Beiträge von ScuBac

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    Ich zitiere den DFB:


    "Was sind die Gründe für die neuen Ansätze?

    Durch die neue Ausgestaltung wird der Fußball in den betreffenden Altersklassen kindgerechter. Je kleiner die Gruppen, desto mehr Ballkontakte haben die einzelnen Spieler*innen. Gerade leistungsschwächere oder auch körperlich unterlegene Kinder sind in den klassischen Wettbewerbsformaten zum Teil untergegangen und haben dadurch den Spaß am Spiel und die Chance auf Weiterentwicklung verloren. Die neuen Spielformen sollen den Kindern bessere Möglichkeiten bieten, Fußball so zu spielen, dass sie häufig am Ball sind und dabei Spaß haben. Aktuell wird im Kinderfußball häufig zu früh Wert auf Taktik gelegt, worunter die Ausbildung der fußballerischen Grundlagen leidet. Dies haben viele Untersuchungen gezeigt. Die veränderten Spielformen sollen diesem Problem entgegenwirken."




    Wo genau steht da etwas, dass die Nachwuchsreform dazu führen soll, dass die Spitzenspieler Titel holen oder (noch) besser werden?

    Richtig: nirgends.

    Diese Reform hat ihre Gründe.

    Und nur aus diesen Gründen kann man Ziele ableiten, die messbar sind.

    Wer am Ende bei Barca in der Startelf steht oder Weltmeister wird, ist der Reform völlig egal.

    Und z.B. bei Betis trainieren die Kinder wesentlich anders als bei Barca?

    es wird kein zurück geben zu den alten Spielformen für Bambini bis F-Jugend.

    OK, verstanden, es geht also um Ideologie und nicht darum was wirklich sinnvoll ist .....

    Im Laufe der Entwicklung des Kinderfußballs (und des Fußballs im gesamten übrigens auch) sind die im Verbandsspielbetrieb organisierten Spiele immer verändert worden.

    Zum 11:11 in der "Schüler", bei der alles unter 13 miteinander spielt, will komischer Weise auch niemand zurück, obwohl es auch seinerzeit Menschen gab, die sagten: warum verändern? Es passt doch so! Das hat noch niemand geschadet!

    Gründe dagegen waren z.B. die Angst vor Vereinssterben weil man plötzlich mehr Mannschaften melden konnte ("!") oder die Kinder nicht mehr am Platz von den "großen" lernen können.



    Und zuletzt gab es die Veränderung eben aufgrund von schlichtem zählen der Aktionen pro Kind. Die Annahme dahinter ist, das Kinde mit mehr Ballaktionen mehr Erfahrung mit Ballaktionen (Tore, Dribblings, Verteidigung, Umschalten Pässe,...) haben und die Kernkurve somit steiler ist.

    Grundsätzlich ist das Lernverhalten eines Menschen fast immer abhängig von der Anzahl der Wiederholungen. Insofern ist die Annahme wissenschaftlich belegt.


    Was genau daran ist aus deiner Sicht Ideologie? Oder habe ich es nicht richtig verstanden und du meintest die Ideologen sind 7:7- und Tabellen- Fans?


    Es kann jeder Trainer für seine Kinder weiterhin Spiele im 7:7 ausmachen. Es könnten sogar Bambini 11:11 spielen. Alles erlaubt.

    Und jeder Trainer kann mit anderen Trainern eine Spielrunde ausmachen und eine Tabelle schreiben. Unter meinturnierplan.de gibt's dafür auch extra eine Funktion.

    Das Drucken von Meistershirts kann also auch weiterhin erfolgen.


    Nochmal: was ist die Ideologie?

    Was ich nicht verstehe werde ist dieses Denken in stark und schwach von G bis F-Jugend. Für mich ist es eher weiter entwickelt und noch in der Findungsphase , ob Fussball überhaupt längerfristig seine Sportart sein kann oder nicht. Die Turniere sind doch einfach eine weitere Form des Trainings, eben mit Trikot in den Vereinsfarben und mit Verkauf von Brezeln, Kaffee und Kuchen für die Mannschafts- oder Vereinskasse.

    Meine Hauptaufgabe ist hier die Grundbasics beizubringen und zu vermitteln. Hilfestellung zu geben, wenn erwünscht aber vor allem das Feuer für Fussball zu entfachen. Mal gelingt es mal stößt man an seine Grenzen als Übungsleiter und Spaßmacher.


    Ich würde die Teams mal nach Entwicklungsstand einteilen oder nach Geburtsdatum. Mal nach Körpergröße oder nach Lieblingsverein. Mal nur Häuptlinge oder Piraten oder Indianer. Der Phantasie der Zusammenstellung sind keine Grenzen gesetzt.

    Ja, du hast Recht. Kann man natürlich machen wie man möchte.


    Ich beobachte es bei meinen zwei Söhnen:


    Der eine ist ein ganz normales Kind, spielt nicht super und nicht ganz schlecht.

    Wenn er mit den besten 2 in einem Team spielt, dann bekommt er kaum Aktionen mit Ball, weil die anderen beiden alles erledigen. Er sieht dann nach kurzer Zeit gar nicht mehr ein, sich zu engagieren, bringt ja keinen Mehrwert.

    Spielt er hingegen mit etwa gleichentwickelten, bekommt er mehr Aktionen und bemüht sich konstant das Spiel aktiv zu gestalten.

    Beim Gegner genauso. Ist er zu stark, hat er kaum Aktionen und lernt höchstens an der Frustrationsgrenze zu arbeiten. Ist der Gegner auf Augenhöhe wird sich richtig reingehängt


    Der andere Sohn hingegen ist in seiner Gruppe das entwickeltste Kind.

    Spielt er mit deutlich weniger entwickelten Kindern, hat er schnell keine Lust mehr, weil er alles alleine machen muss.

    Spielt er hingegen mit ebenfalls weiter entwickelten Kindern, bringt er sich viel mehr aktiv ins Spiel ein.

    Auch beim Gegner: Gegner auf Augenhöhe und Mitspieler schwach: siehe oben.

    Gegner schwach und Mitspieler schwach: spätestens nach dem vierten Tor nach einem Sololauf langweilt es ihn und er bekommt keine neuen Reize, die ihn fordern.



    Was ich damit ausdrücken möchte:

    Mit homogenen Teams und Gegnern sind die Kinder tendenziell eher motivierter und erhalten vielleicht auch zusätzlich Reize, die sie ein kleines Stück weiterbringen könnten.

    Die Zeit, die sie im Training (und da gehört das Spiel im Kinderfußball klar dazu, da bin ich deiner Meinung) verbringen, können sie dadurch einfach ein kleines bisschen besser nutzen um sich weiter zu entwickeln.



    Nichtsdestotrotz kann man natürlich die Kinder beliebig mit- und gegeneinander Spielen lassen.

    Das ist natürlich Mist und darf auch dem Trainer gegenüber angesprochen werden.


    Was soll das Kind denn, unabhängig von der Lautstärke, mit der Information "Was soll der Mist" anfangen?


    Dass nur ein Kind Pässe spielen darf und der Trainer das entsprechend coacht, finde ich übrigens grundsätzlich nicht gut.

    Wann genau sollen die Kinder sich denn ausprobieren und Erfahrungen, welcher Pass funktioniert und welcher Pass nicht, sammeln dürfen?

    Bei Funino ist m.E. die Aufteilung nach der Stärke ideal.


    Das gute Team spielt dann auf den stärksten Feldern gegen die stärksten Teams und das schwächere Team spielt auf den schwächeren Feldern gegen Teams auf ihrem Niveau.


    Im Endeffekt ist so ein Spielfest nur eine Miniaturausgabe eines Fußballerlebens im Herrenfußball.


    Die besten Kinder (Feld 1) spielen in der Bundesliga und die schwächsten Kinder (Feld 8) spielen Kreisliga. Dazwischen kann man durch Siege auf- und durch Niederlagen absteigen.

    Wer nie verliert spielt am Ende in der Bundesliga und wer immer verliert endet in der Kreisliga.


    Es würde auch niemand auf die Idee kommen beim BVB welche aus der zweiten Mannschaft einzusetzen und dafür die Hälfte der ersten Mannschaft in der dritten Liga einzusetzen um ausgeglichene Teams zu haben.

    Es haben zwar schon viele alles gesagt aber ich antworte gerne auch noch.



    Auch von einem Innenverteidiger z.B. in der B-Jugend erwarte ich, dass er ein 1:1 lösen kann. Und vor allem, dass er eine Entscheidung treffen kann, wann ein 1:1 oder ein Pass oder einfach Ball wegschlagen die beste Lösung ist.

    Und genau das wird im Funino geschult.

    Zusätzlich in einer weit höheren Frequenz und Intensität als im 7:7.

    OK, das Ball wegschlagen wird nicht geschult. Aber das bekommen die Kinder spätestens in der C-Jugend schnell gelernt. Das mutige Dribbling in der C unter Wettbewerbsbedingungen zu lernen, würde mehr Zeit in Anspruch nehmen. Und dann auch noch als Innenverteidiger? Das gefährdet den Sieg weitaus mehr als auf einem Spielfest in der F. Also ist es doch vernünftig, alles zu der Zeit zu lernen wo es am besten passt.


    Und ja, auch die Balleroberung und Verteidigung der Tore ist Bestandteil von Funino. Diese Aufgabe hat jedes Kind bei Ballbesitz des Gegners. Verstehe nicht, wo das nicht geschult werden sollte.

    Aufgrund der zwei Tore kommt man sogar häufiger als Verteidiger in eine seitliche Position zum Angreifer als im 7:7 auf ein zentrales Tor, wo F-Linge häufig einfach frontal auf den Angreifer zu stürmen und dann mit einem vorbeigelegten Ball einfach überspielt werden.

    Man lernt also sogar zum Teil besser zu verteidigen, ohne es selbst zu merken 😀.



    Und das 7:7 ist nicht verboten! Es ist auch kein 11:11 oder 20:20 verboten. Auch nicht de facto.

    Weder bei den Bambinis, noch in der F oder E. Es wird auch nicht zur Wahrheit, wenn man es 1000 mal wiederholt!!

    Wer es machen möchte, kann das doch gerne machen. Es gibt nur keinen organisierten Spielbetrieb im 7:7.

    Die Friendlys kann doch jeder weiterhin spielen wie er will. Wo ist das Problem?

    Geh zum Spielfest, trifft 4 Trainer, mach was aus, trefft auch am nächsten Wochenende zum 7:7. Und? Was dran ist verboten? Was daran ist schlimm?


    Ja, es ist nicht nur schwarz und weiß.

    Es gibt gute Argumente und fadenscheinige Argumente.


    Wer am "gestrigen" festhalten möchte, der ist doch ein "gestriger"? Oder was sonst?

    Wobei ich mich nicht erinnern kann, es so ausgesprochen zu haben. Also scheint es bei den "gestrigen" dann eher eine Art Selbsterkenntnis zu sein, was darauf hin deutet, dass sie es selbst so sehen. Finde ich schade, aber ich kann das nicht ändern. Ankreiden lassen tu ich mir das allerdings dann nicht.


    Diese Änderung soll ja genau die Probleme lösen, dass die bisherigen Spielformen etc. verursacht haben.

    Kinder, die in der F nicht Fußball sondern "Stellung"spielen,

    Torhüter, die in der C-Jugend keinen geraden Pass mit beiden Füßen spielen können,

    Trainer, die um die Kreismeisterschaft spielen, anstatt Kinder komplett auszubilden und zu fördern

    etc.



    Wer immer das gleiche tut und eine Verbesserung erwartet, wird in der Regel enttäuscht.

    Insofern war eine Änderung grundsätzlich erforderlich.

    Was mir spontan einfällt:

    (Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Berücksichtigung aller Aspekte)


    Treffpunkt, also Zeit , Ansetzen und gleich anfangen.

    Und keinen zweiten Treffpunkt davor.

    Was macht ihr in den 15 Minuten?

    Wenn ich zwei Zeiten habe, und z.B. nicht genau erkennen kann, das dazwischen was sinnvolles passiert, komme ich auch irgendwann dazwischen.



    Rauchen während Trainingsbetrieb am Platz sollte von Vereinsseite verboten sein. Wenn nicht, kann auch nicht jeder Trainer das so oder so reglementierten. Dann wissen die Eltern ja nicht, ob am Dienstag um 16 Uhr was anderes gilt als Mittwoch 18 Uhr.



    Nehm 2 Bälle mehr mit und lass die Geschwisterkinder damit in einer Ecke oder hinter der Bande oder wie es bei euch halt passt, spielen.

    Wozu aufregen..., immerhin ist es doch super für den Verein, wenn Geschwister auch möglichst oft kicken.



    Eltern nicht zur Zusage verpflichten sondern zur Absage.

    Wer nicht absagt, ist da.

    Wirkt erfahrungsgemäß ganz gut und hebt die Quoten der Zuverlässigkeit der Antwort. Aber man erreicht natürlich trotzdem keine 100%.



    Und einzelne blöde Eltern gibt's immer.

    Danke, jetzt verstehe ich es!


    Ich würde folgendes machen:

    Nehmt die Niederlagen eben so hin.


    Es geht ja nur um diese eine Saison und dabei dann um vielleicht 1-2 weitere Spiele. Da wäre mir der Aufwand zu hoch, irgendwie was umzustellen und anders zu trainieren als bisher, wovon ich ja erstmal überzeugt bin, dass es richtig ist.


    Im Kommenden Jahr sind es mehr Spieler, mehr Platz, Abseitsregel etc. die die Möglichkeiten wieder komplett verändern.


    Wer gute Ideen hat kann auch mit gutem Beispiel voran gehen!


    Wir machen es schon seit Jahren so und haben in unserem Garten auch entsprechend den Fußballplatz beleuchtet. Der Fangzaun zum Nachbarn war Ideal für die Lichter.

    Es ist auch erstaunlich, wieviel Kinder auf 35*20 Meter gleichzeitig kicken können.

    Im Sommer ist es es bisschen blöd, weil von den Obstbäumen daneben durch die Bälle viele Früchte heruntergeschossen werden, aber das sind uns die Kinder aus der Gegend einfach Wert.


    Also mach es wie wir:

    Stell in deinem Garten Tore auf, lass das Licht an und das Gartentor auf, die Kinder werden es dir sofort danken, nicht erst später.

    Wenn dein Sohn für einen Verein eine Spielbetechtigung vom Verband besitzt, darf er nur mit einer Erlaubnis dieses Vereins beim zweiten Verein trainieren.

    Diese Regelung ist klar und deutlich.

    Da nutzt dir auch eine Mitgliedschaft in beiden Vereinen etwas.

    Habt ihr noch keine Spielberechtigung schaut das noch anders aus.

    Nein. Das ist in diesem konkreten Fall falsch.


    In Bayern gibt es dazu keine Regelung.


    Noch dazu ist es ein G-Jugendlicher und da ist das Vorhandensein einer Spielberechtigung in Bayern eher unwahrscheinlich, da nicht erforderlich.


    Insofern bleibt für BeLa nur die Sinnfrage und die muss selbst beantwortet werden.



    Offene Kommunikation zu beiden Vereinen setzte ich einfach voraus

    Das Kind darf natürlich im Mehrspartenverein turnen aber eben nicht kicken.

    Diese Regeln akzeptierst du mit der Unterschrift zum Passantrag...

    Und die Vereine können sich gegenseitig für viel Geld abmahnen wenn sie Passinhaber anderer Vereine mitmachen lassen ohne Erlaubnis.

    Keine Frage direkt an dich, sondern eigentlich in die Runde:


    Gibt's so eine Regelung auch in Bayern?

    Ich finde in den Ordnungen dazu keine Regelung. Fürs Spielrecht ist alles geregelt. Zum Training finde ich nichts.


    (Nicht, dass ich es unbedingt brauche, aber das Thema interessiert mich jetzt schon ein bisschen)

    Was spricht denn dagegen, dem 5-jährigen Kind zu erklären, dass es sich entscheiden soll?

    Verein A ist im Dorf der Fußballverein.

    Verein B ist ein Mehrspartenverein aus der Stadt der auch Fußball anbietet, der aber als einziger in der Region Leichtathletik anbietet.


    In Verein B kann ich nicht Mitglied werden weil ich im Dorf Fußball spiele?

    Hab ich doch nicht behauptet.


    Es geht nur darum, das das Kind sich für sein Hobby Fußball einen Verein aussuchen soll.


    Flöte spielt es ja auch woanders und bei der Freiwilligen Feuerwehr kann es ja auch im Verein sein. Aber je Hobby reicht ja ein Verein.

    von zwingen ist erstmal keine Rede. Eher die Verantwortung für die Entscheidung dem Kind übertragen und dabei entsprechend unterstützen. Ihm das Vertrauen aussprechen, dass man ihm das als Elternteil zutraut.


    Aber es wird sich wahrscheinlich ohnehin schnell lösen. Spätestens wenn die beiden Vereine bei einem Turnier/Spiel (Festival, etc.) mitspielen, wird die mögliche Offenheit deutlich eingeschränkt.

    Auch 5-jährige spielen in Bayern gerne bei Spielfesten und Turnieren.


    Auch ein 5-jähriger kann dann durchaus verstehen, dass zum Fußball im Verein eine Mannschaft gehört und er in einem möglichen Spiel beider Teams nicht gleichzeitig in beiden spielen kann.

    (Ich unterstellen hier einfach, dass beide Vereine in normaler Nähe zueinander liegen und daher auch am Wochenende regelmäßig aufeinander treffen könnten)


    Natürlich kann man das herauszögern. Aber irgendwann, kommt es trotzdem zu einer Entscheidung.


    Als Bambini-Trainer wäre ich zumindest sehr verwundert, wenn ein Kind aus meinem Verein bei einem Festival bei einen anderen Verein spielt.

    Und dem anderen Trainer wird es umgekehrt wahrscheinlich genau so gehen.

    Unabhängig davon, ob es sinnvoll ist:


    Warum sollte es eigentlich nicht gehen?

    Gibt es da eine Regelung, die das unterbindet?


    Wenn er in zwei Vereinen Mitglied ist und unterschiedliche Sportarten betreiben würde, geht es doch auch.