Beiträge von Don Quijote

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    Goodie Deine Entscheidung ist nachvollziehbar, aber wirklich schade! Ich habe bei deinen Postings oft gedacht, wie toll es gewesen wäre, wenn meine Kinder hier so eine tolle Kleinkindgruppe gehabt hätten! <3


    Viele Grüße

    Oliver

    Das kann ich bestätigen, Kader >=30 sind üblich und das bedeutet, dass etliche Spieler es nie in den Spieltagskader schaffen - vom Einsatz ganz zu schweigen.


    coulibaly Hat Dein Sohn eine Zusage für das komplette Studium? Am Ex-College meines Sohnes werden wohl zunehmend nur noch Stipendien für ein Jahr verteilt, die dann nur bei sportlichem Erfolg verlängert werden. Die Spieler ohne Einsatzminuten (s.o.) fallen dann hinten runter, d.h. sie stehen dann nach einem Jahr ohne Stipendium da.


    Und was der orangene Diktator mit den Studenten-Visa generell so treibt, kommt da noch als Unsicherheitsfaktor hinzu...


    Grüße

    Oliver

    Im Kinderfußball ist ein Elternabend immer eine gute Idee, aber in der B-Jugend sind die Eltern da doch weitgehend raus, oder ist das bei Euch anders? ich würde (wie oben schon angemerkt) den Fokus auf das Gespräch mit den Spielern richten.


    Frohes Fest!

    Oliver

    In der letzten Saison ist einer der Mannschaftskameraden meines Sohnes in den MLS-Draft gekommen, aber das war eine große Ausnahme. Für meinen Sohn hat sich das Thema Profifußball erledigt, das wird nicht mehr passieren, aber das ist ok für ihn. Die Saison ist jetzt gerade vorbei, es sind die letzten Trainings vor der Winterpause, über Weihnachten kommt er dann wieder für 4-5 Wochen nach Hause.


    Im Sommer 25 wird er seinen Bachelor abschließen. Das ist schneller als im Plan, aber irgendwie konnte er den Zeitplan straffen. Das Studium fällt ihm recht leicht, nach seiner Einschätzung ist das akademische Niveau nicht sehr hoch. Seine Freunde hier in Deutschland stöhnen wesentlich stärker über die Anforderungen im Studium, aber er kommt da ziemlich glatt durch. Er hätte dann eigentlich noch ein Jahr Stipendium, aber das reicht nicht für den Master. Daher ist sein aktueller Plan, im Sommer 25 zurück nach Deutschland zu kommen und dann hier den Master zu machen.


    Mit reingespielt in diese Planung hat die Tatsache, dass er aktuell auch den College-Soccer ziemlich über hat. Das Training ist nach seiner Aussage ziemlich "militärisch". Ich hatte das ja oben schonmal angedeutet, der Trainer ist halt einer der alten Schule. Um ein Beispiel zu nennen: Sie machen ein Zirkeltraining, dann Sprints in zwei Teams, Verliererteam muss Liegestütze machen bis sie fast Kotzen, dann Spielform, Verliererteam macht wieder Sprints und Liegestütze usw. Das ist für meinen Sohn aktuell nur noch Pflicht, er hat daran keinen Spaß mehr. Ob das jetzt Ursache oder Wirkung ist, weiß ich nicht: Er hat jetzt in den Spielen auch ziemlich oft auf der Bank gesessen.


    Aktuell ist offen, ob er nach der Winterpause überhaupt noch weiter mit der Mannschaft trainieren wird. Denn da er im Sommer dann ohnehin weg sein wird, legt der Trainer auf ihn keinen Wert mehr, er wurde beim letzten Saisonspiel bereits offiziell verabschiedet.


    Das soll jetzt aber nicht heißen, dass er den Schritt in die USA bereut hätte, ganz im Gegenteil. Für ihn war (bzw. ist) das eine tolle Gelegenheit zur persönlichen Weiterentwicklung, er würde das wieder tun. Für die letzten Monate hat er jetzt zusammen mit einem Mitbewohner (und Mannschaftskameraden) für kleines Geld ein Auto gekauft, das ist schon >200.000 Meilen gelaufen :-). Damit will er jetzt noch ein bisschen was von Kalifornien sehen, ohne Training/Spiel hat er ja jetzt ein bisschen mehr Zeit für eigene Aktivitäten.


    Grüße

    Oliver

    Eigentlich ist so ein Transfer verboten, allerdings gibt es Schlupflöcher (Stichwort "Familienumzug"). Im konkreten Fall geht es aber offenbar gar nicht um den tatsächlichen Transfer (der kommt erst mit 18), sondern nur um die Verpflichtung:

    Gemäß den Fifa-Statuten für die Transfers minderjähriger Spieler wird Lerma erst nach dem Erreichen der Volljährigkeit, also in rund zwei Jahren, nach Deutschland kommen und soll dann direkt zu den Profis stoßen.

    Grüße

    Oliver

    Sind wirklich ALLE NLZs für die Nachwuchsliga gesetzt, völlig egal in welcher Liga die 1. bei denen spielt?

    Also könnte theoretisch auch 5. Ligist sich als NLZ lizensieren lassen und dann in dieser Nachwuchsliga mitspielen?

    Bislang dachte ich immer, es geht dabei nur um die NLZs der 1. und 2. Bundesliga

    Ja, es geht um das (zertifizierte) NLZ als Eintrittsvoraussetzung:

    In der U 19 und U 17 DFB-Nachwuchsliga spielen Bundesligisten und Amateurvereine von Beginn an in einer Liga. Alle Vereine mit einem Leistungszentrum (LZ) sind sportlich dauerhaft für die DFB-Nachwuchsliga qualifiziert.

    FSV Frankfurt und OFC sind ja explizit genannt und auch "nur" Viert-Ligisten.


    Grüße

    Oliver

    Über Ostern haben wir unseren Sohn in Kalifornien besucht, daher kann ich wieder ein paar Infos geben. Während unserer Zeit waren zwei interne Testspiele, also Team A gegen Team B, der Kader ist ja groß genug. Das Niveau fand ich recht übersichtlich, ehrlich gesagt. Regionalliga war das nicht. Es kann sein, dass das täuscht, da es halt kein offizielles Spiel war, aber insgesamt doch eher schwach. Auf beiden Seiten gab es große Probleme beim Spielaufbau. Generell wurde sehr viele Einzelaktionen versucht, z.B. 6er geht ins Dribbling gegen zwei Gegenspieler, statt einen Pass zu spielen. Mein Sohn meinte, dass das daran liegt, dass jeder Spieler versucht, eine möglichst eindrucksvolle Situation mit Ball zu haben, um den Trainer zu beeindrucken. Ob’s funktioniert?! Die Spielweise führt dazu, dass es sehr viele Zweikämpe gibt, aber nur wenig Spielfluss. Die Zweikämpfe werden sehr körperlich/ruppig geführt, obwohl das ja wie gesagt nur interne Trainingsspiele waren. Was mir zudem negativ aufgefallen ist: Selbst im Trainingsspiel gibt es diese Unsportlichkeiten, um Zeit zu schinden, also Ball wegschlagen, obwohl abgepfiffen ist, schnelle Ausführung der Freistöße wird verhindert, Ball für den Gegner wird nicht geholt usw. Das hat mich wirklich überrascht. Aber mein Sohn meinte, der Trainer fordert das auch so ein. Very strange! Einmal gab es sogar eine Rudelbildung, so hoch kochen die Emotionen…Der Trainer des Teams ist Typ „alter Haudegen“, also sehr autoritär. Mein Fall wär’s nicht, aber mein Sohn kommt soweit ganz gut mit ihm klar.


    Es wird jetzt in der Spielfreien Zeit sehr viel trainiert, erstes Training meist um 8:00 morgens, danach Krafttraining. Das war letztes Jahr noch anders, da wurde weniger trainiert. Nachmittags/abends sind dann die Vorlesungen im College, manche Kurse gehen bis 22:00! Aktuell laufen die Planungen für das kommende Semester. Die Sportler haben separate „academic adivsors“, die die Kursplanung mit den Spielern machen. Ein großer Vorteil ist, dass die Sportler als erste ihre Kurse wählen, damit das zu den Trainingszeiten passt. Dadurch besteht kein Risiko, dass die Sportler nicht in stark nachgefragte Kurse reinkommen, das trifft dann erst die regulären Studenten. Die Uni fand ich erstaunlich aufgeräumt, alles sehr „clean“, ganz anders als ich das in meiner deutschen Uni vor 30 Jahren erlebt habe. Es gibt Studentenwohnheime direkt auf dem Campus, aber mein Sohn wohnt in einer Sportler-WG in unmittelbarer Nähe zum Campus. Wie alle dort hat er sich jetzt einen E-Scooter zugelegt, weil die Wege an der großen Uni per Fuß recht weit werden. Er überlegt auch, sich mit einem Freund ein Auto zu kaufen, da der ÖPNV nicht wirklich gut funktioniert und Taxi/Uber auf die Dauer auch teuer wird.


    Mein Sohn ist jetzt knapp 2 Jahre in den USA und überlegt aktuell, ob er nach dem Bachelor auch noch den Master in den USA machen soll. Ihm gefällt es dort also. Und als Familie war es super, das alles mal konkret vor Ort zu sehen. Nur mit dem Jetlag muss ich jetzt kämpfen :S


    Grüße

    Oliver

    Mir sind keine Mentoring Programme seitens der Vereine bekannt, sondern das fällt in die Zusammenarbeit der Trainer mit dem Jugendlichen. Im Leistungsbereich nimmt oft der Berater (wenn es ihn denn gibt und wenn er seine Aufgabe ernst nimmt) diese Mentoring Aufgabe wahr.


    Grüße

    Oliver

    Leverkusen hatte lange keine U16, hat die aber 2022 wieder neu eingeführt

    Insofern sind die jetzt gerade den umgekehrten Weg gegangen.


    Sehr viele NLZ ziehen aber gute U16 Spieler in die U17 hoch. FCB z.B. hat aktuell drei 2008er im U17 Kader. Aber dennoch hat der FCB eine U16.


    Mich wundert der Schritt, den St.Pauli und der HSV da gehen. Klar geht es den NLZ immer um die Top-Talente. Aber die Fortschritte sind nicht immer linear, d.h. das Top-Talent aus der U15 ist nicht zwingend das Top-Talent in der U19. Mit einer U16 steigt die Chance, auch Spieler im Verein zu halten (und fördern zu können), die noch Zeit brauchen (z.B. auch körperlich).


    Grüße

    Oliver

    Dass so mehr Geld von den Profivereinen in Richtung Amateurvereine fließt, finde ich gut. Allerdings finde ich es auch falsch, dass an die individuellen Wechsel von Jugendspielern zu knüpfen. Einen Grund hat Coach1976 schon genannt. Und ich finde es auch schlicht nicht gerecht, einen Verein zu belohnen, weil ein talentierter Spieler dort seine Bambini-Jahre absolviert hat, während der Nachbarklub leer ausgeht, der vielleicht sogar eine bessere Jugendarbeit macht. Ich fände es besser, die Zahlungen z.B. an der Zahl der gemeldeten Teams (oder Spieler?) festzumachen.


    Grüße

    Oliver

    „Jetzt liegt es an den Klubs, es liegt wirklich an der deutschen Fußballlandschaft, diesen Jungs die Möglichkeit zu geben, in der ersten, zweiten oder dritten Liga zu spielen.“...(Er) betonte, dass man Probleme im Übergangsbereich habe, weil Talente dort nicht genügend Spielzeit bekämen. Stattdessen werden talentierte Spieler aus Frankreich, England, Brasilien, Belgien oder den Niederlanden geholt. „Da müssen sich der Verein und die deutsche Fußballlandschaft hinterfragen. Leidtragende sind der Verband, die A-Nationalmannschaft und die U21.“


    Wer hat's gesagt? Quelle und Auflösung

    Ein Gespräch mit dem Trainer ist sicher sinnvoll. In der B-Jugend sollte das aus meiner Sicht allerdings der Spieler selbst führen und nicht seine Eltern für ihn.


    Ehrlich gesagt wäre ich aber recht pessimistisch, dass euer Sohn nach dem Gespräch mehr Spielzeit bekommt. Daher würde ich eurem Sohn empfehlen, mal nach einem anderen Team Ausschau zu halten, wo die Spielanteile breiter verteilt werden, so wie Coach1976 das vorschlägt. Gibt es denn andere Teams im gleichen Verein oder in anderen Vereinen, die potenziell in Frage kommen? Dann könnt ihr da mal forschen, wie die es mit den Spielzeiten halten. Und dann ggf. zum Ende der Saison wechseln.


    Grüße

    Oliver

    Sorry, interessantes kann ich nicht berichten, weil ich aktuell selbst wenig mitkriege - unser Junior macht sich zurzeit ziemlich rar. Das interpretiere ich mal als Zeichen, dass es ihm gut geht, aber Infos für's Forum fallen daher leider flach. :)


    Grüße

    Oliver

    Muss denn das neue Frauenteam wirklich ganz unten anfangen? Oder gibt es da eine Chance auf eine Sonderregelung? Die neu formierte Männer-U21 von Eintracht Frankfurt hat letztes Jahr in der Hessenliga begonnen.


    Ansonsten stelle ich mir das sportlich schon ziemlich dröge vor...


    Grüße

    Oliver

    Hier mal ein Zitat aus der Jugendordnung in Hessen:


    §11.3. Der Einsatz von Spielern einer jüngeren Altersklasse in der nächsthöheren Altersklasse ist zulässig

    D.h. E und D zusammen ist zulässig und bedarf auch keiner Ausnahmegenehmigung. Die Mannschaft spielt dann als D-Jugend.


    Vermutlich gibt es überall (also auch bei Euch) ähnliche Aussagen in der Jugendordnung, deshalb hatte ich nach dem Verband gefragt.


    Grüße

    Oliver