Beiträge von August

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    Hallo zusammen,
    eine Sache die mich als F-Junioren Betreuer schon seit einiger Zeit beschäftigt sind die meiner Meinung nach unterschiedlichen Auffassungen bezüglich der Themen Dribbling und Zusammenspiel im F-Juniorenalter.


    Wenn ich mich nach Horst Wein richte stellt das Zusammenspiel schon für 7-10-jährige einen wichtigen Bestandsteil dar, der zur Entwicklung der Spielintelligenz unerlässlich ist.


    Richte ich mich nach der DFB-Philosophie und nach der auch meistens hier im Forum vertretenen Meinung wird das Zusammenspiel erst im E-Jugendalter zum Trainingsziel.


    Ich habe es in der F-Jugend so gehandhabt, dass überwiegend zunächst das Dribbling Hauptaugenmerk war, sehe aber das uns spielerisch einige Mannschaften (teilweise auch jüngere Jahrgänge) überlegen sind, wohingegen wir am Ball im Dribbling mit fast allen Mannschaften mithalten können.
    Würde mich über Eure Meinung zu dem Thema sehr freuen!

    Hier meine Lieblingsübung, geeignet insbesondere für die älteren Jugendklassen.


    grobe Skizze:


    ________________


    ° x °
    x ° x
    x ° x °


    ( TW 1 )
    ( TW 2 )





    _________________



    In der Mitte des Spielfeldes befinden sich "Rücken an Rücken" zwei Großfeldtore. (Es können alternativ auch Stangen auf einer Seite verwendet werden)
    Zu Beginn des Spieles hat TW 1 den Ball und wirft ihn in das Feld vor ihm ein. Die Spieler (hier x gegen °) spielen auf ein Tor. Bevor ein Tor erzielt werden kann muss der Ball über die hintere Linie gespielt werden und dort von einem Mitspieler angenommen werden. Anschließend darf die Mannschaft ein Tor erzielen. Erobert die gegnerische Mannschaft den Ball muss sie ebenfalls zunächst wieder den Ball über die Linie spielen und darf dann ihrerseits versuchen ein Tor zu erzielen.


    Sobald ein Tor gefallen ist wirft TW 2 einen weiteren Ball in das Feld vor ihm. Sämtliche Spieler wechseln sofort das Feld. Der Spieler der zuerst den Ball ergattert dessen Mannschaft ist auch in Ballbesitz. Danach weiter wie gehabt.


    Die Spieler müssen ständig und schnellstmöglichst von Abwehr auf Angriff umschalten. Auch bei einem Torerfolg muss sofort umgeschaltet werden um den Ball in der anderen Spielhälfte zu erreichen.


    Viel Spaß!

    diese regelung macht absolut Sinn, es schützt nämlich die kleinen Vereine.

    Das sehe ich nicht so. Welcher Wettbewerbsvorteil ergibt sich denn für die Mannschaft die mehr Spieler zur Verfügung hat? Gut, die Spieler sind ausgeruhter. Aber ich könnte wetten, dass die großen Mannschaften dann nur mit den 12 leistungsstärksten Spielern anreisen würden, und im Endeffekt so stärker wären als wenn sie die Nummern 13-16 auch noch einwechseln würden.


    Sich bei den Eltern der nachgekommenen Kindern dafür entschuldigen, dass er ihnen nicht mitgeteilt hat, dass er umdisponiert hat und nun andere Spieler eingesetzt werden. Der Trainer hat die Zwölferregel nicht gemacht, er muss für sie also nicht die Verantwortung übernehmen. Aber er sollte ihre Existenz den Eltern und Kindern mitteilen und ihnen erklären, dass es daher nicht möglich ist, alle Spieler in jedem Spiel einzusetzen. Und dann rotiert man bei den Einsätzen. Bei Eurem Verhältnis von 13 einsatzbereiten zu 12 einsatzberechtigten Spielern geht das doch noch ganz gut. Wir haben vier Jahre lang bei maximal elf Spielern auf dem Spielbericht einen Kader von zwischen fünfzehn und zwanzig Spielern gehabt. Das erfordert dann richtig Planung..

    Klar, so kann man es machen..
    Dieses Problem würde sich aber gar nicht erst ergeben, wenn eine solche Regelung nicht existieren würde.

    Was mich schon immer aufgeregt hat:


    Es gibt im gesamten Jugendspielbetrieb keine Regelungen mehr die eine Spieleranzahlbegrenzung vorschreiben. Warum soll nicht jeder Trainer selbst entscheiden dürfen wie viele Spieler er einsetzt? Ich behaupte im Regelfall wird er nicht mehr als 11 Kinder zu einem 7er Spiel mitnehmen. Falls doch und er kann jedem Kind eine ausreichende Spielzeit garantieren ist es doch seine Entscheidung ?! ?(


    Kleines Beispiel hierfür vom vorletzten WE:
    Wir haben 13 Spieler/innen im Kader. 12 dürfen maximal eingesetzt werden.
    2 melden sich im Vorfeld ab da sie zu einem Schwimmwettkampf fahren.
    Die restlichen 11 fahren somit mit.
    Kurz vor Spielbeginn stehen plötzlich die anderen beiden Kinder freudestrahlend auf dem Spielfeld und berichten dass der Schwimmwettkampf unerwartet schon eher zu Ende war und sie jetzt doch noch mitspielen könnten.
    Die Eltern sind gerade 30km gefahren um die Jungs noch her zu bringen. Was macht der Trainer jetzt? :cursing:

    Vielleicht legt man da auch nur die Messlatte für Trainer höher. Und lässt nur Trainer auf die Jungs los, die mehr können, als Hütchen aufstellen.

    Klar, kein Problem. Vermutlich warten schon 10 Betreuer darauf einzuspringen und es endlich besser zu machen :D. Gerade in Dorfvereinen kann man sich ja bekanntlich die besten Trainer heraussuchen...


    schleppi: Sorry für die Ironie aber bei solchen Bemerkungen würde ich es einigen gerne freistellen sich selbst mal als Trainer zu betätigen und es erstmal selbst besser zu machen.


    Ansonsten kann ich deine Argumente aber gut nachvollziehen und würde mich glaube ich auch für einen Vereinswechsel entscheiden.

    Das Problem bei einem Zusammenschluss zweier Vereine ist aber doch immer dass hinterher zu 95 % immer weniger Kinder Fußball spielen als vorher.


    Zum Einen gibt es gerade bei den kleinen Vereinen immer Eltern denen dann schnell die Fahrtstrecke zum Training oder Spiel zu lang wird. Zum anderen spielen die leistungsschwächeren Spieler weniger oder gar nicht mehr und hören auf.