Beiträge von TW-Trainer

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    DSV


    Nein, das Berufsfussballspiel taugt nicht als Vorbild für den Kinderfussball. Die Gründe dafür: alle legalen wie illegalen Mittel sollen ausgeschöpft werden, um das Spiel zu gewinnen, liegen auf der Hand! Es geht dabei wie in einem Casino zu! Was man heute gewonnen hat, kann man schon morgen wieder verlieren!


    Übrigens kann ich "FB" beipflichten, dass auch die Holländer gegen deutsche Teams härter spielen, weil man sonst keine Chance hat! Aufgrund der dynamischen Weiterentwicklung dieser Sportart wird es für die Schiedsrichter immer schwieriger, zwischen Foul oder fairem Körpereinsatz, zwischen Schwalbe oder leichtem Körperkontakt, zwischen Abseits oder gleicher Ballhöher, zwischen Tor oder Torlinie zu entscheiden. Denn wie die Zeitlupenbilder zeigen, kann man häufig erst nur verschiedenste Einstellungen erkennen, was die einzig richtige Entscheidung gewesen wäre. Manchmal gelingt aber auch nicht einmal das!


    Anders ist es mit den Idolen, die man auf dem T-Shirt, wie im Herzen trägt und denen man folgen möchte! Diese Helden werden mit Kinderaugen verklärt! Das führt sogar dazu, dass Mädchen auf dem T-Shirt "Messi", "Klose" oder "Neuer" tragen, obwohl sie schon aus biologischen Gründen niemals deren Platz einnehmen werden können.


    Aber Träumen sollte erlaubt sein oder?!?

    @FB


    Ich gewinne immer mehr das Gefühl, dass du Schwarmintelligenz mit der besonderen Fähigkeit verbindest, dass Kinder sehr viel einfacher voneinander lernen, als dies durch eine ihnen noch fremde Sprache, Mimik und Gestik von Erwachsenen (möglich) ist?


    Natürlich lernen Kinder im Rahmen ihrer "Verschulung" auch, haben nicht unbedingt immer freiwillig und nicht gerne! Das hängt sowohl von der Sympathie wie auch vom Feedback ihres Pädagogen ab!


    Beim (freien) Fussball kann ein freier Geist entstehen, sodass der Funke der Begeisterung dann auf Mitspieler überspringt, wenn sie sowohl mit der gleichen Erwartung und Eigenmotivation wie auch vergleichbaren Fähigkeitsanlagen ihre Spiel interaktiv gestalten. Eine besondere Intelligenz setzt jedoch erst mit der Kreativität ein, denn bis dahin folgen alle Teilnehmer der Trainingsgruppe noch den Anweisungen und Hinweisen ihres Trainers!
    Es gibt während der Jugendzeit besonders günstige Altersstufen, um Impulse zur Entwicklung von Kreativität zu setzen und es gibt Phasen, in der nicht nur grobe Hinweise, sondern sehr präzise Informationen erwartet werden.
    Das bedeutet auch, dass es fortwährend einen Impuls der Gruppe zum Einzelnen gibt, sodass widerum die Summe dieser Kreativität mehr als das erwartete Gruppenergebnis ausmacht und somit ein Fortschritt (egal wie groß) erzielt wurde. Nunmehr stellt sich die Frage, inwieweit der Trainer daran Einfluß hatte. Diese Frage ist sehr einfach zu beantworten: so gut wie gar keinen! Denn der gute Trainer ist der, von dem man kaum etwas hört, den man selten sieht! (Ich hoffe, jetzt nicht gerade das Trainerweltbild einiger Forumteilnehmer zerstört zu haben, die ihre Rolle als besonders bedeutend erachtet hattten.) Denn nur in einer Freiwilligkeit lassen sich Lernfortschritte erzielen. Über diese Freiwilligkeit entscheidet ganz allein das Kind! Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, das es mit dieser Einstellung den Platz betritt, größer, wenn es einen netten und kompetenten Trainer hat.


    Für mich erübrigt sich die Frage nach dem Huhn oder Ei schon allein deshalb, weil eine zweckgebundene zeitweilige Freizeitgestaltung kaum seriöse Erfolgsprognosen möglich macht und es deshalb schwerlich möglich sein sollte, eine Schwarmintelligenz erzeugen und am "Leben erhalten" zu können! Denn wäre das so, so würde fast jede Mannschaft so in "Sportrente" gehen, wie sie gegründet wurde! Dazu sind jedoch die heutigen, äußerlichen Einflüsse fast unüberwindbar!

    Pfeffernuss


    Ich hoffe, du nimmst es "Don Quijote" nicht übel, dass er seiner Aufgabe, gegen die "Windmühlenräder" von kinderungeeigneten Methoden anzukämpfen, auch bei dir angekommen ist!


    Gerne möchte ich auf deine Anmerkungen: 1 Trainer an der Mittelfeldlinie und 1 Trainer neben dem Tor, weil ...

    Das klappt sehr gut. Es gibt halt einige Spieler, grade in dem Alter, die eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne haben wie andere Mitspieler.

    diese Situation eines schlechten Abwehrverhaltens bestmöglich klärt! Zumindest hat man als Trainer das Gefühl, weil die Spieler auf besondere Aufforderung hin das machen, was lt. Trainerbild am besten geeignet ist!


    Verwunderlich mag es zunächst sein, dass die, denen man besonders viel gesagt hat, beim nächsten Spiel wieder viele Hinweise benötigen. Dabei müßten doch die den Kinder, die kaum Hinweise erhielten, ein besonders großer Hilfebedarf vorhanden sein. Aber nein, es liegt daran, dass sich manche Kinder konzentrieren können und andere eben nicht! Für die springt dann der Trainer ein! Denn sonst ist der Sieg in Gefahr, bzw. droht die Niederlage zu einem Debakel zu werden!


    Was glaubst du, denkt ein Kind, dass häufig Anweisungen während des Spiels von dir bekommt? Machst du es von Spiel zu Spiel dadurch sicherer? Was glaubst du, denken die Eltern dieses Kindes über dessen Trainer, wenn er ihr Kind permanent auffordert etwas zu tun, was es freiwillig nicht bereit ist (denn sonst würde es das ja auch so machen)?


    Schließlich, wie würdest du dich als Kind fühlen, wenn die dein Trainer quasi per Joystick über den Rasen schickt? Richtig, die Tage des Ausstiegs aus dem Hobby Fussball sind gezählt! Denn Kinder wollen spielen. Das ist etwas, was sie in diesem Alter schon selbständig können. Auch wollen sie dabei ihre Fehler machen, ihre Erfahrungen sammeln! Daran werden sie jedoch gehindert, wenn sie von ihren Trainern gezielt dabei gestört werden!


    Eine besondere Rolle dabei spielt der Trainer neben dem Tor! Als stiller Begleiter mag er in den ersten 2 - 3 Spielen vielleicht noch die Angst des Kindes auf dieser neuen Position ein wenig nehmen können. Doch der von dir beschriebene Trainertyp soll ja gar nicht ein "stiller Begleiter" sein, sondern die angebliche Konzentrationsschwächen beheben, unverzüglich in dem er es auffordert dem Gegner und Ball entgegen zu rennen!
    Man mag sich wundern, warum den Kindern im Bambini- und F-Jugend-Alter hin und wieder Bälle ins Gesicht fliegen? Man hält es für Konzentrationsschwäche! Aber Kinder in diesem Alter haben noch kein Gefühl für Geschwindigkeit und dementsprechend auch nicht für das richtige Timing! Auch ist der Winkel vom Schuß zum Aufprallpunkt so flach, dass es sehr schwierig ist, den Ball präzise zu beobachten und entsprechend zu reagieren.


    Wer einen "Selbsttest" machen möchte, um die Wahrnehmung des Kindes in einer solchen Situation in Praxis zu ergründen, der kann sich hierfür zunächst auf die Knieposition begeben und sich dann aus ca. 5 - 8 m Bälle auf ein 5 x 2 m Kleinfeldtor dribbeln bzw. schießen lassen. Ich empfehle dabei, den Mut nicht so rasch zu verlieren, wenn der Ball nur so um die Ohren saust oder auch mal mitten ins Gesicht klatscht! Er wird erkennen, dass seine Einreden an das Kind weniger mit Mut, sondern vielmehr mit dem Einfordern von Gehorsam zu tun hat. Man wird in jedem Fall seine Meinung über Kinder auf der TW-Position ändern und sich schon beim nächsten Spiel zu seinem Trainerkollegen gesellen!


    Statt nun aber gleich die Flinte ins Korn zu werfen, nachdem man erkannt hat, dass es ja eigentlich Blödsinn war, weil man glaubte das Gewinnen sei das Wichtigste (geht allen Anfängern so und manchen auch noch später) , sollte sich als Trainer auch die Zeit nehmen, die es braucht, um Erkenntnisse zu gewinnen. Denn nicht alles läßt sich durch Literatur erlernen, es braucht auch Erfahrungen.


    Kinder sind meist nicht nachtragend, so grüßen mich selbst heute noch Kinder, denen ich damals viel Blödsinn beigebracht habe! Allerdings scheue ich mich auch nicht, es ihnen gegenüber einzugestehen, wenn wir uns darüber unterhalten. Auch wenn ich es nicht mehr gutmachen kann und sie eigentlich bessere Trainer als mich verdient gehabt hätten, ist aus den Meisten trotzdem was geworden!

    Steini


    Nachdem die Frage über die richtigen Trainingsinhalte einigermaßen geklärt wäre, steht nach wie vor die unterschiedliche Ansicht von Eltern und Trainern darüber im Raum.
    Trainer-Neulinge wissen meist mit Elternkritik gar nicht umzugehen, suchen entweder Rat bei Erfahrungen und/oder kündigen ihren Trainerjob aus Frust über die Einwirkungsversuche der Eltern. Erfahrene Trainer geben klare Regeln heraus, an die sich alle Eltern zu halten haben. Dort findet die Diskussion zwar auch statt, jedoch innerhalb der Elterngruppe bzw. zwischen Eltern und Kindern!


    Wie kann man jedoch Eltern am Lernprozess ihrer Kinder sinnvoll beteiligen. Denn schließlich sind sie auch gekommen, weil sie sich dafür interessieren! Sie möchten sich gerne in der Sicherheit wiegen, dass ihr Kind hier im Verein die bestmögliche Unterstützung (unter den gegebenen Umständen erfährt)! Es ist nicht allgemeine Absicht, die Autorität des Trainers von vornherein zu untergraben. Soetwas entwickelt sich allenfalls daraus!


    Schließlich wäre noch das "Todschlage-Argument", wonach man es nicht jedem rechtmachen kann, zu nennen!


    Ich möchte in den nachfolgenden Zeilen ein paar Anregungen fürs Elterncoaching während des Trainings geben:


    1. Sicherheitsabstand für Übungen/Spielformen im Training wichtig!
    Schaut vor Beginn des Trainings kurz, wo sich die Sitzbänke für die Eltern befinden. Baut eure Übungen und Spielformen so auf, dass sie nicht 50 m davon entfernt, jedoch auch nicht 5 m vor ihnen gemacht werden. Wenn die interessierten Eltern guten Blickkontakt haben, werden sie normalerweise das Platzangebot der Sitzbänke in Anspruch nehmen und sich auch untereinander unterhalten, statt ausschließlich jede Regung ihres Kindes argwöhnlich beäugen!


    2. Kurze Erklärungen während der übungen/Spielformen
    Ist die Übung/Spielform in einer Phase, in der die Kinder keine weitere Trainerunterstützung brauchen und sich ausprobieren können, so ist dies der richtige Zeitpunkt, um sich (mit Blick aufs Spielfeld) kurz an die Eltern zu wenden. Jetzt ist eine gute Gelegenheit, ihnen durch kurze, einfache Hinweise zu erklären, wobei es bei dieser Übung ankommt. Die Kinder allgemein loben, aber niemals 1 Kind besonders! Denn dann wird schon mal eine besondere Sympathie unterstellt, weil die Fachkenntnisse der Eltern in aller Regel nicht ausreichen, um dies auch sportlich beurteilen zu können.


    3. Hinweise von Eltern positiv begegnen
    Gelegentlich kann es zu einem Hinweis "Kewin, mach das mal so ..." kommen! Dies einfach zu ignorieren wäre genauso untauglich, als diesem Erwachsenen unverzüglich "übers Maul zu fahren"! Besser ist es, diesen Hinweis aufzunehmen, z.B. " ... sehr gut beobachtet, aber das bekommen die Kinder erst in einer späteren Phase ..." Man hat die Eltern im Boot, denn sie wissen durch diese Bootschaft, ihre Zweifel sind unbegründet.


    4. Zufriedene Kinder + zufriedene Eltern = zufriedene Trainer
    Diese Gleichung setzt voraus, dass Trainer sich regelmäßig fortbilden, um ein interessantes und abwechselungsreiches Training gestalten zu können.


    Fazit:
    In diesem Forum gibt es einige Themen, in denen von Eskalationen mit den Eltern berichtet wird! Dabei wird glaubhaft beschrieben, wie fürchterlich diese Situation für die Trainer ist. Aber ist sie für die Eltern und deren Kinder vielleicht besser?


    Elterncoaching gehört jedoch in den unteren Jugendfussballbereich. Es sollte deshalb verstärkt in die DFB-Kurzschulungen und das C- und B-Trainerlizenzsystem eingeflochten werden.


    Aber auch hier im Forum würde ich mich darüber freuen, wenn über besonders positive Erfahrungen mit dem Elterencoaching berichtet wird!

    Jenny82


    theoretisch stimme ich Dir da voll zu, aber auch das geht nur bis zu einem gewissen Punkt, ist die Chemie innerhalb so richtig im Eimer, sitzt Du bei solchen Veranstaltungen ganz schell immer mit den gleichen 3-4 Spielerinnen da.


    Da stimme ich dir voll zu! So ist mir ein Fall aus der Oberliga in Erinnerung geblieben. Dort hatte man jahrelang das Problem, dass der Mannschaft zum Aufstieg in die Regionalliga eine gute Keeperin fehlte. Endlich hatte man eine sehr gute Keeperin gefunden und war guter Dinge, nunmehr das Aufstiegsziel anpacken zu können. Doch die Vereinsverantwortlichen hatten die Rechnung ohne die Spielerinnen gemacht. Denn die bisherige Keeperin ließ zwar den ein oder anderen Ball durch die Hände gleiten, sie war jedoch hoch geschätzt innerhalb des Teams. Weil nun diese Keeperin ins zweite Glied gesetzt wurde, traf man sich heimlich, um nach einem neuen Trainer Ausschau zu halten, damit wieder die "alte Keeperin" zwischen die Pfosten wechselt. Als die Sache rauskam, traten der Trainer und noch einige weitere Verantwortliche unverzüglich zurück! Das hatten die Mädels jedoch billigend inkauf genommen, denn es war Ihre Mannschaft, nicht die des Vereins


    Dieses Beispiel zeigt, welche Bedeutung natürliche Autoritätspersonen in einer Mädchen-Frauen-Mannschaft besitzen. Sie sind verantwortliche für die Harmonie innerhalb der Mannschaft. Ihre Bedeutung ist deshalb höher als die irgendwelcher Vereinsverantwortlichen incl. des Trainers. Ein Team nach rein sportlichen Gesichtspunkten zusammen zu stellen, ist sogar in der 1. und 2. Frauen-Bundesliga schwierig, weil auch hier die Chemie zwischen den Spielerinnen stimmen sollte, um optimale Leistungen abrufen zu können.

    @pegasus77


    Falls du diese Ausbildung mit einem (Bildungs-)urlaub kombinieren kannst, dann lohnt es sich alle mal. Habe vor einiger Zeit mit dem Schöpfer dieses Breitensport-Schwerpunkts ein längeres Telefonat geführt, indem er mir von den besonders günstigen Entwicklung auf Basis der besser ausgebildeten TW-Trainer berichtet hat.


    Leider wird lediglich der Teil der Mannschaftstrainer-Lizenz vom DFB anerkannt.
    Seit einiger Zeit gibt es vom DFB zwei weitere Ausbildungsangebote für TW-Trainer:


    1. Die 2-stufige (je 3 tätige) mit insgesamt 50 LE Ausbildung zum TW-Trainer Breitensport
    2. Die 40 LE umfassende Ausbildung zum TW-Trainer-Leistungsbereich
    zu 2. Voraussetzung zur Teilnahme ist neben der Fitness entweder die Teilnahme an der Ausbildung zum Breitensport-Lizenztrainer mit Schwerpunkt TW-Training oder die Teilnahme an der DFB-TW-Trainer-Ausbildung.


    Unterschiede: Aufgrund der Voraussetzungen zur Teilnahme am TW-Trainer-Leistungsbereich und der geringen jährlichen Zahl an Ausbilungsplätzen hat der überwiegende Teil der Teilnehmer bei der DFB-Breitensportbereich bereits Erfahrungen als Torwart oder TW-Trainer im Leistungsbereich. Insofern sollte man sich vorher erkundigen, wie die jeweilige Zusammensetzung des Kurses ist, so dass es zu den eigenen Fähigkeiten paßt!


    Als nach wie vor unglücklich empfinde ich die Situation der fehlenden Abschlußprüfung und dem dadurch nachgewiesenen Fähigkeiten, durch die eine Kompetenz-Übertragung stattfindet. Im Profibereich hat sich der TW-Trainer als Spezialist abseits der DFB-Regeln längst als als selbstverständlich erwiesen. Eine deutliche Verbesserung der Sachkenntnis und Ausbildung der Torleute wäre zwar auch so möglich, jedoch scheitert dies in sehr vielen Fällen daran, als das die Vereine diese Ausbildungen nicht wahrnehmen und/oder sie aufgrund fehlender Lizenz gar nicht anerkennen!


    Wer jedoch nicht das Ziel einer Karriere als TW-Trainer im bezahlten Fussball hat, für den lohnen sich die Ausbildungskurse allemal! Allerdings ist es von großem Vorteil, wenn man bereits erste Erfahrungen als Torwart oder Torwarttrainer mitbringt!

    Mourinho_für_arme


    Zunächst einmal solltest du so ziemlich alles, was du vom männlichen Fussball kennst, erst mal vergessen!


    Der Mädchenfussball geht ab dem Einsetzen einen anderen, eigenen Weg! Dazu gehört auch ein etwas anderes Training.


    1. Kondition u. Krafttraining
    Bei den Mädchen solltest du nach dem Warmmachen ca. 10 Minuten Konditions- und Krafttraining machen. Denn anders als gleichaltrige Jungen können sie keine Kraftreserven durch großen Muskelzuwachs schaffen. Aber nimm bitte vornehmlich solche Übungen mit Ball am Fuss. Denn Trainingszeit ist viel zu wertvoll, um sie mit Rundenlaufen zu vergeuden!


    2. Umschalten
    Selbst, wenn genügend Kraft und Kondition vorhanden ist, funktioniert ein Umschaltspiel nicht von ganz allein, sondern will trainiert werden. Wichtig dabei ist, dass die gesamte Mannschaft am Umschalten beteiligt ist.


    Nachfolgendes Beispiel soll dir vermitteln, worum es geht:


    A. Für eine Trainingsgruppe von ca. 16 Spielerinnen ein Feld von 30 x 30 m durch Hütchen markieren.
    B. Die Spielfeldhälfte (also 15 m) zusätzlich mit Hütchen marieren
    C. Tore dürfen nur dann erzielt werden, wenn alle Spielerinnen der ballführenden Mannschaft sich in der gegnerischen Hälfte befinden!


    Falls deine Mädchen das irgendwie nicht begreifen, dass sie nach Wechsel des Ballbesitzes sofort nach vorne bzw. nach hinten laufen, kannst du noch folgenden Zwischenschritt machen:


    A. Spielfeld wie im 1. Beispiel.
    B. Jede Spielerin bekommt eine Gegenspielerin zugeordnet
    C. Sobald die Gegenspielerin den Ball bekommt, soll sie solange attackiert werden, bis man den Ball erobert hat. D.h. notfalls beginnt die Hatz über den gesamten Platz, denn niemand sonst darf die ballführende Spielerin angreifen. Bei diesem Gegner- und ballorientierten Spiel versteht jedes Mädchen eigentlich relativ schnell, dass es allein auf sie ankommt. Egal, ob sie den Ball im Dribbling verliert und nachsetzen muß oder ob die Gegenspielerin den Ball über einen Paß erhält oder erläuft!



    Wichtig ist jedoch, dass du regelmäßig kleine Regenerationspausen einlegst, damit keine Überanstrenung eintritt. Denn ab den B-Juniorinnen besteht eine erhöhte Gefahr von Bänder- und Sehnenverletzungen!

    @NF
    Offiziell heißt es zwar immer, Schule und Fussball sollen in Einklang gebracht werden. Aber das stimmt so nicht! Denn, wenn das Talent gut genug ist, interessiert auch ein BuLi-Verein sich nicht mehr für dessen schulische Leistungen. Auch drängt es ihn, statt einer Ausbildung oder Studium sofort einen Profivertrag zu unterschreiben, bzw. durch die Eltern unterschreiben zu lassen. Zwar hassen die Vereine die Spielerberater, wie Unternehmer die Gewerkschaft, aber beide profitieren nur davon, wenn es um möglichst viel Geld geht!


    Insofern verstehe ich schon die Sorge der Eltern üder den bestmöglichen Werdegang des Kindes! Denn sobald es nicht nur ums Gewinnen, sondern auch um Geld, manchmal sehr viel Geld geht, zählen menschliche Bedürfnisse nicht mehr! Hier hilf ein Schwarz-Weiß-Denken nicht weiter, sondern möglichst intensive Gespräche mit Fachleuten und Vereinen und ein realistisches Abwägen auf Basis vorhandener Möglichkeiten!

    @Don


    Ja, bei den Mädels ist tatsächlich einiges Anders! Während bei den Jungen und Senioren nach einem Sieg die Trainingsbeteiligung steigt, kann sie bei beim anderen Geschlecht abnehmen. Begründung: "ich hab doch gut gespielt." Hingegen kann nach einer Niederlage die Trainingsbeteiligung steigen: Begründung: "ich habe schlecht gespielt"!
    Während bei Männern die Leistung manchmal auch bei Konkurrenzdruck steigt, kann das bei den Mädels genau umgekehrt sein. Man will sich diesem Konkurrenzdruck gar nicht stellen und verzichtet stattdessen lieber auf einen Einsatz oder eine Teilnahme. So gibts bei den Mädels das Phänomen, gar nicht spielen zu wollen, bzw. eingesetzt zu werden, obwohl man mitgefahren ist!


    @Jenni82
    Die Mädels machen jedoch vieles unter sich aus, weshalb es gut ist, zunächst einmal das Gespräch mit dem Kapitän zu suchen, anstatt sofort "die Welle" zu machen. Auch habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, so ca. alle 4 Wochen außerhalb des Spielbetriebs ein kleines Treffen der Spielerinnen zu organisieren, um evl. aufkommende Mißverständnisse zu beseitigen und die Teamzugehörigkeit wieder zu festigen. Denn evl. stimmt die Chemie zu den neu dazu gekommenen Spielerinnen noch nicht so ganz?

    @Schimmi


    Man sollte nicht alles, nur weil es aus England kommt, gleich abwinken! Denn englische Trainer liegen nunmal aktuell nicht so im Trend! Auch mag manches, was auf der Insel gut funktioniert, für den "Kontinent" nicht die gleiche Wirkung haben. So mag es für den engsichen Fussball ausreichen, einen ballsicheren spanischen Keeper zu verpflichten, um diesen als zusätzlichen Feldspieler beim Spielaufbau mehr Ballkontakte zu gönnen. Jedoch ist die Idee: Überzahl durch Torwart beim Spielaufbau schon mindestens 30 Jahre alt! Denn da wurde die Amsterdamer TW-Schule gegründet!


    Das Problem, ob man den Torwart fallweise als vollwärtigen Feldspieler umfunktionieren kann, beginnt schon damit, dass ich spontan keinen Profi-Keeper wüßte, der die Qualität eines Profi-Feldspielers. Natürlich gilt dies auch umgekehrt. So banal es klingt, es sich nun einmal zu einem gewissen Teil unterschiedliche Anlagen und Fähigkeiten erforderlich. Deshalb würde dem Keeper dann unter Gegnerdruck der Ball häufiger vom Fuss springen. Dieser einmalige Ballverlust wäre auch kaum mehr durch Ball-Rückeroberung auszugleichen, sondern würde zum Gegentor führen.


    Deshalb ist man bislang beim Kompromis des mitspielenden Torwarts gekommen. Er ist als zusätzliche Anspielstation gedacht. Angespielt werden soll er jedoch nur, wenn er nicht unter Gegnerdruck steht! Durch eine bessere Ausbildung im Nachwuchsbereich gelingt es jedoch, die Abstände (in der Tiefe und Breite) zwischen Torwart und seinen Feldspielern immer kürzer werden zu lassen. Aber genauso, wie man im eigenen Strafraum den ballführenden Gegner kompromißlos vom Torabschluß abhält, soll der Keeper seine Kernaufgabe zur Verhinderung von Toren gerecht werden. Wenn er zusätzliche, neue Aufgaben erhält, dann geschieht dies immer gleichzeitig auch in der Abschätzung neuer Risiken.


    Weil jedoch bereits beim Eventcharakter des Profifussballs "no risk no fun" gilt, dürfen wir uns immer wieder über neue Experimente freuen, von denen hin und wieder auch mal eines gelingt!

    Stefan70


    Wenn man Kindern ihren Fussball zurück gibt, darf man sich nicht wundern, wenn sie ihn auf Basis ihrer Erfahrungen anders sehen wie wir Erwachsenen.


    Wie du schon richtig festgestellt hast, wird das Spiel ohne Schiedsrichter weitaus weniger unterbrochen. Es gibt auch fast immer den selben Ablauf. Zunächst tastet man sich gegenseitig ab. Sogar bei einem Fehlpass kann man ein "Tschuldigung" hören. Nach 5 - 7 Minuten geht es jedoch zur Sache und das Spiel wird dynamischer. Dieses Tempo wird unter Fairness-Geboten bis zum gewissen Erschöpfungsgrad gehalten. Mit der Ermüdung nimmt die Kraft und Konzentration ab und es wird ruppiger, weil man sich hier und da nicht anders zu helfen glaubt. Dennoch lebt man für den Moment, sodass grenzenlose Freude und tiefste Betrübnis innerhalb kürzerster Zeit möglich sind. Kinder spielen mit dem Herzen und nicht so sehr mit dem Verstand. Beim KIFU sogar so deutlich, dass es für Eltern und Trainer schockierend sein kann, wie friedlich es trotz aller Turbolenz auf dem Rasen zugeht!

    Zunächst einmal möchte ich gerne darauf aufmerksam machen, dass sich die Ansichten darüber geändert haben, wie Fähigkeiten im Nachwuchsbereich vermittelt werden. Hatte man noch vor einigen Jahren gelehrt, die Details zu präsentieren und zu erklären und anschließende Fehler sofort zu korrigieren, geht man in der modernen Trainingslehre dazu über, die Fähigkeiten in spielerischer Form zu vermitteln. Bei den ganz Kleinen werden die Themen in Geschichten verpackt, aber auch bei den etwas Größeren werden die Anforderungen nicht mehr vorgegeben, sondern mit geschickten Fragestellungen alle Teilnehmer der Trainingsgruppe aktiv eingebunden. Spielerisch Fähigkeiten erwerben bedeutet auch, das mindestens zu 50 % im Training Fussball in unterschiedlichster Weise gespielt werden soll.


    Natürlich gibt es auch beim Spiel Belohnung und Strafe. Jedoch überwiegend in deutlichem Maße die Freude. Warum gäbe es sonst ein Spiel mit dem Namen "Mensch ärgere dich nicht"? Der bereits bekannte Strafenkatalog: Liegestütz, Rundenlaufen, Androhung von Spielabbruch, usw. sollte überdacht werden! Respekt und Autorität kann man sich in anderer Weise erarbeiten. Das beginnt mit einem interesssanten und abwechselungsreichen Training und endet mit einer stets optimistischen Prognose über die Leistungen und Fähigkeiten seiner Spieler. Wer nicht extra vom Trainer gelobt wird, der wird aufgefordert, sich beim nächsten mal noch etwas mehr anzustrengen!


    Der Trainer befindet sich im permanenten Wechsel von väterlichem Freund, Kümmerer, Vorbild und Schiedsrichter! Aber Schiedsrichter, die kaum in Erscheinung treten und keine gelben oder roten Karten zücken, sind uns doch die liebsten. Das soetwas erzeugt Verunsicherung und Angst! Das können wir nicht gebrauchen, weshalb ein Abschlußspiel möglichst so enden sollte, das jeder Teilnehmer gerne noch einen "Nachschlag" gehabt hätte und es schade findet, dass das schöne Training schon wieder vorbei ist! Nicht wahr?

    Also ich kenne ja nun Beides! Die Zeiten, in denen sowohl im Straßenfussball als auch im Verein ohne Schienbeinschoner gespielt wurde. Hinzu kam, dass die früheren Fussballschuhe verstärkte Kappen hatten und man gerne mal einen weiten Schuß mit der Pieke probierte. Auch waren die ersten Schienbeinschoner steif und schwer, verrutschten auch mal!


    Da sind die heutigen Schienbeinschoner schon besser geeignet.!


    Jedoch nimmt im modernen, ballorientierten Spiel die Zahl der Zweikämpfe deutlich ab! Auch wird aufgrund einer verbesserten Ausbildung längst nicht so viel gegrätscht! Dennoch bieten die Protectoren einen guten Schutz vor Verletzungen im Schutzbereich.


    Auch, wenn das Verletzungsrisiko in diesem Bereich abgenommen hat, weiße ich die gesamte Trainingsgruppe darauf hin, wenn jemand mal seine Schoner vergessen hat und auch kein Zweiter ihm fürs Training ein Paar borgen kann.


    Zwar ist Fussball eine Kampfsportart, bei der Verletzungen nie ganz auszuschließen sind, jedoch sehe ich es als nahezu unnötig an, wenn sich jemand durch Gegnereinwirkung im Training verletzt und beim nächsten Spiel zuschauen muß.

    DSV


    Mir ist zwar bekannt, dass der DFB bis auf wenige Ausnahmen lediglich Empfehlungen an die Verbände gibt und diese widerum einen Teil in die Entscheidungsfreiheit der angeschlossenen Kreise überläßt. Deshalb kann es durchaus zu unterschiedlichen Richtlinien kommen. Hier die vollständige Richtilinie vom NOFV-Verband:


    ²5. In Meisterschaftsspielen in allen Amateurspielklassen dürfen in Zweiten Mannschaften von Lizenzvereinen nur
    Spieler (unabhängig von ihrem Spielerstatus) eingesetzt werden, die mit Beginn des Spieljahres am 01.07. das 23.
    Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
    Darüber hinaus dürfen sich bis zu drei Spieler, die am 01.07. das 23. Lebensjahr bereits vollendet haben,
    gleichzeitig im Spiel befinden."


    "8. Nach einem Einsatz in einem Pflichtspiel einer Herren-Regionalliga- oder Oberligamannschaft sind Amateure
    oder Vertragsspieler erst nach einer Schutzfrist von zwei Tagen wieder für Pflichtspiele aller anderen
    Mannschaften ihres Vereins mit Aufstiegsrecht spielberechtigt. Diese Einschränkung gilt nicht für den Einsatz in
    Freundschaftsspielen und für Spieler, die am 01.07. das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
    Anders lautende Festspielregelungen der DFB-Mitgliedsverbände sind unbeachtlich."


    Ich fasse mal zusammen: bei den hier zitierten Regelungen geht es um den Einsatz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen (bis zum 23. Lebensjahr) von Lizenzvereinen, bei denen die jungen Talente aufgrund von Ausnahmeregelungen in den 2. Mannschaften Praxiserfahrungen sammeln sollen, bzw. Jugendliche in der Lizenzmannschaft erste Erfahrungen sammeln sollen.


    Diese Regelungen stehen ausserhalb der normalen Festspielregelung!


    Ich hatte mich schon gewundert. Andererseits kenne ich auch nicht alle Regelungen der Verbände, weshalb es ja durchaus diese Abweichung hätte geben können.


    Die vollständige Verbandsordnung findet man übrigens unter: http://www.nofv-online.de/file…dnung/02_Spielordnung.pdf

    CokeFreak


    Vor einigen Jahren gab`s bei Werder Bremen einen Keeper, der als Spitznamen "Pannen-Olli" hatte. Sein Sohn spielt mittlerweile auch einen guten Fussball, hat diese "Aussetzer" nicht, hat jedoch längst nicht den Erfolg seines Vaters. Die älteren User mögen ihn sicherlich kennen. Gerade bei Torleuten werden Aufmerksamkeitsdefizite deutlich sichtbar. Auch kann ich mich an eine junge Keeperin erinnern, die immer mal ihre "Pupillen auf Unendlich" gestellt hat, das man sich wunderte. Sie überholte ihre Konkurrentinen, spielt in der Bundesliga und durfte sich über Einladungen vom DFB freuen.


    Ich möchte dir mit dieser kurzen Schilderung gerne sagen, dass es gar nicht darauf ankommt, das ein Spieler immer nur das abruft, was sein Trainer von ihm erwartet, sondern das er sich bestmöglich entwickelt. Dazu kannst du einiges beitragen, indem du günstige Rahmenbedingungen schafft, ihn so läßt, wie er ist und erst gar nicht versuchst, aus ihm einen "menschlichen Roboter" zu machen! Freue dich einfach mit ihm über seine Fortschritte!

    Annie


    Wenn das so einfach wäre, aber Dummheit und Ignoranz läßt sich leider nicht in eine bestimmte Altersgruppe einordnen. Ausnahme bestätigen immer wieder diese Regel!


    Man kann die Frage, was am wichtigsten für das Kind ist, auch nicht danach beantworten, ob jetzt die Schule oder der Vereinstrainer am meisten Druck macht?


    Vielmehr bleibe ich dabei, dass ich selbst Verantwortung dafür trage, Ordnung in mein Leben zu bringen, statt mich permanent einem Druck von außen zu beugen. Denn wer sich keinem "Diktat" hingibt, der schafft sich Freiräume, der er so nutzt, wie es ihm in den Sinn kommt! Man muß allerdings bereit sein, dann auch auf gewisse Annehmlichkeiten und Gewohnheiten zu verzichten! Doch fast immer lohnt es sich, diese neuen Erfahrungen: "ala es geht ja doch besser, als ich gedacht habe" zu sammeln. Wichtig ist es keine Scheu oder Angst vor negativen Reaktionen Dritter zu haben.


    Andre`s Beispiel der Reaktion seiner beiden Söhne zeigt, dass es manchmal besser ist, über nicht eingetroffene Erwartungen (von beiden Seiten) zu sprechen. Natürlich kommt es auch immer darauf an, eine Form der Diplomatie zu wählen, bei dem der Gesprächspartner sein Gesicht wahren kann. Da ist eine Frage meist besser, als direkt mit einer Behauptung mit der "Tür ins Haus zu fallen"! Hoffentlich nicht, aber irgendwann kann es erforderlich sein, einzugreifen und den Kindern dadurch zu zeigen, dass man den Weg mit ihnen geht.


    Es ist gar nicht so schwer, seinen Alltag in den Griff zu bekommen, wenn man sich von dem Druck und den Zwängen, die von Außen scheinbar auf einem lasten, löst!

    @Milky


    Ich hoffe, deine Hände zittern jetzt nicht mehr nach dem Verfassen deiner "Schuldzuweisungen über NF"! Gehe erst mal davon aus, dass ein Engagment nicht unbedingt dazu eingesetzt wird, um fremde Menschen zu beleidigen. Mobbing erlebt man ihr zum Glück nicht, auch wenn es manchmal etwas hitzig zugeht!


    Der Hinweis auf die besondere Drucksituation (Verein - Schule) ist wichtig! Druck kann man sich aber auch selbst aufbauen, indem man sich keine Wahl läßt! Du hast für deine Kinder bereits eine Wahl getroffen, indem du der Schule die oberste Priorität gegeben hast und dem Fussball die Rolle des Freizeitvergnügens zugewiesen hast. Denn die Wahrscheinlichkeit, mit einer guten Schulausbildung eine gute Basis für den Rest des Lebens deiner Kinder geschaffen zu haben, ist weitaus größer, als wenn sie einmal "ins Tagesgeschäft Fussball einsteigen", um in der relativ kurzen Zeit ihrer Aktivität eine Basis für ein "Leben danach" zu legen.


    Wenn du eine Bestätigung für deine Gedanken haben möchtest, dann möchte ich dir gerne sagen, dass es auch nach meinem Empfinden so O.K. ist.


    Jetzt möchtest du vermutlich gerne wissen, wie Trainer von Jugendleistungsmannschaften handeln, wenn ihnen die Mutter eines Kindes zu verstehen gibt, das Fussball eine geringere Priorität hat, als es dem Trainer lieb wäre? Dazu muß ich dir sagen, dass ab der C-Jugend Trainer bereits eine eigene Meinung von den Jungs, denen sie viel abverlangen, erwarten! Eltern als "Spielerberater" sind nicht so gern gesehen, weil man dann alles doppelt erzählen muß! Selbstverständlich sind aber Eltern eingebunden und erhalten alle wichtigen Information. Ferner sollte es selbstverständlich sein, dass man ein offenes Ohr für sich hat. Um dies besser kanalisieren zu können, gibt es zusätzlich Sprechstunden, in denen man ein Feedback über die Leistungsentwicklung des Kindes einholen kann.


    Natürlich möchte ein Trainer im Leistungsfussball im Wettlauf mit der Zeit fussballspezifisches Wissen vermitteln. Im mittleren und insbesondere oberen Jugendbereich steigen die Anforderungen im gruppen- und mannschaftstaktischen Bereich, wofür eine hohe Trainngsbeteiligung unerlässlich ist. So wird auch die Mannschaftsaufstellung danach gestaltet, wer auf Basis der Trainingsteilnahme das Vertrauen des Trainers erhält, die durch Trainingsteilnahme erworbenen Fähigkeiten im Spiel zeigen zu dürfen. Weil es nun einmal ohne die Unterstützung der Eltern nicht geht, werden dann teilweise weniger talentierte Kinder bevorzugt. Dann eine gute Ausbildung setzt nun einmal Anwesenheit voraus.


    Beim wenigen Trainingsausfällen (Schule, Krankheit, Verletzungen) wird niemand auf die Idee kommen, diesen Jungen anders einzustufen als den Rest der Mannschaft. Da ist der Grad der Eigenmotivation des Spielers schon eher dazu angetan, darüber nachzudenken, ob man hier wohl den "Richtigen" ausgesucht hat.


    Im Zweifelsfall ist es besser, mit den Vereinsverantwortlichen rechtzeitig oder fallweise ein kurzes Gespräch zu führen. Dann muß man sich nicht lange darüber unterhalten, was alles sein könnte!

    99xser


    Für deine F-Jugend-Spieler bist du der "Gurru" und der "Kümmerer", dem sie großes Vertrauen schenken! Der Fussballplatz ist für sie ein Ort, wo sie sich austoben können! Das sind doch phantastische Voraussetzungen, um mit seiner Mannschaft in den inuten vor dem Spiel ein paar zusätzliche, schöne Erlebnisse zu kreiieren!


    Bei den Dehnübungen oder Rundenlaufen "nimmst du den Kindern ihren Ball weg"! Aber sie wollen den Fussball begreifen lernen, weshalb die "runde Kugel" auch immer im Mittelpunkt stehen sollte.


    Ein paar Starttipps von dir und ausreichend Bälle aus dem Ballsack! Schon kann es losgehen! Alle Kinder kommen selbstätig in Bewegung und probieren sich aus. Natürlich sollten die kleinen Tricks und Übungen zum Alter und dem Leistungsstand passen und natürlich sollte man gerade bei den F-Jugendlichen darauf achten, nur kurze Hinweise zu geben, weil sich die Kids noch nicht lange konzentrieren können!


    Aber sonst kann man eigentlich kaum etwas falsch machen! Lass deiner Kreativität freien Lauf! Wichtig ist auch, es immer ein klein wenig anders zu gestalten, damit es den Kindern nie langweilig wird!


    Wenn du Anregungen suchst, dann kannst du sie hier unter Soccerdrills oder in der Rubrik Training von www.dfb.de finden.


    Leider gibt es noch keine Tipps und Anregungen, wie Trainer ihre Aufregung vor dem Spiel besser in den Griff bekommen!?! Vielleicht ist das ja auch der Grund dafür, warum einige Trainer ihre Jungs Dehnübungen und Rundenlaufen verordnen?

    siebener


    Im Mädchenbereich sind mir einige sehr gute Beispiele in Erinnerung geblieben, in denen der Schulfussball der Start für spätere, herausragende Leistungen waren. Dies mag vielleicht daran liegen, dass damals sehr viel weniger Mädchen Fussball spielten und die wenigen Mädchen in etwa gleiche Startvoraussetzungen mit ins Team brachten. Ferner war es bei diesen Einzelfällen, dass dort zufälligerweise Sportlehrer das Training leisteten, die über ein umfangreiches, zusätzliches Wissen im Leistungsfussball verfügten.


    Generell gibt es seit vielen Jahren Anstrengungen der Verbände und des DFB mehr Pädagogen/innen für den Volkssport Fussball zu begeistern! So liegt es dann an der Schule, wie auch am Engagement der Lehrer, ob daraus eine gute Sache wird oder ob das Fussballteam an der Schule eher eine Alibifunktion hat. In jedem Falle lohnt es sich, einen guten Kontakt vom Verein zur Schule zu pflegen, um miteinander zu arbeiten, statt sich gegenseitig mit Vorurteilen zu belegen.