Umfrage für Kinder und Eltern

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  • Hallo Leute,


    Mein Trainerstab und ich überlegen ob es sinnvoll wäre einen Fragebogen für Kinder und Eltern zu erstellen. In dem Fragebogen soll es darum gehen, in welchen Bereichen sich die Kinder noch unsicher fühlen. Die Kinder sollen ankreuzen können welchen Techniken Sie sich unsicher fühlen oder welche Kommandos Sie von uns noch nicht verstehen. Außerdem sollen sie die Möglichkeit haben Anregungen aufzuschreiben.


    Da wir sollten alle Eltern zur Gesicht bekommen möchte ich auch ein Teil an die Eltern richten. Dieses eine Möglichkeit haben Beschwerden abzugeben oder Lob zu äußern.


    Was haltet ihr von dieser Idee?

    Hätte der liebe Gott gewollt, dass Fußball in der Luft gespielt wird, hätte er das Gras auf den Wolken wachsen lassen. (Brian Clough)

  • Moin Eckman,
    du trainierst eine E-Jugend?


    Trainerstab?! Coool


    Welche Antworten gibst du beim Ankreuzen vor?
    Selbstbeurteilung bei E-Jugendlichen? Da bin ich mal gespannt welche Antworten du bekommst.


    Was möchtest Du mit dieser Aktion erreichen?

    Ein Kind trainieren heißt nicht, eine Vase zu füllen, das heißt, ein Feuer anzuzünden

  • Hallo Dirk,


    mit Trainerstab sind eigentlich nur meine zwei Co-Trainer gemeint =) =). Als Antworten zum Thema Technik denken wir zum Beispiel an alle Grundtechniken, die die Spieler in der E-Jugend lernen sollen. Zum Beispiel: Torschuss, Passspiel, Ballan- und mitnahme. Wir diskutieren zum Beispiel noch darüber, ob es sinnvoll ist, Passspiel in Innenseite / Außenseite zu Unterteilen. Bei Annahme das gleiche: Innenseite / Außenseite.
    Bei den Kommandos haben wir ein paar Standardkommandos: Beispiele: "Hinter den Ball", "Rausrücken" (eigentlich rufen wir immer nur "Würfel". Zur Erklärung: Ich hatte hier mal das Problem gepostet, dass die Abwehr immer hinten stehen bleibt und wir dafür ein einfaches, bildlich vorstellbares Wort brauchen. Da kam dann der Würfel ins Spiel, weil wir ein 3-3 gespielt haben und das ja aussieht wie eine sechs auf einem Würfel. Danke an dieser Stelle nochmal für den Tipp, auch wenn ich nichtmehr weiß, wer ihn mir gegeben hat), "Hinter den Mann". Ein Weiteres ist zum Beispiel "Du bist tot". Damit ist gemeint, dass der Spieler nicht anspielbar ist (steht im deckungsschatten). Weitere verwenden wir eigentlich nicht, weil wir den Spielern nicht das Spiel diktieren wollen. Hin und wieder rutschen uns aber mal Kommandos wie "Linie" oder "Klatsch/Dreh" raus, auch wenn wir uns sehr bemühen... :]


    Die Selbstbeurteilung soll es geben, weil die Jungs oft im Training Vorschläge bringen, wie man etwas anders/besser machen kann und zum Beispiel auch eigene Aufwärmspiele vorschlagen. Daher wäre das Feld einfach nur dazu gedacht, diesen Aspekt der Jungs zu berücksichtigen


    Viele Grüße

    Hätte der liebe Gott gewollt, dass Fußball in der Luft gespielt wird, hätte er das Gras auf den Wolken wachsen lassen. (Brian Clough)

  • hi,


    wenn du so etwas vorhast, sollte die Sache anonym laufen, vielleicht haben manche Kinder viel zu viel Respekt vor euch, ich weiß nicht wie lange ihr diese Kinder trainiert.


    Und es ist gut, wenns anonym ist, da keine/r gibt gerne zu, dass er/sie etwas nicht verstanden hat.


    Der Satz "Du bist tot" finde ich gar nicht gut. Finde bitte einen anderen Satz. Ein Kind kann sich vieles darunter vorstellen, aber nicht das, was du vielleicht meinst.


    Wenn die Kinder und Eltern da mitmachen und ihr bekommt negative Resonanzen, damit müsst ihr dann auch leben, dass ihr evtl. einiges ändern müsstet.


    Gruß,


    Uzunbacak

  • Ich halte von solchen Umfragebögen nicht viel. Techniken, wo Kinder noch unsicher sind oder Sachen, die sie noch nicht verstanden haben, erkenne ich in Training und Spiel. Außerdem können die Kinder jederzeit offen sprechen, bzw. ich frage nach. Schriftlich brauche ich die Sachen nicht. Auch die Eltern der Kinder halte ich für mündig genug, selbst die Interessen ihrer Kinder zu vertreten und notfalls Dinge anzusprechen. Jugendleitung und Vorstand gibt es zur Not auch noch, wenn es persönliche Probleme geben sollte, bei denen man meint, diese nicht mit dem Trainer lösen zu können.
    Ich denke, offene Gespräche sollten immer die erste Wahl sein, um Sachen zu klären oder zu hinterfragen. Haben die Kinder und Eltern Vertrauen zu Trainer und Verein, braucht man auch keine Anonymität.

  • Ich halte von solchen Umfragebögen nicht viel. Techniken, wo Kinder noch unsicher sind oder Sachen, die sie noch nicht verstanden haben, erkenne ich in Training und Spiel. Außerdem können die Kinder jederzeit offen sprechen, bzw. ich frage nach. Schriftlich brauche ich die Sachen nicht. Auch die Eltern der Kinder halte ich für mündig genug, selbst die Interessen ihrer Kinder zu vertreten und notfalls Dinge anzusprechen. Jugendleitung und Vorstand gibt es zur Not auch noch, wenn es persönliche Probleme geben sollte, bei denen man meint, diese nicht mit dem Trainer lösen zu können.
    Ich denke, offene Gespräche sollten immer die erste Wahl sein, um Sachen zu klären oder zu hinterfragen. Haben die Kinder und Eltern Vertrauen zu Trainer und Verein, braucht man auch keine Anonymität.


    Hallo, ja, ich muss dir Recht geben. Natürlich erkenne ich als Trainer selber, wo es noch hapert/Defizite sind. Darum geht es mir auch garnicht. Mir ist die Sicht der Kinder auf das ganze viel wichtiger. Denn wenn diese irgendwo unsicher sind (nicht Defizite haben) möchte ich gerne direkt an der Unsicherheit durch Gespräche und gezielte Übungen arbeiten, den Kindern sagen, dass Sie ruhig versuchen sollen, immer wieder in Situationen zu gehen, wo diese Unsicherheit gefordert wird. Und dann möchte ich Sie ermutigen, auch Fehler in Kauf zu nehmen, sodass Sie nicht den Kopf hängen lassen, wenn mal etwas nicht klappt.
    Zum Thema Eltern muss ich sagen, dass wir einige Eltern haben, die der deutschen Sprache nicht so ganz oder teilweise garnicht mächtig sind. Diese in Gespräche zu vermitteln, klappt leider meist nicht so gut, da die Eltern sich dann offensichtlich schämen. Diese Eltern haben oft eine Tochter/Sohn, der Anrufe oder Mails übersetzt. Da ist der Zettel denke ich besser. Zudem mache ich die Zettel nicht anonym, da ja sonst der oben besprochene Effekt nicht zur Geltung kommt. :)

    Hätte der liebe Gott gewollt, dass Fußball in der Luft gespielt wird, hätte er das Gras auf den Wolken wachsen lassen. (Brian Clough)

  • Eckman:


    Ich komme auch nach dem Training oder Spiel regelmäßig ins Gespräch mit einzelnen Kindern und /oder Eltern, frage da auch manchmal nach, ob und welche Probleme es gibt oder ob eine bestimmte Übung im Training vielleicht zu schwer war. Auch weiß ich nicht, ob so ein Zettel Dir wirklich was bringen würde. Anonym nutzt er Dir in der beschriebenen Form nichts, das ist richtig. Trauen sich aber die Kinder, Kritik anzubringen bzw. können Sie diese auch in die entsprechende schriftliche Form bringen ? Setzt Du sie zusammen in die Kabine, wirst Du sicher eher eine gemeinsame Meinung erfahren, als eine persönliche. Gibst Du die Fragebögen mit nach Haus, hast Du vielleicht eher die Meinung der Eltern dort stehen, als die des Kindes. Ich denke, man sollte sich möglichst immer wieder mal Zeit für kleine persönliche Gespräche nehmen, oder einen Mannschaftsbetreuer als zusätzliches Bindeglied zwischen Eltern,Kindern und Trainern einsetzen, der zum Beispiel auch Meinungen und Probleme erfragt und regelmäßig an die Trainer weitergibt.


  • Hi,


    ich denke, Du hast ein bestimmtes Bild vor Augen, was Deine Spieler können sollen und was sie leider nicht können und willst Dir dieses Bild bestätigen lassen. Das ist bei einer E-Jugend nicht zielführend. Deine Fragen werden mit einem "Hähhh?" beantwortet werden. Aber Du solltest die Fähigkeiten und Problemstellen eigentlich selber erkennen.


    Ich habe in einer D regelmäßig diese Umfrage, etwas auf meine Mannschaft verändert, gestellt:


    http://www.fussballtrainer-forum.de/smit.htm


    Das Ergebnis bringt Dir insofern etwas, dass Du bei einigen Spielern eine Rückmeldung über Dein eigenes Verhalten bekommst, aber viele offene Fragen werden auch mit einem "Ja" beantwortet. Dazu kommt, dass einige Fragen nicht verstanden werden. Ein paar Spieler haben einfach alles links angekreuzt, weil sie dachten, links ist gut. Ich hatte aber einige Fragen auch anders herum aufgebaut.


    Von 14 Spielern haben mir 4 Spieler eine detaillierte Rückmeldung gegeben, 8 einen "ist doch alles super"-Schnelldurchlauf und 2 Spieler gar keine. Mit den 4 Spielern konnte ich die Punkte dann besprechen. Mit den 4 Spielern habe ich aber sowieso oft gesprochen, da sie oft fragten. Außerdem ändert sich vieles so schnell, dass ein Spieler heute noch "ich will mehr Kondition trainieren" bei der nächsten Umfrage dann mit "ich will mehr Technik machen" ersetzt, weil irgendein Anderer (Eltern, Auswahltrainer, Freunde, was weiss ich) sich einen Tag vor der Umfrage entsprechend geäußert hat.


    In einer "C" halte ich Teamrunden für zielführender.


    Und wie so oft bringt das nur was, wenn es wiederholt wird, denn nicht die Antwort ist interessant, sondern die Veränderung

  • Hallo,


    zunächst mal finde ich es gut, dass dir die Meinung der Kinder und deren Eltern wichtig ist.
    Ich würde aber bei Eltern und Kindern getrennte Wege gehen, weil sont zuviel Verschiedenes vermengt wird.
    Bei den Eltern macht es m.M. nach am meisten Sinn, wenn die Eltern im Vorfeld eines Elternabends aufgefordert werden sich Gedanken zu machen und diese dann bei diesem Treffen vorzubringen.
    Bei "E"-Kindern finde ich es zu abstrakt, zeitlich losgelöst vom tatsächlichen Spiel, einen Fragebogen zu technischen Details abzufragen.
    Besser die Kinder gleich im Anschluss an eine Spielform fragen, was gut gelaufen ist, oder was nicht. Das schriftliche Verfassen ist nicht so das Ding der 10 Jährigen.


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • Ich vertrete die gleiche Ansicht wie Karl


    wollte schon schreiben, dass ich wenig Sinn in einer solchen Aktion sehe.


    muss aber einschränken.


    Für mich als Dorftrainer macht das keinen Sinn, da steh ich doch ständig im Kontakt mit den Kindern und ihren Eltern.
    da brauch ich dann keine Allgemenfragen zu stellen, sondern gezielte, auf das Kind oder die Eltern abgestimmte Fragen und zwar
    in persönlichen Gesprächen.


    die Verhältnisse sind aber überall anders und wie @Eckmann ja beschreibt, erreicht er nicht alle Eltern mit einem Gespräch, auch
    wegen den Sprachschwierigkeiten.


    ich würde mir an seiner Stelle aber nicht zuviel von dieser Umfrage erhoffen, ich glaube nicht, dass sie allzu aussagefähig ist.


    ansonsten verweise ich auf den Beitrag von @Callahan

  • Ok, vielen Dank für eure Antworten. Ich werde anstatt der Umfrage eher das Gespräch mit den Kindern suchen und eher an den offensichtlichen Schwächen arbeiten. Die Meinung der Kinder bekomme ich ja auch im Gespräch. Bei näherer Überlegung liegt es wirklich auf der Hand, dass die Kids die fragen vermutlich nicht so beantworten werden, wie wir es gerne hätten.


    Viele Dank für eure Hilfe :thumbup:

    Hätte der liebe Gott gewollt, dass Fußball in der Luft gespielt wird, hätte er das Gras auf den Wolken wachsen lassen. (Brian Clough)

  • Eckman


    Durch interaktives Training, in denen du keine Antworten (z.B. so wirds gemacht), sondern die Kinder durch Fragen (z.B. wie kann man das anders/ noch besser machen) alle Trainingsteilnehmer am Lösungweg beteiligst, wird die Aufmerksamkeit und das Interesse erhöht.


    Wenn man einen Fragebogen (z.B. zur Selbstüberprüfung der Vermittlung von altersgerechten Trainingsinhalten) plant, dann sollte man sich vorher gründliche Gedanken über die verständliche (altersgerechte) Beschreibung der Fragen sowie eine offene Fragegestaltung, die indiviudelle Antworten zuläßt machen. Sonst besteht die Gefahr, dass man entweder selbsterfüllende Aussagen (weil ich gerne möchte, dass ein gutes Ergebnis herauskommt oder Teile des Fragesbogens eine geringe Aussagekraft haben, weil keine individuelle Erklärung der Antwort möglich ist.)


    Um sich z.B. einen raschen Überblick über die taktischen (individual-, gruppen- und mannschaft) Kenntnisse von neuen Mannschaftsmitgliedern zu verschafffen, setze ich seit einer Reihe von Jahren Fragebögen ein. Ich bemesse ihr jedoch keiner finalen Bedeutung bei, weil die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit immer auch im Verhältnis gesehen werden muß. Auch glit es zu unterscheiden, ob mal zufällig richtig oder falsch reagiert wurde oder ob es grundlegende Verständnis-/Handlungsprobleme gibt.


    Wie die Vorredner bereits sagten, gibts zwar in der E-Jugend eine Menge zu tun! Aber das findet aufgrund der geringen Vorkenntnisse doch mehr auf dem Platz als am Schreibtisch statt.