Hallo!
Bei uns hier im Bezirk trainiert ein Vater seine beiden Kinder (D + C-Junioren), die in verschiedenen Vereinen spielen. Bei einem Verein taucht er als offizieller Trainer auf, im anderen Verein wird seine Trainertätigkeit verschwiegen, obwohl jeder weiß, daß er die Mannschaft trainiert. Ist dieses verboten?
Trainer in zwei verschiedenen Vereinen
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Hallo!
Bei uns hier im Bezirk trainiert ein Vater seine beiden Kinder (D + C-Junioren), die in verschiedenen Vereinen spielen. Bei einem Verein taucht er als offizieller Trainer auf, im anderen Verein wird seine Trainertätigkeit verschwiegen, obwohl jeder weiß, daß er die Mannschaft trainiert. Ist dieses verboten?Gibt zwei Möglichkeiten - erstens bist du das und hast Angst das es stunk gibt oder der betreffende Trainer ist dir ein Dorn im Auge!
Ich denke nicht das etwas dagegen spricht - rein vom gesetzlichen Standpunkt da ich davon ausgehe, dass er bei beiden Vereinen keinen Vertrag unterschrieben hat, der es ihm verbietet bei der Konkurrenz tätig zu sein.Ist also sein gutes Recht in zwei Vereinen engagiert zu sein - sofern er falls vorhanden nur bei einem seine Lizenz abgegeben hat - aber da besteht ja kaum die Möglichkeit zu manipulieren.
Grüße
Zodiak -
Ich zum Beispiel trainiere ab nächster Woche auch in zwei Vereinen.
In meinem Heimatverein trainiere ich die D-Jugend/en und im anderen
in dessen Ort ich auch wohne und selber als Spieler spiele mache
ich Torwart-Training für die D-/C-Junioren und B-/A-Junioren.Es ist meine Sache und mir überlassen. Allerdings gehen die D-Jugenden meines
Heimatvereins ganz klar vor. Und solange ich oder die Kinder nicht merken, dass
meine Aktivität abnimmt und ich völlig fertig bin, werde ich es beibehalten.
Gruß Steven -
Viele Stützpunkttrainer trainieren in einem Heimatverein und zusätzlich auf dem Stützpunkt Spieler von Konkurrenzmannschaften.
Ganz früher gab es sogar mit der Fa. Bayer eine Firma, die gleich 2 Bundesliga-Vereine (Bayer Leverkusen, Bayer Uerdingen) sponorte.
Es darf nur keine Absprachen und Wettbewerbsverzerrungen geben!
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Viele Stützpunkttrainer trainieren in einem Heimatverein und zusätzlich auf dem Stützpunkt Spieler von Konkurrenzmannschaften.
Im FVN ist dies verboten!
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Hallo Bondscoach!
Ich kämpfe seit vielen Jahren dafür, das die Doppelaktivitäten des Kreisauswahl- oder Stützpunkttrainers und Heimatvereintrainers abgeschafft werden, denn häufig liegt der Zweck einzig und allein darin, Talente von der Auswahl in den Heimatverein zu locken. Als Ziel dieser Abwerbung wird fast immer eine bessere Förderung genannt. In Wahrheit interessieren sie sich aber um das Einzelschicksal der ihnen gutgläubig anvertrauten Talente gar nicht, sondern es geht um die Befriedigung des ständig großen Bedarfs an fussballerischem "Frischfleisch"!
Eine Neutralität und Chancengleichheit bei der Talentsichtung und -förderung ist aber nur dann gegeben, wenn keine weiteren Interessen (z.B. vom Heimatverein) vorliegen!
Ich weiß zwar, das es vor kurzem am Niederrhein ein Erdbeben gegeben hat. Sollten die Verantwortlichen solange durchgeschüttelt wurden sein, das sie die Doppelaktivität als Auswahl- und Vereinstrainer endlich zu verbieten?
Gibt es darüber etwas schriftliches? -
Hallo Bondscoach!
Ich kämpfe seit vielen Jahren dafür, das die Doppelaktivitäten des Kreisauswahl- oder Stützpunkttrainers und Heimatvereintrainers abgeschafft werden, denn häufig liegt der Zweck einzig und allein darin, Talente von der Auswahl in den Heimatverein zu locken. Als Ziel dieser Abwerbung wird fast immer eine bessere Förderung genannt. In Wahrheit interessieren sie sich aber um das Einzelschicksal der ihnen gutgläubig anvertrauten Talente gar nicht, sondern es geht um die Befriedigung des ständig großen Bedarfs an fussballerischem "Frischfleisch"!
Eine Neutralität und Chancengleichheit bei der Talentsichtung und -förderung ist aber nur dann gegeben, wenn keine weiteren Interessen (z.B. vom Heimatverein) vorliegen!
Ich weiß zwar, das es vor kurzem am Niederrhein ein Erdbeben gegeben hat. Sollten die Verantwortlichen solange durchgeschüttelt wurden sein, das sie die Doppelaktivität als Auswahl- und Vereinstrainer endlich zu verbieten?
Gibt es darüber etwas schriftliches? -
Zur Thematik das ein Stützpunkttrainer nicht gleichzeitig im Verein tätig sein sollte, kann ich mich TW-Trainer nur anschließen!
Wir haben das leider hier in Bayern auch wo ein talentierter Spieler aus dem Verein nicht mehr in der Auswahl spielt, da der Stützpunktrainer der Meinung ist, dass er nicht in die Mannschaft passt - welche zum großteil aus der Mannschaft besteht die er im Verein trainiert - ja die sind gut, aber völlig Wertungsfrei ist unser Spieler mit Sicherheit eine Verstärkung für diese Auswahlmannschaft!Die Tätigkeit in zwei Breitensportvereinen sehe ich aber nicht so kritisch! Sofern sich an die gängigen Regeln (Abwerbeversuche, etc) gehalten wird.
Grüße
Zodiak -
Da gibt es bestimmt etwas schriftliches.
Andererseits will der Verband die besten Trainer für diesen Job gewinnen. Die meisten guten Trainer wollen aber auch unter Wettkampfbedingungen eine Mannschaft trainieren und nicht nur alle paar Monate die Kreisauswahl. So sperrt der Verband doch automatisch eine ganze Menge potentielle Trainer aus...
Wieso einigt man sich darauf, dass zwischen der Kreisauswahl und der eigenen Mannschaft entweder eine bestimmte räumliche Distanz liegen muss oder mindestens zwei Jahrgänge Abstand bestehen muss, also ein C-Jugend Auswahltrainer nur eine A-Jugend oder E-Jugend trainieren darf... -
Hallo Bondscoach!
Genauso wie beim NFV für die Einführung von Kifu-Regeln im unteren Jugendbereich erfolgreich (siehe dazu das aktuelle NFV-Journal 09/2011) gekämpft wurde, könnte das auch mit einer schriftlichen Bestätigung für den Verbot der Doppelaktivität von Auswahl-Trainern gehen. Versprochen!!
Das mit der Entfernung des Trainers vom Stützpunktort oder dem Training von unterschiedlichen Jahrgängen wurde alles schon probiert und hat genauso schlecht funktioniert. Ob ich meinem Trainerkollegen die Talente erst mal besorge, die ich dann 2 Jahre später bei mir trainiere oder die oftmals bekloppten Eltern (die ihr Kind schon auf dem direkten Weg in die Nationalmannschaft sehen) einige Kilometer weiter fahren lasse. Das Ergebnis ist fast immer das Selbe! Auch führt die fehlende Neutralität der Auswahltrainer dazu, das Trainer, die ihre eigenen Leistungsziele nicht gefährden wollen, ihre Talente erst gar nicht zu den Sichtungen anmelden, was genauso engstirnig ist.
Doch die fehlende Trainerneutralität steht einer winzigen Menge an Talenten, wo der Wechsel Sinn gemacht hat, einer großen Masse an unnötigem Stress für Talente und deren Eltern gegenüber! Sportliche Ziele durch Abwerben von Talenten auf dem Rücken anderer Vereine auszutragen ist für mich auch eine Form der Unsportlichkeit und Unfairness gegenüber Anderen! Die jeweils "Besten" zu einer Mannschaft zusammen zu holen, um gegen die selbst geschwächten Gegner zu gewinnen, was soll das schon ein Trainer-Kunststück sein?
Das Kreis- oder Stützpunkttraining soll allgemein 1 x wöchentlich montags stattfinden. Auch soll es regelmäßige Vergleichswettkämpfe gegen andere Auswahlteams auf Stützpunkt-, Bezirks- oder Verbandsebene geben. Darüberhinaus ist der Auswahltrainer (hat im Regelfall die B-Lizenz) in der denzentralen Trainer-Breitensport-Ausbildung eingebunden. Er sollte auch guten Kontakt zu den Vereinstrainern halten, was am besten durch Besuche vor Ort anlässlich Sichtung potentieller Kandidaten für den Stützpunkt geht. Wenn ein Auswahltrainer seine Aufgaben gewissenhaft erledigt, hat er genug zu tun. Nicht umsonst sind Stützpunkttrainer, die keine zusätzlichen Traineraufgaben im Heimatverein haben, besonders erfolgreich mit ihren Jahrgängen in den Verbänden.
Wenn die Talentförderung perspektivisch und nicht nach kurzfristigen Trainerinteressen erfolgen soll, dann darf es gar keine Vermischung von Traineraufgaben geben. Nur dann, wenn der Ausbildungsfokus so gerichtet ist, das altersbedingte Talentförderung in den Mittelpunkt des Trainerinteresses rückt, deckt es sich mit den Zielen der DFB-Eltieförderungsrichtlinien.
Anders ausgedrückt: bei Sicherstellung von Neutralität ist endlich "Ruhe im Karton"! Das unnötige Gezerre um die Abwerbung von Talenten unter Einflussnahme von Auswahltrainern hört auf. Die Auswahltrainer trachten nach dem Besten für ihre Talente, nicht nach dem Besten für sich selbst!
Argumente, man würde bei einem Verbot der Doppelaufgabe nicht genügend geeignete Kandidaten finden, sind heutzutage bei der Masse an vorhandenen Trainern (viele Ex-Profis mit guter Demonstrationsfähigkeit) mit Eignung für die Leistungsförderung nicht mehr zutreffend. Auch das Argument, der DFB würde diesen Trainern zu wenig zahlen, ist zu kurz gegriffen. Denn für welchen Trainer mit Leistungsambitionen besteht ein Anreiz darin, eine "Gurkentruppe" in der 4. Herren-Kreisklasse zu trainieren, wenn er für ein paar Euro weniger starke, junge Talente trainieren kann?
Auch bei der Diskussion um die Einführung von KiFu-Regeln hat es auch Debatten darüber gegeben, das ja Zuschauer und Trainer a priori zu Randalekandidaten degradiert würden und die Verbannung in Zonen einer unwürdigen Endrechtung gleichkäme. Die Erfahrungen haben aber gezeigt, das Kinderfussball nach der Einführung besser funktioniert, wenn alles friedlich bleibt, weil man sich an gewisse Regeln hält.
Wenn bei der Talentförderung die Kinder (nicht die Auswahltrainer-Karrieren) in den Mittelpunkt gestellt werden sollen, muß man Regeln schaffen, die dies ermöglichen!
Hier in diesem Forum befinden sich vorwiegend Trainer, die am Kinderfussball ihre Leidenschaft gefunden haben. Laßt uns, wie schon beim KuFi gemeinsam dafür kämpfen, das es auch denen, die ein bißchen besser Fussballspielen können, eine faire Chance bekommen, ihr Talent zu entwickeln! Denkt ihr, es lohnt sich?
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Viele Stützpunkttrainer trainieren in einem Heimatverein und zusätzlich auf dem Stützpunkt Spieler von Konkurrenzmannschaften.
Ganz früher gab es sogar mit der Fa. Bayer eine Firma, die gleich 2 Bundesliga-Vereine (Bayer Leverkusen, Bayer Uerdingen) sponorte.
Es darf nur keine Absprachen und Wettbewerbsverzerrungen geben!
Ich habe jetzt nicht die Lust, den kompletten UEFA Vertrag bzw die Satzung zu lesen, aber:
Zwei Vereine , die den selben Hauptsponsor auf der Brust haben (und international spielen?) , ist verboten!
Ich erinner mich noch gut daran, das Fly Emirates (ehem. Sponsor von Chelsea London UND Hamburger SV) der einzigste Sponsor war, der zwei Teams in Europa Unterstützt hat , als Hauptsponsor. Wären beide Mannschaften international vertreten gewesen, so hätte einer von beiden einen anderen Sponsor auf der brust haben müssen bzw Blank. So genau kenne ich mich nicht aus, was die UEFA da alles in der Satzung hat.
Und zu dem anderen Thema: Warum sollte man nicht Stützpunkttrainer UND Vereinstrainer sein - der Vorraussetzung nach, das man NICHT vorteile dem trainierenden Verein gibt? Denn das wäre unfair, und fair ist mehr !
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Hallo,
das ein Stützpunkttrainer nicht auch noch Vereinstrainer sein kann, hängt meiner Meinung von der Mannschaft ab, die trainiert wird. Wenn ersichtlich ist, das das eine das andere nicht berührt, gibt es keine Probleme. Ansonsten sehe ich keinen Grund, warum so etwas erlaubt wird. Es ist ja so schon schwierig genug, jemanden in eine Bezirksauswahl zu bekommen, weil es meistens eh Präferenzen oder Vetternwirtschaft gibt. Bei uns im Juniorinnenbereich war es unmöglich jemanden in der Bezirksauswahl zu halten, weil die zuständige Betreuerin mit unserer Abteilungsleiterin nicht konnte. So wurden unsere Mädels weder gesichtet noch sonst wie gefördert. Die die ich gemeldet hatte wurden gleich wieder aussortiert.
Das ein jemand in zwei Vereinen trainiert ist doch wirklich wurscht. Ich war auch schon in mehreren Vereinen tätig, da es mir darum geht, Fußball zu vermitteln und das mache ich da wo Bedarf ist. Natürlich nicht unbedingt in der gleichen Staffel. Ich finde es interessant, warum nicht beide Kinder
im gleichen Verein sind, wer tut sich denn soetwas an? Ist doch ein ganz schöner Aufwand, also was hat er davon? -
Hallo Pippi,
es wäre schön, wenn du die vorherigen Beiträge gelesen hättest. Deine Äußerungen zum Thema sind besonders typisch für den Mädchen- und Frauenfussball. Aber für die meisten Trainer, die im Juniorenbereich tätig sind, ist der Inhalt deiner Beschreibung kaum nachvollziehbar.
Während sich die Jungen mit relativ neutraler Unterstützung der Eltern in den Mannschaften entwickeln, gibt es bei den Mädchen ein große Schwankungen mit häufigen Trainerwechseln. Das liegt in der Hauptsache daran, s das die Mädchen die Trainer-Korrekturen sehr häufig als Kritik an ihrer Person und nach als Hilfestellung zur Verbesserung ihrer Leistungen verstehen (wollen).
Deine Beschreibung, das die Auswahl von Mädchen nicht nach Leistung, sondern lediglich aufgrund von Sympathien (Vetternwirtschaft) getroffen wird, paßt präzise in dieses Bild. Das ist auch der Grund, warum viele Trainer von Mädchen- und Frauenmannschaften schon nach kurzer Zeit wieder aufgeben!
Wer also irgendwann einmal vor die Frage gestellt wird, ob er ein Mädchen-Traineramt übernehmen möchte, bei dem es auch ein bißchen um Leistungseinsätze geht, der sollte sich das gut überlegen. Beiträge wie die von Pippi beschreiben nur den Gipfel des Eisberges!
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Lieber Vorredner,
das Eltern neutral sind wäre mir neu, das gibt es weder bei Jungs noch bei Mädels.
Und: natürlich habe ich die Beiträge gelesen...siehe meinen Kommentar.
Auch geht es im Juniorinnenbereich ebenfalls um Leistung, nur lernt man ja in der Trainerausbildung bereits,
das es im Kinderfussball darum geht, möglichst viele Spieler bei der Stange zu halten, denn es ist in der F Jugend nicht unbedingt klar, ob der sogenannte Starspieler überhaupt dabei bleibt. Das ist bei den Juniorinnen auch so. Diese Vetternwirtschaft, die ich angesprochen habe gibt es nun einmal im Fußball und daher habe ich auch geschrieben, dass es nicht sein kann, dass ein Stützpunkttrainer gleichzeitig eine Vereinsmannschaft trainiert, die damit zu tun hat. Allerdings sollte mein Beispiel zeigen, dass es eben auch noch weitere Einflussfaktoren gibt.
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Liebe Pippi,
ich kann ich nicht bestätigen, das es bei der Beurteilung von fussballerischen-Talentmerkmalen keine signivikanten Unterschiede von Jungen und Mädchen im Elternbereich gibt. Bei den Jungen gibt es viel mehr Eltern-Zuschauer beim Training und den Spielen. Die wenigen Eltern bei den Mädchenspielen üben aber außerhalb des Spielfeldes deutlich mehr Druck auf die Verantwortlichen aus. Denn was Frau gar nicht leiden kann ist, das es jemand geben soll, der etwas besser kann, als man selber! Zur Beurteilung der Situation gehts dann auch rasch in den emotionalen Bereich.
Diese Situationen gibt es im Umfeld der Jungen seltener. Beispielsweise gibt es für Jungen alljährlich bei Twente Enschede einen Selektionszeitraum, in dem ca. 450 Talente aus einem Radius von ca. 70 km um Enschede gesichtet werden. Ein Trainerteam beobachtet die Talente und deren Fortschritte! Zum Schluß bleiben aus dieser großen Zahl manchmal nur 2 - 3 Spieler übrig. Zwar gibt es immer wieder Tränen der Enttäuschung bei den Kindern, aber niemals hat es den Vorwurf einer Vetternwirtschaft bei der Selektion gegeben.
Wenn das Zauberwort "bei der Stange halten" von Kindern heißen soll, dann muß man auch die Frage stellen, welchen Preis die Trainer dafür zahlen sollen? Wer verbringt seine Freizeit gern mit Dingen, für die er Vorwürfe aus dem Umfeld erntet?
Bei den Jungen gibt es teilweise sogar ein Überangebot an Trainern, weil es hier häufig dauerhaft Spaß macht. Bei den Mädchen ist die Verweildauer der Trainer deutlich kürzer! Zu diesem Thema passend gelangte unlängst ein Kollege, der sich über ein Jahrzehnt lang als Trainer im Mädchen- und Frauenleistungsbereich tätig war und mehrere Nationalspielerinnen sowie eine Reihe von Bundesligaspielerinnen hervor brachte, zur bitteren Erkenntnis: "so ein Mobbing von Spielerinnen und deren Eltern hat es früher nicht gegeben. So machen sie sich ihren Fussball doch selbst kaputt!"Beim Thema Neutralität von Stützpunkttrainern geht es darum, für die Chancengleichheit der Talente zu kämpfen. Unabhängig vom Geschlecht! Denn wie schon im Beitrag zum Thema "RAE" beschrieben, werden nicht immer die richtigen Talente gesichtet und gefördert. Die Unterstellung einer "Vetternwirtschaft" als Motiv einer Fehlentwicklung halte ich in diesem Zusammenhang für nicht zielführend! Mehr Erkenntnisse könnte man gewinnen, wenn man in einem definierten Gebiet und Zeitraum Sützpunkttrainer arbeiten läßt, die nicht gleichzeitig als Vereintrainer aktiv sind. Sollten sich hier mehr Talente für höhere Aufgaben empfehlen, so hätte man Daten, die für eine Änderung der Regelung sprechen.
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Der Stützpunkttrainer,...Aushängeschild mit besonderen Fähigkeiten und Symbolcharakter, zudem jedes Kind aufschauen sollte.
Welchen Grund gibt es für den Stützpunkttrainer, dem Kind NICHT zu zeigen - du kannst in meiner Vereinsmannschaft spielen.
Nehmen wir nur mal den Effekt des "Sympathikus". Erst gestern habe ich mir das Training unseres ST in seinem Verein angeschaut und es war fast makellos.
Bei jedem Kind war ausnahmslos Willensbereitschaft zu erkennen. Eltern und Großeltern schauen zu, erkennen ebenfals den "Sympathikus ST".Wieviel Eltern stellen sich die Frage beim Stützpunkttraining - mein Kind und ich sehen diesen Trainer als äußerst positiven Einfluß auf die Entwicklung zum "Fußballer"?
Um noch mehr von ihm zu lernen, wechselt mein Kind in seinen Verein und genießt diesen Status!
Sicherlich Prozentual verschwindend gering, aber in der heutigen Zeit, gerade in den Altersklassen zwischen D-A Jugend ist für ein Dorfverein nicht nur eine Entwicklungsminderung, sprich die Qualität des Trainings und des Spiels zu erkennen, sondern auch die Existenzen solcher Mannschaften stehen oft auf der Kippe.Also, Sympathie und Antipathie sind für mich die größten Feinde eines relativierten Umgangs von Stützpunkttrainern, Eltern und Kind!
P.S. Der ST im Raum Großenhain ist ein sehr angagierter Trainer mit Fähigkeiten, aber er trainiert drei E-Jugendmannschaften und ist mindestens fünf mal die Woche unterwegs, neben Job und Familie.
Sucht er Abhilfe, die für mich zu der darstellenden Misere? Findet sich überhaupt jemand, der ihn unterstützt? Ich denke, so schnell nicht und das in einer Stadt von ca. 15000 Einwohnern!?beste Grüße
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Der Grund, warum ein Stützpunkttrainer nicht gleichzeitig als Mannschaftstrainer seine Auswahlspieler nicht in sein Heimatteam holen sollte, liegt in der Interessenskollision. Denn er spielt ja mit seinem Team Punktspiele gegen die Mannschaften, die er durch Abwerbung ihrer besten Spieler vorher bereits geschwächt hat.
Wie soll sich z.B. ein Torwart entwickeln können, wenn er pro Spiel 1 - 2 Rückpässe zu verarbeiten hat? Welche Herausforderung soll für die einzelnen Auswahlspieler darin bestehen, jedes andere Team in der näheren Umgebung zweistellig vom Platz zu fegen?
Es hat diese Versuche in den vergangenen Jahren bei größeren Vereinen gegeben, Teams mit Auswahlspielern in der E und D-Jugend zusammenzustellen. In den mir bekannten Fällen hat man wieder Abstand davon genommen, Spieler vor der C-Jugend in ein Leistungsteam zusammen zu holen, weil sie ein Großteil der Spieler nicht den Erwartungen entsprechend entwickelt haben.
Wie ich auch schon sagte, mag es in Einzelfällen durchaus funktionieren, wenn ein Stützpunkttrainer Doppelaufgaben hat, aber in der Masse gibt es eher Nachteile. Will man es einer Prüfung unterziehen und zu zukunftsweisenden Antworten kommen, dann bedarf es eines Testgebietes und Zeitraums.
Allerdings scheint es im Verband-Niederrhein ja schon so ein Verbot für Stützpunkttrainer zu geben. Deshalb wäre es besonders interessant, den Inhalt dieses Verbots und etwas über die Erfahrungen damit zu erfahren.
