Übungsleiterlizenz Zuschuss für den Verein

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  • Hallo Sportfreunde,


    Wir wissen ja alle das jedes Jahr für den Verein Zuschüsse kommen von den ÜL Lizenz.


    • C-Lizenz
    • B-Lizenz
    • Etc.

    Wisst ihr ungefähr was die Vereine einen Zuschuss bekommen €?Ich könnte nicht konkretes finden.
    Vielen Dank

  • @Zakintos78


    Dachverbände und Kommunen können Übungsleiter-Zuschüsse gewähren, weshalb man nicht sagen kann, dass es für Trainer-Lizenz X pro Stunde den Betrag Y gibt.


    Aber obwohl der Zweck die Förderung von ehrenamtlicher Tätigkeit dient, machen es sich die Vereinsverantwortlichen zu nutze, diese Unsicherheit über die jeweilige Zuschußhöhe innerhalb der Trainerschaft auszunutzen.


    Denn wer nicht weiß, ob und wieviel man für ihn bekommt, der kann so leicht auch keine Forderungen stellen.


    Dieses Dilemma könnte man abschalten, wenn es direkt gezahlt würde. Auch wenn das Prozedere vom DFB oder den Verbänden bereits für ihre Auswahltrainer existiert und deshalb für Vereinstrainer übernommen werden könnte, würden höhere Verwaltungsaufwendungen entstehen. Auch der umgekehrte Weg (Verein muß Nachweis über die Weiterleitung der Zuschüsse an seine Trainer erbringen) wäre möglich.


    Durch die Erhöhung der Wertschätzung von Trainerarbeit wäre m.E. durch die finanzelle Unterstützung "in die richtigen Hände" ein geeigneter Beitrag geleistet! Denn es wird immer schwieriger, geeignetes Trainerpersonal zu finden und an den Verein zu binden.


    Doch "in den richtigen Händen" würden diese Zuschüsse erst dann, wenn auch die anderen ehrenamtlichen Helfer im Verein eine Enschädigung für ihre privaten Aufwendungen erhielten. Dafür müßte jedoch der gemeinnützige Verein eine weitaus größere Bedeutung in der Gesellschaft erhalten. Allerdings ist diesr Aufwertung schwierig, wenn gleichzeitig bekannt wird, dass gewisse "Nobelvereine" ihr Spenden-Recht für die Geldschwäsche angeblicher Gönner mißbrauchen.


    Leider gibt es kaum Möglichkeiten eines effektiven Finanz-Controlling in den Vereinen. Die Fananzämter können lediglich bei begründeten Verdachtsfälle von lohnsteuerplichtigen Spielergeldern oder geldwerten Vorteilen tätig werden und eine autonome Kontrolle in den Vereinen ist schon deshalb nicht möglich, weil hier Laien eine Arbeit prüfen sollen, von der sich zu wenig verstehen! Deshalb ist das "Absegnen" der Vereinsbilanz meist lediglich ein formales Prozedere.


    Weil es jedoch auch ausserhalb der Vereine genügend Gründe zur Kontrolle über die Verwendung von Gelder gibt, wird man sich vermutlich auch zukünftig nicht mit den "peanuts" aus vermeintlichen Ansprüchen von ehrenamtlichen Trainern beschäftigen!

  • @TW-Trainer


    Vielen Dank für den Beitrag.


    Wir Trainer haben die Diskussionen, wenn es darum geht Trainerscheinkosten Übernahme .
    Dann muss man sich 2-3 Jahre Pflichten damit das Geld wieder Vereinskasse kommt.
    Ich hatte was gehört 250-300€ je nach Lizenz was Beschusst wird.

  • Also es ist tatsächlich so, dass du die jeweiligen Lizenzen beim LSB abrechnen kannst, wirst aber nie auf 100% kommen. Es geht auch eher darum, dass der LSB dann jährlich dem Verein eine "Aufwandsentschädigung" für die Trainer auszahlt, die nach Stunden gerechnet werden. Es ist nicht viel aber immerhin. Und es ist EIGENTLICH auch so gedacht, dass dieses Geld 1:1 an die Trainer ausgezahlt werden soll. In der Praxis sieht das aber so aus, dass zB unser Verein die C-Lizenz komplett mit allem drum und dran übernimmt. Dafür verpflichten sich unserer Trainer für zwei Jahre (willst ja niemanden für andere Vereine ausbilden) und der Verein erhöht etwas die Aufwandsentschädigung und behält einen kleinen Teil davon ein, damit die Lizenz sich am Ende von selbst "refinanziert". Was, wie ich finde, eine sehr faire Lösung ist.

  • @davidizzle


    Das hört sich zumindest besser an, als in vielen Dorfvereinen, wo der Vorstand manchmal nicht einmal weiß, woher man überall Zuschüsse bekommen kann und die erlangten Zuschüssen nicht an die Empfänger weitergeleitet wird.


    Wie darf man eigentlich die Ersatattung der kompletten Kosten für die C-Lizenz verstehen? Zahlen die auch die Fahrtkosten (0,30 € pro km), Mehrverpflegungsspesen (bei Unterricht nach der Arbeitszeit), Kosten für Lernmaterial, usw.?


    Natürlich bildet ein Verein weder Spieler noch Trainer "für die Konkurrenz" aus. Normalerweise gelten auch Verträge, weil sie eine beidseitige Willensübereinkunft darstellen. Allerdings können sie von Anfang an ²schwebend unwirksam sein", wenn sie gegen "geltendes Recht" verstoßen. Sofern die Spieler und Trainer keinen Vertrag mit dem Verein besitzen, in denen sich beide Seiten für bestimmte Aufgaben verpflichten, sind derartige Abreden (z.B. 2 - jährige Wechselsperre als Gegenleistung für Lizenz-Unterstützung) vermutlich nichtig, weil sie kaum etwas mit den typsichen Belangen eines auf Gemeinnützigkeit und ehrenamtlich geführten Breitensportvereins zu tun haben. Kann also gut sein, dass bei Anfechtung der Verein leer ausgeht? Aber selbst wenn, dann kämen bei Gegenaufrechnung der privaten Kosten (Sprit, Fahrzeugabnutzung, Telefon, Organisation und Durchführung von Training und Spielen) des Trainers nicht unerhebliche Beträge zusammen, durch die die Lizenzgebühren schnell abgegolten werden dürften. Hinzu kommt, dass ja auch der Verein durch die bessere Trainerausbildung sportlich profitiert!


    Es mag durchaus sein, dass man vor 10 - 20 Jahren noch genügend Trainer fand, für die man einerseits Geld bekam, sie andererseits mit einem "feuchten Händedruck" entschädigte. Aber so dumm sind die Meisten nicht mehr, weshalb man am besten ehrlich, fair und partnerschaftlich nach dauerhaften Beschäftigungsmöglichkeiten sucht, anstatt Väter, deren Kinder mit dem Fussball anfangen, unter Druck zu setzen, dass man ja ohne ihre Trainermitwirkung keine Mannschaft anmelden kann!


    Ich denke, man sollte endlich kapieren, dass auch die Kinder gut ausgebildete Trainer verdient haben und diese Trainer einen selbstverständlichen Anspruch auf Entschädigung besitzen. Wenn weiterhin nicht mit "offenen Karten gespielt wird" droht ein noch größerer Burnout, weil sich die Kinder und ihre Eltern (zum Glück) nicht mehr alles (z.B. Erwachsenen-Ziele statt Fussballspaß für Kinder, Brüllaffen statt Kümmerer) im und am Spielfeld gefallen lassen!

  • Zur Ausgangsfrage.


    Es ist nicht nur so das keiner weiß wie viel der Verein für seine Trainer als Förderung erhält. Es ist vielmehr so das dies jedes Jahr neu Berechnet wird. Unabhängig von weitere Förderungen durch Kommunen, Sponsoren oder anderem gibt es hierfür eine feste Regelung.


    Der Dachverband hier in Bayern ist der BLSV (Für Fußball und auch für Judo, Bodenturnen und auch für andere). Dieser Fordert jedes Jahr von den Vereinen eine Inventur (BTW Fehler hierbei können sogar den Versicherungsschutz aller Mitglieder zum Erliegen bringen). Hierbei gibt es für jedes erwachsene Mitglied Punkte (Glaube 1Punkt), für jedes minderjährige Mitglied Punkte (glaube 10Punkte) und auch für einen Trainerschein gibt es Punkte (400 glaube ich). Die genauen Punkte aus 2015 müsste ich zuhaue nachsehen. Diese Punkte aller Vereine werden anschließend noch überprüft, z.B. ob ein Trainerschein doppelt bei zwei Vereinen abgerechnet wird oder andere Punkte welche geteilt werden müssen oder anderes, und dann Bundesweit zusammengeführt.
    Vom Staat gibt es dann Jährlich eine Summe von X-Millionen für Sportförderung (auch das wird jedes Jahr neu festgelegt) welche eben auf alle Punkte umgelegt wird und anschließend an die Vereine ausbezahlt wird.


    Festzuhalten bleibt also das selbst die reine staatliche (Verbands-) Förderung nicht immer gleich ist. Plus zusätzliche Auf- oder Abschläge durch die Gegebenheiten und Bedingungen vor Ort.


    Die genauen Punkte und Summen habe ich im BLSV-Übungsleiter-Ordner zu hause. Glaube aber das der finanzielle Ertrag pro Punkt in 2015 um die 0,36€ lag. Allerdings bleibt festzuhalten das mehr Mitglieder in allen Sportvereinen (nicht nur Fussball) bei stabiler staatl. stabiler Summe weniger Förderung pro Trainerschein bedeuten. Umgekehrt mehr Geld vom Staat bedeutet nicht gleichzeitig mehr Geld für jeden Verein.


    Hoffe das Hilft zur Ausgangsfrage. Was mit dem Geld in den Vereinen passiert dazu gibt es klare Reglen und ein einfaches Ausbezahlen an die Trainer fällt da leider nicht drunter. Gut oder nicht? Das dürfen andere beurteilen.


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • totog beschreibt das Procedere in Bayern gut, es sind aber 650 Punkte für eine Übungsleiterlizenz, also knapp 250,- €. Wie beschrieben, kann aber der Betrag pro Punkt von Jahr zu Jahr etwas schwanken.

  • @davidizzle


    Das hört sich zumindest besser an, als in vielen Dorfvereinen, wo der Vorstand manchmal nicht einmal weiß, woher man überall Zuschüsse bekommen kann und die erlangten Zuschüssen nicht an die Empfänger weitergeleitet wird.


    Wie darf man eigentlich die Ersatattung der kompletten Kosten für die C-Lizenz verstehen? Zahlen die auch die Fahrtkosten (0,30 € pro km), Mehrverpflegungsspesen (bei Unterricht nach der Arbeitszeit), Kosten für Lernmaterial, usw.?

    Also "komplette Kosten" heisst eigentlich nur, dass auch der verpflichtende Ersthelfer-Kurs (seit 2016 in Berlin), Das Führungszeugnis (eh "umsonst" bei Gemeinnützigkeit) und ggf anfallende Kosten beim Arzt für den Sporttauglichkeitstest übernommen werden (können).
    Kilometergeld wird nicht erstattet, wobei wenn einer in Nöten zum verein kommen würde, bin ich fest überzeugt, dass es hier an einem kleinen Zuschuss (Fahrkarte?) nicht scheitern würde. Lernmaterial wird in Berlin für die C-Lizenz nicht weiter benötigt und zur Verpflegung:
    In Berlin finden idR die Lehrgänge im LLZ (Richard-genthe am kleinen Wannsee) statt und wo sonst die Auswahlmannschaften untergebracht und bekocht werden, werden die Trainer für den Zeitraum untergebracht ... Verpflegung und Übernachtungen sind im Preis für die Lizenz mit inbegriffen. Also in sofern ist das in Berlin schon Top gelöst! Man wäre überrascht, wie schnell "gestandenen" Trainer zu klingen Kindern werden, wenn der Verbandstrainer über die Boatengs oder so etwas aus dem Nähkästchen plaudert und einem bewusst wird, dass die in den selben Schulungsräumen saßen und quasi man jetzt im selben Bett schläft ;)


    Mit dem "Vertrag" ist es wohl eher ein symbolischer Akt Richtung "Gentlemans Agreement" ... ich glaube, dass im Breitensport die meisten getroffenen "Vereinbarungen" keine Sekunde bestand hätten vor irgendwelchen Gerichten ;)

  • @davidizzle


    In den meisten Verbänden der "Flächen-Bundesländer" gibt es überwiegend dezentrale Ausbildungen in der untersten Trainerlizenz. Dort fährt der Lehrgangsteilnehmer über ca. ein 1/4 Jahr jedes Wochenende (freitags, samstags, sonntags) mit einem Fahrzeug zur Ausbildung. Neben den Fahrtkosten und der Fahrzeugabnutzung aufgrund des erhöhten Bedarfs muß er weitere Kosten für über den Standard hinaus gegebenes Material (z.B. Lehr-DVD, Schreibmaterial, usw.) tragen. Verletzt er sich bei der aktiven Teilnahme (aufgrund des immer noch blödsinnigen Trainerspiels - denn wer es vorher nicht kann, der wirds dort auch nicht lernen), entstehen weitere Kosten, denn die Sportversicherung haftet lediglich "nachrangig"!
    Die Verpflegungskosten können wir bei einem normalen Arbeitsverhältnis in Abhängigkeit der geleisteten Stunden verstanden werden. Hier sind jedoch die Arbeits- und die Ausbildungsstunden zu addieren.


    Wenn man schon über "Gentlemen-Agreements spricht, dann sollte man die ungleiche Behandlung der Trainer im Verein dazu heran ziehen. Denn wenn der eine um Allmosen betteln muß, darf sich der andere über Honoar für die Dorf-Bundeslgia freuen. Dabei ist der zeitliche Aufwand gar nicht so unterschiedlich groß! Hier sollte m.E. eine Umverteilung erfolgen, sodass man mit mehr Transparenz ehrlich zu allen Fragen im Verein Auskunft geben kann.


    Es ist auch nicht wichtig zu wissen, dass die Zuschüsse jährlich schwanken können, sondern dass der Etat nach den Wünschen der Mehrheit des Vereins geplant wird, statt 80 - 90 % fürs "Aushängeschild" zu reservieren und der Rest bekommt das, was davon übrig bleibt!!

  • Ich gebe dir ja 100% in deiner Meinung. Meine Antwort war jedoch auf Ausgangsfrage "welche Summe X Erhält der Verein pro Trainerschein?" bezogen. Und diese Summe ist nun mal variabel. Und daher ist es auch Interessant zu Wissen warum das so ist. Zumindest fand ich das damals durchaus Wissenswert.


    Ob nun die Fördergelder zur besseren Bezahlung der Jugendtrainer und somit deren Aufwertung beitragen können bezweifle ich. Ersten kann ein Verein ohne weitere Einnahmen, sei es aus Beiträgen, aus Festen oder sonstigem, nicht einmal die Kosten für den Trainings und Spielbetrieb decken. Wenn ich Rechne Kind = 10Punkte a 36ct mal zwölf Kinder in meiner Mannschaft - Na dann Hurra!!!! Daraus müssen nun Materialien ersetzt werden, der Platz erhalten und das Vereinsgebäude erhalten werden. Natürlich alles nur Anteilsmäßig aber dennoch ist es nicht viel.


    Zusätzlich bin ich mir ziemlich sicher das ein einfaches "Durch reichen" der Fördergelder an die Trainer, während in der Kasse ansonsten Ebbe herrscht, sehr schnell gestoppt würde. Das ist natürlich in keinem Verein so der Fall dass 0 Euro in der Kasse sind und es gibt ja auch noch weitere Einnahmen aber die Diskussion Trainerbezahlung mit Fördergeldern hackt.


    In meinen Augen wäre hier eine "extra Summe" von Seiten des Verbandes für aktive Übungsleiter mit klarem Zweck die Trainer zu entlohnen deutlich wirksamer. Diese wird es aber wohl nie geben da es sich ja um Steuergelder handelt und diese Wirft man ja anderweitig lieber zum Fenster hinaus.


    Grüße
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • @totog
    Sorry, aber das Argument der ansonsten leeren Vereinskasse hat nur wirklich schon einen "Bart"!


    Denn bei der Frage, warum ständig Ebbe in der Kasse ist, kommt man sehr schnell auf den Verursacher der stetig steigenden Kosten. Das ist die 1. Seniorenmannschaft, deren Trainer ohne besonders über die Leistung der Nachwuchs-Übungsleiter hinaus zu ragen, ein üppiges Honorar (manchmal beträgt ein Monatsgehalt soviel, wie die Jugendabteilung für ein ganzes Jahr erhält) bekommt. Dann sind es die vergleichsweise hohen Kosten für die "Söldner", die schnellen Erfolg versprechen, jedoch mittelfristig dem Verein nicht helfen, weil gleichzeitig der eigene Nachwuchs keine Chance erhält und sich deshalb vom Fussball abwendet!


    Die Zuschauer werden weniger, wenn es nicht mehr die Jungs um die Ecke sind, die sich mit großen Engagement in den Dienst der Mannschaft stellen, sondern irgendwelche Leute, deren Namen und Vita man kaum kennt und sich auch nicht merken muß, weil sie meist schon nach 1 Saison ausgetauscht werden.


    Man tut so, als könnte man nichts daran ändern, weil es ja auch der Nachbarverein so macht! Wenn dann die Schulden zu groß sind, soll irgendein Sponsor oder notfalls die Komune wieder Geld in die Kasse spülen. Man möchte gerne 1 - 2 Ligen höher spielen, als es mit realistischer Sicht aus dem Potenzial im eigenen Verein möglich wäre. Man möchte sich (auf Kosten anderer) im Erfolg sonnen! Man kennt sich in finanzeillen Dingen nicht so aus! Man muß ja auch nicht persönlich für die Schulden, die man als gewählter Vertreter des Vereins gemacht hat, haften!


    Ein Teufelskreis, der nur dann durchbrochen werden kann, wenn man begreift, dass es den Verein nur in Zukunft geben kann, wenn man ihn nicht ein paar Leute überläßt, sondern sich stärker engagiert!


    Ich kenne Vereine, bei der man nach der Insolvenz einen anderen Weg gegangen ist. (Natürlich wird denen so schnell auch niemand mehr Geld in den Rachen!) Dort sind die Menschen aber wichter geworden. Allerdings hat leider m.E. der Nachwuchs immer noch nicht die Priorität, die sie verdient! Aber es ist zum Treffpunkt der Generationen geworden, bei dem man sich nicht nur über den Fussball austauscht.

  • @TW-Trainer


    Ich glaube wir drehen uns hier im Kreis. Zusätzlich hast du meine Aussage falsch Interpretiert.


    Meine Aussage auf die leeren Kassen war auf einen "theoretischen Verein" bezogen welcher außer den Fördergeldern keine Einnahmen hat. Hierbei würde ein Weiterreichen an die Trainer sehr schnell auffallen und gestoppt werden u.a. von Finanzamt. Klar ist das in keinem Verein der Fall, daszeigt aber auch das die Finanziellen Mittel für Trainer aus anderen Quellen kommen müssen oder in der Vielzahl der Kosten und Zahlungen untergehen. Fördergelder sind mit einem Auftrag verbunden und für Trainer sind diese aktuell nicht bestimmt. Deshalb wäre ich für eine extra Summe wie oben beschrieben.


    Deine Argumentation mit den zu hohen finanziellen Aufwänden für den Herrenbereich unterstütze ich zu 100%. Aber das hat nur sehr wenig mit der stattlichen (Verbands-) Förderung aus der Ausgangsfrage zu tun. Wenn ich hier in anderen Threads lese was Teilweise an Mitgliedsbeiträgen und Trainergehälter gezahlt wird liegt all das deutlich über der Förderung. Und diese Gelder verschwinden auch über das Jahr gesehen. Da gibt es mit Sicherheit sehr viele Stellschrauben an welchen gedreht werden kann um die Jugendarbeit aufzuwerten und auch die Trainer angemessen zu honorieren. Und auch ich wäre absolut dafür die Stunden an Trainingsplanung, Trainingsstunden und sonstigen Events welche ich aufbringe nicht nur mit Cent Beträgen erstattet zu bekommen. Aber nicht aus der Förderung. Viel lieber sind mir hier Sponsoren welche das Geld zweckgebunden an die Jugend zur Verfügung stellen.


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • Meine Aussage auf die leeren Kassen war auf einen "theoretischen Verein" bezogen welcher außer den Fördergeldern keine Einnahmen hat. Hierbei würde ein Weiterreichen an die Trainer sehr schnell auffallen und gestoppt werden u.a. von Finanzamt.

    Im LSB Niedersachsen ist es so geregelt, dass diese Zuschüsse ganz konkret für die Trainer sind. Eigentlich MÜSSEN die also an die Trainer weitergereicht werden. Ich kenne allerdings nicht viele Vereine, die das machen...

  • Viel lieber sind mir hier Sponsoren welche das Geld zweckgebunden an die Jugend zur Verfügung stellen.

    Diese Sponsoren wären mir auch lieber! Leider sieht man sie nur, wenn mal ein Tricot-Satz für eine Jugendmannschaft gesonsort werden.


    Ansonsten binden die Sponsoren ihre finanzielle Förderung fast ausschließlich an die 1. Senioren. Denn dort ist sie der größe Werbeerfolg möglich. Ein Unternehmer setzt je nach Branche ca. 1 - 2 % seines Jahresumsatzes als Werbeetat ein. Der Sport spielt für sie eine wichtige Rolle zur Verbesserung des Image und Generierung zusätzlicher Umsätze durch Kundenbindung (Fan vom Verein = Kunde bei Fa. X)! Selbst in der Vermarktung von Fan-Artikeln erfüllen sie ihren Zweck. Nein, den Unternehmen darf man diesen Vorwurf nicht machen. Denn sie handeln nach Gewinnmaximen, nicht nach der Bedeürftigkeit innerhalb eines Vereins.
    Ein Vorwurf ist eher den Vereinsverantwortlichen zu machen, die sich nicht ausreichend um ihren Nachwuchsbereich kümmern. Häufig hört man, dass der Jugend-Mannschaftstrainer sich selbst um die Finanzierung neuer Tricots um einen Sponsoren kümmern soll.
    Es wird leider meist in den kleineren Vereinen nicht einmal der Versuch unternommen, wenigstens einen Teil der Sponsoreneinnahmen auch für den Jugendbereich verwenden zu dürfen. Denn eigentlich müssten ja beide Seiten das gleiche Ziel verfolgen, eine dauerhafte erfolgreiche Partnerschaft einzugehen, die jedoch nur über eine erfolgreiche Jugendarbeit möglich ist. Weil jedoch Unternehmen (im Gegensatz zu Vereinen) stets kurzfristigere Ziele verfolgen, bedarf es zusätzlicher Überzeugungsarbeit und es bedarf konkreter Pläne, was der Sponsor für seine finanziellen Aktivitäten erwarten darf. Ansonsten wird er seinen Werbeetat für anderweitige Ziele einsetzen und man wird kein Unternehmerherz für seinen Verein gewinnen können, was ihn auch dann noch zuverlässig unterstütz, wenn das eigene Kind dort nicht mehr spielt!


    Natürlich besteht ein günstiges "Betriebsklima" nur dann, wenn Herz (regelmäßiges Lob fürs Engagement) und Verstand (angemessene Entschädigung der privaten Aufwendungen) in einem günstigen Verhältnis stehen. Andererseits provitiert aber auch der Verein von dieser Möglichkeit einer langfristigen Bindung guter, erfahrener Trainer über eine gute Nachwuchs-Ausbildung ein gutes Image und insgesamt wachsender Mitgliederzahlen.


    In welcher Weise sich die Finanzquellen für die Aufwandsentschädigung gliedern, dass ist sicher von Verein zu Verein unterschiedlich, jedoch möglich!

  • Im LSB Niedersachsen ist es so geregelt, dass diese Zuschüsse ganz konkret für die Trainer sind. Eigentlich MÜSSEN die also an die Trainer weitergereicht werden. Ich kenne allerdings nicht viele Vereine, die das machen...


    Das wusste ich nicht. Dann ist meine Argumentation hier nichtig. Uns wurde es in der BLSV anders vermittelt aber nicht auszuschließen das es in Bayern auch anders ist, wie so vieles!


    @TW-Trainer
    Was du schreibst trifft in meinen Augen vorrangig auf den Leistungsfußball und höhere Klassen zu. Der Werbeeffekt beim Dorfverein XY ist jedoch sehr überschaubar. Kaum oder nur sehr begrenzte Reichweite und kaum Fanartikel. Im Gegenteil wer bei uns Fanartikel kauft ist entweder Spieler oder Betreuer im Herrenbereich oder Mitglied in der Jugend. Hier herrscht eben noch Verbundenheit! ;-) Ein Sponsoring hat also schon sehr viel mit persönlichem Interesse zu tun.
    Bei uns hier im ländlichen Raum lässt sich deshalb immer mehr beobachten das mehr und mehr Betriebe genau davon Abweichen in den Herrenbereich zu Investieren. Mag sein dass das Auflösen mehrerer Vereine welche in den letzten Jahren über Söldner den sportlichen Erfolg sicherten und nun entweder Pleite oder im Konflikt mit dem Finanzamt sind hierzu beigetragen hat. Kann auch sein das es daran liegt das diese Vereine auch im Herrenbereich weit entfernt von Leistungsfußball sind.


    Unser Verein hatte vor wenigen Jahren die Idee eine eigene "Sponsoren-Tafel" für die Jugend einzuführen. Hier können Felder in unterschiedlicher Größe und Wert jedes Jahr aufs neue gekauft werden. Der Verwendungszweck ist ganz klar festgelegt (u.a. Trainingsmaterial, Trainerfortbildungen, usw) und Sponsoren werden durch dies Tafel ganz klar ausgewiesen. Sind also auch bei jedem Heimspiel der Herren ersichtlich. Sponsoren wird es freigestellt ob Sie nun z.B. eine Banden- oder Trikotwerbung oder ähnliches "kaufen" wollen oder eben Anteile auf dieser Tafel. Für die nächste Saison hatten wir das erste mal die Situation das für den Herrenbereich "zu wenig" Sponsoren da waren da viele einen fixen Verwendungszweck in der Jugend bevorzugten. Für die Juniorenabteilung bedeutet das noch lange kein Schlaraffenland, aber es tut sich etwas.


    Das alles ist weit entfernt von Leistungsfußball! Gerade hier sehe ich aber auch die Chancen da sich der Werbeeffekt für die Sponsoren ja generell im Rahmen hält und dadurch auch leichter in die Jugend Investiert werden kann. Ob dies nun "von unten" weiter greifen kann weiß ich nicht. Gerade für kleine Vereine sehe ich hier jedoch eine große Chance. Dorffußball in der untersten Klasse (am besten noch um die hinteren Plätze) zieht doch keinen Zuschauer mehr an den Platz. Also müssen neue Schwerpunkte im Verein her.


    Gruß
    Torsten

    "Im KiFu gillt: Nicht das Training ist die Vorbereitung auf das Spiel, sondern das Spiel ist die Fortführung des Trainings."

    - (Quelle: unbekannt)

    "Der Grund, warum wir Fußball gucken, ist keine Zahl und kein Ergebnis, sondern ein Erlebnis."

    - (Quelle: paderball.com)

  • @Follkao


    Vielen Dank für diesen Link! Darin wird klar ersichtlich, dass lizensierte Übungsleiter für ihr Arbeit honoriert werden sollen. Innerhalb der beschriebenen Rahmenbedingungen wird ersichtlich, dass es keine Unterstützung für teure Trainer geben soll und auch nur ein Teil der tatsächlichen Kosten (max. 5,- € pro 45 Minuten) erstattet werden soll.


    Nicht vergessen werden soll die in vielen niedersächsichen Kommunen übliche Unterstützung der Vereine (meist 5,- € pro jugendliches Mitglied). Auch hier wird in der Begründung die Zweckbindung der finanziellen Unterstützung, wenngleich auch hier keine Überprüfung erfolgt.


    Desweiteren kommen Mitgliedsbeiträge und Erträge aus den Jugend-Veranstaltungen (z.B. Sportwoche) des Vereins. Schließlich gilt es die Mitgliedsbeiträge im Etat zu bewerten.


    Dennoch kann ich nur dann ein perspektivisch gutes Konzept für eine allgemeine Aufwandsentschädigung erkennen, wenn gleichzeitig Transparenz über alle Ausgaben herrscht, bzw. eine Umverteilung von den Senioren- in den Juniorenbereich erfolgt, sodass die jeweiligen Ausgaben aus sich selbst heraus begründbar werden.



    @totog


    Ja, in Bayern scheinen die Uhren wirklich wohl anders zu ticken! Die "Sponsorentafel" und Förderverein innerhalb des Vereins gibts hier schon mehrere Jahrzehnte (leider mit mäßigem Erfolg)! Plete gehen hier vermutlich genau so viele Vereine wie bei euch! Manchmal kann man der Insolvenz knapp entrinnen und landet ein paar Jahre später wieder auf dem "Känguruhberg" (wenn versucht wird mit leerem Beutel große Sprünge zu machen)! Grundsolide Vereinspolitik machen hier meist nur die kleinen Vereine, die sich schon zu JSG oder anderen Spielgemeinschaften zursammen geschlossen haben, um noch irgendeinen Grund zu finden, warum die Gemeinde den Rasen ihrer Sportplätze mäht.


    Eine deutliche Veränderung in der Jugendförderung ist nicht zu erkennen.


    Was hier allerdings absolut kontraproduktiv läuft ist die reisserische Berichterstattung in den Medien sowie einge Sponosren für bestimmte Ligen, wodurch man sich ein großes Stück von der Realität entrückt dargestellt sieht! Das hat mit Fussball im Breitensport manchmal gar nichts mehr zu tun!