Beiträge von Coach99

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    @ Christoph:

    Deine Einstellung finde ich gut! =) Turniersiege sind zwar ganz nett, viel wichtiger ist aber doch, dass sich die Kinder weiter entwickeln und da gehören auch Niederlagen nun einmal dazu. Lieber gut gespielt und verloren als nur gebolzt und vielleicht aufgrund rein körperlicher Überlegenheit gewonnen! :)

    Habe mit meiner E am kommenden Samstag den letztjährigen Landesmeister zu Gast und am Sonntag spielen wir bei einem sehr stark besetzten Turnier mit, wo es sicherlich ebenfalls schwer wird und auch die eine oder andere Niederlage drin sein dürfte. Macht aber nichts, Hauptsache die Kids werden ihren Möglichkeiten entsprechend gefordert und auch aus Niederlagen kann man lernen.

    @ bcefferen:

    Sehe ich genauso, derartige Turnierabsagen sind völlig unverständlich. einigermaßen moderne Kunstrasenplätze sind nahezu bei jedem Wetter bespielbar. 3 Tropfen Regen haben auch noch keinem Kind geschadet, sondern es werden ehrer die Abwehrkräfte gestärkt.

    Hallo Andre,

    auch ich halte es für problematisch, sich als ehemaliger Trainer einzumischen, obwohl ich weiß, dass einen Fehlentwicklungen in ehemaligen Mannschaften doch sehr beschäftigen.

    Wenn ich die weitere Entwicklung der Spieler (Jahrgänge 98 und 99) meines alten Vereins sehe, welche ich bis zu meinem Vereinswechsel ausgebildet habe, wird mir jedesmal schlecht. Die Kinder haben als G- und F-Junioren besser als heutzugtage in der E gespielt und statt Fort- nur Rückschritte gemacht. Keine vernünftige Technik und Kreativität mehr, nur noch stures kick and rush, ausschließlich körperbetonter Bolzfussball. Der jetzige Trainer hält es aber für toll, dass seine Spieler so "standhaft" seien.
    Auch wenn mir die Kids leid tun und die Eltern hinter dem Rücken über die mangelnde fußballerische Ausbildung mosern, sind es doch letztlich sie und der Jugendleiter des Vereins, die Schritte einleiten und ggf. ihre Konsquenzen ziehen müssen. Ich persönlich werde mich nicht einmischen, da so etwas nur böses Blut geben würde.

    Ein starres Spielsystem und die Unterbindung von Kreativität sind gerade im goldenen Lernalter schädlich, aber du musst auch akzeptieren, dass jeder Trainer sein System hat. Auch ich ermuntere meine Kinder, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und auch einmal Fehler zu machen, dabei gilt aber immer, dass sie auch ihre Mitspieler ausreichend einbinden und nicht den Alleinunterhalter spielen sollen. Flügelspiel stellt eine der möglichen Varianten dar, die trainiert werden.
    Bislang klappt das hervorragend, die Kids sind fast alle in der Lage, sich sowohl im variantenreichen Dribbling zu behaupten als auch Direktspiel umzusetzen. Am letzten Wochenende gab es zum Beispiel einen tollen Konter über 5 Stationen (alles "one touch") der erfolgreich abgeschlossen wurde, aber auch Tore nach Dribblings.

    Meiner Meinung nach solltet ihr, sofern auch andere Spieler und deren Eltern wirklich das von dir beschriebene Problem genauso sehen, zum Jugendleiter eures Vereins gehen und auch sachlich mit dem Trainer sprechen. Dabei solltest du dich aber im Hintergrund halten, damit es nicht heißt, dass du alle anderen nur aufgehetzt hast, weil du etwas gegen den neuen Trainer deines Ex-Teams hast. Letzteres könnte auch dazu führen, dass es dein Sohn dann schwerer hat.

    Falls es aber so ausgeht, dass kein Konsens und Kompromiß gefunden werden kann, müssen dein Sohn und du überlegen, wo sie ihre sportliche Zukunft sehen.

    Wünsche viel Erfolg und schöne Grüße

    Coach99

    Unsere Saison beginnt erst am kommenden Samstag, so dass wir heute noch ein Testspiel absolviert haben. Aufgrund der Ferienzeit hatte ich das erste Mal wieder alle bis auf einen mit an Bord.

    Gegner war ebenfalls ein E-Junioren-Landesligist, aber aus einer anderen Staffel. Wir haben 3 "Halbzeiten" gespielt, um allen Kids ausreichend Gelegenheit zum Spielen zu geben und nebenbei auch die Kondition zu verbessern.

    Leider wurde es nicht der erhoffte und eigentlich erwartete Härtetest (am nächsten Samstag kommt der letztjährige Landesmeister, der üblicherweise in allen Jahrgängen sehr stark besetzt ist). Der erste Durchgang war noch recht ausgeglichen (2:1 für uns), mein Keeper und die Defensive wurden endlich einmal wieder gefordert.

    Ab dem zweiten Durchgang sind die Gegner aber eingebrochen und wurden von Kondition und Konzentration verlassen. Am Ende stand es dann 11:1 für uns, wirklich sehenswerter Kombinationsfußball meiner Jungs, alle Tore schön herausgespielt. Aber die gegnerischen Spieler taten mir leid, zumal der gefrustete Trainer, mit dem ich mich gut verstehe, sie doch ganz schön an die Kandarre genommen hat.

    Haben nach Spielende versucht, die geknickten Gäste wieder etwas zu trösten und aufzurichten, ist auch etwas gelungen. Ich bin nur froh, dass wir den Ruf haben, uns mit möglichst gleichstarken Gegnern messen zu wollen und nicht arme Opfer in Freundschaftsspielen zu suchen.

    Nächste Woche wird es mit Sicherheit eine harte Aufgabe für meine Kinder und ich hoffe, dass auch unsere heutigen Gäste ihr Spiel gut und erfolgreich absolvieren werden.

    Hallo bcefferen,

    das hört sich ja unglaublich an.

    Als erstes muss eine Überprüfung der Dokumente des Drittvereins stattfinden. Anhand dieser könnte zunächst die Echtheit geprüft werden.

    Was sollte aber der ehemalige Trainer davon haben? Erhofft er sich - unterstellt er wäre es tatsächlich gewesen - etwa, dass deine neue Spielerin aufgrund der bestehenden Spielberechtigung für seinen neuen Verein aufläuft? So dumm kann doch kaum einer sein.

    Außerdem hätte doch auch die Paßstelle hellhörig werden müssen. Mit der Verlustbescheinigung sowie dem entsprechenden Formular auf Erteilung einer Spielberechtigung habt ihr doch sicherlich fristgerecht einen neuen Spielerpass für die Spielerin angefordert. Normalerweise würde ich schon eine Rückfrage der Paßstelle erwarten, wenn sowohl der alte Spielerpaß als auch eure Unterlagen vorgelegt werden!!!

    Könnte es aber vielleicht sein, dass deine neue Spielerin doch zwischenzeitlich überlegt hatte, mit dem Trainer zu dem Drittverein zu gehen und dass in diesem Zusammenhang Dokumente unterschrieben wurden, an die man sich nicht mehr erinnert hat, weil der Wechsel jetzt zu euch erfolgte?

    Wie auch immer, extrem ungewöhnlich und ärgerlich. Sollte tatsächlich eine Urkundenfälschung vorliegen, würde ich an Stelle der Eltern deiner neuen Spielering den Urkundenfälscher anzeigen.

    Viel Erfolg bei der Aufklärung und dem schnellen Erhalt einer Spielberechtigung für das Mädchen.

    Schöne Grüße

    Coach99

    Hallo Bär,

    ihr solltet die Trainingsgruppen in jedem Fall trennen, um ein effektives und altersgerechtes Training zu ermöglichen.

    Das betrifft aber beide Mannschaften und insofern muss es ein Gespräch mit der Jugendleitung bezüglich der richtigen Umsetzung der Ziele im Kinderfussball geben. Wenn sich deine Kollegen nicht ändern, solltet ihr, so schwer das in der heutigen Zeit ist, versuchen für die andere Mannschaft neue Trainer zu gewinnen. Vorbereitung und auch ein langfristiges Konzept mit Trainingszielen und -inhalten sind sehr wichtig und daher ist es gut, wenn du deinen Weg mit entsprechender Vorbereitung weitergehst.

    Ein Co-Trainer ist nicht nur für die Arbeit in kleineren Gruppen, sondern auch für den Austausch wichtig, man muss aber auf einer Wellenlänge liegen, um langfristig erfolgreich für die Kinder zu arbeiten. Hatte mal einen Co-Trainer, der zu erfolgsorientiert war und mit dem es Konflikte gab und der dann nach einer unserer sehr wenigen Niederlagen das Handtuch geworfen hat und seitdem "nur" noch Spielervater ist (was jetzt ganz gut klappt). Im Nachhinein bin ich ganz froh darüber, auch wenn ich mir bei 14 Kids in meinem Team wieder einen Co wünsche, um noch individueller arbeiten zu können.

    Schöne Grüße

    Coach99

    Hallo Hattabi,

    du hast Recht mit der Meinung, dass der Verein die Mannschaftszugehörigkeit der Spieler entscheiden sollte. Insofern waren meine Beiträge vielleicht mißverständlich.

    Wir teilen die Mannschaften mit Trainern und Jugendleitung gemeinsam ein und die persönliche Enwicklung der Kinder steht im Vordergrund. Wir spielen grundsätzlich in Jahrgangsmannschaften, besondere Talente bekommen aber die Chance, bei körperlicher und geistiger Eignung einen Jahrgang bzw. auch eine Altersklasse höher zu spielen.

    Damit trägt man dem vorhandenen fussballerischen Potential der Kinder Rechnung und verhindert, dass die Talente abwandern. Erpressen lassen "wenn meine Kind nicht in der E Spielt, wechseln wir den Verein" würde ich mich aber nie.

    Nachfragen, warum einzelne (es sind vereinsweit nur sehr wenige) Kinder in einem älteren Jahrgang bzw. Altersklasse mitspielen und andere nicht, haben sich erfreulicherweise im Rahmen gehalten. Nach individueller Erläuterung haben die Eltern und Kids die Entscheidungen auch akzeptiert.

    Erfahrungsgemäß werden es vermutlich auch im Verein von Zombiehunter nicht so viele 2000er sein, die die Kriterien für eine E erfüllen. Und wenn es 2-3 sind und die Spielfähigkeit der F dadurch nicht gefährdet wird, spricht m.E. auch nichts dagegen, diese in der E spielen zu lassen. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Habe zwar zwei 99er Talente in meiner E1 (die jahrgangsmäßig E3 oderE4 spielen müssten), aber auch einen sehr talentierten 98er mit hoch in die D gegeben, da es Gründe dafür gab.

    Generell sollten bei ausreichender Mitgliederanzahl im Jugendkonzept Jahrgangsmannschaften verankert sein, es muss aber auch Ermessensspielräume für individuelle Entscheidungen und Ausnahmen geben.

    Schöne Grüße

    Coach99

    @ Sven

    Habe eine - schon von sich aus - stark leistungsorientierte Truppe von Talenten, mit denen ich höherklassig (Landesliga) spiele. Einige Vereine trainieren auf Landesebene auch in der E schon dreimal pro Woche.

    Meine Kids fänden 3 Trainingseinheiten sicherlich gut. Ich persönlich habe es aber dennoch bei zweimal belassen, da die Kids zumeist neben der Schule und Fußball auch noch diverse andere Aktivitäten haben und ich der Auffassung bin, dass sie in dem Alter auch den zeitlichen Freiraum zum Spielen mit ihren Freunden brauchen.

    Einige meiner Kids sind auch noch in Kreisauswahl und trainieren von daher ein weiteres Mal pro Woche. In der letzten Saison war bei zwei Kindern doch phasenweise eine gewisse Müdigkeit zu verzeichnen. Leider haben Eltern und Kinder nicht auf mich gehört, als ich vorschlug, einmal Vereinstraining ausfallen zu lassen.

    Schöne Grüße

    Coach99

    Hallo Bär,

    erst einmal wünsche ich dir viel Spaß mit deinen E-Junioren! =)

    Zur Frage nach der Trainingslänge:

    Hier halte ich 90 Minuten für optimal, da du dann ausreichend Zeit für Aufwärmen, Hauptteil und Abschluss-Spiel hast. Weniger würde ich nicht machen, da man ansonsten in Zeitnot geraten könnte; es muss schließlich auch ausreichend Zeit für altersgerechte Erklärungen (hier aber immer kurz, knapp und präsise formulieren) und Trinkpausen da sein. Ich verfahre seit Bambini-Zeiten so und bin damit immer bestens gefahren. :)

    Zweimal pro Woche reicht.

    Zur Fragestellung "Trainersohn":

    Das ist immer ein potentieller Problem- und Streitpunkt. Mein Junior spielt seit Beginn meiner Trainertätigkeit (damals war er 4, jetzt wird er 10 Jahre alt) in meinem Team und ich versuche ihn während des Trainings und den Spielen wie jeden anderen zu behandeln.

    Gelingt mir aber dahingehend zumeist nicht, dass ich von ihm immer mehr Leistung erwarte und abfordere, als von den anderen Kids, um nicht in die Kritik zu kommen, dass er nur spielt, weil er mein Junior ist.

    Da kann es schon mal vorkommen, dass mir andere Eltern sagen, ich würde ihn zu hart behandeln. Er war schon immer und ist auch unverändert einer der absoluten Leistungsträger und trotz seiner ruhigen Art mannschaftsintern ein anerkannter "Leader", so dass er auch einer derjenigen ist, welche sehr hohe Spielanteile haben. Aufgrund seiner zumeist starken Leistungen gibt es auch kein Problem mit anderen Eltern, da sie wissen, dass der Trainersohn grundsätzlich genauso (bzw. eher) vom Platz genommen wird, wie alle anderen.

    Diese Tendenz stelle ich im übrigen auch bei den meisten Kollegen mit Kindern in den Teams fest und es gab nur wenige Fälle, wo Konflikte wegen Bevorzugung der Trainerkinder aufgekommen sind.

    Man muss aber aufpassen, dass aus den genannten Gründen die Erwartungen an die Kinder nicht zu hoch werden und die Kinder sich selbst zu sehr unter Druck stellen, was bei meinem Jungen schon mal vorgekommen ist. ;( Da musste ich ihm klarmachen, dass er wie alle seine Mitspieler auch das Recht hat, Fehler zu machen, was zum Glück gefruchtet hat. :)

    Schöne Grüße

    Coach99

    Hallo Zombiehunter,

    wenn Dein Junge wirklich auch in der E der Beste ist und körperlich und geistig mithalten kann, dann solltest Du ihn dort (und nur dort) spielen lassen.

    Ob er mit der F mehr erreichen kann als mit der E, sollte dabei völlig zweitrangig sein!
    Es geht in diesem Alter nicht darum, möglichst viele Titel zu sammeln, sondern um gute Ausbildung und darum, leistungs- und altersgerecht gefördert und gefordert zu werden.

    Dazu noch das Beispiel meines zweiten 99ers (ebenfalls ein sehr talentierter Spieler). Hat in der letzten Saison F1 gespielt, war dort Alleinunterhalter und Torschützenkönig seiner Staffel, hat sich aber spielerisch überhaupt nicht weiterentwickelt, der er so gut wie nie richtig gefordert wurde. Auch dieser 99er wäre, da er die von mir genannten Vorausetzungen erfüllt, auch schon im letzen Jahr besser in der E aufgehoben gewesen. Das sehen im übrigen inzwischen auch seine Eltern und sein ehemaliger Trainer so.

    Schöne Grüße

    Coach99

    Hallo Andre,

    alle über einen Kamm zu scheren, wäre sicherlich der falsche Weg, auch wenn ich nicht den Eindruck habe, dass es hier in der Diskussion jemand gemacht hat. Leider lässt sich auch an Statistiken ablesen, dass es bei Mannschaften mit vielen Ausländern eine höhere Rate an Gewalttätigkeiten bis hin zu Spielabbrüchen gibt. Erkundige dich mal beim Berliner Fußballverband, da hat man seine ganz besonderen Erfahrungen.

    Im übrigen ist das Ganze Problem ja auch nicht neu, wenn es sich auch mit den letzten Jahren verschärft haben mag. Ich selbst musste mich schon als C-Jugendlicher (und ich bin Anfang 40) vor erzürnten und gewalttätigen Eltern einer ausschließlich mit Italienern besetzten Mannschaft in unseren Mannschaftsbus in Sicherheit bringen, nur weil ich mir erlaubt hatte, den Siegtreffer zu erzielen. Wir wären im übrigen nie auf die Idee gekommen, handgreiflich zu werden, weil wir ein Spiel verlieren.

    Mir ist dennoch die Herkunft eines Spielers völlig egal, aber ich stelle an alle die gleichen Anforderungen hinsichtlich des Sozialverhaltens. Die Eltern eines meiner Spieler sind z.B. Polen und supertolle Leute, mit den sich alle prima verstehen, das Kind ist extrem angenehm und überall beliebt. Idioten und auch nette Leute gibt es nun mal aus allen Nationalitäten.

    Es ist auch sehr leicht zu sagen, dass es an den Trainern liegt. Wir verbringen alle unsere Freizeit mit den Kindern und Jugendlichen und da kann und muss man nicht auch noch als Sozialarbeiter fungieren und versuchen, gesellschaftliche Probleme zu korrigieren!

    Schöne Grüße

    Coach99

    Hallo Zombiehunter (netter Name),

    altersmäßig zählt Dein Junior ja zum älteren F-Jugend-Jahrgang, insofern wäre er grundsätzlich dort gut aufgehoben. Sollte er aber ein besonderes Talent sein, könnte er auch schon beim jüngeren E-Jahrgang mitspielen.

    Voraussetzung ist aber, dass er körperlich und geistig auf dem Niveau eines 99ers ist (kann bei Anfang - Mitte 2000 ja der Fall sein), schließlich hat er es ja im Extremfall mit Spielern aus Anfang 98 zu tun (es sei denn, ihr habt Jahrgangsstaffeln). Habe selbst einen sehr talentierten 99er bei mir in der E1, der sogar bei uns in der Landesliga gut mithalten kann und in der letzen Saison auch schon mit gutem Erfolg und guter persönlicher Entwicklung in der E-Kreisliga auch gegen 97er gespielt hat. Ist aber bei weitem nicht die Regel.

    Von einem Einsatz in beiden Teams (Training und Spiele) halte ich nichts, man sollte sich für eine Mannschaft entscheiden. Gegen ein Aushelfen (ab und an) beim anderen Team spricht nichts, solange er sich nicht überfordert fühlt.

    Wer ist denn bei euch im Verein darauf gekommen, dass er in beiden Teams mitmachen soll? Da drängt sich mir der Verdacht auf, dass der E-Trainer den Jungen unbedingt haben und der F-Trainer den Spieler nicht abgeben will. Kann ja dabei falsch liegen, aber die Variante mit beiden Teams wäre ein fauler Kompromiß zu Lasten des Kindes.

    Schöne Grüße

    Coach99

    Wir sind erst Anfang September wieder dran, wegen der Schulferien bekomme ich auch erst am letzten Ferientag wieder ein Team für ein Vorbereitungsspiel zusammen.

    Allen mit deftigen Niederlagen mein Beileid, es kommen auch wieder bessere Zeiten. Zweistellige Ergebnisse haben nach meiner Auffassung im Kinder- und Juniorenfussball nichts zu suchen, da sie ein Team nur frustrieren und auch der Sieger nicht wirklich etwas davon hat.

    Grüße und viel Erfolg für alle!

    Coach99

    Hallo Alex,

    gebt den Jungen hoch in die F, damit er sich seinem Potential entsprechend entwickeln kann. Damit löst ihr gleich zwei Probleme:

    Der Junge wird nicht mehr unterfordert, seinem Leistungsstand entsprechend ausgebildet und das Risiko einer Abwanderung sinkt.

    Der Rest der Mannschaft verlässt sich nicht mehr auf ihren Star und wird sich weiterentwickeln.

    Habe selbst zwei sehr talentierte 99er in meinem E-Landesligateam (ansonsten alles 98er), kommen prima zurecht, sind akzeptiert und fühlen sich pudelwohl.

    Einer der beiden hat bereits im letzten Jahr in der E-Kreisliga mitgespielt, gut mitgehalten und sich gut entwickelt. Der andere spielte letzte Saison F1, machte den Alleinunterhalter, wurde Torschützenkönig, hat sich aber spielerisch nicht weiterentwickelt, da er nicht genug gefordert war. Sein ehemaliger Trainer ist auch zufrieden, weil sich seine sonstige Truppe jetzt besser entwickelt.

    Gruß Coach99

    Hallo Markus,

    da liegt eine ganze Menge Arbeit vor dir und deinen Trainerkollegen. Aber nicht verzweifeln, eure Ausgangssituation ist doch gar nicht so schlecht:

    23 Kids mit 5 Trainern zu coachen gibt doch die Möglichkeit, ein sehr individuelles altersgerechtes Training in kleinen Gruppen durchzuführen und so die starken Spieler weiter zu stärken und die schwächeren Spieler perspektivisch heranzuführen (keine Wunder erwarten!).

    Das hängt natürlich sehr stark vom Erfahrungshintergrund und den Stärken der einzelnen Trainer ab (siehe auch meinen Beitrag zu deiner damaligen Fragestellung). Zu einer detaillierten Aufgabenverteilung bei euch kann ich dir noch keinen konkreten Ratschlag geben, da ich das Trainerteam nicht einschätzen kann.

    Bei dem von dir geschilderten starken Leistungsunterschied zwischen den Kids würde ich die E1 und die E2 zwar parallel, aber dennoch gertrennt mit unterschiedlichen Inhalten trainieren lassen, um nicht die einen zu unter- und die anderen zu überfordern.

    Die E1 hat Anspruch auf eine ihrem Leistungsstand angemessene weitere Ausbildung und bei der E2 muss offensichtlich erst einmal ein Teil der Basisarbeit aus Bambini-/F-Jugend-Zeiten nachgeholt werden.

    Wir haben bei uns im Verein 4 E-Jugend-Mannschaften, von denen E2 bis E4 im Kreis- und die E1 im Landesligabetrieb spielen. Wir haben ganz bewusst zum Ende der letzten Saison in enger Abstimmung alller betroffenen Trainer eine Einteilung der Mannschaften nach dem individuellen Leistungsstand der Kinder durchgeführt, um die Kinder noch gezielter fordern und fördern zu können. Es wird in allen Altersklassen Blocktraining durchgeführt (alle 4 parallel), die Mannschaften trainieren aber im wesentlichen für sich. Bei einzelnen Trainingsinhalten, welche nicht die Gefahr der Über-/Unterforderung beinhalten, wird gemeinsam in Gruppen trainiert. So kennen sich alle und die Kinder werden trotzdem möglichst individuell ausgebildet. Läuft bislang sehr gut und es besteht bei allen große Akzeptanz.

    Ihr solltet immer in kleinen Gruppen arbeiten, die individuellen Stärken der Trainer berücksichtigen (wer kann was den Kindern am besten und altersgerecht beibringen) und alle Kinder auf unterschiedlichen Positionen ausbilden. Es ist ganz wichtig, bei den Kindern der E2 erst einmal die wichtigsten Grundlagen zu schulen (siehe DFB-Ausbildungskatalog). Wenn ihnen diese Grundlagen fehlen, kann man als Trainer auch keine guten Leistungen in den Spielen erwarten.

    Letztlich wird es nach meiner Erfahrung aber so sein, dass zunächst die Leistungsschere weiter auseinandergeht und dass die heute noch schwächeren (bislang schlecher ausgebildeten) Kinder erst zu einem späteren Zeitpunkt deutlich aufholen und vermutlich einige sogar den Sprung in die E1 schaffen können.

    An eurer Stelle würde ich auch einen Elternabend abhalten, in dem die Situation der Teams dargestellt wird und in dem ihr eure weitere konzeptionelle Arbeit und die Ziele (s.o.)aufzeigt. Den Eltern muss bewusst sein, dass aufgrund der vom Trainerteam vorgefundenen Situation keine Wunder erwartet werden dürfen und dass es keine Herabstufung ist, wenn die Kinder der E2 erst einmal viel Grundlagentraining bekommen und noch nicht so anspruchsvolle Trainingsinhalte wie die Kids der E1 haben. Außerdem muss Kindern und Eltern der E1 klar sein, dass die Entwicklung der Spieler nicht durch ein "zu leichtes" Training gehemmt wird und dass andereseits kein Grund besteht, sich als etwas Besseres zu fühlen.

    Ach so, noch zwei Ratschläge zum Schluß:

    Ihr solltet für jedes der beiden Teams in Abhängigkeit von Erfahrung und Ausbildungsstand einen verantwortlichen Cheftrainer und die Co-Trainer sowie die Ziele festlegen. Das kann bei den Co-Trainern vom "Hütchenaufsteller" bis zum gleichberechtigten 2 Trainer gehen, wichtig ist aber, dass alle ein klares Rollenverständnis haben und es nicht über kurz oder lang zu Animostäten im Trainerstab kommt.

    Außerdem solltet ihr die Kader durchlässig gestalten, d.h. wenn sich ein Spieler(in) der E2 besonders gut entwickelt, kann ein Wechsel in die E1 erfolgen und umgedreht.

    Ihr habt zwar viel Arbeit vor euch, aber es wird auch viel Freude machen, sie umzusetzen. Viel Spaß dabei und nicht den Mut verlieren! =)




    Hallo Easy,

    klingt ja gruselig: hinten angewachsene Abwehrspieler, die sich nicht ins Offensivspiel einschalten (dürfen), vorne Stürmer, die aussschließlich ihre Position halten, außerdem schon die Abseitsregel...

    Aber Du hast ja offensichtlich vor, da einiges zu ändern. :)

    Neben den richtigen Ratschlägen bezüglich des Positionswechsels im Spiel kann ich Dir nur dringend empfehlen, die Kids auch wechselnd auf allen Positionen zum Einsatz kommen zu lassen. Es geht in dem Alter ja um die fussballerische Ausbildung der Kids und nicht darum, mit einseitig ausgebildeten Kindern möglichst viele "enorm wichtige" Titel zu holen.

    Grundsätzlich finde ich es aber nicht schlecht, ab der E mit den talentierteren Spielern auch schon leistungsorientierter zu spielen, um sie adäquat zu fördern und zu fordern. Solange man Training etc. weiterhin altersgerecht gestaltet, spricht da nichts dagegen. In Brandenburg gibt es ab der E auch schon die Unterteilung in Kreisligen und -klassen sowie Landesligen.

    Das Problem mit den Vereinen, welche aus Titelgeilheit bewusst Mannschaften falsch anmelden, gibt es aber wahrscheinlich in jedem Landesverband, auch wir haben hier entsprechende Kandidaten. Ich persönlich trete aber mit meinen Kids lieber höherklassig an und wir werden sicherlich dabei auch einige Spiele verlieren, anstatt unterklassig einen Durchmarsch zu machen. Zum Glück sehen mein Verein, Eltern und Kinder das aber genauso.

    Hallo Supi,

    ist bei mir schon ein paar Jahre her und ich bin nicht ganz sicher, ob sich inzwischen etwas geändert hat.

    Im Grundlehrgang erwirbt man als Lizenzvorstufe den "Teamleiter", unterteilt nach Kindern, Jugend, Erwachsenen und Breitensport. E-Junioren zählen hier noch zu den Kindern. Eine schriftliche Prüfung hatten wir nach meiner Erinnerung beim Teamleiter noch nicht, wohl aber eine Lehrprobe als praktische Prüfung. Es waren 50 Unterrichtseinheiten an mehrenen Wochenenden und gekostet hat das Ganze 100 €, die bei uns vom Verein übernommen wurden. Absolviert habe ich den Lehrgang bei einem DFB-Stützpunkt bei mir in der Nähe (Land Brandenburg).

    Man musste dann innerhalb von 2 Jahren nach Erwerb des Teamleiters die Trainerlizenz (Trainer C oder Fachübungsleiter C) machen, damit die Lizenzvorstufe nicht erlischt.

    Beim Erwerb der Trainerlizenz kommen neben einem umfangreicheren und zeitintesiveren Programm auch noch eine schriftliche und eine praktische Prüfung auf Dich zu. Kosten lagen hier ähnlich dem Teamleiter, auch hier ist bei uns der Verein in die Bresche gesprungen.

    Mein Fazit: Ist zwar zeitlicher Aufwand, es lohnt sich aber in jedem Fall. Neben dem fachlichen Gewinn bringt es auch eine ganze Menge, dass man viele Trainerkollegen aus anderen Vereinen kennenlernt.

    Gegen den jüngeren Jahrgang sollte man nur antreten, wenn dieser spielerisch sehr stark ist und aller Voraussicht nach auch mithalten kann, dann ist das durchaus machbar. Hat man selbst eine starke Mannschaft, bringt das aber in der Regel nichts. Ich persönlich lasse meine Jungs im Zweifel lieber gegen den älteren Jahrgang spielen, da sie mehr davon haben.

    Habe meine Kids aufgrund des ferienbedingt stark ausgedünnten Kaders gestern zum Trainingsabschluss mit zwei Spielern in Unterzahl (5:7) gegen unsere E2 (ebenfalls i.w. Jahrgang 98, eigentlich sehr ordentlich besetzt) spielen lassen, das hat leider beiden Teams wenig gebracht. Sowohl mein Kollege von der E2 als auch ich hatten nicht erwartet, dass es 8 oder 9:0 für das in Unterzahl spielende Team ausgeht und dass wir nur einen Schuß aufs Tor kriegen. Meine Kinder gingen natürlich sehr selbstbewusst vom Platz, die Kids der E2 aber mit hängenden Köpfen, was so nicht geplant war. ;(
    Zum Glück lief das abschliessende Neunerschießen sehr ausgeglichen, so dass sich der Frust der Unterlegenen zur Freude der Trainer wieder etwas legte. :)

    Für unser Training in zwei Tagen werden wir uns bei gleicher Spieleranzahl etwas anderes einfallen lassen (ggf. mischen), damit sich das Ganze nicht wiederholt.

    Hallo Michaela,

    bin auch überrascht, dass euer Regelspieltag Dienstag und nicht wie üblich am Wochenende ist. Das hätte aber doch auch den Vereinen auffallen müssen. Bei uns in Brandenburg gibt es sowohl auf Kreis- als auch Landesebene im Vorfeld der entsprechenden Staffeltagungen vor Saisonbeginn vorläufige Spielpläne, welche bei berechtigtem Interesse der Vereine auch noch geändert werden können. Solche Änderungswünsche müssen natürlich von den Vereinen geäußert werden, sonst bleibt es halt bei den Ansetzungen. :)

    Wenn man höherklassig spielen will - was ich bei entsprechendem Leistungsvermögen stets empfehlen würde - muss man halt weitere Wege in Kauf nehmen. Wir spielen in der kommenden Saison auch in der Landesliga und haben deshalb längere Wege, was ich mit den Eltern im Vorfeld auch so besprochen habe. Abgesprungen ist deshalb niemand. Durch entsprechende Fahrgemeinschaften kann man das Ganze ja intern einigermaßen gerecht gestalten.

    Schöne Grüße

    Coach99

    @ clubfan und bcefferen

    Die Art und Weise in der hier kommuniziert wird, finde ich sch... :O

    Kommt doch einfach zu einem sachlichen Umgang - den ihr beide in vielen anderen Beiträgen sonst auch nutzt - miteinander zurück und unterlasst die persönlichen Angriffe. Bei diesem Umgangston habe ich mir im übrigen den Inhalt eurer Beiträge dieses Mal gar nicht mehr durchgelesen...

    Schöne Grüße :)

    Coach99