Hallo zusammen,
Ich wollte fragen wie ihr findet sollte sich ein moderner Torwart verhalten ??
Dazu hat ja jeder eine andere Meinung ![]()
Verhalten Torwarts
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- Junioren
- Kevin_85
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Ist eine schöne Streitfrage, jedoch bevorzuge ich ein zwischenmaß zwischen modern und veraltet.
Bis kurz vor dem 16er sollte der TW schon gehen dürfen. Einen Manual Neuer 2.0 irgendwo zwischen 16er und Mittellinie will ich jedoch bei meinem Torwart nicht sehen.
Im Training jede fußballerische Übung mitmachen sollte ein muss sein.
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Ja ich mag dass auch nicht so ein Manuel Neuer 2.0 . Aber was für mich ein Muss ist , dass er gut bis sehr gut mit dem Ball ist .
Genauso finde ich sollte es bei den Innenverteidigern sein !! -
Mir ist deine Frage noch nicht so ganz klar geworden? Worum geht es dir speziell?
Geht es dir um die Zunahme der Offensivaufgaben eines Keepers?
Oder geht es dir darum, wie wichtig die defensiven und offensiven Aufgaben des Torwarts sind?
Meinst du die pyhsischen und psychischen Anforderungen an einen Torspieler?
Möchtest du dir einen Torwart selbst "backen"?Worum gehts dir?
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Als Trainer muß ich wissen, was das Spiel im Raum ist und wissen, wie es funktioniert.
Wenn das gegeben ist, weiss ich auch warum ich einen Torwart benötige, der mitspielen kann.
Das wiederum bedeutet, dass er neben seinen eigentlichen Fähigkeiten als reiner Torwart -im alten Sinne- auch fußballerische Qualitäten aufweisen sollte.
D.h. wiederum....er sollte - meiner Ansicht nach - im besten Fall nicht schlechter Fußball spielen können, als das Team in dem er "dient".
Deswegen habe ich - nach dieser Erkenntnis - damals SPIELER als Teammitglieder ausgesucht und nicht...Spieler plus einen Torwart.
Torwart war dann einer davon, der die Torwartfähigkeiten aufwies und Lust darauf hatte. Umgekehrt "stehengelassen" habe ich mal einen Torwart...der nicht Fußballspielen konnte.
Wenn das dann so geregelt wäre....mußte mein Torwart ab der D - und wenn er wollte auch gern davor ...so er es intuitiv verstanden hatte....verschieben...sich mitbewegen und den Libero stellen und zwar auch ausserhalb des 16er.
Später würde ich mir einen Torwart vorstellen, der auch Anweisungen von hinten auf die Kette und die 6èr gibt...falls er Verbesserungen erkennt...ein positiver Dirigent.
Um das alles erzielen zu können, wäre es im unteren Jugendbereich konstant wichtig, dass man Rotieren lässt. D.h....das ein späterer fester TW auch als Abwehrspieler und z.B. 6èr fungiert....damit er weiss wie er denen später den Ball bestenfalls zuspielt usw.....und er muß Stürmer gewesen sein...damit er weiss, wie sich ein TW fühlt wenn.....usw.....und erkennt, wie sich ein Stürmer fühlt, wenn er mächtig rauskommt aus seinem Kasten usw., usw....Dieses Eindenken und diese Erfahrungen macht ein guter mitspielender TW nur als Spieler, was ihn als Torwart stärkt.
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Torwart war dann einer davon, der die Torwartfähigkeiten aufwies und Lust darauf hatte. Umgekehrt "stehengelassen" habe ich mal einen Torwart...der nicht Fußballspielen konnte.
Ich find, es trifft schon einen wesentlichen Teil, für den der "moderne Torwart" steht. Allerdings dauert so eine Veränderung immer fast eine Fussballer-Generation. Denn würdest du heutzutage unsere Bundesliga-Keeper aufs Feld stellen, dann würden die meisten von ihnen wohl nicht einmal einen Bezirksliga-Feldspieler erschrecken können.
Was ich damit sagen möchte, dass bei aller Hyp für die Feldspielerqualitäten durch die Zunahme der offensiven Torwartanteile nach wie vor die wichtigsten Elemente in den wenigen schwierigen defensiven Aktionen liegt.
Das Fussballspiel besteht nun einmal aus einer Abwägung von offensiven und defensiven Aufgaben, die heutzutage jeder Spieler, so auch der Torwart hat. Gelingt es dem Trainer, dass jeder Spieler auf jedem Flecken des Rasens genügend Erfahrungen und Fähigkeiten zur schnellen und guten Lösungen findet, dann bekommt der Gegner kaum einmal eine Großchance, sodass auch der Torwart fast zum Feldspieler mutiert.
Allerdings befürchte ich, dass der Keeper noch sehr viele Jahre ein Spezialist sein wird, weil Feldspieler wie Trainer den Torwart und seine Aufgaben noch zu wenig verstehen und meinen, der Keeper wird schon alle Fehler seiner Kameraden und des Trainers irgendwie ausbügeln.
Deshalb kommt es auch nicht so sehr darauf an, ob hin und wieder mal ein Ball ins eigene Tor geht. Vielmehr soll es durch systematisches Training mit modernen Trainngsmethoden dem Gegner immer schwerer gemacht werden zum Torerfolg zu gelangen. Im Vergleich zum Feldspieler kommt für den Keeper ein sehr hohes Maß an Konzentration hinzu. Denn während der vorderste Angreifer mal durchschnaufen kann und die Pupillen kurzzeitig auf den "Zuschauermodus" umstellt, muß der Keeper von der ersten bis zur letzten Minute vollkonzentriert sein, um für die wenigen (durchschnittlich ca. 10 - 15 pro Spiel) gefährlichen Torchancen hellwach zu sein.
@Andre
Es ist wohl von allem, was du sagst, ein Stück Wahrheit drin. Aber auch der Keeper entwickelt sich weiter, wodurch möglicherweise andere Schwerpunkte seiner Aufgaben entstehen. Wer will heute schon mit Fug und Recht sagen: so muß der ideale Torwart sein? -
TW....das kann ich einsehen bzw. ...da gehe ich mit. Und ich bin auch kein Fachmann...ist halt so meine derzeitige Meinung im Abgleich um das Wissen was ich habe.
Im Prinzip ist das der Torwart ...den das heutige Spiel so benötigt. Wer weiss wie man in 20 Jahren spielt. Allein durch Regeländerungen könnte ich mir auch wieder einen noch ganz anderen Wandel vorstellen. Gr. Andre
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ich habe einfach nur gemeint dass er gut mit dem Ball umgehen sollte und eine gute Spielkontrolle hat .
Zudem meine ich noch das richtige Abrollen usw.
http://www.fussballtraining.de…n-torhueters-teil-2/18825 -
Ich wollte fragen wie ihr findet sollte sich ein moderner Torwart verhalten ??
Naja, wenn du so fragst, würde ich sagen: modern!
Oder: Höflich sollte er sein und zuvorkommend, seine Mitmenschen und alle übrigen Geschöpfe auf der Welt achten.

Aber mal ehrlich, diese Frage ist so allgemein gestellt, dass man da doch kaum etwas antworten kann. Das Torwartspiel besitzt doch recht viele Facetten, ich glaube kaum, dass man innerhalb der hier für einen Artikel erlaubten 10.000 Zeichen ihm da gerecht werden kann.. Es sei denn, dich interessieren hauptsächlich die Schlagworte..
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Kevin_85
Ich verstehe schon, was du meinst und man sollte sich ja auch (mal) auf die Empfehlungen des DFB verlassen können. Aber leider ist der von dir angeführte Beitrag sehr lückenhaft.
Fangen wir mal beim beitrags-begleitenden Bild an.
Hier wird ein Torwart gezeigt, der fast auf der Grundlinie steht. Da sich der Schütze in der Nähe des Elfmeter-Punkts befindet, kann es sich hier eigentlich nur um die Simulation eines "Elfers" handeln. Ich will mal gar nicht auf die Körperhaltung des Keepers eingehen, weil das vom Thema ablenken würde.
Was hat dieses Bild bitteschön mit dem Beitrag zu tun?
Natürlich ist es wichtig, dass der Keeper den Ball zügig wieder ins Spiel bringt! Aber wie soll er wissen, wohin er spielen soll! Doch genau das wird bei einer guten Spieleröffnung verlangt. D.h. der Keeper muß bereits unmmitelbar vor dem Ballkontakt wissen, was er damit tun will (d.h. wohin er wie spielen möchte). Wenn er den Ball erst fängt und dann überlegt, dann hat sich der Gegner bereits sortiert.
Leider fehlen weitere Hinweise wie:
1. Der Torwart sollte sich möglichst so zum Ball positionieren, dass er nicht erst wieder aufstehen muß, sondern den Ball sofort zum Mitspieler, der selbst nicht unter Gegnerdruck steht, weiterzuleiten
2. Der Torwart sollte selbst dann einen sicher Ball fangen, wenn er neben das Tor ins Seitenaus gehen würde, denn auch hier kann er die gegnerische Unordnung durch schnelle Spieleröffnung ausnutzen.
(bis zum Wiederholen des Balles und dem anschließenden Abstoß würde weitaus mehr Zeit vergehen)Leider fehlt es mangels Know-How beim DFB bei der TW-Ausbildung auch noch der wichtigste Hinweis:
Zum Training der schnellen Spieleröffnung durch den Keeper sollten alle Übungen mit Feldspieler-Beteiligung so gestaltet werden, dass die Übung nicht mit dem Torabschluß endet, sondern mit der schnellen und guten Spieleröffnung.
Leider scheint es den DFB-Verantwortlichen entgangen zu sein, dass nicht nur in der Nationalmannschaft die meisten Bälle nicht ins Tor gehen!
Es tut mir ja auch leid, dies so sagen zu müssen, aber andere Länder sind uns bei diesem Schwerpunkt in der Breite ein gutes Stück voraus. Deshalb ist es m.E. kein Zufall, warum immer mehr Schweizer Keeper deutsche Torleute in der Bundesliga verdrängen. Denn solange der DFB seinen angehenden "Fussball-Lehrern" über dieses Thema zu wenig erzählen kann, werden sie weiterhin mit diesen Meinungen ihre neuen Jobs übernehmen, statt diesen Teil der Ausbildung den TW-Trainern zu überlassen.
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Hi @Kevin_85.
Damit ich die 10.000 Zeichen nicht ausreize, antworte ich mal nur bezogen auf meine Altersklasse "E-Junioren" und nicht zu detailiert.
Ich habe derzeit einen Spieler der gerne ins Tor geht.
Gesonderte Trainingseinheiten gibt es für meinen TW noch nicht. Er macht alle Übungen und Spielformen (habe ich meistens ohne TW) als Feldspieler mit. Bei Spielformen mit Torwart, wechsle ich die Spieler im Tor ab. Er spielt in den Spielformen oder im Abschlussspiel auch abwechselnd im Angriff und Abwehr. Bei Pflichtspielen geht er eine Halbzeit ins Tor. In der zweiten HZ geht dann ein anderer ins Tor. Ausnahme ist, wenn er unbedingt im Tor bleiben will und kein anderer unbedingt ins Tor will.
Meine TWs sollten gut ausgebildet sein: gute Technik am Ball, gute TW-Technik und gutes Spielverständnis. Wo wir wieder bei Fuß und Kopf wären.
Ich möchte einen TW der selbstständig und instinktiv handeln kann. Der also auch eine starke Persönlichkeit hat, denn im Tor ist er "auf sich alleine gestellt".Also kurzum: "Modern" ist für mich, dass die TWs mehr mit ins Spiel einbezogen werden (müssen) und das sie, im Gegensatz zu früher, ein anderes Auftreten (Persönlichkeit) haben.
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Dein Beitrag trifft das Verhältnis zwischen Trainer und den Kindern, die gerne auf der TW-Position spielen wollen, sehr gut.
In meinem Beitrag wollte ich darauf eingehen, dass man als Trainer nichts von seinem Keeper verlangen kann (also auch kein Selbstbewußtsein apriori), wenn man ihm nicht die dafür nötigen Hilfestellungen geben kann.
Viele Mannschaftstrainer wissen vielleicht, wie es "falsch" aussieht und wie es vielleicht "richtig" aussehen könnte, aber der Weg von falsch zu richtig bleibt ihnen ohne tiefere Fachkenntnisse verborgen. Genau deshalb und vor allen Dingen, dass die TW-Position ohne Gemeckere von der Trainerbank am meisten Spaß macht, sollte man allen Kindern die Chance geben, unterschiedliche Positionen mit Spaß kennenzulernen.
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@Alle
Ich muß mich entschuldigen, denn wie ich gerade feststellen mußte, stammt der Beitrag zum den Aufgaben eines Keepers nicht vom DFB! Denn ehrlich gesagt, hab ich mir schon die Augen gerieben, als ich den Blödsinn las. Allerdings war das Design sehr ähnlich mit dem des DFB, dass ich glatt darauf herein gefallen bin.Wem also immer diese Seite, die kevin_85 verlinkt hat gehört, kann ich den Rat geben, es schnell wieder runter zu nehmen, denn da paßt kaum etwas zueinander und die Umschreibung "sehr lückenhaft" ist dabei noch geschmeichelt!
