Es geht doch nicht um ein entweder-oder, sondern um die Gewichtung. Und da spielt die persönliche Vorlieben,die persönliche Wahrnehmung und die zu trainierende Gruppe eine große Rolle.
Wir (also ich zumindest) haben in der Regel im Breitensport keine ausgeglichene Gruppe an Kindern auf einem ähnlichen Niveau.
Wenn ein Kind einen sauberen Pass mit der richtigen Stellung der Füße zum Ball spielen kann, wozu dann nochmal 30% der Trainingszeit dafür verwenden, es noch weiter zu verbessern? -Stichwort Grenzertrag-
Andere Kinder in der Mannschaft haben vielleicht mehr Defizite, denen wiederum würde das gut tun.
Also muss ich eine Form des Trainings anbieten, das jedem Kind gerecht wird, und in der zur Verfügung stehenden Zeit möglichst effektiv Verbesserungen für alle ermöglicht.
Aus meiner Sicht kann ich in Spielformen wesentlich einfacher einen Spieler herausnehmen und ihm individuell die Technik des z.B. gerade technisch schlecht gespielten Passes vermitteln, als in einer Isolierten Technikübung einem technisch guten Spieler was über Spielintelligenz vermitteln.
Wir machen z.B. zum Aufwärmen/Einstimmung immer isolierte Technikübungen mit Augenmerk auf saubere Ausführung.
Im weiteren Verlauf des Trainings wird dann nur noch punktuell bei ganz groben und wiederholten Fehlern das rein technische gecoacht.
Sind wir damit erfolgreich?
Ja, alle Kinder werden besser.
Würden sie mit anderem Training noch besser werden?
Keine Ahnung, wir haben keine Vergleichsgruppe...