Beiträge von tobn

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    @Lutz Voelkel, deinen knappen Ausführungen entnehme ich, dass du von der FPL nicht viel hältst. Ich weiß aber nicht, ob es sinnvoll ist, sich auf eine Diskussion einzulassen, wenn du dich so einsilbig äußerst und eine vorgefasste Meinung demonstrierst. Da das ja dein erster Beitrag ist, könnte ich mir vorstellen, dass du noch nicht so lange hier im Forum unterwegs bist. Falls das stimmt, so würde ich dir vorschlagen, mal die vielfältigen und sehr kontroversen Diskussionen zur FPL, die es hier schon gab, durchzulesen.


    Um aber auf deinen Beitrag einzugehen: freut mich, wenn es bei Euch im Kreis genügend Jungschiedsrichter gibt. Bei uns ist das nicht der Fall. Ich kann mich sogar nur an ein einziges Spiel erinnern, das bei uns mal ein Jugendlicher pfiff, der sich für die Schirilaufbahn interssierte. Lass mich gerne noch ein halbes Dutzend weitere vergessen, dann sind das immer noch keine 5% der Spiele im Kinderbereich, die ich bisher gesehen habe. Eine handvoll Rundenspiele wurden von offiziellen Schiedsrichtern des gastgebenden Vereins gepfiffen, außerdem die paar Kreispokalspiele in der E-Jugend, die überwältigende Mehrheit aber von Vätern von Spielern des gastgebenden Vereins.


    Außerdem sehen die Initiatoren der FPL ja durchaus den Spielleiter in der E-Jugend vor. Was hieltest du denn davon?

    Werden bei euch tatsächlich die Schiedsrichter nicht bezahlt?

    Nicht dass ich wüsste. Sie bekommen natürlich ihre Auslagen erstattet, also Fahrtkosten und eine gewisse Pauschale für jedes gepfiffene Spiel. Wieviel das genau ist, weiß ich nicht, es dürfte sich aber so in der Größenordnung von € 20,- oder so pro Spiel bewegen. Der zeitliche Aufwand für ein Spiel dürfte aber häufig bei ca. drei Stunden liegen, vom Aufbrechen bis zum Wiedereintreffen zu Hause gerechnet. Da bewegen sich die Beträge im Bereich der Aufwandsentschädigung, finanziell attraktiv ist der Job nicht.


    Ich habe mal von einer Schiedsrichter-Abbrecher-Quote von ca. 50 % während der 1. Saison gelesen. Die Gründe dafür sind vielschichtig! Immer wieder hört man aber, dass die Jungschiedsrichter aufgrund persönlicher Beleidigungen von Eltern oder Trainer die Lust verlieren. Hier fehlt es auch an Unterstützung, denn diese Jugendlichen werden meist ohne jegliche Unterstützung durch die Schiedsrichter-Ausbilder oder die Heimatvereine "ins kalte Wasser" geworfen.

    Ja, das ist teilweise so. Viele Jugendliche gehen natürlich die Aufgabe auch erst mal ein wenig naiv an, was man ihnen aber aufgrund ihres Alters kaum vorwerfen kann. Naja, und dann erleben sie halt die ganz normale Welt der Schiedsrichter, in der es nur wenig Lob gibt, dafür aber jede Menge Kritik an vermeintlichen Fehlentscheidungen, an einer zu strengen oder pingeligen, oder einer zu laxen Spielführung, oder an der angeblich fehlenden Linie, die man aber, mal ehrlich, von Vierzehn- bis Sechzehnjährigen ja wohl kaum erwarten kann. Gleichzeitig blöken nicht wenige Trainer und Zuschauer bei jeder Situation ins Spielfeld rein, was denn da passiert ist.. Der Job des Schiri ist beileibe nicht einfach, es ist da schon sehr hilfreich, eine gestandene Persönlichkeit zu sein. Aber das können Jugendliche eigentlich noch gar nicht sein, sie befinden sich wenn noch nicht am Anfang, so doch zumindest noch mitten im Prozess der Persönlichkeitsbildung. Vielleicht nicht alle, aber zumindest potenziell jeder einzelne von ihnen. Und daher täte ein Verein gut daran, dafür zu sorgen, dass seine jugendliche Schiri-Kandidaten einen erfahrenen Begleiter haben, so eine Art vierten Offiziellen.


    Im Gegenteil, da passiert es auch schon mal, dass ein Heimatverein-Trainer, der es nicht gelernt hat, wie man mit Achtung verliert, den Schiedsrichter als Allein-Schuldigen ausmacht!

    Es gibt natürlich schon auch schwache Schiedsrichter. Und im Fußball kann es auch eher als in anderen Sportarten passieren, dass eine einzige oder vielleicht auch zwei unglücklicherweise die selbe Mannschaft betreffenden Entscheidungen ein Spiel, nun ja, entscheiden können. Wenn dann dem Spiel entsprechend viel Bedeutung beigemessen wird, dann führt das schnell zu Frust und dazu, dass man dem Schiri Vorwürfe macht. Ja, da sollte ein Trainer drüber stehen. Aber leider tun es doch immer wieder welche eben nicht..


    Grundübel ist doch, dass dem Ausgang des Spiels zu viel Bedeutung beigemessen wird. Natürlich ist es das Ziel des Fußballspiels, mehr Tore zu schießen als der Gegner und somit das Spiel zu gewinnen. Aber geht es nicht auch darum, während des Spiels Freude an selbigem zu haben? Und ist es nicht auch so, dass nicht nur, aber gerade im Kinderfußball eine Vielzahl von Toren eben nicht sonderlich raffiniert oder überzeugend herausgespielt sind, sondern oft das Produkt von vielen Zufällen sind? Hinzu kommt, dass sich oft Mannschaften gegenüber stehen, die beide einen hohen Grad an Heterogenität aufweisen. Und wenn dann halt die eine Mannschaft zwei gute Spieler mehr in ihren Reihen hat als die andere, dann kann es schnell passieren, dass da mal zwei, drei Tore innerhalb von nur einer Minute für die eine Mannschaft fallen. Da kann dann am Ende das Ergebnis viel eindeutiger aussehen als es der Spielverlauf tatsächlich war. Aber trotzdem fühlt sich am Ende halt ein Sieg, auch wenn er glücklich war, anders an, als eine Niederlage. Damit können aber nur wenige Menschen richtig umgehen..

    Trotzdem, ich bin der Meinung das ganze würde mit Schiri besser laufen.

    Nun, ich habe beides erlebt, und ich muss sagen, dass es keinen großen Unterschied gibt, wenn beide Teams "in Ordnung" sind. Schwieriger wird es immer, wenn eine "problematische" Mannschaft beteiligt ist, das war mit Schiri so und das ist es auch ohne einen. Zumindest war es das bei uns, wo der Heimverein den Schiri stellt, der dann gerade bei den problematischen Vereinen durchaus immer mal wieder nicht sonderlich unparteiisch entschieden hat.. Und die Papa-Schiris haben auch so gut wie nie auf die Trainer eingewirkt, sich doch zu mäßigen, die Jungschiris schon mal gar nicht. Und so kann ein solches Spiel schon mal aus dem Ruder laufen. Das kann auch passieren, wenn man es mit einem eher schwachen und wankelmütigem Schiri zu tun hat, wie es, so zumindest meine Beobachtung, die meisten Jungschiris eher sind. Verstehe mich nicht falsch, ich mache ihnen das überhaupt nicht zum Vorwurf, sie haben noch nicht so viel Erfahrung und sind dazu ja noch viel jünger als die Trainer und Eltern der Spieler, vor denen sie daher (manchmal zu viel) Respekt haben.


    Beim Spiel mit Schiri muss dieser dafür sorgen, dass die Regeln eingehalten werden. Wenn er fehlt, so sind dafür die Spieler und die Trainer alleine zuständig. Natürlich bedeutet das deutlich mehr Verantwortung für die Trainer, die sich als kooperatives Paar verstehen müssen, das gemeinsam dafür sorgen muss, dass die Kids ein gutes Spiel erleben. Das mögen viele Trainer nicht, sie fühlen sich zu stark im Fokus, vielleicht sogar überlastet. Aber diese Aufgabe müssen sie annehmen und sich ihr stellen. Sie dienen noch stärker als vorher als Vorbild, indem sie zeigen, wie man mit dem Gegner richtig umgeht, sowohl in leichten Gewässern wie auch in stürmischerer See.


    Und in der E-Jugend kann man dann ja den angehenden Schiri als FPL-Spielleiter installieren. Da er es dann mit Spielern und Trainern zu tun hat, die bereits damit Erfahrung haben, das Spiel eigenverantwortlich regelgerecht zu gestalten, dürfte er es auch leichter haben.


    [...]ich habe das Glück vernünftige Eltern zu haben, ich habe es aber auch schon anders erlebt, meistens aber wenn wir als Gast gespielt haben vllt. hab ich das auch Falsch rübergebracht diese speziellen Eltern kriegt weder der Schiri noch die Regeln der FPL noch der Trainer in den Griff, [...]

    Jeder Trainer ist für die Elternschaft seiner Spieler verantwortlich. Wenn sich da einer nicht benimmt, ist es Sache des Trainers, ihn zur Raison zu bringen. Wenn das nicht funktioniert, so muss er den Platz verlassen, entweder indem der Trainer, wenn auf eigenem Platz spielend, des Geländes verweist, oder, falls man Gast ist, indem er einen Vertreter des gastgebenden Vereins darum bittet, dies zu tun. Natürlich sollte er diese Maßnahme vorher in deutlicher, aber unemotionaler Form für den Fall angekündigt haben, dass sich der Querulant nicht in den Griff bekommt.


    Wichtig ist, dass man rechtzeitig einschreitet, wenn die Stimmung zu eskalieren beginnt. Dazu muss man natürlich als Trainer auch genügend Mumm haben. Aber das gehört nun einmal dazu.


    [...] und wenn Du mit Offiziellem den Schiedsrichter meinst dann ja, einen Extra Beobachter aber nicht!

    Ich meinte einen Vertreter des Kreises, der ja z.B. auch Strafen verhängen kann, und der für die Durchführung des Spielbetriebs im Kinderbereich zuständig ist.


    Nochmal ich will nicht das der Schiri da ist ,um das Umfeld zu Beruhigen, ich denke nur das die Anwesenheit eines Schiris einen anderen Eindruck macht.

    Die FPL ist entstanden, weil das problematische Umfeld leider zu oft den Schiri zum Sündenbock gemacht und als Blitzableiter gebraucht hat.


    Ich sehe es so das die Spielenden Kinder auf dem Platz jemanden haben müssen der "Unparteiisch" auf die Einhaltung der Regel achtet das funktioniert meines Erachtens nach besser als wenn es die Kinder selbst tun da Kinder gerade in diesem Alter eine sehr starke Ich- Bezogenheit haben .

    Dazu gibt es ja bei der FPL auch immer noch die Trainer.


    Aber wann willst Du denn Jungschiedsrichter einsetzen?

    So, wie Ralf Klohr es vorschlägt: als Spielleiter in der E-Jugend.


    [...] und wenn der Verband das Schiedsrichter da sein attraktiver machen würde ( Hier werden ja teilweise knallharte Strafen ausgerufen die sogenannten Einzelrichter Urteile ... und das schon bei marginalen dingen! Das fördert die Bereitschaft und die Motivation überhaupt nicht.) bin ich mir sicher finden sich auch wieder mehr Schiedsrichter.

    Es gibt viel zu wenige Schiedsrichter, dafür werden die Vereine auch schon bestraft. Meinem Eindruck nach treffen diese Strafen auch nahezu alle Vereine, mir kommt es so vor, als würde kaum ein Verein sein Schiedsrichtersoll erfüllen (können). Wo sollen deiner Meinung nach die ganzen Schiedsrichter denn herkommen? Der Job wird nicht bezahlt, er kostet wahnsinnig viel der kostbaren Freizeit am Wochenende, und dazu ist man noch unheimlich oft der Buhmann. Und wenn man Pech hat, dann erwischt man ein Spiel, bei dem man um seine körperliche Unversehrtheit bangen muss. Ganz abgesehen von der Zeit, die man dafür aufwenden muss, um überhaupt den Schiri-Schein zu bekommen.

    Bei uns, und wir befinden uns in einem Kreis sehr nahe dem von @Don Quijote, gab es vor verpflichtenden Einführung der FPL durch den HFV (Hessischer Fußballverband) von G- bis E-Jugend keine offiziellen Schiedsrichter, sondern nahezu ausschließlich Elternteile oder auch mal einen Spieleropa als Schiris. Ganz selten mal einen Jugendlichen, der sich für die Schiri-Laufbahn interessierte, noch seltener einen der wenigen gemeldeten Schiris eines Vereins. Nur bei den Kreispokalspielen der E-Jugend gab es offizielle Schiedsrichter, da waren dann dann plötzlich auch die Sonderregeln des Kreises, wie z.B. kurze Ecken, Makulatur.


    Und da teile ich die Meinung von @peter31, das war oft auch nicht besser als die eigenständige Entscheidung der Kinder. Es war nicht selten, dass der vom Heimverein gestellte Schiedsrichter nicht wirklich unparteiisch pfiff.


    Ich finde mit der Regel ohne Schiedsrichter zu Spielen, lässt der Verband die Trainer ganz schön allein.

    Nun, den Trainern wird auf jeden Fall mehr Verantwortung zugewiesen als zuvor. Letztlich sind sie es, die dafür sorgen müssen, dass das Spiel funktioniert. Das geht am besten über ein gutes Miteinander und läuft nicht gut, wenn ein Trainer (oder beide) insbesondere die Interessen seiner Mannschaft im Gegensatz zu denen aller Kinder vertritt.


    Der Verband kann doch nicht ernsthaft erwarten das der Trainer eines Dorf Vereins (wie ich es bin) 20 Erwachsene auf der Tribüne erziehe, ...

    Doch, ein Stück weit schon. Wie soll das denn ein freiwilliger Schiedsrichter besser können, der ja auch aus diesem Personenkreis stammt? Du und dein Kollege habe als Trainer doch mehr Autorität als sie, Ihr seid schließlich Vereinsvertreter, einer sogar des gastgebenden Vereins, der somit das Hausrecht ausüben kann.


    Vielleicht wünschst du dir, dass der Verband Leute abstellt, die für Ordnung sorgen, aber dafür gibt es schlicht und ergreifend in keiner Weise das Personal. Also müssen die Vereine selbst dafür sorgen, das war hier vor der FPL so und ist es nach ihrer Einführung auch immer noch.


    ... wie will ich denn das durchsetzen, Sportplatz Verbot, Ausschluss aus dem Verein. Da hätte ich dann 2 Tage später die Abmeldung im Briefkasten und keine Kinder mehr mit denen ich in der FPL spielen könnte.

    Na komm, nun mach mal nicht solch einen Elefanten aus der Mücke, oder meinetwegen aus dem Zwergpinscher. Natürlich gibst du auch den Eltern gegenüber Verhaltensregeln vor, und die meisten Erwachsenen finden es gut und richtig, wenn weniger geblökt wird und mehr positiv unterstützt. Es gibt nur ganz wenige Unbelehrbare, und die muss man tatsächlich in letzter Konsequenz entfernen. Aber das bedeutet keinen Verlust für den Kinderfußball, sondern einen Gewinn.


    Ich habe bisher noch nie Probleme dabei gehabt, die Eltern auf den vorgeschriebenen Abstand zum Spielfeld zu bekommen. Einfach mit einem Lächeln und freundlich, aber gleichzeitig bestimmt darum bitten, sich doch hinter die Absperrung zu begeben, vielen Dank!


    Was spricht dagegen, das Jung Schiedsrichter, hier wo es noch nicht um Ergebnisse und Tabellen geht Erfahrungen sammeln. Dazu ist die FPL meines Erachtens nach bestens geeignet.

    Es geht... Jugendliche lassen als Schiedsrichter, so meine Erfahrung, sehr sehr viel laufen und sind sehr stark von außen beeinflussbar. Leider wird daher das Problem der Beeinflussung durch die Trainer (und die Eltern, wenn diese nicht weit genug weg sind) nicht gelöst, sondern eher wieder verschlimmert. Die FPL sieht ja eigentlich vor, dass in der E-Jugend jugendliche Spielleiter hinzu kommen, die nur in strittigen Situationen in das Spiel eingreifen. Ansonsten entscheiden die Kids, die das aus der F-Jugend ja schon gewohnt sind, weiterhin selbstständig. So läuft das bei uns leider nicht, aber das hört sich für mich nach einer guten Sache an -- wenn man es denn richtig einführt und vor allem auch die Trainer entsprechend einweist, die ihrerseits wiederum als Multiplikatoren in Richtung ihrer Mannschaften, dabei besonders der Eltern, dienen (müssen). Letztlich läuft es ja so bei uns im Training beim Abschlussspiel, da muss ich und meine Trainerkollegen ja auch nicht ständig eingreifen und entscheiden, sondern eben nur dann, wenn die Kinder sich nicht einigen können, oder aber grob falsch entscheiden -- oder ggf. wenn es um erzieherische Maßnahmen geht.

    Ich spiele das analog zum Handball: Wenn der Torwart den Ball ins aus abwehrt (zur Ecke), wechselt der Ballbesitzt.

    Auch eine gute Idee! :thumbup:


    Ich kann mich noch daran erinnern, wie mich diese Regel gewundert hat, als sie mir beim Handballspiel unserer Tochter zum ersten mal bewusst wurde. Ein anderes mal wurde dann noch, als wir mal gemischte Eltern-Kinder-Mannschaften hatten, der Versuch eines schnellen Gegenstoßes abgepfiffen, den ich als Torhüter einleiten wollte, weil ich den Kreis mit dem Ball verließ. Seitdem weiß ich, dass das nicht erlaubt ist.. Tja, nach und nach lernt man auch die Regeln der anderen Sportarten kennen. :huh:

    @tobn
    Da steht immer nen Keeper drin

    OK... Naja, wenn es klappt, dann soll es mir recht sein. Bei uns würde das kaum einem Kind Spaß machen, da eben so viele Bälle rein gehen.. Wir haben auch ein paar Experten, die gezielt ihren Schuss direkt nach dem des Vordermannes abgeben, weil da der Torhüter keine Chance hat -- denn auch wenn wir Trainer die Tore nicht mit zählen, so vergleichen die Jungs untereinander ja doch permanent, wie oft sie schon getroffen haben...


    Wenn es also viele Torschüsse in kurzer Zeit gibt, lasse ich den Torhüter ganz gerne weg. Entweder treten dann zwei (oder mehr) Gruppen gegeneinander an und die Gruppe, deren Ball zuerst im Tor ist, bekommt einen Zusatzpunkt. Oder ich stelle Stangen ins Tor und es gibt für Treffer zwischen Pfosten und Stange mehr Punkte als für welche in der Mitte. Gerade in der Halle lege ich auch schon mal eine Bank ins Tor, damit sie hoch schießen müssen. Oder ich lege Leibchen so vor das Tor, dass allzu schwach getretene Bälle das Tor nicht erreichen -- in Kombination mit einer Mindestentfernung für den Torschuss.

    Da ist beides möglich. Wenn der Torhüter laufen muss, dann könnte man ggf. den Verteidigern erlauben, einen anderen Torhüter zu ernennen. Oder sie müssen halt in dem Moment besonders gut verteidigen. Bei mir wird übrigens der Torhüter häufig bei jedem Tor rotatorisch getauscht, nur so nebenbei.

    typisch eingefahrene sichtweise…

    Obacht mit solchen pauschal aburteilenden Einleitungen, sowas führt nur selten dazu, dass der Adressat deinen Aussagen gewogen ist..


    wisst ihr warum brasilianer so eine gute ballbehandlung haben, weil sie viel hohe bälle verarbeiten und das schon als kleinkinder.

    Mir geht es hier wie @bonyamin, ich frage mich, woher du diese Aussage nimmst bzw. wie du sie untermauern kannst. Ich kenne sie aus dem ersten Band der Wilden Fußballkerle, da erzählt, meine ich, Willi, der kioskbesitzende Fußballtrainer der Wilden Kerle, das ihnen, als sie auf einem mit Pfützen übersäten Matschplatz trainieren und überhaupt nicht zurecht kommen. Aber das ist völlige Fiktion.


    Unstrittig dürfte sein, dass die Kinder, die Talent mit bringen und viele Ballkontakte haben, auch am Ende die beste Ballbehandlung haben werden. Viele Ballkontakte werden sie haben, wenn ihnen das Fußballspiel viel Spaß macht. Wie man das aber hin bekommen soll, wenn man sie dazu zwingt, mit hohen Bällen umzugehen, wo sie noch nicht einmal flache gut verarbeiten können, ist mir ein Rätsel. Das musst du mir erklären.


    das f linge zu lange brauchen , kann man auch entgegenwirken als trainer. indem man sobald der ball in der hand ist 21 22 23 laut zählt wird nicht eingeworfen , bekommt der gegner den ball. handlungsschnelligkeit fördern.

    Klar, das mache ich auch immer mal wieder. Neulich habe ich mit ihnen auch anlässlich einer passenden Situation im Abschlussspiel über das Thema des Einwurfs gesprochen, u.a. darüber, wo man sinnvollerweise hin wirft und wo nicht. Aber auch darüber, wieso ein Einwurf nicht unbedingt einen Vorteil für das einwerfende Team darstellt und warum man daher beim Thema Einwurf nicht zu sehr auf sein Recht pochen sollte.


    einwürfe kommen im spiel oft vor und das verarbeiten von hohen bällen noch öfter , also warum etwas aussen vor lassen was zum spiel gehört?!

    Ganz nebenbei: ich lasse Einwürfe nicht gänzlich außen vor -- wenn wir mal ein Spiel mit fünf oder mehr Feldspielern pro Mannschaft auf einem etwas größeren Feld bestreiten, das so in Richtung unseres viel zu großen Spielbetriebsspielfelds geht, lasse ich durchaus mit Einwurf spielen. Es bringt bei meinen jungen E-Junioren nur meiner Meinung nach nicht sonderlich viel. Es gibt da von zwei Dutzend Kindern vielleicht ein halbes Dutzend, die dazu in der Lage sind, den Ball nach einem Einwurf einigermaßen schnell unter Kontrolle zu bekommen. Das aber auch nur, wenn sie genügend Raum haben, also wenige Gegenspieler in der Nähe waren, als der Ball ins Aus ging und dazu noch der Einwurf schnell ausgeführt wird. Das kommt aber nur recht selten vor. In diesem Alter ist übrigens auch noch sehr beliebt, denn Ball gar nicht anzunehmen, sondern ihn an sich vorbei dotzen zu lassen und ihm dann hinterher zu laufen, um ihn erst dann zu spielen, wenn er nicht mehr hüpft.


    Die schwächeren Spieler versuchen nahezu alle, den noch dotzenden Ball irgendwie zu treten, so dass er im hohen Bogen eher so irgendwohin fliegt. Oder sie verfehlen den Ball, treffen dafür aber den Gegen- oder Mitspieler.


    Egal wie, der Einwurf dauert längert als das Einkicken und das wiederum länger als das Eindribbeln. Sowohl was die Zeit bis zur Ausführung anbelangt als auch was das Tempo des Balls betrifft.


    mir ging es jetzt nicht nur um f linge.

    Uns aber. Und diese verschätzen sich übrigens bei hohen Bällen sehr häufig noch kolossal.


    die brasilianer spielen sehr gerne hochhalten und fussballtennis , dadurch haben sie auch eine gute balbehandlung , bei diesen spielen kommt der ball fast nur von oben.

    Die hiesigen Kids, die ich kenne, spielen das auch sehr gerne. Aber eben halt eher so ab D-Jugend, die talentierteren teilweise schon in der E-Jugend. Aber vorher nicht, weil sie es da noch nicht gut genug können. Da schießen sie vor allem gerne aufs Tor.


    die idee mit den bällen auf den hütchen ist top, machen ja einige, wie gesag tkann nur empfehlen das der einwurf eben nicht ausgeschlossen wird. vielleicht einmal so einmal so, hat dann wieder was kreatives.

    Gerne, ich glaube auch nicht, dass z.B. @Zodiak Einwürfe kategorisch ausschließt, ich mache es auch nicht. Aber ich lasse lieber eindribbeln oder einkicken, ich denke, bei mir liegt die Quote da bei 66% bis 75%. Meine Absicht in diesem Thread ist es aber auch nicht, anderen Trainern den Einwurf zu verbieten als vielmehr sie dazu anzuregen, es auch mal ohne Einwurf zu versuchen. Meinen Beobachtungen nach richten sich nämlich die meisten Trainer vor allem an den bei ihnen herrschenden Spielbetriebsregeln. Und wenn da im 6+1 mit Einwurf gespielt wird, dann machen sie das auch im Training so. Und selbst mit zwanzig Kindern wird dann oft auf nur einem Spielfeld gespielt, dann halt im 9+1 und festen Positionen, natürlich denselben wie im "Punktspiel". Das bringt aber viel weniger als Spiele in kleinen Teams auf kleineren Feldern und mit mehr Nettospielzeit. Ein gutes Mittel dazu sind Ersatzbälle, ein anderes aber eben auch der Verzicht auf den Einwurf zugunsten einfacherer und schnellerer Arten der Spielfortsetzung. Es gibt da übrigens ja auch die Variante, dass bei Aus der Trainer sofort einen neuen Ball ins Spiel bringt, entweder bis der Vorrat aufgebraucht ist und alle Bälle wieder geholt werden müssen, oder aber der Spieler, der zuletzt den ins Aus gegangene Ball berührt hat, muss diesen erst holen und zum Trainer transportieren, bevor er wieder am Spiel teilnehmen kann.

    Ich lasse im Training Einwürfe auch fast immer weg, stattdessen sollen die Kids den Ball einkicken oder eindribbeln. Das geht deutlich schneller vonstatten, denn meiner Erfahrung nach brauchen F-Junioren noch eine halbe Ewigkeit, um sich zu entscheiden, wo sie den Ball hinwerfen wollen -- dabei wird dann mehrfach hin- und herüberlegt, auf diverse Rufe reagiert, und währenddessen schlurfen nach und nach alle Spieler zum Ort des Einwurfs und versammeln sich dort. Dann geht der geworfene Ball mit 50% Wahrscheinlichkeit zum Gegner, und außerdem dotzt er eben noch ein paar mal und die meisten F-Junioren, die nämlich noch nicht in der Lage dazu sind, einen hüpfenden Ball auch nur einigermaßen korrekt einzuschätzen, geschweige denn zu verarbeiten, treten dann in Hüfthöhe nach dem Ball, treffen sich dabei aber gerne auch mal gegenseitig.


    Nee, das bringt in dem Alter noch nichts...

    Ich teile die schon mehrfach geäußerte Meinung, dass dem Verein diese Superspezialsonderseite einer einzigen Mannschaft ein Dorn im Auge sein könnte. Leider werden bei vielen Vereinen die Web-Präsenzen (zu) stiefmütterlich behandelt, man muss aber auch berücksichtigen, dass es nun einmal deutlich mehr mühsame Fleißarbeit ist, eine Webseite für einen ganzen Verein oder eine Abteilung zu pflegen als es das für eine einzelne Mannschaft ist. Wenn ich mir ansehe, wie lange der Webmaster bei uns alleine auf die Mannschaftsfotos einiger Teams warten muss...


    Für meinen Geschmack geht die Präsentation der fraglichen Kindermannschaft auch in die etwas falsche Richtung, ich stoße mich auch ein wenig daran, dass da Unterzehnjährige präsentiert werden wie Spieler von National- oder Champions-Leage-Mannschaften. Und dieser Hype und das Pseudo-Star-Gehabe geht IMHO in die falsche Richtung, die Kids, die ja in diesem Alter sowieso schon sehr egozentrisch sind, werden da für meinen Geschmack zu sehr in überhöhte Sphären gehoben. Wobei diese extreme Übertreibung ja schon seit einer Weile im Zeitgeist zu liegen scheint, wenn ich mir so die populären Medien für die Altersklasse ansehe, seien das die Trickserien oder auch solche Reihen wie die Wilden Kerle.


    @Chris, es stimmt schon, dass einem sicher der Stoff schnell ausgeht, wenn man nicht über Spiele und Turniere schreibt. Aber ich pflichte da @Radagast bei, ich finde nicht, dass man immer und ständig über die Mannschaft berichten muss, zumindest nicht der ganzen Welt. Dafür ist die F2-2 der Spvgg Neustadt einfach nicht interessant genug. Tatsächlich tun sich ja die professionellen Berichterstatter schon schwer damit, in der Woche mehr als zwei Berichte mit Substanz über den lokalen Erstligisten zu verfassen.. Ich finde Spielberichte durchaus in Ordnung, aber mal ehrlich: außer den direkt Beteiligten interessiert sich doch kaum jemand für sie. Und wenn es um Kindermannschaften geht, dann finde ich schon auch, dass man Gefahr läuft, den Fokus falsch zu setzen, wenn man sich zu sehr auf die Berichte von Spielen und Turniere konzentriert. Eben weil man dann dabei mit macht, den Spielen und Turnieren eine große Bedeutung zu geben. Für die Eltern und die Kids haben sie es sowieso schon, ich finde, dass man als Trainer i.d.R. eher gebraucht wird, um das ein bisschen zu dämpfen..

    @open-minded, auf den Inhalt der Seite bezog sich meine Zustimmung weniger als auf die Aufmachung der Seite. Ob letztere zu Kinderfußball passt darf meiner Meinung nach gerne bezweifelt werden, aber sie macht ohne Frage einiges her.

    Leider ist es immer wieder so, das diese Holzfäller aus den unteren Tabellenregionen darauf bedacht sind, die genialen Fussballer zu stoppen..um jeden Preis. Da mit meine ich nicht nur Robben und die Bayern-Spieler, sondern alle, die mit dem Ball mehr drauf haben als nur Bolzen.

    Das entspricht nicht meiner Wahrnehmung, jedenfalls nicht in der Bundesliga und auf internationaler Ebene. Geht da ein Rauhbein zu Werke, so wird er doch typischerweise ziemlich schnell ausgebremst und bekommt die gelbe oder sogar direkt die rote Karte. In den unteren Spielklassen dürfte das eher ein Problem sein.


    Heutzutage wird ja schon bei jeden Vorfall eine Kameraeinstellung gesucht, die zeigt das es kein Foul ist. 3 Zeitlupen und ne SUperzeoitlupe und dann eine Perspektive, die angeblich keinen Kontakt zeigt...

    Heute wird jede auch nur ansatzweise strittige Szene in Superzeitlupe und aus drei verschiedenen Blickwinkeln gezeigt -- zu irgendwas muss die teure Fernsehtechnik ja auch gut sein. Allerdings nehme ich es umgekehrt wahr wie du: meiner Empfindung nach wird dann eigentlich immer nach dem Kontakt gesucht und dann eben gesagt: "der Kontakt war da." Ob ein Kommentator meint, es würde zu einem Elfer reichen oder nicht, ist sehr unterschiedlich, meistens folgen sie dabei der Entscheidung des Schiedsrichters.


    oder die Aussage vom Reporter a la: ja es gab einen Kontakt, aber der war nicht so schlimm..das ist keinen Elfmeter wert.

    Damit haben sie aber oft Recht. Ich sehe es eher so wie @TW-Trainer, dass es nämlich Spieler gibt, die im Elfer bei Kontaktgraden zu Boden gehen, die sie außerhalb des Strafraums oder des torgefährlichen Bereichs einfach ignorieren würden. Und Fußball ist nun mal ein Sport, in dem es zum Kontakt kommt, das ist durchaus so vorgesehen. Allein die Berührung des Fußes oder eines Teils des Beines stellt noch kein Foul dar, es kommt da schon noch auf die Qualität an.


    In dem Tempo der Spitzenfussballer ist ein kleiner Kontakt am Fuß schon genug, um ihn aus dem Tritt zu bringen..aus dem Gleichgewicht.

    Nur befand sich Hr Robben bei fraglichem Kontakt mehr oder minder im Stand. Wenn es um den Vollsprint geht, bin ich bei dir. Aber solche Situationen stellen doch die große Ausnahme dar.

    Da gehört vermutlich einem Elternteil die Web-Agentur. Sieht tatsächlich ziemlich gut aus und wäre sicherlich nicht zu bezahlen, wenn es nicht als Sponsoring liefe.

    Bei Leuten wie Robben, die bei jeder Windböe davon getragen werden, würde ich als Schiedsrichter im Zweifel gegen den Angreifer entscheiden. Damit liegt man dann fast immer auf der richtigen Seite.

    Ich persönlich empfinde ähnlich. Ich würde zwar nicht "fast immer" sagen, aber ich denke, die Quote dürfte über 50% liegen.


    Wenn er dann mal einen berechtigten Elfer nicht bekommt, sollte er sich mal selbst an die Nase fassen, woran es liegt! Soetwas kann man dann als "Selbstreinigungsprozeß" im Sinne der Fairness bezeichnen.

    Es besteht dann aber natürlich auch die Gefahr, dass die Abwehrspieler das spitz kriegen und das Fallobst tatsächlich härter angehen. Wäre ich jetzt gemein, so würde ich sagen, das könnte dann die Überzeugungskraft weiter steigern. Bin ich ja aber nicht, mache ich also auch nicht. :P


    Der Robben ist schon ne Nummer für sich, aber was wären die Bayern ohne ihn?

    Naja, zumindest ein wenig sympathischer, für mich wenigstens..