Konzept-der Weg zum Erfolg

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
  • immer wieder taucht hier im Forum die Forderung nach Konzeptionen der Vereine speziell im Jugendbereich auf.


    dass diese Forderung berechtigt ist, eigendlich ein Muss sein müsste und auch zwangsläufig zu einer erfolgreichen Jugendarbeit
    führt ist wohl unbestritten und brauch auch nicht diskutiert zu werden.


    führt aber eine gute Konzeption automatisch zum Erfolg. Aus meiner Sicht ist die Antwort Nein, und werde das auch begründen.


    ich kenn einige Vereine, die konzeptionell arbeiten.


    vorbildlich ein Stadtteilverein (so 1500 Mitglieder) , dort ist seit über 10 Jahren ein hauptamlicher Geschäftsführer glechzeitig JL,
    ein guter junger Mann, mit guten Ansichten und Durchsetzungsvermögen.
    Erfolg im Verein auf allen Ebenen.


    grösster Verein hier (4. bis 3. Liga) durchwachsen, leider zuviel immer nach den aktuellen finanziellen Möglichkeiten ausgerichtet,
    Jugendmannschaften spielen jedoch alle höherklassig, da alle Talente der Umgebung angezogen werden


    2 Spielgemeinschaften, die ebenfalls ein Konzept haben, jedoch schwankend, da stark von der öfters wechselnden Führung abhängig,
    und auch immer wieder durch unterschiedliche Interessen der Spielgemeinschaftspartner leiden.


    die grosse Masse aber arbeitet von aussen gesehen ziemlich konzeptlos, obwohl doch eineige von sich behaupten ein Konzept zu haben.
    vorrübergehend ist auch bei einigen Vereinen immer wieder zu beobachten, dass einige Zeit wirklich konzeptionell in diesen
    Vereinen gearbeitet wird, jedoch nicht dauerhaft über einen längeren Zeitraum.


    kenn auch 2 Vereine, die ein gutes Jugendkonzept beschlossen haben, in der Praxis jedoch nicht umgesetzt wurde, bzw. in den Anfängen stecken blieb.


    Warum ist das so? Für mich ist die Antwort einfach.


    das beste Konzept bleibt wirkungslos, wenn es an Personen für die Umsetzung fehlt.
    und wenn ich mir die Jugendleiter hier vor Ort so ansehe, wer das macht, wie sie es machen und auch vor allem wie sie zu diesem Job gekommen sind dann ist für mich die Schwachpunktsstelle eiines jeden Konzeptes eindeutig.


    Selbst im kleinsten Dorfverein gibt es Mitglieder, die die Fähigkeiten dazu hätten, es aber nicht machen.
    die Mehrzahl von denen werden Vatertrainer, andere werden zur Übernahme anderer Vorstandsposten gedrängt, da sonst keiner da ist.
    Beweis dafür ist doch, dass es immer wieder einzelne Jahrgänge gibt, wo diese Trainer konzeptionell arbeiten und auch erfolgreich sind.,
    jedoch nicht durchgängig im Verein.


    Warum das so ist, kann sich eigendlich fast jedes Forumsmitgled hier selbst beantworten, die für mich alle die Fähigkeiten zum
    JL hätten, aber als Trainer tätig sind. Warum wohl?


    Mag Vereine geben, wo unfähige Personen am Stuhl kleben und man sie nicht wegbekommt, die Regel aber ist doch, dass Vereine
    ständig auf der Suche sind den Posten zu besetzten.
    Folglich sitzen gerade an deser wichtigen Schaltsstelle Personen, die es nur machen, weil sonst keiner da ist, oder Personen
    die die wrklich erforderlichen Vorraussetzung nicht mitbringen.


    es fehlt nicht an nötigen Konzepten, es fehlt an Personen, die diese Konzepte durchsetzen.


    wer also Konzepte in seinem Verein einfordert, muss also zuallerst mal Personen finden, die diese Konzepte mit leben füllen.


    da diese Personen jedoch in kleineren Vereinen jedoch schwierig zu finden sind, und es wird zunehmend schwieriger wird die Forderung nach Umsetzung von Konzepten genau wie die Forderung nach ausgebildeten Trainern im Kinderfussball in der Breite weiterhin
    dauerhaft nur eine Forderung bleiben.


    die handelnden Personen sind wesentlch entscheidender wie ein noch so gutes Konzept.
    wer also ein Konzept in seinem Verein einfordert sollte sich dann auch mal überlegen, ob er nicht auf die Ebene der handelnden Person (JL)
    wechseln will.


    ist aber dann auch noch keine Gewähr dass, es klappt, da gibt es dann doch noch einige hinderliche Faktoren.
    Ich habs versucht. Ich bin gescheitert. Bei meiner Eroierung warum haben sich für mich neben meiner Person (ich wollte zuviel zu schnell)
    auch einige andere Gründe aufgetan.


    Statt jammern und einfordern gibts es noch 2 Alternativen: selbst einsteigen oder das beste für sich aus der gegebenen Situation zu machen.


    gg

  • Hi Günther,


    Vereine im Breitensport sind keine professionellen Einrichtungen. Mein Arbeitgeber stellt meiner Unternehmenseinheit aus verschiedenen Zielsetzungen heraus Ziele und gibt Prozesse, also Konzepte, vor, nach denen wir handeln sollen, um ein nachvollziehbares, vorhersagbares Ergebnis zu erzielen. Dazu gehört dann aber auch ein Controlling und ein ständiges verbessern oder umgestalten. Als Fussballer würde man wohl sagen: Nur wer sich bewegt, wird auch angespielt.


    Im Vereinssport steht dafür meist weder Manpower noch Know-How noch Wille zur Verfügung. Das kann man auch nicht erwarten, denn es werden ja keine Personen nach Fähigkeiten und Anforderungsprofilen eingestellt. Für Fortbildungen fehlt meist die Zeit und jemand, der fortbildet. Auch gibt es keine Instanz, die die Ziele und Prozesse definiert. Die paar Dinge, die da im DFBnet stehen, sind dafür zu dünn, nur Anhaltspunkte.


    So wird Fortbildung im Fussball oft nur im fussballerischen Bereich gesehen, oder Schiedsrichterausbildung. Ein gemeinsamer Konsenz zum Thema "Menschenführung" und "Persönlichkeitsentwicklung" existiert ja auch nicht, mangels Fulltime-Instanz wie eine professionelle Human-Resource-Abteilung. Du hast es also immer nur mit persönlichen Meinungen zu tun, und sich hinstellen und sagen: "So ist der richtige Weg!!" kann jeder, ob nun im Verein oder hier im Forum. Die eigentliche Kunst besteht im Definieren, Controllen + Prüfen, Korrigieren. Ein Riesenaufwand für einen kompletten Trainerzoo. Deshalb wird Dein Vorschlag "Selber einsteigen und besser machen" auch nix ändern. Dann gibts eben nur jemand anders, der seine Meinung durchboxt.


    So wie der Einzelne halt sein eigenes Training plant. Aber auch da fehlt ja bereits die externe Kontrolling-Instanz.

  • Wie sollte ein kindgerechtes Ausbildungssystem im Fußball aussehen?


    Dort Beitrag 2...zur Erinnerung.


    Guenter hat in so fern recht, dass ein festgeschriebenes Vereinskonzept mit den Leuten steht und fällt. Genauso hat er Recht, wenn er sagt, dass "Erfolg" auch ohne Konzept mit der Person die was umsetzt steht und fällt und genauso kann ein guter Typ Trainer der keinen Kifu praktiziert, bis zu einer Schmerzgrenze gewisse Dinge im Gegensatz zum Kifutrainer trotzdem relativ positiv für Outsider beeinflussen.


    Ein Konzept benötigt ein Controlling, ein Controlling bedarf eines Motors.


    Das Controlling fängt beim Jugendleiter an, geht über den ggf. eingeführten sportlichen Leiter über/bis zu den Koordinatoren.


    Der Motor ist eingesetztes Geld und zwar für die Trainer und Koordinatoren als Taschengeld finanziert aus Mitgliedsbeiträgen die über die Mitgliederversammlung erhöht werden müssen und zwar unter Einführung des Konzeptes. NUR SO KANN MANN MEINER MEINUNG EIN KONZEPT AUTOMATISCH AM LEBEN HALTEN:


    Wo das so gemacht würde, wäre es meiner Ansicht nach am laufen, automatisch...denn so würde


    -das Ehrenamt (die bezahlten Trainerposten wären immer noch ein ehrenamtlicher Posten!!!!) wäre was wert und man würde über den Hunderterer o.ä. im Monat hier weniger Nachwuchssorgen haben, ...garantiert ;)


    -der ausführende Trainer müßte sich an Fortbildungen beteiligen und sich an das im WIR kontrollierte Konzept halten!


    -macht er das mehrfach nicht, könnte man ihn im Wissen, keine Nachwuchssorgen zu haben...entlassen.


    DAS schrieb ich nun zum 10ten mal.


    FB könnte hierzu aus seinem Verein einiges erzählen...wie ich hörte, berät er Vereine...und beim ihm im Verein läuft das prima. Für mich wäre das bis ins hinterletzte Dorf einen Versuch wert. ;)

  • Langsam kommt ihr dahinter?...DAS schrieb ich nun zum 10ten mal.


    Unabhängig davon, ob Du nun recht hast oder nicht: Das kommt unglaublich selbstgefällig rüber. Da hat man schon keine Lust mehr, weiter zu lesen, geschweige denn, mit zu diskutieren.


    Nix für ungut, wollte ich nur mal loswerden.


    Grüße
    Oliver

  • Andre


    der Schwachpunkt bei allem ist doch die Person des JL.und daran haperst in den allermeisten Vereinen.


    er ist zuständig für die Umsetzung und auch für das Controlling.


    in welchen Vereinen findet das aber statt.


    das ist das eigendlche Problem.


    bezugnehmend auf FB stimme ich dir zu. Jedoch lass ihn seine Vorstellungen im kleinen Verein vortragen, findest garantiert
    absolute Zustimmung. Was passiert dann bei der Umsetzung? Nichts, weil die Personden die das umsetzen sollen nicht vorhanden sind.

  • die schwierigkeit eines guten jugendleiters im breitensport liegt in seinem anforderungsprofil bzw. sellenbeschreibung:


    - anwesenheit tgl. am platz / im verein
    - regelmässige betreuung und sichtung der einzelnen teams von unten bis oben
    - anwesenheit bei möglichst vielen spielen am WE, also SA und SO
    - telefonisch erreichbar von morgens bis abends
    - ansprechbar für fragen und sorgen
    - mediativ ausgebildet
    - verantwortunsgbewusst
    - up to date, heißt, sollte alle neuen medien kennen und firm darin sein
    - hoher fußballsachverstand, nach möglichkeit fundiert mit lizensen
    - hohes ansehen im verein, fachschaft und verband
    - türöffner
    - verbindungsglied
    - gute kontakte in der fußballwelt
    - gute kontakte zu örtlichen schulen
    - vorstandsmitarbeit erwünscht
    - mobil
    - somit gerne finanziell und zeitlich unabhängig


    habe ich was vergessen....?


  • fallst du enen kennst, gib mir die Adresse, gekauft und verpflichtet, ungesehen.
    ich glaub ich find aber schneller einen Jl der weniger als 3 der Eigenschaften auf sich vereint, wenn überhaupt.


    gg

  • Hi


    ich denke mal, das braucht man nicht so sarkastisch angehen. Letzten Endes muss er nur eine gute Führungskraft sein, die die Prinzipien des KiFu verstanden hat. Naturgemäß sind Menschen mit diesen Eigenschaften aber ehrenamtlich nicht in dem benötigten Zeitumfang zu haben.

  • bezugnehmend auf FB stimme ich dir zu. Jedoch lass ihn seine Vorstellungen im kleinen Verein vortragen, findest garantiert
    absolute Zustimmung. Was passiert dann bei der Umsetzung? Nichts, weil die Personden die das umsetzen sollen nicht vorhanden sind.


    Tja...da wirst du oftmals auf die Beispiele da draussen recht behalten. Das läßt mich jedoch kalt, denn....dann sollen diese Verein halt sterben, so einfach ist das!


    Tut mir leid für die Kinder, müssen sie halt weiter fahren oder was anderes machen.


    Das was FB aus einer Art Profiverein berichtet ist im etwas größeren Steal das was mein jetziger und mein alter Verein machen. Die haben diese Probleme so nicht. Die Trainer erhalten einen Betrag...der sicherlich höher sein könnte...aber sie erhalten überhaupt einen....es gibt Fortbildungen, es gibt einen Jugendleiter, einen sportlichen Leiter, Koordinatoren mit Stellenbeschreibung....und ein Konzept. Ende


    Don Q....sorry wenns so überkam...tut mir leid.... :whistling: war aber so nicht gemeint.

  • naja, ist schon ein wenig übertrieben aber nicht falsch.
    die punkte seine anwesenheit und zeit betreffend sind schon zwingend.
    das ist ja knackpunkt genug...


    ich habe genau das mehr als einmal gesehen und erlebt.
    die besten leute scheitern daran, dass sie entweder einen "richtigen" job haben
    oder aber ein funktionierendes privatleben... isso.


    was nützt es wenn man wolkenschlösser baut, fordert und weiss wie es genau geht
    und keinen findet der diese menge an zeit mitbringt.

  • Schritt für Schritt. Also über ein Konzept zu reden, hatte unser JO schlicht "keine Lust" zu reden. Am Platz mal ein Jugendspiel zu sehen, habe ich ihn auch bei unseren 3 Teams nie gesehen, wohl aber regelmäßig bei der 1.Herren. Da schmeckt wohl das Bier mit den Kumpels besser u. dahin leitet er auch Gelder aus der Jugendkasse: denn dort spielt schließlich sein Sohn! Wieso er da eigentlich zum JO gewählt wurde? Eltern der 250 jugendlichen Mitglieder sind nicht stimm- o. amtsberechtigt, also wählen nur einige der 60 Herrenspieler o. Funktionäre sich selbst. Wer da als kostenlos arbeitender Jugendtrainer (richtig mit Vertrag bezahlt wird nur einer - der Trainer der 1.Herren) kritische Fragen nach Qualität, fehlendem Trainingsmaterial, Unordnung überall o. dem Geldverbleib bzgl. Jugend stellt, ist sofort draußen, da lästig. Noch Fragen, wo ein gutes 'Jugendkonzept' stets zuerst ansetzen müsste? ;)

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • In dem Teil des Landkreises meines Heimatvereins kenne ich zwei Vereine mit durchdachter Struktur / Konzept. Für mich auf Dauer die beiden einzigen, die eigenständig Überlebensfähig sind. Bei denen hat der Ist- Stand Jahre gedauert. Hätten die auch nur gejammert oder gezaudert und an jeder Ecke ein Hindernis gesehen, wären sie nicht da wo sie jetzt sind.


    Der Großteil der anderen Vereine rettet sich mit Spielgemeinschaften. Immer mehr auch im Herrenbereich.


    Einige wenige Vereine ( alle ohne Konzept ) halten krampfhaft am Namen fest und wehren sich noch mit Händen und Füßen gegen eine SG. Da ist dann eine Gastspielergenehmigung der letzte Strohhalm.


    Somit stehen die meisten am Abgrund und einige sind schon ein Schritt weiter !


    In meinem Heimatverein versucht man sich auch so durchzuwurschteln. Mehrfach haben wir versucht, ein Grundstock für ein Konzept und eine durchgehende Struktur zu legen. Vergebens ! Ich für meinen Teil ziehe nun die Konsequenzen und höre zum Saisonende dort auf, weil ich ohne einen solchen zukunftsorientierten Faden einfach nicht mehr voll dahinter stehen würde.
    So kann ich mich dann voll und ganz meiner Tätigkeit im Zweitverein widmen. Da ziehen seit Jahren alle an einem Strang. Wie die das schaffen ? Die holen sich ( mit voller Absicht ) Leute wie mich von außen. Man hat einen objektiveren Blick aufs Ganze. Personalmangel zieht daher für mich nicht.


    Ich kenne mittlerweile sehr sehr viel Kollegen die von dieser Vereinsmeierei und kurzsichtigen Denkweise ( Hauptsache einer macht's, egal wie ) genauso die Schnauze voll haben. Die braucht man nur ansprechen. Ne guenter, fähige Leute gibt es genug. Man muss nur nicht meinen, die klopfen am Vereinsheim an. Den A.... muss man schon heben, wenn man was erreichen will.


    Ohne Konzept und Struktur geht's mit Volldampf auf die Klippen zu !

  • In meinem Heimatverein versucht man sich auch so durchzuwurschteln. Mehrfach haben wir versucht, ein Grundstock für ein Konzept und eine durchgehende Struktur zu legen. Vergebens ! Ich für meinen Teil ziehe nun die Konsequenzen und höre zum Saisonende dort auf


    fähige Leute gibt es genug.


    natürlich gibt es die.
    aber in kleinen Vereinen stehen sie oft alleine da. und Alleine geht es nicht. es muss schon en klene Gruppe Glechgesinnnter sein um was durchzusetzen-
    du hast doch das beste Beispiel geliefert. Und mancher geht dann den Weg wie du oder hört enttäuscht auf.


    es ist halt nicht so einfach, wie wir es gerne hätten.


    Du weisst wie es gehen kann und sollte, wurdest iniativ und bist doch gescheitert.
    Ich wusste wie es gehen kann und soll, wurde aktiv und bin auch gescheitert.


    Konnten wir es einfach nicht? Haben wr zu schnell das Handtuch geworfen? Haben wir es falsch angepackt? Hatten wir die falschen Mitstreiter?
    War der Widerstand Andersdenkender einfach zu gross?


    Oder ist es einfach doch so, dass es in einem bestmmten Umfeld extrem schwierig ist, trotz Hintergrundwissen und Engagement
    Veränderungen herbeizuführen?


    gg

  • Am Anfang steht eben nicht das Konzept sondern das - Dorf!
    Ein Konzept braucht immer zuerst einmal einen Rahmen in welchem es sich entfalten, anpassen und weiter entwickeln kann. Ein Konzept ist auch nichts festes, sondern ein laufender Prozess. Lebt es nicht, ist es tot.
    Vor Verein und Personal braucht ein Konzept zuerst und immer einmal ein Sozialverbund von Menschen die ein gemeinsames Interesse an einem gesunden Fussballclub oder Fussballverein ähnlichem Gebilde haben. Erst dieses Interesse erzeugt die nötigen finanziellen Mittel für eine Infrastruktur, die einen geordneten Fussballbetrieb überhaupt ermöglichen und sie wieder attraktiv für die "Kundschaft" macht.
    Hat man dann endlich mal den Sponsor - meistens die Gemeinde - für eine beschlossenen Neuanfang gilt es zuallerst einmal mit allen Beteiligten eine gemeinsame Zielrichtung festzulegen. Wer nicht weiss wohin er mit dem Club will, für den ist jedes Konzept genauso richtig wie falsch!
    Wer dann mal weiss mit wievielen Mannschaften er über die nächsten 3-5 Jahre in welchen Leistungsklassen spielen möchte und kann, wird sich sehr schnell mal Gedanken zum geeigneten Personal machen, und sich vermutlich von einigen - oft eben gerade den alten Hasen - trennen müssen um sie durch neue Kräfte zu ersetzten.
    Hat man DAS mal zusammen, ja DANN, aber nicht vorher, kann die detailierte Anpassung eines BEREITS BESTEHENDEN KONZEPTS an die eigenen Gegebenheiten erfolgen (es soll ja keine auf die Idee kommen, ein Konzept selber von Grund auf erstellen zu wollen!!). Und dann hat man auch noch nichts ausser Papier.
    Das ENTSCHEIDENDE ist nun die ZEITNAHE die UMSETZUNG mit externer Hilfe (allein schaffts in der Regel keiner!). Das A und O der Umsetzung ist die orchestrierte Ausbildung ALLER Trainer innert Monatsfrist und das professionelle Aufstellen der begleitenden Administration welche zentral geführt die Trainer soweit entlasten soll, dass sie sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können.


    DAS ist nur mal der ganz grobe Rahmen der gegeben sein muss um ZUVERLAESSIG sicherzustellen dass ein Konzept auch wirklich umgesetzt wird und sich die (Neu-)Investitionen der Gemeinden auch auszahlen.
    Klar ist es immer auch möglich irgendein Konzept mit weniger Aufwand durchzuwürgen. Nur - meine Erfahrung - ist das in der Regel nichts Nachhaltiges, sondern das Strohfeuer einzelner Enthusiasten, welches nie aufs Ganze überspringt und spätestens mit dem Ausscheiden der Protagonisten wieder in sich zusammenfällt. Jeder Verein kennt das. Und mit jedem Strohfeuer schwindet das Vertrauen dass es jemals funktionieren wird. Und es wird nie funktionieren wenn man nicht ZUERST die für ein Konzept notwendigen Rahmenbedingungen schafft. Und die beginnen beim DORF !!

  • Erfahrungsgemäss ist ein Verein welcher BEWUSST konzeptlos agiert weil ihm die Erfahrung zeigt, dass er es auch mit der Intuition der alten Füxe ganz gut hinkriegt, besser beraten bei diesem pragmatischen Ansatz zu blieben als umsverrecken ein Konzept durchdrücken zu wollen welches weder auf die Organisation, die Trainer noch die Kundschaft passt !
    Es gibt gerade in den kleineren Vereinen meist WICHTIGERES zu tun als Konzepte zu schreiben. Meistens heissen diese Tierchen Finanzen und Gemauschel ;)

  • Am Anfang steht eben nicht das Konzept sondern das - Dorf!
    Ein Konzept braucht immer zuerst .... usw. usw.

    Alles bekannt. Deswegen habe ich von Konzept und Struktur gesprochen. Beinhaltet eben die gegebenen Voraussetzungen. Darauf ausgerichtet ist vieles machbar. Dafür muss man gar nicht zu groß und umständlich denken. Der Punkt ist nur der

    für eine beschlossenen Neuanfang gilt es zuallerst einmal mit allen Beteiligten eine gemeinsame Zielrichtung festzulegen.

    das man hierzu die Notwendigkeit nicht erkennt. Und das beinhaltet ja auch die Fragestellung von guenter.

    Es gibt gerade in den kleineren Vereinen meist WICHTIGERES zu tun als Konzepte zu schreiben.

    100%ige Zustimmung ! Das ist das, was ich mit Vereinsmeierei meinte. Voraussetzungen wären da. Man redet es aber lieber vorher tot und führt 100 Gründe auf, etwas nicht zu machen. Im Laufe der Jahre lernt man viele Kollegen kennen. Jung wie Alt. Frau oder Mann. Spricht man mit denen, weiß man das man nicht alleine mit seiner Einstellung ist. Ohne Struktur und Konzept geht's abwärts. Alle haben die Schnauze gestrichen voll, aber die Vereine reagieren nicht.

    Oder ist es einfach doch so, dass es in einem bestmmten Umfeld extrem schwierig ist, trotz Hintergrundwissen und Engagement
    Veränderungen herbeizuführen?

    Na klar ist das so. Aber nochmal: Deswegen einfach so weiter wie bisher ?

    Konnten wir es einfach nicht? Haben wr zu schnell das Handtuch geworfen? Haben wir es falsch angepackt? Hatten wir die falschen Mitstreiter?
    War der Widerstand Andersdenkender einfach zu gross?

    Frage 1: Man hat es ja nicht mal durchgängig über einen längeren Zeitraum versucht. Grund: Siehe oben. Keine Notwendigkeit und vorher alles tot geredet.
    Frage 2: Das kann ich in meinem Fall klar mit Nein beantworten.
    Frage 3: Durchaus möglich.
    Frage 4: Siehe Antwort Frage 2.
    Frage 5: Nicht Widerstand. Man meint es geht auch ohne. Die Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache.


    Du bist doch ein gutes Beispiel mit Deinem Thread. 100 Gründe um etwas nicht zu machen, anstatt den einen Grund, um zumindest mal anzufangen. Und der ist und bleibt doch eine durchgehende, zukunftsorientierte Ausbildung der Jugend. In der jeder zu seinem Recht kommt. Das ist überall machbar.

    natürlich gibt es die.
    aber in kleinen Vereinen stehen sie oft alleine da. und Alleine geht es nicht. es muss schon en klene Gruppe Glechgesinnnter sein um was durchzusetzen-

    Aus dem Stand könnte ich Dir Personen nennen, die man einfach dafür nur ansprechen müsste. Aber auch an dieser Stelle: Man sieht im Verein nicht die Notwendigkeit etwas verändern zu wollen. Wundert sich aber, warum gute Jugendspieler den Verein verlassen. Ich kann das verstehen. Und da ich mit diesem Umstand nicht mehr klar komme, höre ich dort lieber auf und widme mich eben meiner anderen Tätigkeit. Die haben das erkannt. Es hat Jahre gedauert bis deren Zielsetzung gegriffen hat. Dazu der JL vor einiger Zeit: Mit den Skeptikern hätten wir einen ganzen Fußballplatz füllen können. Die stehen jetzt am Rand und klopfen uns auf die Schultern ;)

  • @FB


    du hast natürlich recht. vor einer Konzeption müssen die Strukturen geschaffen werden.


    aber Steini hat es richtig gesehen, wenn ich bei eine Dorfverein von Konzeption spreche, dann beinhaltet das für auch
    die Schaffung der notwendigen Strukturen.


    in kleinen Vereinen sehe ich das sogar als den Schwerpunkt. das eigendlich Schwierige ist da ja dese Strukturen einzuführen.


    allein von kurzfristigem Denken (die anstehende Saison) zum mittelfristigen oder gar langfrstigen Überlegungen zu kommen
    ist extrem schwierig.


    für mich nicht nachvollziehbar, mit Personen zu tun gehabt zu haben, die dies in ihrem beruflichen Umfeld durchzogen, jedoch
    dann im Fussball das nicht auf die Reihe bekamen.


    ich hatte es geschafft, einige Personen zu überzeugen und auch mitzuziehen. Aber auch bei denen war das Hemd näher wie die Jacke.
    und auf Grund der Widerstände zogen sie sich dann auf die Mannschaft ihres Kindes zurück.
    leider konzentrierte sich sich das dann auf 3 Jahrgänge, den von mir und den darunter und den Jahrgang darüber.


    jetzt nach einigen Jahren, zeigt sich das Ergebnis, während die B-Jugend über 20 zuverlässige Jungs hat, haben alle anderen
    Mannschaften massive Probleme. A kann nur mit B-Spielern gemeldet, C hat fast keine Spieler, und das Niveau der E und D ist verheerend.


    in der kommenden F wieder eine starke Truppe, weil dort wieder ein Vater (Pädagoge und langjähriger Fussballer)
    mit klaren Vorstellungen seit 2 Jahren tätig ist.


    Versuche generell was zu verändern, hat er inzwischen schon aufgegeben. auch er konzentriert sich jetzt wiederum nur auf seine Truppe.


    sich immer wiederholende Prozesse,

  • Ich stell immer wieder fest, egal ob hier im Forum oder draussen in freier Wildbahn, dass das Denken oft an den Vereinsgrenzen aufhört.
    Wie Einstein schon sagte: Ein Problem kann nicht gleichen Umfeld gelöst werden, welches es erschaffen hat.
    Meistens stinkt der Fisch am Kopf. Der muss dann weg. Das kann man oft nur von aussen angehen und nicht von innen heraus. In meiner Arbeit sind dies die Gemeinden welche mit Geld und AUFLAGEN einen Neuanfang wagen. In der Regel stellen sie dem Club auch einen bezahlter Projektleiter zur Seite. Der sitzt zudem im Vorstand. Eine transparente, öffentiche Kommunikation über den laufenden Stand der Dinge hilft dem Bürger Gewissheit zu geben, dass er auch was fürs Geld bekommt. Zudem ist jeder Teilerfolg beste Werbung für Familien, genauso wie für potentielle Neuzuzüger.

  • Das kann man oft nur von aussen angehen und nicht von innen heraus. In meiner Arbeit sind dies die Gemeinden welche mit Geld und AUFLAGEN einen Neuanfang wagen.


    und das ist bei uns nicht gegeben.
    von aussen gehts nur, mit einem sich selbst engagierenden Sponsor.
    Aber gerade diese machen in kleinen Vereinen mehr falsch als richtig, treten oft eher als Verhinderer denn als Neustrukturierer auf.



    gg

  • Ich stimme in großen Teilen FB zu.


    Wo ich nicht stimmig bin ist, ....die Sache mit den Sponsoren und...die Trainer müssen ausgebildet werden (Konzeptionsanpassung usw.)


    Hier liegt für mich der Hund begraben, der meist für das Scheitern sorgt oder dafür sorgt, dass es im "Unglauben" auf das Schaffen überhaupt in die Hand genommen wird.


    Die Städte und Gemeinden sind pleite oder finanzieren ihre Luft zum Atmen so, dass die Kohle in andere Kanäle läuft, deshalb scheiden diese Sponsoren -was Veränderung- heisst ...für mich eher aus! Die leisten so gerade noch das was ist und war. Veränderung bedeutet aber meist ...Verteuerung...und das will und kann die Gemeinde so nicht leisten. Das ist meine Erfahrung.


    Auf der anderen Seite....gibts die Trainer und Betreuer....und vielleicht eingeführten Koodinatoren. Hier die MOTIVATION hoch zu halten auf breiter Ebene...auf notwendig breiter Ebene (statt Einzelkämpfertum) bedarf des ANREIZES. Dieser Anreiz ist ein Gesamtpaket aus


    -dem Wir-Gefühl, ähnlich der Vorstandsarbeit...die auch im Team arbeiten
    -dem sich mit dem Konzept identifizieren bis neugierig auf das Ergebnis sein...dem Dabeiseingefühl
    und
    -dem Schulterklopferdefizit....also der Anerkennung die jeder super gern als Lohn mitnimmt. Anerkennung ist über Worte und Gesten zu erzielen, aber auch positive Zeitungsbericht und im Zeitfaktor 5 Jahre....das Ergebnis das erzielt wird, aber auch -und das ist mein Punkt-


    die finanzielle Anerkennung, die hier mit einem Taschengeld das bindet einher geht. Nehmt mal 50 Ehrenamtler die derzeit kein Taschengeld (Betreuerpauschale) bekommen. Querschnitt wären geschätzt 10 ältere Ehrenamtler, 25 im mittleren Alter und 15 richtig junge Leute. Nun fragt sie mal, ob sie gern 100 oder 150 Euro im Monat als Pauschale (je nach finanziellen Möglichkeiten pro Team oder pro Nase)/als Dankeschön haben möchten. WIEVIELE zeigen wohl auf und warum. Es wird einen kleine Gruppe geben die Winken ab....der Superehrenamtler ebend....die meisten werden es dankend nehmen und nicht mehr missen wollen und das finde/fände ich angemessen!


    Diese Kohle und ich sage es nochmals -und hier ..konkret hierzu...möchte ich FB bitten mal seine Einschätzung als Fachmann mitzuteilen, denn das ist der KERN im Breitensport und unten im Dorfverein.....um die Kuh überhaupt ans Kacken zu kriegen, sorry ...komme auch vons Land. DAS ist der Motor.


    Dieser Motor ist aber nicht durch einen Sponsor zu befriedigen. Erstens können Sponsoren abspringen und zweitens findet man wohl keinen....dieser Motor ist durch Mitgliedsbeiträge zu finanzieren. Dieser Motor ist wichtig, um den Kreislauf des Konzeptes überhaupt in Gang zu setzen und langfristig zu sichern. Dieser Motor bedeutet, dass Eltern gute Arbeit im Verein vorfinden, gute kindgerechte und erfolgreiche Arbeit sogar auf dem hinterletzten Land vorzufinden und er ist finanzierbar, denn....es ist nicht einzusehen das Fußball nichts oder4, 5, 7 oder 9 Euro im Monat kostet, sondern es dürften auch 12, 15 bis 18 Euro sein! Dabei ist die soziale Komponente nicht zu vergessen, z.B. ...das dritte Kind ist frei/Haertz IV-Empfänger zahlen nur den Beitrag den das Amt auszahlt ..ich glaube bis 11 Euro und alleinerziehende Mütter ohne Eigeneinkommen könnten ermäßigt zahlen soweit nicht Haert IV oder Sozialhilfeempfänger oder so ähnlich. Man könnte auch praktische Einsätze belohnen...wie auch immer!


    Diese "bezahlten/bedankten" Trainer kann man - in Verbindung mit ihrer Einstellung zum Konzept besser führen. Hier denke, die Führung wird nichtmal nötig sein, denn das Ding wäre mit großer Wahrscheinlichkeit ein Selbstläufer. Wer nicht wirklich oder doch nicht mitmacht und sich nicht an die gewünschten Regeln hält...dürfte gehen und ich wette wie ein Waschweib....dass da andere ganz schnell nachrücken wollen.


    FB, wäre echt nett, wenn du darauf mal eingehen könntest. Habe ich mit dieser Denke unrecht? Was sagt der Fachmann?