Halbzeitmannschaft

  • Guten Abend an euch alle,


    hab ein großes Problem in dieser Vorrunde. Wir spielen in einer starken E2 Gruppe. Mir war zu Beginn klar das wir eher hinten landen werden. Was auch nicht das Problem ist. Das in der Mannschaft viel Potential steckt weis ich. Jetzt haben wir das "Problem" das wir in der 1 Halbzeit von 5 Spielen 4 geführt haben( 3-1,3-0.2-1, und 1-0). Das wäre ja noch sehr gut. Der ein oder andere Gegner wurde auch in Halbzeit 1 mit gutem Passspiel an die Wand gespielt. Torchancen werden grundsätzlich recht schlecht verwertet. Egal wenn ich als Stürmer vorne habe.


    Kommen wir zum eigentlichen Problem: Die ersten 5 Minuten der 2 Halbzeit sehen auch noch gut aus. Hier werden fast alle 100% Chancen schlecht verwertet. Danach bricht die Mannschaft komplett ein und es wurden von diesen 4 Spielen die 3-1 und 3-0 Ergebnisse mit 4-4 und 3-3 beendet. Die anderen beiden mit 2-6 und 1-2 verloren. Das wäre ja nicht weiter schlimm. Nur verstehe ich nicht wieso die Kids so abbauen. Da wird ,im Vergleich zur 1 Hälfte, jeder Ball verstolpert und komplett blind weggebolzt. Kaum mehr Ordnung im Spiel und durch extreme Fehlpässe dem Gegner Tür und Tor geöffnet. So als ob einen andere Mannschaft auf dem Platz steht.


    Halbzeitansprache fällt kurz und knapp aus. Wird viel gelobt und das ein oder andere gesagt auf das man aufpassen muss.


    Was ist der Grund für das extreme einbrechen?


    Kondition ist nicht das Problem da die Jungs immer einen fiten Eindruck machen. Gewechselt wird auch immer Fair und jeder bekommt seine Spielzeiten.


    Thema Torabschluss ist im Training in der letzten Zeit immer mit dabei.


    Defensiv wird auch in Hälfte 2 gut gespielt. Offensiv wie gesagt vieles zu ungenau.


    Ist das in den Köpfen der Kids drinnen das sie in Halbzeit 2 so abbauen?


    Über Hilfe würde ich mich freuen

  • Ich starte immer unterschiedlich. Mal ein paar schwächere mehr zu Beginn und dann kommen die besseren rein und manchmal von Beginn an mit den besseren und die anderen werden dann eingewechselt. Also nie festgefahren. Ergebniss ist aber immer das gleiche. So ab ungefähr 13-14 Minuten wird dann gewechselt. Auch in Halbzeit 2

  • @Robert


    1. Trainercaoching
    Wie würdest du sagen, verteilt sich dein Coaching in der 1. und 2. Halbzeit? Forderst du deine Kids in der 1. Halbzeit häufiger auf, weite Wege zu gehen, um z.B. als Doppelpaßpartner bereit zu sein oder einen verlorenen Ball zurück zu erobern?


    2. Spielerreaktion
    Wie würdest du die Spielerreaktion in der 1. und 2. Halbzeit beschreiben? Wird in der 1. Halbzeit häufiger deinen Anweisungen gefolgt, während in der 2. Halbzeit deine Hinweise häufiger igonirert werden?



    Ich vermute, dass ihr ein Problem in der Regenerationsfähigkeit habt, die 2 Ursachen ahben kann:


    zu 1. Der Trainer erhöht durch häufiges Hineinrufen die Intensivtät des Spiels, sodass die Mehrzahl der Spieler totz Halbzeitpause bereits vor Spielende körperlich und geistig soweit abgebaut haben, dass sie dem Tempo des Spiels nicht mehr folgen können.


    zu 2. In dem Maße, in dem die Erfolgserlebnisse ausbleiben, werden weitere Trainerhinweise ignoriert.



    Verbesserung der Regenerationsfähigkeit.
    Natürlich sollte auch der Trainer während des Wettkampfs dazu beitragen, seine Schützling nicht schon in der 1. Halbzeit "per Joystick" über den Platz zu jagen, sondern mithelfen, die vorhandene Kraft so geschickt einzuteilen, dass die Jungs von der 1. bis zur letzten Minute das Spieltempo in etwa gleichhoch halten können.
    Sollte es jedoch eine besondere Schwäche in der Regenerationsfähigkeit im Team geben, so bieten sich gute Partnerübungen an, mit der man diese Fähigkeit verbessern kann.
    Insbesondere für Zweikämpfe wird Kraft benötigt, für die es bereits ab der F-Jugend Übungen gibt, mit der man eine kurzzeitige fussballspezifische Körperspannung kombiniert mit einen guten Gleichgewicht kombinieren kann. Merkmale fehlender Kraft können das "Verstolpern" der Bälle beim Zweikampf sein, wie auch das Wegschlagen aufgrund fehlender Erfolgserlebnisse in den Zweikämpfen.

  • @ TW Trainer


    zu Trainercoaching:


    Ich coache eher passiv würde ich sagen. Es werden 2-3 Punkte vor dem Spiel gefordert. In dem Spiel selber lobe ich mehr und fordere nur die 2-3 Punkte ein die auch vor dem Spiel ausgemacht wurden. Achten auf Positionen + Zusammenspielen und in die Zweikämpfe gehen als Beispiel. Ich fordere sie eher dazu auf etwas Tempo rauszunehmen. Was dann auch teils gemacht wird.


    Sie folgen in der 1 Halbzeit den Anweisungen mehr als in der 2 Hälfte. Läuft es besser und sie machen aus ihren Chancen auch das ein oder andere Tor spielen sie das auch bis zum Ende durch. War letzte Saison so und auch bei Freundschaftsspielen.


    Wir sind wie gesagt erst eingebrochen nachdem wir unsere Chancen nicht genutzt haben um das Spiel entgültig zu entscheiden. Auf deutsch gesagt den Flattermann bekommen als gemerkt wurde das der Gegner auch was kann und nicht mehr an sich selber geglaubt haben. Da kann ich dann noch so positiv von außen coachen. Das wird komplett überhört.


    Oft kassieren wir in unserer offensive Phase in der 2 Halbzeit ein Kontertor wo wir dann einfach zurückliegen oder es ausgeglichen wird. Dann ist meisten jede Ordnung futsch. Ich kann wechseln und sagen was ich will. Von der Regenerationsfähigkeit ist da bei allen genug Luft für Zweikämpfe und auch um diese zu gewinnen. Nur wird dann der Ball vorne nahe des gegnerischen Strafraums zu oft verloren. So das die Abwehr zu schnell unter Dauerbeschuss steht. Haben bisher auch nur 2 Tore in der 2 Halbzeit erzielt. Was die Pflichtspiele angeht. Bei den Freundschaftsspielen ist das ausgeglichen.


    Wir sind in unserer Gruppe von den Gegentoren her normaler Durchschnitt. Von den geschossenen Tore ganz weit abgeschlagen. Obwohl ich viel wert auf ein offensives Spiel lege. Ich spiele auch nur mit 2 Abwehrleuten.


    Ich habe so das Gefühl das die Kids geistig sehr stark abbauen und gerade zum Ende hin nur alles über den Kampf machen.

  • @Robert1982


    Der Abbau körperlicher und geistiger "Kondition" geschieht eigentlich gleichzeitig. D.h. die Ursache des Verstolperns liegt nicht allein an fehlender Konzentration, sondern aufgrund des Ermüdungsgrades auch an fehlendener Koordination.


    Ferner wollte ich wissen, ob du die Mannschaft nach vorn schickst oder ob sie von allein nach vorn rennen, weil der Gegner sich zunächst hinten hinein drängen läßt und deine Abwehrspieler deshalb ebenfalls weit nach vorn rücken.


    Je höher man steht, je weiter ist der Weg nach hinten und dazu hat keiner große Lust. Es ist sicher nicht so einfach, das Team über die gesamte Spielzeit soweit zu coachen, dass im gleichen Maße Offensiv- wie Defensiv aufmerksam gekämpft wird. doch je länger das Team sehr hoch steht, je schwieriger wird es, sie zur Aufmerksamkeit bei Kontern zu bewegen. Dass bei geringer werdender Konzentration und gleichzeitig defensiv positionierten Gegnern in Halbzeit 2 kaum noch Tore erzielt werden, das sollte eigentlich nachvollziehbar sein.


    Ich vermute, eine neutrale Spieltaktik, bei der nicht nur deine Defensive die Offensive unterstützt, sondern auch bei Bedarf die Offensive mal die Defensive dürfte sich auch im Gesamterfolg deines Teams bemerkbar machen. Bewußt habe ich Unterstützung gemeint, denn ich meine nicht, dass du deine Spieler wie "Zinnsoldaten" auf dem Platz verteilst, wobei dann fast nur noch Standfussball möglich ist.


    Um die gegenseitige Unterstützung zu forcieren kannst du z.B. beim Trainngsabschlußspiel die Provokationsregel:
    1. Tor zählt nur, wenn alle Spieler in gegnerischer Hälfte
    2. Tor zählt doppelt, wenn Gegner nicht vollständig in eigener Hälfte



    Übung: Konter durch Diagonaldribbling mit Abwehr (Ball ablaufen)


    1. markiere ein Feld von 30 x 20 m mit Hütchen
    2. markiere an den 4 Ecken jeweils Hütchentore (Abstand ca. 3 m)
    3. positioniere in den 4 Ecken gleichviele Spieler
    4. Ein Team bekommt einen Ball
    5. TR startet Übung, indem der 1. Spieler mit Ball diagonal zu seinen diagonal gegenüber befindlichen Partnern dribbelt
    6. sobald der Gegner mit Ball aus der rechten Ecke gestartet ist, sprintet aus der linken Ecke der Verteidiger, um dem Angreifer den Ball abzujagen
    7. Gelingt es dem Abwehrspieler, dem Angreifer den Ball abzujagen, darf er mit dem Ball zu seinen diagonal gegenüber stehenden Partnern durch 3 m Tor dribbeln
    8. Geingt es dem Angreifer durch zu dribbeln, darf der zum diagonal gegenüber liegenden Hütchentor dribbeln
    9. Das Team in Ballbesitz ist nun der Angreifer, das Team ohne sind die Abwehrspieler


    Varianten:
    1. Angreifer muß ein Hütchentor ihm Zentrum durchdribbeln, darf danach jedoch direkt zu seinen Partnern passen
    2. Angreifer startet von der einen Ecke, Abwehrspieler von der gegenüber liegenden Seite


    Eine Spielform (dürfte allerdings zu Beginn noch etwas schwierig sein und braucht deshalb starke Traineruntersützung) eignet sich hierfür:
    1. normales Spielfeld mit Hütchen markieren
    2. in der Mitte einen 30 m tiefen Bereich mit Hütchen markieren


    Provokationsregel
    1. es darf lediglich in dem 30 m tiefen Feld zum Mitspieler gepaßt werden
    1.1. (In Startphase darf zum TW zurück gepaßt werden)
    2. Angriffsaktion erfolgt, indem ein Paß an oder über die 30 m Grenze gespielt wird
    3. Der Paßnehmer darf sich zum Zeitpunkt des Paßspiels nur innerhalb der 30 m Zone befinden (sonst Abseits)
    4. Es darf sich nur 1 ballnaher Abwehrspieler aus der 30 m Zone bewegen, um den Ball zu attackieren
    5. Gelingt die Attacke, darf der Verteidiger zum TW zurück spielen
    6. Ein Torabschluß hat innerhalb von 10 Sekunden zu erfolgen


    Viel Spaß dabei

  • @ TW Trainer


    der Gegner lässt sich vor allem in den ersten 10-15 Minuten hinten reindrängen. Die Kids rennen von selber nach vorne. Das die Abwehr bis zum Mittelfeld bzw. bis zum ersten Gegenspieler aufrückt ist von mir so gewollt.
    Hatten bisher nur Gegner wo der Torwart nach der Aktion bis zu unserem Strafraum bolzt. Bedeutet dann natürlich viele Laufwege der Offensive da diese ja auch helfen müssen.
    Wenn man das so sieht ist es dann verständlich das irgendwann nix mehr geht.



    Vielen Dank für die gute Übung werde ich morgen gleich mal machen.

  • Das die Abwehr bis zum Mittelfeld bzw. bis zum ersten Gegenspieler aufrückt ist von mir so gewollt.

    Genau darin liegt der taktische Fehler!


    Denn während der gegnerische Angreifer den Paß (z.B. weiter Torwart-Abschlag) erahnt und bereits Tempo aufnimmt, erkennen deine Abwehrspieler den immer länger werdenden Ball erst spät. Entweder versuchen sie durch schnelle Rückwärtsschritte eine Kopfballabwehr oder aber sie müssen sich zunächst umdrehen, um danach Tempo aufzunehmen. Bis dahin ist jedoch der Gegner "über alle Berge" und kann mutterseelenallein auf euren Keeper zulaufen. Einfacher gehts kaum!


    Eine Abwehr kann nur dann Druck auf den Ball ausüben, wenn sie nicht mit dem Gesicht zum eigenen Tor verteidigen muß. Das ist dann der Fall, wenn die Bälle entweder über ihre Köpfe hinweg oder durch die Abwehrschnittstellen gespielt werden kann. Als weiteres Merkmal ist festzuhalten, dass der Gegner volles Tempo aufnehmen kann, während deine Kids entweder die Flugbahn falsch einschätzen oder aber zu spät Tempo aufnehmen.


    Was kann man machen?
    1. Situationen im Training üben
    Lange Bälle werden ja nicht aus dem Fuß heraus geschlagen, sondern entstehen nach bestimmten Situationen:
    1. TW-Abschlag
    2. Gegnerischer Spieler legt sich den Ball etwas weiter vor


    In beiden Fällen bekommt die Abwehr den Hinweis, sich etwas weiter fallen zu lassen. Sollte der Ball dann doch etwas kürzer geraten, dann beseht immer noch die Alternative: im Sprint als Erster zum Ball oder bei der Ballannahme stören, Tackling beim Drehen des Gegners bzw. den Gegner am Aufdrehen zu hindern


    Natürlich wird das ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, weshalb es ratsam ist, diesen Entscheidungsdruck dadurch zu drosseln, dass im Zentrum ein Spieler ca. 5 - 8 m hinter dem vordersten Angreifer postiert ist, sodass er lange Flanken ablaufen kann.


    Zum Schluß die Frage: was macht der Torwart? Natürlich sollte er mitspielen! Aber der Weg zu einem "Manuel Neuer" ist noch sehr lang. Ihm zu erklären, worin der Unterschied in einer Ziel- und Raumverteidigung liegt, ist deshalb noch ein wenig schwierig. Auch wird er noch sehr wenig Erfahrungen im 1 vs 1 haben. Insbesondere ohne fachmännisches Training wird es sowieso zu einem Zufallserlebnis.
    Mal wird der Keeper also eine gute Höhe haben und mal wird der seine Pupillen auf "Zuschauermodus" (erkennt man, wenn der Keeper nicht der aktuellen Position des Balles anpaßt) gestellt haben. Ganz besonders schwierig gestaltet es sich in dieser Altersklasse, wenn der Keeper nicht vom Gegner (in der Anfangsphase) "warmgeschossen" wird, sondern aufgrund des dominanten Spiels der eigenen Mannschaft wenig Ballkontakte bekommt.


    Dennoch möchte ich eine für die Mannschaft und den Torwart interessante Trainingsübung, die man auch anstatt des langweiligen Torabschluß (alle stellen sich in Reih und Glied auf und wartet bis er dran ist) machen kann:


    1. Organisation:
    Je 1 Hütchen links und rechts im Halbfeld ca. 20 m vor dem 16-er positionieren
    Je 1 Hütchen links und rechts an der Grundlinie an der Ecke des 16-er positionieren
    Je 1 Hütchen links und rechts (Abstand untereinander ca .10 m) am 16-er positionieren
    2 Gruppen Spieler mit Ball an den Hütchen im Halbfeld positionieren
    Je 1 Spieler an den 4 Hütchen (2 an der Grundlinie, 2 am 16-er) positionieren


    2. Ablauf:
    (siehe Skizze)


    2.1. Hinweis: Ball- und Laufwege sind farblich markiert)


    2.2. Jeweils Positionswechsel von Torchützen u. Paß-/Flankengeber


    2.3. Sonstiges:
    Wichtig: es sollte spielnah ausgeführt werden. Deshalb sollte der Trainer die Übung lediglich erklären bzw. präsentieren und danach die Kinder "machen lassen" und nur auf Grundsätzliches, wie das nicht gleichzeitig, sondern abwechselnd von beiden Seiten aus Torabschlußaktionen erfolgen


    3. Übungszweck:
    Bei dieser Übung mit dem Schwerpunkt TW können gleich eine Reihe von unterschiedlichen Techniken und Taktiken trainiert werden wie:
    1. Passpräzisision und Balldruck aufgrund unterschiedlicher Paßlänge
    2. Lauf-Sprintwege
    3. Ballvorlage, Flanke
    4. Angreifer: 1vs1/Torabschluß (links/rechts)
    4. TW: Raum/Zielverteidigung
    5. TW: Spieleröffnung


    Viel Spaß dabei!
    Torabschluss.pdf

  • Wir sind wie gesagt erst eingebrochen nachdem wir unsere Chancen nicht genutzt haben um das Spiel entgültig zu entscheiden.....
    Nur wird dann der Ball vorne nahe des gegnerischen Strafraums zu oft verloren......
    Hatten bisher nur Gegner wo der Torwart nach der Aktion bis zu unserem Strafraum bolzt. Bedeutet dann natürlich viele Laufwege der Offensive.....

    sehe hier folgende Ansatzpunkte:
    1.)Problem der hohen, weiten Bälle hinter euere Abwehr: --> wie TW-Trainer schreibt, könnte ein zurückhängender Spieler im Zentrum, sowie ein aufmerksamer TW, den Druck bei "Bolzerei" mindern (vor allem in HZ2 )
    2.)dafür sorgen, daß der gegnerische TW möglichst wenig Gelegenheiten zum Zurückbolzen bekommt, sprich er soll den Ball möglichst wenig bekommen! Z.B. Abstoßgelegenheiten des gegnerischen TW reduzieren! Keine Schüße über oder neben das Tor!
    Abschlaggelegenheiten reduzieren, also keine Schüße auf´s Tor, von denen man weiß, dass sie sowieso keine Chanche haben, das sind z.B. Schüße auf´s Tor aus unmöglichen Winkeln, Schüße die zu weit weg sind, womöglich noch mit dem schwächeren Bein ausgeführt, Schüßchen aus höchster Bedrängnis u.s.w.
    Zudem könnte man die eigenen Stürmer dazu ermuntern, bei sich bietender Gelegenheit die Rückpasswege der gegn. Verteidiger zum Torwart zuzustellen. Oder auch den gegn. TW generell etwas unter Druck zu setzten. Das könnte seine Fehlerquote erhöhen und seine Genauigkeit leidet.
    3.) Halbzeitpause so gestalten, dass die Spieler in erster Linie mental regenerieren können. Ruhige Ecke oder Kabine, relaxen, trinken, nicht rumlaufen und Quatsch machen, keine komplizierten Erklärungen.
    4.) im Training öfter auf verkürztes Feld spielen, sodass viele Aktionen im Angriffsdrittel und viele Torabschlüße zustande kommen. Hier können o.g. Punkte gecoacht werden, wie u.a. Genauigkeit vor Kraft.


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • Vielen Dank euch 2,


    die Übungen von TW Trainer habe ich gestern probiert. Hat ganz gut funktioniert.


    @open-minded


    Gerade was Punkt 3 angeht habe ich einige dabei die einfach eher noch weiterfetzen und fangen spielen als sich hinzusetzen. Dauert dann wieder etwas um diese zur Ruhe zu bekommen.


    Es werden von mir nur 2 Sachen gesagt und dann wird getrunken.

  • @Robert1982


    Gerade im E-Jugend-Alter gibts bei einigen Kindern Defizite bei der Konzentrationsfähigkeit. Egal, ob es ein Ball ist, den er greift und weg schießt oder eine Trinkflasche durch die Gegend wirft. Weil der Spieler dies selbst gar nicht als eine Form der Disziplinlosigkeit wahrnimmt, ist es auch gar nich so leicht, ihm klar zu machen, das er mit dieser Handlungsweise die Konzentration und Regeneration der Kameraden und seines Trainers stört.


    Hast du schon mal probiert die Reihenfolge in der Halbzeitpause wie folgt zu verändern:


    1. Nach dem Betreten der Kabine sollen sich zu ihren Getränke (ca. 1 Min.)
    2. Aufforderung zum Trinken (ca. 2 Min.)
    3. Nach Trinkpause kommt der Trainerhinweis: "jetzt mal alle ausruhen und dabei ganz still sein" (ca. 2 Min.)
    Ruhe ggf. aufrecht erhalten durch Zeichen (Finger auf den Mund legen)
    4. Nach Ruhepause - Regeneration max. 2 - 3 einfache, klare Hinweise auf das Spiel (max. 2 Min.)


    Für Trainer von älteren Jugendteams kommt noch:


    2.a. Frage nach Verletzung und ggf. kurze Behandlung durch Kollegen oder Betreuer
    4.a. Hiinweis auf geplante Auswechselungen in der 2. Halbzeit

  • Also Kabine können wir nicht gehen. Da unser Platz zu weit entfernt ist von der Kabine.
    Wir gehen immer an ein ruhiges Eck und dann brauche ich hier schon mal 2 Minuten bis alle ruhig sind.


    Werde deine 4 Punkte mal probieren

  • @TW-Trainer, als ich Deine Übung, Diagonaldribbling mit Abwehr, gelesen habe, war ich sehr angetan, so dass ich sie heute gleich ausprobiert habe.
    Leider lief die Übung sehr chaotisch und ich habe sie nicht vernünftig gecoacht bekommen.
    - Wenn der Angreifer oder Verteidiger durch sein Tor dribbelt, darf dieses Team ja wieder angreifen. Startet dann immer automatisch das linke Team zum verteidigen?
    - Wo positioniert sich der verteidigende Spieler, nach dem der Angreifer durch die Hütchen gedribbelt ist?
    - Was passiert wenn der Ball im Aus landet?
    - Was machst Du, wenn der Angreifer nicht durch das Tor dribbelt, sondern von weitem schießt?


    Würde mich über ein paar Tipps freuen, da ich denke, wenn die Übung richtig ausgeführt bzw, den Kindern erklärt wird, sehr gut ist.


    Danke.

  • @bob-rooney


    Es ist zwar eine interessante übung, aber man kann nicht von allen Kindern erwarten, dass sie es auf Anhieb schon alles verstehen. Wie du schon richtig schreibst, entstehen sehr viele Situationen, für die es jeweils eine Lösung braucht. Weil die Übung ferner ein hohes Maß an Konzentration erfordert, kann man sie jeweils nur ein paar Minuten laufen lassen.


    So, nun zu deinen Fragen:

    - Wenn der Angreifer oder Verteidiger durch sein Tor dribbelt, darf dieses Team ja wieder angreifen. Startet dann immer automatisch das linke Team zum verteidigen?

    Immer das Team, welches den Ball behauptet hat, darf das nächste Angriffsdribbling starten. Aus dem anderen Team (ohne Ball) startet zeitgleich ein Abwehrspieler zur Balleroberung



    - Wo positioniert sich der verteidigende Spieler, nach dem der Angreifer durch die Hütchen gedribbelt ist?

    Er läuft zu seinem diagonal gegenüber liegenden Team durch das Hütchentor



    - Was passiert wenn der Ball im Aus landet?

    Trainer sollte immer genügend Ersatzbälle bereit halten, damit die Übung sofort weitergehen kann. (Ins Aus gegangene Bälle nach der Übung zurück holen.)



    - Was machst Du, wenn der Angreifer nicht durch das Tor dribbelt, sondern von weitem schießt?

    Kommt rauf an. Wenn er zuvor das Dribbling gewonnen hat, ist es O.K., wenn nicht, dann bekommt das andere Team den Ball und das Angriffsrecht!


    Weiterhin noch viel Spaß mit der Übung!

  • Danke für Deine Unterstützung, ein paar Fragen bleiben mir aber noch.
    Siehe unter Deinen Antworten