Beiträge von Goodie

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    - Brocken hinschmeißen in der Hoffnung dass dann Bewegung ins System kommt.


    - Turnierspiele machen mit unterschiedlichen Aufgaben je Feld, z.B. drei Felder, auf einem wird 2:2 gespielt, das zweite mit 4:4, auf einem dritten Rest:Rest. Wertung nach Changing-Team-Turniere: Drei Punkte für einen Sieg + die geschossenen Tore, Unentschieden 1 Punkt + geschossene Tore


    - Team teilen und im wöchentlichen Wechsel oder jedes Team nur noch einmal pro Woche trainieren

    - dritte Trainingseinheit einführen und jedes Kind zu zwei von drei einteilen.

    In der Grundschule wenden übrigens viele Lehrer Schreiben nach Hören an. Also die Kinder schreiben erst drauf los, ohne die Rechtschreibung zu beherrschen. Warum, damit die Kinder direkt kleine Erfolgserlebnisse haben und nicht mit Buchstabenreihen gequält werden.

    hehe, mieses Beispiel weil das a) richtig schlechte Resultate gefördert hat und b) zumindest bei uns, ich hoffe flächendeckend verpönt ist.

    Aber es geht mir um den Sinn der Motivation, zu kicken wie die Großen.

    Und als langjähriger Trainer, der früher (als es noch 7:7 Meisterschaften gab) im Training fast immer 3:3 als Abschluss spielen lassen hat, weiß ich, dass die Jungs immer 7:7 spielen wollten. Aber 7:7 gab es in der Meisterschaft, also Samstags.

    Dann erkläre mir bitte, warum wenn man den Großen nacheifert 7:7 die Methode der Wahl sein soll!

    Und wenn es "Meisterschaften" im 3:3 gibt, dann folgt auch das Training diesem Prinzip. Darum geht es. In kleinen Steps, von 3 über 5, 7 und 9 hin zur 11.
    Die kleinen Fuzzis wollen mit TW spielen, da gehe ich mit. Aber das geht auch zu dritt oder viert.

    Ich würde total gerne mal einen Werbespot erstellen, wo man das Verhalten der Eltern beim Sport auf andere Bereiche spiegelt.

    Da stünde dann der motzende Vater hinter dem Kind und schnauzt es an: 2+3=5, fünf, füüünf, jetzt pass doch auf. Cut. Dann eine Mutter, die dem geigeübenden Kind die nächste Note zuruft. "spiel doch endlich! C, das C, schneller. Genau, gut! Guck, A ist frei" Es wäre so absurd, lustig und würde vielleicht mal dem ein oder anderen die Augen öffnen.

    Ich habe mich heute noch mit der lokalen Mädchen- Stützpunktleiterin über exakt diese Problematik unterhalten. Sie sieht es prinzipiell so, daß Mädchen, die länger mit den Jungs spielen, eine andere Durchsetzungsfähigkeit, Handlungsschnelligkeit und Dynamik im Spiel, entwickeln. Vielleicht ist das das Prinzip " Ein gutes Pferd springt nicht höher, als es muss", was damit umgangen wird. Ich kenne durchaus Frauenteams, die sehr körperbetont spielen.

    Eventuell ist es auch eine Alternative zum frühzeitigen Wechsel zu einem größeren Verein in eine höhere Mädchen- Liga, was aber mit von den Eltern ggf nicht zu leistender Fahrerei verbunden wäre, auch Spiele bei den Jungs zu machen.

    Da gebe ich der Stützpunktleiterin recht. Die besseren, ambitionierten Mädchen werden sich ganz sicher bei den Jungs besser entwickeln. Die Mädels haben hier ja sogar die besseren Stukturen WEIL es ja noch die Jungs gibt.
    Das System gibt es und daran will doch auch niemand rütteln.


    Mein Anliegen ist, dass man aufhört die Mädchen mit den Jungs zu vergleichen. Mädchen/Frauen müssen in meinen Augen eine eigene Fußball DNA entwickeln dürfen. Mädchen spielen jedes Sportspiel anders als Jungs - aber anders heißt doch nicht schlecht! Und wenn du eine breite Masse mit Mädchenfußball begeistern konntest, dann haste du irgendwann eine viel breitere Basis als jetzt und das wird sich doch auch im Spitzenbereich auswirken.


    Und mit passenden Strukturen spricht man eben auch die girly Girls an aber weißt du was aus solchen Mädchen nach der Pubertät wird? Vielleicht drehen gerade diese Mädels voll auf... In Strukturen, bei denen die Mädels bei den Jungs spielen müssen, haut man diesen Mädels die Tür vor der Nase zu.


    Goodie hat mal geschrieben, dass sie im Volleyball absichtlich ein Mixed-Team gesucht hat. Auch beim Basketball oder sonstigen Sportarten erlebe ich Mixed Teams in der Jugend. Dort erlebe ich allerdings nach Jahren nicht solche Wünsche nach einem eigenen Mädels-/Frauenteam, wie beim Fußball.

    nee, das stimmt so nicht ganz. Ich habe zunächst viele Jahre bei Mädchen/Frauen gespielt und als ich älter wurde, dann Mixed. Und ja, mir ist durchaus aufgefallen, dass der körperliche Gegnerkontakt fehlt. ;) Gut so. Aber was beim Volleyball gilt: alle drei Varianten (Männer/Frauen/Mixed) haben ihre eigene DNA, die Spielweisen unterscheiden sich.

    Der Unterschied bei anderen Sportarten wie Basketball etc ist, dass Jungs und Mädchen zur etwa gleichen Zeit anfangen und es wirklich Mixedteams sind. Beim Fußball dürfen die 2-3 Mädchen bei den Jungs mitmachen, damit im miesesten Fall die Teams voll werden. Eine etwas andere Grundlage, oder? Meine Beobachtung ist, dass die Mädchen erst später kommen und dann auf Jungs treffen, die schon deutlich weiter sind. Keine gute Kombination. Daher dürfen ja Mädels auch eine Jugend tiefer antreten. Da passt es dann vom Können aber vom Sozialen nicht. Und das asoziale von außen wurde ja schon beschrieben. Echtes Mixed beim Fußball hab ich noch nie gesehen, beim Handball schon.

    Ich war bis vor sehr kurzer Zeit eigentlich ein Verfechter des Prinzips, daß Mädchen so lange wie möglich bei den Jungs spielen sollten, weil es sie sportlich mehr fordert, sie insgesamt mehr und einen körperbetonteren Spielstil lernen.

    Ich werfe gleich hier auch ein Gegenargument ein: wenn sich alle Mädchen an den Jungs orientieren sollen/müssen (Stichwort körperliches Spiel), dann kann sich keine Mädchenvariante eines Sportes entwicklen und man wird die girly Girls damit sicher nicht ansprechen.

    In allen anderen Sportarten ist das völlig normal und die körperlichen wie sozialen Unterschiede sind überhaupt kein Problem.


    Im Verein meiner Kinder trainieren G/F gemischt und in der E stellen sie schon eine Mädchenmannschaft. Und ja, natürlich sieht das Spiel dort anders aus. Aber das darf es doch auch weil genau dieses Spiel eine Vielzahl von Mädchen anzieht. Zumindest wenn man dem Zulauf Glauben darf. (von E bis B alle Jugenden besetzt mit Mädchenteams in einer Kleinstadt mit 30.000 Einwohnern)


    Ich finde, Mädchen müssen ihre eigene Identität beim Fußball finden (dürfen).

    Hier war kürzlich ein Verbandspokalspiel der D-Mädchen... Der Platz war vom Parkplatz beginnend mit Luftballons und bunten Bändern beschmückt, die Zuschauer haben Fähnchen bekommen, es hingen Plakate am Zaun.
    So in der Art kenne ich das auch vom Volleyball, wo die Mädels mit kleinen Choreos und Gesängen jeden Punkt feiern.


    Wenn ich in der Breite Mädchenfußball haben möchte, muss ich dem Mädchenfußball auch eigenen Raum geben. Ich kenne drei Mädchen im Alter von 12 und 13 Jahren, die in Mädchenteams spielen. Alle drei sind über eine Fußball AG der Grundschule ans kicken gekommen und alle drei sagen auch klar: mit Jungs, nein danke!

    Ich selber habe bei den Minikickern vereinzelt Mädchen dabei, die aber alle wieder aufgehört haben, sobald die Fußballanteile in der Spielstunde größer wurden. Oder sie machen alle unspezifischen Spiele munter mit und haben am Ende beim Abschlussspiel "keine Lust mehr". Was mich zu der Vermutung führt, dass Mädchen erst später Fußball für sich entdecken. Kleine Mädchen und Fußball passt häufig noch nicht zusammen, weil vielleicht erst die Prinzessinnenphase überwunden werden muss? :saint:

    Die Entwicklung in nur zwei Schritten ist halt absurd. (7er / 11er) Weil die Erwachsenen zu elft spielen, müssen die Erstklässler zu siebt ran, ist für mich auch kein schlüssiges Konzept.

    Ich kaufe meinen Kindern über die Jahre ja auch mehrere Fahrräder, damit die jeweilige Größe passt...


    es gibt viele Ansätze und ob das Funino das einzig wahre ist, sei ja gerne dahin gestellt. So finde ich z.B. die abgehängten Tore in Köln sehr charmant.


    Mir persönlich fehlen noch zahlreiche andere Punkte - wo aber die Hardcore-Spezialisten sicher aufkreischen würden.

    Spiel in Vierteln, damit man zwischendurch mehr erklären kann und auch die Verteilung der Spielzeit leichter wäre.

    Abschaffung der Ligen zu Gunsten des Hammes-Modells. (ok, man wüsste im September noch nicht gegen wen man im November spielt aber ist das wirklich wichtig? Dann doch lieber Spiele auf Augenhöhe)

    Spielerwechsel im Jugendbereich frei geben. (hier ist ja die Jugend zur Zeit strenger als der Profibereich)

    ...

    Es sind jedoch leider keine Fortschritte zu erkennen. Wir hatten heute ein Funino Turnier zu welchem wir 4 Mannschaften stellen könnten. Jedoch waren wir immer auf den letzten beiden Spielfeldern mit unseren 4 Mannschaften. Natürlich haben wir eine relativ junge Truppe mit vielen 2016 und 2017er Jahrgängen (nur 3x 2015er Jahrgang). Jedoch ist es immer wieder erstaunlich wie gut die anderen Kinder im selben Alter sind.


    Es geht auch oftmals um viele banale Dinge, wie Konzentration, Motivation, zuhören etc. (viele Träumer, wenig Fußballer) und nicht ausschließlich um fußballerische Defizite. Immer wieder zu beobachten, wenn man mit eigenen Mannschaften gegeneinander spielt läuft es relativ gut, sobald andere Kinder ins Spiel kommen wird der Ball nicht verteidigt sondern lediglich der Gegenspieler begleitet bis er ein Tor schießt.

    Im Bambinialter gewinnen eigentlich immer die Teams mit den meisten Minimessis. Hast du gar keine, dann sieht es erstmal schlecht aus. Erstmal! Denn die Minimessis werden zumeist fix in ambitioniertere Vereine wechseln und in der Zwischenzeit haben sich die restlichen Kinder auf ihren Stars ausgeruht. Wenn du dir jedoch die Zeit nimmst, alle Kinder weiter zu entwicklen, dann wirst du über kurz oder lang auch erfolgreich sein. (im Sinne von Siegen) Spätestens, wenn ihr bei den älteren seid und die kleineren in die Gruppen bekommt. Ganz normaler Prozess eben.


    Ich habe in den letzten 10 Jahren zwei eigene Kinder durch diese Zeit begleitet, einem Handballtrainer bei den 3-6 Jährigen geholfen und trainiere seit 4 Jahren die Minikicker im Dorfverein, also die 3-5 Jährigen. In jedem Jahrgang sind Träumerle dabei, immer!
    Kinder, die mit vier überhaupt nicht mitgemacht haben, gehören aber u.U. zwei Jahre später zu den besten. Andere, die schon mit gewissen Voraussetzungen gekommen sind, waren zur F-Jugend schon zum FC Ambinioniert abgewandert. Einige spielen immer noch im Dorfverein, andere haben sich anderen Sportarten zugewandt und einer ist gar im NLZ gelandet.


    Wenn du zu den anderen schielst, dann bitte korrekt. Also guck dir nicht nur die Minimessis an sondern auch die anderen, die auf den Feldern dazwischen. Auf fast allen Feldern solltest du Kinder sehen, die den deinen entsprechen. Bedenke, dass die 2015er fast alle schon in der Schule sind. Das ist ein Booster für alles andere. Schulkinder machen einen Entwicklungstsunami im besten Sinne durch. Und das wirkt sich natürlich auch auf kicken aus.


    Auch Kindergartenkinder lernen, keine Sorge. Aber natürlich sind manche noch zurückhaltend, verspielt, wenig ausdauernd, verträumt, abgelenkt, schnell frustriert...

    In der ersten Klasse nimmt man sich ein ganzes Schuljahr Zeit, um den Kindern 26 Buchstaben beizubringen. Erzieherinnen korrigieren ggf. zig Mal den Sitz der Schere in der Hand. Zwei Jahre hat man als Eltern das Kleinkind fest an der Hand, bevor man sich an der Ampel traut, das Kind auch mal loszulassen und man hat jedes mal das Kind auf die Ampel hingewiesen.

    Manche Dinge dauern einfach seine Zeit und irgendwann sitzt es dann so gut, dass man nie mehr darüber nachdenkt.


    Wo man gut einen Eindruck vom Istzustand bekommt und auch Fortschritte gut sehen kann ist diese einfache Coerverübung, wo die Kinder abwechselnd mit einem Fuß auf den Ball tippen sollen. Anfänger haben schon im stehen Koordinationsprobleme... ein Fuß auf den Ball, ok, aber dann wechseln? Da steigen einige schon aus. Andere können schon hüpfend das Bein wechseln aber locker sieht das noch nicht aus usw...

    Mit so einer Eltern - Kind - Ballschule liebäugel ich schon lange. Es scheitert bei mir an der Zeit! Ich sehe das auch ganzjährig in der Halle, einfach wegen dem Material wie Matten und Kästen.

    Außerdem bräuchte man leichtere und/oder weiche Bälle.

    Die Nummer wird meist über andere Spieler oder Freunde des Kindes organisiert, um das Kind dann zwecks Vereinswechsel anzuschreiben.

    Also ich finde, hier liegt der Hase im Pfeffer. Während Kinder vielleicht noch etwas großzügig mit Daten umgehen, dürften Erwachsener wissen, dass man nicht einfach so Daten Dritter weiter gibt. Um so schräger finde ich es zu sagen: "Hey Kevin, gib mir mal kurz die Nummer von Karl und Gustav". Meine Kinder wissen zwar, dass man Daten nicht einfach weiter gibt aber meine Hand würde ich dafür nicht ins Feuer legen. Der Weg wird definitiv funktionieren.


    Der in meinen Augen einzig akzeptable Weg wäre: "Bitte gib meine Nummer an Karl und Gustav mit der Bitte, sich mal bei mir zu melden."
    Bei mir landen schon mal Anfragen à la: gib mir mal die Nummer eures E-Jugend-Trainers. Ich mache das nie sondern biete immer nur an, die eigene Nummer weiterzuleiten...

    Ergänzend zum schon genannten werfe ich noch Tausendfüßler in den Ring. Manchmal sind es echt die Position der Stollen und/oder die Innensohle könnte ramponiert sein...
    Schlussendlich sind Wachstumsschmerzen extrem ärgerlich, weil meist die sportlich aktiven Kinder darunter leiden (logo, die Couchpotatos merken ja nix) Aber wirklich viel machen kann man nicht. Die gute Nachricht ist, dass das irgendwann aufhört...

    Also man kann ja meckern aber leider nix ändern. Hier meldet man für eine halbe Saison und hat dank Corona schon ab der G-Jugend angesetzte Einzelspiele. Die sonst bei den Bambinis üblichen Spielfeste sind wegen der noch höheren Kontaktzahlen ausgesetzt worden. Ab F-Jugend schon immer wöchentlicher Spielbetrieb...

    Als ich das mal bei den Eltern ansprach, kam als Antwort, "ja ist halt ein wundervolles Hobby, die Kids haben auch total Spaß bei dir aber ist ja auch keine Pflichtveranstaltung" 🤷🏼‍♀️.


    Sehen das bei euch die Eltern auch so? Ich finde, wenn man sich für einen Mannschssport entscheidet, dann muss man auch seine Termine dementsprechend koordinieren. Das man mal nicht kann oder kurzfristig krank wird, alles kein Ding, aber so grob sollte man das doch schon planen oder sehe ich das falsch? Es gibt Kinder, die waren noch nie dabei bei der Spielrunde, weil die Eltern dann immer Ausflüge oder so machen 🤔.

    ich sage immer: allen muss klar sein, dass die Anmeldung beim Fußball viele Stunden am Fußballplatz bedeutet und dass bald die Spieltage und Turniere dazu kommen und die Teilnahme erwartet wird. In der aktuellen G1 klappt das gut. Die Minikicker selber spielen noch nicht.

    Generell ist die Spreizung von 15-18 zu groß. Bei den 15ern würde ich schon eine gewisse Ernsthaftigkeit beim Mitmachen erwarten (ohne dass das Training deshalb ernst werden muss). Bei Kindergartenkindern hingegen gilt bei mir: jeder in seinem Tempo, jeder wie er mag. Mach dir klar, dass die Kinder schon einen "Arbeitstag" hinter sich haben. Viele sind von 8 bis 15 Uhr in einem Kindergarten, der laut und rummelig ist. Da ist dann einfach mal die Luft raus. Bei mir machen bei den 17/18er 3-4 Kinder nach ein paar Versuchen nicht mehr mit, andere sind viel länger bei der Sache. Das ist ganz normal.

    Bei zwei Terminen würde eine Trennung der Kinder erfolgen, das finde ich in dem Alter blöd

    Ich finde das kaum einen Unterschied. Wenn du die Kinder aufteilst ohne durch die Freundeslinien zu grätschen, ist das den Kindern in dem Alter noch vollkommen wurscht, wer neben ihnen agiert. Das richtige Interagieren startet bei Jungs erst in ein paar Jahren. Achte mal drauf, dann siehst du, dass die Kinder nur nebeneinander spielen. (Ausnahme ist hier nur der beste Freund)
    Ich könnte derzeit ziemlich gut nach 2017 und 2018 aufteilen...

    Wenn du einen zweiten Termin anbieten möchtest/kannst, dann tust du den Eltern evtl. sogar einen Gefallen. Bei mir kollidiert mein Training mit einem Schwimmkurs. Würde ich einen weiteren Trainingstag anbieten hätte ich sofort ein paar Kinder dabei.


    Das Einbinden der Eltern klappt immer dann gut, wenn du kleine, klar umrissene Aufgaben definierst.

    Ich habe zum Beispiel kürzlich Staffelspiele eingeführt.
    Vier Gruppen à 3 Kinder, die mit ihrem Raumschiff (vier farbige Hütchen als Lenkrad) einmal um den Mond (Kegel mit den passenden Farben markiert) fliegen und zurückkommen sollten.

    War doch klar, dass wir in der Raumstation vier Commander benötigen, die den Abflug beaufsichtigen. Also vier Eltern an die jeweiligen Hütchen gebeten - was sie auch anstandslos übernommen hatten.

    War lustig zu sehen, wie anstrengend es bei einigen war, die Kinder um den richtigen Mond zu delegieren obwohl der Mond und das Lenkrad die gleiche Farbe hatten. (von wegen Wahrnehmung im Raum...) Natürlich habe ich dann geholfen...

    Hab auch schon Ball hochwerfen und fangen gemacht oder Ball auf den Oberschenkel und den dann mit dem Oberschenkel hochspielen und wieder fangen, aber das klappt nur ganz mau. Ich bin aber immer wieder erstaunt, wie dass andere Jugenden machen, wo dass schon klappt,

    Hier würde ich Mädels Hausaufgaben in Form von "Zehlerlis" mitgeben. Schreibe auf einen Zettel 10 Übungen nach folgendem Muster:


    10 mal Ball hochwerfen und auffangen

    9 mal Ball hochwerfen, hinterm Rücken klatschen, auffangen

    8 mal Ball auf den Oberschenkel fallen lassen, auffangen

    7 mal...

    die Übungen werden immer schwerer, dafür müssen sie das weniger häufig schaffen. Meine Volleyballkinder im Grundschulalter haben die Zehlerlis geliebt. Ich hatte mehrere Versionen erstellt, welche für Anfänger und welche für Fortgeschrittene. Die Kinder durften aussuchen, an welchen sie sich versuchen wollten.

    aber wie bekomme ich es hin, dass nicht immer nur ein Kind dribbelt und alles macht, sondern sie auch mal zusammen spielen? [...] Macht es vielleicht Sinn, wenn ich dass Abspiel durch mehrere Hütchen Tore im Feld fordere, dass sie sich immer zu zweit durch die Hütchen Tore passen, um jeweils ein Punkt zu machen, dass sie merken das ein Passspiel im Spiel auch zum Erfolg führen kann?

    ja, oder du machst ein breites Hütchentor und das Tor zählt nur, wenn es von vor der Linie zu einer Mitspielerin hinter der Linie angenommen werden konnte (Football).

    Lass die Mädels mal 3vs0 im Feld mit vier Toren spielen. Die Mädels starten zu dritt an der einen Torlinie, laufen passend zur anderen und erzielen ein Tor. Es zählt nur, wenn alle drei am Ball waren. Dann 3vs1 mit einer Gegenspielerin, die an der gegenüberliegenden Torlinie starten lässt. Wenn das klappt, kann auch die Gegenspielerin von hinten etwas zeitversetzt kommen. Wenn das klappt, eine von vorne, eine von hinten. (3vs2) Bei Ballgewinn Konter kannste im nächsten Schritt noch hinzu fügen.


    Wenn du unbedingt hin- und her passen machen willst, dann stell den Mädels ein Hütchentor dazwischen. Dann kann man "Tür auf, Tür zu spielen", mal muss man also dadurch passen, mal rechts oder links daneben spielen.

    Generell solltest du bei Dribbelübungen darauf achten, dass die Kinder häufiger eben nicht schön geordnet um Hütchen herum sondern eher im chaotischen den Ball führen, anderen ausweichen oder begegnen, auf ein Kommando auf vier Tore abschließen oder sich mit dem Ball in eine bestimmte Ecke retten. (Feuer Wasser Blitz). Oder 10 mal andere bei einer Begegnung abklatschen. Oder ein mitgeführtes Hütchen tauschen. Oder sich gegenseitig leicht anrempeln. So lernen sie das dribbeln im engen Raum mit Körperkontakt. Oder zwei Spieler sind Räuber Hotzenplotz und versuchen den anderen die Bälle wegzuschießen.

    Ich mag auch Rempelspiele, um die Furcht vor Gegnerkontakt zu minimieren. Während man hier Jungs eher immer wieder zur Vorsicht ermahnen muss, dürfte das bei Mädchen ganz gut klappen.
    Dazu brauchst du Zweierteams und eine Linie:

    paarweise an der rechten Hand fassen und den anderen über die Linie auf seine Seite ziehen (danach links)

    Rücken an Rücken schiebend über die Linie kommen.
    Beide versuchen sich gegenseitig auf den Po zu hauen

    Schulter an Schulter über die Linie schieben

    Schulter an Schulter einbeinig hüpfen den anderen aus der Ballance bringen bis das zweite Bein auf den Boden muss.

    schiebend mit den Händen über eine Linie oder auch einbeinig aus der Balance

    einer liegt auf dem Bauch auf dem Boden, der andere quer über ihm. Der untere muss sich auf den Rücken drehen.

    Laufduell an einer Linie entlang, mit der Schulter schiebend.

    Laufduell zuerst bis zu einer Markierung nebeneinander, dann Schulter/Schulter, dann auch mit Ball
    im Vierfüßlergang den anderen aus der Balance bringen.



    Ein schönes Spiel zu zweit ist auch dieses: eine stellt sich mit breiten Beinen hin, die andere spielt den Ball durch die Beine, läuft um die Spielerin herum und passt erneut von hinten durch die Beine. Auf Zeit, wer schafft die meisten. Nach 2 Min wechseln. Jedes Zweierteam addiert seine Punkte...

    Kennst du das Buch Spielintelligenz Kindgerecht trainieren von Horst Wein. Hier lohnt sich die Anschaffung, weil viele Übungen für deine Altersklasse enthalten sind.