Beiträge von eismann

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    Zodiak,


    du bist offenbar im falschen Verein! Dorfverein hin oder her, die kicker sollten nicht nur von deinem taktischen Wissen profitieren, sondern auch in der Zukunft umsetzen.
    Da ich ebenfals ein Verfechter des 4:5:1 in der Grundform und in all seinen Möglichkeiten bin, kann ich das was du geschrieben hast nur unterstreichen.
    Die Variabilität dieses Systems ist erstaunlich und kann zu jeder Zeit auf den eigenen Kader zugeschnitten werden.
    Da wir in einer unteren Spielklasse spielen, weiß ich nicht immer um die Stärke des Gegners. Ich habe meine Jungs stets darauf vorbereitet, wenn nötig, schon nach zehn Minuten umzustellen. Z.B. sind nicht immer zwei Sechser erforderlich.


    Aber, was mich jetzt interessiert,
    dieses 3:5:2. Warum? Hast du ein sehr starkes Mittelfeld? Eigentlich kenne ich Mannschaften die dieses System spielen, welche sich im oberen Drittel der Tabelle einordnen.


    beste Grüße

    Nach einem kurzen Aufwärmprogramm ( z.B. Jonglierwettbewerb) würde ich das Training in 50% technische Übungen und 50% Spielformen splitten.


    Die Eltern bitten das Training anzuschauen, um sich ein Bild von dir und den Schützlingen zu machen.


    Nach dem Training, evtl. mit einer kleinen kullinarischen Aufwartung von Getränken und etwas Obst ;) , deine Eindrücke von Spielern und Eltern insgesamt schildern.


    Vielleicht eine kurze Schilderung der Ziele deiner Arbeit und die des Vereins, sowie Mannschaft für die kommende Saison.
    Ziele wie,
    wir wollen keinen Spieler verlieren
    wir wollen altersgerecht trainieren
    wir wollen der Ausbildung alles unterordnen, auch die Ergebnisse
    wir wollen uns als faires Team präsentieren
    wir wollen zeigen, das wir ohne schreiende Eltern und Trainern einen guten Fußball spielen können


    u.s.w.


    Dir fällt da bestimmt noch einiges ein!

    Chris, dem kann ich nur beipflichten!


    ...nach dem Motto, mit wenig Aufwand das Bestmöglichste erreichen!
    Gehe ich in die einzelnen Sportstätten oder Anlagen erkenne ich, gerade auf dem Land, wie und womit bzw. mit wem gearbeitet wird.
    Wir sind das beste Beispiel!
    Die Anlage ansich ist für ein Dorf mit rund 1000 Einwohnern nicht die schlechteste.Trotzdem kämpft man Jahr ein und aus um jeden Wassertropfen.
    Die Unkrautbekämpfung stellt sich als schwierig dar, da man sich gegen die chemische Keule entschieden hat. Durch den Schulsport wurden diesbezüglich bedenken geäußert. Für mich an den Haaren herbei gezogen. Die verschiedenen Ansichten von Gemeinde und Verein sind alles andere als dienlich.
    Eine einzige Arbeitskraft stellt die Gemeinde für die gesamte Anlage. Einen Nicht-Fußballer, welcher die Tage bis zur Rente zählt. Auch bei diesem Job sollte Herz und Seele dabei sein, ganz zu schweigen von Sachverstand und auch mal ein paar Stunden unbezahlt.
    Der heiß geliebte Rasen - er sieht von weitem einigermaßen grün aus. Laufe ich darüber ist es besser, den Kopf nicht zu senken. Mittlerweile hat die Scharfgarbe und der Klee die Oberhand gewonnen und Löcher sind wohl kaum zu übersehen.


    Holler, ich bin mir sicher,
    du stehst mit diesem Problem aber sowas von nicht allein da!

    ...mein erster Gedanke,
    stelle für dich und deine Mannschaft ein Mannschaftskonzept auf, mit klaren Zielen und Regelungen.
    Da ihr in der untersten Spielklasse spielen wollt denke ich steht der Spaß und die Förderung des Mannschaftsgeistes an erster Stelle.


    Spielertrainer ist für mich ein rotes Tuch!
    Die Bewertung des Spiels im Ganzen und im Detail wird sehr oft anders sein, wie bei den Spielern. Die daraus oft entstanden Erklärungsnot, wird schwierig, wenn du selbst auf dem Feld stehst. So zu sagen - Trainer ticken anders. Auf dem Feld beschäftigst du dich oft mit mehreren Situationen, worunter dein eigenes Spiel leidet.
    Ich persönlich habe den ST immer vermieden, zu meinem Leidwesen. Weiß aber auch warum!


    beste Grüße

    ...nach den Beiträgen denke ich, ist dein Puls etwas runter gekommen und das ist auch gut so.


    Gut ist ebenfals, die Objektivität in deinem letzten Schreiben. Ich sehe das ähnlich wie Andre. Sei ein guter Berater, wenn dich dein Sohn braucht und setze ihn nie unter Druck. Er würde in seiner spontane Art Fußball zu spielen eingeschrängt und für die Zukunft nicht förderlich sein.


    Ich hoffe er wird, ist, und bleibt ein kleiner Nimmersatt des runden Leders. Dann geht er seinen Weg, davon bin ich überzeugt.


    Wie schon erwähnt, der Stützpunkt ist ein Sprungbrett, aber bei weitem nicht alles.

    ...Selbstbewußtsein gleichzusetzen mit Selbstvertrauen!?


    Nun bin ich mir nicht sicher, ob es für dieses alter relevant ist, das Thema - Rituale!?
    Aber eigentlich schon!
    Ist es das Kuscheltier für zu Hause, kann es irgendein Utensil beim Fußball sein.
    Wir Erwachsenen haben da ebenfals eigenartige Anwandlungen unsere Ängste und Hoffnungen mittels eines Rituals zu "vertuschen"!
    ...oder um sich einfach nur Glück für dieses Spiel zu wünschen.
    In solchen Fällen,die offenbar nicht selten sind und einer besonderen Zuwendung bedarf, ist eine gehörige Portion Geduld der Trainer in Zusammenarbeit mit den Eltern gefragt.
    Was im Vorfeld beschrieben - die Angst vor dem NEUEN unberechenbaren GEGNER, genau so groß ist, wie gerade geschrieben,...die Kunst des Trainers ist, die Kinder so zu beeinflussen, dies zu verbergen oder zu verstecken bzw. sie zu nehmen. Es gibt Spieler, welche die Flucht nach vorn antreten z.B. permanent das 1:1 suchen, ohne seinen Nebenmann anzuspielen, aber trotzdem spätestens am dritten Gegenspieler hängen bleibt.
    Dann der sensible Kicker, welcher oft notgedungen den Zweikampf eingeht, schnell den Ball wieder loswerden will und auf Kritik eher zurückziehend reagiert.
    Ich bin mir sicher, das der Begriff "Angst im Fußball" tiefgreifende Gründe hat, die bis ins Kleinstkindesalter zurück geht. Ich würde sogar sagen, bis zur Schwangerschaft.


    beste Grüße

    He Vatertrainer, ich finds Klasse!


    Auch von meiner Seite viel Erfolg euch Beiden!


    Ich hoffe, du findest trotzdem die Zeit hier im Forum aktiv zu sein.


    beste Grüße

    Tom dahingehend meine Fragestellung!


    Ich bin bis heute der Annahme, Exzentriker können nicht nur spielfördernd, sondern als Querdenkern sich und andere in ihrer Spielform bzw. Eigenart reduzieren.
    ,
    In einigen Gesprächen, solcher angenommen Spielertypen, konnte ich immer wieder feststellen


    -sie zogen einen Kreis um sich, ließen keinen hinein
    -sie sind Verfechter der eigenen Meinung - bedinnungslos
    -sie sind perfektionistisch veranlagt
    -sie sind von mir aus auch narrzistisch


    Die Veranlagung erkannte ich bei vereinzelten Kickern in den Bereichen A - B Jugend.
    Haben solche Spieler überhaupt eine Chance im Herrenbereich zu überleben?


    Induvidualisten, wie von Bondscoach gut beschrieben, die alles an Wissen und Fähigkeiten in sich aufsaugen, die Förderung von Verein,Trainer und Eltern spielend in Kauf nehmen, ist wohl der ideale Typ.


    beste Grüße

    Das 1:1 sollte immer im Vordergrund stehen.


    Was für meine Begriffe, gerade in den unteren Spielklassen zu kurz kommt, ist der psychologische Aspekt bzw. Effekt nach Einflußnahme der jeweiligen Verantwortlichen.
    In erster Linie sind es die Eltern, wo es schon oft raushängt und der Trainer wenig Handhabe hat dem beizukommmen.


    Viele Erwachsene erwähnen eine gewisse Frühreife der Kinder und Jugendlichen zur heutigen Zeit. Dabei ist es oft ein Versteckspiel. Sie können Meister des Versteckspiels sein, wenn es um das Vertuschen von Fehlern geht. Entweder schweigen sie oder suchen die Fehler bei anderen. Sehr ruhige Spieler, die das 1:1 scheuen, schweigen sehr oft. Meistens fehlt die Bezugsperson die sein Schweigen bricht. Damit sie sich öffnen bedarf es einer besonderen Zuwendung - ihnen zeigen - das sie etwas besonderes sind - nähmlich ein Teil des GROßEN SPIELS.


    Zugehörigkeitsgefühl und Akzeptanz, welche unter Kindern nicht selbtverständlich ist, gilt es in erster Linie zu fördern.
    Beginnen kann man mit der Übertragung von Verantwortung, egal was. Das Selbstbewußtsein fördern, wo es nur geht.


    beste Grüße

    Die Frage war wohl doch etwas zu kurz!


    Mein Interesse geht dahin - brauchen wir z.B. noch einen echten Zehner?


    Brauchen wir, bei straffen taktischen Vorgaben exzentrische Spieler, die oft mit ihrer Genialität oder Überraschungseffekt glänzen?


    Die Entwicklung solcher Spieler kristallisieren sich für meine Begriffe in den Altersgruppen zwischen C - A Jugend besonders heraus.


    Welchen Einfluß nehmt ihr als Trainer auf diese Art von Spieler, ob im Training oder Spiel?


    beste Grüße

    Neuer Versuch,tim? Das ist gut! Trotzdem, kein Grund die anderen Beiträge zu löschen. Wir haben alle mal klein angefangen!


    Wie du schon mitbekommen hast ist das Thema sehr komplex, welches du von heute auf morgen nicht lösen kannst, wenn es überhaupt etwas lösen gibt. Fast alles zu diesem Thema berut auf Erfahrungen, welche hier im Vordergrund steht. Probiere es einfach aus, nur Mut! Schau dir andere Spiele an. Finde/Erkenne welches System gespielt wird und beginne das Spiel zu lesen. Wie verhalten sich die einzelnen Spieler und Reihen, je nach Stärke des Gegners.


    Dieses System beinhaltet für mich ein hohes Maß an Flexibilität, wie im Angriff, so auch im defensiven Spiel. Bei schwächeren Gegnern, zwingen wir Diesem unser Spiel auf, über laufstarke Außenläufer, im besten Fall auch mit angriffslustigen Verteidigern. Die Absicherung übernehmen dann die Innenverteidiger oder der Sechser. Alles eine Sache des Verschiebens der einzelnen Spieler und Reihen. Bei stärkeren Gegnern können wir mit zwei Sechsern spielen, welche auch flexibel nach vorn spielen, so wie es sich ergibt.


    Bei Soccerdrills findest du da sehr viel, um dich in das Thema einzuarbeiten.


    beste Grüße

    Wenn Angst nicht im Spiel ist, hast du Andre, vermutlich Recht und es wächst ein neues Talent mit einer sehr guten Spielintelligenz heran. Ich hoffe nur, das ihn die lange Weile nicht so hart trifft und er am Ball bleibt. Aber, um das posetiv zu beeinflussen, ist ja Sisak da!
    Ich würde mich freuen, in geraumen Abständen, von dir Simak zu hören, welchen Weg der Junge eingeschlagen hat.
    Bis dahin gutes Gelingen!


    beste Grüße