Natürlich kann man auch mal, je nach Trainingsschwerpunkt beim Abschlußspiel Prämissen (z.B. Anzahl der Ballkontakte) setzen. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass der Zweck des Abschlußspiels darin besteht, die im Training erlernten oder verbesserten Fähigkeiten im freien Spiel ausprobieren zu können. Hierbei sollte vom Trainer lediglich lobend den Mut der Spieler zum Risiko, die neu erworbenen Fähigkeiten anzuwenden, unterstützt werden.
Ferner gebe ich zu bedenken, dass die Konzentrationsfähigkeit am Ende eines Trainings deutlich abgenommen hat und eher eine Verunsicherung entsteht, wenn fernab des gewöhnlichen Spiels nach allgemeinen Regeln, weitere unmittelbar vor dem Spiel vom Trainer verkündete Abarten beachtet werden sollen.
Diese Dinge gehören m.E. in den Teil der übungen und Spielformen, jedoch nicht ins Abschlußspiel!
In diesem Zusammenhang möchte ich ferner darauf aufmerksam machen, dass es wenig motivierend und leistungsfördernd ist, die Mannschaften im Abschlußspiel so einzuteilen, wie sie fürs anschließende Punktspiel vorgesehen sind. Dies mag im ersten Moment nicht ersichtlich sein, weil man glaubt, durch diese Zusammenstellung Pass- und Laufwege automatisieren zu können. Demgegenüber steht jedoch die Motivation und die Spielintensität. So wird den Spielern des ergänzenden Kaders verdeutlicht, das sie nicht vorgesehen sind fürs nächste Punktspiel. Sie werden sich deshalb kaum anstrengen. Den Spielern der anderen Gruppe wird gesagt, das man bereits ausgewählt wurde. Auch sie werden nicht anstrengen. Schließlich werden durch die leistungsmäßig deutlich unterschiedlichen Gruppen Fehler im Detail kaum sichtbar, weil sie durch die individuelle, technische Überlegenheit der stärkeren Gruppe wettgemacht werden.
Besser, man teilt die Mannschaften zum Abschlußspiel gleichstark auf, denn dann werden sich alle anstrengen und gibt erst vor dem Spiel die Mannschaftsaufstellung bekannt, denn dann werden auch alle zum Spiel kommen.