Beiträge von Goodie

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    Gestern Abend: Pokalhalbfinale der C-Jugend... es treten an, die beiden Topteams des Kreises, die sich auch im Saisonverlauf noch in der Liga treffen werden. Alle Eltern angespannt, die Jungs auch.


    Der angesetzte Schiedsrichter war auch nur so alt wie die Spieler und anfangs hab ich das schlimmste befürchtet. Aber es kam anders: der Junge hatte das Spiel echt gut im Griff! Er hat das alles sehr besonnen gepfiffen. Ein echtes Talent an der Pfeife! Es war ein intensives Spiel, durchaus auch mit einigen gelben (verdienten) Karten aber ihm ist das Spiel nicht entglitten. War echt prima.


    Morgen wird er wohl auch das Heimspiel pfeifen und ich habe mich gefragt, ob man dem Burschen irgendwie eine Freude machen kann (Als Elternteil, nach dem Spiel natürlich und egal wie es ausgeht). Mir ist aber nicht klar, womit. Nem Friseur oder nettem Paketboten würde ich Trinkgeld geben. Was könnte hier angemessen sein? Google play Gutschein oder so?

    Die Spielweise der F-Junioren gab mir lediglich den Anstoß zu meinem Gedankengang, ob ich meine Bambinis besser auf diesen Niveau-Anstieg vorbereiten kann?

    Verabschiede dich bitte von diesem Gedanken! Es gibt wegen des Wechsels in die F keinen Anstieg des Niveaus denn es spielen weiterhin Kinder ähnlichen Alters gegeneinander.
    Nur weil man einen Jahrgang hochrutscht, ändert sich doch nichts AUßER der Tatsache, dass man vom Alt- in den Jungjahrgang wechselt. Dieses Phänomen bleibt einem aber all die Jahre erhalten. In der F mag das besonders schlimm aussehen weil hier Spiele noch mit 16:0 ausgehen können.


    Mein Tipp: fange schon bei den Bambinis an zu netzwerken und baue dir Kontakte mit ähnlich gestrickten Vereinen auf. Neben der Spielrunde, die man dann als Jungjahrgang ggf. um die Ohren bekommt, kann man dann einen Ausgleich auf Augenhöhe herstellen.


    Nach meiner Beobachtung sind die siegreichen Teams die, die entweder 1-2 Minimessis haben (das ist bekanntlich Glücksache und temporär, weil die bald in ambitionierte Vereine abwandern) oder sie spielen viel gegen andere Teams in Freundschaftsspielen. Teams, die es hier ruhiger angehen lassen, sind in der Altersklasse dann gerne etwas hinten dran.

    NUR: egal was man macht, es muss zu den handelnden Personen passen denn sonst fliegt dir alles um die Ohren.

    Wenn ihr also nur gemischte Jahrgänge machen könnt, dann ist das eben so und man muss das beste drauß machen. Ein Elfmeterschießen sollte eigentlich am Ende jeder F-Partie stehen, dann sind die Ergebnisse bei den meisten fix vergessen. Persönliche Ziele wurden ja schon genannt. Ein Pass mit dem schwachen Fuß etwa und wenn sich der Spieler das getraut hat, wird er gefeiert.

    7vs7 bei den Kleinen... ich kann kaum noch hinschauen. Das ist bei uns auch in Stein gemeißelt! Grauenhaft...

    Hallo Elvis,


    Gratulation erstmal zu einem sportlichen Kind. Wenn ein NLZ erstmalig anklopft sind die meisten Eltern stolz und machen sich spätestens ab da Gedanken, wie man sein Kind optimal fördern kann.

    Hier im Forum findest du eine bunte Mischung von Erfahrungen: einige sind NLZ Trainer, manche haben ihre Kinder im NLZ, andere im Stützpunkt, wieder andere lehnen diese Förderungen auf Grund gemachter Erfahrungen gänzlich ab.


    Generell würde ich dir dringend zur Gelassenheit raten! Der Markt braucht im Kinder- und Jugendbereich ständig Nachschub und den meisten NLZs geht es weniger um Talententwicklung als um Ergebnisse.
    Diese Defizite sind zwar inzwischen bekannt und auch benannt - flächendeckende Maßnahmen lassen aber noch auf sich warten.


    Statistische Auswertungen belegen, dass ein Spieler im Schnitt 3 Jahre im NLZ bleibt. Es sind die goldenen Ausnahmen, die seit der F-Jugend im NLZ sind und bleiben. Ein NLZ Trainer sagte mal zu mir: "was wir hier im unteren Jugendbereich machen ist Imagepflege. Der Aufwand für die Familien ist riesig und wir fordern echt viel. Und für die Spieler geht es so richtig gehts erst auf dem Großfeld los"

    In sofern ist es eher schlau, sein Kind mit ca. 15 Jahren im NLZ zu haben als mit 8 oder 9 Jahren.

    Mit 8 wollen so ziemlich alle Bundesligaprofi werden und das ist auch richtig und gut so. =) Je älter die Kinder werden, um so mehr Realität kommt hinzu und die Kinder bekommen einen Eindruck was es heißt, den enormen Aufwand und die weiterführende Schule unter einen Hut zu bringen.


    Wenn es nach dem ersten Vorspielen auf Grund fehlender Beidfüßigkeit nicht reicht, dann lass dir gesagt sein, dass damit nicht für alle Ewigkeiten die Türen zu sind! Ganz im Gegenteil. Es werden noch viele kommen und gehen. Das NLZ erweitert in jedem Jahrgang seinen Scoutingradius. Sie sind in der Regel nicht zufrieden mit dem Ergebnis ihrer eigenen Trainingsarbeit und suchen nach neuen Spielern, die schon mehr können als ihre eigenen Spieler zu leisten im Stande sind. Wäre ein NLZ so herausragend gut für die Kinder, dann hätte man doch gar keine Chance mehr, später hineinzurutschen, oder? So ist das aber nicht. Und die Talente entwickeln sich auch im normalen Vereinsumfeld.


    Willst du die Beidfüßigkeit deines Sohnes fördern, dann muss er die Bereitschaft haben, da was zu tun. Eine Möglichkeit im Dorfverein wäre etwa, einmal wöchentlich zusätzlich das Bambinitraining mitzumachen mit der Aufgabe, nur den schwachen Fuß zu nutzen. (müsste man halt mal fragen). Ich hatte mal einen Schülerpraktikanten der mir als Co-Trainer bei einer F helfen sollte. Er durfte alle Übungen mitmachen aber ausschließlich mit dem schwachen Fuß. Er hat das genutzt und hat sehr davon profitiert.
    Oder du nimmst eine der zahlreichen Fußballschulen in Anspruch. Das kann eine sinnvolle Ergänzung zum Verein sein.

    Auch den Jungen einen Jahrgang hoch zu nehmen ist eine Möglichkeit ihn mehr zu fordern.


    Was will er denn? Ist das anklopfende NLZ sein Herzensverein? Wenn ja, dann kann man das natürlich auch machen aber ihr müsst das dann unbedingt von Jahr zu Jahr betrachten. Die Reise geht zu Ende! Ob als Nationalspieler mit 37 Jahren oder mit 10 weil die Versetzung in der Schule gefährdet ist, mit 13 weil die Knie im Wachstumsschub zicken oder sonst was... es wird kommen...

    Hast du ne große Halle oder ne Keksdose zur Verfügung? Echte Tore, ein Strich auf der Wand oder gar nix?

    Eine meiner Lieblingshallenübung ist folgende (geht auch noch in kleinen Hallen): Als Ballreservoir drehe ich bei einem großen Kasten das oberste Teil um und stelle ihn unterm Basketballkorb auf (so dass dieser nicht stört) Auf beiden Seiten des Kasten zwei Reihen mit den Spielern. Ich werfe dann im Schockwurf einen Ball in den Raum, der Spieler läuft dem Ball nach und muss ihn nach dem ersten Auftippen fangen. Ich werfe die Bälle in schneller Abfolge abwechselnd etwas nach rechts/links weg, so dass alle in Bewegung kommen ohne sich umzurennen. Das ist die Grundübung...

    Die Varianten sind schnell aufgezählt und beliebig erweiterbar.
    Vor dem Fangen hinterm Rücken klatschen, unterwegs einmal drehen, mal liegen kleine oder ne große Matte im Weg über die die Spieler laufen müssen, dann bietet sich eine Rolle vorwärts an, bei einer D-Jugend auch eine Ballannahme mit dem Fuß (runterholen) oder eine Leiter.
    Den Schwierigkeitsgrad der Übung variierst du über den Wurf, je weiter und schneller du den Ball wirfst... logo...
    Du kombinierst so kurze Sprints mit der Orientierung bei hohen Bällen und diverser koordiniativer Aufgaben. Und es macht den Spielern eigentlich immer Spaß. Einige fordern immer "extra weit"
    Wenn diese Übung etabliert ist, erweitere ich dies immer um das Einrollen. Sie müssen den Ball dann vor einer definierten Linie annehmen mit Torabschluss auf eine große Matte, die an der gegenüberliegenden Wand aufgestellt ist.
    In der dritten Stufe kombiniere ich dann beide Varianten. Die Spieler wissen also nicht ob der Ball von oben oder unten kommt weil ich hinter ihnen stehe. (Peripheres Sehen)
    Im Übrigen schmuggle ich immer noch ein paar alte Volleybälle in den Ballsack und wir haben drei Futsalbälle. Die tippen jeweils anders...



    Generell kann man vieles aus anderen Sportarten integrieren. Ringen/Raufspiele machen mehr Spaß als olle Stabi-Übungen und gehen in der Halle prima. Ich bediene mich immer an Bänken und Kästen als Prallwände/Hindernisse/Ziele.

    In kleinen Hallen kann man ja kaum sinnvoll spielen. Daher Funino mit kleinen Toren wie kleine Kästen oder kleine Matten. Diese sind dann auch schon mal wie beim Eishockey aufgestellt oder irgendwo an den Seiten zu finden.

    Mattenrutschen gehört für mich immer ins letzte Training vor Weihnachten. Kennste sicher.



    Schlussendlich kannste beim Hallentraining auch beim DFB ganz gute Anregungen finden, wobei die manchmal auch von großen Dreifachhallen auszugehen scheinen.

    Das sehe ich generell genauso. Der Verein bestimmt das immer noch und hat, hoffentlich, einen besseren Überblick über das große ganze.

    Auch hier zeigen sich gerne strukturelle Probleme: es ist für Eltern häufig gar nicht erkennbar, ob und wie der Verein sich hier aufstellt. Bzw. es wird einem erst klar, wenn man an Strukturen aneckt (wie hier der Fall). Klare Kommunikation ist also hilfreich! In einer Jugendordnung wirst du so was eher nicht finden, wohl aber in Konzepten des Vereins oder eben in den Gepflogenheiten.

    Mal aus der Sicht einer Mutter... Mein Sohn hat drei Jahre lang in einem Jahrgang höher gespielt, hat konkret als F-ling schon in der E gespielt und später dann eben mit seinem Team schon in der D, obwohl er noch E-Jugendlicher gewesen wäre. Er war in seinem Team einer der stärksten vier, in einem ganz normalen Dorfverein.
    Das Team musste in der Kreisklasse auch gegen spielschwache Altjahrgänge antreten. Und an dieser Stelle wurde es kritisch. Was in der eigenen Mannschaft gut klappt, muss gegen Gegner, die dann 2, fast 3 Jahre älter sind, nicht gut sein. In der E-Saison hielt sich das noch in Grenzen, zumal er mit seinem großen Bruder im Garten häufig im spielerischen Clinch lag. In der D-Saison wurde es jedoch deutlich: Mein Sohn hat Vermeidungsstratigien entwickelt, wenn er gegen körperlich überlegene Spieler antreten musste. Zum Teil überragten ihn die Gegner um mehr als einen Kopf, sprich er hatte Arme und Ellbogen der Gegenspieler häufig an Hals und im Gesicht. Zweikämpfe hat er deshalb kaum mehr gesucht: "ich kann den doch eh nicht wegschieben". Gerade in der D sind die ersten schon fett im Wachstumsschub und diese körperliches Ungleichgewicht ist nicht zu unterschätzen.

    Wir haben von Anfang an kommuniziert, dass wir das hochziehen aus Elternsicht in sofern begleiten, als dass wir das im Sinne unseres Sohnes jedes Jahr auf den Prüfstand stellen. Das war für alle Beteiligten auch völlig in Ordnung.
    Nach dieser D-Saison war uns aber klar: in diesem Verein geht die Reise zu Ende. Es wäre zwar noch ein Jahr Zeit gewesen aber es gab weitere Faktoren, die für einen Wechsel sprachen.
    Wir haben einen Verein für ihn gefunden, in dem er aktuell als Jungjahrgang in der D1 in der Kreisleistungsklasse spielt, dann jedoch in der D1 verbleiben wird und wiederum mit guten Jungjahrgängen zusammen spielen wird. Aktuell ist er gut gefordert und das Training macht ihm Spaß.

    Rückblickend würde ich folgendes sagen: im Training ist das Hochziehen im Dorfverein oder eine ambitioniertere Truppe im gleichen Jahrgang ähnlich. Im Spiel kippt das ganze jedoch zu gunsten der ambitionierten Truppe gleichen Alters.
    Also man muss schon wirklich gut hinschauen.

    In eurem Fall würde ich dringend mal ein Gespräch mit beiden betroffenen Trainern und dem Jugendleiter anstreben, damit man eine Lösung im Sinne des Jungen finden kann.


    Wenn das Hochziehen im Verein nicht üblich ist, dann muss der Verein halt gut abwägen, ob man eine Ausnahme macht. Denn das weckt bei anderen Begehrlichkeiten und könnte entsprechend Unruhe auslösen. Wenn dein Sohn schon im Visier der NLZs ist wird er wohl spätestens in der C-Jugend eine ambitioniertere Mannschaft benötigen. Ob es die im aktuellen Verein bei euch gibt, weiß ich freilich nicht.

    Förderkader sind diese Bezahltrainings beim Bundesligisten, oder?

    Ich glaube, hier wird deutlich, wo das Hauptproblem ist: es fehlt in vielen Vereinen an einer klaren Struktur! Würde jeder an seiner Tür hängen haben


    A) wir sind ein Breitensportverein, in dem jeder unabhängig vom Können spielen kann

    B) wir sind ambitioniert, wenn du gut bist spielst du ab der D-Jugend in der 1., wenn nicht irgendwo drunter

    C) wir sind ein Leistungsverein, hier kannst du nur mitmachen wenn du es drauf hast.


    dann würden sich die Probleme gar nicht ergeben.
    Leider gibt es zumeist kein Konzept und jeder Trainer wuselt für sich.
    Und wenn du in der E-Jugend 4 richtig gute und 6 normale Kinder beieinander hast, dann wundern sich die meisten schon in der D, spätestens in der C, dass das dann doch nicht wirklich reicht. Und durch das zwangsläufige abflachen des Niveaus spült es die vier besten oben raus.
    Übrigens betrifft das auch die ambitionierten Vereine, wo die besten dann in Richtung NLZ abwandern.


    Ich werfe mal einen ketzerischen Gedanken in den Raum: wir haben zu viele kleine Vereine die sich gegenseitig Konkurrenz machen. JSGs sind eher ungeliebte Konstrukte, die mehr schlecht als recht das schlimmste aufzuhalten versuchen. Ich glaube, der Markt muss sich auch im Fußball gesundschrumpfen. Im Augenblick sind es einfach zu viele Vereine...
    Klar werden jetzt die Dorfbewohner aufschreien. Und wenn es beim FC Dorfverein gelingt, eine C- Jugend zur Zufriedenheit aller zu stellen, ist das super. Hier jedoch gibts ein großes Mannschaftssterben in der C auch weil die Verantwortlichen dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen eben nicht passsen. Drop out ist gesellschaftlich aber auch durch die Strukturen begründet.

    Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich mittlerweile sagen, dass mir die Schiene, alle Spieler gleich zu stellen und annähernd gleiche Spielzeit zu geben, den Kader schwächer gemacht hat. Ich sage es mal bewusst etwas provokant: Dadurch, dass ich die Spieler, die seltener zum Training kommen und die nicht so diszipliniert sind mit durchgeschleppt habe, sind die stärkeren Spieler gegangen.

    Es ist natürlich Kaffeesatzleserei aber ich beobachte, dass es sich in der C-Jugend komplett neu zurecht ruckelt. Die ambitionierteren Spieler wechseln in die entsprechenden Vereine, ein paar hören auf und der Verein muss gucken, wie er klar kommt. Setzt du in der D- Jugend nur auf die Guten, wandern diese ein Jahr später dennoch ab in Richtung ambitioniert. Du hast das Phänomen in deinem Fall also nur etwas vorgezogen.
    Du hast Recht, auf Kinder die nur sporadisch kommen, kann man irgendwann nicht mehr setzen. Die haben die Pflichten, die sich aus einem Mannschaftssport ergeben, nicht verstanden und daher würde ich ihnen auch nicht die gleichen Rechte zusprechen. Man kann sie aber mal an die Pflichten erinnern, vielleicht wirds besser, vielleicht nicht. In der D-Jugend kommen die meisten eh mit dem Fahrrad, insofern kann man sie auch vermehrt in die Pflicht nehmen.

    ich würde perspektivisch heran gehen: was soll sein, wenn das Team aufs Großfeld wechselt?

    Ich würde auf alle Motivierten setzen und ja, man kann die Spieler auch mal daheim lassen. Aber alle nominierten Spieler müssen auch eingesetzt werden. Sonst guckst du dich in 1-2 Jahren um, die schlechten haben aufgehört und die guten wurden abgeworben...

    Aber das ist nicht das Thema, sondern es ging mehr darum, dass solange (meist) unerfahrene Trainer die Wahl haben, sie immer das Frühgeborene bevorzugen würden. Natürlich machen das auch "qualifizierte" Trainer, aber diese findet man weniger in den unteren Jahrgängen.

    Du implizierst frühgeboren mit weiter entwickelt und das ist in meinen Augen Quatsch. Ich kenne kleine Januargeborene mit viel Spielübersicht und große Novembergeborene mit gutem Körpereinsatz. Angenommen, beide sind technisch gleich stark, dann würde nach deiner Beobachtung wer spielen?


    Gerade in der D/C-Jugend sind die körperlichen Unterschiede zum Teil gigantisch und haben nur bedingt was mit dem Geburtsmonat zu tun. Hier ist ein 11 Jähriger größer als mein 13 jähriger Sohn. Wann die Jungs ihre Wachstumsphasen haben, doch ja sehr unterschiedlich.

    Ich hatte in der F- und E-Jugend einen Spieler mit Geburtsdatum 29.12. In meinem Jahrgang hatte der so die Position 10 von 12 bei der Leistungsfähigkeit. Wäre sein Geburtsdatum 2 Tage später gewesen, dann hätte er im nächsten Jahrgang wahrscheinlich Position 3 von 12 gehabt.

    Und das wirkt sich jetzt genau wie aus, wenn du alle Spieler gleich behandelst, also dafür sorgst, dass alle Spieler die gleiche Einsatzzeit bekommen und jeder mal anfangen darf? Vielmehr kann sich besagter Spieler mit und gegen größere vielleicht viel besser entwickeln, als wenn er immer der Beste wäre... wer weiß!


    Natürlich ist mir geläufig wie ein Stichtag funktioniert und auch ich hatte in meinem Leben deshalb schon Nachteile. Aber das lässt sich halt nicht immer vermeiden. Denn neben dem Geburtsdatum gibts auch viele andere Faktoren. Ich bin zum Beispiel für die höchsten Ligen im Volleyball zu klein, da kannste Talent haben wie du willst...


    Eine komplett gerechte Welt wird es wohl nicht geben

    Im normalen Breitensportverein habe ich noch nie erlebt, dass der RAE gelebt wurde. Hier lassen sicher viele Trainer ihre Blümchenpflücker links liegen nach dem Motto: "der lernt das eh nicht" aber dass man das am Geburtstag festmachen könnte hab ich noch nicht miterlebt.

    Vielmehr greift man auf jüngere, talentiertere Spieler zurück, um die Kader aufzufüllen...

    In Fördermaßnahmen wie STPs u.ä. ist das aber sicher Thema

    in einer solchen Situation muss man auch alle Mitspieler irgendwie "abholen" denn es sind ja alle erstmal geschockt. Wir haben in einem Fall, bei dem der Krankenwagen kommen musste, die Kinder zusammengetrommelt und gefragt, was mir für XY tun könnten und einer schlug vor auf einem Ball zu unterschreiben und den ins Krankenhaus zu bringen. Gesagt, getan... es ging um die Geste.

    Allerdings ist es halt nicht einfach, wenn wie gesagt das eigentliche goldene Lernalter schon überschritten wurde und bestimmte Verhaltensweisen auf dem Platz intuitiv noch nicht sitzen.

    Einspruch, euer Ehren

    Das viel zitierte goldene Lernalter bezieht sich hauptsächlich auf Koordinatives.

    Was du brauchst ist Orientierungsfähigkeit und da ist es noch längst nicht zu spät. Außerdem ist die intrisische Motivation ein entscheidender Faktor. Die musst du nur wach kitzeln.

    Das Sahnehäubchen auf der Gesamtsituation ist dann noch, dass er aktuell praktisch keine Chance auf Besuche bei uns hat, da am Wochenende immer trainiert wird.


    Grüße

    Oliver

    das finde ich aber auch übel! Gerade jetzt würde ja ein bißchen familiäre Wärme gut tun... Mal aus Interesse: haben die Spieler auch mal zwei Tage am Stück frei? Ich denke, nein, richtig?

    Worom wenn du dir die Mühe gemacht hättest, nicht nur den letzten Beitrag zu überfliegen, dann wüsstest du, dass der Junge Mann in der Oberstufe des Gymnasiums im Internat ist. Da hängt bissi mehr dran als für nen 12 jährigen.

    Trotzdem finde ich die von Goodie und derZUliebeTrainer geforderte "Revolte" der Unzufriedenen fehl am Platz.

    Man kann mein Post so lesen - richtig. Ich wollte aber vielmehr aufzeigen, dass man als Team eben nicht machtlos ist. Denn so fühlen sich die Betroffenen ja.

    Ich habe konkret vorgeschlagen, als Team das Gespräch zu suchen. Und das muss ja immer der erste Weg sein. Gespräch mit Trainer, wenn das nicht hilft Gespräch mit Vorstand. Und warum nicht gemeinsam? Wenn sich alle einig sind, dann tragen eben 1-2 Erwachsene zusammen mit dem Kapitän ihr Anliegen vor im Namen aller.


    Wenn hier Eltern Rat suchen, dann doch weil sie sich Hilfe erhoffen und nicht weil man ihnen das Köpfchen streicheln soll oder weil es in in Trainerbashing ausarten soll.

    denkt doch auch mal von der Trainerseite, wir reden hier über einen Verein der sehr ambitioniert ist mit Aufstieg und Abstieg. Wenn der Verein über der Landesebene 3-4 Spiele verliert, ist der Trainer seinen Job los und hat mächtig Druck von Eltern und Verein. Schon ganz häufig erlebt.

    Dieses Trainer- Bashing geht mir so auf den Keks von den Eltern, wenn es dem Sprößling nicht alles perfekt auf der Silberschale präsentiert bekommt mit Einsatzgarantie auch noch.
    ich stimme Euch zu im Breitensport ein absolutes No-Go was der Trainer macht.

    Mir gehen vielmehr Trainer auf den Keks, die ihren Job schlecht machen. Wir haben tausende Kollegen, die Woche für Woche den Spielern mit Spaß Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln. Auf jedem Niveau, von der Kreisklasse bis zum NLZ.
    Nicht nur Spieler haben Rechte und Pflichten, Trainer und Vereine auch! Und wenn man 3-4 Spiele verliert und alle verlieren die Nerven, dann ist der Verein schlecht geführt.

    Nur gegen die Schlechten unternimmt kaum jemand was. Meist aus der Not heraus, weil es sonst keiner machen will. :-/