Beiträge von Coach99

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    Hallo Easy,

    blockweise Rotation hat sicherlich den Vorteil, dass man die Spielanteile einigermaßen gerecht verteilen und deutlich erhöhen würde.

    Dagegen spricht, dass man das Ganze aufgrund der diversen Termine der Kids ohnehin nur sehr schwer im voraus planen kann und dass die Spieleinsätze ja auch eine Belohnung für den Trainingsfleiß sein sollten. Bitte nicht falsch verstehen, aber auch in dieser Altersklasse ist ein gewisser Konkurrenzkampf sinnvoll und ich würde mich schwertun, einen Spieler, der vielleicht im Training nur Blödsinn macht und vielleicht auch nicht regelmäßig am Training teilnimmt, durch Einsätze zu belohnen, nur weil er mit seinem Block "gerade dran" ist.

    Ich persönlich nehme lieber nicht zu viele Auswechselspieler mit, um allen ausreichend Spielzeit zu geben. Da nur wenige Kids an jedem Wochenende spielen können, sollte es bei 14 Kindern möglich sein, auch ohne feste Rotation jedem genügend Spielzeit in Pflicht- und Freundschaftsspielen zu geben.

    Ich habe selbst 14 Kinder in meiner Mannschaft und stehe insofern vor demselben Problem. Da wir in der Landesliga spielen und ich bei 1 + 7 (Kleinfeld in Brandenburg) ohnehin nur insgesamt 12 Spieler einsetzen darf, werde ich maximal mit 4 Auswechselspielern beginnen und auch blockweise wechseln. Das habe ich bei den letzten Turnieren nach Zusammenstellung der Mannschaft ausprobiert und es funktioniert wegen der Homogenität des Kaders sehr gut.

    Kann aber gut sein, dass ich die Anzahl der Spieler auf 10 reduziere. Durch Meisterschafts-, Pokal- und Freundschaftsspiele sowie Turniere ist unser Terminplan ohnehin so voll, dass alle ganz froh sind, wenn sie ein Wochenende einmal für etwas anderes als Fußball nutzen können.

    @ mic.:

    10 Spieler sind nach meiner Erfahrung zu wenig, um gut durch eine Saison zu kommen. Durch Krankheit, Familienfeste etc. wird es da schon sehr knapp. Außerdem kann es passieren, dass Eltern und Kinder versuchen, die kaderbedingte größere Abhängigkeit der Trainer auszunutzen versuchen ("der muss mich ja eh spielen lassen, wenn er nicht in Unterzahl antreten will").

    @ all:

    Mich interessiert in diesem Zusammenhang eure Meinung zu folgender Planung in unserem Verein:

    Wir spielen auch in der Jugend in allen Altersklassen von E-A neben der Kreisliga auch in der Landesliga bzw. -klasse. Für die kommende Saison wird überlegt, diejenigen Spieler der höherklassigen Teams, die nicht für das Spiel in der Landesliga aufgestellt werden, als Verstärkung in den Kreisligamannschaften einzusetzen (hierbei müssen natürlich die verbandsseitigen Regelungen zum Einsatz höherklassiger Spieler in den Kreisligen beachtet werden).

    Das klingt auf den ersten Blick ja ganz gut:

    Die unterklassigen Teams werden verstärkt und alle Spieler des höherklassigen Teams haben viel Spielpraxis (was für mich als Coach eines Landesligateams ja gut wäre).

    Ich habe aber zu bedenken gegeben, dass das Procedere auch die Gefahr birgt, dass sich Eltern von Kreisligaspielern beschweren, weil durch den Einsatz der höherklassigen Spieler ihre Kids weniger Einsatzzeiten haben bzw. im Extremfall zuhause bleiben müssen. Außerdem könnte es die Entwicklung der anderen Mannschaften hemmen, wenn sehr spielstarke "Aushilfen" das Spiel alleine machen und die anderen ihre eigenen Aktivitäten deshalb einschränken.

    Wie seht ihr dieses Thema?

    Habe mit meinen Jungs zu ihren Bambini-Zeiten zunächst ein- und nach einer Weile zweimal in der Woche trainiert. Durch zweimaliges Training lassen sich natürlich deutlich bessere Fortschritte erzielen und man bringt die Kinder einfach weiter.

    Das hat im übrigen überhaupt nichts mit unseliger Ergebnisorientierung zu tun, man kann auch zweimal in der Woche sehr kindgerecht und spielerisch trainieren. Deshalb mein klarer Ratschlag: Zweimal trainieren, Eltern und Kinder werden es einem danken.

    @ Cris und Hattabi

    Habe mir die interne Unterlage herausgesucht und kann jetzt den Sachverhalt konkretisieren. Bin aber kein Steuerfachmann und gebe es so wieder, wie ich es verstanden habe (kleiner Haftungsausschluß :D ) :

    Der Verein kann sog. Aufwandsspenden bestätigen, die die fahrenden Eltern (und Trainer) bei Abgabe der Steuererklärung steuermindernd geltend machen. Hierfür ist es erforderlich, dass die Fahrer konkret benannt werden und mit dem Verein die Fahrten zu den Auswärtsspielen vereinbaren und danach gegenüber dem Verein auf die Erstattung der Kosten verzichten.

    Es ist wohl auch wichtig, dass der Verein theoretisch in der Lage wäre, den Eltern die Kosten für die Fahrten tatsächlich zu ersetzen.

    Aufgrund des Verzichts entstehen offensichtlich keine steuerpflichtigen Einnahmen der Eltern, auf die Hattabi zu Recht hingewiesen hat (mein letzter Beitrag war aufgrund der fehlenden Unetrlage auch etwas mißverständlich).

    Da das deutsche Steuerrecht sehr kompliziert ist, ist Vorsicht immer angebracht! Bevor ihr also solche Schritte umsetzt, müsst ihr euch zur Sicherheit fachkundigen Rat einzolen, damit die entsprechenden Erklärungen so gestaltet werden, dass es gegenüber dem Finanzamt keine Probleme gibt.

    Hoffe euch trotzdem etwas weiter geholfen zu haben.

    Bei dieser Frage muss man meiner Meinung nach differenzieren. Ein "Fahrplan" lässt sich wegen der beschriebenen Probleme nur schwer darstellen, außerdem kommen noch weitere Themen dazu.

    Bei Bambini und erstem F-Jugend-Jahrgang stellt sich die Frage nach meiner Erfahrung zumeist nicht, da Eltern und Großeltern meist mit von der Partie sind und fast alle wegen der höheren Flexibilität mit eigenen PKW fahren. Je älter die Kids werden, umso häufiger sind es die "üblichen Verdächtigen", die die Spieler zu den Auswärtsspielen fahren.

    Außerdem hängt es von der Entfernung der Auswärtsspiele ab (sprich Spiele auf Kreis- oder Landesebene).

    Bei meinem Team haben wir uns früher am Wohnort getroffen und sind dann gemeinsam gefahren. Aufgrund des Wunschs der Eltern sind wir dazu übergegangen, uns am Spielort zu treffen, was insgesamt sehr gut klappt. Die Eltern stimmen sich bezüglich des Transfers untereinander ab, soweit erforderlich, spiele ich "Zwergenshuttle", damit alle mitkommen.

    In der kommenden Saison spielen wir als älterer E-Jugend-Jahrgang erstmals auf Landesebene. Im Elternkreis haben wir besprochen, dass es aufgrund der größeren Entfernungen und auch aus Umweltgesichtspunkten Sinn macht, vermehrt in Fahrgemeinschaften zu den Auswärtsspielen zu fahren. Ein Vater, der über einen Kleinbus verfügt, hat schon angeboten, Kids und Eltern zu allen Spielen mitnehmen zu wollen, da er ohnehin fahren will.

    Bezüglich des Kostenausgleichs hat unser Verein eine Förderung der Vielfahrer beschlossen. Es besteht die Möglichkeit, vereinsseitig die Fahrten zu vergüten, im Gegenzug spenden die Eltern den Betrag und erhalten Spendenquittungen. So gibt es keine Liquiditätsbelastung für den Verein und die Eltern haben wenigstens ein steuerliches Bonbon. Das Ganze muss aber streng nach den steuerlichen Vorschriften ablaufen, damit es keine böse Überraschungen gibt. Falls jemand von euch Interesse hat, schaue ich noch mal wegen der Details nach, die ich gerade nicht vor Augen habe.

    Schöne Grüße

    Coach99

    Hallo Hattabi,

    danke für die Antwort. Wir spielen in Brandenburg und auch bei uns wird der Schiedsrichter im Kreisligabetrieb vom Heimverein gestellt. Ausnahmen gibt es bei den Finalspielen, an denen im Regelfall die Staffelsieger und -zweiten der diversen Staffeln im KO-System teilnehmen. Da werden dann verbandsseitig neutrale Schiedsrichter gestellt und ich habe in diesen Partien auch noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.

    Ab der E-Jugend gibt es bei uns auch neben den Kreis- auch Landesligen und auch dort wird analog der Finalspiele mit angesetzten Schiris gespielt. In der kommenden Saison spiele ich ich mit meinem Team auch im Land und bin gespannt, wie dieses läuft.

    Die Idee mit dem Verlassen des Spielfelds bei derartigen Vorkommnissen finde ich gut und interessant, das Ergebnis steht doch ohnehin nicht im Vordergrund und man setzt damit ein Zeichen. Auf das Neunerschießen hätten wir gut verzichten können. Wir haben aber während des gesamten Spiels auf unsere Kicker eingewirkt, sich nicht auf die unfaire Treterei einzulassen, was sie auch beherzigt haben.

    Der vom Gegner gestellte Schiri hat natürlich keine entsprechenden Eintragungen im Spielberichtsbogen vorgenommen und sich darüber lustig gemacht, dass wir - wie es auf den Trainerlehrgängen empfohlen wird - unsere verletzten Spieler eingetragen haben. Basis für ein sportrechtliches Vorgehen hätte insofern nur ein Einspruch verbunden mit der Vorlage des Videobeweises (hier gab es "nette" Szenen in Wort und Bild) sein können.

    Gruß Coach99

    Hallo zusammen,

    leider mussten auch zwei meiner Spieler, mein ehemaliger Co-Trainer und ich die Erfahrung machen, dass man bei einem Vereinswechsel zum "Staatsfeind" werden kann. entschuldigt die langen Ausführungen, aber ich habe mich damals sehr geärgert.

    Vor über 2 Jahren habe ich mich entschlossen, als Trainer zu meinem jetzigen Verein zu wechseln. Die sportlichen und menschlichen Rahmenbedingungen sind halt einfach besser als in meinem alten Dorfverein.
    Damit es nicht jemand falsch versteht, das mit dem Dorfverein ist nicht abwertend gemeint, es beschreibt nur die auf allen Ebenen mangelnde Professionalität, auf die ich an dieser Stelle nicht näher eingehen möchte. Im alten Verein haben mein damaliger Co und ich eines der erfolgreichsten Teams trainiert und wir haben beim Wechsel bewusst auch keine Spieler mitgenommen, um den in chronischem Spielermangel befindlichen kleinen Verein nicht zu schwächen, schmutzige Wäsche wurde auch nicht gewaschen.
    Mitgekommen sind die beiden Trainersöhne und es ist erfreulicherweise gelungen, bereits in der ersten Saison im neuen Verein aus einem damals aus verschiedenen Mannschaften bunt zusammengewürfelten Haufen ein echtes Team (98er Baujahr) zu formen, welches sich ganz prächtig entwickelt hat und eines der im positiven Sinn spielstärksten der Region ist.

    In den letzten beiden Saisons hatten wir jeweils ein Team des alten Vereins in unserer Staffel und es gab sowohl im Vorfeld der Spiele als auch bei den Partien sehr unschöne Erlebnisse, besonders in der letzten Saison. Unsere Jungs wurden im Vorfeld der Partie schon in Schule und Hort regelrecht gemobbt und es hat sie schon mitgenommen, dass einige ihrer ehemaligen Mitspieler so bösartig waren. Beim Hinspiel der letzten Saison wurden die Kids des alten Vereins von ihren Trainern und auch einigen Eltern regelrecht heiß gemacht, besonders bei den Trainerkindern in die Knochen zu gehen, verletzt wurden aber auch andere meiner Spieler.

    Selbst üble, teilweise gesundheitsgefährdende Fouls des Gegners wurden in der zweiten Hälfte nicht geahndet. Interessanterweise hatte der vom alten Verein gestellte Schiri in der ersten Hälfte noch einigermaßen OK gepfiffen, war dann aber in der Pause vom gegnerischen Trainer zur Seite genommen worden, er solle doch nicht so kleinlich pfeifen. Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:0 für uns, der Treffer wurde nach einer tollen Ballstafette von einem der "Abtrünnigen" (auch stets der erfolgreichste Scorer und Goalgetter im alten Verein) per Kopf erzielt, obwohl er zwei Köpfe kleiner als die Gegenspieler ist, was meinen "Kollegen" des anderen Teams in Rage und zum Toben brachte (Vorbild ist etwas anderes).
    Der Höhepunkt war, als mein Junior vom einen Meter entfernt und in Blickrichtung des Geschehens stehenden Schiedrichter nach einem klaren, an ihm begangenen Foul (von hinten mit gestrecktem Bein in die Beine, aus einem Meter Entfernung auf Video dokumentiert, er hatte vier Stollenabdrücke in der Wade) noch die Drohung zu hören bekam, dass er bei der nächsten Schwalbe vom Platz gestellt würde...
    Auch beim abschliessenden Neunmeterschießen gab es üble Kommentare, die ganz offensichtlich von den Trainer"kollegen" geschürt waren. Nach dem Spiel habe ich aber - so ruhig ich konnte - mit einem der beiden gegnerischen Trainer sowie einigen mir als sehr verständig bekannten Eltern gesprochen und klargemacht, dass es sich nur um ein Fußballspiel handelt und dass es übel ist, den scheinbar vorhandenen Groll übner das Abwandern der Trainer über die Kinder und ihre Gesundheit auszutragen und sportrechtliche Konsequenzen für den Wiederholungsfall angedroht.

    Erfreulicherweise lief das Rückspiel dann insgesamt sehr fair ab, weil der Schiri das Ganze sehr souverän und wirklich unparteiisch gehandhabt hat und vermutlich die nach dem Hinspiel involvierten Eltern intern das Thema aufgegriffen haben. Immerhin hatte das Ganze noch "offizielle" Nachwirkungen im alten Verein, da sich der Vorstand eingeschaltet hatte, nachdem der Sohn des ersten Vorsitzenden von der Sache Wind bekommen hatte. Das Verhältnis der Kids ist auch wieder gut, es wird wie in alten Zeiten in der Schule und auf dem Bolzplatz gemeinsam geknödelt.

    Nicht nur aufgrund der beschrieben eigenen Erfahrungen finde es skandalös, wenn man wegen eines Vereinswechsels als Staatsfeind betrachtet und entsprechend behandelt wir. Jeder sollte selbst entscheiden können, wo er seinem Sport nachgeht und gerade die Erwachsenen sollten Vorbilder sein und den Kindern mitgeben, dass man auf dem Platz zwar spiortlicher Gegner, niemals aber Feind ist.

    Mich interessiert aber, ob ihr angesichts der Vorfälle des Hinspiels schon sportrechtliche Schritte eingeleitet hättet oder ob es richtig war, nach dem Gespräch zunächst die weitere Entwicklung abzuwarten.

    Schöne Grüße

    Coach99

    Hallo mic.,

    ein Kader mit 16 Feldspielern und einem Torwart erscheint mir recht eng bemessen, um auf Verletzungen und sonstige Abwesenheiten ausreichend gewappnet zu sein. Ein TW wäre mir auch zu wenig, um den sowohl im Feld als auch im Tor erforderlichen Konkurrenzkampf zu gewährleisten.

    Genügend Freundschaftsspiele und Turnierteilnahmen geben dann allen ausreichende Einsatzzeiten, man darf dann halt bei diesen Gelegenheiten nicht nur auf den üblichen Stamm zurückgreifen.

    Gut finde ich den Ansatz, in gemeinsamer Abstimmung der Trainer Spieler der ersten auch in der zweiten Mannschaft einzusetzen. Das wollen wir bei uns im Verein auch verstärkt umsetzen, sind uns aber bewusst, dass man damit sehr vorsichtig umgehen muss, um nicht Unmut in den zweiten und weiteren Mannschaften zu provozieren.

    Hallo Supi,

    auch ich trainiere eine E-Jugend und wir verfügen im Verein über sowohl einen älteren (sehr kurzflorigen) als auch einen topmodernen (relativ langflorig, gelenkschonender Unterbau, spielt sich fast wie Naturrasen) Kunstrasenplatz. Auswärts spielen wir auf Kunst- und Naturrasenplätzen.

    Neben reinen Kunstrasenschuhen gibt es erfreulicherwiese auch Schuhe, die für Kunstrasen und Rasen geeignet sind. Mein Junior spielt wie einige seiner Mitspieler seit Jahren mit dem NIKE Tiempo Natural VT. Habe mir gerade einen alten Karton gegriffen, hoffe, es war der richtige, auf der Sohle des Schuhs steht noch "Versatract", müsste also zu identifizieren sein. Dieser Schuh hat sich sehr bewährt, ist robust und schont zudem den Geldbeutel der Eltern, da man nicht mehr zwei verschiedene Paare kaufen muss (früher habe ich immer Natur- und Kunstrasenschuhe für meinen Sohn gekauft).

    Mit dem Schuh kommen die Kids bislang auf allen Untergründen gut zurecht, kann ich echt empfehlen. Wie üblich gibts auch den passenden Hallenschuh dazu, mehrere Farben sind auch verfügbar.

    Hallo mic.,

    wir spielen in Brandenburg erst ab der C auf dem Großfeld, insofern D8 (1+7).

    Weggenommen wird dem künftigen E1-Trainer kein Spieler, wir stimmen uns da untereinander ab, was wir für das Beste für die Spieler halten, dann wird mit den Eltern und den Kindern gesprochen.

    Da hast Du auch etwas falsch verstanden. In meinem letzten Beitrag hatte ich doch klar formulert, dass es darum geht, was für die Kinder das Beste ist.

    Letztlich geht es aber - vorausgesetzt Talente können auch körperlich und geistig bei den Älteren mithalten - um die Frage, ob man "Fahrstuhlkinder" aus Ihnen macht, die in jedem Jahr in einer anderen Mannschaft spielen oder ob sie dauerhaft zu einem Team gehören.

    Der eine 99er hat bereits in der vergangenen Saison bei einem meiner Kollegen in der E (d.h. auch gegen 97er) bestens mitgehalten, der andere spielte F1, war dort zwar Torschützenkönig, hat sich aber aufgrund seiner deutlichen spielerischen Überlegenheit zum Alleinunterhalter entwickelt, was für die Entwicklung der anderen F1-Kinder nach Einschätzung von deren Trainer schlecht war. Auch das Talent selber hat sich im Vergleich zur vorangegangenen Saison, als er gegen 98er in der damaligen F1 gespielt hat, zurückentwicklet, da er nicht genügend gefordert wurde.

    Es bleibt also in jedem Fall eine schwierige Entscheidung, die Eltern haben mir aber schon gesagt, dass die ständige Wechselei der Mannschaft dem Kind nicht gut tut und dass sie ihren Junior in der letzten Saison - immerhin ist unsere F1 bis in Halbfinale unserer Kreismeisterschaften eingezogen und nur knapp gegen den späteren Vize-Landesmeister ausgeschieden - im wesentlichen für stark unterfordert hielten.

    Mal sehen, was kommt und in einem Jahr ist, da muss ich erst die Entwicklung der Kids abwarten.

    @ mic.

    Was mich betrifft, werden wir das Stärkste der 98er Teams sein, insofern voraussichtlich D3 (D1 und D2 sind dann aus heutiger Sicht 97er).

    Einer meiner beiden 99er hätte fast auch schon ind der letzten Saison bei mir gespielt und ich bin sicher, dass er auch gegen gute 97er (wir haben auch höherklassige 97er geschlagen) gut hätte bestehen können.

    Da sich das bei Kindern aber schnell ändern kann, muss ich eh abwarten, was im nächsten Jahr - für die Kinder - Sinn macht.

    Als Trainer haben wir gegenüber unseren Kindern ein Vorbildfuktion und deshalb sollten wir auch Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern akzeptieren und unsere Kinder erziehen, dies ebenso zu tun. Bei uns gilt der Spruch "aus ist, wenn der Schiedsrichter das pfeift".

    Vor kurzem habe ich auf Bitten des Trainers eines anderen E-Junioren-Teams ein Freundschaftsspiel seiner Mannschaft gecoacht, da er beruflich verhindert war. er hat einen spieler im Team, dessen italienische Abstammung manchmal mit ihm durchbrennt (Original-Ton des Vaters). Der Junge hat nach einem vermeintlichen Foulspiel gegen ihn den Schiedsrichter beschimpft und er wurde daraufhin zum Nachdenken für 5 Minuten vom Platz gestellt. Das habe ich als Trainer unterstützt und ihn erst wieder in Abstimmung mit dem Schiedsrichter die letzten Minuten eingesetzt, als er ausgebockt hatte. Der Junge war dann wieder normal, hat das akzeptiert und alle - inklusive Eltern - fanden es richtig. Im nächsten Spiel war das Kind deutlich vorsichtiger mit Kommentaren.

    Das Akzeptieren von Fehlentscheidungen fällt auch mir bei bei sehr einseitig pfeifenden Schiedsrichtern zwar schwer, aber man sollte dennoch versuchen, ruhig zu bleiben und den Schieri nach dem Spiel ansprechen. eine einzige Ausnahme stellt sich für mich dar, wenn der Schiedsrichter selbst extrem unsportliche und grobe Fouls nicht ahndet und (weitere) Verletzungen der Kids zu befürchten sind. Das stellt aber die absolute Ausnahme dar und ich musste diesbezüglich in vielen Jahren nur zwein´mal eingreifen.

    Ganz anders beurteilt man die Schiri-Leistung auch, wenn man selbst öfters Spiele anderer Mannschaften pfeift. Habe das zuletzt gemacht und durfte dabei auch feststellen, wie subjektiv die Schiedsrichterleistungen erlebt werden. Da wird teilweise von Zuschauern richtig losgepöbelt, obwohl Entscheidungen wirklich nach gleichen Kriterien gefällt werden.

    Hallo Supi,

    in Brandenburg ist es definitiv so, dass du in der nächsten Saison 99er in die D mit hoch nehmen kannst. Habe auch ein 98er Team mit zwei 99ern, bei denen das in der nächsten Saison auch wahrscheinlich ansteht (ist aber kein Unterschied zu meinen 98ern zu merken).

    Wie es in Berlin ist, kann ich dir nicht sagen, die Landesverbände haben trotzt der direkten Nachbarschaft ja zum Teil unterschiedliche Regularien.

    Generell muss man natürlich sehr genau abwägen, ob man die Kids in der nächsten Saison gegen zwei Jahre ältere Gegner spielen lässt. Werde ich mit meinen beiden Kandidaten nur dann machen, wenn auch weiterhin kein Unertschied zu den 98ern zu merken ist.

    Hallo zusammen,

    auch ich bin der Einstellung, dass die Kinder in Mannschaften gemäß ihrem Leistungsstand spielen sollten, um dadurch auch entsprechend gefordert und gefördert zu werden.

    Das führt auch dazu, dass man als Trainer auch bereit sein muß, Talenten, welche selbst in der ersten Mannschaft des jeweiligen Vereins (ggf. der nächsthöheren Altersklasse) nicht richtig gefördert werden können, den Wechsel in höherklassig spielende Vereine zu ermöglichen.

    Ganz wichtig ist dabei aber, dass das soziale Umfeld und auch die einstellung zum Kinder- und Jugendfußball weiter stimmen müssen. Wir hatten bei uns im Verein auch schon Talente, die bereits in der F-Jugend u.a. zu Hertha BSC gewechselt und dann zurückgekehrt sind, weil sie sich dort nicht heimisch und geborgen gefühlt haben.

    Wir sind erfreulicherweise in der Lage, als relativ großer Verein in allen Altersklassen ab der E-Jugend (wo es erstmals geht) auf Landesebene zu spielen und von daher eher eine hohe Attraktiviät für Talente aus anderen Vereinen zu haben.

    Gerade habe ich genau aus diesem Grund einen sehr talentierten Keeper aus dem Nachbarverein in mein Landesligateam (98er E-Junioren) bekommen, da er auch perspektivisch auf Landesebene spielen möchte und - das war den Eltern ganz wichtig - trotz des Talents altersgerecht trainiert und ausgebildet werden soll. In diesem Fall konnte ich eine sehr positive Erahrung mit einem Kollegen aus dem abgebenden Verein machen. Er hat den Wechsel unter sportlichen Gesichtspunkten sowie für die Entwicklung des Kindes sogar unterstützt und für eine umgehende Freigabe (ohne Sperre, siehe auch meinen Beitrag zum Thema Sperren bei Vereinswechsel) gesorgt. Er hat mir aber auch gesagt, dass er Eltern und Kind von einem Wechsel in den ebenfalls auf Landesebene spielenden Verein, wo (noch) der hiesige DFB-Stützpunkt angesiedelt ist und kräftig abgeworben wird, abgeraten hat, da die Kinder dort nur noch leistungs- aber nicht mehr altersorientiert trainiert werden.

    Ganz anders habe ich es bei einem Berliner "Kollegen" erlebt, der mit seinem Team ebenfalls auf Landesebene spielt. Nach einem wirklich sportlich sehr guten Freundschaftsspiel hat er versucht, hinter meinem Rücken mehrere Talente abzuwerben. Dies ist ihm aber nicht gelungen, da die Eltern - die mich am selben Abend noch telefonisch informiert haben - das unmöglich fanden und zudem die sportlichen und sozialen Rahmenbedingungen bei uns besser finden. Das hätte aber auch anders ausgehen können. Weietre Freundschaftsspiele oder Turniereinladungen an den Herrn hat es nicht mehr gegeben, das soll ihm aber auch schon in anderen Fällen so gegangen sein.

    Zur Frage des Alters: Bei einem Talent eines unterklassigen Vereins kann es ggf. auch schon Sinn machen, ab der der F oder E zu wechseln. Ansonsten halte auch ich C-Jugend für ein geeignetes Alter.

    Unsere Saison beginnt Anfang September (in Brandenburg haben erst gestern die Somemrferien begonnen) und mir liegt seit ca. 2 Wochen schon der vorläufige Spielplan und damit auch die Staffeleinteilung vor.

    Gilt aber nur für die Teams ab Landesliga aufwärts, die Kreisligen werden auch immer erst kurz vor Saisonbeginn bekannt gegeben.

    Von Sperren bei vereinswechseln halte ich persönlich nichts, weiß aber, dass auch bei uns einige Vereine so reagieren.

    Habe aktuell aber auch eine gute Erfahrung beim wechsel eines spielers zu uns gemacht. ist ein echt talentierter Keeper und der ehemalige Trainer hat es trotz des für ihn herben Verlusts sportlich gesehen ("besser er geht zu dir als zum im Landkreis sehr unbeliebten DFB-Stützpunktverein"). Der ehemalige Verein hat umgehende Freigabe erteilt, so dass der Junge innerhalb weniger Tage schon an den ersten Turnieren teilnehmen konnte.

    Wir haben zwischenzeitlich auch schon ein Freundschaftsspiel in gewohnt freundschaftlicher Atmosphäre ausgetragen, es gibt also auch positive Beispiele.

    Wir geben übrigens auch frei, wenn jemand wechseln will. Reisende soll man nicht aufhalten und ihnen auch keine unnötigen steine in den Weg legen.

    Hallo Markus,

    auch ich würde dir empfehlen, dich rechtzeitig im Vorfeld mit deinem - hoffentlich erfahrenen - Chefcoach zusammen zu setzen und neben den sportlichen auch organisatorische Dinge zu besprechen.

    Die Aufgaben, die ein Co-Trainer übernimmt, hängen sehr stark vom Chefcoach sowie seinem eigenen Erfahrungshintergrund ab. Das kann vom "Hütchen aufstellen" bis hin zu einem gleichberechtigten 2. Trainer gehen.

    Meinen ehemaligen Co-Trainer habe ich sehr stark und relativ gleichberechtigt in die Trainingsarbeit sowie das Coaching der Spiele eingebunden, wobei die letzten Entscheidungen immer bei mir gelegen haben.

    Aufgrund der sehr unterschiedlichen Spielertypen haben wir im Training auch häufig unterschiedliche Bereiche abgedeckt. Mein Co war selber früher Abwehrspieler (alte deutsche Schule) und hat schwerpunktmäßig defensive Aufgaben geschult, wobei ich (offensiver Techniker) die technische Ausbildung der gesamten Mannschaft und den Offensivpart übernommen habe, ebenso das TW-Training.

    Ich würde dir auch raten, alle Trainerschulungen mitzumachen und auch den Trainerschein zu machen. Literatur gibt es auch diverse gute, achte aber darauf, alters- und leistungsgerecht zu trainieren. Man muss immer darauf achten, technisch gute Fußballer auszubilden, da kann es durchaus schon einmal zu Lasten des Ergebnisses gehen.

    Ach so, hätte es fast vergessen, ich persönlcih habe vor rd. 6 Jahren als Bambini-Trainer begonnen und trainiere aktuell eine E-Junioren-Landesligamannschaft, also für die Altersklasse zwar alters- aber schon durchaus leistungsorientiert.

    Wünsche dir viel Spaß bei der neuen Aufgabe und sei nicht deprimiert, wenn vielleicht zu Anfang auch einiges nicht ganz so klappen sollte.

    Schöne Grüße

    Coach99






    @all

    Es ist mir schon schleierhaft, wie man sich teilweise so unsachlich in die Haare geraten kann. Wir verbringen alle einen großen Teil unserer Freizeit mit Begeisterung dabei, den Kindern Fußballspielen und auch eine Portion Sozialverhalten beizubringen.

    Insofern verstehe ich den Ansatz derjenigen, die duschen zur Pflicht machen wollen, grundsätzlich positiv. Auch wenn es - wo wir uns alle einig sind - sinnvoll wäre, alle Kinder duschen zu lassen, müssen wir einfach akzeptieren, dass wir Trainer und keine Erzeihungsberechtigten sind (mit Ausnahme unserer eigenen Kinder). Deshalb besteht auch keine Möglichkeit, Duschzwang durchzusetzen.

    In meinem gerade neuformierten Team (98er E-Junioren) ist es so, dass ca. ein Drittel duscht (vom früheren Trainer angeordnet) und der Rest nicht bzw. unregelmäßig. Ich werde auf einem Elternabend zum Saisonbeginn das Thema ansprechen und einen Beschluss der Eltern herbeiführen. Damit kann ich zwar nicht verhindern, dass einer ausschert, ein Konsens der Eltern dürfte hier aber weiterführen als eine vom Trainer geforderte Duschpflicht.

    Dass nicht alle duschen, resultiert aber nicht aus einem mangelnden Mannschaftsgeist oder ähnlichem. Die Kids treten ansonsten extrem geschlossen auch außerhalb des Spielfelds auf und es gibt auch keine Grüppchenbildung.

    Vielleicht bin ich zu optimistisch, aber es sollte gelingen, alle von der Sinnhaftigkeit und den Vorteilen des Duschens - sofern geeignete Möglichkeiten bestehen - zu überzeugen.

    Schöne Grüße

    Coach99

    Hallo Ingo,

    ob wir im Juni nächsten Jahres ein E-Jugend -Turnier veranstalten, kann ich dir noch nicht sagen. Wohl aber, dass wir immer interessiert sind, neue Teams aus anderen Teilen des Landes kennenzulernen.

    Auch ich trainiere einen 98er Jahrgang und es gibt bei uns in Brandenburg immer einen Haufen Turniere im Juni und Juli. In den letzten Wochen gab es kaum einen freien Wochenendtag für mich, da ich stets mit meinen Jungs audf Turnieren unterwegs war. Insofern kann ich euch neben einem Freundschaftsspiel, das ich anbieten kann, sicherlich auch bei einer Turnierteilnahme behilflich sein.

    Empfehlen kann ich die Unterbringung in einer Jugendherberge, hier gibt es in der Nähe einige schöne z.T. mit Seeanschluss.

    Wir sind im südlichen Berliner "Speckgürtel", so dass ihr dann auch einen Berlin-Besuch einplanen solltet.

    Schöne Grüße

    Coach99

    Hallo Big Bopper,

    da muss ich dir leider teilweise widersprechen:

    Wenn man die Kids vernünftig ausbildet, kann man sehr wohl ein sinnvolles 3:3-System spielen, ohne dass die "Stürmer halt vorne und Verteidiger hinten stehen". Habe da zwar nur die Erfahrung aus regelmäßigen Turnierteilnahmen im benachbarten Bundesland, glaube aber schon, dass sie repräsentativ sind.

    Bei meinen Jungs (die auf allen Positionen spielen) klappt das ganz hervorragend, auch das richtige Verschieben, funktioniert und man ist halt als Trainer gefordert, den Kindern beizubringen, dass alle Spieler sowohl offensive als auch defensive Aufgaben haben. Gut gespieltes 3-3 habe ich auch bei vielen Berliner Mannschaften gesehen.

    Bei Hertha BSC werden z.B. schon die Bambinis in Dreierketten geschult und ich habe bei Freundschaftspielen auch darauf geachtet, ob deren Trainer die Kinder auf verschiedenen Positionen einsetzt. Dies war der Fall und es gab bei keinem der - zugegebenermaßen allesamt enorm talentierten Kinder - ein Problem damit.

    Bei 2-2-2 gebe ich dir völlig recht, hatten wir zuletzt auf einem Turnier auch als Gegner, die haben aufgrund der ständigen Unterzahl trotz starker Laufarbeit keine Sonne gesehen und der Trainer hat auch nicht umgestellt, obwohl alle erfolgreichen Teams im 3-3 spielten.

    Gruß Coach 99