Beiträge von Zaungast

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    Zitat:


    Andre schrieb am 12.11.2008 10:20
    Ich schrieb, ....diejenigen die Pause haben, könnten Ballkoordination machen.




    Ja, und ich schrieb, ...dass keine Mannschaft Pause hat. Wenn aber niemand Pause hat, wärend die anderen spielen, kann auch niemand üben. Damit trotzdem geübt wird, wird auf einem Platz nicht gespielt, sondern die beiden eingeteilten Teams üben. Alles immer nach dem normalen Turnierplan. Selbstverständlich geht das nicht alleine, wenn man mit den einten Kindern übt, kann man nicht auch noch die anderen beaufsichtigen und das Turnier leiten.

    Nochmals, ein 5er-Turnier zeichnet sich dadurch aus, dass immer(!) alle Teams gleichzeitig spielen. Der Turnierplan ist so aufgebaut, dass niemand (abgesehen von Auswechselspieler) auch nur ein einziges Spiel zuschauen muss. D.h. natürlich, dass pro zwei Teams ein Spielplatz zur Verfügung stehen muss. Bis zu 40 Kinder in 6 Teams geht das prima in einer Dreifachturnhalle. Draussen habe ich schon selber ein Turnier mit 18 Teams durchgeführt. 9 Spielplätze auf einem normalen Fussballfeld mit gegen 100 Kindern, ist aber oberste Grenze.

    Zitat:


    Dirk Coerverfan schrieb am 10.11.2008 15:54
    Dort konnte ich beobachten das die Mannschaften des Hamburger Fussball Verbandes und die Bundesliga E-Jugendmannschaften (Leverkusen, Schalke, Werder, usw.) unheimlich harten und körperbetonten Fußball spielen. Weiterhin ist mir aufgefallen das die HSV-Kinder kaum ihre Techniken, die sie im Training üben, anwendeten. Es wurde aus Angst vor dem robusten Einsatz durch die Gegenspieler, unheimlich schnell abgespielt bzw. der Ball einfach weggeschlagen.




    D-Junioren bei Grossvereinen spielen normalerweise eine Kategorie höher, also bei den C-Junioren. Z.B. spielten meine C-Jungs in der 1.Stkl. gegen die U12 des FC Zürich, das sind 2 bis 3 Jahre Unterschied. Diese Jungs, also jüngerer Jahrgang D, spielt somit so körperbetont, wie im C 1.Stkl. gespielt wird. Selbstverständlich soll niemand diese Spielweise von den Grossvereinen abschauen und auf seine Mannschaft übertragen.

    Zum zweiten gibt es das Spielprinzip 3-2-F (3 Ballkontakte hinten, 2 in der Mitte und freies Spiel vorne), wobei das Spielfeld nicht gedrittelt, sondern geviertelt wird und die Mittelzone aus 2/4 besteht. 2 Ballkontakte über ein so grosses Gebiet sieht schnell mal nach Ball wegschlagen aus, ist es aber mit Sicherheit nicht, bei einem Grossverein schlägt kein einziger den Ball einfach weg. Dieses Spielprinzip sollt ihr übrigens ab dem C ebenfalls einsetzen.

    Dass Trainer von Grossvereinen das 3-2-F schon bei der E-Jugend verlangen, das ist allerdings übertrieben. Das hat damit zu tun, dass Trainer bei Grossvereinen Resultate vorzeigen müssen, die Rangliste ist eben das einfachste Mittel. So werden Spielprinzipen angewendet, die erwiesenermassen bessere Resultate liefern, für die Ausbildung aber falsch sind. Kaum ein Vereinspräsident und auch nur wenige Sportchefs, sind in der Lage, dies richtig zu deuten.

    Apropos Ball wegschlagen. Ich ermuntere meine Jungs sogar, in kritischen Situationen den Ball wegzuschlagen. Ein weggeschlagener Ball muss aber zwingen immer in den freien Raum gezielt werden, nur so ist das Wegschlagen erlaubt. Der Sinn, es soll für jeden Mitspieler sichtbar sein, dass der Ball weggeschlagen wurde, also er höchstwahrscheinlich nicht freigestanden ist.

    Zitat:


    Andre schrieb am 10.11.2008 11:13
    Diejenigen die Pause haben,...




    Also wenn schon Turnier, dann 5er-Turnier. Der Clue bei 5er-Turnieren ist nicht so sehr, dass 5:5 spielen, sondern dass keine Mannschaft Pause hat. Ausgenommen ist natürlich die grosse Pause in der Mitte, in der alle pausieren (in der Halle keine Bälle!). Sonst sind aber immer alle(!) Kinder beschäftigt und keines hat Pause. Hat man schon eine Dreifachhalle zur Verfügung, dann ist ein 5er-Turnier genau das richtige, wegen der Grösse allerdings nur 4:4 ohne Torhüter mit kleinen Toren (Matten). Eigentlich sollte ich mal den 5er-Fussball genauer vorstellen.

    Zitat:


    Christoph schrieb am 09.11.2008 23:51
    Wie trainiere ich 30 Kinder, wenn ich nicht nur spielen lassen will?




    Wenn dir nur eine Einfachturnhalle zur Verfügung steht, vergiss es mit 30 Kindern. Wechsle zu 14 täglich Training in 2 Gruppen à 15 Kinder. Ich hatte einmal 18 F-Junioren alleine in einer Turnhalle, das war eigentlich schon nicht mehr vertretbar.

    Hast du 2 Turnhallen (solltest du bei 2 Mannschaften eigentlich haben), spielst du im Turnus in einer Halle 4:4, in der anderen übst du jeweils die halbe Zeit. E1 spielt zuerst, E2 nachher.

    Hast du eine Dreifachhalle für dich (ja sowas gibts), dann mach jeweils immer ein 5er-Turnier in der Halle (4:4 ohne Torhüter, Tore sind aufgestellte Matten). In einem Drittel wird jedoch nicht gespielt, sondern geübt. Die Einteilung erfolgt aber genau nach Turnierplan (könnte ich dir schicken).

    Eine andere wichtige Massnahme zur Verbesserung des Hallentrainings ist, man nimmt nur die Hälfte Bälle mit. Gib aber nicht einfach 8 Bälle den 15 Kindern heraus, sondern ganz geziel zwei bekommen einen Ball. Der zweite muss dann solange warten, bis der erste den Ball abgeben muss. Keinesfalls darf der zweite einen Ball bei einer anderen Gruppe "stehlen". Du kannst sicher sein, so wird doppelt so gut dem Ball Sorge getragen. In der Halle ist sowieso Techniktraining angesagt, da genügen halb soviele Bälle. Auch beim Jonglieren hat das eine Qualtitätssteigerung zur Folge, fällt der Ball nämlich herunter, muss man den Ball am zweiten Spieler abgeben und der darf ihn behalten, bis er wieder herunterfällt.

    Zitat:


    Andre schrieb am 06.11.2008 14:40
    Ich könnte dann aber sagen, dass ich es ausprobiert habe und Du nicht.



    Mann muss auch nicht immer dem letzten Schrei nachrennen und kann ruhig abwarten, bis sich das ganze stabilisiert hat. Für mich bleibt Fussball in der Halle (Hallenfussball oder Futsal) ein Verletzungsrisiko und sollte höchstens wenige Male ausgeübt werden. Auch der beste Hallenboden ist im Vergleich zum Rasen einfach Beton. Auch wenn die Regeln Körperkontakt vollständig verbieten würden, kommt es zu Unfällen, die dabei entstehenden Verletzungen dauern schnell mal einige Tage bis Wochen. Hallenmeisterschaften (jedes Wochenende ein Spiel) finde ich darum total daneben.

    Zitat:


    Hattabi schrieb am 05.11.2008 11:33
    Die Höhe der Kosten für Spielverlegungen, die Zaungast erwähnt hat, hat mich schon erstaunt.




    Der Verband hat die Gebühren so hochschnellen lassen, um den überbordenden Verschiebungen Herr zu werden. Es geht ja nicht nur um die Verschiebung der Spiele, sondern auch Schiedsrichter müssen neu aufgeboten werden, etc.

    Ich habe an diesem Wochenende gerade zwei verschiedene Verschiebungen erlebt. Das Spiel der E2 wurde schneebedingt abgesagt (kostet nichts), zu einem Nachholen wird es aber aus terminlichen Gründen nicht mehr kommen. Da E-Junioren in der Schweiz ohne Rangliste spielen, ist das nicht tragisch. Mein Sohn durfte bei den C-Junioren (nicht meine) bei einem Verein mit einen neuen Kunstrasenplatz antreten. Weil das zur Eröffnung vorgesehene Promi-Spiel zur selben Zeit angesetzt war, wurde das Meisterschaftsspiel kurzerhand zuerst um 2h und am Vortag nochmals um 30Min. später angesetzt. Vom Ärger der Eltern, die vielleicht die Zeit nach dem ursprünglichen Spiel schon verplant hatten, will ich jetzt gar nicht sprechen. Der Clue der ganzen Geschichte, der Kunstrasenplatz war mit so viel Schnee bedeckt, dass schon das Promi-Spiel zu einem Schlittschuh-Schaulaufen ohne Kufen ausartete. An ein Meisterschaftsspiel war nicht zu denken, also musste auf den Acker (genannt Trainingsplatz) ausgewichen werden. Dort hätte man das Spiel aber auch zur ursprünglichen Zeit austragen können.

    Zitat:


    Andre schrieb am 05.11.2008 01:31
    ... dass ich versuchen würde, dass Spiel so zu verlegen, so dass es passt.




    Mensch, da würdest du bei uns schnellstens der Trainerjob los sein. Auch eine Verlegung 3 Wochen im voraus kostet den Verein 20 Euro Gebühren und schon die will kaum einer bezahlen, geschweige den bei kurzfristigen Verschiebungen (100 Euro). Ich habe schon erlebt, dass ein Spiel 3:0 Forfait gegeben wurde, weil es bei Junioren billiger ist (35 Euro). Zugegegeben die Terminknappheit war mitbestimmend.

    Zurück zu den Einstellungen der Eltern. Es ist nun mal so, dass die Ansichten sehr weit auseinander gehen und Absenzen aus den unmöglichsten Gründen vorkommen. Der Trainer kann diese Gründe ja gar nicht überprüfen. Ich verfahre darum bei einer C und darüber nach der simplen Regel, wer nicht trainert, spielt nicht. Wer gut spielt, steht bei einem Spiel länger auf dem Platz. Wer nicht spielt, kann nicht zeigen, wie gut er spielt (auch wenn ich es eigentlich schon wüsste). Bis D und darunter gilt, wer weniger häufig trainiert, spielt weniger häufig. Am Spiel spielen alle in etwa gleich lang (etwa 2/3 eines Spiels). Nach jedem Spiel schreibe ich die effektive Spielzeit der Spieler auf 5Min gerundet auf. Wenn es Reklamationen gibt, nehme ich jeweils diese Spielzeiten und die Absenzenliste hervor.

    Zitat:


    Chris schrieb am 03.11.2008 18:22
    ... bei uns werden alle Jugendspiele inkl. G-Jugend mit Schiris besetzt.



    Luxus kann aber auch verwöhnen. Ich halte es für verfehlt bis und mit F-Alter mit Schiedsrichtern zu spielen. Kinder sollen zuerst lernen, sich selber zu einigen, das ist sehr wichtig, um das Gefühl für Fairness zu entwickeln. Wer von Anfang an mit Schiedsrichtern spielt, lernt das nicht. Gerade heutzutage, wo es kaum noch irgendwo einen Bolzplatz gibt, auf dem sich die Kinder selber einigen müssen, muss dieser Teil der Ausbildung unbedingt in die normalen Verbandsspiele integriert werden. Fussball ist immer noch ein sozialer Sport und das soll er auch bleiben.

    Ich habe hier (http://www.trainertalk.de/fussballtraining/thread.php?threadid=1439) das Konzept des SFV erläutern. Da ist das Schiedsrichter lose Spiel bei den F-Junioren ein wesentlicher Bestandteil. Es wird zwingend vorgegeben, dass die Betreuer der spielenden Teams keine Ersatzschiedsrichter sind! Die Kinder sollen sich selber für ihr Recht wehren und sie sollen selber auch nachgeben lernen. Das funktioniert übrigens ohne Erwachsene viel besser.

    Zitat:


    bcefferen schrieb am 31.10.2008 12:06
    Genau das berücksichtigt das Schweitzer System.




    Danke für die Informationen, aber ich bin zur Ansicht gekommen, dass auch das Schweizer System mein Problem (gleichstarke Gegner) nicht zufriedenstellen löst. Weiss jemand andere Lösungen?

    Ich habe schon öfters von einem Turniersystem gehört, das eine gültige Rangliste erzielt, obwohl nicht alle Teilnehmer gegen alle spielen. Es wird glaube ich "Schweizer System" genannt und wird bei Schachturnieren angewendet. Leider habe ich nirgendwo genauere Informationen darüber gefunden.

    Es geht mir eigentlich gar nicht um eine gültige Rangliste, als mehr darum, dass im Laufe eines Turniers eher gleichstarke Teams aufeinander treffen. Die Methode Gruppen-/Finalspiele scheidet dabei aus, es darf keine Rangliste geben. Wie kann man dafür sorgen, dass gegen Ende eines Turniers die besseren sowie die schlechteren gegeneinander spielen?

    Zitat:


    Big Bopper schrieb am 30.10.2008 14:59
    Wenn man aber solche "Konzepte" durchführen sollte, dann bräuchten wir mindestens 80% neue Trainer...




    Ich sehe es nicht so extrem, aber es gibt tatsächlich immer wieder unbegründete Widerstände. Trainer, Vereine und teilweise sogar Regionalverbände sehen nicht, wie man mit 5er Teams bessere Fussballer hinkriegt, als mit 7er. Dass der einzelne Spieler wärend eines Spiels fast 40% mehr Ballkontakte hat, obwohl es nur 20% weniger Spieler sind, begreifen nur wenige. Viele können einfach nicht richtig beobachten und mitzählen. Oder ohne Schiedsrichter zu spielen, wird des öfteren als abwertend Bolzplatz-Fussball bezeichnet, der Gewinn an Fairness und Fairplay tritt eben erst ab dem C-Alter in Erscheinung. Dies ist aber entscheiden, gerade bei Nationalmannschaften an WM oder EM.

    Das Konzept wird vom SFV seit ca. 15 Jahren versucht umzusetzen. Ich denke es ist kein Zufall, dass ausgerechnet in den letzten Jahren soviele Schweizer sich auch im den europäischen Topligen bewähren. Man kann von jedem Ausbildungskonzept keine Wunder erwarten, aber eine Prozente besser bringens schon. Wer die Zinseszins-Rechnung versteht, weiss was diese wenigen Prozente bringen können.

    Dem einzelnen Trainer (Verein) kann es egal sein, ob sich ein Verband vernünftig verhält oder nicht. Aber er kann dieses Konzept zumindest im Training berücksichtigen und so seine Spieler besser auf die Zukunft vorbereiten. Dabei muss man ganz zuunterst anfangen, wenn der F-Trainer keine gute Arbeit macht, hat der A-Trainer nie eine gute Mannschaft.

    Zitat:


    Dirk Coerverfan schrieb am 29.10.2008 20:09
    siehe folgenden Link(Entwicklungsplan/Konzeption des DFB: http://www.dfb.de/uploads/medi…sballentwicklungsplan.pdf



    Viele Worte, wenig Inhalt. Ich wundere mich, wer überhaupt das Ganze durchliest. Zudem scheint der Zwanziger der mit weitem Abstand berümteste Fussballer zu sein, wenn man auf die Anzahl Bilder abstützt. Mein Fazit, ausser Seite 71 ist alles für die Papiersammlung.

    Man darf die Ausbildung eines bestimmten Jahrganges nicht losgelöst betrachten, sondern muss sie immer im Zusammenhang mit der Vorgeschichte und der gewünschten Zukunft sehen.

    Konzept für den Breitenfussball:

    - Bambinis (Vorschulalter): Eigentlich ist das Kinderhütedienst mit Ball, fussballerisch wird da mehrheitlich vieles falsch gemacht. Mit fast 100% Sicherheit verliert ein Bambini die Beidfüssigkeit und hat nie die Chance, sie wieder zu erlangen.

    - F (Schulbeginn): Die Kinder lernen erstmals, sich in eine Gruppe einzufügen, Erziehung zum Teamplayer ist enorm wichtig. Fussballerisch steht das Indivduum im Vordergrund, also Dribbling, Schuss, 1:1. Positionen sind völlig unwichtig, eine vage Orientierung vorne/hinten und links/rechts genügt völlig. => 5er-Fussball (1 Torwart, 4 Feldspieler) ohne Rangliste und ohne Schiedsrichter(!) auf dem Minifeld (25x15m), ist genau das richtige.

    - E: Gruppenbildung, spielen im Gruppenverband zu dritt. 3 Spieler einer Gruppe gehen gemeinsam vor oder zurück, die Positionen und Abstände in der Gruppe sollen eingehalten werden. Zur individuellen Ausbildung kommt das Passspiel dazu. Rangliste und Höhe des Resultats ist immer noch unwichtig, Sieg/Niederlage genügt. => 7er-Fussball ohne Rangliste auf dem Querfeld (1/2 Platz seitenbegrenzt).

    - D: Verband aus mehreren Gruppen: Die verschiedenen Gruppen (Verteidigung, Mittelfeld, Sturm) agieren erstmals gemeinsam im Verband. Allgemeine Spielprinzipen treten langsam in den Vordergrund, die individuelle Ausbildung sollte langsam komplettiert werden. Die Rangliste wird wichtig zur Einteilung in höhere Leisungsklasse (Bezirksliga). => 9er-Fussball mit 3 Linien auf reduziertem Feld (16er-zu-16er, seitenbegrenzt).

    - C und höher: Vollständige Mannschaft mit Beginn der Speziallisierung auf bestimmte Positionen. Spielzüge und Verhalten bei Standardsituationen treten langsam in den Vordergund, die individuelle Ausbildung sollte abgeschlossen sein. Konditionelle Aspekte müssen langsam beachtet werden. => 11er-Fussball.

    Auf jeder Stufe gibt es frei wählbare Stärkeklassen, jeder Verein darf seine Mannschaften einteilen, wo er will. Wer gerne gewinnt, geht mit einer starken Mannschaft in schwächere Klassen, auf der anderen Seite werden die Spieler da kaum gefordert. Auf jeder Stufe gibt es eine Leistungsklasse, bei F und E wird auf Antrag der Vereine fix eingeteilt, wobei vorallem auf die Grösse des Vereins abgestellt wird (grosse Vereine haben mehr stärkere Spieler). Ab D gibt es Auf-/Abstieg aus der 1.Stkl. Ab D gibt es aber auch eine Spitzenklasse, die ist aber nicht mehr Bestandteil des Breitenfussball.

    Der Vorteil dieses Konzeptes ist, auf jeder Stufe wird etwas neues dazugelernt. Es ist aufgebaut wie ein Lehrplan in der Schule. Zuerst werden die Grundlagen erarbeitet und später verfeinert und auf komplexe Vorgänge umgesetzt. Das Konzept ist übrigens nicht von mir, sondern nur eine Zusammenstellung, was der SFV will. Der SFV ist aber auch nur ein Fussballverband, dessen Hauptinteresse der Nationalmannschaft gilt. Immerhin hat der SFV erkannt, dass es ohne guten Breitensport, keinen guten Spitzensport und damit auch keine gute Nationalmannschaft gibt.

    Zitat:


    bcefferen schrieb am 29.10.2008 11:27
    Als ich ihm den Tipp gab, das eine seiner Außenverteidigerinnen absolut falsch postiert spielt, sagte er mir sinngemäß, das es ihm völlig egal ist was sie will oder andere meinen. Sie wird laut seiner Aussage nur auf dieser Position spielen, oder die Bank drücken müssen.




    Erstens, bezüglich Aufstellung hat der Trainer IMMER recht. Zweitens, wenn er mal nicht recht hat, tritt automatisch erstens in Kraft. Im Ernst, ein Spieler(in) hat diejenige Position einzunehmen, die der Trainer vorgesehen hat, ohne wenn und aber.

    Ich kann die Spielerin verstehen, sie reagiert unmotiviert und unkonzentriert und darum unterlaufen ihr Fehler. Aber das ist genau das, was sie nicht machen sollte. Ganz im Gegenteil sollte sie dem Trainer jetzt erst recht zeigen, dass sie in jeder Position hervorragend spielen kann. Da muss sie jetzt einfach durch, es kann aber auch eine Chance sein.

    Ein AV hat doch die besten Chancen, den Ball vom Torwart zugerollt zu bekommen, wenn er sich genügend bereitwillig freistellt. Da kann er den Ball ins Mittelfeld oder sogar in den Sturm verteilen. Der AV darf auch bis in den Sturm aufrücken, sofern die Mannschaft im Ballbesitz ist. Einem AV nimmt man es auch nicht übel, wenn er mal nicht mitgeht. Ein AMF hat diese Freiheit nicht, der findet sich schnell auf der Bank wieder, wenn er nicht mitgeht. Auch ein IV ist viel stärker an seine Position gebunden, wehe er ist mal zuweit vom gegnerischen MST weg. Der MST dafür hat praktisch immer ein oder zwei gegnerische IV, die ihm auf die Füsse stehen. Und von einem IMF wird so unmögliches erwartet, wie gleichzeitig MST und IV zu sein.

    Also die Spielerin soll doch ihre Chancen nutzen und sich Freiheiten herausspielen, die ihr an anderen Positionen nicht gewährt werden. So kann sie sich Eigenschaften aneignen, die ihr bei einem anderen Trainer sehr viel weiter helfen kann.

    Zitat:


    bcefferen schrieb am 29.10.2008 10:49
    Stimmt, sorry da hab ich schon an den zweiten, vor dem ersten Schritt gedacht.




    Man könnte ja auch den dritten Schritt mit anführen. Natürlich werden die meisten Trainer wegen Erfolgslosigkeit entlassen, aber es gibt manchmal Gründe, wieso der eine erfolglos und der andere erfolgreich ist. Dies Gründe zu diskutieren machen doch den Reiz aus und wie du sagst, man kann daraus sogar etwas lernen.

    Zitat:


    Meistermacher2009 schrieb am 08.10.2008 12:42
    Die 1. Trainerentlassung in der Fussball Bundesliga.




    Also wenn schon über Trainerentlassungen spekulieren, dann aber gleich mit Begründung, warum. Die Begründungen machen den Unterschied zu einem reinen Lotterie-Quiz.

    Zitat:


    markus2406 schrieb am 23.10.2008 12:48
    Ich beklag mich hier auch auf hohem Niveau, es ist nicht so das alle keine Lust haben oder so




    Nicht alle Kinder sind gleich und nicht alle können sich gleich gut konzentrieren und einige wenige haben ein Aufmerksamkeitsproblem. Bei den kleinen Fussballern lässt sich das zum Glück relativ gut in den Griff kriegen. Falls einer Blödsinn macht und die anderen stört, schick in zum entferntesten Beleuchtungmast (Ecke) und lass ihn dort 1-2 Min. stehen, bevor du ihn zurückrufst. Die anderen können so ungestört einige Minuten weiterarbeiten und der Weggeschickte wird es sich mit dem Blödsinn das nächste mal gut überlegen. Falls es mehrere Störefriede gibt, schicke sie jeweils zu einem anderen Mast (Ecke), jeder soll allein warten. Sind es soviele, dass du nicht genügend Beleuchtungsmaste hast, ist es wahrscheinlich sowieso Zeit für eine kurze Pause (Trinkpause).

    Ergänzend kann man noch sagen, dass F-Junioren eigentlich 5er-Fussball spielen sollten. Der SFV schreibt das für die ganze Schweiz vor, aber noch längst nicht alle Regionalverbände und Vereine setzen es auch um.

    Wer genaueres über den "5er-Fussball" wissen will, kann ja via Google danach suchen, dann findet man auch einiges aus den Regionalveränden. Man kann es auch beim SFV nachlesen, die Dokumente stimmen aber nicht ganz mit der Realität überein.

    http://www.football.ch/sfv/de/Kinderfussball.aspx

    Zitat:


    Big Bopper schrieb am 22.10.2008 10:54
    Zaungast:
    - DVD: "Modernes Verteidigen" vom DFB




    Danke für den Hinweis, aber mir geht es darum herauszufinden, warum es Chris in ein paar wenigen Trainings schafft, was andere jahrelang erfolglos versuchen. Das kann Hinweise geben, wie man an die 4er-Kette herangehen sollte.

    Zitat:


    Uwe schrieb am 21.10.2008 20:44
    zu Loy:
    Diesen Mann verkauft in erster Linie sein Buch und Andre, ob das immer wissentschaftlich korrekt ist?
    Ich lasse mir doch nicht meine ganzen Weisheiten nehmen, die ich über Jahre gesammelt habe :)
    Dieses Buch ist nett zu lesen, aber ich zähle es es nicht zu den Fachbüchern und damit ein schönes Weihnachtsgeschenk für Fußballer. Übrigens gibt es das Buch nicht nur bei Amazon , sondern auch bei unserem Buchpartner.



    Meinst du jetzt das Buch von Roland Loy oder das Buch von Ralf Meier, das André propagiert?