Beiträge von Zaungast

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    Zitat:


    sanja1302 schrieb am 09.06.2008 17:13
    Wenn sich deine D2 zu einem richtigen Team entwickelt, dann spielen die Mädels auch irgendwann ab.




    Genau, aber es lohnt sich, nach den Gründen zu forschen. Wenn sie etwas nicht machen, was du vorgibts, muss du entscheiden können, ob es am Willen oder Können liegt. Das ist meistens gar nicht einfach, da SpielerInnen auch mal etwas nicht mehr können, wenn der Druck zu gross ist. Stimmt sonst in der Mannschaft alles zusammen, ist es meistens nur ein momentanes Problem und geht vorbei. Gibt es jedoch sonst auch Missstimmung oder hast du auch anderweitig Mühe dich durchzusetzen, ist die Motivation im Eimer. Dann bleibt dir nichts anderes übrig, als dich von einigen zu trennen, auch wenn es in letzter Konsequenz bedeutet, nicht genug Spielerinnen zu haben. In dem Fall solltest du allen klar machen, dass es so nicht weitergeht und alle wieder am selben Strick ziehen, oder Schluss ist.

    Noch etwas zum Auswechseln (nicht spielen lassen), resp. knappen Kader. Wenn die Mannschaft motiviert ist, erzeugt das strafweise Auswechseln nur unnötigen Druck und wirkt eher kontraproduktiv. Und wenn sie nicht motiviert ist, nützt es auch nichts. Dann ist es besser, du zitierst die betroffene Spielerin zu dir an die Linie. Diese Massnahme ist bei knappen Kader manchmal viel wirkungsvoller und hat weniger negativen Einfluss auf die Motivation der anderen.

    Zitat:


    wuggman schrieb am 06.06.2008 11:28
    Schau mal bei dfbtraining online.




    Immer wieder sehe ich solche allgemeine Hinweise, nicht nur hier. Bitte macht das nicht, sondern gebt immer direkte Links oder genaue Auffindhinweise. Man kann davon ausgehen, dass wer hier im Forum nachfragt, sicher schon alle andern Quellen aufgesucht, aber nichts gefunden hat.

    Zum Thema "Spiel in die Tiefe" hat der DFB keine passende Übung. Einfach nur einen Steilpass durch die Verteidigungslinie zu machen, erachte ich als zuwenig angebracht. Eine passende Übung sollte entweder zur Situation führen, bei der der Steilpass angebracht ist, oder dann die Steilpass-Situation nachstellen, um den Pass etc zu üben. Eine weitere Möglichkeit wäre, im Trainingsspiel die Regeln so anzupassen, dass vermehrt das "Spiel in die Tiefe" ausgeführt wird, bin aber dabei noch nicht fündig geworden.

    Zitat:


    maggie schrieb am 07.06.2008 15:32
    habe mir eure Meinungen zu Herzen genommen, allerdings werd ich es wohl so halten das mein Sohn sich warmlaufen muss ...




    Maggie, achte aber unbedingt darauf, dass dein Sohn dabei nicht ein Einzelgänger in der Mannschaft wird. Sonst wird er zum Fremdkörper und wird nicht ins Team integriert und das ist tausend mal schlechter als kein Einlaufen.

    Zitat:


    wuggman schrieb am 07.06.2008 21:53
    ... Das können wir als Trainer in der entsprechenden Situation ohnehin nicht mehr beeinflussen.




    Nein, beeinflussen können das Trainer nicht, aber sie könnten das Ballführen üben, damit Spieler es richtig machen, wenn sie in die Situation kommen. Ballführen mit dem Spann machen nur wenige Weltklassespieler, der Durchschnittspieler macht es nicht mal mit stark reduzierter Geschwindigkeit. Dabei sind die Vorteile offensichtlich, bei jeder Ballberührung kann der Spieler die Situation grundlegend ändern. Er kann statt weiter Ballführen Stoppen, Passen, Dribbeln, Schiessen, etc. Ein Spieler, der den Ball vorlegt, kann das Spiel erst wieder beeinflussen, wenn er wieder am Ball ist.

    Dass so wenige Spieler den Ball führen, hat meiner Ansicht nach damit zu tun, dass Trainer es nie üben und meist auch nicht wissen, wie es gemacht wird. Die Spieler müssen es meist selber erlernen, was nur sehr selten gelingt. Also macht euch mal Gedanken, wie das enge Ballführen technisch ausgeführt wird.

    Zitat:


    juergenB schrieb am 07.06.2008 08:51
    Eines möchte ich aber klar betonen: ein Verein funktioniert nur dann halbwegs, wenn seine Trainer UND Eltern UND sonstige Mitglieder sich neben ihren Mitgliedsbeitrag noch weiter einbringen...




    Es ist klar, damit ein Verein funktioniert, braucht es alle. Auch die Spieler der aktiven Mannschaften. Aber alles muss immer in vernünftigen Relationen gesehen werden und es kommt immer auch auf die Art des Einsatzes an. Stundenlang hinter dem Grill oder dem Getränkeausschank werden weder Spieler der 1. Mannschaft noch Trainer stehen, wärend sie beim Aufbau/Aufräumen sicher mithelfen werden. Eltern werden solche Aufgaben eher übernehmen, wenn ihre Jungs am Anlass beteiligt sind und da kann der Trainer motivierend nachhelfen. Überall wo eine Mannschaft fussballerisch (Besuch eines Spiels) dabei ist, ist der Trainer sicher auch dabei. Du solltest dir also genau überlegen, wo du wer einzusetzen gedenkst. So kannst du die Belastungen gleichmässiger auf alle verteilen.

    Zitat:


    juergenB schrieb am 06.06.2008 16:44
    Wie macht ihr das in euren Vereinen? Hat jemand Erfahrung mit so einem Punktesystem?
    Was mache ich mit Zahlungsunwilligen? Rechtlich durchsetzen kann man sowas wahrscheinlich nicht.




    Ich kenne einen Verein, der löste es folgendermassen: Der Mitgliederbeitrag wurde erhöht, je nach Beteiligung gab es Punkte, die man als Rabatt in der nächsten Saison einlösen konnte. Der grösste Rabatt entsprach dem alten Beitrag. Die meisten Eltern haben so die Erhöhung klaglos akzeptiert, aber leider sich auch nicht mehr beteiligt. Wie es nun weiterging weiss ich nicht, weil ich den Verein gewechselt habe.

    Zitat:


    Eye-See schrieb am 21.05.2008 16:48
    Ich habe bereits an zwei Turniere teilgenommen, die nach dem sogennanten "Schweizer System" durchgeführt wurden...




    Was ist den das "Schweizer System"? Kannst du es genauer erklären?

    Zitat:


    wuggman schrieb am 06.06.2008 12:32
    Also, ich kann aus erfahrung sagen, das ein MIx aus selbstwählen und bestimmen am besten ist. Der Trainer sollte etwas darauf achten, dass der Spieler wie oben beschrieben einer ist, der durch Leistung und persönlichkeit herausragt




    Das finde ich auch. Im Breitenfussball kann es schon mal vorkommen, dass die Spieler nicht gerade den geeignetsten Kandidaten wählen. Ich lasse darum immer 3 Kandidaten wählen und bestimme daraus den Kapitän. Meistens ist der beste Kandidat darunter, manchmal aber auch nicht. Und wenn es gar nicht geht, wiederhole ich die Wahl nach ein paar Spielen, dann sind die meisten klüger.

    Der Kapitän ist bei mir der einzige, der eine Wunschaufstellung der Mannschaft vorbringen kann, alle andern Spieler müssen via Kapitän, resp. Mannschaft gehen. Das erübrigt dann Fragen wie "Darf ich nächstes Spiel auf Position sowie spielen?". Was durch die Mannschaft und den Kapitän gefiltert zu mir vordringt, ist meistens frei von Sonderwünschen und Bevorzugungen. Und wenn ich anders entscheide, begründe ich das gegenüber dem Kapitän und nicht dem Spieler. So werden endlose Diskussionen mit Schlauberger vermieden.

    Welche Übungen gibt es um "Spiel in die Tiefe" zu üben? Wie erkennt ein Spieler, wann das "Spiel in die Tiefe" angebracht ist? Was muss er dazu machen?

    Zitat:


    bcefferen schrieb am 05.06.2008 08:07
    Welche Entfernung zum Tor würdet ihr für die einzelnen Altersklassen einschätzen ? Wäre gut wenn auch B-Juniorinnen mit dabei sind, da ich mir nicht wirklich sicher bin welchen die beste Schußposition ist. Ich hab da zwar meine persönliche Meinung, aber die möchte ich noch nicht äußern.




    Bei einen Plauschspiel zwischen unseren B-Juniorinnen gegen meine C-Junioren waren die Mädels kräftemässig krass unterlegen (spielerisch konnten sie gerade so mithalten).

    Die Jungs schaffen einen akzeptablen Schuss aus 20m knapp gerade noch. Ich verlange jedoch im Spiel die Schussabgabe erst ab Strafraumgrenze, damit wenigsten erst in der Nähe des Strafraumes geschossen wird. In der Schweiz spielen B-Juniorinnen auf D-Felder, die Strafraumgrenze ist dort bei 10m (5x2m Tore). Da würde ich die gleichen Anweisungen (ab Strafraumgrenze) geben. Falls ihr auf normalen Felder spielt, würde ich den 11m-Punkt verlangen, wohlwissend dass dies kaum eingehalten wird.

    Ürigens die Anweisung "Schuss ab Strafraumgrenze" beinhaltet auch, innerhalb des Strafraumes wird nicht gedribbelt oder gepasst sondern geschossen und das gilt sicher auch für deine Mädels. Sagst du uns auch noch deine persönliche Meinung?

    Zitat:


    sanja1302 schrieb am 03.06.2008 17:12
    @ elchico:
    So etwas ist absolut nicht kindgerecht! Da muss ich leider vehement widersprechen.
    Es hat schon Gründe warum der DFB (und viele andere natürlich auch) beim Training von den Kleinen andere Schwerpunkte und Methoden setzt, als bei den Großen.




    Das kann ich nur unterstützen. Der SFV hat sogar extra für die Kleinsten (F und darunter) den 5er-Fussball eingeführt, mit dem Ziel "möglichst viele Ballberührungen" der Spieler. Es geht darum, dass die Spieler lernen, mit dem Ball umzugehen, den Ball zu beherrschen und nicht umgekehrt. Das Zusammenspiel und das Position halten kann man immer noch später dazu lernen, dazu ist später noch sehr viel Zeit. Statt auf "gib den Ball ab" sollte das Gewicht auf "setz nach", "erobere den Ball wieder" gelegt werden. Nur so werden aus ängstlichen Spieler Kämpfernaturen.

    Zitat:


    sanja1302 schrieb am 03.06.2008 17:12
    1:1 ist wie die Vorredner schon gesagt haben nicht unbedingt der geeignete Trainingsschwerpunkt. Kann man mal machen, sollte man aber nicht in den Vordergrund stellen. Das kommt erst viel später (laut DFB erst in der D! meiner Meinung nach sollte mans aber in der E schon machen).




    Da bin ich anderer Ansicht, es kommt sehr darauf an, wie das 1:1 gemacht wird. Das wichtigste dabei sind kleine Felder und eine sehr hohe Auswechselkadenz. Bei jedem Ball im Tor oder im Aus oder nach max. 1Min. (oder 30Sek.) Spielzeit müssen beide Spieler gewechselt werden. bei kurzer Spielzeit gehen die Spieler sofort in den Zweikampf und stehen nicht herum. Dabei gewinnt/verliert jeder mal, die Niederlage kann aber innert kürzester Zeit wieder wett gemacht werden. Am Schluss wissen die wenigstens, wie oft sie verloren haben und freuen sich an den paar Siegen. Das ist sehr motivierendes und äusserst intensives Training.

    1.5m Halbkreis Netztore sind dafür ideal, Stangentore (1.5m breit) gehen aber auch. Das Feld sollte nicht mehr als 15m x 10m gross sein, sonst sind die Laufwege zu lang. Pro Feld vielleicht 5 - 9 Spieler, sonst sind die Wartezeiten zu lang. Bei üblicherweise grösseren Mannschaften brauchts ein zweites Feld mit einen Co, der zumindest die Auswechslungen vornimmt. Ein interessierter Elternteil kann das problemlos übernehmen. Man sollte dieses 1:1 nicht zulange machen (max. 15Min.) oder dann ein 5Min. Pause dazwischen legen, damit sich die Spieler wieder etwas erholen können.

    Ich habe mir mal grundsätzliche Gedanken zum Ballführen gemacht, möchte aber erst mal eure Meinung dazu wissen. Nehmen wir mal an, ein Spieler hätte den letzten Verteidiger ausgespielt und müsste nun ca. 15-20m mit dem Ball laufen, um in Torschussposition zu gelangen. Dabei soll er den Ball so schnell führen, dass der Verteidiger den Torschuss nicht mehr verhindern kann, ohne jedoch die Kontrolle über den Ball zu verlieren. Wie soll ein Spieler das ausführen, wie oft muss er dabei den Ball berühren und mit welchem Teil des Fusses?

    Zitat:


    Andre schrieb am 03.06.2008 16:03
    Hilfreich ist auch, mit der Mannschaft zu vereinbaren, auf den Zuruf STOP, dass jeder so stehen bleibt, wie er zum Zeitpunkt des STOP`s stand. Du frierst die Situation ein und besprichst es kurz, ...




    Schön wäre es, wenn der STOP-Befehl funktionieren würde. Zumindest die kleinen Spieler laufen einfach weiter, so dass eine vernünftige Analyse der Situation praktisch unmöglich ist. Meine Erfahrungen zeigen, dass damit erst ab einer C (ev. einer sehr guten D) etwas bewirkt werden kann. Bei den Kleineren nutze ich die Unterbrechung nach dem Torschuss und frage nach den Gründen. Das Tor als Positiv-/Negativ-Erlebnis ermöglicht das Ingangsetzen der notwendigen Kopfarbeit, der automatische Spielunterbruch ist dazu genau das richtige Mittel.

    Bei den Kleinen ist es nicht so wichtig, wenn wärend des Spiels viele falsche Verhalten nicht bemängelt werden, weil sie sowieso nicht mehrere Sachen gleichzeitig aufnehmen können. Zudem gibt es genügend Tore (Spielunterbrüche) um positive und negative Kritik anzubringen.

    Bei den Ältern (etwa ab C) muss natürlich mit dem STOP-Befehl gearbeitet werden, bei mir mache ich ihn immer mit der Pfeife (manchmal sogar Doppelpfiff). Aber auch hier wird maximal ein bestimmtes Fehlverhalten pro Training gepfiffen, z.B. falsche Positionen beim Torabstoss.

    Zitat:


    siebener schrieb am 04.06.2008 08:31
    versuch doch mal die übung "schnelles umschalten" von soccerdrills "abwehr". nach torschuss sofortiges umschalten auf abwehrverhalten ...




    Ich habe die Übung gesucht, aber leider nicht gefunden. Kannst du einen Link oder eine genaue Wegbeschreibung zur Übung angeben?

    Da scheine ich ja in ein richtiges Wespennest gestochen zu haben. Ein Jahresplan scheint bei vielen ein echtes Bedürfnis zu sein.

    Zitat:


    bcefferen schrieb am 30.05.2008 22:08
    Mensch Leute, wollt ihr denn alles von der Stange ? Denn genau das geht bei einer individuellen Jahresplanung nicht wirklich. Schließlich kommt es auf die Leistungsfähigkeit und den aktuellen Leistungsstand eures Team´s an.




    Es geht wohl kaum um den Fussball ab Stange, auch wenn dies im Breitenfussball immer noch besser ist, als das organisierte Chaos. Es geht darum, dass eine Struktur über ein ganzes Jahr ins Training reinkommt. Dabei muss diese Struktur nicht unbedingt durchgezogen werden, sondern kann auf individuelle Fähigkeiten angepasst werden. Das wichtigste dabei ist jedoch, dass sämtlichte Teile des Fussballs durchgenommen werden und das Training nicht beim Torschuss und der Passübung stehen bleibt. Ein Jahresplan dient (meiner Ansicht nach) hauptsächlich als Checkliste, welche Punkte man durchnehmen sollte. Wie oft richtet sich dann nach den Fähigkeiten der Spieler.

    Z.B. welcher Trainer fordert nicht das schnelle Umschalten auf Angriff nach der Balleroberung, aber welcher Trainer hat dies schon mal eingeübt? Ist nämlich gar nicht so einfach, für genau dieses Thema die richtige Theorie und richtige Übung zu finden. Soll man es deshalb im Training einfach weglassen und hoffen, dass es im Spiel schon irgendwie gelernt wird?

    Der SFV gibt übrigens folgenden Trainingsplan heraus (http://www.jugendundsport.ch/i…dFile.tmp/thbfussball.xls). Wie weit das einem weiterhilf muss jeder selber beurteilen.

    Jeden Saisonstart überlege ich mir, was ich wann etwa in den Trainings durchnehmen will. Aber schon nach kurzer Zeit bin ich ausser Plan, weil diverses öfters wiederholt und anderes vorgezogen werden muss. Wie macht ihr das, wer hat schon mal einen Jahresplan in welchem Detailierungsgrad gemacht und danach auch durchgezogen? Wie geht ihr dabei vor?

    Kann mir jemand seinen Jahrensplan (ev. als PM) schicken? Ein Beispiel sagt mehr als 1000 Worte.

    Zitat:


    SCWBambini02 schrieb am 27.05.2008 13:56
    Danke ersteinmal für die Antwort. Ich habe schon 2 mal versucht 1:1 spielen zu lassen und habe auch einen Co Trainer, wir haben 5 Felder gehabt wo die Kinder 1:1 spielen ...



    1:1 ohne Betreuung geht es nicht gut, mit einem Co-Trainer solltest du nur 2 Plätze machen und mit Auswechslungen üben. So kannst du jeden einzelnen Spieler kontrollieren und durch die Wartedauer bei der Auswechslung ist jeder wieder frisch erholt.

    Ohne Co ist das natürlich schwieriger, weil mit nur einem Platz die Wartezeit viel zulange ist. Ich habe das jeweils so gelöst. Auf einem etwas grösseren Feld wird ohne Betreuung ein 5:5 gespielt, dort macht meistens die Mehrheit voll mit. Auf dem kleineren Feld wird intensiv das 1:1 geübt, wobei nur sehr kurze (max. 1 Min) Intervalle gemacht werden sollen. Kinder die es im 1:1 gut machen, dürfen mit einem Herumsteher aus dem 5:5 den Platz tauschen. So hast du in kurzer Zeit alle aktiven Spieler im 5:5 und die anderen bei dir unter Kontrolle. Zudem haben die Kinder einen Anreiz, möglichst gut im 1:1 zu bestehen.

    Bei vielen Spielern kannst du statt dem 1:1 auch ein 2:2 machen. Auch da kann sich der Einzelne nicht verstecken. Beim 2:2 musst du aber aufpassen beim Platzwechsel mit dem 5:5, belohne immer das ganze 2er-Team, auch wenn dabei einer profitiert, der es eigentlich nicht verdient. Beim nächsten Mal kannst du diesen Spieler ja wieder ins 2:2 holen.

    Mit einem Co kannst du dasselbe Prinzip anwenden, wobei je nach Anzahl Spieler ein weiterer 1:1 Platz dazukommt, oder auch das 5:5 betreut wird.

    Zitat:


    thom schrieb am 06.02.2008 09:53
    Was mich glücklich machen würden wäre ein Konzept das den Weg dorthin beschreibt.
    Oder eine (erreichbare) Vision ...
    Thom




    Schau mal ein bisschen über den Hag und lies http://www.fvrz-ta.ch/Juniorenkonzept.html des zürcherischen Fussballverbandes. Es ist zwar nur für die Stufen F - D, dafür ist es frei erweiterbar und sicher auf die Verhältnisse in Deutschland übertragbar. Das Juniorenkonzept wurde vom FC Oberrieden erstellt und vom FVRZ nur redaktionel überarbeitet. Es ist ein gutes Beispiel, wie auch kleine Vereine im Breitenfussball, eine gute Juniorenabteilung auf einer soliden Basis betreiben können.

    Trotzt mehrfachen Suchen im Web habe ich nichts besseres gefunden, auch nichts zu den Stufen C - A. Ich würde es schwer begrüssen, wenn sich einige zusammenfinden würden und dieses Konzept auf die oberen Stufen erweitern könnten. Wie immer braucht es eine solide Vorlage von ein paar überzeugten Leuten, damit der Verband es übernimmt und weiter verbreitet. Wie überall kümmert sich der Verband hauptsächlich nur um den Nachwuchs-(Spitzen-)Fussball.

    Zitat:


    Chris schrieb am 23.04.2008 16:15
    ...
    Worum es mir geht ist:
    Ich möchte gute Argumente haben gegenüber Leuten, die mir sagen, dass sie keine Jugendabteilung wollen, weil sich das nicht lohnt für einen Verein (das ist bei uns nicht so, aber es gibt genug, die so denken).




    Gehen wir die Fragestellung mal andersherum an. Hat ein Verein keinen übermässigen Sponsor für die 1. Mannschaft, ist deren Ligazugehörigkeit direkt proportional zur Grösse der Juniorenabteilung. In der Schweiz ist das maximal die 2.Liga regional. Schon darüber geht es kaum mit nur eigenen Spielern, also musst du finanzielle Anreize geben, was natürlich auch die eigenen Spieler verteuert. Finanziell bedingte eigene Abgänge können meistens problemlos durch den eigenen Nachwuchs ersetzt werden (Beispiel FC Dietikon).

    Statt in die Grösse der Juniorenabteilung kann man auch in die Güte (Nachwuch-Spitzenfussball) investieren. Das Renomé (Image) eines Vereins steigt, er erhält Zulauf von den besseren Junioren aus der Umgebung und auch bessere Sponsoren. Dies reicht meistens für die 1.Liga (Amateure), allerdings auch nur mit finanziellen Anreizen, damit die ausgebildeten Junioren nicht abwandern und andere zuziehen (Beispiel FC Red Star).

    Danach gibt es eigentlich nur noch den Profiverein, der jedoch nur in einer Umgebung überleben kann, in der es genügend Zuschauerpotential resp. Sponsorenpotential gibt.

    Da eine eigene Juniorenabteilung eigentlich kostendecken sein sollte, d.h. die Kosten werden mit den Mitgliederbeiträgen der Junioren gedeckt, stellt sich die Frage für einen Durchschnittsverein nicht. Die Grösse der Juniorenabteilung und damit der Status der ersten Mannschaft, ist gegeben durch das Einzuggebiet. Mit einen guten Renomé kann man die Güte der Juniorenabteilung und damit der ersten Mannschaft steigern. Ich denke, gerade das Image einen Juniorenabteilung ist entscheidend, wo schlussendlich die erste Mannschaft steht.

    Hat man einen potenten Sponsor bei der Hand, sieht alles ein bisschen anders aus. Da kann es natürlich Sinn machen, auf die eigene Juniorenabteilung zu verzichten. Aber Vorsicht, wenn der potente Sponsor einmal nicht mehr so spendabel sein will.