Beiträge von dschibi

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    Das Wichtigste bleibt, dass er sich wohlfühlt, egal was Eltern denken!

    Ich hab das in einem anderen Feld bei meinem Junior erlebt. Der glaubte, nur weil seine Eltern Akademiker sind, müsse er auch einen akademischen Abschluss haben. Psychisch ist er durch die Vorhölle damit.

    Dann hat er eine Handwerkslehre gemacht (nach 2 Studiengängen und einem Bachelor) und es geht im seit dem blendend.

    Ich kenne beide Versionen.

    Viel ist eben personenabhängig, vor allem draußen. "Nicht mein Ball, warum soll ich suchen?" Aber das ist nicht nur ein Problem von Jugendmannschaften!


    Ist in der Halle natürlich leichter, da ist der Raum begrenzt. Da hab ich 15 Bälle und am Ende wird gezählt (noch sind alle da).

    Angeregt durch eine Diskussion in einem Schiedrichterforum mache ich mal das Thema auf.

    Ich hatte ja als Trainer die Diskussion dauernd: sind das was die Jungs da an den Unterschenkeln haben eher Albiteile oder wirklich Protektoren?

    U17 Spieler deren Schiebeinschoner kaum die Größe einer Kinderhand hatten.

    Leider konnte ich auch Eltern nicht so richtig überzeugen, dass zur Sicherheit das komplette Schienbein abgedeckt gehört (wer einmal einen offenen Schiebeinbruch in der Halle gesehen hat, weiß wovon ich rede) und ein Knöchelschutz keine Moderscheinung des letzten Jahrtausends ist.

    Ich hab nur 3 jahre U11 trainiert und seinerzeit wusste ich noch nichts von Stützpunkten etc.

    Ich komme ja selbst nicht aus dem Fußball sondern aus der evang. Jugend und da ging es immer um den ganzen Menschen.

    Das vermisse ich oft bei Fußballrainern.

    Konnte ich öfters bei manchen Spielern beobachten, die nach einer Verletzung plötzlich (in höherklasssigen Vereinen) abgemeldet waren, weils niemand interessierte.

    Zwar gibt es bei der Trainerausbildung einen pädagogischen Teil, aber es spricht für sich, dass ich bei meiner Trainerausbildung meinem Ausbilder (und der war Verbandsfutsaltrainer) eine ganze Menge Neues erzählen konnte.

    Ich hatte vor einigen Jahren beruflich mit einem Fußballer aus einem NLZ (U15) zu tun. ich hab mir einige Trainings und Spiele angeschaut, das waren Trainer in der Mitte der 20er, fussballerisch gut ausgebildet aber das war es dann auch.

    Lass deinem Jungen Zeit, wichtig ist dass er sich wohl fühlt.

    Ich hab mal (ich war da 17) einen Jungen trainiert (14, nicht im Fußball sondern Indiaca) der später Fussballnationalspieler wurde. Damals gab es diesen Hype um junge Fußballer noch nicht und er konnte sich in Ruhe entwickeln.

    Ich glaube, dass die Jungs mit einer Dreierkette bei dem Normalspielfeld etwas übefordert sind. Da hast du Abstände von etwa 20 m zwischen den Spielern, das schaut nach den etwa 16m im Dreiviertelfeld nach nicht viel aus, heißt aber 25% mehr Laufarbeit da hinten.

    Wichtigstes Mittel für die "kleineren" Spieler bleibt das Hineinstellen des Körpers um an den Ball zu kommen.

    Und noch viel wichtiger: die Taktik bestimmt sich nach den vorhandenen Spielern und nicht die Spieler bekommen eine Taktik vorgegeben. Und was Viele übersehen: Vieles bestimmt auch die Spielweise des Gegners. Stichworte dazu wären z.B. "die falsche Neun", "Doppelsechs" und Ähnliches.

    Ich hatte letzten Saison so einen "Fall" beobachtet: ein sehr guter U13 Feldspieler ist im Stützpunkttrainig, aber als Torhüter, weil er angeblich als Feldspieler nicht gut genug ist. (Kann ich nicht beurteilen, weil ich das Stützpunkttraining nicht kenne)

    Der Stützpunkttrainer hat nun darauf bestanden, dass er in der Halle im Tor eingestzt wird.

    Solche Diagramme haben nur beschränkten Wert, denn "nichts tun" geht nicht, dann wäre der Befragte tot!

    Und vor allem bei Mehrfachauswahl wissen wir nicht was dahinter steckt. mit freunden kann ich auch auf dem Bolzpaltz rumkicken, ohne das nun als (organiserten) Sport zu sehen (ähhhh ... steht ja schon oben, aber villeicht wirds glaubhafter wenns Mehrere bemerken :D)

    Ferndiagnosen sin immer schwer zu stellen.

    Hier müsste man wirklich die Situationen gesehen haben.

    Von mir gibt es eine Vermutung: er tut sich schwer sich in vorhandene soziale Strukturen einzuordnen.

    Bei Trainingsübungen und auch in Fußballcamps mit Unbekannten, kann er sich einen Status problemlos "erarbeiten". Bei einem Spiel mit einer kompletten fremden Mannschaft, die schon eine soziale Struktur hat, könnte er wohl emotional überfordert sein, seinen Platz zu finden.

    Wenn ich da oben von "einordnen" schrieb, meinte ich keine "Hackordnung" oder so. Allein die Tatsache dass er sich - unbewusst - den unbekannten Anforderungen der Mitspieler gegenübersieht, könnte seine Gedankenwelt so weit beschäftigen, dass ihn das blockiert.

    Aber es kann auch Alles anders sein.

    Offene Kommunikation hilft ja manchmal.

    Ich hab von vornerhein klargestellt (Elternabend), dass Trainigsbeteiligung eines der wichtigsten Kritereien für Spielanteile sind.

    Dann kann sich jedes Kind und jedes Elternteil selber entscheiden, was wichtig ist.

    Selbst wenn mein guter Mittelstürmer (interssante Bemerkung der Eltern: er hatte eine Verletzung vom Tennis) eben nach vier Wochen erst wieder auftaucht, stellt es sich hinten an. Egal ob das Spiel verloren geht oder nicht und er wird vorsichtig wieder an das Spiel herangeführt.

    .....

    Allerdings ein Problem welches ich hatte war das angewöhnen das ich den Ball ja auch in die Hand nehmen kann, einfache Bälle waren ja klar aber teilweise habe ich Bälle auch einfach weggebolzt die einfache Keeper Bälle waren oder habe im Tor mehr mit Füßen abgewehrt als mit den Händen

    Da wäre der Trainer gefragt gewesen.

    Ich hab das derzeit auch bei den drei Torhütern, die ich betreue, die spielen alle auch im Feld.

    In der Halle macht sich das mit der Fußabwehr sich nicht so bemerkbar.

    Das Trikot mit der Nummer 10 gilt ja als das Begehrteste.

    Bis zur U11 ist es ja kein Problem, das außen vor zu lassen, wenn man einen durchnummerireten Satz von 2 - 15 (oder 16) hat.

    Wie handhabt ihr das?

    Verlosen?

    Durchwechseln?

    Belohnung?

    Fest vergeben?

    .........

    Das ist natürlich völlig unterschiedlich.

    Es gibt Spieler, die eine Aufgabe darin sehen, mal was anderes zu spielen und zu zeigen, dass sie auch dort was können.

    Andere wiederum machen da Zicken, die müssen sich halt hinten an stellen.

    Ich selber war kein gelernter Fußballer und in den Spielen in denen ich auflaufen durfte oder gar musste, hab ich dort gespielt, wo man mich hinstellte (ist ja egal wo ich nichts kann; mesitens mit der Maßgabe: halt den Gegner so lange auf biS Fußballer kommen.)

    Es haben aber schon Spieler den Verein gewechselt, weil sie nicht auf ihrer Lieblingsposition spielen durften.