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Viele Worte, wenig Inhalt. Ich wundere mich, wer überhaupt das Ganze durchliest. Zudem scheint der Zwanziger der mit weitem Abstand berümteste Fussballer zu sein, wenn man auf die Anzahl Bilder abstützt. Mein Fazit, ausser Seite 71 ist alles für die Papiersammlung.
Man darf die Ausbildung eines bestimmten Jahrganges nicht losgelöst betrachten, sondern muss sie immer im Zusammenhang mit der Vorgeschichte und der gewünschten Zukunft sehen.
Konzept für den Breitenfussball:
- Bambinis (Vorschulalter): Eigentlich ist das Kinderhütedienst mit Ball, fussballerisch wird da mehrheitlich vieles falsch gemacht. Mit fast 100% Sicherheit verliert ein Bambini die Beidfüssigkeit und hat nie die Chance, sie wieder zu erlangen.
- F (Schulbeginn): Die Kinder lernen erstmals, sich in eine Gruppe einzufügen, Erziehung zum Teamplayer ist enorm wichtig. Fussballerisch steht das Indivduum im Vordergrund, also Dribbling, Schuss, 1:1. Positionen sind völlig unwichtig, eine vage Orientierung vorne/hinten und links/rechts genügt völlig. => 5er-Fussball (1 Torwart, 4 Feldspieler) ohne Rangliste und ohne Schiedsrichter(!) auf dem Minifeld (25x15m), ist genau das richtige.
- E: Gruppenbildung, spielen im Gruppenverband zu dritt. 3 Spieler einer Gruppe gehen gemeinsam vor oder zurück, die Positionen und Abstände in der Gruppe sollen eingehalten werden. Zur individuellen Ausbildung kommt das Passspiel dazu. Rangliste und Höhe des Resultats ist immer noch unwichtig, Sieg/Niederlage genügt. => 7er-Fussball ohne Rangliste auf dem Querfeld (1/2 Platz seitenbegrenzt).
- D: Verband aus mehreren Gruppen: Die verschiedenen Gruppen (Verteidigung, Mittelfeld, Sturm) agieren erstmals gemeinsam im Verband. Allgemeine Spielprinzipen treten langsam in den Vordergrund, die individuelle Ausbildung sollte langsam komplettiert werden. Die Rangliste wird wichtig zur Einteilung in höhere Leisungsklasse (Bezirksliga). => 9er-Fussball mit 3 Linien auf reduziertem Feld (16er-zu-16er, seitenbegrenzt).
- C und höher: Vollständige Mannschaft mit Beginn der Speziallisierung auf bestimmte Positionen. Spielzüge und Verhalten bei Standardsituationen treten langsam in den Vordergund, die individuelle Ausbildung sollte abgeschlossen sein. Konditionelle Aspekte müssen langsam beachtet werden. => 11er-Fussball.
Auf jeder Stufe gibt es frei wählbare Stärkeklassen, jeder Verein darf seine Mannschaften einteilen, wo er will. Wer gerne gewinnt, geht mit einer starken Mannschaft in schwächere Klassen, auf der anderen Seite werden die Spieler da kaum gefordert. Auf jeder Stufe gibt es eine Leistungsklasse, bei F und E wird auf Antrag der Vereine fix eingeteilt, wobei vorallem auf die Grösse des Vereins abgestellt wird (grosse Vereine haben mehr stärkere Spieler). Ab D gibt es Auf-/Abstieg aus der 1.Stkl. Ab D gibt es aber auch eine Spitzenklasse, die ist aber nicht mehr Bestandteil des Breitenfussball.
Der Vorteil dieses Konzeptes ist, auf jeder Stufe wird etwas neues dazugelernt. Es ist aufgebaut wie ein Lehrplan in der Schule. Zuerst werden die Grundlagen erarbeitet und später verfeinert und auf komplexe Vorgänge umgesetzt. Das Konzept ist übrigens nicht von mir, sondern nur eine Zusammenstellung, was der SFV will. Der SFV ist aber auch nur ein Fussballverband, dessen Hauptinteresse der Nationalmannschaft gilt. Immerhin hat der SFV erkannt, dass es ohne guten Breitensport, keinen guten Spitzensport und damit auch keine gute Nationalmannschaft gibt.