:7 ist ja nichts anderes. Aber das war eben noch nicht zu Ende gedacht. Ich finde, es spricht überhaupt nichts dagegen, dass man die Regeln weiter im Sinne der Kinder modifiziert.
Der vielzitierte Straßenfußball hat die Torbreite durchaus als ein Regulativ. Wenn ein Team zu viele Tore kassiert, dann rückt man die Schulranzen eben enger zusammen.
Zum Thema Druck... ja, sehe ich auch. Ich sehe aber auch die Bemühungen, dies wieder rauszubekommen (Fanzone etc)
Ich war letztens bei einem Schwimmwettkampf. Was da los war kann man sich gar nicht vorstellen. Da haben 9 jähirge Kinder geheult weil sie nicht an ihre Bestzeiten anknüpfen konnten und nur 3. von 18 wurden.
Im Eiskunstlauf und im Tennis sieht das kaum besser aus. Da sollen einige Kinder ganze Familienclans sanieren.
Fußball ist ein dreckiges Geschäft und auch die Jugend bleibt nicht verschont: "ich setze nur die besten ein und die anderen bekommen ab und zu ein FS" liest man hier doch öfter.
Das Geschäft NLZ braucht ständig neues Rohmaterial und wenn man sich vor Augen führt, dass man ggf. ein Kind im Alter von 12 oder 14 in eine Berufsausbildung steckt... mit ungewissem Ausgang...