Ich habe leider noch keinen Plan. Trainingsplan, meine ich.
Ich halte einen Trainingsplan durchaus für sinnvoll. Er sollte nicht in Stein gemeißelt sein, aber er kann verhindern, dass man gegen Saisonende bestürzt feststellt, dass man ein bestimmtes Thema nicht behandeln können wird. Man kann sich vorher dazu Gedanken machen, welche Inhalte man vermitteln möchte und wie viele Trainingstermine dazu zur Verfügung stehen. So hat man eine zumindest grobe Orientierung und kann sich einigermaßen sicher sein, dass man nichts vergessen wird. Entsprechende Puffer sollten enthalten sein, damit man für Themen, die sich als schwieriger als erwartet herausstellen, mehr Zeit hat. Für einen solchen, groben Saisontrainingsplan, braucht man wohl aber durchaus schon ein bisschen Erfahrung.
Beiträge von tobn
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
-
-
Stevo, in deinem Beitrag steckt viel Wahrheit. Der DFB ist sicherlich nicht völlig altruistisch, dass er die Talente im Blick hat, erkennt man ja recht einfach daran, dass ab der D-Jugend bei ihm nur noch von diesen die Rede ist. Im KiFu-Bereich sollten sich jedoch die Ziele des DFB mit denjenigen aller verantwortungsvoller Vereine, unabhängig davon, ob sie im Breiten- oder Leistungsbereich, in der Stadt oder auf dem Land angesiedelt sind. Damit meine ich Vereine, die nach dem Wohl der bei ihnen angemeldeten Kinder streben, und bei denen der Link zu http://ergebnisdienst.fussball.de/ erst viel später kommt. Sicher sollte in einem Verein, gerade in den Mannschaftssportabteilungen, der soziale Aspekt eine große Rolle spielen.
Aber die bestmögliche Förderung der Kinder sollte auch ein Ziel sein. Dazu kommt, dass deutliche Leistungsunterschiede innerhalb einer Mannschaft sehr wohl zu Spannungen und anderen Belastungen des sozialen Klimas führen können. Die stärkeren Spieler werden evtl. nicht so sehr gefordert, weil auf die schwächeren eingegangen werden muss, sie kommen nicht dazu, entsprechend zusammen zu spielen, weil die schwächeren dazu einfach nicht in der Lage sind. Gleichzeitig leiden die schwächeren Spieler an einer permanenten Überforderung und haben stets das Gefühl, minderwertige Spieler zu sein. Im Vergleich mit einigen ihrer Mannschaftskameraden sind sie es ja auch. Das heißt noch lange nicht, dass das auch so sein wird, wenn sie 23 Jahre alt sind. Falls sie dann noch dabei sind. Und das ist der entscheidende Punkt.
Es darf bei der Einteilung nach Leistungsstärke nicht um http://ergebnisdienst.fussball.de/ gehen, das muss ganz deutlich gemacht werden. Es geht vielmehr darum, Kinder in einer Gruppe mit ähnlich starken Spielern zu trainieren und spielen zu lassen, damit sie sich möglichst gut entfalten können. Auf Freundschaften bzw. Wünsche nach dem Zusammenbleiben von Kindern sollte Rücksicht genommen werden können, aber, wie Andre geschrieben hat, das sollte dann dazu führen, dass der stärkere Spieler in die Mannschaft des schwächeren wechselt und nicht umgekehrt. So bleibt das Einteilungssystem transparent und nachvollziehbar, und die Entscheidung über das persönliche Wohl des stärkeren Spielers, ob es für ihn besser ist, mit seinen besten Freunden zusammen zu bleiben, oder er stattdessen lieber das anspruchsvollere Training hat, trifft er selbst bzw. seine Eltern. Die Leistungseinteilung muss natürlich nachvollziehbar sein und durch eine Gruppe erfolgen, um den Nasenfaktor auszuschließen.
Ich vermute, dass eine Einteilung nach Leistung in den Vereinen, die pro Jahrgang typischerweise eine oder, in guten Jahren, zwei Mannschaften stellen, selten zu stark jahrgangsgemischten Teams führen wird, dazu ist ein Jahr Entwicklungsvorsprung einfach zu viel. D.h. die E1 wird hauptsächlich aus dem Altjahrgang bestehen und die E2 überwiegend aus dem Jungjahrgang. Aber gerade die jungen Überflieger und die entwicklungsverzögerten oder später eingestiegenen Älteren kämen in den Mannschaften, die nicht ihrem Jahrgang entsprechen, vermutlich besser zurecht als unter Gleichaltrigen. Ein Wechsel in eine tiefere Mannschaft sollte natürlich immer möglich sein, wenn er gewünscht wird.
Zu einem Problem wird die Einteilung nach Leistung, wenn man eine Wertung mit ihr verbindet. Das darf der Verein nicht tun, zumindest nicht im KiFu-Bereich. Es wäre wünschenswert, wenn sich das auch im Kreis widerspiegelt. Das ist bei uns sicher nicht der Fall, ich bezweifle auch, dass sich das in den nächsten paar Jahren noch ändern wird. Es bleibt noch viel zu tun.
-
Danke für deine ausführliche Antwort- Ein paar Dinge hätt ich da noch:)
Gern geschehen.Ich habe in der ersten Halbzeit nach Volleyballmuster rotiert. In der Zweiten habe ich die Starken in die hintere Reihe gestellt, da Volleyball offensichtlich nicht ausgereicht hat.
Aha, OK, jetzt habe ich es verstanden.[Spiel mit Sonderregeln bei hoher Führung]
Sollen die Jungs jetzt freies Spiel haben oder nicht? Lese ich da was von einem Code Wort Joystick?
Nö, das hat noch lange nichts mit dem Joystick-Trainer zu tun. Vielmehr wird in der Halbzeitbesprechung gesagt: "Hört mal zu, Jungs, wir führen hier schon X zu null. Ich könnte Euch jetzt so weiter spielen lassen, dann gewinnen wir mit ungefähr 2X zu null, die anderen haben keine Chance. Lasst uns es deshalb doch in der zweiten Halbzeit so und so machen. Wenn ich finde, wir sollten wieder normal spielen, rufe ich Euch das zu." Und dann war es das auch. Wenn sie es doch nicht so machen, OK, sie bestrafen oder es ihnen anderweitig nachtragen werde ich sicher nicht. Vielleicht lasse ich danach eine Bemerkung fallen, von wegen hatten wir da in der Halbzeit nicht etwas ausgemacht, aber das war es dann auch.Ich rufe im ganzen Spiel vielleicht 5 Mal was rein und das ist mit Sicherheit keine Mannschaftstaktik.
Vollkommen richtig, solche Sachen würde ich auch nicht reinrufen, sondern in der Halbzeitpause klären.
Es gibt da ganz klar eine Alternative. Fair Play Liga , welche auch in unserem Kreis angeboten wird.
OK, bei uns gibt es sie nicht, leider, wie ich finde. Bzw. am liebsten wäre es mir, die normale Feldrunde würde nach FPL-Regularien stattfinden.Die Pflichtspiele werden bei uns im Kreis nun mal von allen Vereinen sehr ernst genommen. Ob sinnvoll oder nicht,anderes Thema.
Hmm, und wie ist das bei dir?Alle Vereine wissen das und wissen, worauf sie sich einlassen. Hab ich nun so eine Mannschaft, sollte ich mir sorgfältig überlegen, ob ich das mit dem bestehenden Kader machen will, zumal wir bestimmt nicht die Spielstärkste Mannschaft in unserer Staffel sind. Hier ist das Verantwortungsbewusstsein der Vereinsoberen gefragt, und nicht mein Feingefühl als Trainer des gegners, während eines Spiels...
Sicher kann man sich fragen, ob man eine schwache Truppe zur Runde anmeldet. Bei uns gibt es dazu aber nicht viele Alternativen, sonst müsste man zig Freundschaftsspiele organisieren, was aber nur schwer möglich ist, da alle Mannschaften in der Runde spielen und keine Zeit für Freundschaftsspiele haben. Außerdem ist der Aufwand dafür natürlich ungleich höher. Wie auch immer, es ist natürlich schon so, dass du nicht für die anderen Teams verantwortlich bist. Aber der Respekt vor dem Gegenüber gebietet es meiner Ansicht nach einfach, dass man versucht, solche hohen Siege zu vermeiden. Wenn du es nicht machst, bist du nicht automatisch unten durch, aber ich finde es einen positiven Charakterzug, wenn doch.
Ich glaube, hier hast du den Fokus auf das Falsche gelegt. Es geht mir mitnichten darum, ob jemand schlecht drauf ist , weil er nen Spiel verliert. Das hab ich ja auch schon selber durch.
Es geht mir darum, das die Spieler vor dem letzten Trainer wirklich Angst hatten und Krankheiten vorgeschoben haben, um NICHT zum Fussball zu müssen. Absolutes NO GO!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Klar, aber darum ging es ursprünglich nicht, du hast das Thema derart abgewandelt. Ich bin beim alten Thema geblieben.
Wie ich schon geschrieben habe, hab ich einen Kader von 9 Spielern. Kannst davon ausgehen, das der ein oder andere schon mal fehlen wird. Da stellt sich die Frage des Wechselns eher weniger....
Dann versuche doch mal, deine Vorstellungskraft zu bemühen. Ich will die Antwort gar nicht wissen, ich möchte dich nur dazu anregen, dir das mal vorzustellen.Ich habe auch nicht vor nach der Stopuhr zu wechseln, sondern wie es sich eben ergibt. Das ist auch in allen bisherigen Spielen so ok gewesen.
Die strenge Befolgung der Stoppuhr ist auch unsinnig. Aber man muss aufpassen, dass nicht immer wieder derselbe dann doch immer wieder fünf Minuten weniger spielt als die anderen... Sowas schleicht sich ein, da muss man wachsam bleiben.
Ob jünger oder nicht kann ich nicht sagen.
Bei uns wird das Geburtsdatum der Spieler auf dem Spielberichtsbogen eingetragen, daran kann man das erkennen. Oder man spricht mit dem anderenTrainer.Technisch und läuferisch lagen jedenfalls Welten dazwischen. Meine Jungs haben Doppelpässe und Spielzüge gebracht von denen ich nicht im entferntesten wusste das sie diese beherrschen...Im Training haben wir sowas jedenfalls noch nie gemacht und ich war mir vor dem Spiel auch nicht wirklich Sicher wie das Ergebnis wird...
Das klingt natürlich erfreulich und vor diesem Hintergrund verstehe ich auch deine Euphorie. Aber nach wie vor nicht im Zusammenhang mit dem Ergebnis. -
Ich denke ich habe klargestellt, das ich das Rotationsprinzip durchsetze und jede Spezialisierung ablehne Jeder spielt auf jeder Position.
Ja, das hast du geschrieben, du hast die Rotation ja sogar in einer Form betrieben, die aus meiner Erfahrung durchaus einige Spieler überfordern könnte, das habe ich sehr wohl wahrgenommen. Dieses Zitat von mir war auch eine Antwort auf deine Behauptung, an Ergebnissen gemessener Erfolg und moderner Kinderfußball würden sich nicht ausschließen. Ich behaupte, dass deine nach den Vorgaben des modernen Kinderfußballs auf kurze Sicht gegen dieselben Spieler, die genau konträr dazu, nämlich zu Positionsspezialisten mit eingeübten Spielzügen, etc. pp., ausgebildet worden wären, verlieren würde. Dass daher der Ergebnisgedanke und der moderne Kinderfußball sich tatsächlich widersprechen. Ich habe mitnichten gesagt, dass du nicht rotierst o.ä. Lies im Zweifel noch mal nach.Deswegen haben mich im Übrigen Zwei Spieler kurz vor Saisonstart(2 Tage vor dem ersten Spiel per kurzem Anruf) verlassen. Die hatten bisher bei jedem Trainer IMMER Sturm gespielt und sich geweigert auch nur einen Cent in die Abwehrarbeit zu investieren. Die haben sich schlicht geweigert so zu spielen , wie ich es für richtig halte! Geht gar nicht!
Geht in Ordnung. Das habe ich auch hinter mir. Es war zwar nur einer, aber er hat dann noch einen anderen Spieler mit gezogen.
Damit kann ich nun leider gar nix anfangen...Muss ich nun auch schon meinen Gegner vor sportlichen Niederlagen bewahren....?
Nein, vor einer Niederlage sicher nicht. Du kannst aber versuchen, daraus keine Demütigung zu machen. Oder das Spiel so zu gestalten, dass deine Spieler wenigstens ein bisschen gefordert werden.
Ich habe zur Rotation schon entsprechendes geschrieben.
Ich dachte, du hast nach Volleyballmuster rotiert..Und ja, ich habe die Offensivstarken nach hinten gestellt.... die haben dann eben von der Mittellinie draufgebolzt und getroffen.... Soll ich denen das Toreschießen verbieten??
Bei einem Spielstand im zweistelligen Bereich hätte ich das vielleicht sogar getan. Nicht verboten, aber eine eigene Sonderregel eingeführt: Tore nur direkt und nur vom Strafraum aus erzielen oder so ähnlich. Oder, dass erst auf das Tor geschossen werden darf, wenn alle im Team den Ball berührt haben, ohne dass der Gegner ihn hatte. Sowas ist natürlich nicht mitten im Spiel zu vermitteln, das muss man während der Halbzeit vorbereiten. Ich habe es aber schon ein paar mal gemacht, habe den Jungs in der Halbzeit gesagt, was sie machen sollen, wenn ich ein bestimmtes Code-Wort reinrufe. Das haben sie dann auch gut umgesetzt.Und nein, viel Auswahl habe ich nicht, ich habe nur 9 Spieler... und ja, es hat fast jeder getroffen, also war das Wechseln auch ohne Wirkung...Und nein, es stand zur Halbzeit bereits... ach egal...
Wenn es zur Halbzeit bereits so deutlich war, hattest du doch die beste Gelegenheit einzugreifen. Ich verlange ja gar nicht von dir, dass du den Gegner zum Toreschießen einlädst. Aber du könntest per nur für dein Team geltende Sonderregeln die Demütigung des Gegners in Grenzen halten. Mir tun in solchen Spielen immer die Spieler der unterlegenen Mannschaft leid.Meine Mannschaft hat in der letzten Saison unter einem Trainer, der den Kifu mit Füssen tritt, ingesamt nur in 2 Spielen nicht zweistellig auf den Sack bekommen. Die Kinder hatten regelrecht Angst vor dem und sich Krankheiten ausgedacht um nicht beim Spiel fertiggemacht zu werden....
Eben, warum tust du das aber genau so deinen Gegnern an?Von meinen 9 Spielern sind 4, die in der letzten Saison wegen dem alten Trainer aufgehört hatten und die ich eigentlich eher zu fussball Anfängern zähle. Ich finde, ich habe in den letzten Wochen eine kontinuierliche,individuelle Entwicklung gesehen und die darf auch mal in einem Sieg zum Ausdruck kommen.
Natürlich darf sie das. Aber muss es dann gleich ein neunzehn zu null sein? Und tatsächlich bleibe ich bei der Meinung, dass du, wenn du dieses Spiel als Bestätigung siehst und mit dem modernen Kinderfußball in Verbindung bringst, das Risiko der Verblendung eingehst. Wichtig ist die Entwicklung der Spieler, diese können wir nicht sehen. Nun kann man sicher auch in einem Spiel gegen einen sehr schwachen Gegner sehen, ob Spieler A mehr dribbelt als zuvor, oder dass Spieler B einige Pässe zum Mitspieler bringt. Ob das aber eine echte Verbesserung oder nur eine gefühlte ist, zeigt sich erst gegen ernstzunehmende Gegner.Nochmal: ich bestreite nicht, dass du rotierst und auch sonst im Training die Prinzipien des modernen KiFu befolgst. Sich aber in der von dir gezeigten Art über einen Kantersieg gegen einen offensichtlich mehr als überforderten Gegner zu freuen und das als Bestätigung eben dieser Prinzipien zu sehen, das halte ich für falsch.
Warum wird hier eigentlich prinzipiell immer ALLES madig geredet, ohne mit einem Wort auf meine Antwort einzugehen.....
Ich denke, Don Quijote hat noch auf dein vorheriges Posting geantwortet. Du hast die übrigens auch nur ein paar Fetzen aus meiner Antwort herausgepickt und auf diese geantwortet. Warum dürfen andere das dann nicht auch tun?Ich fass es echt nicht...Ist die Rotation nun wichtig für den Kifu ,oder ist sie das nur wenn man verliert oder was???
Das hat doch niemand gesagt, wie kommst du zu diesem Schluss? Don Quijote schrieb: "Dir muss doch klar sein, dass ein Gegner, der eine 0:19-Klatsche einfängt, kein Prüfstein pro oder contra irgendein Rotationkonzept sein kann." Wo steht da, dass man nicht rotieren soll?Selbstverständlich werde ich das auch gegen stärkere Gegner beibehalten , denn es geht mir um MEINE Mannschaft und deren Entwicklung..... oder ach ne... ich muss ja auch an den armen Gegner denken... darf man eigentlich noch Gegner sagen oder widerspricht das irgendwelchen Grundsätzen?
Nö, sag das ruhig, obwohl ich tatsächlich manchmal den Begriff 'Spielpartner' verwende. In meinen Spielberichten versuche ich, auch neutrale Begriffe wie 'Gastgeber' oder 'Gastmannschaft', oder halt den Vereins- bzw. Ortsnamen zu verwenden, einerseits, damit es sprachlich nicht zu eintönig wird, aber auch, um den Gedanken der Feindschaft klein zu halten.
WO muss man denn durch? WO muss man sich überwinden? Jeder spielt und fertig, was anderes gibts nicht. Da gibs nicht mal ne Sekunde nen Gedanken drann. - Halb so hohe Niederlage ... das bringts ja...
Nehmen wir doch ein anderes Beispiel: Derby gegen den Lokalrivalen, es steht unentschieden oder Ihr liegt nur um ein Tor zurück. Du müsstest einen schwachen Spieler einwechseln und dafür deinen Turm in der Abwehr rausnehmen. Wenn du das machst und ihr dann das Spiel verliert, dann wird es schwierig, das ist dann ein echter Test.Auch ich habe große Leistungsunterschiede im Team. Ist eben Aufgabe des Trainers die Spieler davon zu überzeugen ,den Anschluss finden zu wollen... Und nein, ich habe keine Mannschaften zur Auswahl, aus denen ich mir die Spieler aussuchen kann und ja ich habe auch nur eine e2. Was solls....?
Und woran lag es, dass der Gegner so schwach war? Waren sie alle jünger, waren sie technisch unterlegen? Wie spielt dieses Team sonst? -
Wühle gerade so im Netz rum. Mir ist aufgefallen, das es unterschiedliche Gewichtsangaben gibt. Da habe ich mir noch nie Gedanken drum gemacht. Also doch mal in den Sportladen gehen, wie eismann geschrieben hat und ausprobieren.
Große Unterschiede sollte es eigentlich nur zwischen Bällen für Senioren und solchen für den Juniorenbereich geben. So ist bspw. bei uns für E-Jugendspiele ein Ballgewicht von 290g vorgegeben, für die D-Jugend sollen die Bälle 350g wiegen. Erwachsenenbälle sollten zwischen 410g und 450g wiegen, siehe https://secure.wikimedia.org/w…A4t%29#Form_und_Ma.C3.9Fe. -
Hmm, das ist leider kein Beitrag, mit dem du hier viele Sympathiepunkte sammeln wirst...

Heute wars denn soweit. Das erste Punktspiel in unserer Kreisklassenstaffel mit dem Ziel der goldenen Ananas:)
Ich rede übrigens bewusst im KiFu nicht von Punktspielen, sondern nenne sie Pflichtspiele. Eben weil es bei den Punkten nur um besagte Ananas geht.Was soll ich sagen, die harte Vorbereitung hat sich ausgezahlt:) Inzwischen hat sich einiges am Zusammenhalt getan und das Ganze sieht schon fast wie eine Mannschaft aus.
Was bezweckst du mit diesem Seitenhieb auf den anderen Thread? Lass' das Thema doch lieber ruhen und werde nicht zum Provokateur. Aber es ist schön, dass deine Mannschaft sich gefunden hat.Wir hatten heute mit den Testspielen zusammen das 4te Spiel und langsam nimmt das 3:3 Formen an. Ich habe es zu anfangs so erklärt, das sie sich die 6 auf einem Würfel vorstellen sollen, wobei mir egal ist wer auf welcher Seite spielt so lange es immer so ungefähr in der Reihe bleibt. Statisches Spiel kann ich nicht erkennen, auch die schwächeren Spieler haben es inzwischen für sich angenommen und niemand nagelt sich irgendwo fest.
Es wird meistens grob in Richtung Ball verschoben.
Schön, freut mich, dass es gut bei dir klappt. Meine Erfahrungen sind ähnlich, das 3-3 ist für die Kids relativ leicht zu begreifen. Die größte Schwierigkeit liegt meiner Erfahrung nach darin, ihnen zu vermitteln, dass die Aufgaben von Angriff und Abwehr nicht nur jeweils einer Reihe zukommen. Denn andererseits sollte ja die hintere Reihe sich nicht immer wieder vor der vorderen befinden. Da die Balance zu finden ist für die Kinder nicht ganz so einfach, aber es ist auch eine Sache der Erfahrung.Der Stamm Abwerspieler, der die Dinger hinten raushaut ist bei mir der Keeper. Der geht bei mir dauerhaft bis zur Mittellinie um die langen Bälle abzufangen.
Naja, immer wird er sich wohl kaum dort aufhalten können. Bei einem Gegner wie dem, den Ihr hier hattet, vielleicht. Aber das war ja offenbar kein Maßstab. Mehr dazu später.Ich wechsel auch munter alle Positionen durch und niemand beschwert sich, wenn er mal hinten spielen soll. Meistens rotiere ich wie im Volleyball. Jeder rückt einen im Uhrzeigersinn vor. Das klappt auch während dem Spiel prima.
So mache ich das manchmal in den Spielen im Training. Aber die Kinder kommen meiner Erfahrung nach nicht so sehr gut damit klar, weil sie sich durch die häufigen Wechsel nicht merken können, wo sie eigentlich spielen, und verwirrt reagieren. Wieder: gegen einen so schwachen Gegner siehst du das nicht, wenn Ihr auf ein Team auf Augenhöhe trefft, wirst du eher Erkenntnisse sammeln können.Ich habe damit im Verein allen kritikern des modernen Kifus zunächst mal den Wind aus den Segeln genommen*Freu/Hüpf*
Freue dich nicht zu früh. Dieser Gegner war keine ernsthafte Herausforderung.Ich denke einfach auch moderner Kifu und Erfolg muss sich ja nicht ausschliessen. Es wird nicht gebrüllt, es wird kein Druck gemacht, lass die Jungs machen, klappt schon-
Bei diesen Kräfteverhältnissen auf dem Platz hätte das auch reichlich dämlich gewirkt.. Ansonsten schließen sich moderner KiFu und Erfolgsdenken aus meiner Sicht schon aus, eben weil man die Ergebnisse im modernen Kinderfußball nicht zum Bewertungsmaßstab macht. Man kann aber natürlich auch Spiele gewinnen, wenn man sich an die Prinzipien des modernen KiFu hält. Wenn du aber ein und dieselbe Mannschaft nimmst, sagen wir mal eine F, und diese dann klonen würdest, ein Team trimmst du auf feste Positionen, trainierst die verschiedenen Spieler positionsspezifisch, bildest Spezialisten aus. Die andere trainierst du nach den Prinzipien des KiFu. Wenn du diese Teams dann in der E gegeneinander antreten ließest, es gewänne vermutlich die Spezialistentruppe. Treffen sie dann zwei Jahre später wieder aufeinander, dann sähe die Sache aber, so die Meinung und Hoffnung der hiesigen KiFu-Protagonisten, ganz anders aus.Ach ja, das Spiel heute ging 19 zu Null für uns aus, und fast jeder inkl Keeper hat eine Bude gemacht

Aber das ist doch nichts, hat nichts mit dem Kinderfußball und schon gar nicht mit seiner modernen, kindgerechten Art zu tun. Es geht um alle Kinder, nicht nur um alle Kinder in deinem Team. Seinen Gegner abzuschlachten widerspricht IMHO sogar deutlich den Idealen des Kinderfußballs.P.s. ja da hab ich doch dem gegnerischen Trainer angeboten 1 oder 2 Leute rauszunehmen, wollte er nicht.... ich glaub er nahm das nicht ernst...schade
Sowas bietet man nicht an, man macht es einfach. Oder so, wie von Stella beschrieben. Und das ganze natürlich nicht, indem man über den Platz brüllt, sondern still, so dass man den Gegner nicht bloßstellt. Mein Co hat gestern in der Halbzeit beim Stand von 5:0 gegen einen deutlich unterlegenen Gegner die Parole heraus gegeben, jetzt sollten sie mal Doppelpässe probieren und so. Das klappt natürlich deutlich schlechter, so hat der Gegner dann auch wieder mehr vom Spiel gehabt, und unsere Jungs waren auch mehr gefordert. Am Ende ging es dann 6:0 aus, weil wir kurz vor Schluss doch noch mal trafen. Aber ehrlich, 19:0, spätestens bei 6:0 zur Halbzeit kommen bei mir alle offensivstarken Spieler nach hinten und die anderen nach vorne. Dieses Spiel von Euch war doch ein Muster ohne Wert, das andere Team war Euch doch völlig unterlegen. Das ist natürlich nicht deine Schuld, aber dass du dich so sehr über diesen Kantersieg freuen kannst, wundert mich schon. -
@ tobn...
Nach wechen Spieler-Kriterien teilst Du die Riegen-Spieler ein??
Wird die Riegen Besetzung in jedem Spiel erneuert??
Ich nehme zunächst meine stärksten Spieler bzw. diejenigen, die der Mannschaft die größte Stabilität verleihen, und verteile sie auf die mittleren Positionen in den Riegen. Dann fülle ich links und rechts mit den anderen Spielern auf, wobei ich versuche, die Riegen von meinem Eindruck her ungefähr gleich stark zu machen, d.h. der schwächste Mittelmann bekommt nicht noch die schwächsten Nebenleute. Ich achte aber auch darauf, Spieler in eine Riege zu stecken, die zueinander passen. Das kann heißen, dass es da zwei gibt, die sehr gut zusammen spielen. Oder ich stecke den Spieler, der eher mal motiviert werden muss, zu meinem extrovertiertesten Mittelmann. Wobei das jetzt extremer klingt als es ist, angenehmerweise können bei mir im Team alle gut miteinander, so dass ich eigentlich nur darauf achten muss, dass der Leistungsunterschied zwischen den Riegen nicht zu groß wird.Obwohl das natürlich auch ein taktisches Mittel sein kann. Man könnte z.B. die Riegen bewusst unterschiedlich stark gestalten, die stärkere am Anfang nach hinten stellen und die erste Halbzeit mit stabiler Defensive spielen, um möglichst kein Tor zu kassieren. In der zweiten Halbzeit dreht man das dann um, um seine Tore gegen einen mittlerweile müden Gegner zu schießen. Sowas würde ich aber im Kinderfußball nur noch in Pokalspielen machen, wo von vornherein der K.O.-Modus herrscht und die ich daher eigentlich für im KiFu fehl am Platz halte..
Inzwischen habe ich ja nur noch neun Spieler im Team (bzw. zwei Teams à neun Spieler), d.h. neben dem Torhüter habe ich, wenn alle anwesend sind, zwei Viererriegen, von denen jeweils ein Spieler draußen ist. Ich hatte grundsätzlich vor, die Spieler von Spiel zu Spiel zwischen hinten und vorne rotieren zu lassen. Das bedeutet dann auch, dass ich zwei feste Riegen habe. Wir haben aber erst ein Spiel gehabt, ich werde mal sehen, wie sich das entwickelt und ob ich bei diesem Konzept bleibe oder es abwandle. Auf Ausfälle werde ich ohnehin individuell reagieren müssen..
-
So ist es. Dazu kommt noch, dass sowohl die körperliche als auch geistige Entwicklung von Kindern nicht bei allen in gleichem Maße mit dem Alter proportional ist. Soll heißen, es gibt welche, die sollte man erst später einschulen und andere, die wunderbar als Kannkinder zurecht kommen. Bei den körperlichen Fähigkeiten ist meiner Erfahrung nach der Unterschied in der Entwicklung nicht so gravierend, da erkennt man IMHO eher an Statur und Sportlichkeit der Eltern, wo die Reise hingeht und wie sie vermutlich verlaufen wird. Dass die Entwicklung bei Kinder in Schüben erfolgt, kann ich auf jeden Fall bestätigen.
-
OK, verstehe. Ich verwende Analogien selber weniger gerne, häufig ist der Transfer nicht vollständig möglich und führt dann evtl. zu Vergleichen anderer Aspekte, so dass man vom eigentlichen Thema abkommt und über die Anwendbarkeit der Analogie diskutiert. Im schlimmsten Fall auch noch ohne das zu bemerken...
Das ist jetzt nicht speziell auf deinen Vergleich mit dem Badminton gemünzt, ich nutze nur die Gelegenheit für die allgemeine Aussage. Ansonsten hat, glaube ich, Stevo seinen Standpunkt klar zum Ausdruck gebracht, die Gegenseite ebenfalls. Der Aspekt des "Angriffsballs" war da bisher nicht dabei, insofern ist dein Beitrag trotz deines zum Zeitpunkt seines Verfassens eingeschränkten Geisteszustands eine Bereicherung. Ansonsten ist aber, denke ich, zu diesem Thema Alles gesagt.
-
Badminton
Ich kann den Begriff "badminton" nicht im bisherigen Thread finden. Worauf willst du hinaus? -
Um in Kenntnis des FT-Artikels noch mal auf die Eingangsfrage zurück zu kommen:
Mal ne Frage zum Individualtaktischen Verhalten.
Ich gucke gerade genüsslich Bayern gegen Zürich. Folgende Situation. Der Ball wird auf den Aussen von einem Züricher geführt.
Boateng ist in der Nähe, stellt den Gegner aber lediglich und geht nicht rauf. In einem Beitrag der fußballtraining Zeitschrift habe ich aber gelesen, dass in Solchen Situationen Druck auf den Ballführenden ausgeübt werden muss.
Hier muss man ja gleich als erstes feststellen, dass im FT-Artikel die Spielphilosophie von Peter Hyballa von Alemannia Aachen zum Ausdruck kommt. Jupp Heynckes mag eine andere haben.
Was haltet ihr davon und wenn ihr es für Gut befindet in welchen Situationen oder Feldsektoren würdet ihr es auch anwenden?
Letztlich möchte Hyballa ja, dass sein Team sehr offensiv verteidigt und situationsspezifisch auch mal ins Risiko geht, um einen schnellen Konter fahren zu können. Seine Spieler müssen die Situation schnell erfassen, um entscheiden zu können, wie sie vorgehen sollen. Man erkennt aber auch, dass er sein Team gegnerspezifisch einstellt, siehe die Trainingsformen auf Seite 33. Und gegen Frankfurt ließ er Tzavellas auf der linken Frankfurter Seite wohl bewusst mehr Freiraum als der spielstärkeren Kombination Jung/Ochs auf der anderen Seite. Daher mutmaße ich, dass Hyballa nicht immer "Balldruck statt Raumdruck" gegen Flügelspieler (s. S. 31) ausgebübt haben will, sondern dies als Option einübt, die gegen entsprechende Gegner besser geeignet sein kann als der Raumdruck. Interessant wäre dennoch, wie seine Mannschaft agieren soll, wenn in eben genannter "Situation 6" der Außenverteidiger überspielt wird. Dann müsste ja, so vermute ich, sofort ein Spieler aus dem Zentrum den durchgebrochenen Angreifer wieder attackieren. In der Mitte kann es dann aber brandgefährlich werden, da sich die Abseitslinie zum Tor hin verschiebt, die gegnerischen Stürmer die Innenverteidiger in diese Richtung ziehen und sich dahinter der Raum für nachrückende gegnerische Mittelfeldspieler öffnet. Da muss dann das defensive Mittelfeld schwer auf Zack sein.. -
-
Kennt Ihr die Info-Abende des DFB? Guckt mal hier: http://talente.dfb.de/index.php?id=518941
* Broschüre Nr. 7: Training des 1 gegen 1 in der Defensive
* Broschüre Nr. 8: Training des Verteidigens zu zweit -
-
Ich habe mal die Team-Tracking-Statistiken der ersten drei Spieltage von bundesliga.de in eine OO-Calc-Datei aufgenommen, das sind die Werte:
* Distanz intensive Läufe [km]
* Intensive Läufe (ich vermute deren Anzahl)
* Gesamtdistanz [km]
* Durchschnittsgeschwindigkeit (vermutlich in km/h)Gibt es da bestimmte Werte, die dich interessieren, Paul?
Was mir auffällt:
* am ersten Spieltag war der BVB klarer Spitzenreiter, wie der Vergleich mit dem Durchschnitt zeigt:
- 3,19 km mehr Distanz intensiver Läufe (Durchschnittswert: 7,51 km)
- 135,5 mehr intensive Läufe (Schnitt: 482,5)
- 12,24 km mehr zurück gelegt (Schnitt: 112,46 km)
- 0,82 km/h höhere Geschwindigkeit (Schnitt: 6,78) -- hier hatte aber Gladbach noch mehr: 7,9 km/h.Der HSV war knapp über dem Durchschnitt: +0,29 km Sprintdistanz, +10,5 Läufe, +1,24 km Gesamtdistanz, +0,13 km/h
Für Spieltag 2 gibt es für den BVB keine Statistik. In den ersten zwei Werten sowie dem vierten ist der Durchschnitt gestiegen, die durchschnittliche Gesamtdistanz ist um knapp 4 km gesunken.
Am dritten Spieltag ist der BVB einen Kilometer weniger und 51 mal weniger gesprintet als am ersten, hat 6,2 km weniger zurückgelegt, und war 0,4 km/h langsamer. Sie lagen immer noch über dem Durchschnitt, aber deutlich weniger als am ersten Spieltag. Der VfL Wolfsburg und Schalke 04 haben sehr ähnliche Werte, auch Mainz 05 ist noch in Schlagdistanz.
Ich füge die Datei mal bei.Bundesligastatistiken.2011-2012.zip
-
Leider kannst du das nicht vom Gegner erwarten, weshalb ich eben darauf verzichte, den Ball wen wir ihn haben freizugeben.
Im Gegensatz zu dir predige ich natürlich das schnell Umschalten und erkennen solcher Situationen - ein Standart sollte nach Möglichkeit schnell ausgeführt werden solange noch Unordnung in der Defensive herrscht etc.
Vielleicht war 'predigen' in meinem Post ein zu starker Begriff, 'anregen' wäre wohl besser gewesen, aber das nur am Rande. Du hast hier natürlich Recht. Ich fordere meine Jungs auch nicht dazu auf, den Ball für den Gegner zu holen. Aber wenn einer schon den halben Weg gelaufen ist, rufe ich ihn auch nicht zurück. Und wenn das der Gegner macht, dann finde ich es nett und nutze es nicht aus. Natürlich könnte er mir einen Strick daraus drehen, indem er dann einfach immer nach dem Ball läuft und ich so nie zu schnell ausgeführten Standards komme. Die Gefahr dafür halte ich aber für ziemlich gering, das Risiko gehe ich ein.
Und ich rege bei meinen Spielern durchaus an, dass sie Einwürfe o.ä. schnell ausführen sollen, um den aktuellen Vorteil möglichst zu erhalten. In unseren Trainingsspielen versuche ich, sie daran zu gewöhnen, indem sie nur fünf Sekunden für den Einwurf o.ä. haben.Ach, weißt du was? Lange Rede, kurzer Sinn: ich mache es eigentlich genauso wie du. Mit der Unterscheidung, dass ich, wenn ein Gegner nicht so gewieft ist, es nicht ausnutze. Hätte ich den Eindruck, er würde dieses Verhalten ausnutzen, würde ich es einstellen. Denn letztlich stimmen wir in unserer Meinung überein.
-
Zodiak: Ich habe nichts dagegen, dass meine Jungs den Ball holen, wenn sie näher dran sind. Ich predige ihnen aber sehr wohl, dass sie, wenn jemand netterweise für sie den Ball holt, sie doch bitte auf jeden Fall warten sollen, bis er wieder im Feld und spielbereit ist, bevor sie den Ball wieder ins Spiel bringen. Etwas anderes halte ich für nicht im Sinne des Fair Play.
Aber den Anstoß zum Gegner zu passen, nee, das fällt bei mir auch nicht unter den FP-Begriff. Es ist ein Geschenk an den Gegner, das sieht Stevo schon völlig richtig. Ich halte die Variante persönlich auch nicht für sinnvoll, denke aber nicht, dass man damit die Kinder so sehr verdirbt, dass sie für die C-Jugend ungeeignet sind, da würde ich die Kirche mal im Dorf lassen.
-
Auf die Gefahr hin, dass mich jetzt einige belächeln mögen, will doch mal kurz unseren "Fair Play" Anstoß vorstellen. Bei Spielbeginn oder zur zweiten Halbzeit spielen wir den Ball direkt zum Gegner und überlassen ihnen den Spielaufbau.
Aber wieso ist das Fair Play? Die Abtretung eines von den Regeln vorgesehenen Rechts zum eigenen Nachteil wird aus meiner Sicht von dem Begriff nicht abgedeckt. Zumal, wenn es um den Anstoß zu Spielbeginn geht, der Gegner dieses Recht ja zu Beginn der zweiten Halbzeit ebenso erfährt. -
Bei der E habe ich einen gehabt, der hatte einen mächtigen Bumms, der hat direkt von der Mittellinie drauf gehalten. Dazu hatte ich noch einen superschnellen Stürmer, der hat dann die Abpraller verwertet.
Siehste, und ich hätte gerne mehr als einen oder zwei Ballkontakte, bevor der Ball im Tor ist. Obwohl man gegen ein Tor natürlich nie etwas sagen kann, die Aktion, die zu einem Tor führt, ist ja per Definition gut gewesen. Dennoch versuche ich derzeit, meinen Jungs das Gebolze und Kick'n'Rush-Tendenzen eher auszutreiben, als es zu fördern. Denn auch wenn man damit durchaus Spiele gewinnen kann, so bringt es den Großteil der Spieler doch nicht weiter. -
Meine bevorzugte Standardvariante im 6+1 mit 3-3-System ist die, dass der Anstoß von den beiden zentralen Spielern ausgeführt wird, d.h. der hintere mittlere Spieler rückt vor und führt den Anstoß kurz mit dem vorderen Mitspieler aus. Dieser legt dann zu einem der hinteren äußeren Spielern zurück, die drei vorderen Spieler orientieren sich in die gegnerische Hälfte hinein und stehen für Steilpässe zur Verfügung. Im Optimalfall stehen die äußeren vorderen Spieler auch tatsächlich ziemlich weit außen, während die hinteren äußeren Spieler nach innen eingerückt sind, da der mittlere Defensivspieler ja gerade fehlt -- außerdem ergeben sich so dann gleich Dreiecke.
Aber ich trainiere ja eine E-Jugend und schreibe den Kids den Modus des Anstoßes im Spiel nicht vor. Sie tendieren dann zu meinem Bedauern häufig dazu, dass der zentrale vorder Spieler mit dem erfahreneren äußeren Angreifer (der ergreift einfach eher die Initiative als der andere) den Anstoß ausführt. Je nach Spielertyp erfolgt dann der Pass in die hintere Reihe oder das Solo-Dribbling. Das geht gegen Gegner, bei denen zwei oder drei Mann um den gedachten Mittelkreis stehen, regelmäßig schief...
Hier ist hinsichtlich Spielintelligenz bei meinen Jungs also noch Nachholbedarf vorhanden. Mal sehen, wie ich da vorgehe..
