Beiträge von Goodie

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    Es macht aber wenig Sinn, dass DU dieses Gespräch mit dem Trainer führst. Notfalls kannst Du dabei sein. Seine Fragen und Wünsche muss er aber schon selbst äußern.

    Eigentlich eine schöne Idee. Kommt aber auch auf die Persönlichkeit des Kindes an. Mein Großer würde nie freiwillig seine Interessen vertreten und lieber still vor sich hin leiden.
    Mein Kleiner ist da ganz anders...

    finde die Idee mit der GoPro genial :D


    Würde mich wirklich interessieren wie das bei meinem Junior (2013) aussieht, da er doch sehr oft den Nebenmann sieht und sogar Pässe in den Lauf des Mitspielers spielt. Ob das denn wirklich immer gewollt ist 8o

    Ich habe zwei Kinder, die sehen nicht mal ne Matte aufm Boden und können diese umschiffen. :wacko:

    na ja, ich bin prinzipiell auch der Meinung, dass eine Entscheidung des SR kommentarlos hinzunehmen sei. Aber dazu muss halt auch ein SR auf dem Platz stehen und kein Weihnachstmann mit Pfeife


    Wir hatten am Samstag in der E-Jugend folgende Situationen:

    Ein eigentlich ganz faires und angenehm ruhiges Spiel plätschert so vor sich hin, der Gast pfeift... Dann tritt einer unserer Kinder den Stürmer vor unserem Tor um. Es erfolgt ein Pfiff und die Betreuer kümmern sich erst mal ums weinende Kind. Als es weiter gehen kann, entscheidet der SR zur Verwunderung aller: Abstoß.

    Wirklich alle haben mit dem fälligen Elfmeter gerechnet, klarer gings ja gar nicht. Und der Trainer der Gäste, ein sehr ruhiger wortkarger und auch sehr netter Kollege, nimmt es wortlos an.


    Einige Minuten später ein Foul vor dem anderen Tor. Wieder pfeift der SR, das Kind wird getröstet, es geht weiter mit der Entscheidung: SR-Ball! Unser Trainer hat das nicht klaglos akzeptiert und gesagt: "Du hast das Foul doch gepfiffen, dann ist es auch Freistoß!"

    Da war die Antwort allen ernstes: "Ich habe den Elfmeter ja auch nicht gegeben." So ein Weihnachtsmann. Der wollte wirklich die eine mit der vorherigen Fehlentscheidung erklären.


    Da fällt einem echt nix mehr ein. Wenn man sein Amt nicht wahrnimmt, dann kann man auch die Pfeife einstecken und sich im Vereinsheim einen Kaffee holen. Dann regeln die Kinder das nach Fairplay selber. Aber ein SR, der sich dem Gerechtigkeitsempfinden der Kinder quasi entgegenstellt, ist die schlechteste aller Lösungen.

    Kinder noch aufzunehmen ist vom Verein aus nicht gegeben. D.h. ich bleibe bei diesem Kader.

    Das verstehe ich nicht, kannst du das mal erläutern?


    Generell muss man Spielerschwund wohl immer zum Anlass nehmen, die Ursachen zu ergründen

    • Viele Kinder, die z.B. mit 5 Jahren von ihren Eltern zum Fußball geschleppt wurden oder nur da sind, weil der Freund auch kickt, stellen mit 10 dann endgültig fest, dass ihnen das gar keinen Spaß macht. Gleichzeitig eröffnen sich neue Möglichkeiten in anderen Sportarten / Aktivitäten.
    • Ein zweiter Punkt könnte natürlich sein, dass dein Training langweilig ist. :* Hier kannst nur du dich selber kritisch hinterfragen. Haben die Kinder Spaß im Training, sind möglichst viele ständig in Bewegung oder ist der Haupttrainingsinhalt anstellen und warten?
    • Der Umgang mit Störenfrieden ist hier schon oft separates Thema gewesen. zum Beispiel hier. Strafen bringen meist
    • Absagen wegen konkurierender Aktivitäten... vielleicht ist das Zufall und es hilft ein Wechsel des Trainingstages?


    Generell würde ich wohl eher einen Elternabend anberaumen und mit Zahlen belegen, wie es zur Zeit läuft... also dass z.B. zu 80% der Trainingszeit nur 4-6 Kinder anwesend sind. Und auch Raum für Aussprachen anbieten.

    Wenn zu einem solchen Termin dann auch nur 4 Elternteile kommen, dann kannste den Laden auch absperren und zu machen.

    Ich finde, jedes Mitglied hat das Recht auf eine (hoffentlich gut) funktionierende Trainingsgruppe und zumindest sehr sehr ähnliche Spielanteile wie alle anderen auch.


    Du hast uns leider keines der Argumente des Trainers genannt. Er muss seine Entscheidung ja begründen, warum er ihn zwar haben will aber nicht brauchen kann. Das ist gaga!
    Vielleicht solltest du mal den Jugendleiter ansprechen.

    Ach, die 2010er... sorry, ich war gedanklich ein Jahr zu weit.

    Vergleiche ich evtl zu viel?


    Vergleich meine Jugend und die heutige

    Vergleich andere Mannschaften und meine (wieso können die das und das aber wir nicht)

    Vergleich jüngerer Jahrgang mit meinen 2010ern

    Vergleichen macht unglücklich. Gerade einen Vergleich à la "früher war alles besser" ist dämlich, weil positive Erinnerungen länger erhalten bleiben als negative.

    Zitat

    Fehlender Wille, Einsatzbereitschaft, Disziplin, Spielverständnis und Teamgeist.

    Ich würde wohl folgenden Ansatz verfolgen. Der Übertritt in die E-Jugend geht für die meisten auch mit dem Schulwechsel einher. Und damit steigt fast immer auch der Druck und das Arbeitspensum. Nicht gerade wenige Schüler haben hier deutliche Anpassungsschwierigkeiten.


    Wenn das dann auf ein Trainergespann trifft, welches der Meinung ist, dass der "Kindergarten" in der E-Jugend zu Ende ist und jetzt "richtig Fußball gespielt werden muss", kann das eigentlich nicht gut ausgehen...


    Was kann man machen: Druck rausnehmen. Bewusst mal ein paar Trainingseinheiten als "changing team Turnier" durchführen. Mal ne Trainingseinheit in ne Soccerhalle verlegen oder auch ins Schwimmbad. Viele, viele Wettkampfspiele einbauen, statt Passstaffetten von Hütchen zu Hütchen (keine Ahnung wie dein Training aussieht, ich philosophiere frei)


    Wenn das Training wegen absolutem Mistwetter ausfallen würde, könnte man sich im Vereinsheim treffen und gemeinsame Werte erarbeiten... (Wer sind wir, was wollen wir eigentlichlich und wie bekommen wir das hin)


    Und an deiner Einstellung solltest du auch arbeiten. Es ist nicht leicht, ne "Loosertruppe" zu betreuuen. Und ja, man schaut neidisch auf die anderen. Aber das sollte dich nicht abhalten, die Kinder da abzuholen wo sie sind und mit ihnen die nächsten Schritte zu gehen, anstatt mit Gewalt auf die Stufe der anderen hochzuwollen. Hier kannst du selber gut an dir arbeiten und die Dinge nicht so wichtig nehmen. Niemand hat H. Neuer oder H. Hummels jemals gefragt, wo sie in der E-Jugend am 8. Spieltag gestanden haben. ;)


    Und ja, es gibt so Truppen, denen ist das Siegen in der Tat nicht so wichtig. Da ist der Fußballverein eher so eine Art Jugendzentrum, wo man kicken kann. Und die Spieler spielen noch Geige, sind Ministranten und gehen noch zum Tennis...

    Als ich das Video des Bambinis sah und merkte wie wenig man als Bambini sieht (Größe, Eingeschränkter Blickwinkel,) und wie sehr der Kopf eines Bamibins wackelt (ich vermute schlechtere Wirbelsäule stabilisierung und ausgleichen des eingeschränkten Blickwinkels) hab ich mir nur gedacht "wenn da einer sagt spiel ab" wäre das für mich in seiner Rolle nur absurd gewesen.

    Das ist ja interessant! Und beim E-Jugendlichen war das dann deutlich ruhiger?

    Da hat halt jedes Kind sein eigenes Tempo.


    Die Idee, die dahinter steckt ist simpel: Wenn ich einem Kind etwas "vor der Zeit" beibringen will, dann gelingt das nur mit großem Aufwand (Trainingszeit). Davon ausgehend, dass die Skills "zur rechten Zeit" quasi von alleine dazu kommen, ist diese Zeit also verschwendet und sollte lieber mit Inhalten gefüllt werden, die dem aktuellen Leistungsstand gerecht werden.


    Ob du akzelerierte Kinder hast oder nicht ist ja zumeist schlicht Zufall. Wir hatten im Jahrgang meines kleinen Sohnes sogar 5 solcher Spieler, die ihrer Zeit deutlichst vorraus waren. In meinem aktuellen Trupp ists nur einer. So what!

    Ich finde, bei den Bambinis kann man das auf jedenfall machen! Da stehen die Kinder drauf und wie hat einer hier in der Signatur stehen: es geht darum, ein Feuer zu entfachen. (Steht übrigens auch in den Lehrbüchern des DFB, also dass Spiele mit und gegen die Trainer motivierend sind)


    Das letzte Training vor Weihnachten gestalte ich traditionell übrigens so, dass wir ein Eltern-Kind-Training machen. Staffelläufe, etwa mit einem Hindernis, zum drunter her krabbeln, die Runde geht IMMER an die Kinder. Geschicklichkeitsparkour zum Ausprobieren für die Eltern... dann gemeinsam Fußball. Und zum Abschluss: Mattenrutschen mit zwei Teams, es laufen immer ein Kind und ein Erwachsener...


    Wobei ich mir dieses Jahr beim Fußballspielen was ausdenken muss, dass die Väter auch mit und nicht gegen(!) ihre Kinder agieren. Bisher habe ich immer erlebt, dass die Väter viel zu ehrgeizig wurden und eher den Kindern aktiv den Ball abgenommen und behauptet haben als die Kinder in Szene zu setzen.
    Hat hier jemand pfiffige Vorschläge?

    Ergebniserfolgreicher Bambinifußball sieht zumeist so aus: Der Ball rollt irgendwie aus der Spielertraube raus, der kleine Minimessi schnappt ihn sich, läuft damit zum Tor und ballert ihn rein. Ein TW mit einem Meter Körperlänge soll ein Tor bewachen, dass 5 m breit und 2 m hoch ist. Finde den Fehler ;). Und vorallem sagt das Ergebnis nur aus: wir haben einen Minimessi (oder eben nicht).


    Ist der Trainer richtig schlecht, dann werden zwei oder sogar drei Kinder hinten eingepflanzt und können gegen Anfänger auch mal ein paar Bälle abfangen. Aber schon ein einem Jahr werden die Angreifer diese einfach umdribben.
    Ich habe auch schon Bambini gesehen, die als G1 einstudierte Passstaffetten konnten. Aber es war immer die exakt gleiche und immer über die gleiche Seite. Dieses Spiel ging nur über drei Kinder, die anderen haben nur zugeschaut und gejubelt wenn wieder ein Tor fiel. Auch das wird in der F-Jugend nicht mehr reichen.


    Zu deiner Frage: man beendet ein Bambinispiel nach Möglichkeit mit einem Elfmeterschießen. Dann hat jeder(!) nochmal die Chance, ein Tor zu schießen und die Ergebnisse sind danach bei fast allen Kindern schnell wieder vergessen.

    Ich kenne es so, dass man die Grundausstattung bekommt aber Sonderwünsche selber finanzieren muss.

    Ich möchte für mein Training zum Beispiel Leibchen in insgesamt vier Farben haben. Ich bekomme aber nur eine. Also habe ich mir eben mal welche angeschafft, die verbleiben aber auch in meinem Besitz.


    Als ich meine Bambinis übernommen habe, standen die Kinder nach dem ersten Training mit leuchtenden Augen vor mir: "Bekommen wir jetzt ein Eis?"

    Antwort: müsst ihr mal eure Eltern fragen.

    Auch wenn mein Vorgänger dies wohl regelmäßig spendiert hat, ist das doch nicht meine Aufgabe!


    Mal ne Frage an die Runde....nachdem was ich so berichtet habe, würdet ihr in dem Verein noch als Trainer arbeiten wollen?

    Was sagt denn dein Gefühl? Irgendwer müsste ja jetzt auf dich zukommen und dich wieder aktivieren.

    Nachdem die Mannschaften wieder auf dem Platz waren, kommt der Trainer zu mir und sagt sinngemäß: " Ein paar gute Jungs hast du da, aber so lange du den so Zucker in den Arsch bläst, werdet ihr uns nie schlagen. Aber mach du mal weiter einen auf Pädagoge, irgendwann hast du die Jungs todgestreichelt...." Lacht und geht weg.

    :D:D:D

    So aus der Distanz kann man sich über solche armen Würstchen eher kaputt lachen als dass sie einen provozieren. Aber das funktioniert wahrscheinlich nur im heimischen Sessel bei einem Glas Rotwein und wenn man nicht dabei war.


    Ist Vollmond???

    Zudem ist die Halle auch schlecht ausgestattet, Langbänke und kleine Kästen, das war es auch schon.

    Oh, dann hast du schlecht geguckt. =) Meine Halle ist auch mies ausgestattet, das meiste in weggeschlossen oder angekettet.
    Dennoch habe ich einen Haufen Linien, jede Menge (Prall)-Wände, mit einem Stück Kreide kann man auch dreist Tore an die Wand malen und ich habe noch nie eine Halle ohne Matten gesehen. Außerdem tippsen die Bälle sehr intensiv, das kann man nutzen
    (Gut, Ringe oder ne Sprossenwand habe ich zwar auch in unserer Keksdose aber die wüsste ich auch nicht sinnvoll zu integrieren).

    Ich bin der Meinung, dass man viele Möglichkeiten liegen lässt, wenn man einfach nur ein Draußentraining in die Halle verlegt und sich insgeheim sogar ärgert, dass der Platz so eng ist.

    Stattdessen versuche ich, die Möglichkeiten, die ich aufm Platz nicht habe, voll auszuschöpfen.

    • Lange Bahnen mit kleinen Matten legen und die Kinder auffordern, über diese Matten zu dribbeln. Wenn der Ball runter rollt, wieder hinten anstellen. Das veränderte Laufverhalten fordert die Kinder enorm.
    • 1vs1 in dem einer mit dem Ball losdribbelt und der Gegenspieler erst noch über eine Weichbodenmatte laufen muss.
    • große Kästen kann man in seine Einzelteile zerlegen und hat so wieder neue Möglichkeiten. (Tore, Prallwände etc)

    Ich benutze den Kram total gerne, das ist auch alles sehr schnell in Trinkpausen wieder weggeräumt. Aufm Platz haben wir zwar auch das ein oder andere an Material aber da muss ich erstmal 100 m latschen, um zum Materialcontainer kommen.

    Übringes: Wenn man eine große Weichbodenmatte im Einsatz hat MUSS man kurz vor dem Wegräumen unbedingt folgenden Spaß machen: Matte auf der langen Kante hochstellen, alle Kinder stellen sich mit dem Bauch dicht an die Matte und dann die Matte umwerfen, so dass die Kinder auf der Matte landen (Bitte nicht anders herum :P)

    Bandendribbling mit umgelegten Bänken und Torschuss im Kreislauf
    --> die ersten zwei, drei Minuten war das noch ok. Danach wurde mehr demotiviert geschlichen als wirklich durchgedribbelt.
    --> das haben wir dann nach knapp 10 Minuten auch vorzeitig abgebrochen!

    Du kannst solche Sachen recht leicht beschleunigen. Nach 2 Minuten Gewöhnung und dem Üben ohne Zeitdruck kannst du die "lebendige Sanduhr" einbauen.

    Dabei teilst du die Kinder in zwei Gruppen. Gruppe 1 macht dein Bandendribbling und erhält für jeden Durchgang eines Kindes einen Punkt.

    Die Gruppe 2 bekommt einen andere Aufgabe, die zu bewältigen ist. Etwa drei Hütchen im Tor insgesamt 15 mal zu treffen. Oder den Ball 20 Mal gegen das Basketballbrett zu werfen und wieder aufzufangen ohne ihn fallen zu lassen. (immer einer nach dem anderen, soll ja auch ein bisschen dauern). Oder 30 mal Fehlerfrei durch ein kleines Hütchentor hin und her passen im Rundlaufmodus.... keine Ahnung, da eignet sich ja alles mögliche.

    Solange Gruppe 2 beschäftigt ist, darf Gruppe 1 das Bandendribbling machen und dabei möglichst viele Punkte sammeln.

    Danach wird gewechselt.


    Bei den Übungen der Sanduhr sollte immer etwas gemacht werden, was x-mal geschafft werden soll, während die andere Gruppe in dieser Zeit möglichst oft etwas anderes machen muss. Wenn beide Gruppen laut zählen, haste ordentlich Dampf drin. Anfangs ist das vielleicht sogar zu hektisch aber Lernziel könnte u.a. sein, auch bei Druck einen kühlen Kopf zu bewahren.
    Mit solchen Gruppenwertungen stellst du übrigens auch sicher, dass auch der dicke Paul Erfolgserlebnisse haben kann.

    Schon, aber es ist wohl etwas viel verlangt, dass jugendliche SR für eine gute Atmosphäre zuständig sind. Die sollte von Anfang an da sein und der SR sollte diese möglichst nicht torpedieren.