Beiträge von Stefan_K

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    Meine Torhüter wurden im E-Bereich (natürlich) noch nicht ausschließlich auf das TW-Spiel ausgebildet. Somit wäre es
    entgegen der Philosophie einer universellen Ausbildung, wenn die Torhüter beim Mannschaftstraining "rausgezogen" würden.
    Alle Torhüter haben beim MS-Training die normale Feldspielerausbildung bekommen - das TW-Training war ein Add-On.
    Als Ergebnis ist mein letztjähriger "Ersttorhüter" diese Saison ein sehr guter rechter Verteidiger/MF-Spieler/Defensiver MF-Spieler
    und mein aktueller "erster TW" ist ein guter Rechtsaussen/Stürmer...

    Spezifisches Torwarttraining zeichnet sich aber dadurch aus, dass die Jungs eben nicht platt gemacht werden.
    Was sollen denn die noch fangen, wenn sie platt sind? Im Spiel ist der Torwart ja auch nicht platt, der hat alle heiligen Zeiten einen od. evtl zwei Bälle zu halten und da muss er reagieren.


    Man gibt also ständig (nach jedem Schuss) genügend Erholungszeit und lässt die Jungs abwechseln.


    Mit Strecksprüngen mit Wiederholungen in der Sandgrube trainiert man Kraftausdauer.
    Dagegen ist ja nix einzuwenden. Nur sind's zwei Paar Schuhe.

    Die Aussage mit den Strecksprüngen war nur ein Beispiel, um aufzuzeigen, wie anstrengend das ist. Übung wird durch ständiges Wiederholen
    erreicht. Also ein Beispiel: Es wird eine Übung durchgeführt, um Bälle auf dem Boden zu sichern, wieder abzuspringen und dem Ball nachzuhechten.
    Dieses lässt sich wunderbar in einem Ballviereck durchführen. Nach etwa 7 - 8 Wiederholungen gibt es einen Spielerwechsel. Nach zwei Durchgängen
    haben die Jungs schon eine ziemliche Leistung erbracht. Weiteres Beispiel: Im Kniestand wird abwechselnd links/rechts abgerollt und dabei ein Ball
    gefangen. Auch hier ist nach 2 Durchgängen mit etwa 7 - 8 Wiederholungen die Anstrengung recht groß.


    Also: Wenn ich im Verhältnis 1:2 Torwarttraining über 60 Min. anbiete UND danach noch 90 Min. Mannschaftstraining mitmache, ist der Spieler definitiv
    überfordert. Die Übungen werden übrigens bei den Jugend-TW-Trainerschulungen vermittelt - vom DFB - auch in diesen Intervallen...

    Ich biete TW-Training seit 3 Jahren für einen Kreis von Spielern an, die regelmäßig im Tor
    zum Einsatz kommen. Das TW-Training war losgelöst vom MS-Training (Sonntag Vormittag)
    und ging 60 Min. lang.


    Im Rahmen der C-Breitensport-Auffrischung habe ich beim NFV, Barsinghausen einen Lehrgang
    zur TW-Ausbildung von Jugendlichen gemacht und diese Kenntnisse eingebracht.


    Die Resonanz war sehr gut, die Ergebnisse auch. Die Torhüter wurden deutlich sicherer und
    konnten das TW-spezifische Spiel verbessern. Sprungtiming, Fangtechnik usw. sind im Mannschafts-
    training in dieser Form nicht zu vermitteln. Dazu kommen Fähigkeiten beim Ballsichern, korrekte
    Fuß-/Armhaltung, Fausten und Ablenken - das klappt im Mannschaftstraining nur eingeschränkt.


    Jetzt zum "aber":
    Das ist echt anstrengend!!! Nach 60 Min. sind die Torhüter glücklich, aber völlig platt vom Platz
    gekrochen. Wir hatten allgemein eine 1:2-Quote Betreuer/Torhüter, sodaß die Jungs wirklich ständig
    beschäftigt waren. Ziel waren in den 60 Min. etwa 250 - 350 Ballkontakte - das ist zu schaffen, aber
    es schlaucht wirklich.


    Tu den Jungs den Gefallen und leg das Training auf einen komplett separierten Termin. Wenn Du
    Themen, wie Ballsichern usw. machst, schaffen die das sonst nicht. Mach selber mal den Test und
    geh aus der Hocke in einen Strecksprung - 7 - 8 Mal hintereinander. Und, wenn Du noch nicht genug
    hast, mach das in einer Sandgrube. Es gibt sehr spaßige Übungen, die aber mit einer gewissen
    Intensität wirklich an die Substanz gehen.

    Das "Wegdrehen" ist ein Reflex, somit unterbewusst. Gut zureden kannst Du machen, wie Du willst - ohne jeglichen Effekt! Fangspiele, Werfübungen,
    vielfältige Spiele mit unterschiedlichen Bällen inkl. Völkerball (guuuuuuuuut!!!), Handball usw. bringen da nach und nach eine Besserung. Du musst
    die generelle Angst nehmen, daß ein Ball evtl. auch mal wehtun kann - und das kann nicht mit Vernunft sondern nur durch das Training erfolgen. Ko-
    ordinationsübungen, Werfen, Fangen und die Erfahrung unterschiedlicher Bälle (nimm doch mal einen Luftballon, Softball, Tennisball, Minifußball
    usw. dazu!) bringt den von Dir gewünschten Effekt - über die Zeit (teilw. mehrere Monate!)

    Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, daß hier diskutiert wird, ob ein Spielsystem "mal so eben" geändert
    wird, wie eine Umstellung von 1 auf 2 Stürmer.


    Viererkette contra Libero ist die Etablierung einer komplett anderen Philosophie. Weg vom Mannorientierten
    Spiel mit dem Libero, der "schon irgendwie den Ball hinten weg kriegt", hin zu einem raumorientierten Spiel,
    in dem die komplette Mannschaft die Bewegung mitmacht. Einfach mal einen zweiten Innenverteidiger rein-
    bringen ist nicht das, was eine Viererkette ausmacht. Vielmehr das Verschieben zum Ball und das Stellungs-
    spiel der kompletten Mannschaft entscheiden über Erfolg oder Mißerfolg.


    Wenn die Mannschaft nicht frühzeitig auf die Raumdeckung getrimmt wurde, ist es ein weiter Weg! Die
    Spieler müssen sich darauf verlassen können, daß ihr Nebenmann die Bewegung mitmacht. Wenn die
    Spieler seit jeher auf Manndeckung bedacht waren, ist eine Umstellung auf Raumdeckung ein Prozeß, der
    über eine lange Zeit (mehrere Monate, vielleicht mehrere Jahre) geht. Die Spieler müssen lernen, den Ball
    wieder in den Mittelpunkt zu rücken, statt stumpf hinter dem Stürmer herzurennen - ansonsten verpufft der
    Effekt spätestens im Aufbauspiel zum eigenen Angriff.


    Also:
    Nicht das System ist zu ändern, sondern die Philosophie!

    Wie äußern sich die Konzentrationsmängel? Wieviele Kinder hast Du?
    Untere oder obere E (wichtig wg. weiterführender Schule)? Wie läuft
    derzeit das Training ab? Wie oft/lange trainierst Du pro Woche?


    Was erwartest Du von einem "Konzentrationstraining"???


    Konzentration ist nicht gleich Konzentration...
    Konzentration bekommst Du auch über Kondition. Knicken Dir die
    Jungs mit Stockfehlern und Nachlässigkeiten zum Spielende hin ein?
    Wie gestaltest Du das Training? Gibt es Standzeiten/Warteschlangen/
    Übungen ohne Ball. Hast Du vielleicht nicht Konzentrations-, sondern
    Koordinationsmängel?


    Eine Mannschaft, die komplett unkonzentriert wirkt, hat die Probleme
    meist an anderer Stelle - gerade in der E (schwieriges Alter: große
    Leistungsunterschiede, Wachstumsphasen, Schulwechsel, leider
    oft auch hohe Scheidungsquote der Eltern)

    Okay.


    Was ist, wenn man eine Halle hat und genügend Spieler hat. Welche Kosten fallen an, wenn man an offiziellen Turnieren und Meisterschaften teilnehmen will?

    Die Verbände bieten für bestimmte Altersklassen Futsal-Meisterschaften an. (s. a. http://www.nfv-www.de/page.php?id=828)
    Turniere kosten prinzipiell nur Startgeld. Versichert ist ein Fußballverein über die GUV oder über den Verband (ARAG). Die
    Mannschaft für den Spielbetrieb zu melden, ist fraglich, da es keine reguläre Punktspielrunde gibt. Warum also eine gesonderte
    Abteilung. Ich trainere schon seit 2 Jahren regelmäßig mit dem Futsalball und unsere Hallenturniere werden auch mit einem
    gespielt. Die speziellen Regelwerke habe ich nicht übernommen - zum einen sind sie im Allgemeinen kaum einem Trainer
    gut geläufig, zum anderen sind auch die ausgebildeten Schiedsrichter rar.


    Einige Kreise spielen die Hallenrunde im Jugendbereich schon mit einem Futsalball - die Tests bei Turnieren waren positiv,
    aber ich würde 2 Dinge vermissen:
    - Spiel mit der Bande
    - Die Möglichkeit, 5m-Tore (bei Turnieren, nicht bei Punktspielen) zu nutzen

    Warum hakt ihr immer darauf herum, dass ich ohne Vereinserfahrung in den Leistungssport will, egal welche Frage ich stelle? Den ersten Schritt habe ich schon geschafft, der nächste folgt wenn ich den Grundlehrgang beginne. Ich sehe nicht wieso mir nicht mehr gelingen sollte.


    Der Tagesablauf ist etwas anders als erwartet. Dachte, dass wäre alles auf einmal, aber so ist auch gut.


    Was ich auch noch gerne wissen würde ist, ob man dort Lernmaterial in Form von Blätter oder Hefte bekommt oder muss man dort alles mitschreiben? Geprüft wird auch erst im Prüfungslehrgang oder nicht?

    Zum ersten Punkt: Weil die Anforderungen für die Zulassung zu dem Lehrgang wirklich hoch sind. Daumenwert ist die spielerische Qualität,
    um auf Verbandsebene (wenn ich richtig zähle, ist das die 5. Liga) mitzuhalten - und das ist echt schon ziemlich hoch! Deine Beiträge sind
    von starker Naivität geprägt und es entsteht der Eindruck, daß Du irgendwann einmal morgens aufgewacht bist und beschlossen hast, Fußball-
    trainer zu werden.


    Zum zweiten Punkt: Was meinst Du mit, "Dachte, das wäre alles auf einmal..."??? Der Ablauf ist in dieser Form echt anstrengend und die
    jeweiligen Pausen werden von den Teilnehmern auch wirklich dankbar angenommen...


    Zum dritten Punkt: Bei meinem Lehrgang (damals noch FÜL-C, jetzt Trainer C Breitensport, Niedersachsen/Barsinghausen) haben wir die
    Möglichkeit bekommen, Lehrgangsordner mit Kopienstapeln zu erwerben. (Geld gabs dann vom Verein wieder) Die waren sehr sinnvoll,
    wurden aber um gut 50 handgeschriebene Seiten ergänzt. Ich hatte eine Prüfung nach 80 UE, eine Lehrprobe nach 120 UE und eine mdl.
    Prüfung nach 120 UE. Die Prüfungsordnung ist aber meines Wissens nach geändert.

    Ich bin mir nicht sicher, ob Du mit der richtigen Sichtweise in den Lehrgang gehst. Ich habe vor einigen Jahren den C-Breitensport-
    Schein gemacht. (das ist Dir ja, wie in einem anderen Beitrag zu lesen, nicht ausreichend - Du möchtest ja auf Leistungssport
    gehen - ohne Vereinserfahrung)


    Also, der Tagesablauf war allgemein wie folgt: (Breiten- und Leistungssport decken sich, nur der Stoff variiert ein wenig)
    08.30 Frühstück
    09.30 Unterricht inkl. Praxiseinheiten auf dem Platz (ca. 1,5 Std. Praxis)
    12.30 Mittag
    14.00 Unterricht inkl. Praxis (wie oben)
    18.00 Abendbrot
    19.00 Unterricht
    20.30 Feierabend


    Also: Wenn Du dann noch Lust hast, kannst Du sicher auch noch kicken gehen...

    Ich nehme an, jeder hat 2 - 3 Vereine in der näheren Nachbarschaft. Dazu kommt neben Fußball auch
    die "Ausweichmöglichkeit" auf Handball, Basketball o. ä.


    Also, wenn ich mein Kind einem Trainer anvertraue, der die Möglichkeit hat, mehrere Stunden pro Woche
    prägenden Einfluß auszuüben, dann werde ich nicht einfach dort hin gehen und mangels Alternative
    "ist halt so" sagen.


    Zu den Ausführungen von "Germancoach":
    ***
    Hat mein Kind Spaß?
    Führt der Trainer ruhig das Training durch und zwar für alle Kinder gleich?
    Unterhält sich der Trainer vernünftig mit den Eltern?
    Werden die Kinder wie Kinder behandelt?
    Macht der Trainer einen organisierten Eindruck?
    Wie viele Fußbälle sind beim Training in Bewegung, wie viele Spieler bewegen sich da?
    ***
    - Hätte es keinen Spaß, würde es nicht hin wollen, oder?
    - Training "ruhig" durchführen... Warum??? Die Frage ist nicht die Lautstärke, sondern
    WAS gesagt wird. Wenn Spiele gemacht werden und aus der Situation heraus es auch
    mal laut wird (laut heißt nicht unbedingt, das gemeckert wird), spricht da nichts gegen.
    Als meine Mannschaft noch in der G-Jugend war, konnte mein Training im ganzen Ort
    hören. Die Eltern guckten erstmal komisch, aber wir hatten einen Heidenspaß. Zaubererspiele,
    AUA-Spiel und der "Dschungelflieger" sind nun einmal LAAAAAAAUT!!! :thumbup:
    - Der Trainer muß natürlich auch ein sinnvolles Gespräch mit den Eltern führen. In der
    G-Jugend habe ich neue Kinder den Eltern erstmal "abgenommen" und das Gespräch auf
    nach dem Training vertagt. Die Kinder waren aufgeregt genug. Nach dem Training gab
    es dann 10 - 15 Minuten Elterngespräch.
    - Werden die Kinder wie Kinder behandelt ist hier der wichtigste Punkt! Erwachsenentraining
    für Bambini oder F-Kinder ist fehl am Platze. Kritik, Meckern und Anschreien ist genauso daneben,
    wie Rundenlaufen und Konditionsgebolze!
    - Die Trainerorganisation ist oft ein großer Kritikpunkt. Viele kriegen das einfach nicht hin -
    das merken die Kinder dann nicht so im Spielbetrieb, aber Bonusveranstaltungen und Mannschafts-
    fahrten werden schwierig!
    - Bewegung der Kinder ist superwichtig! Keine Standzeiten, viel Bewegung und ein Ball für jeden
    ist eine der Grundlagen.


    2 wichtige Dinge fehlen mir noch:
    - Wirkt das Training vorbereitet/ausgearbeitet oder macht es den Eindruck, daß der Trainer "einfach
    so mal lostrainiert"?
    - Werden die Kinder gelobt?

    Gründe sind Staub auf extremen harten Bodenbelag. Normalerweise ist Hallenboden (Linoleum) etwas "weich", halt, wie eine Gummimatte. Mit der Zeit (30 Jahre...) wird Linoleum aber hart
    und verliert seine Flexibilität. Wenn es "so weit ist", wird der Boden durch den normalen Staub rutschig. Das hat nichts mit Reinlichkeit o. ä. zu tun.


    Den Spaß stelle ich mal in Frage. Die Kinder wollen in der Halle schnell Fußball spielen und die Gegebenheiten indoor einfach auskosten. Wenn schnelle Spieler dann beim Antritt wegrutschen -
    bis zum "Hinfallen", hat das leider nicht allzu viel mit Spaß zu tun. Die Verletzungsgefahr ist natürlich auch nicht zu vernachlässigen, wenn die Kinder sich darauf konzentrieren, beim Antritt
    nicht den Halt zu verlieren. Meine Jungs hatten in der besagten Halle schon einige Blessuren, die auf normalem Boden nicht aufgetreten wären. Sie jammern nur, wenn sie hören, daß in der
    besagten Halle gespielt wird und haben definitiv keine Lust, auf dem "Rutscheboden" zu spielen.


    Zum Thema Vor-/Nachteile: Die Mannschaften - auch im Kinderbereich, die Fußball SPIELEN haben gegenüber Bolztruppen, die nur lang nach vorne schlagen Nachteile. Viele Mannschaften
    schlagen weit aus der Abwehr heraus auf einen Stürmer. Dort ist es dann eine Frage, ob der Abwehrspieler oder der Stürmer ausrutscht... Also: Auch aus Entwicklungssicht sind rutschige
    Hallen nicht ganz so toll.

    Wir haben im Nachbarort das gleiche Problem, wenn wir dort Punktspiele spielen.


    3 Varianten - von "Hallenwart-kompatibel" bis zu "lieber nicht offen darstellen":


    Vorab:
    Es rutschen nicht die Sohlen, sondern die dünne Staubschicht zwischen Sohle und Halle


    Also, erstmal einen goldenen Mittelweg, der aber von Turnierleitungen nicht gerne
    gesehen wird:
    Nehmt ein feuchtes Handtuch (feucht, nicht nass!) und legt es an den Rand. In jeder
    freien Minute sollen die Spieler kurz die Sohlen über das Handtuch streichen - das hält
    so etwa 1 - 2 Minuten vor.


    So, dann das absolute "no-go" für die Hallenwarte:
    Methode, wie oben, aber als Flüssigkeit Cola statt Wasser... Hält auch´n bißchen länger
    vor... ;)


    Und jetzt eine gute Methode, die definitiv keiner bemängelt:
    Die Spieler sollen in jeder noch so kurzen Standzeit ihre Schuhsohlen an den Stutzen
    abstreifen. Zum einen ist der Staub dann weg, zum anderen werden die Sohlen leicht
    statisch aufgeladen. Damit laufen sie zwar nicht, wie auf Schienen, aber normales
    Spiel ist möglich.


    Viel Spaß und viel Erfolg!

    Für die Halle eine schöne Übung für einen "guten Bums"!!!


    Die Halle in der Mitte mit einer Reihe Langbänke in zwei Hälften teilen. Dann die Kids ebenfalls verteilen. Achtet darauf,
    daß nicht alle Kids mit einem dicken Bums in der einen Hälfte sind. Dann in beide Hälfte Bälle verteilen - und zwar möglichst
    mehr Bälle, als Kinder.


    Tja - dann als Trainer schnell die Deckung aufsuchen und den Spielern sagen, daß die Mannschaft gewinnt, die nach 5
    Minuten weniger Bälle in ihrer Hälfte hat!


    Die Spieler kriegen für G-Verhältnisse nach 2 - 3 Wiederholungen ein bestechend gutes Schussverhalten (ich will nicht
    von Technik sprechen) und haben RICHTIG Spaß!!!


    Zum "Trainer-Abschießen": Das hieß bei mir das "Aua-Spiel", denn jedesmal, wenn ich "AUA" gerufen habe (bzw. einer der
    2 - 3 Helfer, damit die Kids viele Erfolgserlebnisse haben), kriegt der Spieler einen Punkt. Bis 10 zählen können die meisten
    schon, sodaß das Ganze noch ein wenig Wettkampfcharakter hatte.

    MichaMittelfeld: Danke für deine ausführliche Antwort. Ich schätze diese Hilfe sehr. Bin inzwischen Co-Trainer einer E-Jugend geworden. Wenn es der Verein schafft alles zu organisieren, dann werde ich versuchen die C-Lizenz zu machen, aber die für Leistungssport. Mit C-Lizenz-Breitensport kann man keine B-Lizenz machen oder? Am besten du antwortest dazu hier, da es hier nicht so reinpasst.


    Um hier etwas für Klarheit zu sorgen: mir ist schon klar, dass Geichtswesten nichts für Kinder bzw. Untrainierte sind. Es war von mir etwas unklar formuliert, aber es geht hier um den Nutzen für Leistungssportler ab 20 Jahren. Wollte eigentlich nur wissen, ob man mit Geichtswesten die (Kraft)ausdauer erhöhen kann und wie hoch die Risiken dabei sind.


    PaulBreitner: Du sagst also, dass es besser ist die Intensität im Krafttraining zu erhöhen statt mit Gewichten zu laufen? Ich selber betreibe etwas Kraftsport, aber Ausdauer habe ich damit nicht verbessert. Ich habe meine Ausdauer nur dadurch verbessert, dass ich schrittweise schneller und länger gelaufen bin. Da habe ich mir gedacht, ob man mit zusätzlichen Gewichten noch weiter gehen kann als ohne.

    Ich habe gerade die Historie dieses Beitrags noch einmal durchgelesen und finde die Herangehensweise etwas seltsam. Im Jugendbereich sind Gewichtswesten definitiv nicht einzusetzen - da sind wir uns ja einige.


    Ausdauer ist nicht gleich Ausdauer ist auch richtig. Natürlich muß eine guten Konditionsgrundlage gelegt sein, alleine, um die Konzentration über das gesamte Spiel aufrecht zu erhalten. Das Problem ist, daß unbedacht gebildete Muskulatur die Springfähigkeit einschränkt. Die meisten Spieler sind gut unterwegs, die keine übermäßigen Muskelpakete haben. Eine Ausnahme bildet der Torwart, dem es einfach in der Durchsetzung hilft.


    Zu den Lizenzen:
    Du hast KEINE Vereinserfahrung, die C-Breitensport-Lizenz ist Dir aber nicht gut genug... (klar - für die B-Lizenz brauchst Du die C-Leistungs-Lizenz!) Wie willst Du ohne Vereinserfahrung die Aufnahmeprüfung bestehen? Du musst Fußballqualität nachweisen - als Daumenregel gilt das Niveau einer Landes-/Verbandsliga. Ohne Vereinserfahrung musst Du schon ein echter Knüller sein, um die Fähigkeiten auf hohem Kreis- oder Bezirksniveau nachweisen zu können - wie soll das mit dem C-Schein da klappen?

    Hmmmmmmmmmm, die These, alle Spieler gleich zu behandeln ist doch recht interpretationswürdig.


    Ich bin jetzt seit 7 1/2 Jahren Jugendtrainer und hatte Mannschaften von der G bis zur D. Erstmal zum
    Thema "gleich behandeln" im Sinne von "keinen benachteiligen":
    - Nein, ich benachteilige keinen Spieler. Natürlich sind die Spielzeiten bei meiner D unterschiedlich - anders
    geht es auch irgendwann einmal nicht mehr, zumal einige Spieler halt gerade angefangen haben, einige
    Spieler selber merken, daß sie noch etwas aufholen müssen und einige auch konditionell zurückhängen.
    - Wenn ein schwächerer Spieler gute Leistung zeigt, bekommt er mehr Spielzeit, hat ein stärkerer Spieler
    ein Formtief, wird er mehr Zeit auf der Bank verbringen.
    - Mein Sohn ist in meiner Mannschaft - auch der ist "einer von vielen". Ich habe eine Saison mit einer
    Mannschaft OHNE eigenes Kind doch recht viel Sachlichkeit aufbauen können. Es geht so weit, daß mein
    Sohn mich auf dem Platz mit "Stefan" anspricht. Er ist auch nicht Kapitän und sitzt genauso auf der Bank,
    wie die anderen auch.


    So, jetzt kommt das Thema "gleich behandeln" im Sinne von Ansprache, Motivation usw.:
    Es ist absurd, zu glauben, daß jeder Spieler gleich reagiert und die gleiche Ansprache braucht. Der sensible,
    kreative wird anders reagieren, als der kernige Kämpfer oder der eigensinnige Stürmer. Es ist doch eine der
    Künste für einen Trainer, die jeweils richtige Ansprache und Behandlung zu finden.


    Also:
    Nein, ich behandele in diesem Sinne nicht alle Spieler gleich!!!

    Ich bin in einem der wenigen Kreise, der noch D11 spielt. Meine Mannschaft wurde nie auf Manndeckung geschult -
    auch, wenn wir uns manche blöden Gegentore gefangen haben. Somit arbeiten alle recht gut gegen den Ball und
    haben in gutes Auge für die Positionen der Mitspieler.


    Auf dem 11er-Feld habe ich erst ein 4-4-2 mit "Raute" angefangen, musste aber, wie auch mein Vorredner feststellen,
    daß der 6er überfordert ist. Ich habe dann auf ein 4-2-3-1 umgestellt mit dem Ergebnis, daß ich viel mehr Druck aus
    dem Mittelfeld erzeugen kann und die Nahtstelle zwischen den Innenverteidigern geschlossen ist. Wenn der Gegner
    es zulässt, spielen die beiden äußeren MF-Spieler sehr offensiv, sodaß das System eher einem klassischen 4-3-3
    ähnelt. Die Aussenverteidiger rücken nach und wir kriegen sehr viel Druck nach vorne. Der einzelne Stürmer bindet
    sehr viele Abwehrressourcen des Gegners, so daß die beiden äußeren MF-Spieler derzeit die meisten Tore erzielt
    haben - der 10er verteilt die Bälle und schaltet sich um die Strafraumgrenze herum recht oft in die Angriffe ein.


    Fazit: Je nach Gegner 4-2-3-1 oder 4-3-3 :thumbup:

    Hallo Sabine,


    ich habe mal im dfbnet Eure Ergebnisse angeschaut - da ist doch alles in Ordnung. Wenn Ihr jetzt "abgeschossen" würdet, müsste evtl. etwas
    getan werden, um die allgemeine Stimmung oben zu halten. Aber 3 Siege, 1 Remis und 4 Niederlagen sind ja nicht irgendwie "unterirdisch", oder???


    Also trainier doch einfach das, was für eine U8 altersgerecht ist und trete nicht eine Diskussion los, bei der Du Dich später beschwerst, wenn sie
    leider nicht die Antworten ergibt, die Du Dir wünscht. Wenn Du eine Frage in den Raum stellst - und in diesem Fall eine konzeptionelle Grundsatz-
    frage und diese Frage dann noch mit einer eigenen These unterfütterst, die definitiv falsch ist, darfst Du Dich nicht beschweren, wenn die Antworten
    nicht so ganz Deiner Vorstellung entsprechen!