4-6, 6-9... Um welche Altersklasse geht es dir denn? Oder um beide?
Beiträge von Goodie
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Fühle mich jetzt wohler, wo ich nicht mehr das Team meines Sohnes habe.
Ich genieße das auch sehr. "Irgendwelche" Kinder zu trainieren ist deutlich entspannter als das eigene und dessen Kumpels. Die wenigsten machen jedoch diese Erfahrung.
Was die so am Spielfeldrand abgesondert haben, war schon haarsträubend.
Ich kann das kaum noch ertragen und stelle mich gerne weit weg von all den Väterexperten. Geht aber nicht immer und so bekomme ich doch immer mal wieder viel zu viel für meine Nerven mit.
Am WE hatte mein Großer in der C-Jugend Pokalfinale, das Team führt in der zweiten HZ mit 3:0 und eigentlich war da schon klar, dass das nicht mehr schief gehen kann. Da schnauzt einer unserer Väter lautstark übern Platz wie scheiße das ist, dass xyz die Freistöße ausm Mittelfeld immer nur wild nach vorne pölt.Das ist doch mal ne nette Unterstützung, oder?
Ich würde denen allen am liebsten ein paar Fußballschuhe an den Kopp schmeißen mit der Aufforderung, es bei irgendeiner Altherrentruppe mal wieder selber zu versuchen UND es besser zu machen! Gehen mir solche Honks aufn Keks! Mein Lieblingssatz ist "richtig so" wenn ein Spieler gefoult aufm Boden liegt. Ich bin echt ein friedliebender Charakter aber in solchen Momenten würde ich diesen Leuten gerne etwas Empathie einprügeln.
Ich muss mal rausfinden, wie man besser mit blöden Kommentaren zurecht kommt... Wer hier Ideen hat außer auf Durchzug zu stellen...
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Nun hatte ich mir überlegt, einen Dienstliste zu erstellen, wer wann dran ist.
Ich schreibe diese Antwort mal bewusst als Mutter von zwei fußballspielenden Jungs und möchte sie bitte mit einem dicken Augenzwinkern verstanden wissen.
Es ist Freitag 18 Uhr, ich hole K1 vom Training ab. Morgen hat K2 Heimspiel um 11 Uhr, K1 muss auswärts ran um 12 Uhr. Was steht auf der Liste? Klar, Kuchen backen, also noch kurz die Zutaten checken, es ist zum Glück alles da. Muffins sollen es doch bitte sein. Ach ja, und 10 Brezeln vom Automaten beim Discounter soll ich doch bitte auch noch mitbringen, das schafft die Mama von xyz leider morgen nicht. Notiz an mich selber: einfach mal nein sagen lernen. Aber jetzt erstmal Abendessen vorbereiten. Und wenn die Kinder im Bett sind, Backen denn morgen früh wird das ja bissi knapp. So gegen 21 Uhr ist die Küche auch gleich schon wieder aufgeräumt.An den Spieltagen ist es zu Hause immer irgendwie anstrengend, die Kinder sind aufgeregt, einer sucht immer irgendwas. Jetzt aber los, um 10 Uhr ist treffen und ich muss ja noch die Brezeln holen. Bekommen wir doch alles hin, oder? Woche für Woche denn einer hat ja immer Heimspiel. Der Mann nimmt großzügig die Auswärtsfahrten auf sich und macht sich kurz nach mir mit K1 auf den Weg. "Dann musst du nicht fahren"
Am Platz angekommen bauen wir erstmal auf. Es gibt eine Bude mit großen Klappen, hier ist Kraft gefragt und klar helfen die anwesenden Väter. Also kurz mit der Klappe und klar bringen sie die Sixpack Limo noch rein. Danach sieht man sie leider nicht mehr, also an der Verkaufsbude, am Platz schon.Andere Mütter (!) bringen die Reste, Getränke, Süßigkeiten, weitere Kuchen, Chips und Lutscher, Becher und Servietten... was man halt so braucht. Zwei Mütter beziehen ihren Posten in der Hütte. Den werden sie auch nicht mehr räumen denn hey, die sind wichtig. Meckern aber gleichwohl, dass sie vom Spiel ihrer Jungs ja nie was sehen. Das fällt dann doch unter selbstegewähltem Schicksal und ich gehe schulterzuckend zum Platz.
Der Verkaufsstand ist leidlich gut besucht. Allerdings nur von uns, der Heimmannschaft. Hier nen Kaffee, da ne Brezel... läuft. Die Auswärtsmannschaft steht an der anderen Seite der Anlage und eher bleibt für sich. Und so werden wir am Ende rund 120 € in der Kasse habe, von denen wir wahrscheinlich 95 € selber eingezahlt haben. Und die nicht aufgebrauchten Kuchen nehmen wir wieder mit heim, logo... Während die Reste an Süßigkeiten etc. bis in zwei Wochen eingelagert werden.
Wir kaufen also erst ein, backen dann und kaufen uns dann unsere eigenen Kuchen wieder ab. So richtig rund ist das ganze irgendwie nicht, oder?
Man muss sich ernsthaft die Frage stellen, ob man das wirklich braucht.1. Sport und gesunde Ernährung aber man schleppt jedes Wochenende Backwaren am vormittag zur Anlage weil man nicht mal 2 h ohne Süßkram und Kaffee auskommt? Zumal, man meist gerade erst gefrühstückt hat. Und achtet mal drauf, wieviele Eltern sowieso noch Dosen mit Verpfegung für ihre lieben Kleinen dabei haben. Die verhungern sonst!
2. Es wäre wohl viel billiger wenn man die Mannschaftskasse anders führt. Entweder schlicht per Umlage, wenn etwas ansteht oder durch regelmäßiges Einzahlen.
Daher mein Plädoyer: wenn die Eltern das machen wollen, dann können sie das gerne machen. Aber komplett eigentverantwortlich. Und wenn nicht, dann nicht. Das wird über die Jahre sowieso immer weniger. Ich hole mir inzwischen max. irgendwo nen Kaffee wenn es einen gibt.
Unser jetziger Verein hat zum Glück ein Vereinsheim und Trikotwäsche läuft so: Mein Kind kommt mit der Trikottasche aus der Kabine. Fertig. Das geht Reihum und da beide Kinder den gleichen Nachnamen haben, bekomme ich zwei Taschen in recht kurzem Abstand... Aber ne Waschmaschine pro Woche mehr, wenn ich dafür nicht backen soll... locker! Und Waschmaschine bedienen? das kann mein Mann!
++++++++++++++++++++So oder so ähnlich war es für uns ca. vier Jahre danach haben wir den Verein gewechselt und dort gab es dann ein Vereinsheim und ich genieße das sehr. Man muss einfach im Auge behalten, dass nicht jede Familie einen solchen Aufriss stemmen kann / will. Geschwisterkinder, Alleinerziehende, Schichtdienst, die zu pflegende Oma, eine andere baut vielleicht gerade... man weiß im Grunde doch eher wenig über die Familien.
Als Trainerin sage ich neuen Eltern immer ganz klar: wer sich für Fußball entscheidet, entscheidet sich für viele Stunden am Fußballplatz und man sieht die anderen Familien häufiger als die Freunde. Und auch, dass es ohne ein gewisses Mitwirken nicht geht. Und das klappt auch ganz gut.
Ich glaube, dass man halt gut kommunizieren muss, was zu tun ist und was man machen könnte. -
Das Modell (Schulen gegeneinander) von Goodie ist praktisch "Jugend trainiert für Olympia" - und wie viele nehmen daran teil?
Wenn man das im aktuellen Modell denkt, schon. Bei Visionen darf man aber auch mal groß denken und die Möglichkeiten einer Schule, wo 800 Schüler oder mehr beisammen sind, wären viel größer als im FC Kleinkleckersdorf und man könnte sich anders um die zu Hause nicht geförderten Kinder kümmern.
Welche Möglichkeiten man haben könnte, wenn man Personal, Geld und Ausstattung in Schule stecken würde...Und welche Möglichkeiten das Familien gäbe, wenn sie nicht nachmittags Elterntaxi spielen müssten sondern echte Familienzeit da wäre. Und das würde sich ja nicht nur aufs Fußball beziehen, die bekommen ihre Kinder ja eh. Auch und gerade viele andere Sportarten könnten ausprobiert werden.
Und dann gäbe es eben im Wahlbereich Sport
Leistungsfußball
Kicken
Volleyball
Gesellschaftstanz
Leichtathletik
Sporthelferausbildung
...
Bei Handwerk/Technik
Holzbearbeitung
Löten/Schweißen
Modellbahn
Nähen
Stricken
...
Sonstiges
1. Hilfe Kurs
Jugendfeuerwehr
Ökologie / Schulgarten
Babysitterkurs
Chinesisch
...
Musikschulen würden ebenfalls mit ihrem Angebot in die Schulen wandern.
Na ja, egal... das wird nicht kommen. Trotzdem fände ich den Gedanken schön dass alle Kinder, egal aus welcher Schicht sie kommen, die gleichen Chancen und Möglichkeiten bekämen.
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Wer interessiert an z.B. Physik oder Biologie ist, ist es nicht aufgrund der Noten. Und wer kein Interesse daran hat, graust sich vor der Schulaufgabe und hat den Stoff eh kurz danach wieder vergessen
Das ist zwar prinzipiell richtig, allerdings starten üblicherweise alle am gleichen Punkt. Wenn Physik auf dem Stundenplan auftaucht, dann hat kaum jemand Ahnung, Beim Sport (bzw. bei allen o.g Neigungsfächern) entscheidet aber ausschließlich Talent und Veranlagung.
Über Schule an sich könnte man ein ganzes Forum füllen. Bin ja selten einer Meinung mit H. Precht aber was Schule angeht, bin ich ganz auf seiner Linie.
Die Frage in unserem Kontext ist ja eher: wie kann Schule die Misere der Bewegungsarmut unserer Kinder bekämpfen.
Meine Vision ist ja sowieso eine ganz andere Art von Schule.
Eine Ganztagsschule, wo alle (Eltern und Schüler) am Nachmittag frei haben und die Kinder nicht noch von Hüh nach Hott müssen. Sie kommen um 16 Uhr heim, und hätten gesportelt, musiziert, gebastelt, sonstwas und wären fertig mit der Unterrichtsnachbearbeitung.
Und ja, eine Vereinsstruktur würde da gar nicht mehr dazu passen. Dann würde die Helene-Fischer-Gesamtschule gegen das Regenbogen-Gymnasium kicken oder rudern.
Aber es würde 1. allen Kindern sehr ähnliche Chancen bieten und 2. die Familien so richtig entlasten.
Es ist ne Vision! Ist mir klar. Wäre auch teuer, würde viel Aufwand, Personal und Phantasie bedürfen. Und echtem Fachpersonal.
Aber hey, diskutieren wir nicht genau das? Qualitativ wertige Ausbildung unserer Kinder? -
Bewegungsaffine Kinder werden immer die Gelegenheit finden, sich zu bewegen.
Den anderen wird das schon deutlich schwerer gemacht.
Warum wird das Schulfach Sport benotet?
Neben den Kompetenzen wie Einhalten von Regeln, Mitwirkung beim Auf- und Abbau und sportlicher Fairness wird in erster Linie der Status Quo bewertet. Soll heißen, dass ein guter Sportler der mit oben genannten Softskills nix an der Mütze hat, trotzdem ne zwei bekommt während der dicke Paule immer hinterher keucht und mit ach und krach ne drei erhält.
Warum findet Sport an der Schule nicht täglich statt?
Wir alle wissen um die Notwendigkeit von Bewegung. Dennoch werden wir sicher eine Vielzahl von Argumenten hören können, warum das nicht geht. Aber wir haben kein Problem, Kinder im Alter von 6 bis 18 Jahre stundenlang täglich auf einen unbequemen Holzstuhl zu zwingen und sie nachmittags noch ordentlich mit Hausaufgaben zu segnen. Ab Klasse neun verlagert sich dann der Unterricht auch noch in den Nachmittag.Angebote sie Sportkindergarten wie let1612 es vorschlägt, gibt es in unserer Region. Aber es ist extrem teuer. Ja, da sind ausgebildete Sportpädagogen aber wenn solche Angebote nicht niederschwellig sind, forciert das nur die Schere. (arme Kinder, schlechter ernährt, weniger in Bewegung etc)
Statt dessen verschwinden immer mehr öffentliche Schwimmbäder und Turnhallen, frei zugängliche Sportanlagen werden nicht mehr gepflegt (z.B. hängen hier abgerissene Basketballkörbe rum und defekte TT-Platten und werden nicht repariert) Statt dessen entsteht Platz für kommerzielle und teure Angebote wie Trampolinhallen oder Muckibuden.
Im Grundschulalter geht das alles noch. Da können die Kinder auch noch gut auf Spielplätzen rumturnen. Aber ein paar Jahre weiter fühlen sie sich dafür zu alt. Es treten nochmehr als zuvor die Computerspiele in den Vordergrund.
In meiner U6 setze ich als Papa-Trainer mit abgeschlossener Basis-Ausbildung - und C-Lizenz in Ausbildung - auf vielfältige Bewegung mit und ohne Ball, ausschließlich in Spielformen ohne Coaching, damit sie Spielintelligenz so früh wie möglich entwickeln. Auch arbeite ich an der Persönlichkeit der Kinder, ihrer Wahrnehmung der anderen Kinder, das Einhalten von Gruppenregeln, das gewaltfreie Lösen von Konflikten und letztlich das Bilden einer Gemeinschaft, die füreinander einsteht, in der Viefalt gelebt wird.
ist das ernst gemeint? in 1-2 Stunden pro Woche? Bist du vom Fach?
Spielformen ohne Coaching zur Bildung von Spielintelligenz? Persönlichkeitsentwicklung? gewaltfreie Kommunikation?
Ernst gemeinte Frage: wie machste das denn?
Antwort, falls du eine geben willst, gerne auch in der Bambiniecke...
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Nach 5 Jahren kann ich sagen und am Verhalten der Spieler teilweise erkennen, wie über den Trainer geredet wird.
Und ich kann dir sagen, wer von Papa oder Opa Geld bekommt für jedes geschossene Tor.
Auch ne geile Unsitte.Ich führe schon ab und an Gespräche mit Eltern aber bei den Opas hab ich Beishemmung. (Respekt vor dem Alter und so)
Das Verhalten der Eltern schule ich bei meinen Anfängern durchaus. So manche(r) ist ja in völliger Euphorie wenn der Vierjährige im zweiten Training ever mit einem Ball ins Tor stolpert.
Immer mal wieder höre ich von Eltern meiner Fünfjährigen im Training: "Spiel ab". Ich frag dann immer: "warum? Jetzt hat er ihn doch endlich... Abspielen machen wir dann später"
Was mich daran so wundert ist, dass man doch durch den Fairplaymodus Abstand und Ruhe am Platz gelernt hat. Und in der D ist dann alles vergessen?
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Die Jugi in Bad Tölz ist super, mit eigenem Soccercourt im Garten. Und meines Wissens vermitteln sie dort auch den Kontakt zu dem Verein, der den nebenan liegenden Platz betreibt.
Das Problem dürfte die Verfügbarkeit sein wenn du zeitnah buchen willst...
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Rein von der Logik gibt man doch dann die besten in die U11 hoch und die U9 rückt in die U10 auf.
Oder du gibst die 6 2011er zu den 2010ern.
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Eine Möglichkeit ist ja immer eine Schulkooperation in Form von einer Mädchenfußball-AG. Die Frage ist halt immer, ob ihr jemanden habt, der am frühen Nachmittag eine solche AG anbieten kann.
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Wir haben (leider) in paar Jungs die quasi nur 50% der Zeit zum Training erscheinen und dann wirklich 90 Minuten lang unmotiviert sind und die anderen behindern und die bei keiner Übung vernünftig mitmachen.
Ich versuche jedes Jahr aufs Neue aus den Minikickern eine Mannschaft zu bilden, die ich als G1 an einen Kollegen abgeben kann.
Daher habe ich im Grunde zwei Stränge:
1. Alle Kinder die Lust haben einsammeln und an ein geregeltes Training heran führen.
2. Extreme Störer wieder loswerden.
das klingt jetzt erstmal hart aber erfahrungsgemäß sind etwa 1/3 der Kinder nur wegen einem Kindergartenfreund da oder weil es keine Alternativangebote gibt. Weder haben die Kinder Lust noch stehen die Eltern wirklich dahinter. Diese Kinder hören eh über kurz oder lang wieder auf. Außerdem sind ein paar wenige Störer in der Lage, a) dem Trainer die Nerven aufzuribbeln und b) auch das ganze Training zu torpedieren.
Natürlich treffe ich eine solche Einstufung nicht nach zwei Trainings aber über einen längeren Zeitraum lernt man seine Pappenheimer kennen. Einige benötigen lange um reinzufinden und machen anfangs nur zögerlich mit und bei mir darf auch jeder ne Übung aussetzen... das ist für mich völlig ok, sind ja Kindergartenkinder, die schon nen "Arbeitstag" in der Kita hinter sich haben.
Der Spaß ist dann zu Ende, wenn andere Kinder angegangen werden.
Schubsen, rummeckern, stören (etwa im Tor liegen bleiben)
Dann bitte ich die Eltern am Platz zu bleiben und ihren Kindern zuzuschauen. In der Situation weise ich sie dann gezielt darauf hin, wenn sie aktiv stören und bitte sie, zu Hause mit den Kindern zu reden, ob Fußball wirklich der richtige Sport fürs Kind ist. Meist sind diese Familien dann über kurz oder lang nicht mehr dabei.
In einem Fall haben wir die Eltern gebeten nicht wieder zu kommen nachdem das Kind wiederholt andere angespuckt hat. (zuvor Rückendeckung des Vereins einholen)
Einmal sind uns sogar in der Halbzeitpause 2 abhanden gekommen weil sie keine Lust mehr hatten.
Das ist nicht sonderlich selten.
Und als wäre das nicht schon schlimm genug fangen die ersten Eltern an die Kinder schon mit aufzuhetzen und tragen ihnen auf sie sollen mich doch fragen ob sie bitte spielen können am Wochenende.
Hast du mal einen Elternabend gemacht? Da kannst du dann deine Vorstellungen allen kundtun und die Regeln kommunizieren.
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Bei uns gibts auch immer noch das leidige 6+1 und wir hatten vor corona Spielfeste mit drei Spielen. Dazu nehme ich immer alle Kinder mit . Dann setzt jedes Kind ein Spiel ganz aus, in einem Spiel fängt es an und im dritten beginnt es auf der Bank. Das geht nicht immer ganz auf aber so ist der Plan. Die Kinder, die aktuell aussetzen bekommen ein Leibchen (das erleichtert das Ein- und Auswechseln der anderen im gewusel).
Ansonsten: Alle die kommen, sollen auch spielen und die Spielzeiten sollten gleichmäßig verteilt werden unabhängig vom Könnensstand. Man muss klar kommunizieren, dass aussetzen bei der Fülle der Kinder dazu gehört und das sollte auch für die Trainersöhne gelten! Alternativ kann man überlegen, in der kommenden Saison zwei Teams zu melden. Da kannste die Meckerköppe dann gleich als Co.Trainer verpflichten

Was ich akzeptabel finde ist, dass die Kinder erst dann einen Spielerpass erhalten, wenn sie die Grundzüge der Spielregeln verstanden haben: in welches Tor wird geschossen, welches wird verteidigt und aus/Einwurf.Das bedarf einer halbwegs regemäßigen Trainingsteilnahme. Das würde ich an deiner Stelle auch protokollieren, so haste immer mal ein paar Fakten an der Hand bei Debatten.
Eltern, die dir im G2-Alter schon aufn Geist gehen, musst du rechtzeitig und freundlich in ihre Schranken verweisen. Erfahrungsgemäß ziehen diese Familien eh zum ambitionierteren Nachbarverein weiter so dass man auf diese Leute eh kaum Rücksicht nehmen muss. Und mach dir klar, dass sich die Eltern aufregen, nicht die Kinder. Die wissen nämlich noch nix von Terminen an denen sie nicht teilnehmen, außer man erzählt es ihnen.
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Was mir einfach extrem schwer fällt, ist diese Kreativität bzw. Fantasie zu haben, Geschichten oder Symbole um die Übungen zu basteln,
Keine Angst vorm Feind! Das Geheimnis ist, dass das alles in sich nicht besonders logisch sein muss.
Du willst, dass die Kinder mit dem Ball um ein Hütchen dribbeln und wieder zurückkommen? Dann fliegen die Kinder einmal um den Mond und kommen zurück auf die Erde.
Nimm dir ein Thema und überlege was dir dazu einfällt:
Weltraum: Sterne, Raumschiffe, Schwarze Löcher die die Bälle ansaugen, Außerirdische die die Bälle haben wollen...
Gespenster: nachts schweben freundliche Geister durchs Treppenhaus und öffnen mit ihren Ballschlüsseln alle Türen. Da kommt der Hausherr, weil er ein Geräusch gehört hat, die Geister müssen sich schnell verstecken...
Ich packe meinen Koffer: Schuhe (Ball um die Beine Rolle). Socken (Fuß auf den Ball stellen), Hose (Ball auf dem Knie balancieren), T-Shirt (Ball um den Bauch/Rücken kreisen). Wie gesagt: das muss keinen Sinn machen. Die Kinder nennen das Kleidungsstück und du sagtst: oh, richtig: ein Schal geht so (Ball hochwerfen, auffangen)
Heißluftballon, Flugzeuge, Kirmes,
Und der Klassiker: frag die Kinder.
Zum generellen Ablauf: ich verzichte vollständig auf das was der Erwachsene warm machen nennt. Die Kinder rennen eh den ganzen Tag wild durch die Gegend. Stattdessen haben wir eine 5-10 minütige Tummelphase, in der die Kinder frei mit oder ohne Bälle spielen können. Dann Begrüßung und Vorstellung des Themas: "heute kaufen wir ein Auto. Welche Marken kennt ihr denn?" (bei mir kommt dann meist: "ein blaues!" oder "Polizeiauto") Dann laufen wir erstmal mit Ball los und suchen das Autohaus. (freies dribbeln) Dann prüfen wir das Auto, ob es was aushält (Torschuss), sucht sich jedes Kind eins aus und Probefahrt (irgendwas mit Hütchen) usw usf...guck mal beim DFB rein. Da sind die Rahmengeschichten zum Teil extrem bekloppt:
ZitatFür viele Dribbelaktionen sorgen
Spiel 1: Honig Spiel 2: Honigbär Spiel 3: Honigbrot Spiel 4: Honigglas Spiel 5: Honigladen
"Passspiel bei den Kleinen" hat hier mal ein anderer User so bezeichnet: Zeitverschwendung. Du kannst wortreich versuchen, es den Kindern beizubringen aber du wirst viel Zeit darauf verwenden müssen. Diese Zeit fehlt dir, dich mit den altersangemessenen Dingen zu beschäftigen: Ballbehandlung, dribbeln, Tore schießen.
Bis die Kinder Raum und Geschwindigkeit einschätzen können, dauert es. Daher müssen die Kinder auch erst mit 11 Jahre auf der Straße radeln... Erst dann hat sich ein gewisses räumliches Sehen entwickelt. Kindergartenkinder habe kaum Verständnis für den Raum, das merkst du daran, dass die meisten den Ball bis zum Tor bringen und ihn trotz freier Schussbahn meist nicht schießen. Außerdem ist der Blick noch auf den Ball gerichtet. Blicksprünge sind einfach noch nicht drin, sie haben in dem Alter noch nicht mal das volle Gesichtsfeld zur Verfügung. Entweder gucken oder dribbeln... (und ja, es gibt immer mal wieder einzelne die das schon können, etwa weil sie vielleicht vom älteren Bruder getrimmt werden, aber die die anderen 15 Kinder können es noch nicht)
Du kannst aber jedes noch so zufällige Zuspiel feiern, so motivierst du deine Kinder, es weiter zu versuchen. Da spricht ja nix gegen.
Und wenn es denn unbedingt eine Passübung sein muss, dann stelle zwischen zwei sich gegenüber stehenden Kindern ein Hütchentor hin und die Aufgabe ist, möglichst viele Tore zu schießen. Ich sag aber auch ganz ehrlich: Bis ich meine Kinder in eine solche Übung sortiert hätte (Zweierpärchen, nur durchs eigene Hütchentor schießen, immer hin und her), wären meine Nerven wohl schon durch.
In der F, mit Eintritt in die Schule, erledigen sich solche Probleme dann quasi von selber, das Verständnis steigt, Ballspiele mit hin und her werfen/schießen kennen sie... -
Da das Interesse der Eltern i.d.R. in von den Bambini bis max. inkl. U11 am größten ist, schauen die Teams ab der D-Jugend oft in die Röhre.
Die kleinen Mannschaften haben dann alles von personalisierten Trikots (jährlich ein neues, weil das alte behalten werdne darf),
Der erste Schritt ist, dass ich alle Trainer bitte, mir nach der Saison die Trikotsätze zu geben, die sie entbehren können und wollen. Ich setze zunächst klar auf Freiwilligkeit denn die Trikots sind bei uns selbst organisiert und häufig aus der Mannschaftskasse gekauft. Wenn man aber rausgewachsen ist sind sie für das eigentliche Team wertlos und es sollte auch im Interesse des Sponsors sein, dass diese mehr als 2 Jahre genutzt werden. Also erhoffe ich mir, dass die Sätze abgetreten werden. Und wenn es im ersten Jahr nur zwei Trikotsätze sind, dann kann man diese schon weiter geben! Und wer einen Trikotsatz ausm Fundus möchte, soll seinen alten nach Möglichkeit einsammeln und abtreten... Und wenn hier einer halb verschütt oder Schrott ist, joh mei... erstmal mit dem Arbeiten was da ist.
Nach und nach erhoffe ich mir dann Einsicht bei allen Beteiligten, z. B. keine Namen zu flocken und die Sätze in den Fundus zu geben, wenn sie nicht mehr passen.
Deshalb finde ich den Ansatz von Goodie die Ressourcen gerecht über den Jugendbereich zu verteilen sehr sinnvoll.
Die, die sich bisher engagiert haben dürfen und sollen es gerne weiter tun. Die Trikots gehen aber eben in einen Pool, aus dem sich der Jugendbereich bedient und nicht jährlich an die Minis.
Wenn das gelänge, wäre das aber die Kür deluxe. Im Grunde erspart man sich hoffentlich in den jungen Jahrgängen überhaupt nach Sponsoren fragen zu müssen. Bis zur E sollte eigentlich genug Kram im Umlauf sein.
Aber dass du einen potentiellen Sponsor bei den Bambinieltern findest, der bereit wäre, auch die B-Jugend auszustatten, glaube ich nicht. das dürfte wohl eher nix werden.
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Natürlich mögen Kinder Phantasiegeschichten. Bis zur dritten Klasse erzählen die Kinder: "wir sind die Zauberer und wir müssen die Zwerge fangen, dann erstarren sie und können von einem anderen Zwerg wieder lebendig gemacht werden"
Ich verstehe, dass viele Erwachsene und vorallem Männer keinen Zugang zu Phantasiegeschichten finden aber es gibt eine große Welt jenseits von Elfen und Glitzerfeen. Autos, Weltraum, Bundesliga, die Helden der Kinder (im Augenblick Paw Patrol, da kannste noch was lernen
), Shaun das Schaf, Feuerwehrmann Sam, Weltmeisterschaft, Olympiade, Fahrschule... hier lässt sich doch was basteln. Keine Sorge, dass muss nicht mal sonderlich rund sein, die Kinder hinterfragen das kaum.Gestern hatte ich Thema Zoo
- Laufschule: "Wir sind alle Tiere. Welche Tiere kennt ihr?" Elefanten
"und wie laufen die?"
Stampfen
Spinnen krabbeln, Affen machen Sidesteps, Känguruhs hüfen, Giraffen auf die Zehenspitzen usw. mit und ohne Ball - Dribbeln: Mit Ball dribbeln, verteilt sind je vier kleinen Hürden, Ringen (als Löcher) und Hütchen (Bäume). Beim Ruf Känguruh sind alle über die Hürden gehüpft, Erdmännchen verkriechen sich in ihren Bau, Löwen schleichen um die Bäume... (Abwandlung von Feuer/Wasser/Blitz)
- Zwischenübung: Affen machen ja nur Blödsinn, werfen den Ball (Einwurf, das üben wir gerade, also dass man nur im Spielfeld spielt und nicht irgendwo aufm großen Platz), laufen hinterher und schießen aufs große Tor. Torschuss von weiter weg schaffen welche Tiere? Dinosaurier (ups, das kommt jetzt unerwartet aber auch gut) In der Zeit kurzer Umbau zum...
- Parkour: die drei Gegenstände Hürden, Ringe, Hütchen in einen kleinen Parkour gelegt mit Torschuss. "Schimpansen im Gehege haben immer so tolle Parkoure, oder?" Jaaaaaa! Dann mal los!
- Abschlussspiel
- Abschiedsspiel (Möhrenziehen, sonst gibts morgen kein Futter mehr im Zoo) - Ende
Staffelspiele
Die Einführung von Staffelspielen mit Wendemarke geht gut mit dem Thema Autorennen. Einführungsrunde mit Ball in der Hand (Lenkrad), um die Wendemarke rum lenken und zurück, Lenkrad dem nächsten Rennauto übergeben.Musik nutze ich gar nicht. Da ist bei mir der Ofen aus. Das gehört für mich in die Krabbelgruppe und da habe ich brav mitgesungen. Ich war heilfroh, als die Phase von Rolf Zuckowski endlich vorbei war...
- Laufschule: "Wir sind alle Tiere. Welche Tiere kennt ihr?" Elefanten
"und wie laufen die?"
Stampfen
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ich zitiere mich mal selber
Würde man hier mal einen Cut machen, einen Sonderbeitrag Trikots über alle Mitglieder erheben und noch kaufen was fehlt, dann könnte man pro Jugend einen Trikotsatz haben und von Jahr zu Jahr weiterreichen. Das ist unterm Strich viel billiger!
ich bin gestern mit diesem Vorschlag an den Jugendvorstand herangetreten. Sie freuen sich über diesen Vorschlag und ich soll das eigenverantwortlich vorantreiben.
Kleinteilig, überschaubar, hilfreich...
Ich bin gespannt, ob es entsprechende Mitarbeit der Trainerkollegen gibt. Erstmal gilt es, alle verfügbaren Trikotsätze einzusammeln, zu sichten und zu katalogisieren...
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Um die Glaubwürdigkeit zu bewahren, MUSS man solche Leute rauswerfen, aber was ist wenn man kein Ersatz findet? Meldet man dann die Mannschaft ab, weil kein Trainer/Betreuer?
Das ist das Dilemma! Und das Thema Trainerfindung ist in diversen anderen Beiträgen prominent vertreten.
Aber wie sieht es ohne Rauswurf aus?Der Jugendleiter reibt sich ob seiner Spezialisten die Nerven blank und schmeißt hin, die Spieler und Eltern sind unzufrieden und suchen sich einen anderen Verein, der Verein bekommt dank des Brüllaffen in der E1 zur Belohnung auch noch einen entsprechenden Ruf usw.
Das ist überspitzt aber ist es unterm Strich nicht der größere Schaden, solche Trainer machen zu lassen, wenn sie unbelehrbar sind?
Der Verein tritt als Arbeitgeber auf. Und auch wenn etwas unentgeltlich ist, ist das nicht frei von Regeln und Vorgaben. Gerade beim Fußball, wo quasi die Schnürsenkelfarbe vorgegeben ist, hagelt es immer wieder Geldstrafen wegen kleinster Vergehen. Und wenn sich hier ein Trainer immer wieder hervor tut, dann schadet er allen!
In meinem Dorfverein hat es vor einem halben Jahr einen Knall gegeben wegen oben aufgeführter Probleme. Da hat der Hauptvorstand des Vereins zur Trainersitzung geladen und sie waren extrem klar und eindeutig in ihren Aussagen: Wer nicht mitzieht, fliegt. Sie haben das freilich etwas länger ausgeführt und jeder hat geglaubt, dass sie durchziehen werden, ungeachtet der Frage, wie es dann weiter geht. Das lässt sich nämlich zumeist dann doch regeln, und wenn es erstmal nur eine temporäre Lösung wäre.
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Ich halte viel von einem Konzept weil man nur so Handlungsoptionen hat, wenn ein Trainer "wilde Sau" spielt.
Ich konkretisiere mal:
- ein Trainer lässt eine F-Jugend zum Warmwerden Runden laufen.
- in der C2 spielen immer nur die Besten, die anderen gucken zu und werden nur Alibimäßig ein paar Minuten eingesetzt
Spricht man solche Trainer an, erfährt man wortreich die "Gründe": Hat mir auch nicht geschadet, der Spieler kann halt nix und das ist für ihn in Ordnung auf der Bank, ich mach das so wie ich das schon immer mache, usw usf.
Gespräch beendet.
Mit Konzept kann es weiter gehen: du hast dich mit unserem Konzept einverstanden erklärt, dann setz es jetzt auch um.
Rauswerfen kann man in beiden "Systemen" aber welcher Verein kann sich das schon erlauben? Somit sollte die Schulung und das Verständnis aller Beteiligten immer im Fokus liegen.
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ich habe jetzt ein wenig den Eindruck, dass die Jungs oder deren Eltern der Meinung sind, dass wir ja eh gut sind und die meisten Spiele sowieso (im Vorbeigehen) gewinnen können und dafür offenbar nicht mehr volle Intensität und Regelmäßigkeit beim Training brauchen.
das solltest du wohl mal verifizieren. Normalerweise dürfte es eher so sein dass die Gewinnerteams mit Spaß bei der Sache sind. Ich würde die betroffenen Familien einfach mal freundlich ansprechen, welche Gründe es für häufiges Fernbleiben gibt. Manchmal ists ja trivial und so was wie Kommunionsunterricht. Und mit ein bißchen Glück bekommst du ein ehrliches Feedback...
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wenn die Kinder "durch" sind hilft schon mal ne Runde Schlafkönig.

fl_ix21 beschreibe doch mal ne Übung, die nicht funktioniert.
Bei mir funktioniert nix mit Anstehen. Nicht mal eine Runde "11m Schießen". Da purzeln alle durcheinander, machen Blödsinn und wenn sie dran sind, sind sie maximal abgelenkt. (Alterklasse 4 und 5 Jahre)
An Staffelspielen (mit 2-3 Kinder pro Gruppe) arbeite ich gerade.
