Der angesprochene Verein TSV W Esslingen hatte das Glück, einen großen Trainer zu haben, der sich vorgenommen hatte, die Jugendarbeit in diesem mittelgroßen Verein komplett neu aufzustellen. Selbst war er mit Ralf Rangnick einer der Väter des ballorientierten Spiels, das er dann auf die Ausbildung im Kinder- und Jugendfußball übertragen hat. Als Mitglied im Württembergischen Trainerlehrstab hat er auch die Trainerausbildung im wfv wesentlich geprägt.
Aber das schöne ist, viele dieser Ideen sind nun schon ausgearbeitet, und man kann sich daran eng anlehnen. Wenn dann noch so ein "Engagierter" wie greinar da ist.... einem Verein kann kaum was besseres passieren.
Beiträge von koeppchen
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Hier gibt es eine passende Vorlage für die Auswertung (Seite 90)
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Klasse TR Pietro! Jetzt wird aus viel Frust ein super spannendes und vermutlich für alle lehrreiches "Experiment". Bitte erzähl uns, wie die Geschichte weitergeht!
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Pietro ich bin deiner Meinung. Von den Jungs muss mehr kommen.
Richtig ist auch, das in der Mannschaftsbesprechung zu klären.
Aber du solltest versuchen, das nicht über Druck (Vorstand!), sondern über Einsicht zu lösen. Bezieh die Jungs in deine Gedankengänge ein, hole in der Sitzung ganz konkret Rückmeldung ein, oder verlasse die Sitzung zwischendurch, damit sie sich allein besprechen können. Nur über eine klare Ansage von deiner Seite (und vom Vorstand) wirst du keine dauerhafte Besserung erreichen können. Vielmehr müssen die Junioren sich von selbst (bzw. als Team) zu einer besseren Einstellung bekennen. -
Es gibt Betriebssportmeisterschaften, die vom DFB und seinen Mitgliedsverbänden unabhängig sind.
Daher ist dort die Spielberechtigung auch separat geregelt.
Ein Beispiel einer Betriebssportgemeinschaft ist die SG Stern (http://www.sgstern-stuttgart.de/angebot/sparten/fussball/), es gibt solche aber in vielen Unternehmen.
Vielleicht hilft auch die Seite des Betriebssportverbandes http://www.betriebssport.net/ weiter... -
Genau TR Pietro, und die Frage von Jose ist sehr wichtig. Mich treibt das Thema auch schon länger um, und ich habe noch keine Lösung gefunden!
Belohnungen wie Snickers ziehen bei meinen Jungs wohl eher weniger, und Bestrafungen, naja vielleicht sollte ich konsequenter sein und das Training bei einem unmotivierten Abschlussspiel wirklich abbrechen. Tor abbauen usw. hilft auch nicht so viel.
Beim schreiben fällt mir ein, man könnte vielleicht eine Liste über die ganze Saison führen, bei der jeder Spieler für jedes gewonnene Abschlussspiel nen Punkt bekommt. Würde vielleicht den Ehrgez anstacheln? -
Glückwunsch, dass ihr was gefunden habt. Ist gar nicht so leicht hier in der Gegend, Wohnung oder Zimmer zu finden. Dabei ist bei uns der Doppeljahrgang schon letztes oder vorletztes Jahr gewesen.
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ballgewinnski: Deine Erfahrungen decken sich sehr gut mit meinen aus den letzten 4 Jahren C- und B-Jugend. Ich habe auch die Schlussfolgerung gezogen, im Juli bis zu den Ferien schon mit der neuen Mannschaft zu trainieren, mit Fast-Vollbesetzung, danach 5 Wochen Pause zu machen und erst in den letzten beiden Ferienwochen wieder zu starten. Dabei war es bisher immer so, dass wir die erste Woche der "Vorbereitung" mit sehr wenigen Spielern trainiert haben, obwohl eigentlich mehr hätten dabei sein sollen. Klar, ist ein wenig enttäuschend, v.a. wenn man sich als Trainer gründlich vorbereitet hat. Aber offensichtlich geht es anderen Teams auch nicht anders (außer vielleicht die Höherklassigen).
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Ich finde Steinis Vorschlag sehr gut und auch umsetzbar!
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Bei uns gibt es den Rahmenterminplan für die Saison 2013/14 schon. Da stehen alle Spieltermine drin, nur nicht die Gegner.
Alle Jugendmannschaften haben zudem feste Spielzeiten, z.B. die A Samstags 16.30 Uhr, die B Sonntags 10.30 Uhr usw.
Beim Pokal kann man naürlich auch mal ein Freilos bekommen, die Auslosung erfahren wir ca. 4 Wochen vorher. -
Meiner Ansicht nach werden viele nach Jahren im "Fußballgeschäft" einfach betriebsblind. Können nicht mehr einordnen, dass außerhalb eines Kreises von "Insidern" eigentlich keinen interessiert, in welcher Spielklasse die ersten Mannschaft spielt. Da wird so getan, als würde man schon durch das alleinige Melden von Jugendmannschaften zu einem sozialen Verein, der gegenüber der Gemeinde alle Unterstützung anfordern kann, und sie dann in den eigentlichen "guten Zweck", den Erfolg der ersten Mannschaft zu stecken! Denn gerade durch einen Aufstieg der ersten Mannschaft bekommt man als Vereinsvorstand Anerkennung im "Insider-Kreis", steht in der Zeitung usw. Für einen Verein mit wirklich guter Jugendarbeit interessiert sich, so scheint es, die Öffentlichkeit kaum. Liegt wohl auch daran, dass die Kriterien dafür etwas komplexer sind, als die Ligenzugehörigkeit. Ein Lokaljournalist müsste sich einarbeiten und kann nicht einfach die üblichen Phrasen platzieren.
Allerdings kann ich auch bestätigen, dass es durchaus auch Vereine mit vernünftigen Vorständen gibt, die ihren Erfolg eben auch an einer wirlich guten Jugendarbeit festmachen. Ich habe das Glück, in einem solchen Verein zu arbeiten.
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Ja, ich würde wohl auch verständnisvoll reagieren. Zumal ich eine Absage wegen Hitze wesentlich besser nachvollziehen kann als eine Absage wegen "schlechtem Wetter".
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Ich würde dazu tendieren, ihn vor die Wahl zu stellen. Mit der klaren sportlichen Empfehlung zur D3 - wo er sich besser entwickeln kann, weil er dort mehr Einsatzzeit bekommt und auch wichtiger für die Mannschaft ist.
Das würde ich aber nur dann tun, wenn es niemand als ungerecht empfinden könnte. Z.B. andere D3-Spieler, die auch gerne in der D2 spielen würden. Wenn es solche Spieler gibt, dann muss er in die D3. Das Gerechtigkeitsgefühl der Kinder ist sehr sensibel. -
2,20 € sollten nicht zu Austritten führen, aber 2,20 € lösen auch keine Probleme, wie die hier beschriebenen.
Wenn wir aber mal über eine Erhöhung um 50 % oder eine Verdopplung reden, dann sieht das ganze anders aus.Ich bin weiterhin der Meinung, dass Vereine diese Probleme nicht alleine lösen können und werden, sondern dies nur mit Unterstützung und Druck von außen passieren kann. Und so habe ich auch Günter verstanden. Interessant, dass du auf diesen Ansatz gar nicht eingehst!?
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Andre, es ist einfach so, dass man einige deiner Aussagen absolut nicht so stehen lassen kann, auch wenn klar ist, dass du in einzelnen Aspekten recht hast.
Z.B. die radikalen Beitragserhöhungen die du forderst. Richtig ist, dass der Beitrag in einem Fußballverein, im Vergleich dazu, was geboten wird, sehr gering ist!
Trotzdem kann man nicht in jedem Verein radikal die Beiträge erhöhen. Sonst sagen eben die Eltern, dass es ihnen wichtig ist, ein 0,3l statt 0,2l Bier zu trinken und melden den Junior vom Fußball ab.
Genauso wie bei deinen Forderungen, alle Trainer, die nicht 100%-ig passen, rauszuschmeißen.
Als Konsequenz solcher radikaler Maßnahmen gäbe es wohl nur noch die Hälfte der Mannschaften. Und gerade die, die den Fußball am nötigsten brauchen (untere soziale Schicht, Eltern die sich nicht kümmern usw.), sind weg.
Und so verstehe ich Günter, wenn er immer wieder auf Probleme und Situationen in kleinen Stadtteil-/Dorfvereinen hinweist. -
Sehr spannende Diskussion hier, habe mich durch 7 Seiten durchgearbeitet. Und jetzt möchte ich noch mal ein Statement von Guenter aufgreifen, schon ein paar Tage alt:
Alles anzeigenes nützt wenig, aufzuführen, dass in gut geführten Vereinen mit einem Codex alles einfache und mehr in Ordnung ist.
die meisten Vereine sind nicht gutgeführt, Aussortieren bei einer Dorfmannschaft geht nicht so einfach.
Leistungsmannschaften haben ein ganz anderes Klientel als Dorfmannschaften oder kleinere Stadtteilmannschaften,
angefangen von der Schulbildung der Kinder bis hin zum sozialen Status der Eltern.
die berühmten Ausnahmen mal wieder nicht berücksichtigt.
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es ist doch nicht mit dem wegdiskutieren der Tatsachen getan, oder wenn es wäre, wie es sein sollte, es ist nicht so.Die Gedanken von Andre und co zum Codex sind richtig und wichtig, aber es gibt immer Vereine, die das nicht können oder wollen oder sich einfach nicht damit beschäftigen. Zudem sind die erwähnten Vereine eben von Ehrenamtlichen geführt, und die können oder wollen sich eben nicht um alles kümmern.
Andererseits wurde auch schon mehrfach erwähnt, dass der soziale Status für die Gewaltbereitschaft (beim Fußball oder auch sonst) verantwortlich sind. D.h. im Wesentlichen sind es die gleichen Leute bzw. Leute aus der gleichen "Gruppe", die auf dem Sportplatz oder außerhalb zur Gewalt neigen! Diese Leute - das betrifft übrigens Zuschauer und vor allem auch Spieler - sind oft bereits mit Jugendamt, Polizei, Sozialarbeiter usw. in Berührung gekommen. Leider gibt es aber selten Kontakt dieser Institutionen mit den Vereinen! Meiner Meinung nach brauchen die Vereine hier Unterstützung! Entweder einen Sozialarbeiter, der im Verein mit dabei ist oder zumindest einen Ansprechpartner.
Welche Bedeutung hat denn ein Fußballverein z.B. für einen sozial benachteiligten Jugendlichen? Oft ist der Verein das (einzige) Umfeld, wo sich der Jugendliche austoben kann, Spaß haben kann, Erfolgserlebnisse usw. Also ein sehr wichtiges Element, was sich auf das Leben dieser Jugendlichen sehr positiv auswirken kann. Daher werden Vereine unbedingt gebraucht. Deutlicher formuliert: Wenn ein 16-jähriger 3 x die Woche in der B-Jugend-Mannschaft beschäftigt ist, ist er zunächst mal beaufsichtigt und im besten Fall nach Training oder Spiel ausgepowert und weniger aggressiv. Das gelingt v.a. dann, wenn in der guten Vereinsarbeit ein Kodex eingehalten wird, die Trainer sozial eingestellt sind und nicht um jeden Preis gewinnen wollen.
D.h. die Kommunen, Polizei, Jugendamt usw. profitieren von guter Vereinsarbeit. Andererseits unterstützen Kommunen die Vereine oft mit städtischrten Sportanlagen, Hallenkapazitäten usw. Daher können die Kommunen am besten den Vereinen Druck machen! Nur wer eine nachprüfbar soziale, gute Vereinsarbeit ohne extremes Gewinndenken, mit FairPlay und Kodex leistet, erhält von der Stadt/Gemeinde Trainingsmöglichkeiten gestellt. Vereine, die das nicht leisten, müssen bezahlen! -
Ihr habt ja recht, dass es optimal ist, wenn das Verhalten von Spielern und Eltern ab der G-Jugend in die richtigen Bahnen gelenkt wird.
Aber die Realität ist doch, dass es immer Trainer gibt, die das nicht so handhaben.
Und dann kann man doch, wenn man eine Mannschaft übernimmt, etwa in der C- oder D-Jugend, nicht einfach sagen "die sind seit der G-Jugend so geprägt, da kann man nichts ändern." Oder? -
Andre, das ist mir zu einfach.
Sind D-Jugend-Spieler tatsächlich schon so geprägt, dass eine solche Maßnahme dort nicht möglich ist??
Man könnte doch genau deinen Vorschlag umsetzen, Schiri nur für Abseits, und das im Freundschaftsspiel. Ich wär gespannt was du erzählst... -
Ich habe kein Vertrauen in Entscheidungswege in Vereinen, und dass die Vorstände es schon richtig machen. Ausbildungsentschädigungen für den Breitensport find ich auch wenig sinnvoll.
Ich unterscheide zwischen Wechseln während der Saison und nach der Saison. Wechsel während der Saison sollten durch Sperrfristen u.a. erschwert werden.
Nach der Saison sollte ein Jugendspieler, der seinen Verein rechtzeitig vor der Mannschaftsmeldung für die folgende Saison informiert, frei wechseln können.
Hier macht ggf. eine Sonderregelung Sinn, wenn der aufnehmende Verein höherklassig/überregional spielt. Dann kann man wirklich über eine Ausbildungsentschädigung sprechen.... -
Eine längere Pause (bemisst sich nicht in Wochen, sondern in Monaten!) kann durchaus gut tun...
Und wahrscheinlich wäre es für dich sehr gut, jemanden zu haben, mit dem du dich zu deinem Trainerjob ganz offen austauschen kannst. Dem gegenüber du auch Schwächen zugeben kannst und bei schwierigen Situationen Rat holen!
Diese Person könnte dir z.B. raten, erst mal die Ansprüche an dich selbst und dein Training herunterzuschrauben. Dir mal klarzumachen, was bei einem guten Trainer wirklich im Mittelpunkt steht. Dazu gehört insbesondere eine gewisse innere Ruhe und Gelassenheit. Und die kannst du nur bekommen, wenn du dich etwas weniger auf deine Trainerarbeit fixierst, anderen Hobbys/Aktivitäten mehr Raum gibst.
Ich denke auch, dass Günter einige gute Ratschläge gegeben hat.
