Beiträge von Goodie

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    GUT das ihr aufhört! Nicht weil ihr die Taktik nicht vermitteln könnt, sondern weil ihr euch nicht mit den Kindern und Jugendlichen beschäftigt.

    Das sehe ich anders.

    Die Schere von zu vermittelnden Inhalten zum eigenen Können wird halt bei Quereinsteigern immer größer. Seitdem ich als Trainerin rumturne habe ich mir die ein oder andere Fähigkeit angeeignet. So kann ich zum Beispiel beidfüßig einen Ball über 10 m passen und ich kann auch einige Hütchen langsam umdribbeln. Das reicht mE. vollkommen um eine G/F-Jugend zu trainieren.


    Klar könnte ich mir ausm DFBnet die Trainingseinheiten runterladen und diese "nacharbeiten". Aber dadurch bin ich doch kein Trainer. Vielmehr verstehe ich die Übungen aus dem Netz immer häufiger gar nicht geschweige denn, dass ich den Sinn oder Korrekturen und Handlungsanweisungen geben könnte.

    Klar kenne ich Abseits aber wie man Abseits spielt??? Keine Ahnung. Oder so manchen Beitrag hier... ich gestehe: ich verstehe da nur Bahnhof und halte mich raus.


    Nee nee, ich selber würde auch niemals weiter machen als bis zur E Jugend und fühle mich bei den Kleinen wohl.

    Genau darum geht es doch: Theorie, Praxis und Netzwerken! Gerade der Kontakt und Austausch zu den anderen ist doch sinnvoll. Zumal wenn man es dezentral macht. Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man sich in den Folgemonaten übern Weg läuft.

    Hallenturnier - 4 Spiele a 10 min. innerhalb von 4 Stunden - das kann ich als Elternteil nicht unterstützen und sollte verboten werden (es wurden 2 Turniere (D1 und D2) gleichzeitig gespielt).

    Joh und der Veranstalter rühmt sich dann meist noch selber bei Facebook, dass sie ein großes Turnier mit 16 Teilnehmern gewuppt haben. :pinch:

    Ansonsten kann man immer gut Vergleiche mit Schule oder Musikschule heranziehen.

    Da kommt auch keiner auf die Idee, das Kind zu kritisieren, während es im Unterricht sitzt.

    Nur am Fußballplatz, da stehen die Eltern mit Argusaugen, kommentieren und kritisieren.


    Keep cool! Schwierig aber machbar. Ich muss mir auch öfter Kommentare bei meinen Söhnen verkneifen und ich weiß, dass es mindestens zwei Papas von meinen Bambinis ähnlich geht.

    Man sollte Kindern generell nicht sagen, was sie ändern sollen sondern wie sie es ändern können.


    Statt "du musst aktiver in den Zweikampf gehen" (was) lieber "versuche doch mal deinen Gegenspieler mit deiner Schulter aus der Balance zu bringen."(wie)

    Seine Leistungen dort sind in etwa wie bei uns, nur dass er bei uns eben durch seine körperliche Überlegenheit Führungsspieler ist. An seine Grenzen kommt er bei beiden Trainings, auch im Vereinstraining gibt es Spieler, die ihn stoppen können.

    Das finde ich aber auch einen sehr wichtigen Beitrag für die Entwicklung von solchen Spielern. Einen Jahrgang hoch gehts schnell. Zum Führungsspieler wirst du deshalb dort noch lange nicht auch wenn du dort vorne mitmischst. Da biste halt auch der Kleine... Im STP dann wieder mit gleichaltrigen zu spielen ist in meinen Augen eine gute Ergänzung.

    Das war ne riesengroße Dreifachhalle und die Kinder waren zeitweise wie verloren. Diesen Sommer noch, ab der nächsten Saison soll umgestellt werden. Der Niederrhein ist leider so flexibel wie *piep*

    Gestern war ich mit den Kindern beim ersten "großen" Hallenturnier mit 5 Teams im 7vs7.


    Im ersten Spiel haben die Kinder keinerlei Interesse erkennen lassen, ob sie den Ball haben oder nicht und sie waren kein einziges mal über die Mittellinie gekommen. In der kurzen Kabinenansprache meinte einer der Kinder: wir gewinnen nie!


    Ich habe ihnen dann gesagt, was sie anders machen sollen und ihnen versprochen, dass sie sich hier und heute von Spiel zu Spiel steigern werden und auch noch Tore schießen werden - wenn sie anfangen zu rennen und nicht nur gemütlich übern Platz spazieren.

    Ne steile These zu dem Zeitpunkt doch das Losglück war uns hold. Die zwei stärkeren Teams kamen am Anfang, die beiden hinteren Spiele waren auf Augenhöhe. Und so haben wir ein Spiel 1:1 und das letzte 3:3 "gewonnen" (<- O-Ton Kinder)
    Ich habe mich echt für die Kinder gefreut!


    Mein ältester und kräftigster Spieler kann total weite Abschläge. Ich habe ihm gesagt: Baller das Ding nach vorne, damit die Kinder ans Rennen kommen. Am Ende hat das gut geklappt und das Spazieren gehen wurde weniger. Die geschliffenen Feinheiten bekommen wir dann später :pinch:, gestern wurde erstmal gerannt... :evil:

    Frag die Kinder... Wenn du die ganz kleinen trainierst, gehören Rahmengeschichten eh dazu.


    Bei einer E-Jugend würde ich das hingegen nicht mehr neu einführen, meine Kinder würden wohl mehr als irritiert gucken.


    Bei mir gibt es die Ballerburg, da kommen die Bälle rein, wenn sie nicht gebraucht werden. Ein Kasten in der Halle oder gleich der Ballsack.

    Ich finde Belohnungssysteme als Highlight echt gut. Das DFB-Abzeichen am Ende der Hallensaison oder ähnliches sind motivierend.


    Aber im Trainingsalltag ist das mE nicht sinnvoll weil man eine intrinsische Motivation durch eine extrinische ersetzt. Dosiert eingesetzt ergänzen sich beide Arten allerdings können Belohnungen auch die Eigenmotivation überschreiben.

    Das blöde an Belohnungen ist ebenfalls, dass sich der Effekt abnutzt. Die 22. Medaille fliegt halt auch nur noch in die Ecke...


    Im Job ist Entgelt ja auch eine extrinsische Motivation. In einem Kurs wurde dies mal mit Klopapier verglichen: Es motiviert einen nicht, ist aber wirklich doof, wenn es fehlt.

    Du kannst so einen Pokal mehrere Jahre durch die Reihen geben. Die Kleinen stehen da drauf.


    Aus welcher Ecke kommst du denn, dass bei den Bambinis Pokale ausgespielt werden? Eigentlich hat es sich doch rumgesprochen, dass das Quatsch ist, oder?

    Ich hatte am WE eine große Dreifachturnhalle zur Verfügung und habe dies zum Anlass genommen, ein allererstes Mal im Trikot für meine Kinder zu organisieren. (2014/2015er)
    Ich habe mir eine Mannschaft eingeladen und wir haben dann zunächst 3x7 Min "Funino" gespielt. Funino in " " weil wir etwas improvisieren mussten.
    Ich habe drei Felder quer aufgebaut und je zwei Bänke als Trenner hingestellt. Ich habe meine 8 popup-Tore (nur 1,2m) genommen und für das dritte Feld mussten je zwei kleine Kästen nebeneinander als Tor herhalten.
    Aus war es nur, wenn das Nachbarfeld erreicht wurde und selbst hinterm Tor gings weiter. Das zu unterbinden hätte den Spielfluss enorm gestört, so haben wir die Kinder einfach machen lassen. Auch auf die Schusszone haben wir noch verzichtet.
    Die Kinder haben das toll angenommen, es gab kein Geknatsche wegen der Kastentore. Auf beiden Seiten sind Tore gefallen und viele Kinder konnten sich bei den Torschützen eintragen.

    Danach haben wir fix alles abgeräumt, die Handballtore runter gelassen und 1x15 Min 7vs7 gespielt. Hier ging das Spiel dann mit 0:10 oder so verloren. Das war zu erwarten denn wir haben noch nie so gespielt (meine Halle im Training ist viel zu klein dafür) und der Gegner hat schon die Herbstrunde an den Spielfesten teilgenommen.

    Fazit bei fast allen Erwachsenen war: das 3vs3 ist für die Kinder besser. Mein Anliegen war, durch das direkte Gegenüberstellen von 3vs3 zu 7vs7 die Unterschiede aufzuzeigen. Das ist gelungen :].



    Richtig glücklich war ich mit dem Verhalten der Eltern! Da war nur freundlicher Applaus zu hören, sonst war es erfreulich still. Als beim Spiel auf dem großen Feld einer meiner Kinder beim Stand von 0:9 zu einer Torchance kam schrien wohl zu ziemlich alle "SCHIEß" und das hat meinen Spieler auch den entscheidenen Moment abgelenkt aber das war wirklich dem Mitfiebern und dem "Torgönnen" geschuldet. In sofern: alles gut.


    Alles in allem ein sehr netter Morgen.

    Ich habe am WE die frohe Kunde erhalten, dass es nächste Saison bei uns bei den Bambinins ein 3vs3 geben wird. Die Umsetzung ist noch nicht klar aber ich begrüße jede Änderung in diese Richtung. =)

    Was ich bei sehr introvertierten Kindern schwierig finde ist, dass die Kinder vollkommen desinteressiert zu sein SCHEINEN. Sie gucken einen im Gespräch nicht an, antworten kaum oder gar nicht.
    Da hilft dann meist ein Gespräch mit den Eltern denn diese wissen sehr wohl, ob es den Kindern wirklich Spaß macht oder nicht. Auf jedenfall hilft mir dies, die Kinder zu verstehen.

    puh, ich würde mich ans Kettenfangen noch gar nicht wagen. Einmal probiert... gab Tränen, weil sie eben noch nicht vorsichtig miteinander umgehen.


    nero wenn du von der Kinderlogik geschlagen wirst, musst du die Niederlage halt hinnehmen. =) Kann man nix machen. Aber das sind doch auch die Momente, warum einem die Kleinen ans Herz wachsen... :love:


    Bei Verständnisfragen finde ich es sehr entscheidend, ob die Kinder schon in der Schule oder noch im Kindergarten sind bzw. wie lange dich die Kinder schon kennen.

    Wenn ich nur die Fortschritte sehe, die bei mir vom Sommer bis jetzt schon entstanden sind, ist das enorm aber es ist auch signifikant, dass die 2013er alles aufsaugen und den 2015ern noch alles komplett wumpe ist, was ich so von mir gebe. De 2014er sortieren sich irgendwo dazwischen ein.

    Die Frage geht eher in Richtung Kinderpsychologie und nicht um den Fußball an sich.

    das würde aber implizieren, dass mit den ruhigen Kindern was nicht in Ordnung ist.

    Ich frage mich daher, warum du bei den Kindern "optimierungsbedarf" sieht.

    Ich unterstelle schon, dass du den Kindern helfen willst, aktiver am geschehen teilzunehmen und ihnen Ängste zu nehmen. Aber ruhige Gesellen werden ruhig bleiben (pubertäre Veränderung mal außen vor gelassen)...

    - Rituale beibringen "Macht euren Kreis","Klatscht beim anderen Team ab" , "Hat jeder seine Schuhe gebunden" , "Hat nochmal jemand Durst vor dem Spiel"

    Danke für den Input. Das Begrüßungsritual vor dem Spiel muss ich meinen Kindern noch zeigen... :saint:

    Bei mir sind es so Fragen wie "wo ist euer Tor?", "wo müsst ihr den Ball rein schießen?" oder "jetzt ist ein Tor gefallen, wie geht's jetzt weiter?"

    Eher in Richtung Regelkunde...