Beiträge von Follkao

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    Verstehen hier wirklich alle das gleiche unter "Vorbereitung"?


    Wenn ich den Begriff höre, denke ich an Konditionseinheiten und später evtl. an mannschaftstaktische Dinge. Ist für mich in der E-Jugend aus verschiedenen Gründen beides überflüssig.


    Wenn der Threadersteller damit allerdings lediglich den Start des "normalen" Trainings zum Ferienende meint, ist es natürlich etwas anderes. Kann man von Kindern aber erwarten, in den Ferien zu kommen? Wenn sie Spaß dran haben, werden sie kommen. Wenn die Familie etwas anderes vorhat, ist das für mich gleichwertig mit Urlaub. Dann kommen sie halt nicht. Ich habe aber auch die Erfahrungen gemacht, dass in den Ferien die kommen, auf die man sich auch sonst 100%-ig verlassen kann. Die Eltern, bei denen Geburtstag der Tante und Namenstag des Hamsters schon außerhalb der Ferien Vorrang haben, kommen eher nicht.


    Wir werden in dieser Woche (eine Woche vor Ferienende, 2 Wochen vor Punktspielstart) mit dem Training starten. Ca. 2/3 der Mannschaft wird dabei sein. Der Rest ist noch unterwegs. Von denen, die vor Ort sind, werden alle kommen.

    Ich weiß ja nicht, wie man das anderenorts handhabt, aber....:


    Wir werden in der neuen Saison E1 sein. Wenn ich mir die Herbst-Staffel unserer vorjährigen E1 ansehe, wird das relativ sicher (80%) auch unsere Herbst-Staffel sein. Und die wiederum entspricht nahezu der Herbststaffel, die wir auch schon als F1 hatten.

    Recht gebe ich Dir, dass eine Grundformatiuon 1:3:1 für eine F zu anspruchsvoll sein kann. Daher rührte ja auch meine Frage. Beim 2:3 oder 3:2 war mir halt alles zu statisch. Hinten die sind nicht genug mit nach vorne und vor allem umgekehrt. Daher die Überlegung mit der Mittelreihe, die quais eine Doppelfunktion haben soll. Ich werde die Kids aber mal bei nächster Gelegenheit im Turnier (im Training lasse ich sie eh meist frei spielen) ohne Grundformationsvorgabe spielen. Schaun ma mal, was rauskommt. Ich gebe Dir Bescheid. =)

    Ich finde es vollkommen o.k., die DFB-Empfehlung kritisch zu hinterfragen.
    Der DFB empfiehlt in der F ein 3:3, was Dir aber nicht weiterhilft, da Ihr 5+1 spielt. Da das Feld dann aber wohl entsprechend kurz ist, solltest Du mit 2 Reihen (2:3 oder 3:2) aber hinkommen.


    Aber mal ein anderer Aspekt: Wir sind in der F auch von der 3:3-Empfehlung abgewichen. Warum? Diese symmetrischen Grundformationen (vorne und hinten gleich viele Spieler) führen im Spiel beim Aufeinanderzu-Bewegen der Mannschaften automatisch zu Pärchbenbildung. Und eh Du Dich versiehst, spielen die Kinder eine eigentlich nicht von Dir gewollte Manndeckung. So gesehen finde ich es nicht verwerflich, sich über die Grundformation Gedanken zu machen.
    Wir haben in der F auch deshalb 2:3:1 gespielt. So sind wir den Pärchen aus dem Weg gegangen. Natürlich schepperte es hinten manchmal, wenn wir nicht schnell genug zurückkamen. Vorne schepperte es aber auch...
    Jetzt in der E spielen wir 7+1. Vom Verband wird m.W. ein 3:1:3 favorisiert. Selbes Problem wie oben - auch symmetrisch. Wir spielen deshalb 2:1:3:1. Gegen eine Mannschaft, die das 3:1:3 mit langen Bällen spielt, sehen wir dabei meistens ganz schlecht aus. Aber damit kann ich leben. Wir haben als Jungjahrgang gegen Altjahrgänge in unserer Staffel die zweitmeisten Tore geschossen und die zweitmeisten Tore kassiert. So gesehen sind unsere Spiele für den Zuschauer meist sehr unterhaltsam :D
    Gegen Gegner die nicht mit langen Bällen kommen, sehen wir recht gut aus, da die Kinder sich aus dieser Formation heraus ballorientiert und nicht gegnerorientiert bewegen. Nicht immer ballorientiert richtig - aber immerhin ballorientiert. ;)

    Die Mannschaft kenne ich. Hatten kürzlich ein Freundschaftsspiel. Sehr, sehr angenehme Atmosphäre auf und neben dem Platz.
    Hat Eltern, Trainern und Kindern gefallen und wird sicherlich wiederholt.
    Nettes Drumherum und ein Gegner, der auch Fußball spielen will.


    Den Einwurf von manch einem (Steini??) mir zuviel Gedanken über das System machen, kann ich nicht gelten lassen. Ich bin der Trainer und ich kann nicht alle Spieler ohne ein Mindestmaß an Positionsangaben laufen lassen. Das ist bei den Minis so, aber nicht mehr in der F2. Natürlich kann ich das machen, aber dann sollten wir es beim Trainieren lassen und keine Spiele gegen andere Mannschaften ausführen. Denn es gibt hier bei uns im Kreis garantiert nicht eine einzige F-Jugend, bei denen der Trainer keine grundformation (Danke Folcao, das meinte ich mit System) vorgibt. Ich finde es auch lächerlich, dies als negativ zu sehen. Eine Grundformation gehört nunmal dazu und kann ab der F geübt werden. Natürlich altersgerecht. Und ich als Trainer soll mir darüber keine Geadnken machen? Nee, dass kanns nicht sein.
    ...


    Und zu Folcao: Natürlich spielt für mich das Ergebnis eine Rolle. Für dich nicht? So wasgibts nicht. Die Trainer, die behaupten, das ergebnis würde bei ihnen überhaupt keine oder nur die allerallerletzte Rolle spielen, machen sich was vor. Man muss auch gewinnen wollen dürfen. Es darf halt nur nciht das Wichtigste sein. Spaß und Gerechtigkeit gehen vor. Und man kann als Trainer einem Spieler auch das Fußballspielen beibringen, obwohl man gewinnen will.

    Ich habe kein Problem damit, eine Grundformation vorzugeben. Für mich muss die Grundformation aber die Altersziele der Mannschaft unterstützen.


    Ich habe auch kein Problem damit, gewinnen zu wollen. Ich gewinne auch gerne. Ich bin aber nicht bereit, alles dafür zu tun. Ich möchte im Rahmen der Altersziele gewinnen.

    Es wird Dir kaum gelingen, dass sie das durch Zeigen oder Erklären hinbekommen. Dafür fehlen ihnen die Voraussetzungen in Bezug auf die Wahrnehmungsfähigkeit.


    Durch koordinative Trainingsinhalte kannst Du sie aber bei der Erlangung dieser Fähigkeiten unterstützen. Wie siehts mit dem Rückwärtslaufen aus? Können sie das? Können sie das auch, wenn Du ihnen nebenbei andere Aufgaben stellst, auf die sie sich konzentrieren müssen?


    Man kann soetwas auch in eine Spielform packen: 2:2 bis max. 4:4 auf Minitore. Die Teams haben keine festen Tore, sondern feste Farben, die Du den Toren per Hütchen zuweist. Farben der Tore wechseln zwischendurch.

    Ich habe aktuell die besten Erfahrungen mit dem Torfabrik Leichtball (der Blaue) gemacht. Hält die Luft gut. Hat eine etwas weichere aber "rutschfeste" Oberfläche.
    Im Gegensatz ist der Leichtball im Jabulani-Design der letzte Schrott.

    @ Fußballgott


    Da Ihr 5+1 spielt, gehe ich davon aus, dass Ihr pro Mannschaft einen Kader von 8-10 Kindern habt.
    Willst Du diese beiden Mannschaften alleine gleichzeitig trainieren? Wäre mir zu heftig...


    Was Deine System-Frage angeht: Den Begriff "System" kannst Du im Kinderfußball komplett vergessen. Wenn es Dir nur um die Grundformation geht, - mag es noch o.k. sein. Aber zu einem System gehört deutlich mehr als nur eine Grundformation. Deswegen macht es auch keinen Sinn, ein System zu trainieren. Bei der Wahl Deiner Grundformation muss aber das Altersziel "Gemeinsam Tore schießen; gemeinsam Tore verhindern" im Vordergrund stehen. Wenn Du den Eindruck hast, dass das mit einer anderen Formation besser klappt, wechselst Du halt.


    Deine Ausführungen

    Zitat

    ... hat aber den Vorteil der Überzahl, wenns richtig gemacht wird.

    lassen aber vermuten, dass es Dir vornehmlich ums Ergebnis geht. Überzahl zu schaffen, ist in der Altersgruppe nicht das Ziel. Das Ziel ist, dass sich alle am Offensiv- und am Defensivgeschehen beteiligen. Wenn das beim Gegner nicht klappt, hast Du natürlich auch Überzahl...


    Du möchtest ja, dass sie in die Lage kommen, sich im Spiel schnell auf neue Situationen einzustellen. Dann musst Du ihnen im Training aber auch neue Situationen bieten.


    Das
    Alle Altersklassen Drei, Zwei, Eins
    ist eine Top-Übung dafür. Ganz nebenbei macht sie Riesenspaß.


    Zum Schluss noch eine ganz praktische Anmerkung: Du hast ja nicht immer exakt 12 Kinder beim Training, sodass Du im Abschlussspiel 5+1 spielen kannst. Im Abschlussspiel welche am Rand zu haben und zu wechseln, finde ich vollkommen daneben. Da möchte ich, dass alle spielen.
    Lass sie beim Abschlussspiel mit variierender Mannschaftsstärke ruhig selbst die Grundformation finden. Du wirst überrascht sein, wie oft dabei etwas Sinnvolles herauskommt.


    Bei meinem Sohn haben sie aber eben das nicht verstanden, da war die Klassensprecherwahl eher ein Negativbeispiel. Da ging es nur um aktuelle persönliche Sympathie und nicht um die Eignung.

    Da ist dann aber die Vorbereitung durch den Lehrer eher das Problem.


    Das hatte ich beim ersten mal probiert, müsste in der F2 gewesen sein. Auch noch eine geheime Wahl, so dass sich auch jeder selbst wählen konnte. War nicht toll. Die Kinder, die keine Stimme bekommen hatten, fühlten sich als zweite Wahl, zwei haben sich sogar selbst gewählt.

    Nee, das kann man geschickter angehen ;)
    Bei uns bekommt jeder seinen persönlichen Wahlzettel, auf dem der eigene Name fehlt. Sonst hast Du am Ende 12 Kapitäne mit jeweils genau einer Stimme :D
    Es wird nicht öffentlich ausgezählt. Ergebnis wird ungefähr so verkündet: "Neuer Kapitän ist A, erster Vertreter ist B, zweiter Vertreter ist C." So erfährt niemand, dass er keine Stimme bekommen hat.

    In diesem Alter hat der Kapitän ja nicht die klassischen Kapitänsaufgaben im Sinne des "Spielführers". Mit der Begrüßung und der Platzwahl ist es ja meist schon getan.
    Vorangehen und Mannschaft mitreißen kann man in dem Alter von keinem Kind erwarten. Selbst, wenn es welche gibt, die das tatsächlich schon können, sind das absolute Ausnahmen.


    Auf der anderen Seite: In der Schule wird ab der 2. oder 3. Klasse ein Klassensprecher gewählt. Somit sollten sie in diesem Alter in der Lage sein, demokratische Prozesse zu verstehen und ihren eigenen Vertreter zu wählen.


    Die Mannschaft entscheiden lassen, wie man den Kapitän bestimmt, finde ich aber auch o.k.

    Das geht nur im Fußball und trotzdem ist der Frauen- und Mädchenfußball in vielen Teilen besser als der Männerfußball,

    Hmmm - was ist denn besser? Das hängt ja immer davon ab, was man als "gut" definiert.
    Frauen- und Männerfußball ist unterschiedlich. Ja. Aber ob das eine oder das andere besser ist...?


    Frauenfußball verändert sich. Genauso wie sich Männerfußball verändert. Auch der Frauenfußball ist in den letzten Jahren deutlich athletischer geworden.


    Gibt es Männer-/Frauenvergleiche in anderen Sportarten nicht? Könnte die Damen-Basketball-Nationalmannschaft nicht auch ein Testspiel gegen eine männliche U15 machen?
    Diese Männlein-Weiblein-Vergleiche machen die ja nicht, weil sie sich so gerne demütigen lassen. Es bringt ihnen etwas. Und vor allem: Sie bekommen so schnell und einfach gleichwertige Testgegner. Wie viele Damenmannschaften gibt es auf der Welt, die gegen die DFB-Damen ein 1:1 erreichen könnten? U15 aus Leistungszentren gibt es ein paar mehr. Also nimmt man die und hat einen Testspielgegner, der sie richtig fordert. Und für die 15-jährigen Jungs war das sicherlich auch ein Erlebnis :D

    Die Kehrseite der Medaille ist aber, dass ich rigoros untalentierte Spieler weg schicke. Nach 2 bis 3 Trainings entscheide ich mich, ob sie eine realistische Chance haben sich zu behaupten. Klingt böse und überhaupt nicht kindgerecht, aber in wirklichkeit ist es nur fair. So haben sie die Möglichkeit sich eine andere Mannschaft zu suchen, bei der sie mehr Möglichkeiten haben.

    Wie muss ich mir das vorstellen?


    Seid Ihr ein Verein mit mehreren, leistungshomogen eingeteilten Mannschaften je Altersklasse, sodass die Spieler dann in einer anderen Mannschaft Eures Vereins unterkommen? Da fände ich -je nachdem wie man das vermittelt- o.k.


    Oder sagst Du ihnen, dass sie zu schlecht sind, um in Eurem Verein das Fußball spielen zu lernen und deshalb zu einem anderen Verein gehen sollen?

    Wir sollten schon unterscheiden zwischen


    - Gewalt auf dem Fußballplatz durch die Spieler selbst gegenüber Gegner/Schiri (meist Erwachsenenfußball, siehe Video)
    - Gewalt von Zuschauer bei Kindergegenüber anderen Personen (i.d.R. nicht gegenüber Spieler) bei KiFu Spielen


    Wenn überhaupt, dann zielt die FPL auf letzteres ab. M.E. - und das habe ich indirekt in dem "FPL Spielfeld abgrenzen" Thread anklingen lassen, bringt die FPL in diesem Fall exakt Null. Das sind Hard-Core Typen, da geht es um mehr. Um Ehre, um den Sieg um den Status um was weiß ich alles. FPL kann was gegen die "leichten und mittelschweren Fälle" machen. Das war's dann. Aber das ist mehr als genug un wir sollten froh darüber sein. Der "leichte und mittelschwere Fall" kann eine Einstiegsdroge sein. Jedes Konzept hat Grenzen. Da ist die FPL keine Ausnahme.

    Du hast Recht. Bei solchen Typen wie in dem Video bringt die FPL gar nichts. Sie kommt für diese Hohlköppe zu spät.
    Wie würden diese Typen aber heute mit dem Fairplay-Gedanken umgehen, wenn sie ihn schon mit 8 Jahren im Rahmen einer FPL erlebt und vermittelt bekommen hätten :?: Die Frage kann uns natürlich niemand beatworten. Ich behaupte aber, dass die Wahrscheinlichkeit eines fairen Verhaltens steigt, wenn man in jungen Jahren Fairplay als Selbstverständlichkeit erlebt hat.

    In der Hallenrunde wunderst Du Dich, warum diese gegnerischere Mannschaft als zweite gemeldet wurde und nicht die Mannschaft des selben Vereins, gegen die Du im regulären Spielbetrieb gespielt hast. Macht sich auch besser, wenn in der Zeitung steht, XY hat Endrunde erreicht. Bravo ! Darum geht es ja letztendlich auch, oder ? -Ironiemodus aus-

    Das könnte Dir bei uns auch passieren. Wir haben unsere E2 (80% jüngerer Jahrgang) in der regulären Runde in der 1. KK gemeldet. D.h., dass die fast nur gg. Ältere spielen.
    Wenn wir auf Staffelsiege in der 2. KK Wert legen würden, würden wir das sicherlich nicht machen.


    In der Hallenrunde wird die 2. Mannschaft aber automatisch vom Kreis in den Wettbewerb der 2. Mannschaften gesetzt. Dort spielen die Jungs dann gegen den eigenen Jahrgang. Finde ich dann nicht weiter verwerflich.


    Grundsätzlich kann ich Deine Argumentation aber verstehen. Wenn man sich die Ergebnisse der Hallenrunde unseres Kreises im unteren Jugendbereich ansieht, hat bei allen 2. Mannschaften ein- und derselbe Verein gewonnen. Die haben halt so viele Mannschaften, dass die 2. und 3. auch älterer Jahrgang ist. Ist irgendwie auch witzlos...

    Wie die Regelung bei euch im NFV ist, weiß ich nicht, könnte mir aber vorstellen, dass es dort etwas vergleichbares gibt.

    (1) Ein Spieler ist für eine Mannschaft festgespielt, wenn er in zwei aufeinander folgenden
    Pflichtspielen dieser Mannschaft eingesetzt wurde, unabhängig davon, ob es
    sich um Pflichtspiele der Hin-, Rückserie oder Nachholspiele handelt. Er ist auch
    dann festgespielt, wenn er zwischenzeitlich in einer unteren Mannschaft eingesetzt
    wurde.
    (2) Der Spieler, der sich in einer höheren Mannschaft festgespielt hat, erlangt die Spielberechtigung
    für die nächstniedere Mannschaft erst am folgenden Tag, nachdem er
    zwei aufeinander folgende und auch ausgetragene Pflichtspiele der höheren Mannschaft
    ausgesetzt hat, unabhängig davon ob es sich um Pflichtspiele der Hin-, Rückserie
    oder um Nachholspiele handelt. Für jede weitere untere Mannschaft verlängert
    sich die Frist um ein weiteres ausgetragenes Pflichtspiel.


    http://www.nfv-www.de/downloads/s_147/02Spielordnung2010.pdf


    Das gilt im Junioren- wie im Seniorenbereich gleichermaßen. Einzige Einschränkung für Junioren ist, dass sie sich nicht in einer höheren Altersklasse festspielen können.


    wir spielen bei uns hier in der F-Jugend mit 5 Feldspielern. Im nun ablaufenden 1. F-Jahr habe ich meist mit 3 Abwehrspielern und zwei Stürmern gespielt, oder umgekehrt. In der neuen Saison würde ich gerne mit zwei Abwehrspielern, 2 Stürmern und einem zentralen Spieler spielen, der bei Angriff mit nach vorne, bei Gegenangriff direkt mit in die Defensive geht, um jeweils ein Übergewicht zu schaffen, also ein 2-1-2. Ich habe allerdings sicher eine nur durchschnittliche F in der neuen Saison und bin mir daher nicht sicher, ob die Jungs diese kompliziertere Formation richtig umsetzen können. Welche Formation bei 5 Feldspielern haltet Ihr für am sinnvollsten?

    Um mal auf die Ursprungsfrage zurückzukommen:
    Wenn Ihr 5+1 spielt, wird das Feld ja sicherlich entsprechend klein sein. Ich tippe mal auf maximal 1/4 Feld, wahrscheinlich sogar noch kleiner. Ein Grund für diese kleinen Felder und entsprechend kleinen Mannschaften ist die Vermittlung der Grundidee "Gemeinsam Tore schießen und gemeinsam Tore verhindern".
    Je kleiner das Feld ist, desto unwichtiger wird m.E. die Grundformation. Das heißt nicht, dass ich keinen Sinn darin sehe, eine Grundformation vorzugeben. Ich finde sie aber nicht vordergründig wichtig, da die Spieler bei kleinen Feldern und kleinen Mannschaften ohnehin viel mehr aus der Situation heraus entscheiden müssen. Da soll man dann ja gerade nicht auf seiner Position kleben.
    Mit anderen Worten: Wenn Deinen Spielern klar ist, dass sie gemeinsam Tore schießen und gemeinsam Tore verhindern müssen, spielt die Grundformation keine so große Rolle mehr. Ach ja - dass Du mit einem 2-1-2 irgendwo ein Übergewicht schaffst, glaube ich nicht.


    Du kannst durch die Wahl der Formation aber das Erlernen des gemeinsam Tore schießen und verhindern unterstützen:
    5+1 ist ja das, was die meisten von uns eher aus der Halle kennen. Wir hatten in der F-Jugend auch ein paar Jungs die zu sehr an ihren Positionen klebten. Im 2. Jahr haben wir in der Halle dann zwei unterschiedliche Formationen spielen lassen, um das "Gemeinsame Tore schießen und gemeinsame Tore verhindern" zu verdeutlichen: Wenn der Gegner den Ball hatte, spielten wir 2-3; wenn wir den Ball hatten, spielten wir 1-3-1. Paul hat in diesem Thread schon gesagt, dass die Kinder durchaus in der Lage sind, zwischen Offensiv- und Defensivaufgaben zu unterscheiden. Diese Erfahrung haben wir bei dieser Formation auch gemacht. Nebenbei fallen dabei auch deutlich mehr Tore - auf beiden Seiten. Unser Ziel, dass sich alle am Offensiv- und alle am Defensivgeschehen beteiligen, haben wir damit aber erreicht.

    Wieviele von denen, die in der U12 in einem NLZ waren, sind es denn in der U19 immer noch oder schaffen es gar in die U23?.
    Oder anders gefragt: Wieviele Köpfe stecken hinter den 800 NLZ-Spielern pro Jahrgang, wenn der Jahrgang die U19 erreicht hat?
    Wenn jedes Jahr aussortiert wird, müssen die freien Plätze schließlich auch wieder befüllt werden.


    Sir Alex
    Ich habe keinen Zweifel, dass die Jungs trotz Aussortierung eine tolle Zeit hatten. Sie haben eine Menge erlebt, wovon sie noch ihren Enkeln erzählen werden. Sie hatten aber auch die größte Enttäuschung ihres Lebens zu verkraften.
    Die Statistiken über diejenigen, die es geschafft haben, sind überzeugend. Gibt es auch Statistiken über diejenigen, die auf der Strecke blieben?


    Ich wohne in der Nähe eines eher kleinen NLZ. In der U12 bildet man lediglich den Stützpunkt, in der U13 arbeitet man größtenteils mit Zweitspielrechten und erst ab der U14 geht´s richtig los. Unterhalb U12 hat man sich komplett zurückgezogen.
    Trotzdem gibts auch dort jährlich regen Wechsel.


    Rein quantitativ ist eine solche Mannschaft von der U12 bis zur U19 ein bis zwei Mal komplett durchgetauscht.

    Wer sich für die Thematik interessiert, der kann neben der bereits von dir angeführten Info auch einen ausführlichen Bericht von Ulf Schott (DFB-Abteilungsleiter Junioren- & Talentförderung) "Auswertung der DFB-Talentförderung mit Blick auf die WM 2010" anläßlich der Trainertagung vom Bund deutscher Fussballlehrer (www.bdfl.de) anschauen.

    Meinst Du das Ding, das ich oben verlinkt hatte?