am unfairsten sind die Fußballer..........

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  • hallo,


    auf grund der ganzen diskussionen zum thema "gewalt und unsportliches verhalten im fußball" und ob das nun ein problem des fußballs ist, oder der gesellschaft ist habe ich mal im netz nach ausschreitungen in anderen ballsportarten geschaut und bin auf folgende aussage gestoßen, die ich mal unkommentiert stehen lassen möchte............


    Quelle: http://www.sportunterricht.de/lksport/gewalt01.html

  • auf einen für ganz wesentlichen Punkt wird in dieser Studie nicht eingegangen:


    Welche Personenkreise spielen, bzw besuchen die einzelnen Sportarten.
    vor allem Volleyball und Basketball sprechen doch eine andere Klientel an.


    deswetieren werden hier Hallensportarten mit Freiluftsport verglichen.


    gg

  • @ guenter


    nehmen wir mal die volleyballer raus, da es dort nur 'gegenerkontakt' gibt, wenn man dem andern beim übertreten auf den fuß tritt........


    aber warum kann man nicht freiluft und hallensportarten miteinander vergleichen??? denn ich weiß von vielen hallenfussballturnieren, wo leider auch dort die polizei anrücken mußte, um die "fangruppen" zu "beruhigen".

  • Interessant. Aber ich hätte mit dem lesen aufhören sollen, als ich die miteinander verglichenen Sportarten gesehen habe. Handball und Fußball zu vergleichen ist ja halbwegs legitim, aber Fußball mit Volleyball? Und dann daraus zu folgern, dass Fußball schlecht ist und Volleyball toll.. Naja, fragwürdig.


    Dann mache ich doch mal weiter, und vergleiche Volleyball mal mit Tennis und Golf. Mal sehen wer da besser abschneidet.


    Man zieht Kriterien heran, die in einigen Sportarten einfach unmöglich sind. Da wird "Spucken" (und ich gehe mal davon aus, sie meinen nicht jemanden anzusprucken) als Kriterium herangezogen, trotzdem vergleicht man Fußball als einzigen Freiluftsport mit Hallensportarten, in denen es nunmal wesentlich "uncooler" ist auf den Boden zu spucken. Die können sich ja mal nen Hallenturnier anschauen und gucken, ob da mehr gespuckt wird wie beim Volleyball.


    Schwalben als Kriterium sind doch tatsächlich nen Witz, wenn man Volleyball und Fußball miteinander vergleicht.


    Der einzige halbwegs sinnvolle Vergleich ist meiner Meinung nach der von Fußball und Handball. Basketball ist viel weniger Körperbetont, und wie man Volleyball da auch nur in betracht ziehen konnte...


    Und der zeigt doch auch, dass wir "gar nicht soo schlecht" abschneiden, wie es immer dargestellt wird.

  • Fußball und Handball sind körperbetonte Sportarten also vergleichbar. Basketball soll ja eigentlich körperlos sein und Volleyball, lol. das sind dann mal wieder unsere berühmten Experten die Äpfel mit Eiern vergleichen, beides kann man essen.


    Wenn man Sportarten vergleichen will, dann sollte man Fussball, Handball, Eishockey (inlinehockey....), Football vergleichen. Das sind Sportarten mit Körperkontakten. Dieser Artikel ist lächerlich und für eine Diskusion in diesem Bereich mMn ungeeignet

  • So ist in 51 Prozent aller Handballspiele, dagegen nur in 37,5 Prozent
    aller Fußballspiele jeweils mindestens eine Schwalbe zu beobachten.
    Auch der Anteil der Spiele, in denen mindestens einmal Verletzungen des
    Gegners in Kauf genommen werden, liegt beim Handball mit 17,3 Prozent deutlich
    über dem entsprechenden Fußball-Wert von 10,0 Prozent.



    Betrug und zumindest fahrlässige Körperverletzung.


    und dann kommt man zum Ergebnis, dass Handball als Schulsport besser geeignet ist.


    gg

  • Da haben die Super- Gurus der Universität eine Statistik generiert und haben die Fakten gesammelt die Ihnen gerade so gepasst haben um den Fussball schlechter zu präsentieren. Vermutlich war in der Stadt dort um diese Zeit eine Budgetumfrage mit Frage am Volg "Lieber neuer Fussballrasen oder Volleyhalle?". Da haben Volley- Unigurus diese Statistik gemacht... wer weiss?
    In einer Gemeinde haben Volleyball, Basketball und Handball ZUSAMMEN so viele Mitglieder, wie ein Fussballverein. Mich würde eher interessieren, warum das so ist...? Kann mir das Jemand sagen oder noch besser, faktisch beweisen?


    Weiters die Wurzel von Gewaltakten.
    In welcher Sportart gibts mehr gefährliche Zweikämpfe im hohen Tempo? Im Volleyball oder Fussball? Da kann nicht mal Handball mit Fussball mithalten.
    Fussball ist mit ABSTAND die schnellste Sportart. Somit erhöht sich die Gefahr, sich bei einem Tackel zu verschätzen und den Gegner schwer zu verletzen. Gleichzeitig erhöht sich genau durch die Schnelligkeit im Fussball, auch die Bewertungsfähigkeit der Schiedsrichter. Eine weitere interessante Statistik währe also; UNABSICHTLICHE Fouls/Spiel/Sportart inkl. Anzahl Fehlentscheidungen der Schiedsrichter... Kann Jemand auch dies beleggen?


    Fazit, folgende Statistiken sind wichtig und wurden von den intelligenten Unis vergessen:
    - Anzahl Läufe an X m/Std. (Schnelligkeitsbemessung - welche Sportart ist schneller?)
    - Anzahl unabsichtliche Fouls
    - Anzahl Fehlentscheidungen des Schiedsrichters (evtl. mit Detail auf Mannschaften verteilt)


    Kurz; Diese Statistik ist nichtssagend. Man kann eine Banane ja auch nicht mit einem Apfel vergleichen :rolleyes:


    Viele Grüsse


    TRPietro

  • Danke, DSV, will zwar keiner wahrhaben, aber ich unterschreibe das sofort nach vielen Jahrzehnten Fußball. Und dennoch macht er Spaß, fällt man immer wieder auf ihn herein, das wohl macht ihn so erfolgreich. Warum wurde auch schon untersucht: viel Platz als Bewegungsraum, Teams von 2 bis 11 o. mehr Spieler, wenig Tore, daher spannender bzw. viel strategisch-taktische Fantasie, da auch underdogs gewinnen können usw. Doch heute will man oben nur die Menge in den Bann ziehen, so für sich (privat) abkassieren, den Rest nur rigide "sozialisieren"? Teamgeist, Fairplay, Respekt schreiben die Promoter über alles, aber die Realität? Leider wird Kritik in unserer Gesellschaft umso mehr ins Abseits gedrängt, je näher sie einer Wahrheit kommt; das schützt natürlich auch den Fußball davor, sich seiner Probleme reeller verantwortlich zu stellen. Ob sie ihn je ein- und überholen?

    Jeder Erwachsene kann nur so gut spielen, wie er als Kind trainiert wurde....

  • @ Kicker


    Jetzt würde mich mal echt interessieren warum du ds so unterschreiben kannst? Du würdest also auch Fußball mit Volleyball vergleichen? Zumindest unterschreibst du das ja

  • der Fussball sollte sich am Tischtennis ein Beispiel nehmen.


    da wird keine Entscheidung des Schiedsrichters kritisiert, während den Ballwechseln herrscht absolute Ruhe, danach bei guten Ballwechseln Beifall von allen Zuschauern, keine Körpferverletzungen,
    höchstens mal ein Fluch, der jedoch sofort getadelt wird.


    wir sollten aufhören Fussball mit anderen Sportarten zu vergleichen. das ist eine ganz andere Sache vom Stellenwert in der Gesellschaft bis hin zum ihm eigenen Klientel. sowohl als Spieler wie auch Zuschauer.
    genaue, faire, alles offen ansprechende, schonungslose Analyse ist erforderlich. und zwar beim Fussball mit seinen ihm ureigenen Problemen.


    alles andere ist Stückwerk.


    jeder macht doch ein bischen hier und ein bischen da.
    und wo bleibt die Unterstützung von staatlicher Seite für die Jugendarbeit in dieser Problematik. den Jugendpfleger der hiesigen Gemeinde hab ich noch nicht ein einziges Mal
    bei uns im Verein auftauchen gesehen.


    gg


    gg

  • jetzt mal im ernst leute:


    das thema hier ist entstanden aus dem brutalen tod des linienrichters.
    und was macht ihr? ihr sucht nach allen möglichkeiten um den fußball aus der schusslinie zu bringen!
    ihr liebt den sport, wie ich auch, aber das bringt nix.


    das oben ist eine statistik, zusammengetragen und ausgewertet.
    nicht mehr und nicht weniger. es zeigt diverse verhaltensweisen, die einigen nicht gefallen.
    und schon wird das ganze ad absurdum gestellt...


    der schieri ist zusammengetreten und nicht während des spiels umgerannt worden.
    es bringt also nichts, auf die härte der einzelnen sportarten einzugehen.
    volleyball ist hier nur aufgeführt um die liste abzurunden, keiner sagt, ihr sollt lieber volleyball spielen.


    das alles sind nebenschauplätze.


    hier geht es doch bei allem respekt vor eurem wunsch den fußball als losgelöst von diesen gewalttaten zu sehen nur darum:


    warum passiert dies überproportional wenn nicht sogar ausschließlich beim fußball?
    warum fallen hier die teams, die fans, die trainer über einander her und zwar woche für woche?
    wieso ist das so? wieso wird insbesondere der fußball benutzt um gewaltexzesse zu feiern?

  • den fußball als losgelöst von diesen gewalttaten zu sehen nur darum:



    so sieht das hier garantiert keiner.


    jedoch sollten Ursache und Wirkung nicht miteinander vertauscht werden.


    Nicht der Fussball hat diese Gewaltbereitschaft gewisser Gesellschaftsgruppen hervorgerufen, sonder die ist in unserer Gesellschaft gewachsen.


    offenbar hat der Fussball gewisse Eigenarten, in der sich diese Auswüchse am besten ausleben lassen können.


    würde der Fussball von heute auf morgen abgeschafft werden, wäre schnell ein anderes Betätigungsfeld gefunden.

  • richtig, günter, aber momentan IST es halt der fußball.
    deshalb muss man sich darum kümern und nicht immer nur von dem einem prozent sprechen...

  • Jede Menschenansammlung besitzt ab einer bestimmten Größe das Potential, aus dem Ruder zu laufen. Emotionale Aufheizung, Alkohol und ein Feindbild . Ob nun facebook-Party, AKW-Demo, Stuttgart21 oder ein Fussballspiel. Im Fussball treffen leider bestimmte Dinge zusammen..


    Sogar in der Lokalzeitung kann man im Interview der Kreisklassen-Trainer lesen, das diese vom Schiedsrichter benachteiligt werden und bestimmte Verhalten Ihrer Spieler oder Fans "verstünden". (Hab ich erst diese Woche wieder gelesen, ging um ein Kreisklassenspiel)


    In niederklassigen Spielen findet man am Rand Gestalten, die Ihren Frust ausleben. Im Fussball ist es halt leider akzeptiert und korrekt, ein Feindbild zu haben und auch auszuleben. Würde ich mit meinen Jungs geschlossen ins Stadion gehen? Kann man eigentlich nicht mehr machen. Ich war mal beim Bundesligaspiel des ansässigen Erstligisten, mit zwei Minderjährigen. Vor dem Stadion (aber im Stadiongelände) rotteten sich Gästefans zusammen, auf der Suche nach Heimfans zum kloppen. Ich dachte echt, ich spinne. Was für Dumpfbacken! Hab zugesehen, dass ich meine beiden Jungs aus der Gefahrenzone bekomme.


    Das hat übrigens nicht unbedingt was mit Bildung zu tun. Beim Bund hatten wir damals einen Ingenieur (Damals Studium fertig, noch 15 Monate Bund hinterher). Der ging auch am Wochenende zum Kloppen. Natürlich rund ums Stadion.