Situation ist folgende:
Im letzten jahr hab ich zusammen mit einem Freund zusammen eine B-Jugend übernommen. Rollenverteilung war klar, er hatte das letzte Wort. Gab nie Probleme, gab ein paar nette Diskussionen und alles lief. Diese Saison war ich dann Verantwortlich (mit dem neuen Co war ich mir nicht grün, der hat dann die Mannschaft gewechselt) und habe die Jungs quasi die ganze Saison alleine betreut. Mein Kumpel wollte diese Saison eigentlich wegen der Uni aussetzen, hat dann aber doch wieder in der ersten B-Jugend angefangen, nachdem es dort einen Trainerwechsel gab. Dort war er zunächst nur zweiter Mann, hat dem ersten aber Stück für Stück das Wasser abgegraben und wird von den Spielern, Eltern, und Vorstand als Cheftrainer gesehen. Der erste Trainer war noch Coach einer weiteren Mannschaft, hat die Mannschaft aber einem jungen Trainer überlassen der gerade mal aus der A-Jugend kam und jetzt selbst eine A trainieren soll. Das ging natürlich in die Hose, hat ihn aber nicht interessiert.
Mein Kumpel ist um längen Kompetenter und Zuverlässiger als sein Mittrainer. Dieser genießt keinen guten Ruf mehr, ist (leider) aber auch im Jugendvorstand, hat wegen einem Kater eine Laufeinheit im Trainingslager ausfallen lassen (er war mit einigen Spielern bis früh Morgens feiern), macht ständig Vorschläge die sich entweder in rechtlichen Grauzonen oder der Illegalität bewegen (Pokerturnier, Gotchaspielen und andere Dinge) aus denen dann aber eh nichts wird. Außerdem vergisst er öfter mal Termine, ist unvorbereitet und kümmert sich eigentlich um nichts.
Er ist für die nächste Saison nur für zwei Teams als Trainer im Gespräch. Zum einen wieder mit meinem Freund in der B, und zusammen mit mir in der wahrscheinlich zweiten A.Jugend. Ich möchte mit ihm jedoch keinesfalls zusammenarbeiten, da mir sein Stil und seine Methoden nicht schmecken. Der Vorstand weiß auch, dass er eigentlich auch auf Grund seines neuen Jobs keine Zeit hat, aber leider befürchte ich, dass ihm niemand sagen wird, dass es besser wäre sich nur auf seine Vorstandsarbeit zu beschränken, zumal er sich dann auch seine Arbeit eigenständig einteilen könnte.
Fakt ist, dass meine Kumpel und ich eigentlich wieder zusammen eine Mannschaft betreuen wollen, aber keine Zweite mehr. Aus der B lässt der o.g. sich leider nicht freiwillig rausdrücken, und in der A macht der Trainer jetzt auch weiter. Wir verstehen uns auch privat super, man kann sich auf den anderen verlassen und weiß auch, dass dort was hintersteckt und Training nicht nur des Trainings wegen gemacht wird, sondern das Team sich dadurch verbessern soll. Leitet der o.g. eine Einheit passen die Übungen oft nicht und machen keinen Sinn. Das merken auch die Spieler und fragen ihn dann was das soll. Er stammelt sich dann einen zusammen und kann die guten Fragen der Spieler nicht beantworten. Ich hätte auch kein Problem damit nicht mehr das letzte Wort zu haben, da ich weiß, dass man sowas ausdiskutieren kann und wir uns auch in der letzten Saison oft für die nach der Diskussion sinnvollere Variante entschieden haben, und das war auch desöfteren mal meine.
Lange Rede kurzer Sinn: Was macht ihr in euren Vereinen in so einer Situation?
