Beiträge von August

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    Hier brauche ich mal kurz den "Gefällt mir Button"

    Lange Wartezeit weiß ich vom Teamleiter her ist auch nicht gut, deswegen mache ich 3-4 Gruppen und da ist jeder schneller dran.


    Hallo Trainermama.
    Ich bin auch ein Fan davon in Gruppen zu trainieren. Allerdings, so wie du deine Truppe beschreibst, kann ich mir nicht vorstellen, dass es so wie du schreibst funktionieren kann. Selbst bei einer motivierten, zuverlässigen Truppe kannst du davon ausgehen, dass mindestens immer eine Gruppe, die gerade keine Aufmerksamkeit bekommt, anfängt Quatsch zu machen.
    Meiner Meinung nach kannst du höchstens 2 Gruppen gleichzeitig coachen. Bei 3 oder 4 Gruppen hast du keine Chance, zumindest solange sie alle das Gleiche machen.


    Ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall darauf drängen, dass du einen Co-Trainer bekommst. Und hierbei ruhig klar machen, dass du die Truppe alleine nicht weiter machen wirst (auch wenn es vielleicht nicht stimmt ;) ). Ich habe selbst auch oft alleine Trainingseinheiten gemacht und kann Dir versichern, dass der Spaß und Lerneffekt um einiges höher ist, wenn Ihr zumindest zu Zweit seid.
    Solange du noch alleine bist würde ich versuchen möglichst Übungen zu wählen bei denen du alle Kinder im Blick hast. Wenn es unbedingt Training in Gruppen sein muss, lass 2 Gruppen auf dem Minifeld Fußball spielen und mache mit der anderen / den anderen Beiden die entsprechende Übung.


    PS: Mache auf der Elternversammlung deutlich, dass Ihr Störenfriede wenn es gar nicht mehr geht auch aus der Mannschaft ausschließen würdet. Manchmal hilft es schon, dies vorher deutlich anzudrohen. Sollten tatsächlich 2 oder 3 Kids wiederholt nicht in der Lage sein sich an den entsprechenden Regeln zu halten, solltest du sie konsequenterweise und zum Schutz der übrigen Kinder tatsächlich aus der Mannschaft entfernen. Ihr seid mit 16 Kindern zumindest in der komfortablen Situation, dass es für den Spielbetrieb eher vorteilhafter ist, wenn sich die Anzahl ein wenig reduziert.

    Warum bewirbt man dann den Verein nicht entsprechend ? Zum Beispiel so: "Unsere Trainer haben keine Ahnung von Training und altersgerechter Ausbildung. Die meiste Zeit des Trainings werden ihre Kinder herumstehen und darauf warten, dass sie wieder an der Reihe sind. ....Aber wir glauben, dass die Kinder jede Menge Spaß bei uns haben. Warum auch immer...."


    Okay, mein Thread bezog sich eher auf die B-Jugend. Ich kannte mal eine sehr schwache B-Juniorenmannschaft in unserem eigenen Verein. Hier haben zwei halbwegs ambitionierte Trainer 1,5 Jahre lang versucht die Mannschaft nach vorne zu bringen. Es wurde jedoch immer schwieriger am Wochenende 11 Spieler auf den Platz zu bekommen. Erst nachdem ein "reiner Sopaßmacher" die Truppe übernommen hat gab es wieder einen Zulauf und eine wesentlich größere Trainingsbeteiligung. "Fußball spielen" konnten sie da zwar immer noch nicht :D , sie hatten aber Ihren Spaß und einige spielen heute noch.



    Im F-Jugendbereich ist es sicherlich etwas schwieriger, da ist das altersgemäße Training schon wichtiger. Trotzdem glaube ich, dass es auch hier viele Kinder/Eltern gibt, die dem Fußball auf Grund des Wettbewerbcharakters und den vielleicht vohandenen Druck verloren gehen. Für diese Kinder wäre etwas weniger Ambition auf Seiten der Trainer vielleicht manchmal wünschenswerter.
    Hier gab es durchaus schon öfter die Frage ob man nicht eine Gruppe einrichten kann, die nicht am Wettspiel teilnimmt.



    Damit ist auch nicht gemeint, dass die Kids nun in der Reihe stehen sollen und alle 5 Minuten mal aufs Tor kloppen sollen. Da haben vermutlich nur die aller wenigsten Spaß dran. Aber das freie Spiel auf "richtige Tore" ist nicht nur für Kinder manchmal viel interessanter als ständig nur auf Kleinfeld mit Minitoren und irgendwelchen Provokationsregeln zu spielen.
    Daher finde ich es immer wichtig, dass Trainer und Mannschaft zusammen passen.

    Also ich sehe kein Problem. Wenn die Stimmung passt sind die Ausbildungsziele doch nebensächlich. Es gibt eben auch eine (nicht kleine) Anzahl von Fußballern, die halt wirklich nur just 4 fun spielen möchten und denen es eben nicht darauf ankommt immer das Optimale heraus zu bekommen.


    Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und behaupten, dass viele der hier ansässigen Trainer für solche Mannschaften ziemlich ungeeignet wären. Trainer und Mannschaft müssen halt immer zusammen passen!

    An dieser Stelle möchte ich meinen 2008er Jahrgang als Beispiel anführen, mit dem seit bald 2 Jahren intensives Techniktraining auf dem Plan steht, deren Entwicklung ist sensationell - die ersten 1,5 Jahre wurde damit keinen Blumentopf gewonnen und es gab regelmäßig deftige Klatschen. Wir haben 2x die Woche 90 Minuten Training und dabei ist das Training so aufgebaut, das wir 50 Minuten Techniktraining machen und 40 Minuten Spielformen/Freies Spiel. Seit gut 6 Monaten dreht sich das Blatt - gleichaltrigen sind sie sowohl koordinativ, als auch technisch sehr weit voraus. Im Spielbetrieb (ohne Ligatabelle etc.) spielen sie schon gegen 1-2 Jahre ältere und halten dort entsprechend mit. Im Spiel / Turnier - bei den Spielformen wird ausschließlich gelobt und nach missglückten Aktionen Handlungsvorschläge gegeben wie eine Situation gelöst werden könnte. Dabei haben die Kinder immer die Entscheidungsgewalt.

    Zodiak: Wenn Ihr mit den 2008ern bereits 2 Jahre intensives Techniktraining betrieben habt, waren die Kids zu Beginn überwiegend 4 Jahre alt, richtig? Habt Ihr mit den Kleinen direkt 90 Minuten trainiert? Sind sie in der Lage sich über die komplette Trainingseinheit zu konzentrieren?


    Ich habe selber mal die gleiche Altersstufe ein Jahr lang betreut. Hier haben wir außer Bewegungsspiele und kleine Fußballspiele (wobei auch hier gefühlt jede Minute irgendjemand den Ball in die Hand genommen hat) kaum etwas gemacht. Die Einheit dauerte 60 Minuten und höchstens 1/3 war von Anfang bis Ende "voll" dabei.


    Hat bei Euren 2008ern schon eine gewisse Selektion stattgefunden, bzw. habt Ihr mehrere Mannschaften in dieser Altersstufe?

    Zitat

    Ein taktisches Foul ist ein Mittel welches man in meinen Augen nicht
    verpöhnen darf, es gehört zum Fußball genauso dazu wie eine
    Passkombination.

    Das mag sein. Trotzdem erschließt es sich mir nicht ganz warum dies bereits im Kinderfußball praktiziert werden soll. Ausgehend davon, dass bis zum Ende der E-Jugend überhaupt kaum Taktik trainiert werden soll, macht es für mich keinen Sinn warum "TAKTISCHE Foulspiele" hier erwünscht sein sollten.
    Ich denke, dass ein sinnvolles "Taktisches Foul" schon einen sehr hohen Standard an Spielintelligenz voraussetzt, zu dem die allermeisten Kinder in dem Alter noch nicht in der Lage sein dürften.


    und ich kenne es von mir das ich die besten Leistungen unter Druck bringe.

    Das glaube ich Dir gerne. Es muss jedoch auch bedacht werden, dass es bei einem ebenfalls nicht geringen Anteil genau anders herum sein kann (ich z.B. :D)

    Bevor man sich hier auf den Trainer einschießt wäre es doch erstmal interessant zu erfahren, ob der Trainer über die Vorfälle informiert ist. Habt Ihr das Problem schon mal mit ihm besprochen?


    "Mobbing" im G-Jugendalter finde ich persönlich zumindest erstaunlich. Sicherlich kriegen sich mal Kinder in die Wolle, aber es sollte vielleicht schon noch einmal darüber nachgedacht werden ob man hier wirklich von "Mobbing" sprechen kann.


    Also zumindest ich kann aus den bisherigen Beiträgen noch nicht schließen, dass hier ein ungeeigneter Kindertrainer auf die Kiddies losgelassen wird, zumal sogar die Mutter eines "Mobbingopfers" ihn als netten Kerl einschätzt.

    Ich denke, dass man in so einem Fall stets den Einzelfall beleuchten sollte.
    Sofern der Trainer tatsächlich nur 3 Monate im Amt war, kann ich eine Rückforderung der Kosten u.U. schon nachvollziehen.
    Natürlich hätte dies dann aber schon beim Erwerb der Lizenz deutlich kommuniziert werden müssen.


    Hat er hingegen bereits im Vorfeld einige Zeit lang Aufgaben im Verein übernommen, betrachte ich die Rückforderung auch als unangemessen.


    Das ganze dann natürlich nach 1,5 Jahren noch zu machen, hätte man sich wohl besser geschenkt. Ich denke von mir hätte der Verein dann auch nichts mehr bekommen.

    Schimanski:
    In unserem Kreis kenne ich einige Fälle, die mit Ihren Mannschaften sowohl in der E- als auch in der D-Jugend gleichzeitig an der Punktrunde teilgenommen haben (Es existiert hier keine Festspielregelung zwischen E- und D-Jugend).
    Vielleicht ist so etwas bei Euch ja auch möglich?
    Da es hier auch vor Saisonbeginn relativ problemlos möglich ist Spiele zu verlegen und die Staffelleiter bei der Spielplangestaltung soweit wie möglich auf die Wünsche der Mannschaften Rücksicht nehmen, könnte ich mir so etwas generell auch vorstellen.
    Voraussetzung ist natürlich, dass Eure Spieler/Eltern dies mitmachen und Ihr auf eine dritte Trainingseinheit möglicherweise verzichten würdet.

    Mit der Verteufelung von Championsleague-Turnieren und Tabellen.



    Wenn ich jetzt die Ausführungen von tobn lese, kann ich natürlich schon nachvollziehen, warum es sinnvoller sein könnte bis zu einer gewissen Altersstufe auf sogenannte "Pflichtspiele" zu verzichten. Trotzdem muss ich aus meiner eigenen Erfahrung heraus sagen, dass gerade das Wettspiel gegen andere Mannschaften auf mich immer einen besonderen Reiz ausgestrahlt hat. Und das war durchaus schon in der G-Jugend so.


    Ich kann mich noch an eine Weihnachtsfeier als G-Jugendlicher erinnern, an der ich durchgängig geheult habe. Der Trainer war auf die Idee gekommen statt eines "vernünftigen Fußballspiels" einen Abenteuerparcours aufzubauen... :thumbup:


    Natürlich sind Kinder da unterschiedlich und in der G-Jugend die ich betreut habe wäre ich auch mit dem Abenteuerspielplatz gut angekommen. Trotzdem glaube ich, dass es auch für die Kleinen schon etwas Besonderes und Schönes ist mit dem Trikot auf dem Platz zu stehen und sich mit dem Gegner zu messen. Und entscheidend ist dabei ganz klar das Erlebnis, das Ergebnis ist 5 Minuten später (Gott sei Dank) schon wieder vergessen.


    Ich stimme Euch zweien aber zu, dass die Atmosphäre bei solchen Turnieren dann schon stimmen muss.
    In unserem Kreis ist es so geregelt, dass sich die G-Junioren alle ca. 3 Wochen zu einem Kreisturnier treffen. Dort wird dann meist in zwei Staffeln, nach Leistungsstärke getrennt, im Modus "Jeder gegen Jeden" gespielt. Die Leistungsstärke kann allerdings jeder Trainer selbst festlegen. Wer in Staffel 1 einen unteren Platz belegt hat kann dann beim nächsten mal in Staffel 2 spielen und umgekehrt. Eine Auf- und Abstiegsregelung gibt es hier nicht.


    Im F-Jugendbereich ist es ähnlich wie bei tobn organisiert. Es wird in Gruppen im Modus "Jeder gegen Jeden" gespielt. Die besten Mannschaften jeder Gruppe qualifizieren sich für die Kreisliga, die dann den sog. Kreismeister ermittelt. Hierbei gibt es aber auch Trainer (mich eingeschlossen), die dann versuchen nach Möglichkeit eine Platzierung zu erreichen, die es ermöglicht in der nächsten Runde auf halbwegs gleich starke Mannschaften zu treffen, anstatt in der Kreisliga möglicherweise alle Spiele recht hoch zu verlieren.


    Es gibt in unserem Kreis zwar kaum Trainer, die allen Kindern die gleiche Spielzeit zubilligen und ebenfalls kaum Trainer, die die Positionen rotieren lassen. Allerdings werden soweit mir bekannt doch immer alle Kinder eingesetzt und eine Mentalität des "Um jeden Preis gewinnen wollens" herrscht eigentlich zumindest im G-Jugendbereich auch nicht vor.
    Im F- und E-Jugendbereich war es sogar immer eine recht freundschaftliche Atmosphäre zwischen den Trainern, da man eigentlich doch immer wieder auf dieselben Mannschaften gestoßen ist. Habe dort allerdings auch mit den Mannschaften der höchsten Spielklasse weniger Erfahrung gemacht...

    Naja, und dazu wird halt bei uns in der F mit meiner Meinung nach zu großen Mannschaften (5+1) gespielt, mit dem Filzball, und mit einer sonderbaren Torwartregel, die besagt, dass er den Strafraum außer zur Abwehr eines Angriffs nicht verlassen darf

    Das ist hier genauso und ich stimme Dir zu, dass kleinere Mannschaftsgrößen idealer wären. Da jedoch der Spaß im Vordergrund steht kann ich damit leben, auch wenn bei solche Turnieren wohl nicht der maximale Lerneffekt zu erwarten ist.

    Also wenn ich mir hier die Hinweise für den abgebenden Verein durchlese, erkenne ich keine relevanten Unterschiede zu den Regelungen des NfV.


    Ansonsten hier nochmal ein Artikel von fussball.de der bundesweite Geltung haben sollte.

    Hallo Bareida,
    hier steht eigentlich alles drin zu dem Thema. Dies gilt zwar nur innerhalb des NfV, schätze aber dass es in anderen Verbänden nicht großartig anders laufen wird.
    Du solltest aber auf jeden Fall Eure Jugendleitung informieren. Die müssen wissen dass ein Spieler wechseln möchte und sollten dann auch das "bürokratische Zeugs" übernehmen, sodass du dich nicht mehr selbst drum kümmern musst :thumbup: .


    Grüße August

    Ich weiß, dass das hier nicht gerne gelesen wird, aber auch viele Kinder lieben die Welt der Champions-League-Turniere und Tabellen..... Ein solches Turnier bestreiten wir demnächst auch (wobei ich hoffe, dass das wegen der freundlichen Gastgeber nicht ganz so schlimm wird, auch weil bei 6 Teams jeder gegen jeden spielt).

    Damit habe ich auch immer so meine Probleme.
    Als meine damalige F-Jugend als jüngerer Jahrgang zum ersten Mal ein Turnier erlebt hat, bei dem es im Finale mit Einlaufsong auf den Platz ging, dort die Nationalhymne gespielt wurde und die Namen der Kinder vorgelesen wurde, standen die Jungs mit offenem Mund am Spielfeldrand.


    Aus meiner eigenen Jugendzeit kann ich mich auch noch gut daran entsinnen, dass gerade diese Momente immer etwas ganz besonderes waren (und meistens war ich selbst nicht aktiv dabei :D )


    Da frage ich mich immer warum man den Kindern dies eigentlich nehmen will, nur weil ein paar Erwachsene nicht in der Lage sind mit solchen Situationen kindgerecht umzugehen...

    Mit einer gewissen juristischen Grundkenntnis gehe ich davon aus, dass der Trainer hier auf Grund einer fahrlässigen Körperverletzung verurteilt worden ist.
    Bei der Strafbarkeit eines fahrlässigen Delikts ist stets im Tatbestand auf einen objektiv besonnen und gewissenhaften Menschen abzustellen.


    Der Richter begründet sein Urteil nun damit, dass ein "besonnener und gewissenhafter Mensch" erkannt hätte, dass zwei ungesicherte Tore in der Nebenhalle standen. Dies würde ich allerdings anzweifeln. Ich glaube nicht, dass eine Mehrheit der Trainer in einer Nebenhalle auf einem Hallenturnier zunächst die Tore auf Ihre Sicherheit hin überprüft hätten, zumal dies gerade bei Hallentoren auch nicht immer auf dem ersten Blick offensichtlich ist.


    Ich könnte mir vorstellen, dass die Verurteilten im Falle einer Berufung durchaus Chancen hätten das Urteil aufzuheben.

    Ich denke, man muß die Äußerungen soweit ernst nehmen, dass es für unerfahrene Trainer Situationen geben kann, für die sie kein Patentrezept parat haben und eine weitere Unterstützung benötigen. Diese Unterstützung könnte durch einen besonders geschulten, erwachsenen Schiedsrichter als Spielbegleiter besonders in der Anfangsphase nützlich sein. Der Wert dieser Person, die nicht mit der Schiedsrichterpfeife in der Hand aktiv auf dem Rasen, sondern neutral neben dem Rasen für beide Trainer zur Verfügung steht, wäre schon deshalb sehr hoch, weil dadurch die Fluktuation bei den Jungtrainern deutlich reduziert würde. Ja, es wäre in meinen Augen sogar wünschenswert, wenn diese Schiedsrichter in den extremen Fällen, in denen Trainer nicht lernfähig sind und sich permanent daneben benehmen, diese direkt oder indirekt (über den Verein) vom Spielbetrieb ausschließen könnten. Denn nicht immer sind allein falsche sportliche Ziele die Ursache für eine Eskalation.


    Man darf deshalb auch die Aufgabe des Schiedsrichters nicht in der Weise erledigen, als das man sagt: die brauchen wir erst mal nicht! Es muß sich das Rollenverständnis vom "bösen schwarzen Mann mit der Pfeife", dem nach eine Ansage erteilt, wenn nicht wie gewünscht läuft, hin zu einem neutralen Spielunterstützer, der den Trainern zur Seite steht!

    Klingt sehr gut finde ich!
    Würde ich momentan auch als das beste Modell ansehen. Spiel nach Fairplay-Regeln mit einem Schiedsrichter, der nur dann eingreift wenn es wirklich von Nöten ist. dies würde die Trainer entlasten und der Lerneffekt des "Selber entscheiden" würde bestehen bleiben.
    Wenn man dann noch ohne Tabellen spielen würde, wäre es vll. perfekt.
    Stellt sich nur die Frage wo man genügend (für die Fairplay-Liga) ausgebildete Schiedsrichter her bekommt...

    Aber warum soll nicht der Trainer diese Konflikte lösen, warum nur der Schiri? Hat der automatisch die A...karte gezogen, als er sich für den Schiriweg entschieden hat?

    JA! 8)


    Da ich selbst möglicherweise ein Typ Trainer bin der in das von Coulibaly gezeichnete Profil passt, kann ich den Trainer da schon verstehen. Ich habe noch keine Spiele nach der Fairplay-Liga als Trainer erlebt und möchte daher auch nicht vorzeitig urteilen. Jedoch muss ich auch sagen, dass ich absolut keine Lust darauf habe während eines Spieles noch "pädagogisch" auf den Trainerkollegen einwirken zu müssen.
    Ich kann als Trainer sehr gut damit leben, wenn der Schiedsrichter eine Fehlentscheidung trifft. Wenn jedoch mein Trainerkollege diese Entscheidungen zu seinen Gunsten falsch trifft, dann bekomme ich eine Krawatte...irgendwie bin ich noch nicht davon überzeugt dass es durch die Fairplay-Liga weniger Konfliktpotential gibt.


    Unstreitig ist für mich die Tatsache, dass F- oder E-Kinder hervorragend ohne Schiedsrichter auskommen würden WENN es keine ERWACHSENEN AM SPIELFELDRAND geben würde. Ich glaube auch nicht, dass die Anzahl von Kindern die bewusst Fehlentscheidungen zu Ihren Gunsten treffen würden, besonders hoch ist. Als Schiedsrichter in diesen Altersgruppen habe ich eher das Gegenteil erlebt.


    Es bleibt letztlich das Problem der ungeeigneten Trainer. Und dieses Problem kann meiner Meinung nach auch die Fairplay-Liga nicht lösen. Im Gegenteil - möglicherweise ist eine "neutrale" Instanz da sogar besser.

    Hier nochmal kurz die Antwort unseres Kreisschiedsrichterobmannes:


    Sinngemäß: "Notbremsen sind immer mit rot zu bestrafen - ich hätte es im vorliegenden Fall jedoch nicht gemacht."


    Ich überlege noch was ich für mich als Fazit ziehen soll und wie ich in einer ähnlichen Situation zukünftig entscheiden würde....

    Erst einmal vielen Dank für die vielen Rückmeldungen.


    Ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern in 12 Jahren Tätigkeit als Jugendbetreuer von F- bis D-Jugendmannschaften jemals eine Karte für einen Spieler gesehen zu haben.
    Mit einer Ausnahme. Bei einem Feldturnier in einem anderen Kreis hat ein damaliger E-Jugendspieler meiner Mannschaft eine gelbe Karte gesehen. Grund war gefährliches Spiel gegen den gegnerischen Torwart. Besagter Spieler hat daraufhin, ungelogen, eine halbe Stunde lang geheult. Obwohl sowohl wir Betreuer, der gegnerische Betreuer und der Schiedsrichter ihm anschließend gut zugeredet haben. Das Turnier war für ihn gelaufen.


    Weiterhin kann ich mich im Nachhinein auch an keine einzige Spielsituation erinnern wo in diesem Bereich wirklich gewollte, bösartige Foulspiele vorgelegen hätten. Es mag jedoch sein, dass dies in leistungsorientierteren Mannschaften eher mal der Fall sein kann.
    Somit ist meiner Meinung nach eine weitere Bestrafung in Form von Karten oder Zeitstrafen zumindest im E-Jugendbereich überflüssig. Bei der D-Jugend wäre möglicherweise eine Zeitstrafe doch angebracht. Im Nachhinein würde ich eine 5-minütige Zeitstrafe für den betroffenen Spieler doch für sinnvoll erachten.


    Trotzdem ist das subjektiv richtige Empfinden ja das eine - die vorgeschriebenen Regeln aber das andere. Ich gehe da ehrlich gesagt konform mit Sir Alex. Regeln sollten schon eine Verbindlichkeit haben, sonst sind sie überflüssig. Demzufolge hätte ich dem Spieler auch eine rote Karte geben müssen, sofern dies das Regelwerk so besagt. Die Frage die sich mir stellt ist aber auch, was das Regelwerk hier vorsieht. Ich habe weder in den kreiseigenen Durchführungsbestimmungen, noch in der Jugendordnung und Spielordnung des Verbandes gültige Regelungen gefunden.


    In den offiziellen FiFA Fußball-Regelungen werden auch in Bezug auf Jugendspiele bezüglich des Strafmaßes keine abweichenden Regelungen genannt. Es gibt aber beim DFB vereinfachte Regeln für den Spielbetrieb (Link ) Demzufolge sollen zumindest von G- bis E-Jugend keine Karten gezeigt werden.
    Ich würde das dann so interpretieren, dass im D-Jugendbereich tatsächlich die offiziellen Fußballregeln Anwendung finden sollen und somit hier auch eine rote Karte hätte gezogen werden müssen.
    Ich denke ich werde tatsächlich mal den Kreisschiedsrichterobmann um seine Einschätzung bitten. Wie gesagt, sinnvoll finde ich die rote Karte aber nicht!

    Hallo zusammen,
    ich würde mich freuen zu folgender Situation mal Eure Meinung zu hören.
    Ich habe gestern ein D-Junioren Punktspiel als Schiedsrichter geleitet. In unserem Kreis wird nach "normalen Regeln" gespielt, eine Fairplay-Liga oder ähnliches existiert hier noch nicht.
    Es war ein Spiel der untersten D-Jugendstaffel zwischen den letzten beiden Mannschaften. 10 Minuten vor dem Spielende pfeife ich beim Stand von 7:2 einen Achtmeter, da ein Spieler als letzter Mann bei einer Grätsche nach dem Ball zu spät kam und so den gegnerischen Spieler traf.
    Bei einem Herrenspiel hätte dies unweigerlich die rote Karte und einen Strafstoß zur Folge gehabt. Ich habe lediglich auf Achtmeter entschieden.
    Beide beteiligten Mannschaften haben die Entscheidung kommentarlos hingenommen.


    Es war allerdings in der letzten Viertelstunde auch ein vom Kreis angesetzter Schiedsrichter anwesend, der im Anschluss an die Begegnung ein Herrenspiel leiten sollte. Dieser gab mir nach Spielende zu verstehen, dass die Notbremse im D-Jugendbereich zwingen auch die rote Karte zur Folge haben müsste. Dies wäre bereits ab dem E-Jugendalter so.
    Der Schiedsrichter kam von einem anderen Verein, hatte also mit den beiden beteiligten Mannschaften nichts zu tun.


    Meine Frage: Wie würdet Ihr in einer solchen Situation entscheiden, bzw. wie wird bei Euch üblicherweise in solchen Situationen im E- und D-Jugendbereich entschieden?