Ich explodiere gerade regelrecht ( Trainerverhalten gegenüber Gegnern, Schiris u.s.w. )

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  • Hallo,





    ich trainiere meine Truppe seit den Anfängen in der F Jugend bis zur
    heutigen E Jugend.


    Kurz vor Ende der "F Zeit " hat man mir einen
    "Kollegen" an die Seite gestellt. Er ist der Großvater eines unserer
    Spieler (TW) und wurde seitens des Vereins damals aus Personalnot gebeten
    ein wenig zu unterstützen.





    Jetzt hatten wir am Wochenende das dritte Spiel in welchem er sich
    lautstark, noch innerhalb der Spielzeit, über die Schiedsrichterentscheidungen
    aufgeregt hat. Es wurden die Schirientscheidungen abfällig kommentiert der
    Schiri wurde ausgelacht, verhöhnt und zumindest leicht beleidigt. Gleiches
    Verhalten musste sich zumindest teilweise der Trainer des Gegners gefallen
    lassen. Es gab Applaus mit schallendem Gelächter auf die bitte dieses
    Verhalten zu unterlassen. Ich war drauf und dran alles abzubrechen und nach
    Hause zu fahren.



    O.K. das Spiel war sehr „Körperbetont“ und die Schirientscheidungen waren
    für uns nicht sonderlich toll. Allerdings wird eine Schirientscheidung von mir
    weder kommentiert noch diskutiert. Es ist eine Entscheidung und damit muss man
    leben Ich sagen meinen Jungs & Mädels immer : „und wenn der Schiri zu Beginn
    sagt heute spielen wir auf blauem Rasen dann ist das so. Dann will ich von
    niemandem hören der Rasen ist aber grün“



    Seitens der Familie meines „Kollegen“ sind die Reaktionen aus dem
    Zuschauerbereich genau so. Schiedsrichter und Trainer der Gegner ( ich nenne
    Sie eher Spielpartner ) werden beleidigt, verhöhnt und lautstark kommentiert.



    Ich bin wirklich froh das die Zuschauer nichts mehr in der Coachingzone zu
    suchen haben. Wegen des Verhaltens seiner Familie stand im vergangenen Jahr ein
    Spiel kurz vor dem Abbruch.

    Dann werden einzelne Spieler für Tore lautstark verantwortlich gemacht.


    Ein Beispiel: ein Abwehrspieler wird gefoult, stürzt und wird noch am Boden
    liegend lautstark angebrüllt das er seinen Gegner nicht deckt.


    Kein Ball darf dem Tor näher wie 12-13 Meter kommen da ja sein Enkel sonst,
    seiner Meinung nach, keine Chance hat ihn zu halten.


    Ebenso im Training verbietet er jedem einen Abschluss aus einer Entfernung
    von unter 12-13 Meter. ( Ich erinnere nochmal es handelt sich um eine E-Jugend
    )



    Mädchen spricht er die Fähigkeit Fußball zu spielen ab.
    Auch steht für mich fest wer zum Spiel mitfährt der spielt auch. Bei ihm
    gilt diese Regel nicht daher stehen schon 2 Abmeldungen von Spieler durch die
    Eltern im Raum.


    Eine wirkliche Reaktion ist von ihm nicht zu bekommen, weshalb ich derzeit
    denke das ich mich mit unserem Jugendleiter unterhalten sollte. Auch gedenke
    ich das Ende meiner Zusammenarbeit mit ihm zu verkünden. Wobei ich meine Jungs
    und Mädels lieber weiter begleiten würde.


    Mindestens 5 Spieler verlieren unter diesen Bedingungen immer mehr die Lust.
    Drei denken an Vereinswechsel.


    Meiner Meinung nach hat ein solches Verhalten im Kinder und Jugendfußball
    absolut nichts zu suchen.

    Ein schlechteres Vorbild kann man meiner Meinung nach nicht abgeben.


    Beim letztem Spiel kam es sogar dazu das ich ihn auf dem Platz angebrüllt
    habe. Das war auch von mir absolut nicht angemessen und hatte dort auch absolut
    nichts zu suchen. Ich schäme mich auch regelrecht dafür. Wer mich kennt der
    weis das man mich zu so etwas eigentlich nicht provozieren kann. Bis dahin hat
    es in meinem über 40 jährigem Leben auch so gut wie niemand geschafft mich mal
    zu einer spontanen Explosion zu bringen.


    Ich kann dieses Verhalten so nicht mit meinen Prinzipien Vereinbaren und
    auch nicht verstehen. Insbesondere sollte er doch auch inzwischen einige
    Grundregeln gelernt haben denn er nimmt ja derzeit am Trainerlehrgang C
    Breitensport teil.


    Ich bin nicht unbedingt der Typ der hintenherum zur Geschäftsstelle rennt
    aber hier sehe ich derzeit keine andere Möglichkeit mehr.







    Schleifenbinder

  • Was aus Deinem Posting nicht hervorgeht: Hast Du denn mal abseits des "aufregenden" Spielbetriebs mal versucht, sachlich und nüchtern mit ihm direkt zu sprechen? Erst wenn das nichts bringt, würde ich zum JL gehen, um eine kurzfristige Änderung zu erreichen


    Für die neue Saison würde ich aber vermutlich auch auf eine Trennung drängen. Dein Posting klingt nicht so, als wäret Ihr zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit in der Lage - und das ist Grundvoraussetzung für ein Trainergespann. Das musst Du unbedingt mit dem JL klären. Ob dabei die Gefahr besteht, dass Du Deinen Job verlierst und der TW-Opa das Team komplett übernimmt, weiss ich nicht.


    Grüße
    Oliver


  • Eine wirkliche Reaktion ist von ihm nicht zu bekommen, weshalb ich derzeit
    denke das ich mich mit unserem Jugendleiter unterhalten sollte. Auch gedenke
    ich das Ende meiner Zusammenarbeit mit ihm zu verkünden.

    Das heißt, dass der Jugendleiter noch nichts von der Situation weiß? Es wird Zeit, dieses Gespräch zu führen. Das Verhalten ist bei Heimspielen ja sicherlich auch schon anderen im Verein aufgefallen.
    Ich habe einen ähnlichen Fall vor Augen, wo man seitens der Jugendleitung dann recht bald reagiert hat.

  • Grundsätzlich würde ich sagen, erst mit dem/den Schreihals/Schreihälsen reden und wenn das nichts bringt, den JL einschalten.


    Meine Erfahrung hat mich geleert, das so nicht zu tun, weil ....der Schreihals ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Mensch, der sich davon nicht beeinflussen lassen wird.


    Taktisch klug wäre aus meiner Sicht, dem JL ein Update zu geben, ohne mit dem Trainerkollegen zu sprechen. Ich würde dem JL erklären, dass du ein FETTES Problem hast und ihn bitten, mal zum nächsten Spiel zu kommen, um sich das anzuschauen. Danach würde ich mit der Bolzplatzkrähe und seinem Gefolge sprechen. Dabei -und das kann ich Dir nur dringend raten- hast du Zeugen/bzw. einen Zeugen, der das Gespräch mitbekommt, um etwaige Lügengerüste und Verleumdungsattacken gegen Dich abschmettern zu können. Bolzplatzkrähen sind nicht selten linke Vögel!


    Hiervon würde ich meinem JL berichten und ihm deine Strategie erklären, ...soweit du beim JL Verständnis und Unterstützung erfährst.


    Erst wenn das Gespräch mit der Krähe nichts bringt, ...würde ich mich offiziell -im Wissen der Krähe- an den JL wenden, damit es eine Entscheidung gibt.


    Sollte der JL hier kein Einsehen bei Nichtabänderung der Situation haben, kannste dich schonmal damit anfreunden das einer geht...und das könntest -soweit die Krähe einen gewissen Stand im Verein hat- auch DU sein. Gruß

    Einmal editiert, zuletzt von Andre ()

  • Wer die Schiedsrichterentscheidungen auf irgendeine Weise kommentiert, beeinflußt sie. Dabei spielt es keine Rolle, ob er sie negativ oder positiv beeinflußt. In jedem Fall verstößt der Kommentator die Fairness des Fussballspiels nachhaltig. Er dokumentiert gleichzeitig, das er (noch) nicht dazu in der Lage ist ein Trainer- oder Co-Traineramt auszuführen.


    Leider gibt es bereits in diesen unteren Ligen Sportgerichtsprozesse, weil man die gröbsten Fehler immer zuerst beim Anderen sucht!


    Natürlich sollte es auch die Aufgabe des Jugendleiters sein, die neuen Trainer auf die allgemeinen Regeln auf und neben dem Fussballplatz zu unterrichten. Das scheint entweder bislang unterblieben (und schnellstens nachgeholt werden) oder der Kollege ist beratungsresistent und sollte sich rasch ein anderes Hobby suchen.

  • Den "Kollegen" ansprechen bringt nichts ausser der aussage : " ja ich nehme mich mal etwas zurück. Aber ich kann halt nicht verlieren und wenn ich sowas mache dann muss es laufen"
    Ne Woche später ist alles beim altem.


    Ich werde mir jetzt mal die Eltern schnappen die sich bei mir auch beschwerd haben und mit diesen und meiner Beschwerde zum Jugendleiter gehen.
    Dabei werde ich direkt mitteilen das ich sofern sich nichts ändert gehen werde. Diese Entscheidung steht bei den Eltern von bis zu diesem Zeitpunkt 5 Spielern ebenso.



    Wir wären nicht die ersten die gingen. Das hat schon vor nicht ganz zu langer Zeit eine vollständige Mannschaft incl sämtl. Anhang getan.

  • Wäre ich JL könntest du -soweit du damit drohst, damit jonglierst oder auch nur im Ansatz anbendelst....direkt auch gehen und die Eltern zudem.


    Danach ginge auch die Bolzplatzkrähe! Besser kein Trainer als ein dummer, schlechter, egoistischer, Kinderherzverletzer und zudem super schlechtes Vorbild und einer, der seine berechtigten Interessen über eine Art unnötige Nötigung erzwingen will. Der Schuss geht unnötig nach hinten los, wenn du das auch nur erwähnst...hast du verschissen!

  • DAs mag sein und ist für mich auch nachvollziehbar. Aber mir ist ein Ende mit Schrecken lieber wie ein Schrecken ohne Ende.


    Ich kann da nicht hinter stehen, ich habe einige Monate alles auf die Schiene der Unerfahrenheit geschoben und es damit entschuldigt aber inzwischen geht das nicht mehr.


    Ich kann es mir nicht ansehen wie die Kids "versaut" werden,



    Da stehe ich nicht im geringstem hinter.

  • Ich lehne mich schon wieder zu weit raus, das wollte ich so eigentlich nicht.


    Ich finde es schade, wenn du so unglücklich handeln würdest, weil genau das was du nicht willst, vermutlich dann passieren würde und "besser" noch....es würde noch schlimmer, weil du ja dann nicht mehr da wärest. Du könntest die Jungs vor der Bolzplatzkrähe nicht mehr schützen!


    DAS wäre fatal und du würdest nach zwei drei Wochen erkennen, dass das ziemlich dumm und unnötig war.


    Ich habe exakt die Erfahrung so gemacht und zwar aus ziemlich ähnlichem Anlass. Ein Schreihals, der nicht kindgerecht mit den Jungs umging und ein wichtiges Ausbildungsziel nicht bediente....fing an...im Vorstand Lügengeschichten über mich zu erzählen...und die wurden geglaubt. Ich...einer der immer das Maul auftat....dem hörte man dann auch nicht mehr zu. Ich kürze es ab...das eskalierte und letztlich war ich weg.


    Ich hätte mit dem Lügenbaron nur unter Zeugen sprechen sollen, ...keinen Mailkontakt....denn die kann man verschicken und können restlos in den falschen Hals geraten...soweit der eigentliche Adressat hierzu parallel eine falsche Lügenlegende aufbaut.


    Was ich nicht getan habe, was mir aber als Jugendleiter restlos gegen den Strich ginge wäre....der Versuch der "Nötigung"..."Ich schmeisse, und die Mannschaft geht mit....wenn du nicht dies oder das tust"


    Das kann man ja machen, aber....nicht damit drohen und nicht als Verhandlungsgrundlage nutzen, das ist eine dumme miese Sache und das solltest du weglassen, weil es -wie beschrieben- unnötig ist!


    Nochmals mein Tipp, ...also der Tipp eines gescheiterten Tafelritters:


    1. JL ansprechen, kurz das Problem erörtern und ihn bitten, sich mal unangemeldet ein Spiel aus der Ferne anzuschauen...in der Hoffnung, dass er genau das mitbekommt, was scheisse ist.
    2. ihm mitteilen, dass du die Krähe ansprichst....aber erst nach dem Termin wo er schauen kommt.
    3. Bei Nichtänderung der Krähe und deren Gefolgschaft den JL erneut ansprechen und das zuvor auch der Krähe mitteilen.
    4. Mitteilen, dass du die Mannschaft gern allein weiterführen würdest -aber ohne ihn-. ...das....aber erst dann und in dieser Reihenfolge.


    Dabei: Keine Mails an niemanden....und kein Gespräch mit der Krähe ohne Zeugen....kann man drüber denken wie man will, aber der Rat resultiert aus meiner persönlichen Erfahrung.


    Gruß und ab jetzt ziehe ich mich hier raus.

  • Ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht und mache sie weiterhin.


    Ich möchte hier jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, deswegen nur in groben Zügen: Es handelte sich um ein Duo, das beim Wechsel F zur E meinen Kollegen und mich rauskicken wollte. Ab der E teilen wir leistungshomogen ein. In der F waren beide Mannschaften (F1 und F2) komplett mit dem älteren Jahrgang besetzt. Insofern sollte aus den Stärksten dieser beiden Mannschaften ergänzt um wenige E-Jungjahrgänge die neue E2 gebildet werden.
    Diese beiden, die verglichen mit uns ein höheres Standing im Verein haben, erzählten bereits überall rum, dass sie im nächsten Jahr die E2 machen. Nu sind das aber genau solche Charaktere wie Du, Schleifenbinder, sie uns oben auch beschrieben hast. Einerseits führte das dazu, dass Kinder mit dem Fußball aufhörten (zum Ende der Saison hatten sie noch einen Wechselspieler) und andererseits kamen Beschwerden anderer Vereine beim Jugendleiter und sogar beim Vereinspräsidium an.
    Wir (also mein Kollege und ich) haben uns da damals weitestgehend rausgehalten.
    Na ja - letzten Endes hieß die Lösung: Sie waren raus; wir blieben drin.


    Seitdem stänkern sie hintenrum. Sie erzählen jedem, der es nicht wissen will, wie schlecht unsere Mannschaft ist. Bei jedem Training haben wir Beobachter, die wild gestikulierend kommentieren, wenn ich ein Hütchen 50 cm zu weit nach rechts lege =)
    Ein dickes Fell hatte ich schon immer. Inzwischen ist der Pelz aber so dick, dass ich mich selbst kaum noch kratzen kann. :D


    Leider merkt man dem Sohn/Enkel auch an, unter welchem Druck er steht. :evil: Manchmal ist es etwas mühsam, gegen das anzureden, was ihm zu Hause eingeimpft wird ("Opa hat gesagt ich kann nur offensiv.").


    Meines Erachtens war ein ausschlaggebende Punkt für die Ablösung dieses Duos, die Tatsache, dass es Beschwerden anderer Vereine gab. (Zitat JL: "So lange ich hier JL bin, macht der keine Jugendmannschaft mehr.")


    Ich will Dir jetzt nicht raten, die Trainer Eurer Gegner zu bitten, sich über den Brüllaffen zu beschweren. Aber wenn sie es täten, könnte das auch die richtigen Hebel in Bewegung setzen...