Beiträge von August

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    Wie viele Spieler sind denn momentan vorhanden, bzw. haben schon ein definitives Interesse bekundet in der neuen Mannschaft zu spielen?
    Hiervon würde ich zunächst meine Entscheidung abhängig machen, ob es eine U15 oder U17 sein soll. Im Zweifelsfall lieber eine U17 melden, da dort dann Spieler aus der U15 eingesetzt werden können. So wie ich den Sachverhalt bisher einschätze, wirst du jeden verfügbaren Spieler brauchen.
    Ansonsten braucht Ihr klare Vorstellungen darüber, aus welchem Grund ein Spieler zukünftig bei Euch spielen sollte. Hier solltet Ihr Euch ein paar Argumente herausarbeiten, die Eure Mannschaft evtl. von den Mannschaften im Umkreis unterscheiden können. Das gezielte Anwerben von schwächeren Spielern mit der Möglichkeit auf mehr Spielpraxis könnte bspw. ein solches Argument sein. Die sportlichen Ambitionen müsst Ihr dann als Trainer aber auch zunächst mal außen vor lassen können. Dann zählt erstmal nur ein hervorragendes Mannschaftsklima.


    Sollte es Euch gelingen quasi aus dem Nichts eine C- oder B-Jugend zusammen zu bekommen habt Ihr jetzt schon meinen Respekt. Ich finde immer, dass ein Neuaufbau von Mannschaften nur dann nachhaltig stattfinden kann, wenn man von unten anfängt und sich dann langsam "hocharbeitet". Aber es gibt sicher auch Ausnahmen.

    Hallo Kel,
    da würde ich an Deiner Stelle nochmal mit dem Lehrgangsleiter drüber sprechen, wie das Thema genau zu verstehen ist. Ich würde aus dem Thema "Verbesserung des zentralen Abwehrverhaltens" entnehmen, dass es auch bei der "Abwehr von Flanken" darum gehen soll, wie sich die Innenverteidiger, 6er, TW bei einer Flanke verhalten sollen. Und dementsprechend eher nicht das Vehindern von Flanken im Vordergrund stehen soll. Wäre aber nur meine erste Vermutung; es kann ebenso so gut sein, dass Du mit Deiner Auffassung schon richtig liegst.


    Ansonsten hört sich das schon ganz gut an. Ich wünsche auf jeden Fall viel Erfolg!



    Ich finde das Grundübel geht hier vom Verband aus. Ich kann es absolut nicht nachvollziehen, warum bereits in der F- oder E-Jugend die Spielklassen der vorherigen Mannschften "übernommen" werden. In unserem Kreis ist es bis einschließlich D-Jugend möglich vor der Saison die einzelnen Mannschaften als "schwach", "mittel" oder "stark" einzuteilen. Je nach Meldung werden die Mannschaften dann in die unterschiedlichen Staffeln eingeteilt. Nach der Hallenrunde im Winter, die von der Feldrunde nochmal völlig unabhängig ist, werden die Ligen im Frühjahr dann nochmal neu eingeteilt. Dann werden vom jeweiligen Staffelleiter die Ligen neu eingeteilt und evtl. Fehleinteilungen aus dem Herbst korrigiert. Als Grundlage dafür dienen dann die Ergebnisse aus der Herbstrunde sowie die Eindrücke aus der Hallenrunde. Hierbei ist es auch möglich, dass eine Mannschaft von der 4. in die 1. Liga verschoben wird, falls die Einteilung im Herbst total daneben gegangen ist. Das ist aber natürlich die Ausnahme.


    Sofern Ihr die Regelungen des Verbandes nicht mehr ändern könnt, würde ich mich mit allen Trainern zusammen setzen und die Situation erklären. Sollte dann tatsächlich jeder auf seinem Standpunkt beharren, entscheidet Ihr nach euren subjektiven Eindrücken. Sprich: Die eurer Meinung nach stärkste Mannschaft der drei wird die E1. Diese Entscheidung würde ich an Deiner Stelle aber nicht alleine treffen, sondern gemeinsam mit dem Vorstand.

    Dann möchte ich auch noch einen kurzen Erfahrungsbericht dazu beisteuern. Es war die einzige Situation an die ich mich erinnern kann, wo es zu einem kleinen Disput mit Elternteilen aus meiner Mannschaft kam.


    Wir haben mit einer E-Jugend ein Auswärtspiel bestritten. Wie in diesem Jugendbereich üblich kam der Schiedsrichter vom Heimverein. Dieser Schiedsrichter war zu dem Zeitpunkt 14 Jahre alt und hatte gerade seinen Schiri-Schein bestanden. Der Trainer der Gäste-Mannschaft hat das ganze Spiel über lautstark auf den Schiedsrichter und seine eigene Mannschaft eingeredet.


    Meiner Meinung nach hat der Schiri eine sehr gute Figur abgegeben und hat trotz seines jungen Alters auch noch sehr kindgerecht gepfiffen. Nun stand es in der letzten Minute 5:5. Einer meiner Spieler kommt im gegnerischen Strafraum zu Fall und der Schiedsrichter pfeift Elfmeter. Daraufhin stürmt der gegnerische Trainer auf den Platz, beschimpft den Schiedsrichter und fordert von ihm, dass dieser seine Entscheidung zurücknehmen soll. Der Schiedsrichter nimmt seine Entscheidung zurück und gibt Freistoß für die gegnerische Mannschaft. Der Gegner nutzt die Verwirrung, schlägt den Ball lang nach vorne und erzielt das 6:5. Unmittelbar danach pfeift der Schiedsrichter das Spiel ab.


    Ich bin dann nach Spielschluss direkt zum Schiedsrichter, der kurz vor dem Heulen war, und habe ihn für seine sehr gute Leistung gratuliert (ernsthaft!). Er hatte meiner Meinung nach wirklich eine sehr gute Partie hingelegt. Daraufhin waren 2 Elternteile ziemlich sauer und fragten wie man sich bei so einem Schiedsrichter auch noch bedanken könnte. DIe Aufregung hat sich dann aber auch schnell wieder gelegt.


    Wenn ich heute darüber nachdenke hätte ich das Gespräch mit dem Schiedsrichter sicherlich erst später gesucht. Zudem wäre eine Mitteilung über die Vorkommnisse an den Staffelleiter vielleicht auch eine gute Idee gewesen.


    Trotzdem bleibe ich dabei, dass der Schiedsrichter in dieser Situation keine Schuld trägt sondern eindeutig der gegnerische Trainer. Welcher 14-jährige kann in sich in seinem ersten Spiel schon gegenüber einen gestandenen Trainer aus dem eigenen Verein durchsetzen?

    Hallo zusammen,
    ich habe mir in der letzten Zeit ein paar Gedanken zu Spielbeobachtungen gemacht und hätte diesbezüglich zwei Fragen an Euch:


    1. Worauf achtet Ihr wenn Ihr Euch ein Spiel einer gegnerischen Mannschaft anschaut?
    Guckt Ihr eher auf einzelne Spieler/innen um zu erkennen welche Spieler besonders wichtig für das Spiel der gegnerischen Mannschaft ist? Schaut Ihr bewusst darauf auf welchen Positionen evtl. Schwächen beim Gegner zu erkennen sind? Oder guckt Ihr Euch eher die taktische Ausrichtung des Gegners an in der Erwartung, dass sie gegen Euch ähnlich agieren werden?


    2. Warum finden im professionellen Fußball Spielbeobachtungen statt?
    Sehr oft sieht man im Stadion den Trainer der Mannschaft, die im kommenden Spiel auf einen der beiden gerade spielenden Mannschaften trifft. Mich würde interessieren worauf diese Trainer bei Ihren Spielbeobachtungen achten. Insb. interessiert mich die Frage welche Erkenntnisse die Trainer im Stadion gewinnen können, die sie zuhause vor dem TV nicht bekommen. Die individuellen technischen Fähigkeiten der Spieler in den oberen Ligen dürften ja eigentlich hinlänglich bekannt sein. Im Zweifelsfall dürften sie ja ansonsten eigentlich vor dem TV-Gerät eher besser zu erkennen sein als auf der Tribüne. Somit blieben eigentlich nur taktische Beobachtungen übrig. Daher die Frage, kann der Trainer auf der Tribüne dort noch Dinge erkennen, die er nicht auch im TV sieht oder von den meist zahlreichen Scouts übermittelt bekommt? SInd die meisten Mannschaften in den oberen Ligen nicht eh dazu in der Lage ihr taktisches Konzept je nach der erwarteten Klasse des kommenden Gegners umzustellen? Und achtet der Spielbeobachter wohl eher auf individualtaktische Fähigkeiten oder mehr auf Gruppen- bzw. Mannschaftstaktisches Verhalten?

    Meiner Meinung nach hat sich in erster Linie der Vater erstmal total daneben benommen. Von einem erwachsenen Menschen erwarte ich, dass er seine Emotionen soweit im Griff hat, dass er erst zu einem späteren Zeitpunkt mit dem Trainer das Gespräch sucht wenn die Emotionen ein wenig runtergekühlt sind.



    An weiteren Formulierungen (z.B "Training in der G-Jugend") ist zu erkennen, dass auf Seiten des Vereins entweder keine Kompetenz für den unteren Jugendfussball vorhanden ist oder man zu bequem war, die neuen Trainer vernünftig in ihren Job einzuführen und sie stattdessen gegenüber Eltern "ins offene Messer laufen zu lassen"!

    Warum man anhand einer Formulierung auf die Kompetenz eines Trainers schließen kann, erschließt sich mir nicht. Gegenüber Kids und Eltern klingt "Training" doch erstmal viel wichtiger und "Fußballnäher" als eine Spielstunde. Also warum es dann nicht Training nennen? Entscheidend ist doch der Inhalt.


    Grundsätzlich die Schuld bei den Jugendobleuten zu suchen, wenn ein Trainer mal einen Fehler begeht finde ich auch nicht in Ordnung. Gerade in größeren Vereinen ist es je nach Struktur des Vereins quasi unmöglich ständig alle Trainer im Blick zu haben. Im vorliegenden Fall hat man sich zumindest direkt hinter den Trainer gestellt und einen Rausschmiss angeboten, was ich erstmal positiv sehe. Oftmals hat man dann halt auch die Wahl es entweder erstmal jemanden versuchen zu lassen, oder die Mannschaft abzumelden. Was in dem Fall besser ist im Forum schon zur Genüge diskutiert worden.


    Ich kann allerdings bei @HamburgerTrainer nicht erkennen, dass er nicht geeignet wäre eine G-Jugend zu trainieren. Man muss halt immer wieder bedenken, dass jeder Trainer auch irgendwann einmal angefangen hat und wohl kaum einer war von Anfang an perfekt. Hier hat sich der TE zumindest dazu bereit erklärt die "Schwächeren" zu trainieren, woraus ich mal schlussfolgern würde, dass das Gewinndenken zumindest nicht zu stark ausgeprägt ist. Zudem hinterfragt er ja offensichtlich auch sein eigenes Verhalten und ist sich zumindest nicht sicher, ob er selbst komplett korrekt gehandelt hat.
    Außerdem hat er es in seiner jungen Trainerkarriere ja offensichtlich vom Trainer der "ersten" Mannschaft auch so kennengelernt, dass ein fester Stamm vorhanden ist und andere sporadisch hinzu kommen. Vermutlich wird es von den anderen Trainern der gegnerischen Mannschaften auch ähnlich gehandhabt.
    Also: @HamburgerTrainer: Nicht entmutigen lassen und versuchen aus der Situation und den hier geschriebenen Beiträgen etwas mitzunehmen für die Zukunft!

    Ich handhabe es seit Jahren so, dass ich verschiedene Bälle in unserem Sack habe. Schwerpunktmäßig den vorgeschriebenen Spielball, aber auch kleinere und leichtere Bälle oder welche mit abweichendem Sprungverhalten. Bei den Übungen entscheidet so der Zufall welchen Ball die Kinder gerade am Fuß haben. Stichwort ist hier die differenzielle Lernmethode.


    Respekt vor Deiner Truppe. Ich war froh als wir endlich 12 gleiche Bälle hatten. Da war das Gejaule "Ich will aber DEN Ball haben" endlich vorbei. ;)

    Also ich finde 4er Leichtspielbälle für eine D-Jugend eine Zumutung. Bislang gibt es meines Wissens doch Bälle in der Größe 4 entweder mit 290/300 Gramm oder als "normaler" 4er mit etwa 420 Gramm. Die "normalen" 4er Bälle sind in der Regel sehr hart und zum Fußballspielen völlig ungeeignet (auch für Erwachsene). Die 4er Leichtspielbälle sind dagegen schwer zu kontrollieren und extrem windanfällig. Meine damalige E-Jugend war froh, endlich auf 5er Bälle umsteigen zu können.


    Ballklassen bei uns:
    G-Jugend (4 - 290g)
    F-Jugend (4 - 290g)
    E-Jugend (5 - 300g)
    D-Jugend (5 - 350g)


    Welche Mitschuld trägt die Presse (aufgrund hetzerischer und reisserische Vorberichte)?
    Welche Mitschuld trägt der Verein (sind volle Kassen das Wichtigste)?
    Welche Mitschuld tragen die Spieler? (warum rennt ein Ersatzspieler einfach so auf den Platz)
    Welche Mitschuld trifft die Fans? (es flogen ja eine Reihe von Gegenständen auf den Platz, die hätten treffen können)

    Mmn ist ausschließlich der Fan, der den Gegenstand geworfen hat verantwortlich. Es gibt keine Mitschuld an den Vorfall von Presse/ Verein/ Spieler, sonst wen und keine Entschuldigung. Und verhindern kann man solche Entgleisungen auch nicht. Es wird immer vereinzelte Menschen geben, die sich nicht an gewisse Regeln halten können.


    Sowieso machen Stadionbesuche immer weniger Spaß. Viele Transparente sind beleidigend bis weiter unter der Gürtellinie und die Fangesänge sind oftmals auch eher peinlich als kreativ. Wann immer eine Kamera während eines Fußballspieles auf die Zuschauer gerichtet ist, kann man sicher sein, dass irgendeiner gerade mit einem aggressiven Blick und ausgestrecktem Mittelfinger rumschreit. Trotzdem kann ich damit noch irgendwie leben, bei tätlichen Angriffen hört es aber auf.


    Unabhängig davon würde ich es auch begrüßen, wenn das Verhalten des Auswechselspielers noch eine Strafe nach sich ziehen würde. Schließlich kann per Fernsehbeweis auch im Nachhinein noch eine Bestrafung erfolgen. Der Spieler hat erstens nicht auf dem Feld zu suchen und zweitens offensichtlich seinen Gegenspieler beledigt. Auch das ist eine Unart. Hat meiner Meinung nach aber nichts mit dem Feuerzeug-Wurf zu tun.

    Zu stichprobenartigen Kontrollen müssen sich Verantwortliche sich doch nicht anmelden. Da erscheint man beispielsweise einmal Mitte einer Halbzeit und muss auch nicht gleich unmittelbar an den Ort des Geschehens gehen, sondern bekommt auch schon einiges aus einer gewissen Entfernung mit, bevor man "enttarnt" wird.Aufklärung allein wird m.E. nach nicht erfolgreich sein. Selbst viele Trainer mit Lizenz verhalten sich nicht den Regeln entsprechend . Welche Entschuldigung gilt denn für diese ? Aufgeklärt und geschult sind sie ja, oder ?

    Oky, akzeptiert. So wäre es tatsächlich möglich eine entsprechende Kontrolle durchzuführen. Das ändert aber nichts daran, dass es in der Praxis sicherlich schwierig wird entsprechende Personen zu finden, die dann solche Verstöße ahnden. Will man einen ausufernden Kleinkrieg verhindern, kann dies zwangsläufig nur eine übergeordnete, dem Kreis angehörige Person sein (sprich: Staffelleiter, Kreisjugendwart, Person aus der Sportgerichtsbarkeit etc.) Aber wir leben in Zeiten, in denen die meisten Kreise schon genügend Schwierigkeiten haben, überhaupt ausreichend Staffelleiter zu finden. Ob es dann auf große Gegenliebe stoßen wird, zudem noch als Denunziant durch die Gegend zu laufen würde ich bezweifeln.

    Sage mal August...liest du überhaupt

    Ja!


    Das steht doch nicht in keinster Weise, dass ich eine ständige Aufsicht -möglicherweise eine Sattelitenüberwachung- möchte...sondern ich Beschreibe die Abschreckung die das ganz hat.

    Ich habe auch nirgends behauptet, dass Du eine ständige Überwachung haben möchtest. Abschreckende Wirkung hat das ganze wenn überhaupt nur, wenn tatsächlich auch Kontrollen durchgeführt werden und hin- oder wieder Bescheide rausgehen. Zudem glaube ich eben, dass diese abschreckende Wirkung auch nur sehr begrenzt eintritt. Der "Einsatz nicht spielberechtigter Spieler" wird zum Beispiel ebenso mit einem Strafgeld in ähnlicher Höhe bestraft plus Punktabzug. Und trotzdem werden noch häufig genug Mannschaften dabei erwischt entsprechende Täuschungen zu begehen. Und die Dunkelziffer wird um ein vielfaches höher sein...


    Wer vor einer besonderen Örtlichkeit (Kindergarten, Altenheime, Krankenhäuser, Innenstadt usw.) durch AUGENSCHEINLICH unangepasste Geschwindigkeit fährt und dabei abstrakt (es könnte was passieren, weil der alte Mensch/das Kind zu nahe an der Fahrlinie steht/spielt/läuft) gefährdet, dem kann nach nur optischer Feststellung durch Jedermann ein Bußgeldberscheid in Höhe von -ich glaube- 80 Euro nach § 3 StVO ins Haus flattern...und da geht auch noch ein oder zwei Punkte damit einher.

    Naja, es gilt immer noch der Grundsatz "Im Zweifel für den Angeklagten". Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Es müssen schon etwas konkretere Vorwürfe vorliegen.




    Zudem stellt sich mir die Frage, welche Vergehen im Hinblick auf die Fairplay-Liga überhaupt geahndet werden sollen. Solange es nur bei dem Aufbau bleibt, sprich ob die 3 Grundregeln der Fairplay-Liga eingehalten wurden, kann ich da mitgehen. Das ist zumindest objektiv feststellbar. Geht es aber darum festzustellen, ob die Trainer sich am Spielfeldrand altersgerecht verhalten, wird es ungleich komplizierter. Wer will sich denn anmaßen zu entscheiden, welche Verhaltensformen noch in Ordnung sind und welche nicht? Mal abgesehen davon, welche Beweisprobleme so etwas mit sich bringen wird.
    Und dabei ist gerade das Trainerverhalten meiner Meinung nach wesentlich wichtiger als die Frage ob die Eltern nun 5 Meter oder 15 Meter vom Spielfeldrand entfernt sind.

    Hmm.. ich glaube nicht, dass Strafen hier eine sinnvolle Lösung sind. Wer soll sich denn auf den Sportplatz stellen und die entsprechende Spiele beobachten? Der Staffelleiter? Der bekommt es häufig noch nicht einmal hin am Ende der Saison den Mannschaften Medaillen oder Urkunden auszuhändigen. Und selbst wenn er sich das eine- oder andere Spiel anschauen würde. Die Trainer wüssten doch sofort ob jemand vom Kreis anwesend ist oder nicht. Soo viele Zuschauer sind bei einem Kinderfußballspiel im Regelfall nicht anwesend...
    Folglich würde trotzdem jeder Trainer sein Ding weiter durchziehen, sofern er den Hintergrund der Regeln nicht versteht.
    Daher kann meiner Meinung nach die einzige Lösung sein, auf Verständnis bei den Trainern zu hoffen und diesen immer wieder die Notwendigkeit der Fairplay-Regeln zu erläutern.


    Auf der anderen Seite muss dann meiner Meinung nach auch die Trainer-Ausbildung überdacht werden. Während des Lehrgangs wird immer wieder die Wichtigkeit von "aktiven Coaching" gelehrt. Um am Ende in der praktischen Prüfung eine gute Benotung zu erhalten muss der Prüfling Fehler erkennen und korrigieren können. Ich habe in meinen Lehrgängen nie etwas darüber gehört, dass sich der Trainer in dem Maße zurückhalten soll, wie es hier gefordert wird. Oder soll sich der Trainer beim Spiel nun komplett anders verhalten als beim Training?


    Beim Thema "Strafen und Abschreckung" muss ich immer an einen Auftritt von Volker Pispers denken :P


    3. Das Mädchen und einige der 4 Spieler hätten auf lange Sicht keine Zukunft in der Mannschaft.


    Ich dachte immer sie kann bis 11- 12 hier Spielen Und Vollwertiges Mitglied der Mannschaft sein.


    Einfach nur Wut und Ohnmacht !!!!!!

    Theoretisch können Mädchen bis einschließlich B-Jugend zusammen mit Jungs in einer Mannschaft spielen. Es ist lediglich eine Zustimmung des Erziehungsberechtigten von Nöten (siehe hier: http://www.dfb.de/fileadmin/_d…7080-09_Jugendordnung.pdf §5 Nr.3)



    btw: In meiner Nähe gibt es einen Verein, der insgesamt 3 B-Jugendmannschaften hatte, die nach Leistung eingeteilt wurden. Hierbei gab es auch eine Spielerin. Sie war Stammspielerin in der B1!

    Hmm.. schwieriges Thema.
    Ausbildungstechnisch hat der Verein hier eine gute Lösung gewählt. So dürften die drei Mannschaften alle einigermaßen gleich stark sein und können jeweils in Spielklassen gemeldet werden wo sie auf etwa gleich starke Mannschaften treffen.


    Für die Kinder/ Eltern der F3 ist es andererseits natürlich schon eine gewisse Ausgrenzung mit dem klaren Hinweis, dass sie leistungsmäßig zu den Schwächeren in Ihrem Jahrgang zählen. Da die Mannschaft in der kommenden Saison nicht mehr mit gleichem Personal weiterspielen kann, wird es auch in der Tat schwieriger ein positives Mannschaftsklima zu erzeugen. Zumal auch keine vernünftige Betreuungssituation vorhanden ist.


    Als Vereinsverantwortlicher ist es da schwierig eine gute Lösung zu finden. Alle zufrieden zu stellen wird man eh nicht schaffen können. Ich glaube, ich würde mich für die erste Variante entscheiden und die Eltern der F3 zu einem Gesprächskreis einladen und die Hintergründe erläutern. Hierbei würde ich auch klar machen, dass die Kinder der F3 nicht abgeschoben werden sollen und sie sich so fußballerisch nur besser entwickeln können. Dazu würde ich versuchen, noch einen weiteren Trainer/Betreuer zu bekommen, sodass die F3 auch ein seperates Training abhalten kann. Das ist zum einen entwicklungstechnisch sinnvoller, auf der anderen Seite werden die F3-Kinder nicht bei jeder Trainingseinheit wieder daran erinnert, dass sie ja eigentlich zur anderen Mannschaft nicht hinzu zählen.

    @Zodiak aber auch alle anderen: 2 kurze Fragen zum Video:
    1. Hättet Ihr der Spielerin auch in der G-Jugend erklärt, dass Sie bei der Ballan- bzw. Mitnahme eine offene Spielstellung einnehmen soll.
    2. Hättet Ihr dies (unabhängig vom Alter) im Abschlussspiel auch erklärt, wenn Ihr zuvor bspw. das Thema Dribbling im Training behandelt habt? Also generell, beobachtet Ihr im Abschlussspiel ausschließlich die Dinge die zuvor Thema im Training gewesen sind und macht entsprechende Fehlerkorrekturen oder geht Ihr auch auf andere Dinge ein?

    Leider ist das Hauptproblem, dass 90% der Trainer mit und ohne Ausbildung leider nicht wissen wann welcher Fuß genutzt werden muss.
    Dann den falschen Fuß auch noch richtig coachen sehe ich bei einem von 100 Trainern.

    Hmm.. ich gehöre zu den 90 %. Ich würde behaupten, dass es je nach Spielsituation unterschiedliche Möglichkeiten gibt. Je nachdem welche Variante ich wähle, benutze ich den entsprechenden Fuß. Die einzige grundlegende Regel, die mir hierzu einfallen würde, wäre das Dribbling. Hier versuche ich den Körper zwischen Ball und Gegenspieler zu bringen und spiele den Ball entsprechend mit dem Fuß, der weiter vom Ball entfernt ist. Dann kann ich mit dem Körper den Ball gleichzeitig noch abschirmen.
    Kannst du noch näher darauf eingehen, was du damit meinst?

    Ich habe immer in den Sommerferien ca. 4-5 Wochen Pause gemacht, sowie in den Winterferien kurz vor Weihnachten bis kurz nach Neujahr. Insbesondere in den Winterferien/Weihnachtsferien würde ich kein Training anbieten und wundere mich immer wie viele Turniere zwischen Weihnachten und Neujahr ausgetragen werden. Gerade auch am ersten und zweiten Weihnachtstag werden hier in der Gegend immer Turniere gespielt.
    An den sonstigen Ferien haben wir durchtrainiert.

    Hallo Libra,
    wenn ich Deine bsherigen Beiträge richtig gelesen habe, habt Ihr eine G-Jugend bestehend aus ca. 20 Spieler/innen unterschiedlicher Jahrgänge und Entwicklungsstufen? Meiner Meinung nach kann so ein Training bei den Kleinsten immer mal wieder vorkommen, selbst bei Trainern die schon einige Jahre Erfahrung auf dem Rücken haben. Wichtig ist eigentlich nur entsprechende Lehren daraus zu ziehen und sich nicht verrückt zu machen.


    Generell gilt: Je kleiner und homogener die Trainingsgruppen sind, desto leichter wird es für den Trainer. Daher ist die "einfachste" Lösung solche Probleme in den Griff zu bekommen entweder das Installieren eines weiteren Trainers oder das Splitten der Trainingsgruppe. Ich finde bei den G-Junioren eine Stunde "Training" als ausreichend. Demzufolge würde ich (wenn es bei Euch zeilich möglich ist) lieber jeweils eine Stunde mit etwa 10 Kindern trainieren, als 1,5 mit 20. Gerade bei den G-Junioren fand ich es immer sehr gut in 2 oder 3 Stationen trainieren zu lassen und die Stationen dann alle ca. 10 - 15 Minuten zu wechseln.


    Eine weitere Lösung kann es sein, sich im Vorfeld ein paar Notfall-Spiele einfallen zu lassen, die man in Situationen in denen nichts zu gehen scheint, mit den Kindern machen kann. Diese Spiele sollten einfach zu erklären sein (im besten Falle den Kindern schon bekannt) und vor allem einfach zu beaufsichtigen sein (abgegrenztes Feld). Dies können bspw. Fangspiele, kleine Fußballspiele oder Rundläufe (vgl. Video von Zodiak) sein.




    Gegen Ende des Trainings machten wir dann wie immer ein richtiges Spiel. Dieses fing ganz normal an, entwickelte sich aber relativ schnell wieder zu einem Chaos. Drei Spieler lagen einfach nur auf dem Boden, zwei schubsten sich hin und her, andere schauten Löcher in die Luft und waren nicht bei der Sache.

    Hier würde ich wenn ein zweiter Trainer anwesend ist auf jeden Fall 2 Spiele parallel spielen lassen. Im Regelfall würde ich zwischen weit entwickelten und noch nicht so weit entwickelten trennen. Das ist erstens für die Kids besser, da sie mehr Ballkontakte haben und zweitens für Euch Trainer einfacher, da Ihr nur halb so viele Spieler überblicken müsst.





    Ich machte dann aber zum Schluß noch ein Neunmeterschießen, welches den Kindern in der Regel immer viel Spaß macht. Aber auch dabei fingen die Kinder in der Reihe an zu gämmeln, obwohl ich eigentlich versuchte sie zu animieren den jeweiligen Schützen anzufeuern.


    Bei solchen 9m-Schießen hast du je nach Gruppengröße auch immer lange Standzeiten, bei denen Kinder gerne anfangen Quatsch zu machen. Auch hier würde ich, wenn ich es mache, auf 2 oder 3 Tore gleichzeitg schießen lassen.



    Generell kannst Du Dir aber eigentlich sicher sein, dass fast alle Mitglieder dieses Forums solch ähnliche Trainingseinheiten auch schon erlebt haben. Also nicht verzagen! ;)

    Das hängt zum Einen davon ab, ob Ihr dem Breitensport oder dem leistungsorientierteren Fußball angehört.
    Anhand deiner Beschreibung würde ich eher davon ausgehen, dass Ihr dem Breitensport nachgeht.
    In diesem Fall bin ich der Meinung, dass die Spielerin nicht aus Leistungsgründen ausgeschlossen werden sollte. Gerade bei C-Juniorinnenmannschaften muss auch aufpassen, dass im Falle eines Ausschlusses nicht sofort das nächste "schwarze Schaf" ausgewählt wird. Meiner Erfahrung nach können Jugendliche in dieser Altersgruppe ziemlich gemein sein...


    An Eurer Stelle würde ich versuchen mich ehrlich zu hinterfragen, ob der Grund für einen Ausschluss überwiegend leistungsbezogen ist. Wen dem so ist, wonach es sich hier anhört, würde ich die Spielerin nicht von Trainerseite aus ausschließen.

    Ich hätte mich in dem Fall für Variante B entschieden (Im Vereinsfußball wäre es bei mir auf jeden Fall A).
    Wenn du dann noch kurz die pädagogische Sinnhaftigkeit erklärst, warum es gerade für diesen Spieler so wichtig ist bei seinen Kumpels dabei zu sein, solltest du auf einem SCHULturnier eigentlich keine Probleme bekommen und warst offen und ehrlich!