Beiträge von ScuBac

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    würdest du dich auch vor jemand stellen, der dich oder deine Kinder in der S-Bahn "angeht" oder dir das Fenster eingeworfen oder den Rückspiegel vom Auto abgetreten hat, etc. ?


    Ganz ehrlich:

    Jemand der sich Schützen vor "kleine" Bösewichte stellt, sendet die falsche Botschaft an den kleinen Bösewicht.



    Und nochmal ganz ehrlich:

    Ich glaube nicht, dass du das wirklich Ernst meinst, sondern dir hier einen Witz erlauben möchtest.

    Eine Mannschaft, die mehrfach Polizeieinsätze provoziert, würde kein halbwegs normaler Verein weiterführen.

    Daher tue ich mich schwer, bei 3er Bällen zu bleiben

    Warum? Im Training und bei Heimspielen/Festivals kannst du die 3er Bälle nehmen. Auswärts sind es halt die 4er Bälle. Die Kinder haben damit kein Problem ;)

    Haben wir in der F mit 4er Bällen so gemacht und machen wir heute noch in der E-Jugend so.


    Es ist erstaunlich, bei wie vielen Vereinen in der Gegend noch 5er Bälle für F und E als Standard im Umlauf sind.


    Wobei es den Kindern tatsächlich ziemlich egal ist, die Kicken so oder so.

    Kann keinen Unterschied im Spiel feststellen.


    Nur bekommen sie mit passenderen Bällen hoffentlich auch mehr gute Ballkontakte im Training als mit großen Bällen.

    Wenn mir das jemand vor Jahren gesagt hätte, hätte ich es nicht geglaubt. 2 Veranstaltungen mit ca. 100 Vereinsvertretern und es ging "nur" um Minifußball :) - bfv.de

    Kreis Augsburg scheint ein bisschen näher dran zu sein.


    Für unseren BFV-Kreis Neumarkt-Jura sehe ich tendenziell eher eine Blockadehaltung.

    Die Versuche etwas in Richtung Mini-Fußball aufzubauen und zu vermitteln waren, rückblickend betrachtet, eher naiv bis stümperhaft gemacht.

    Im Ergebnis hat man danach häufig sogar diejenigen enttäuscht, die dem ganzen positiv gegenüber gestanden sind...

    ja, das hatte ich in einem Jahrgang auch mal. Lösung: den Weg für den Dribbler verlängern, den für den Anspieler verkürzen. Steht ja nirgends geschrieben, dass die Tore in der Mitte sein müssen. Aber das Abbrechen und suche nach einer neuen Lösung (zweites Tor) ist auch ein Trainingsziel.
    Das ganze mit Dribbeltoren hat bei uns die Dynamik rausgenommen. Dribbeltor + Minitor hab ich in der Form noch nicht ausprobiert. Gute Idee.

    Das wäre dann Lucassen 1v1 😅


    Spiele ich alle 2-3 Wochen im Training mit meiner F-Jugend.

    Woher kennt man eigentlich die "Namen" der Übungen?

    Kinder A und B stehen sich auf einem kleinen Feld gegenüber auf den Grund-, bzw. Dribbelllinien.

    Spieler A passt zu B, der nimmt den Ball mit und versucht über die gegnerische Linie zu dribbeln

    Joh, oder an beiden Seitenlinie steht je ein Minitor...

    Natürlich sind Tore für Kinder immer interessanter. Danke für den Hinweis.


    Haben wir auch so ausprobiert und gemacht.


    Führte allerdings bei unseren Kindern eher dazu, dass gerade die, um die es hier geht, den ersten Kontakt zum "Torschuss" nutzen.


    Verbesserung brachten die genannten Dribbelllinien oder Schusszonen, in die man erst dribbeln muss. Also Dribbelllinien mit Tor dahinter.


    Bei Schusszonen wird das Feld dann schnell zu lang für den ersten Pass. Übers ganze Funino-Feld hat es dann manchmal nicht richtig geklappt, weil der erste Ball "verhungert".


    Geht natürlich auch diagonal oder von der Seite, bzw. nur der Passgeber/Verteidiger kommt von der Seite etc.


    Einfach ein bisschen rumprobieren.



    Hauptsache die Kinder erleben das 1:1 als etwas normales.

    Ich habe in der F gute Erfahrungen damit gemacht, im Training viel 1:1 spielen zu lassen.


    Z.B. über Dribbelllinien.

    Kinder A und B stehen sich auf einem kleinen Feld gegenüber auf den Grund-, bzw. Dribbelllinien.

    Spieler A passt zu B, der nimmt den Ball mit und versucht über die gegnerische Linie zu dribbeln.


    Da wegbolzen keinen Sinn macht, werden sie früher oder später das 1:1 suchen und dann als nächsten Schritt merken, dass das gar nicht so schlimm ist.

    Im Idealfall legen die dann im Spiel gegen fremde Kinder auch das wegbolzen ab.


    Gibt natürlich auch viele andere Möglichkeiten.

    Ich denke auf jeden Fall, dass viel 1:1 erleben hilft, um dann das 1:1 nicht mehr zu fürchten.

    Es geht doch nicht um ein entweder-oder, sondern um die Gewichtung. Und da spielt die persönliche Vorlieben,die persönliche Wahrnehmung und die zu trainierende Gruppe eine große Rolle.


    Wir (also ich zumindest) haben in der Regel im Breitensport keine ausgeglichene Gruppe an Kindern auf einem ähnlichen Niveau.


    Wenn ein Kind einen sauberen Pass mit der richtigen Stellung der Füße zum Ball spielen kann, wozu dann nochmal 30% der Trainingszeit dafür verwenden, es noch weiter zu verbessern? -Stichwort Grenzertrag-

    Andere Kinder in der Mannschaft haben vielleicht mehr Defizite, denen wiederum würde das gut tun.


    Also muss ich eine Form des Trainings anbieten, das jedem Kind gerecht wird, und in der zur Verfügung stehenden Zeit möglichst effektiv Verbesserungen für alle ermöglicht.


    Aus meiner Sicht kann ich in Spielformen wesentlich einfacher einen Spieler herausnehmen und ihm individuell die Technik des z.B. gerade technisch schlecht gespielten Passes vermitteln, als in einer Isolierten Technikübung einem technisch guten Spieler was über Spielintelligenz vermitteln.



    Wir machen z.B. zum Aufwärmen/Einstimmung immer isolierte Technikübungen mit Augenmerk auf saubere Ausführung.

    Im weiteren Verlauf des Trainings wird dann nur noch punktuell bei ganz groben und wiederholten Fehlern das rein technische gecoacht.


    Sind wir damit erfolgreich?

    Ja, alle Kinder werden besser.

    Würden sie mit anderem Training noch besser werden?

    Keine Ahnung, wir haben keine Vergleichsgruppe...

    Aber kein Kind würde von sich aus auf die Idee kommen eine Tabelle zu führen, wer am Bolzplatz am häufigsten gewonnen oder verloren hat, oder beim verstecken Spielen von September bis November am häufigsten als erster gefunden wurde...


    Und das soll jetzt als valides Argument gegen Wertungen herhalten? Ernsthaft?


    Dann gilt genauso: kein Kind würde von sich auf die Idee kommen und vier Tore gleichzeitig aufbauen.

    Was wäre denn ein valides Argument für eine Tabelle?


    Die 4-Tore-Argumentation lässt sich fortsetzen:

    Kein Kind würde auf die Idee kommen nach Jahrgängen zu unterscheiden.

    Kein Kind würde auf die Idee kommen die Spieleranzahl überhaupt zu begrenzen.

    ...

    Und das schöne an der Reform ist,

    es kann jeder weiterhin machen was er möchte und spielen wie er möchte.


    Niemand schreibt eine Trainingsmethode vor.


    Niemand verbietet irgendeine Spielform.


    Wer der Meinung ist, dass ein 7:7 bei Bambinis gut ist, um mit Spaß Fußball zu lernen, kann das weiterhin ungehindert machen.

    Man ruft den Trainer vom Nachbarverein an und trifft sich zum 7:7. Wenn man jeweils 15 Kinder hat, dann auch gerne mit 8 Auswechselspielern. Es ist möglich und erlaubt.



    Lediglich der Verband sorgt mit seinen Rahmenbedingungen dafür, dass auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fakten basierend, ein offizieller Spielbetrieb organisiert wird, der wahrscheinlich besser für Entwicklung die Kinder ist.


    Um mit Spaß Fußball zu lernen braucht niemand eine Tabelle.

    Wettbewerbe und Vergleiche brauchen und suchen Kinder. Aber kein Kind würde von sich aus auf die Idee kommen eine Tabelle zu führen, wer am Bolzplatz am häufigsten gewonnen oder verloren hat, oder beim verstecken Spielen von September bis November am häufigsten als erster gefunden wurde...

    Auf mich wirkt es, als ob du ziemlich viel Gründe kennst, warum etwas bei euch nicht funktioniert.


    Insofern kann man wahrscheinlich einfach nichts an eurer Situation verbessern.

    Nur im Bezug auf die Kadergröße:


    Angenommen ein paar der Spieler sind in jedem Training da. Ich gehe außerdem davon aus, dass zusätzlich der Großteil der Spieler über die Saison hinweg 75% Trainingsbeteilgung hat.


    Dann müssten, rein mathematisch, am Ende der Statistik einige Spieler sein, die alle 2-3 Wochen einmal ins Training kommen.


    Anders kommt man nicht auf 25-30 Spieler im Training.



    Jetzt stellen sich für mich folgende Fragen: kommen die Spieler nicht ins Training, weil sie eh keine Zeit/Lust haben? Wenn ja, dann: wozu die Bemühungen?

    Oder kommen sie nicht, weil sie das Gefühl/die Gewissheit haben, eh nicht zum Einsatz zu kommen? Wenn ja: dann hier nach Lösungen (siehe Vorredner) suchen und im Frühjahr eine weitere Mannschaft melden (lassen).



    Wenn 25-30 Spieler im Training sind, betreut bei einer Trennung im Training jeder Trainer nicht 20, sondern 12-15 Spieler. Und selbst wenn man nicht halb-halb sondern in z.B. 18 gute und 10 schwächere trennen würde? Wo ist das Problem?




    Zum euren zwischenmenschlichen Problemen haben die anderen schon alles gesagt.

    Das hat nix mit Eingespieltheit und Abläufe zu tun sondern dass es m.E. nicht sein kann dass ein Bambini einem F Junior den Kaderplatz weg nimmt. Hab ich aber oben schon geschrieben. Wenn die Platz frei haben natürlich Feuer frei.

    Dem stimme ich uneingeschränkt zu.


    Uns sind ganze Jahrgänge u.A. deswegen weggebrochen.

    Nicht wegen einem Kind, aber es wurden aus einem Jahrgang mehrere sehr gute Kinder in den älteren Jahrgang hochgezogen und die vorhandenen, schwächeren Kinder aus dem älteren Jahrgang hatten plötzlich deutlich weniger Spielzeit.

    Es ging ja um die Meisterschaft.


    Ergebnis ist, dass die schwächeren im alten Jahrgang u.A. mangels Einsatzzeiten aufgehört haben, die Hochgezogenen spielen bei höherklassigen Vereinen, die verbliebenen jungen hatten keine große Lust mehr in der Liga ständig mit 11:0 zu verlieren...


    OK, ein sehr großer Teil davon ist dem Ehrgeiz der Trainer anzukreiden...

    Wenn man die Möglichkeit hat um die Meisterschaft (egal in welcher Liga) zu spielen, sind vielen Trainern plötzlich die schwächeren Kinder egal.

    Oder ist die entgegen der Daten stehende Erwartungshaltung die Ideologie?

    Was wäre denn ein faktenbasiertes Gegenargument, auf das der Artikel nicht eingegangen ist?

    Private Ligen hätte ich zuletzt auch gut gefunden.


    Wenn man schon im Vorfeld weiß, dass es für niemand Sinn macht ein Spiel zu spielen, dann kann man es einfach absagen, ohne dass es was kostet. Lieber 90' Training als ein 17:0 in der F- oder E-Jugend.


    Bei Verbandsansetzungen kostet eine Spielabsage ja gleich was, also spielen die Kinder ein unnötiges Spiel und am Ende hatte niemand was davon.

    Das Zitat von Linksfuss zeigt jedenfalls deutlich, dass die an gedachten Parameter tatsächlich gemessen und analysiert werden können. Ob die Reformen die Aktivität des Organisierten KIFUS steigern und/oder zu mehr oder weniger Drop Out führen. wird sich so feststellen lassen. Dass man bei der Analyse Sondereffekte wie zBsp Corvid berücksichtigen muss, versteht sich von selbst.


    Nochmal:


    Nein.


    Es wird sich nicht messen lassen.


    Es gibt zu viele Einflüsse auf die Freizeitgestaltung der Kinder


    Z.B. Beispiel Bayern:

    Gymnasium von 9 auf 8 Jahre verkürzt: mehr Nachmittagsunterricht - weniger Zeit für Hobby/Fußball

    Jetzt wieder von 8 auf 9 verlängert: weniger Nachmittagsunterricht - mehr Zeit für Hobby/Fußball


    Es werden in den nächsten Jahren also auch ohne Reform, alleine aufgrund der mehr zur Verfügung stehenden Zeit, mehr Jugendliche Fußball spielen können.


    Wie rechnet man diesen Einfluss auf die Statistik raus?




    Die Zahlen über Mitglieder des DFB oder BFV haben keine Aussagekraft, weil

    - Mitglied im Fußballverein zu sein, bedeutet nicht, dass man aktiv Fußball spielt.

    - Einen Spielerpass zu besitzen bedeutet nicht, dass man aktiv Fußball spielt.

    Also wenn es darum geht, dass man einen Drop-out irgendwo zwischen D und C Jugend verhindern möchte, dann lässt sich das ja recht einfach messen. Wieviele gemeldete Mitglieder eines Jahrgangs fangen mit Fussball in der G oder F an und wieviele davon sind in der C noch dabei. Das Ganze vor Einführung und nach fünf bzw zehn Jahren.


    Persönlich frage ich mich aber ob der Drop-out real ist. Die ständig steigenden Mitgliedszahlen des DFB lassen zumindest Zweifel zu. Ich denke nicht, dass sich viele 50-jährige anmelden und umgekehrt verschwinden Abgewanderte halt auch aus der Tabelle. Das sollte sich doch auch in der Statistik niederschlagen, oder?

    Der erste Punkt hat viele Einflüsse.

    Z.B. auch Schulreformen.


    Die Welt der Kinder und Jugendlichen besteht nicht aus vielen Konstanten und einer Variablen Fußball um das "messen" zu können.



    Der zweite Punkt enthält aktive oder auch passive Mitglieder der Fußballvereine?

    Und wer zählt als Aktiver?

    Wer einen Spielerpass hat, oder wer einmal in der Saison auf dem Spielberichtsbogen auftaucht?

    Bei Spielerpässen ist es durchaus denkbar, dass viele "Leichen" über viele Jahre hinweg weiter geführt werden. Zum einen, weil es z.B. in Bayern nichts jährlich kostet sie beizubehalten und das offizielle abmelden Aufwand bedeutet.

    In unserem Verein z.B. bestehen Spielberechtigungen ewig weiter.



    Wie du sehen kannst, wenn du möchtest, ist es vielleicht doch nicht alles so einfach zu zählen wie man sich das wünschen würde

    Eine Verbesserung der Spielintelligenz oder der fußballerischen Fähigkeiten über mehrere Jahre hinweg wird schwierig objektiv zu bewerten sein.


    Die Anzahl der gemeldeten Jugendmannschaften in z.B. der B- oder A-Jugend im Jahr z.B. 2020 und 2035 (sollten eben sinnvolle Jahre sein mit klarer Abgrenzung von vor und nach der Reform) kann man als Indikator oder eine anzunehmende Auswirkung betrachten.



    Es spielen aber immer mehrere Faktoren mit hinein, sodass es schwierig ist, den Einfluss einzelnen Faktoren herauszustellen.

    Man müsste Vergleichsgruppen haben, bei denen man immer nur einen Faktor verändert. Und das geht nicht.

    Z.B. den Einfluss von Schule. In Bayern ist man in den letzten Jahren von 8 zu 9 Jahren Gymnasium zurück gegangen. Das bedeutet, dass die Kinder weniger Nachmittagsunterricht haben, als vor 5-6 Jahren, aber trotzdem mehr mehr als vor 20 Jahren.

    Sowas kann natürlich auch einen Einfluss auf Freizeitbeschäftigung der Kids haben.

    Und wenn es nur einen von 20 Jugendlichen betrifft, sind es am Ende 5% mehr oder weniger Spieler/Mannschaften. Das sind dann schon signifikant große Größen.



    Und wenn man z.B. die schulische Belastung in 4-5 Jahren wieder erhöht, hören evtl deswegen viele Jugendliche mit Fußball auf, egal ob es eine Reform gegeben hat, oder nicht.


    Oder wenn dauerhaft Basketball boomen würde, würden hier auch 2-3% Kindern vielleicht wechseln?



    Was ich sagen möchte:

    Ich glaube nicht, dass man mit einfachen Kennzahlen ein komplexes System mit unterschiedlichsten Einflussfaktoren wirklich auf Erfolg oder Misserfolg bewerten kann.