Beiträge von dschibi

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    Wenn man keine Erfahrung damit hat (ich habs im Rahmen meinen Zivildienstes in der chirurgischen Ambulanz gelernt), sollte man wirklich die Finger davon lassen. Die Gefahren wurden ja genannt. Die alternativen auch, auch wenn sie ahf den ersten Blick aufweniger erscheinen. (Eiswürfel bereiten, kühl lagern, hinterher nicht mehr verwendbar, wenn was übrig bleibt ....)

    Apropos Placeboeffekt gegen Schmerzen: irgendeine harmlose Braustablette (solange keine Allergien vorliegen) in Wasser auflösen hilft in vielen Fällen.

    Bei einem meiner Vereine gab es sowohl einen Platzwart als auch einen technischen Leiter, die die Platzvergabe organisiert haben. Im BFV gibt es ja, was Pflichtspiele anbelangt auch eine gewisse Rangordnung.

    Und ein Terminkalender wirkt Wunder.

    Ich hatte das mal in einer U15 SG, der Störenfried bekam eine Denkpause beim nächsten Spiel und sofort hatte ich die Eltern am Hals. Den erst mal erklärt, dass ihr Junior ihnen mal erzählen soll, warum er die Denkpause hat. Dann sah die Sache schon anders aus.

    Eltern glauben halt manchmal nicht, was ihre Kinder so alles anstellen können und dann verheimlichen.

    Ich bin auch der Meinung, dass Team vor Leistung geht, notfalls können sich Störer gerne verabschieden.

    Das Wichtigste bleibt, dass er sich wohlfühlt, egal was Eltern denken!

    Ich hab das in einem anderen Feld bei meinem Junior erlebt. Der glaubte, nur weil seine Eltern Akademiker sind, müsse er auch einen akademischen Abschluss haben. Psychisch ist er durch die Vorhölle damit.

    Dann hat er eine Handwerkslehre gemacht (nach 2 Studiengängen und einem Bachelor) und es geht im seit dem blendend.

    Ich kenne beide Versionen.

    Viel ist eben personenabhängig, vor allem draußen. "Nicht mein Ball, warum soll ich suchen?" Aber das ist nicht nur ein Problem von Jugendmannschaften!


    Ist in der Halle natürlich leichter, da ist der Raum begrenzt. Da hab ich 15 Bälle und am Ende wird gezählt (noch sind alle da).

    Angeregt durch eine Diskussion in einem Schiedrichterforum mache ich mal das Thema auf.

    Ich hatte ja als Trainer die Diskussion dauernd: sind das was die Jungs da an den Unterschenkeln haben eher Albiteile oder wirklich Protektoren?

    U17 Spieler deren Schiebeinschoner kaum die Größe einer Kinderhand hatten.

    Leider konnte ich auch Eltern nicht so richtig überzeugen, dass zur Sicherheit das komplette Schienbein abgedeckt gehört (wer einmal einen offenen Schiebeinbruch in der Halle gesehen hat, weiß wovon ich rede) und ein Knöchelschutz keine Moderscheinung des letzten Jahrtausends ist.

    Ich hab nur 3 jahre U11 trainiert und seinerzeit wusste ich noch nichts von Stützpunkten etc.

    Ich komme ja selbst nicht aus dem Fußball sondern aus der evang. Jugend und da ging es immer um den ganzen Menschen.

    Das vermisse ich oft bei Fußballrainern.

    Konnte ich öfters bei manchen Spielern beobachten, die nach einer Verletzung plötzlich (in höherklasssigen Vereinen) abgemeldet waren, weils niemand interessierte.

    Zwar gibt es bei der Trainerausbildung einen pädagogischen Teil, aber es spricht für sich, dass ich bei meiner Trainerausbildung meinem Ausbilder (und der war Verbandsfutsaltrainer) eine ganze Menge Neues erzählen konnte.

    Ich hatte vor einigen Jahren beruflich mit einem Fußballer aus einem NLZ (U15) zu tun. ich hab mir einige Trainings und Spiele angeschaut, das waren Trainer in der Mitte der 20er, fussballerisch gut ausgebildet aber das war es dann auch.

    Lass deinem Jungen Zeit, wichtig ist dass er sich wohl fühlt.

    Ich hab mal (ich war da 17) einen Jungen trainiert (14, nicht im Fußball sondern Indiaca) der später Fussballnationalspieler wurde. Damals gab es diesen Hype um junge Fußballer noch nicht und er konnte sich in Ruhe entwickeln.

    Ich glaube, dass die Jungs mit einer Dreierkette bei dem Normalspielfeld etwas übefordert sind. Da hast du Abstände von etwa 20 m zwischen den Spielern, das schaut nach den etwa 16m im Dreiviertelfeld nach nicht viel aus, heißt aber 25% mehr Laufarbeit da hinten.

    Wichtigstes Mittel für die "kleineren" Spieler bleibt das Hineinstellen des Körpers um an den Ball zu kommen.

    Und noch viel wichtiger: die Taktik bestimmt sich nach den vorhandenen Spielern und nicht die Spieler bekommen eine Taktik vorgegeben. Und was Viele übersehen: Vieles bestimmt auch die Spielweise des Gegners. Stichworte dazu wären z.B. "die falsche Neun", "Doppelsechs" und Ähnliches.

    Ich hatte letzten Saison so einen "Fall" beobachtet: ein sehr guter U13 Feldspieler ist im Stützpunkttrainig, aber als Torhüter, weil er angeblich als Feldspieler nicht gut genug ist. (Kann ich nicht beurteilen, weil ich das Stützpunkttraining nicht kenne)

    Der Stützpunkttrainer hat nun darauf bestanden, dass er in der Halle im Tor eingestzt wird.

    Solche Diagramme haben nur beschränkten Wert, denn "nichts tun" geht nicht, dann wäre der Befragte tot!

    Und vor allem bei Mehrfachauswahl wissen wir nicht was dahinter steckt. mit freunden kann ich auch auf dem Bolzpaltz rumkicken, ohne das nun als (organiserten) Sport zu sehen (ähhhh ... steht ja schon oben, aber villeicht wirds glaubhafter wenns Mehrere bemerken :D)

    Ferndiagnosen sin immer schwer zu stellen.

    Hier müsste man wirklich die Situationen gesehen haben.

    Von mir gibt es eine Vermutung: er tut sich schwer sich in vorhandene soziale Strukturen einzuordnen.

    Bei Trainingsübungen und auch in Fußballcamps mit Unbekannten, kann er sich einen Status problemlos "erarbeiten". Bei einem Spiel mit einer kompletten fremden Mannschaft, die schon eine soziale Struktur hat, könnte er wohl emotional überfordert sein, seinen Platz zu finden.

    Wenn ich da oben von "einordnen" schrieb, meinte ich keine "Hackordnung" oder so. Allein die Tatsache dass er sich - unbewusst - den unbekannten Anforderungen der Mitspieler gegenübersieht, könnte seine Gedankenwelt so weit beschäftigen, dass ihn das blockiert.

    Aber es kann auch Alles anders sein.