Unzuverlässige Eltern -was tun?

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  • @ TW - Trainer:


    Eigentlich möchte ich Dir zu allem, was Du schreibst zustimmen. Aber bei einigen Eltern bestehen bei mir begründete starke Zweifel daran, dass ihnen die leuchtenden Augen ihrer Kinder wichtiger sind. Es sind in der Regel natürlich Einzelfälle, aber die können in einer kleinen Mannschaft dem Trainer und anderen Eltern und Kindern, wenn man auf sie angewiesen ist, schon den Spaß verderben.


    Gruß Karl

    genau so ist es!

  • m konkreten Fall, würde ich mal genauso vorgehen, wie die Eltern.
    kurzfristige Mitteilung, wann der Junge zum Einsatz kommt und wann nicht", ihn dann nicht berücksichtigen wann es den Eltern passt.
    "Musste planen, wusst ja nicht, ob er kann oder nicht"


    Eine Kinderparty zum bekannten Spieltermin zu planen und dazu Kinder der Mannschaft einzuladen und trotz Hinweis darauf zu bestehen, finde ich schon sehr dreist. Die Frau wäre mit ihrem Kind schon nicht mehr bei mir.


    Das war auch für mich unfassbar. wir hatten letztes Jahr
    schon so einen Fall mit ständigem Ärger wegen kurzfristigen Absagen. Der
    Jugendleiter versetzte ihn dann zur Belohnung in die E-Jugend und löste damit
    die Spielerknappheit in dieser Mannschaft, für die das Kind zwei Jahre zu jung
    war. der Jugendleiter hat bei seiner Mannschaft einen großen Kader und kann
    solche Sachen ganz leicht ausgleichen. Da die besagten Eltern bereits vorher
    ihre älteren Kinder in dieser Mannschaft hatten, hat sich natürlich keine
    Zuverlässigkeit entwickelt. Das ausweichen auf mehr Spielern erleichtert die
    sache- der Lerneffekt für die Kinder bezüglich Teamgeist ist aber gleich Null!

  • den Stellenwert, den Eltern dem Freizeitvergnügen ihrer Kinder geben, ist höchst unterschiedlich.


    Man kann doch nicht erwarten, dass andere Elteren dem Fussball für ihr Kind den Stellenwert geben, den wir Trainer gerne hätten, oft auch gegeben ist


    Es ist aber doch nicht Aufgabe von uns Trainern, dies zu verändern. steht uns auch gar nicht zu.
    vielleicht strahlen ja die Augen des kindes im Kino mehr als nach einem Spiel. wer mag das beurteilen?


    Es ist aber Aufgabe von uns Trainern, deren Verhalten so zu berücksichtigen, dass es keine Nachteile für die Mannschaft bringt.


    Und da bin ich wohl so gestrickt wie Karl, bei mir wäre er wohl auch nicht mehr dabei, bzw. könnte so mitlaufen, wie es ihnen passt, aber
    auch nur dann zum Spiel berücksichtigen wann es mir passt, und das wäre dann wohl eher selten der Fall.


    gg

  • Zitat

    Das ausweichen auf mehr Spielern erleichtert die
    sache- der Lerneffekt für die Kinder bezüglich Teamgeist ist aber gleich Null!


    @ kaiser franz:


    Ich meinte es auch so wie guenter, dass der Junge nicht mehr dann berücksichtigt wird, wenn es dessen Eltern passt, sondern wenn es der Mannschaft und mir passt. Was die Erziehung zum Teamgeist angeht, sehe ich hier auch weniger das Kind als Problem, sondern dessen Eltern, die nicht wissen, was Teamgeist ist. Bei einem Kind in dem Alter kann ich es nicht vorraussetzen.

  • @ guenter


    Mir würde es sicherlich schon reichen, wenn Eltern den Stellenwert des Hobbys ihres kindes genau so hoch Ansetzen wie den Stellenwert des eigenen Hobbys

  • Mir würde es sicherlich schon reichen, wenn Eltern den Stellenwert des Hobbys ihres kindes genau so hoch Ansetzen wie den Stellenwert des eigenen Hobbys



    du hast aber auch Ansprüche :thumbup:


    demgegenüber stehen aber auch die, die dem Hobby ihrer Kinder alles (oder fast) unterordnen.


    wer kennt nicht eine unbezahlt taxisahrende Mutter von 3 Kindern.


    gg

  • Wenn man als Eltern den Stellenwert des Kindes höher ansetzt, finde ich das auch in Ordnung. Kinder sind nun mal abhängig von Entscheidungen Erwachsener. Und die unbezahlt taxifahrenden Mütter kenne ich auch. Von wem wollen sie auch bezahlt werden, wenn sie ihre Kinder fahren, wenn nicht einmal die Trainer Geld erhalten, die sich um fremde Kinder kümmern. Nicht in Ordnung sind diejenigen, die die Hilfsbereitschaft Anderer ausnutzen bzw. sich nicht an Grundregeln des gemeinsamen Miteinanders halten.

  • Mich überkommt hier Wut wenn ich das Eingangsstatement lese. Dieses Verhalten zeigt mir bei meiner persönlichen Einstellung zum Gesamtthema, das Fußball nichts kostet und gerade in den Augen derer, die als Elternteil keinen Bezug zum Fußball haben, ..Fußball als unverständlichen Sport emotionslos und eher als lästig auffassen....Was nichts kostet, ist auch nichts oder nicht viel wert. Danke dem Ehrenamtler denn der Himbeerdodel läßt es ja mit sich machen und mich...mich kostet es nix.


    Würde diese Mutter, würden solche Eltern Fußball so treten, wenn es 30 oder 50 Euro im Monat wären die sich berappen müssten?


    Ich muß ehrlich sagen, dass ich -bis auf ein Elternteil- eine gute Elternschaft habe. Die sagen beispielsweise dass sie dieser eine Elternteil mal am -sorry- "Arsch" leck... könne.


    Ich habe beispielsweise jeden der bei einem Event nicht -aus welchen Gründen auch immer ...mithilft, eine freiwillige Spende zur sozialen Wiedergutmachung in Höhe von 10 bis 15 Euro je nach zeitlichem Anteil der Mithilfe der Aktiven) in die Kasse spendet.


    Ich habe letzte Woche 20 Euro eingenommen!


    Ich bin sogar der Meinung, dass man die Kinder dieser Eltern nicht bestrafen sollte, aber ...


    ich würde hier jeweils Sonntags eine Erinnerung an alle senden. Hier würde ich jeweils die Abfrage beim nächsten Training für den nächsten Spieltermin benennen. Wer dort zusagt, spielt...wer dort dennoch nicht erscheint....ist vier Wochen raus aus dem Spielbetrieb, basta! (glaubhafte kurzfristige Erkrankungen....wären die Ausnahme)


    Um das so auch tun zu können, würde ich zwei Spieler hinzunehmen, auch wenn das grundsätzlich die Spielanteile schmälert.


    Diese Eltern fahren auch meist nicht so gern....deshalb treffen wir uns zu Auswärtsspielen am Zielort, ...nochmals basta!

  • Andre


    im Prinzip sind solche Probleme einfach zu lösen. Für dich, für mich,Tobn,Steini, Karl,TW und viele andere hier.


    aber für einen Trainerneuling, der mit solchem Verhalten, das ihn möglicherweise vollkommen unbekannt ist, erstmals damit konfrontiert wird,
    ist es nicht so einfach.
    noch schwieriger wird es, wenn er als Trainerneuling eine Mannschaft übernimmt, bei der gewisse Geflogenheiten in der Vergangenheit
    akzeptiert wurden und fest eingefahren sind.
    vom Vorstand kriegt er doch wenig Unterstützung, wie wir hier oft lesen können.


    bei manchen Problemschilderungen bin ich geneigt negativ nur den Kopf zu schütteln.
    Zum Glück erinnere ich mich an meine Anfangszeit, liegt zwar lange zurück, aber manche Probleme, die man hatte, vergisst man nie.


    deshalb versuche ich micht in den Betreffenden reinzuversetzen und entsprechend Beiträge zur Hilfestellung zu geben, auch wenn ich aus heutiger
    Sichtweise eigendlich gar kein grösseres Problem erkenne.
    Zusätzlich zu den vielen anderen Beiträgen, z.B, deine letzte Vorgehensweiseschilderung kann das hoffentlich zu einer Problösung für den Betreffenden führen.


    gg

  • Das Fußball fast nichts kostet ist einerseits super, andererseits ein Problem.
    Bei einem Nachbarverein zahlen die Eltern jetzt wie für Musikunterricht 70 € pro Monat an eine Fussballschule, auch weil zu wenige Trainer gefunden werden. ich bin mir sicher, dass diese Trainer weniger Probleme haben die Eltern zu motivieren.
    Andererseits ist es für sozial benachteiligte Kinder einfach toll, dass sich ihre Eltern das leisten können. Wir haben ein Kind in der Mannschaft, das von der Mutter aus Nigeria allein erzogen wird. Die kann sich kein Auto leisten, kaum die Fußballschuhe. Für das Kind ist das sowas von wichtig.


    Die Problemmutter dagegen lässt zwar ständig Spiele ausfallen, versäumt aber auf keinen Fall die teure Musikstunde für ihren Jungen. "Er kann am Mittwoch nicht zum Spiel, die Musikstunde kostet uns schließlich einen Haufen Geld"


    Zwei Spieler mehr bedeutet zwei gute Spieler weniger für die F2, die dann aber in unserer F1 zu den schlechten gehören

  • Sehr junge Trainerneulinge haben es wirklich oft schwer, sich gegen "lebenserfahrene" Eltern durchzusetzen. Deshalb rate ich, wo es möglich ist, für die erste Zeit einen älteren Trainer oder einfach einen Vater als Co zu Hilfe zu nehmen, der ähnlich tickt und bestimmte Sachen einfacher durchsetzen kann, bei der Durchsetzung unterstützt oder manchmal auch als Vermittler fungiert. "Chef" gegenüber Kindern und Eltern bleibt dabei trotzdem der junge Trainer.

  • Zitat

    Zwei Spieler mehr bedeutet zwei gute Spieler weniger für die F2, die dann aber in unserer F1 zu den schlechten gehören


    @ kaiser franz:


    Zwei Spieler, die momentan leistungsmässig noch nicht das Level der anderen erreichen, sind besser als 2 zwei unzuverlässige und sollte für Dich als Trainer Herausforderung sein, sie auf den Leistungsstand der anderen Spieler zu bringen.

  • Zwei Spieler, die momentan leistungsmässig noch nicht das Level der anderen erreichen, sind besser als 2 zwei unzuverlässige und sollte für Dich als Trainer Herausforderung sein, sie auf den Leistungsstand der anderen Spieler zu bringen.

    die mannschaft ist eh aus zwei Mannschaften unterschiedlicher Stärke zusammengefügt plus einige, die erst viel später mit dem Fußball anfingen.
    das ist schon Herrausforderung genug. Andere Teams in der Gruppe spieln schon seit mehreren Jahren mit den gleichen Kindern
    Man soll sich aber als Trainer hier nicht überschätzen, was man mit Kindern in dem Alter erreichen kann und Erfolge bzw. Mißerfolge sich zuschreiben.
    Jemand der in der F2 gut ist und dann 5 Gruppen höher kein Land sieht. Ds bringst für ihn halt nicht.

  • Sehr junge Trainerneulinge haben es wirklich oft schwer, sich gegen "lebenserfahrene" Eltern durchzusetzen. Deshalb rate ich, wo es möglich ist, für die erste Zeit einen älteren Trainer oder einfach einen Vater als Co zu Hilfe zu nehmen, der ähnlich tickt und bestimmte Sachen einfacher durchsetzen kann, bei der Durchsetzung unterstützt oder manchmal auch als Vermittler fungiert. "Chef" gegenüber Kindern und Eltern bleibt dabei trotzdem der junge Trainer.

    ????????????

  • Zitat guenter:

    Zitat

    im Prinzip sind solche Probleme einfach zu lösen. Für dich, für mich,Tobn,Steini, Karl,TW und viele andere hier.


    aber für einen Trainerneuling, der mit solchem Verhalten, das ihn möglicherweise vollkommen unbekannt ist, erstmals damit konfrontiert wird,
    ist es nicht so einfach.
    noch schwieriger wird es, wenn er als Trainerneuling eine Mannschaft übernimmt, bei der gewisse Geflogenheiten in der Vergangenheit
    akzeptiert wurden und fest eingefahren sind.
    vom Vorstand kriegt er doch wenig Unterstützung, wie wir hier oft lesen können.


    kaiser franz:


    Mein letzter Beitrag bezog sich auf dieses Zitat von guenter und nicht auf Dich. Hätte ich zum besseren Verständnis dazu schreiben sollen. Man ist halt nicht vollkommen. :wacko:

  • Vielen Dank für eure zahlreichen Meldungen.


    Fazit: wir werden die Mannschaft von 11 auf 12 Kinder aufstocken.


    Folgenden Modus hab ich mir ausgedacht.
    Bei jedem Spiel spielen 10 Kinder, 2 setzen aus


    Leistungsunabhängig wird die Spielzeit des neuen Spielers im wesentlichen durch entsprechend weniger Spiele der zwei unzuverlässigsten Kinder ausgeglichen.
    Bei 10 Spielen müssen die dann halt 4 mal pausieren, was ihren Eltern ja eigentlich eh entgegenkommt.
    Die zwei neusten Spieler setzen 3 mal aus, können dann aber in der 2. Mannschaft spielen
    Die seit Jahren nie ein Spiel versäumt haben, auch Geburtstagsfeiern sausen ließen bzw. bei Verletzung beim Spiel zuschaueten werden bei mir jedes Spiel machen, müssen also nicht aussetzen.
    Alle anderen setzen 1 -2 mal aus.


    Ich denke, das ist gerecht.
    Eure Meinung?

  • Hört sich vernünftig an, aber:



    Die seit Jahren nie ein Spiel versäumt haben, auch Geburtstagsfeiern sausen ließen bzw. bei Verletzung beim Spiel zuschaueten werden bei mir jedes Spiel machen, müssen also nicht aussetzen.


    das würde ich persönlich anders machen, ich denke du schaffst da eventuell Probleme wo keine seien müssten. Jeder setzt mal aus, je nach Zuverlässigkeit mehr oder weniger oft.

  • Die zwei neusten Spieler setzen 3 mal aus,



    @Jenny, hast du das überlesen? sie sind nur jedes 4. Spiel dabei, erklären sich mit dieser Lösung einverstanden, helfen dieser
    Mannschaft aus. Selbstverständlich würden sie bei mir da auch durchspielen. (in der Regel)


    gg