Morgen ist Zuckerfest und auf einmal sind die Gegner alle "krank" und wollen verschieben. Am Besten nach den Ferien.
Stört dich das du angelogen wirst oder stört dich das Spiele aufgrund eines Feiertages verschoben werden müssen?
Morgen ist Zuckerfest und auf einmal sind die Gegner alle "krank" und wollen verschieben. Am Besten nach den Ferien.
Stört dich das du angelogen wirst oder stört dich das Spiele aufgrund eines Feiertages verschoben werden müssen?
Alles was du beschreibst sind die klassischen Problemchen im Breitensport. Die kennen die meisten in dieser oder ähnlicher Form, mal mehr mal weniger ausgeprägt.
- In der E-Jugend sollte man den Kindern nicht das Dribbeln und die Lust auf 1gg1 Duelle abgewöhnen. Passspiel ist eine Option, aber kein Muss. Natürlich alles situationsabhängig. Nun ist es aber so, dass zu viele Alleingänge durch die stärkeren Spieler oft zu Unmut bei denjenigen führt, die zwar frei stehen, aber den Ball nicht bekommen. Hier mahne ich dann doch öfter dazu, nicht unbedingt jedes 1gg1 mitzunehmen, das sich anbietet. Nicht unbedingt, weil das erfolgsversprechender wäre, sondern einfach, damit alle mehr Spaß am Spiel haben. Auch wenn ich damit dem Dribbler ein wenig seine Entwicklung einbremse.
Auch ich verbiete Dribbling nie oder sage etwas dazu, solange es zielgerichtet ist und zu einem Torabschluss führt. Wer trifft hat recht.
Die Frage ist spielt der Dribbler nicht ab weil er nicht will oder weil er den Mitspieler nicht sieht. Wahrscheinlich mal so mal so.
Mit Provokationsregeln kannst du da natürlich arbeiten. Zum Beispiel direkte Tore zählen doppelt. Oder du machst den Dribbler zum neutralen Überzahlspieler der keine Tore erzielen darf. Oder das erste Tor eines jeden Spielers zählt drei, das zweite zwei und ab dem dritten zählt es nur noch einen Punkt, auch das fördert das Teamspiel. Das alles und noch viel mehr kann man mal machen. Da darf man ruhig Kreativ werden.
Vieleicht hast du ja auch den ein oder anderen guten Verteidiger, der den Dribbler aufhalten kann.
- Am liebsten möchten die Kinder zum Ende des Trainings ein klassisches Abschlussspiel machen. Ich werde öfter danach gefragt. Am liebsten 7gg7. Da haben die einfach Bock drauf. Zugunsten der besseren Ausbildung gebe ich dem Wunsch aber nur in Ausnahmefällen nach. Kompromisse sind dann 3gg3 oder 4gg4 auf zwei Feldern. Am liebsten wären ihnen vermutlich, wenn ich sie statt Training einfach nur anderthalb Stunden frei spielen lassen würde.
Ich handhabe es wie du im Training ist 5vs5 das Maximum. 7vs7 habe ich einmal gemacht, wir waren halt genau 14 hat gepasst und war sowieso ein bisschen Geigeltraining. Wenn die Kids 90 min frei spielen wollen, dann können Sie das gern auf dem Bolzplatz tun. Aber Fußballtraining ist ja nicht betreutes Freispiel.
Fair verteilte Spielzeit VS Spiele gewinnen: Der Ausgang der Spiele ist zweitrangig, wichtiger ist dass die Spielzeit der Spieler fair verteilt wird. Es sei denn, man fragt die Kinder. Zu meiner Überraschung habe ich schon öfter erlebt, dass manche lieber mehr auf die Bank wollen, um dafür vermeintlich bessere Spieler einzuwechseln und das Spiel eher zu gewinnen. Das hat sicher auch mit gefühltem Druck zu tun, wobei ich mir immer Mühe gebe, den Kindern keinem Erfolgsdruck auszusetzen und ihnen klar zu machen, dass wir das alles nur für die Freude am Spiel machen. Auch die Eltern scheinen die gleiche Philisophie zu vertreten. Aber es ist nun mal wie es ist...nach Siegen ist der Jubel groß und nach Niederlagen sind viele niedergeschlagen. Niederlagen zu verarbeiten gehört natürlich zum Reifeprozess dazu und wenn wir verlieren, dann gewinnt wenigstens die andere Mannschaft. Die Anzahl der Kinder, die sich über das Ergebnis freuen (Teamübergreifend) bleibt also in beiden Fällen gleich.
Auch immer schwieriges Thema. Ich würde fairverteilte Spielzeit auch dem gewinnen vorziehen. Wobei fair bei mir nicht identisch bedeutet. Wichtig ist mir, dass alle die beim Spiel sind signifikant Spielzeit bekommen, also nicht nur 5 Minuten. Es gibt aber auch welche die Spielen aus unterschiedlichen Gründen mehr als andere.
Und das man mal den Sieg mitnimmt und vieleicht nicht abselut fair war, finde ich auch in Ordnung, gerade wenn mann vieleicht oft verliert. Sollte halt eher die Ausnahme als die Regel sein.
Gleiches gilt für unbeliebte Positionen. Ich setze Kinder oft auf verschiedenen Positionen ein. Unter anderem auch mal auf deren schwächsten Positionen. Und das führt nicht immer zu Begeisterung. Kennt ihr sicher alle auch. Für die Ausbildung ist das in der E-Jugend wohl sinnvoll. Für den Spaß am Spiel nicht immer (gibt natürlich auch Kinder, denen die Position ziemlich egal ist). Annekdote: Wir spielen ein 2-3-1 und am unbeliebtesten ist erstaunlicherweise die Stürmerposition.
Auch das handhabe ich so, wobei ich schon versuche darauf zu achten, dass der Spieler die Aufgabe auch bewältigen kann. Also gegen den stärksten Gegner mache ich das weniger, gegen schwächere dann umso mehr. Das Zentrum besetzte ich auch nicht mit Spielern die das nicht leisten können, da spielen eher die stärkeren. Insgesamt hilft es den spielern auf dauer wenn sie alle Aspekte des Spiels beherschen. Auch als Verteidiger solte ich zu offensiven Aktionen in der Lage sein und auch als offensiver Spieler benötige ich defensive Fähigkeiten.
Das der Stürmer unbeliebt ist finde ich nicht verwunderlich, da hat man am wenigsten den Ball.
Insgesamt finde ich das so was du es beschreibst und wie du es handhabst schon ganz richtig. Und natürlich erkennen die Kinder den langfristigen Mehrwehrt aktuell noch nicht. Das muss man dann halt moderieren und versuchen in einem vernünftigen Gleichgewicht zu halten. Wenn du die Eltern an Bord hast, ist das schonmal top, dass wäre natürlich ein schwieriger Kriesenherd. Den Kindern kan man glaube ich schon recht viel erklären. Auch warum kleinspielformen sinnvoller sind als 11vs11.
Bei uns im Kreis wird ist Funinio im Spielbetrieb seit einigen Jahren fest verankert. Meine E-Jugend ist mit Funino groß geworden und wir spielen im Training ausschließlich 3vs3, 4vs4 oder 5vs5 in unterschiedlichen Varianten, mit unterschiedlichen Toren.
Man kann diesen Jahrgängen auch auf dem 7er-Feld ansehen, dass sie viel Funinio gespielt haben. Die technischen Fähigkeiten sind in der breite besser ausgeprägt, sie sind an spielerischen Lösungen interessiert. In der E1 ist das dann schon richtig ansehnlicher Fußball, und auch die E2 ist bemüht und versucht vernünftig "Fußball" zu spielen.
Die jetzigte D-Jugend hat bisher kaum Funiono gespielt und auch imTraining wird es dort nicht oder nur sehr wenig gespielt. Und was soll ich sagen, dass kann man dann auch auf dem 7er oder 9er Feld sehen. Viel langer Hafer, wenig spielerische Lösungen und unzureichende Fähigkeiten im 1vs1. Der Fußball ist also nicht so ansehnlich.
Ich kann jedem nur empfehlen Funinio oder ähnliches Spielen zu lassen. Es gibt so viele Möglichkeiten, dass abwechslungsreich zu gestalten.
Wir haben zuvor Funinio gespielt. Das hat den Kindern keinen richtigen Spaß mehr gemacht und auch mir nicht, weil dies aus meiner Sicht nicht wirklich was mit Fußball zu tun hat.
Mehr Funino würde helfen, auch die Problemstellungen auf einem größeren Feld bewerkstelligen zu können.
Anekdotisch kann ich folgendes berichten. Der Trainer unserer Mannschaft (U11) hält sich zB an die Empfehlung der aktuell maßgeblichen Experten und lässt alle Kinder immer wieder auf unterschiedlichen Positionen spielen. Bei den diversen Leistungsvergleichen ist hingegen zu beobachten, dass die leistungsorienten Vereine genau so nicht agieren. Deren Mannschaften sind klar durchstrukturiert, jedes Kind spielt auf der ihm angestammten Position. Es wird positionsgetreu gewechselt, manchmal sogar in ganzen Blöcken. Das führt regelmäßig dazu, dass gegen solche Mannschaften nicht nur verloren wird, sondern hohe Niederlagen eingesteckt werden. Kaum spielt unsere Truppe aber einmal mit der vermeintlich besten Aufstellung, d.h. mit den Kindern auf deren Lieblingpositionen, sieht die Geschichte schon ganz anders aus. Natürlich gewinnen auch unsere Kinder lieber oder verlieren nur knapp, als wenn sie regelrecht abgeschossen werden. Das führt natürlich zu der Frage, wie viel von dem, was in der Breite an Empfehlungen für die Talententwicklung tatsächlich so umgesetzt wird. Es scheint mir so, als wenn außer Lippenbekenntnissen nicht viel bleibt. Ich habe jedenfalls noch nie gesehen, dass der Topstürmer eines leistungsorientierten Vereins bei einem Leistungsvergleich plötzlich als Abwehrspieler aufgelaufen wäre. Das passiert scheinbar schlicht und ergreifend nicht. Entschieden wird das aber doch einzig und allein durch die Trainer.Führen wir also am Ende eine Diskussion in einer intellektuellen Fußball Bubble, die mit der handfesten Realität nur wenig zu tun hat?
Das beobachte ich auch häufig. Aus meiner Sicht könnte man gerade wenn, man über einen sehr guten Kader wie die leistungsorientierten Vereine verfügt, die Positionen gut tauschen. Denn der Top-Stürmer wird in der Abwehr nicht völlig versagen. Meine Beobachtung ist, dass gerade die guten Spieler eigentlich auf allen Posituionen eine gute Figur abgeben. Natürlich gibt es Fähigkeiten die auf bestimmten Positionen mehr zur Geltung kommen aber im Großen und Ganzen können sie sich auf jede Position einstellen.
Ich versuche in meiner Mannschaft die Positionen möglichst zu wechseln. Dabei achte ich darauf, dass die Spieler nicht völlig überfordert werden. Gegen einen etwas schwächeren Gegenen nutze ich die Gelegenheit und tausche etwas mehr, gegen stärkere Gegener tausche ich weniger oder nur vereinzelt.
Krösche
Die DFL-Zahlen zur U21-Einsatzzeit zeigen zwar einen Rückgang, aber daraus lässt sich nicht automatisch ableiten, dass die Ausbildung schlechter geworden ist. Vielmehr stellt sich die Frage: Wie viel Vertrauen erhalten junge Spieler im Profibereich? Und wie stark wirken wirtschaftliche Zwänge, kurzfristiger Erfolgsdruck und internationale Transfers auf Einsatzchancen einheimischer Talente?
Das ist ja genau der Punkt den Krösche in diesem Interview anspricht. Alle wollen ja gern junge deutsche Talente spielen lassen, aber die hier ausgebildeten Talente sind häufig nicht gut genug. Also werden Talente aus dem Ausland genommen.
Und dann ist die Frage warum sind sie nicht gut genug. Die Zukunft des deutschen Fußballs wird sicherlich nicht in Klein Kleckersdorf entschieden. Aber ich denke schon das wir uns hinichtlich unser Ausbildungskultur auch in der Breite verändern müssen. Die Reformen im Kinderfußball sind ein Anfang aber es gibt in vielen Verbänden noch viel zu tun und es muss insbesondere bei vielen Erwachsenen eine Veränderung im Kopf einsetzen.
Ich bin überzeugt, wenn wir die Reformen weiterführen wird sich langfristig auch das Niveau in der Breite verbessern und das wird auch Auswirkungen auf die Spitze haben.
Das fängt schon damit an, dass Opa den 8 Jährigen Enkel fragt wann denn auf richtige Tore gespielt wird. Daraus schließt dieser das Funiniotore keine "richtigen" Tore sind. Also wird der Trainer gefragt spielen wir heut auch noch "richtigen" Fußball (gestern erst wieder mehrfach erlebt). Genauso ist es mit der Frage: "Wie habt ihr heute gespielt!"
Hallo,
wie viele dir ja schon mitgeteilt haben ist das was du beschreibst das tägliche Brot im Breitensport.
Ich will nochmal auf den Aspekt der Teameinteilung eingehen. Leider haben wir vom Spielmodus unterschiedliche Vorraussetzungen bei uns wird im 3vs3 Championsleaguemodus gespielt und auch an den 5vs5 Spieltagen haben sich Spielfelder mit unterschiedlichem Niveau etabliert. Außerdem gibt es bei uns keine Teammeldung zu Saisonbeginn sondern nur zum jeweiligen Spieltag und dann auch nur in Absprachem mit dem organisierendem Verein. Also alles sehr unkompliziert.
In meiner ersten Halbserie in der F-Jugend habe ich die Teams (meist 2 Teams/ manchmal 3 Teams) immer ungefähr gleichstark eingeteilt. Das hat mich immer ungemein gestresst, da ich mir nicht nachsagen lassen wollte jemanden benachteiligt zu haben und es den Eltern möglichst recht machen zu wollte.
Insgesamt hat das immer dazu geführt, das durch die Mischung die Leistungstarken das Ruder übernommen haben und das Spiel abselut dominiert haben. Die Schwächeren haben nur rudimentär am Spiel teilgenommen.
Im Nachhinein würde ich sagen hat diese Phase den Leistungstarken sogar geholfen, da sie maximale Herausforderungen im 1vs1 hatten. Grad die Topspieler haben sich da extrem weiterentwickelt, auch wenn sie nicht immer gewonnen haben (was ja sowieso nicht das Ziel sein sollte) hielt sich der Frust da in Grenzen.
Die schwächeren haben von diesem Vorgehen nicht profitiert. Sie hatten zuwenig Ballkontakte, wenige Erfolgserlebnisse und insgesamt wenig Spielanteile. Zwar haben Sie öfter gewonnen als verloren aber ich glaube, dass sie auch gemerkt haben, dass ihr Anteil an den Siegen nur gering war.
Später bin ich immmer mehr zu Leistungshomogenen Teams übergegangen. Nicht immer die gleichen aber schon deutlich nach Leistung sortiert. Das hat bei mir den Stress deutlich reduziert. Das Ganze habe ich auch gegenüber den Eltern offen kommuniziert. Grad in meinem 2. Jahr F-Jugend hab ich das so durchgezogen. Da wir in dieser Zeit auf über 30 Kinder gekommen sind, haben wir auch an den Spieltagen Minimum 4 Teams aufgestellt.
Im Nachhinein haben von diesem Vorgehen alle Kinder profitiert. Alle haben gespielt, alle haben dazugelernt. Einziges Problem war häufig, dass meine Topspieler oft keine Gegner mehr auf Augenhöhe hatten, dem sind wir dan begegnet, dass wir sie nur noch zu zweit spielen lassen haben also 2vs3 oder 2vs4.
Zwei Dinge hab ich dabei als sehr wichtig empfunden zum einen hab ich als "Cheftrainer" immer wechselnde Teams betreut. Mal die ganz Unerfahrenen mal die Stärkeren je nachdem. Man muss unbedingt vermeiden immer die gleichen Teams am Spieltag zu begleiten. Die Kinder wollen gesehen werden.
Das zweite ist das Wording, auch in diesem Beitrag haben sich wieder Begriffe wie gut und schlecht eingeschlichen, das gilt es zu vermeiden, auch in der Kommunikation mit den Eltern. Lieber von 1./2. Team sprechen oder Erfahren und Unerfahren, wie auch immer. Sprache prägt denken.
Letztendlich sind es die Eltern, die es nicht aushalten können, dass ihr Kind Spiele verliert, weil es noch nicht so gut spielen kann. Den Kindern ist das ersteinmal egal. Ich stelle den Kindern nach den Spielen nur eine einzige Frage "Hat es Spaß gemacht" und das hat es bisher immer.
Würd ich so pauschal nicht sagen. Die Kids sind häufig nicht das Problem, meist eher die Eltern.
Ich hab mir angewöhnt mich auf die zu konzentrieren die Bock haben, die sind auch in der Regel bei allem dabei. Die übrigen sind herzlich willkommen aber da hängt dann nicht mein Herzblut dran, schon gar nicht werd ich mich über mangelnde Beteiligung ärgern.
Man kann nur Angebote machen, wenn die nicht angenommen werden, kann mans nicht ändern. Wobei ich sagen muss bei mir läuft es überwiegend ganz gut. Trainingsbeteiligung ist bei 15 von 20 sehr gut, die meisten sind auch zu den Spielen zuverlässig dabei. Bei den übrigen 5 lauf ich aber nicht hinterher.
Ich finds toll, dass du dich selbst so reflektiert hast. Das du dich da jetzt "schlecht" fühlst, zeigt ja eigentlich das du selbst weißt, dass du eigentlich gegen deine eigene Überzeugung gehandelt hast.
Vieleicht sprichst du deinen Fehler auch nochmal vor der Mannschaft an oder besprichst das zumindest mit der betroffenen Spielern. Ehrlich währt am längsten. Und auch wir Trainer machen Fehler, genau wie die Spieler. Wichtig ist nur das wir daraus lernen. Fehlerkultur ist wichtig.
Mir ist am Wochenende auch was ganz ähnliches passiert und als meine Co-Trainerin den Finger in die Wunde gelegt hat, habe ich mich auch richtig schlecht gefühlt, weil sie einfach recht hatte und ich von meinen eigenen Prizipien abgewichen bin.
Ich sehe es genauso, dass im Nachwuchsbereich ohne Bande gespielt werden sollte.
Bei uns ist es offt üblich, dass auf einer Seite mit Bande gespielt wird, dass ist dann oft die Wand. "Richtige" umlaufende Banden habe ich tasächlich noch nie live gesehen.
An den Banden kommt es dann Gelegentlich auch zu gefährlichen Situationen und auch die Zweikämpfe an der Bande sind überhaupt nicht sehenswert. Oft wird die Bande ja damit begründet, dass der Ball im Spiel bleiben soll und es nicht soviele Unterbrechungen gibt. Aber ich kann mich Golfstrom da nur anschließen, die Kids müssen lernen sauber zu spielen und den Ball auch sauber zu verarbeiten. Die Ausline kann da ein gnadenloses Feedback geben, genau wie der Gegenspieler. Aus meiner Sicht sollte man das den Kids so früh wie möglich zutrauen.
Finde grundsätzlich Verhalten und Benehmen sind relevante Punkte, letztendlich fällt das ja auch ein Stück weit auf dich zurück. Ich handhabe es grundsätzlich so, dass ich Fehlverhalten direkt und deutlich ansprechen, entweder mit dem Einzelnen oder in der Gruppe. Dabei erkläre ich immer warum das so ist und was ich zukünftig erwarte.
Da ich persönlich im Rahmen von Erziehung keinen tieferen Sinn in Strafen sehe, bestrafe ich Fehlverhalten auch erstmal nicht. Das käme nur in Frage, wenn es ganz grobe Verstöße sind (Gewalt, Sachbeschädigung oder ähnliches).
Das was du da so beschreibst find ich aber noch einigermaßen normal (außer vieleicht wasser herumspritzen). Die langen Pausen bei Hallenturnieren sind halt echt schwierig. Nicht alle interessieren sich dafür wie die andern spielen und fangen dann an sich eine Beschäftigung zu suchen. Eine Runde Karten spielen kann beim Überbrücken der Zeit aber auch helfen. Wenn dich das toben und Unsinn machen stört, dann musst du andere Angebote schaffen.
Es gibt in dem Alter eigentlich kein zuviel, sofern es freiwillig und in einem angemessenen Umfeld, so wie du es beschreibst, passiert. Ich würd mir da keine Gedanken machen.
Das es sich bei dem Problem um eine Kopfsache handelt, ist mir natürlich klar. Die Frage die ich mir stelle ist, welche Möglichkeiten habe ich, um den Jungs dabei zu helfen die nötige mentale Stärke zu entwickeln einen Rückschlag wegzustecken und weiter an Ihre eigene Stärke zu glauben.
Hallo,
ich wollte heute mal zu einem Thema eure Meinungen bzw. Hinweise erfahren.
Ich trainiere ein E-Jugend, die überwiegend aus 16er Jahrgang besteht. Am Anfang der Saison sind wir in eine zu starke Qualistaffel einsortiert worden, sodass wir in den ersten Spielen zum Teil sehr hohe Niederlagen gegen Altjahrgänge (18:2, 13:0; 11:1) kassiert haben. In diesen Spielen waren die meisten meiner Jungs total überfordert. Später wurde es etwas besser, verloren haben wir aber trotzdem.
Nun sind wir in einer Staffel mit angemessenen Gegnern und hatten hier auch schon Erfolge. Eine Sache bei meiner Mannschaft ist aber sehr auffällig, sobald meine Mannschaft in Rückstand bzw. ein Gegentor kassiert gerät, kippt das Spiel meist recht schnell. Auch wenn wir vorher gleichwertig oder sogar überlegen waren, bekommen wir nach dem ersten Gegentor weitere Gegentore. In 5-10 Minuten kann es dann schnell 4:0 oder 5:0 stehen. Man kann die Unsicherheit oft förmlich spüren. Meist sehen die Gegentore dann auch so aus, häufig sind es so richtige Eiertore.
Hat jemand Tipps, wie man dieses Thema mit Kindern angehen kann?
Gruß Atzeikke
Die Frage ist halt, ob das überhaupt eine Dgradierung ist. Grundsätzlich sollen und wollen ja alle möglichst viel spielen. Wenn die 3. Mannschaft spiele absagen muss, weil sie nicht ausreichend Spieler hat liegt es doch nahe dahin Spieler abzugebn. Und in der E-Jugend ist eine leistungsorientierte Einteilung ja auch nicht unüblich.
Insbesondere wenn ihr mit den Mannschaften unterschiedliche Spielniveaus abdeckt macht eine Aufteilung durchaus Sinn. Letztendlich ist das eine Frage der Moderation. Unglücklich ist natürlich, dass die Umverteilung innerhalb der Saison erfolgen soll. Ich finde aber schon dass du auch gute Argumente hast, um mit den Eltern ins Gespräch zu kommen. Ich habe mir da auch des öfteren schon Gedanken gemacht und bin bei den Eltern meistens auf offene Ohren gestoßen. In der Regel sind die Eltern froh, das ihre Kinder Niveauangepasst spielen können.
Letzlich kommt es da auch auf eure Strukturen und Organisation im verein an. Trainiert ihr zusammen oder nicht. Trainiert eine Mannschaft mehr oder weniger. Wie habt ihr in der Vergangenheit darüber kommuniziert?
Unbedingt spielen lassen, dafür kommen sie doch. Du kannst die komplexität reduzieren also nur 2vs2 statt 3vs3. Dann wirds etwas übersichtlicher, für dich und auch für die Kinder.
Auch 1vs1 kann man natürlich machen.
Ich habe von Anfang an Raute spielen lassen. Ich wollte dass die Kids vor allem die verschiedenen Rollen kennenlernen.
Vorteil war, das wir durch die Mittelfelspieler vorn und hinten zu dritt waren und oft Überzahl oder gleichzahl hatten. Ich empfand das Sytem als gut, hab aber auch erst mit dem Altjahrgang 4+1 gespielt.
Die Probleme die er anspricht sind ja offensichtlich. Ich würd ihm in vielen Punkten auch Recht geben. Insbesondere im Hinblick auf individuelle Entwicklung wert zu legen und den Mannschaftserfolg dem unterzuordnen.
Er verfügt ja über ein NLZ, da kann er das ja auch umsetzen.
Ich würd sagen lieber einen Zuviel als einen zu wenig. Haben ist immer besser als brauchen. Wenn du einen besonderst Begabten hast dann kann man vieleicht auch mal sagen der macht das ein oder andere Spiel mehr. Muss man dann vieleicht auch etwas moderieren, wenn einer Leistungsmäßig hervorsticht wird das ja oft von den anderen auch akzeptiert, dass der dann eben auch etwas anders behandelt wird bezüglich der Spielzeit. Aber ansonsten würde ich alle drei regelmäßig im Tor spielen lassen.
Ich find es auch absolut wichtig, dass die Torhüter in diesem Alter auch regelmäßig im Feld spielen.
Ich denke auch eine klare Kommunikation ist unheimlich wichtig.
Ich habe mir angewöhnt alle Termine und ähnliches frühzeitig zu kommunizieren. Auch das grundsätzliche vorgehen bei Kaderentscheidungen kommuniziere ich frühzeitig und möglichst eindeutig nach außen.
Bisher fahre ich mit der Strategie sehr gut, ich glaube alle fühlen sich mitgenommmen.
Hin und wieder ist schon etwas Unmut aufgkeimt, meistens wird sowas über die Whatsappgruppe öffentlich. Ich kommentiere soetwas nie in der Whatsappgruppe, sondern nehme sofort meine Telefon und rufe denjenigen an. Es ist noch nie jemand rangegangen oder hat anschließend zurückgerufen. Thema erledigt.
Muss aber auch sagen ich bin nicht der Typ mit dem man zu diesem Thema gerne diskutiert, ich hab klare Positionen die ich fachlich vertreten kann.
Frei machen muss man sich aber von dem Gedanken, es allen 100 % recht machen zu wollen. Das ist unmöglich.
