F Jugend -Eltern vom Trainer gekündigt?

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  • Hallo,


    unser Sohn spielt in der F Jugend und war bisher ein guter Spieler, der immer zum "harten Kern" der Mannschaft gehörte. Seit unser Torwart die Mannschaft verlassen hat möchte kein Kind wirklich im Tor stehen.


    Unser Sohn ist sehr gerne im Tor und wurde nun von den Trainern, auf seinem eigenen Wunsch hin, zum "Haupttorwart" ernannt. Nun ist unser Sohn aber traurig und immer gelangweilt, weil er auch gerne mal wieder spielen möchte. Von seiner Spieltechnik kann er fast nicht mehr mit den anderen mithalten, weil er ja nur im Tor steht und wir haben nun mehrmals gewünscht, dass er auch mal wieder ins Spiel möchte und, dass wir auch möchten, dass er ein richtiges Fußballtraining mitmacht. Seit er Torwart ist, ist er gar nicht mehr ausgelastet und ich schaue mich schon um, damit er einen Ausgleichssport nebenher findet, bei dem er sich auspowern kann.


    Bei dem letzten Spiel haben wir sehr hoch gewonnen (19:0) und mein Sohn ist selbst in der Halbzeit nicht als Spieler eingewechselt worden. Erst als ich 10 Minuten vor Schluss eine Welle gemacht habe, wurde gewechselt und er durfte noch ein paar Minuten mitspielen. Vorher stand er gelangweilt rum und konnte nur zusehen.


    Die Trainer zeigen kein Interesse, sie wollen unseren Sohn im Tor behalten und behaupten nun, dass wir Unruhe in die Mannschaft bringen und wenn sich das nicht gibt, dann werden sie die Entscheidung treffen müssen, dass wir nicht zu ihnen und dem Verein passen. Von den anderen Eltern können wir keine Unterstützung kriegen, da sie nur froh sind, dass ihre eigenen Kinder nicht zum Torwart "erkoren" wurden.


    Ist es möglich, dass die Trainer den Eltern bei solchen Konflikten "kündigen" dürfen?
    Ist es richtig, dass unser Sohn nun Torwarttraining bekommen soll und nur noch als Torwart gesehen wird?
    Die Trainer sagen, dass unser Sohn mit 6 Jahren schon in der Lage ist, diese Entscheidung zu treffen, ob er von nun an Torwart sein möchte oder nicht. Ist das richtig?

  • Als erstes gilt ja in der F-Jugend der KiFu-Gedanke..... das heisst gleiche Spielzeit für alle und auch Positionsrotation.... scheint wieder ein Trainer zu sein, der vom KiFu noch nie was gehört hat. Fehlen ja nur noch Runden laufen zum Aufwärmen!!!


    Leider wirst Du so mir nichts Dir nichts gegen so einen Trainer machen können..am besten suchst Du im Verein eine andere Mannschaft mit fähigem Trainer oder aber du wechselst im Winter mit Deinem Sohn komplett den Verein und schaust Dir mal andere, kompetente Trainer an!

  • Ausbildungstechnisch ist es Bullshit in der F schon mit fixem Torwart zu spielen. Genauso schwachsinnig ist es in der Meisterschaft in eine Gruppe eingeteilt zu werden, wo man 19:0 gewinnt.
    Grundsätzlich liegt es aber auch nicht an den Eltern die Aufstelllung zu diskutieren. Und eine "Welle" machen geht schon gar nicht. Bei uns würde beides gegen den VereinsKodex verstossen, was im Wiederholungsfall den Ausschluss bedeuten würde.
    Man könnte versuchen den Nachwuchsleiter, Sportchef oder Vorstand auf diesen Sachverhalt aufmerksam zu machen um mal deren Meinung einzuholen. Decken diese den Trainer, dann bleibt wohl nichts anderes übrig als den Verein zu wechseln.

  • Ich kann selbstverständlich verstehen, dass die Eltern sich nicht einmischen sollen und, dass "eine Welle" machen nicht zu akzeptieren ist. Die Torwart Situation wurde nur schon mehrere Male besprochen und die Eltern müssen das Kind zuhause immer wieder motivieren doch wieder zum Training zu gehen. So ist es selbstverständlich, dass auch Emotionen hochkommen, die dazu führen, dass eine schlechte Stimmung herrscht.


    Wenn die Eltern sich nicht einmischen dürfen, was zu einem Vereinsausschluss führen würde, dann muss das Kind also die Schikane der Trainer über sich ergehen lassen? Das ist sehr schade. Ich dachte die Eltern sind dafür da, dass es ihrem Kind gut geht und, dass solche Dinge aufgeklärt werden. Wer soll es sonst machen @Fußballbaron?


    Das 19:0 ist wirklich nicht sinnvoll. Das war ein Freundschaftsspiel. Gewöhnlich verliert die Mannschaft 8:1, 6:0, 11:2 etc. Die Kinder sind dadurch sehr unnmotivert. Es wurde am Anfang gesagt, dass die Gruppe nicht mehr gewechselt werden kann.


    Wie sollen sich die Eltern denn verhalten, wenn solche Regeln von den Trainern nicht eingehalten werden und sie nicht einsehen, dass es dem Kind schlechte geht?

  • Nach hiesigen Statuten darf ein Verein seinem Mitglied die Mitgliedschaft bei vereinsschädigendem Verhalten versagen.


    Frage ist, wie ist vereinsschädigendes Verhalten definiert.


    Für mich müßte hier ein Nachteil durch das Verhalten des Mitglieds entstehen. Die fahrlässige Begehensweise würde ich hier ausschließen.


    Bleibt die Frage, wer hier tatsächlich einen Nachteil erzeugt, der Trainer der hier keinen optimalen Kifu praktiziert oder die Eltern, die den unantastbaren Gott dieser Mannschaft, diesen wahnsinns Kifutrainer sachlich ansprechen, womit er prinzherrlich wohl in typischer Fußballtrainermanier überhaupt nicht umgehen kann.


    Ich wüßte wohl was ich machen würde, wenn das der Trainer meines Sohnes wäre. Ich würde ihm das sachlich nochmals so erklären -im Wissen das es scheisse ist was er da macht-. Hat er dann kein Einsehen...würde er wissen, dass ich mich beim Verein beschweren würde. Würde es sich dann immer noch nicht ändern, hätte ich noch zwei Möglichkeiten....nämlich wechsel in ein anderes Team oder Wechsel der Sportart. Wäre ich Vereinsverantwortlicher hätte dieser Trainer ein kollegiales Gespräch mit mir gebucht. Würde er es nicht einsehen -pro Rotation- müßte er gehen. In meinem Verein hätte ich kein Problem einen anderen Trainer zu finden, weil in meinem hyphotetischen Verein würde es schließlich einen kleinen dreistelligen Betrag für den Trainer monatlich geben und da stünde bestimmt einer zur Verfügung. :);) . Im Übergang würde ich es mir dann nicht nehmen lassen, das Team selber mal zu trainieren.


    Ach ja und noch etwas....würde der Verein sich vor die Taten des Trainers stellen, würde ich beim Verlassen des Vereins nicht allein untergehen. Das WARUM bekäme der Staffelleiter, der Fußballkreis und der Fußballverband und von mir aus noch der Dfb. mit und wenn die mich reizen würden, dann auch noch die Tageszeitung.

  • dass solche Dinge aufgeklärt werden. Wer soll es sonst machen @Fußballbaron?


    Ich denke nicht, dass es hier viel aufzuklären gibt. Entweder muss man hier versuchen etwas zu ändern oder man wechselt Verein oder die Sportart.
    Solange der Trainer und seine Trainingsmethoden vom Verein von den anderen Eltern gestützt wird, hat man als alleinstehender Elternteil schlechte Karten.
    Wir können uns hier auch noch lange- zu Recht - über die Fehler des Trainers unterhalten. Nützen wird das so nichts.
    Bad News. Aber so sieht sie wohl aus, die Realität.

  • Pff schwieriges Thema, kenn ich genauso. Haben die D-Jugend übernommen, der Torwart hatte aufgehört und in der D2 sind Torhüter die nicht mehr rein wollen, aber auch keine Qualität haben. So haben wir in der D1 einen Feldspieler zum TW umfunktioniert, der will aber auch draussen spielen. Handhaben das aktuell so, da er sehr sehr stark im Tor ist, daß er gegen die guten Gegner im Tor ist, gegen die normal starken, wenn wir doch deutlich in der HZ führen, die 2. HZ raus darf und ein Feldspieler wo etwas schlechter ist rein geht und gegen die ganz schwachen Gegner immer einer der besseren Feldspieler im Tor steht und er aussen spielt. Das wir leistungstechnisch dann in der Frühjahresrunde jedoch aller Voraussicht nach höher angesiedelt werden sein sollen, stellt sich mir auch schon seit Tagen die Frage ob das dann so weiter hin durchführbar ist, aber wenn ich das nicht machen wenn ich 19-0 gewinne, ja wann dann???? Klar ich bin der Chef als Trainer und mach die Aufstellung nur wenn ich wie bei uns und wohl in dem Fall nen guten Feldspieler habe der gar nicht ins Tor will muss ich ne Lösung suchen und mit dem ein Kompromiss machen bis ich ne Lösung habe, wie bei uns 2. HZ oder gegen schlechtere Gegner wo nicht viel aufs Tor kommt ihn draussen spielen zu lassen und ein anderen ins Tor stellen.

  • Mitglieder im Verein, die Vereinsbeiträge zahlen, können nicht so ohne Weiteres gekündigt werden. Grundsätzlich obliegt es dem Trainer zu entscheiden wer mitspielt und wer nicht, und das ist eben das Heikle an der Situation. Ich würde euch anraten vielleicht euch bei anderen Vereinen in der Nachbarschaft umzusehen ob der Sohn da nicht irgendwo unterkommen kann.


    Eine F-Jugend Mannschaft mit 19:0 vom Platz zu fegen ist beschämend und spricht Bände über diesen Trainer! Wir haben letztens bei einem E-Jugend-Spiel zur Halbzeit 5:0 geführt. In der Pause sagte ich zum Trainer der anderen Mannschaft sie sollen ein oder zwei Spieler mehr aufstellen. Ich habe meine Mannschaft gebeten bitte nicht Zweistellig! Wir haben alle unsere Schlüsselspieler vom Feld genommen und wir haben kurz nach der Pause den Gegentreffer hinnehmen müssen. Es war das erste Tor das diese Mannschaft nach der Sommerpause geschossen hatte. Die haben sich gefreut als hätten sie die Meisterschaft gewonnen. Wir haben das Spiel gewonnen und zwar zweistellig. Wenn eine Jugendmannschaft 0:5 verliert ist es schon bitter; 0:10 ist schon an der Grenze - alles was darüber hinaus geht ist schlichtweg inakzeptabel! Wen tut man da eigentlich einen Gefallen mit? Ich dachte es soll den Kindern Spaß machen!

  • Desweiteren gebe ich Dir mit, ein Gespräch unter 4 Augen mit dem Trainer, oder unter 6 Augen mit den 2 Trainern zu führen.


    Die Frage die Du erst beantworten musst, ist er wirklich ein guter Feldspieler und würde er auch als Feldspieler spielen oder wäre er mehr Auswechsel und ist aber ein guter Torwart und würde da immer spielen. Wenn er nur ein guter Torwart ist, würde ich probieren das zu fördern und es vielleicht weiter im Tor probieren, da er dort ja Qualität hat und ihn dort zu fördern. Ist er ein wirklich guter Feldspieler und würde da auch spielen und will absolut nicht ins Tor, würde ich das den Trainern so auch vermitteln und sagen, er ist da nicht zufrieden und es muss eine Lösung gefunden werden.


    Variante wäre ein Vereinswechsel. Aber auch hier, stell Dir die Frage, will er das überhaupt, oder will er nicht lieber mit seinen Freunden spielen?


    Die Variante des Vereinswechsels kannst auch den Traineren sagen. Nicht das Ihr das wollt, aber in Erwägung zieht, da er nicht ins Tor will und sonst vielleicht das Fussball spielen sein lässt. Dann sind ja die Trainer gefordert, weil wem wäre geholfen wenn er mit dem spielen aufhört oder wechselt? Dem Kind nicht es spielt nicht mehr, oder es spielt wo anders ohne seine Freunde. Den Trainern aber auch nicht, weil sie verlieren einen guten Feldspieler und verlieren auch den Torhüter. Heisst doch für die Trainer der Torwart ist so oder so weg. Stellen Sie ihn raus, ist er weiter in der Mannschaft und man hat noch einen guten Feldspieler aber halt das Torwartproblem. Ansonsten hat man einen guten Feldspieler weniger, aber das Torwartproblem hat man weiterhin - ist also gar niemand geholfen. Kann ja auch definitiv NICHT im Interesse des Trainers/der Trainer sein.


    Mal ein kleines Beispiel. Meiner spielt höherklassig, vor 2 Jahren in der C-Jugend war er junger Jahrgang und noch 4 andere die sehr stark waren. Waren alles Auswechsel bis auf 20 Min aufgrund jungem Jahrgang hätten aber in jedem anderen Verein Stamm gespielt. Manche hätten auch wechslen können, meiner hatte auch 3 verschiedene Anfragen, wollte er aber absolut nicht, weil er mit seinen Freunden spielen wollte.


    Allgemein bin ich gerade der Meinung dass wir das alles total überbewerten. Weil von den guten Spielern die woanders höherklassig spielen ich den Trend verfolgte das klappt alles bis zu A-Jugend und dann irgendwann ist eh meist Ende. Entweder gehen die wieder zum Heimatverein zurück, selbst wenn dieser 1,2 oder gar 3 Klassen tiefer spielt, weil sie mit den Freunden spielen wollten oder sie hören ganz auf, da viele der guten Spieler auch intelligente sind, welche eben das Gymnasium besuchen und dann zum studieren gehen. Das ist aktuell so mein Eindruck wo ich in letzter Zeit gewinne. Und wenn ich dann dran denke was da für ein Tamm Tamm in der D, C und B Jugend noch gemacht wurde - alles für nichts sozusagen:-)

  • Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe jede Einzelne mit sehr viel Freude und teilweise mit einem Lächelt gelesen.


    Was bei uns wirklich auf der Strecke geblieben ist, das ist der Spaß. Meine Befürchtung ist nun auch nicht mehr, ob ich mich fehlverhalten habe oder nicht, denn manchmal braucht man vielleicht solche Situationen, um nachdenklich zu werden und, um Dinge verändern zu können.


    Mir geht es nicht darum, dass die Kinder zu Muskelpaketen oder Ausdauermaschinen gedrillt werden, sondern darum, dass die Kinder zu großen, starken Persönlichkeiten heranwachsen, ein Hobby haben und ihre Teamkompetenz und Sozialverhalten üben. Diese ständige Angst vorm Trainer macht uns zu schaffen. Ich habe selbst schon Angst, wenn ich absagen muss oder wenn etwas dazwischen kommt. Vielleicht ist ein Kind wirklich besser im anderen Verein aufgehoben, wo es nicht nur nach Leistung geht, sondern nach Dingen, die Kinder im Alter von 6 oder 7 Jahren brauchen.


    Eine andere F Mannschaft in diesem Verein wurde sogar erst kürzlich "aufgelöst", da sich so viele Eltern beschwert haben und weil die Kinder nur noch mit Angst zum Fußball gegangen sind.
    @NF hat Recht. Nach dem Abitur ist es eh vorbei, da viele woanders studieren. Also muss man sich fragen, was man in der Zeit der D, C und B Jugend möchte. Stress und ständigen Ärger oder ein Kind mit einem tollen Hobby.


    Ein Trainer ist ja normalerweise eine wichtige Vertrauensperson für ein Kind, die so wichtig ist, wie ein Lehrer.


    Vielen Dank für eure Antworten, die haben uns sehr die Augen geöffnet.

  • @ NF: "Die Frage die Du erst beantworten musst, ist er wirklich ein guter Feldspieler und würde er auch als Feldspieler spielen oder wäre er mehr Auswechsel und ist aber ein guter Torwart und würde da immer spielen. Wenn er nur ein guter Torwart ist, würde ich probieren das zu fördern und es vielleicht weiter im Tor probieren, da er dort ja Qualität hat und ihn dort zu fördern. Ist er ein wirklich guter Feldspieler und würde da auch spielen und will absolut nicht ins Tor, würde ich das den Trainern so auch vermitteln und sagen, er ist da nicht zufrieden und es muss eine Lösung gefunden werden."


    In dem Alter gibt es keine "Position" für ein Kind. Die Kinder sollen und müssen alle Positionen spielen und Sie stehen am Anfang ihrer fußballerischen Ausbildung. Niemand weiß ob das Kind in 2 Jahren keinen Bock mehr hat torwart zu sein und dann, was macht es dann ohne genügend Erfahrungen als Feldspieler gemacht zu haben ?


    Und ja zum Ersteller, sprich mit deinem Trainer, es muß ja kein Vorwurfsvolles Gespräch sein. Frag ihn warum er so handelt.


    Gruß

  • Ja, warum ließt denn niemand die Überschrift? Es wurde doch den Eltern gekündigt! Es ist anzunehmen, dass die ohnehin nicht mehr in der F-Jugend spielen dürfen! So what? :thumbup:


    Hier gibt es den typischen Konflikt zwischen unerfahrenen Eltern und ebenso unerfahrenen oder aber nicht ausgebildeten Trainern. Jeder glaubt sich aus seiner Sicht im Recht!


    Ich würde es für sinnvoll erachten, wenn ihr gemeinsam mit dem Trainer ein Gespräch mit dem Jugendleiter führt. Der wird hoffentlich die Argumente gewichten können und beiden Seiten Kompromisse anbieten, mit denen man gut leben kann und die auch für die Zukunft in solchen Konfliktsituationen helfen können!



    Torleute sollten im unteren Jugendbereich (G - D-Jugend) noch keine feste Position haben und auch danach regelmäßig auf anderen Positionen eingesetzt werden. Das gilt nicht nur für den Torwart, sondern für alle Mannschaftsmitglieder. Weil man den späteren Wunsch und die Positionseignung des Kindes noch gar nicht kennt, soll es über die gesamte Bandbreite des Fussballspiels ausgebildet werden! Eine zu frühe Festlegung würde es in seinem Wunsch nach einer anderen Position einschränken.


    Leider ist das Thema Torwarttraining oder Torwartposition scheinbar so speziell, dass es kaum Leser hier im Forum findet! Sonst wären die Wissenslücken der Trainer vermutlich geringer!

  • ... dass einem kleinen Jungen von Erwachsenen, die eigentlich für Ihn und seine Entwicklung Sorge tragen sollten, das Fußballspielen gleich in zweierlei Hinsicht vermießt wird. Zum ersten als Feldspieler, weil er durch feste TW-Position technisch schon hinterherhinkt.
    Zum Zweiten als TW, was er ursprünglich sogar gerne mochte.
    Das einzige Glück, das er bisher in seiner kurzen Laufbahn hatte ist anscheinend daß er eine Mutter hat die gemerkt hat, daß da was nicht gut läuft.
    Da darf man meiner Meinung nach auch mal ne Welle machen.


    @ TW-Trainer

    Leider ist das Thema Torwarttraining oder Torwartposition scheinbar so speziell, dass es kaum Leser hier im Forum findet! Sonst wären die Wissenslücken der Trainer vermutlich geringer!


    ... kaum zu glauben, wo doch ansonsten die Ergebnisorientierung weit verbreitet ist. Wieviel Anteil hat eigentlich ein TW am Mannschaftserfolg?
    Wieviel Potenzial ergäbe sich folglich aus einer Verbesserung der TW-Leistung?


    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die du siehst, eine die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  • open-minded


    Bei 2 in etwa gleichstarken Mannschaften gewinnt fast immer das Team mit dem besseren Keeper. Auch ist es für die Mannschaft ein kleiner, psychologischer Vorteil, wenn sie weiß, dass nicht jeder Schuß aufs Tor drin ist.


    Zwar hatte Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten immer mal wieder Probleme, im obersten Leistungsbereich und den Nationalmannschaften nicht mehr mit den Top-Teams mithalten zu können, aber um Keeper mit Weltklasseformat mußten wir uns nie Sorgen machen.


    Weil jedoch die Ausbildung dieser Torleute auch heute noch vornehmlich im Verborgenen der Vereine stattfindet, gibt es für den Breitensport kaum Informationen für eine sinnvolle Ausbildung. Lange Jahre fiel dem DFB auf Anfragen in diesem Bereich nicht sehr viel mehr ein als zu behaupten: "der Torwart trainiert die Mannschaft und die Mannschaft trainiert den Torwart"! Dies war natürlich nur sinnbildlich gemeint, weil ein Torwart nicht weiß, wie man eine Mannschaft trainiert (dafür gibt es ja den Trainer) und die Mannschaft auch nicht weiß, was der Torwart besser machen kann (dafür würde man einen Torwart-Trainer benötigen). Es besteht jedoch durchaus die Möglichkeit, dass im nächsten Jahr die Torwarttrainingsseiten des DFB optimiert und mit mehr Inhalten gefüllt werden. Zusätzlich wird es Informationen über vielseitige, altersgerechte Übungen und Trainingseinheiten in der DFB-Zeitschrift "ft-junior" geben.


    Viele Nachwuchs-Trainer möchten gerne etwas machen, haben aber Berührungsängste, weil sie nicht wissen, was sie machen und wie sie unterstützend helfen sollen! In einigen Fällen macht man den Versuch, ältere Torleute fürs TW-Training zu gewinnen. Das ist schon mal ein sehr guter Anfang, auch wenn der Keeper seine eigenen Fehler präsentiert und selbst nicht immer weiß, warum das eine besser und das andere schlechter ist. Aber darauf kommt es zunächst einmal gar nicht an. Schließlich geht es im Breitensport zunächst einmal darum, dass sich jeder, der will, auf dieser Position mit Spaß ausprobieren kann und dafür eine gute Trainer-Unterstützung im Verein bekommt.