Beiträge von Follkao

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    Also dürfen Kinder beliebig gesperrt werden , wenn der Verein es dann wünscht ?

    Nein, natürlich nicht.
    Ganz wichtige Frage: Wann habt Ihr sie in der Fußballabteilung des alten Vereins abgemeldet?

    Dürfte kein Problem sein , aber der abgebende Verein hat meine Tochter nur nicht gesperrt , wenn sie das Zweitspielrecht erst nach der Sperrfrist erteilen , weil der Verein , der für das Zweitspielrecht infrage kommt der Konkurrenzverein ist .(Hat sich wohl rumgesprochen )

    Es gibt also eine Vereinbarung zwischen altem und neuem Verein darüber, dass der neue Verein dem Zweitspielrecht erst zu einem bestimmten Termin zustimmen darf? Hat der neue Verein Euch darüber informiert?

    Du schreibst von einer Sperrfrist. Welche meinst Du?


    Noch eine grundsätzliche Frage: Warum ist Euch das Zweitspielrecht so wichtig? Machen wir uns nix vor. Es gibt im NFV keinen Leistungsspielbetrieb unterhalb der B-Juniorinnen. Die Anzahl der Vereine, bei denen sie als NFV-Auswahlspielerin in einer Mädchenmannschaft auf ihrem Niveau trainieren und spielen kann, ist sehr überschaubar. Auch das Niveau der C-Juniorinnen Bezirksligen ist nicht wirklich hoch. Man muss sich dafür nicht qualifizieren, sondern kann einfach melden.
    Für ihre fußballerische Entwicklung ist die Jungsmannschaft z.Zt. deutlich wichtiger. Bei den Jungs Bezirksliga zu spielen, ist also viel erstrebenswerter.

    Natürlich möchte sie auch mit und gegen Mädchen spielen, sich in der Kabine auch über Mädchenthemen unterhalten, anstatt immer alleine in der Kabine zu sein. Wenn sie allerdings ein paar Monate nur mittrainiert bevor sie Spiele macht, dürfte dann keine sooo bittere Pille sein.

    Naja, das ist ja nur ein Wartefristen Rechner, den findet man auch in DFB-NET

    Gib ein komplettes Szenario ein, dass zu einer Ausbildungdentschädigung führen kann. Es erscheint dann der Button "Ausbildungs- und Förderungsentschädigung für Junioren berechnen". Hier gibst Du die relevanten Daten (Klassenzugehörigkeit neuer Verein und Anzahl der Jahre im Verein ab U13) ein und die Beträge weden berechnet.

    Mein Punkt ist vor allem aber, dass es bei der Promotion von Funiño nicht um die Ausbildung, sondern um das Talentscouting geht.

    Ist das so? Bin mir da nicht sicher...
    Aber wenn es so sein sollte, müssen wir uns doch die Frage stellen, warum man beim Funino Talente besser erkennen kann?
    Liegt das daran, dass alle mehr Ballaktionen haben? Oder daran, dass sich durch die Regel vorhandene und sich entwickelnde Spielintelligenz gefördert wird? Oder daran, dass man durch die Wechselregel alle Spieler in gleichem Maße zu sehen bekommt? Oder daran, dass man immer wieder 1:1- und 1:2-Situationen zu sehen bekommt?
    Wenn all das Talenten zugute kommt, kommt es dann nicht auch allen anderen auf ihrem Niveau zugute?


    Funino nimmt dem Trainer am Spieltag Einflussmöglichkeiten. Denn alles, was während des Spiels für einen Trainer zu tun ist, übernimmt die Spielregel: Wechseln, Grundformationen etc... Coaching wird unwichtiger... Selten ausgesprochen - aber für viele ist das sicherlich ein Problem.

    Deswegen gilt das Argument, man könne nicht mehrere Funino-Teams an einem Spieltag betreuen. Ein Funino-Team kann jeder betreuen, der selbst Kinder in dem Alter hat. Schleife binden und positives Klatschen sollten als Qualifikation schon nahezu reichen.
    Die Arbeit des Trainers wird da wichtiger, wo man sie nicht sieht: Auf dem Trainingsplatz. Und da gehört sie doch eigentlich auch hin.
    Hier brauche ich aber evtl. andere Qualifikationen. In einer Reihe stehen, Trainer legt ab, Spieler bolzt drauf - das reicht als Training halt nicht, wenn ich am WE eine Funinofestival spielen will...

    Ist es überhaupt möglich, dass ich bei einer Abmeldung nach dem 1.7. noch eine Freigabe bekomme? Und falls ja: geht das nur mit viel Wohlwollen oder ist das gängig?

    Dein Problem ist nicht, dass der Verein Dir keine Freigabe gibt. Dein Problem ist, dass Du Dich zu spät abgemeldet hast. Ob Du eine Freigabe bekommst, spielt bei Abmeldung nach dem 30.06. gar keine Rolle mehr.
    Es gibt dennoch eine Möglichkeit, sofort spielberechtigt zu sein: Der Verein müsste Deine Abmeldung auf den 30.06. rückdatieren und Deinem Wecsel zustimmen. Ja, dafür ist Wohlwollen nötig... Denn der Fehler lag letzten Endes bei Dir.
    Wann hast Du dieses eine Spiel überhaupt gemacht? Die 6-monatige Sperre bemisst sich nämlich (zumindest bei uns im NFV) nach dem letzten Einsatz.

    Bei Bambini und F-Jugend finde ich das auch echt angebracht. Aber die E-Jugend mit 4er Bällen gefällt mir nicht so.


    Wie ist denn die Erfahrung bei euch, wenn z.B. die E-Jugend mit 4er Bällen spielt? Ist das in den alten Jahrgang dann nicht schon zu klein?

    Was hat ein 10/11-Jähriger denn im Schnitt für eine Körpergröße? Irgendwo um 1,50 schätze ich mal... Ich fand es da schon immer befremdlich, dass die Bälle genauso groß wie bei Erwachsenen (im Schnitt ca 1,80) sind...

    Wichtiger als die Schuhgröße finde ich da das Verhältnis zwischen Balldurchmesser und Beginn des Kniegelenks sowie der Beinlänge.
    Dürfte ungefähr so sein, als ob man als erwachsener mit einem aufblasbaren Wasserball einen Übersteiger oder eine Schere macht...

    Und man weiß auch nicht, wie so ein Wechsel üblicherweise läuft und wie nicht. Unsere Familie hat sich in der Situation entschlossen, einen Berater hinzu zu ziehen.

    Vollkommen nachvollziehbar. Unerfahren, wie man in dieser Situation sicherlich meistens ist, vermute ich, dass es schwierig ist, die Seriösen und die Unseriösen zu unterscheiden.

    Wäre das nicht auch ein Betätigungsfeld für die VDV?

    Nur mal so als Beispiel:

    http://www.fussball.de/spielta…0004VS5489B4VU9HDBC9-G#!/


    http://www.fussball.de/spielta…0004VS5489B3VS3GHJJU-G#!/


    In der Ausschreibung findet Ihr auf Seite 4 die Altersklasseneinteilung:
    https://www.nfv-bezirk-lüneburg.de/fileadmin/user_upload/kreis_uelzen/pdf/AusschreibungBZ_2018_19__02.07.pdf


    Über Erfahrungen kann ich nicht berichten, da es nicht mein Heimatbezirk ist. Wollte nur aufzeigen, dass es eine solche Unterscheidung tatsächlich gibt.

    Wie handhabt ihr das in euren Vereinen? Ist das vertretbar?

    Letzten Endes ist die Frage, inwiefern das in Eurer Region im Jugendbereich üblich ist. Werden diese Beträge im Jugendbereich tatsächlich bezahlt? Kommen auch Spieler von anderen Vereinen zu Euch, weil Ihr so eine gute Ausbildung bietet? Wenn die Spirale erst in Gang gesetzt ist, wird sie sich schnell weiterdrehen. Dann werden die anderen Vereine auch Wechseln, die zu Euch gehen, nicht mehr zustimmen.

    Uns steht eine Ablösesumme ab der U13 zu, deshalb möchten wir zukünftig darauf bestehen.

    Das ist nicht ganz richtig. Wenn der Spieler und/oder der Verein die Sperre in Kauf nimmt, guckt Ihr in die Röhre.

    Der große Vorteil des Alterklassenspezialisten ist, dass er die Vergleiche zu anderen Jahrgängen hat.

    Ich sehe den "Wunderspieler" in einem schwachen Jahrgang ganz anders, als jemand, der nur diesen einen Jahrgang kennt. Aufgrund der Erfahrung in einer Altersklasse sehe ich auch tatsächliche außergewöhnliche Fähigkeiten in einem andern Kontext.

    Auch wenn man, über Jahre in derselben Altersklasse arbeitet, entwickelt man sich weiter. Man verändert mehr und mehr lediglich Details, die aber oft den Unterschied machen.

    Was haltet ihr davon ? Kann sie davon profitieren ?

    Ganz klar: Kommt drauf an.;)

    Welcher Jahrgang ist sie?

    Welche Liga in welchem Verband meinst Du konkret? Weder im NFV noch im HFV gibt es eine Juniorinnen-Oberliga.

    Vermutlich geht es um die Niedersachsenliga oder um die Verbandsliga in HH.
    Ich weiß von einem Mädchen, das im U15-Alter Stammspielerin in der U17-Juniorinnen Bundesliga war. Sie war keine Verbandsauswahlspielerin. Erst in der B-Jugend gibt es für Mädchen einen echten Spielbetrieb im Leistungsbereich. Aufgrund der geringeren Leistungsdichte müssen trotzdem viele Vereine über mehr als 2 Jahrgänge spielen. Körperlich unterlegene Spieler entwickeln oft Strategien, mit wenigen Kontakten auszukommen. Das kann für einen Teilbereich der Ausbildung also durchaus förderlich sein.


    Bezogen auf den sozialen Aspekt gebe ich aber auch Kiriku vollkommen Recht. Das solltet Ihr nicht außer Acht lassen, obwohl der Spruch "11 Freundinnen sollt Ihr sein" im Leistungsbereich natürlich weniger Berechtigung hat.


    Sie ist NFV-Auswahlspielerin, richtig? Ich würde in Eurer Stelle auf jeden Fall den Verbandstrainer um Rat bitten. Er dürfte die entsprechenden Ligen am besten kennen.

    Ich habe mal vor Jahren mit einer E an einem Turnier in einer Hitzephase teilgenommen. Der Veranstalter rief mich kurz vorher an, ob wir denn auch tatsächlich kommen, da er schon einige Abmeldungen hatte. Ich sagte ihm, dass wir selbstverständlich kommen.

    Der Verein hatte dann die örtliche freiwillige Feuerwehr angesprochen, die zur Häfte des Turniers kam und mit den Kindern eine Wasserschlacht veranstaltet hat. War ein Riesenspaß.

    Zunächst: Man kann generell nicht davon ausgehen, dass eine Mannschaft in der Konstellation bis zur A-Jugend geht, in der sie sich als Minikicker mal gefunden hat.

    Der richtige Zeitpunkt zur Neueinteilung ist je nach Vereinsgröße, Klassenzugehörigkeit und Organisation des örtlichen Spielbetriebes unterschiedlich.
    In aller Regel dürfte der richtige Zeitpunkt beim Wechsel F=>E, E=>D oder D=>C liegen.

    Bzgl. der Frage "Wer entscheidet?" und "Wie sieht das Gesamtkonstrukt aus?" müssen die Fragen geklärt werden, die Goodie schon aufgeworfen hat.

    Zusätzlich ist die Frage zu klären, wie der Verein im Jugendfußball generell ausgerichtet ist. Wenig verlässlich finde ich es, wenn grundsätzliche Entscheidungen jedes Jahr neu und anders getroffen werden.


    Jetzt noch eine ganz praktische Anmerkung:

    oder eigenständig die D2 trainieren mit allen 12 Spielern wie sie bei der E1 war?

    8 zuverlässige und 4 unzuverlässige Spieler reichen für eine 9er-D nicht.

    Beim Pfingstturnier gegen tlw. höherklassige Gegner ist mir aufgefallen, dass die Gegner

    - noch einen Tick schneller in den Bewegungen,

    - noch einen Tick schneller in den Gedanken

    - noch geiler auf den Ball

    - noch viel viel spielintelligenter sind.

    Das, was Du da beschreibst, macht oft individuell den Unterschied zwischen guten und sehr guten Fußballern aus. Eine gute Technik haben evtl. sogar viele - sie unter Zeit- und Gegnerdruck anzuwenden und dabei richtige Entscheidungen zu treffen, ist abe eine andere Sache.

    Habt Ihr erprobte Übungen, die den D-Jugendlichen Spaß machen und die sie in den o.g. Punkten richtig fordern und nach vorne bringen?

    Würde mich über Anregungen besonders im Hinblick auf Power & Geschwindigkeit, Spielfreude und Spielintelligenz sehr freuen.

    Im wesentlichen hat Trainer E es schon erklärt: Mit ein paar Übungen, die Du ein paar Wochen wiederholst, wirst Du nichts erreichen. Hier musst Du Deine gesamte Trainingsphilosophie hinterfragen. Und selbst dann muss man manchmal auch realistisch anerkennen, dass die Natur manchen Kindern einach Grenzen gesetzt hat. Ein Training dieser Art ist körperlich und besonders geistig sehr fordernd. Talentierten Kindern macht aber gerade das Riesenspaß.

    Zunächst:
    Wenn ich bei einer E-Jugend z.B. 9 Feldspieler zur Verfügung habe, muss niemand 50 Minuten spielen. Bei gleichmäßigem Wechseln kommt jeder nur auf ca. 35 Minuten, die er nichteinmal am Stück spielen muss.


    Ich habe bisher keinen gesunden 9-11-Jährigen kennengelernt, den das körperlich überfordert hätte. Probleme sehe ich da häufig eher in der Fähigkeit, mental über einen längeren Zeitraum am Spielgeschehen teilzunehmen. Äußerlich sieht das oft aus, als hätte der Spieler konditionelle Probleme, weil er nicht nachsetzt, zu spät in den Sprint geht usw... Tatsächlich hat er aber die Situation zu spät erkannt, weil der Kopf müde wird.


    Spielformen wie Trainer E sie beschrieben hat, gehören bei einer Kleinfeldmannschaft in jedes Training. Bei Übungsformen hast Du eine Aktion, die sofort nach der Übung beendet ist. Der Kopf kann also direkt abschalten. In Spielformen geht's immer weiter. Die Aktion ist erst vorbei, wenn der Ball im Tor oder im Aus ist.


    Das oben beschriebene 3-Aktionen-Modell ist ein Grundsatz, der auch einer Übungsform die Intensität einer Spielform geben kann.
    Beispiel: Du möchtest das offensive 1:1 mit Torabschluss trainieren. Darf der defensive Gegenpart den gewonnen Ball wegbolzen, ist die Aktion vorbei. Soll er aber den gewonnen Ball in einem Kontertor/Dribbeltor unterbringen, ist die Aktion nicht vorbei. Ggf. gibt es sogar die Chance zum Rückgewinn.



    Habt ihr da mal Beispiele für solche Spielformen, die diesbezüglich Sinn machen?

    https://www.soccerdrills.de/tr…ngen/tschechenrolle/1003/

    Ich wandle diese Spielform allerdings so ab, dass bei Ballverlust nicht die 3. Mannschaft auf's Feld kommt. Mannschaftswechsel nur, wenn der Ball das Feld verlassen hat. So hat man die Notwendigkeit des Nachsetzens. ich spiele das nicht zwingend als 3:2 mit TW, sondern auch als 3:3 ohne TW mit kurzer Abschlusszone oder auf Minitore.


    Ich wollte mal was anderes als Funino vorschlagen, damit es nicht wieder heißt, dass es für Funino-Jünger der heilige Gral ist... Nichtdestotrotz: Die Funino-Varianten haben diesen Effekt auch ;)

    Diese Kinder sind also keine notorisch boshafte Störer.

    Versuch doch mal, ein Training anzubieten, bei dem öfter Du zwischen Spiel- und Übungsformen wechselst, wobei die Spielformen aber deutlich überwiegen sollten. Die Provokationsregeln kannst Du (besonders bei den entsprechenden Kindern) auch aktiv coachen. Heißt also, dass Du an die Regel erinnerst, wenn sie in eine entsprechende Situation kommen.

    Nicht alle Menschen (gilt für Erwachsene wie für Kinder) haben die gleiche geistige Beweglichkeit...


    Edit: Upps - hätte ich Trainer E s Beitrag vorher gelesen, hätte ich mit diesen auch sparen können...