Beiträge von goalornorgoal

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    Welche Jugend ist es denn? Ich würde das Aufwärmen so gestalten, dass sie sich - grob umrissen - bei Anpfiff bereits "in der 2. Halbzeit" fühlen.

    Ist ein junger E Jahrgang. Aufwärmen gestalte ich so das es zum Teil aus kurzen intensiven Läufen besteht, teilweise Passspiel (frei oder Rondo) und Torschuss. Ich wüsste nicht wie ich dabei HZ1 simulieren sollte ohne dabei die Kraft fürs Spiel zu rauben.


    Schon überlegt ob es in dem Spiel wo ihr zur Halbzeit 0-8 zurückgelegen habt und es am Ende 4-8 stand nicht an Deiner Ansprache lag sondern einfach daran das es der Gegner nach der hohen Führung etwas lockerer anging und vermutlich seine schwächeren Spieler eingewechselt hat ?

    Das beobachte ich oft das Trainer dann meinen das sie ihr Team in der Halbzeit wachgerüttelt haben weil es danach besser läuft.

    Dabei hat der gegnerische Trainer zum Beispiel in der zweiten Halbzeit angesichts der immensen Führung einfach schwächeren Spielern eine Chance gegeben oder auf ungewohnten Positionen spielen lassen.

    Das muss man den Trainer von den schwächeren Teams natürlich nicht unbedingt so klar vermitteln.

    So können sich Trainer und Kinder dieses Teams auch über mehr Erfolgserlebnisse freuen und denken es liegt an ihrer Steigerung.

    Das mag auch mit reinspielen jedoch erkennt man ja doch schon einen Unterschied ob man bei einem verlorenen ball stehen bleibt oder nachgeht, ob man nach einem pass durchläuft oder stehen bleibt, ob man dem Ball entgegen geht oder wartet bis er da ist etc.

    Ich mach das jetzt nicht nur vom Ergebnis abhängig sondern vor allem von der Art wie Fußball gespielt wird. Oftmals sind es diese vielen "ganz einfachen" Dinge die erst in HZ2 klappen.

    Hallo,


    ich habe bereits seit letzte Saison das Problem, dass meine Jungs HZ1 oft komplett verpennen.

    Letztes Jahr hat es meistens trotzdem irgendwie gereicht um das Spiel in Hz2 noch zu drehen.

    Dieses Jahr sind wir der kleine Jahrgang und da geht das eben nicht mehr bzw. reicht nicht mehr.


    Beispiel letzte Woche: nach der Hz liegen wir 8:0 zurück. Die komplette Mannschaft war in Hz1 im Tiefschlaf. Kaum Laufleistung, dem Gegner zuschauen, nicht attackieren etc.

    Zweite Hz war es dann eine komplett andere Mannschaft so das wir noch auf 8:4 rangekommen sind.


    Es ist wie wenn irgendwo ein Schalter ist der regelmäßig in der Pause umgelegt wird. "Ah wir haben ja ein Spiel"

    Ich habe schon verschiedenes probiert von sehr ruhigen sachlichen Ansprache zu "Anstacheln und heiß machen" alles dabei aber nichts davon hat die richtige Wirkung erzielt.


    In der HZ korrigiere ich meisten nur Kleinigkeiten als "bleib weiter hinten", "lauf mal durch" etc. also nichts was das Spiel komplett auf den Kopf stellt.


    Ich hatte auch schon den Gedanken das es eventuell einfach an der Kraft liegt.. also das Sie merken ok jetzt kann ich eben nicht mehr alleine nach vorne Stürmen sondern muss auch mal passen.


    Habt ihr Tipps was man dagegen tun kann bzw. wie ich erreiche das die Jungs von Minute 1 an wach sind?

    Sehe ich genauso. Das geht halt bis zu einem bestimmten Level. In meinem Fall ist es so, dass ich mit den Ball durchaus was Anfangen kann... egal ob Pässe, Schuss oder Flanke das funktioniert und ich kann es erklären und zeigen. Das reicht für eine F/E Mannschaft und eventuell auch noch für die D. Aber danach sollen die Kids es ja besser können als ich.


    Unabhängig von der Lizenz ist für mich das aller wichtigste das Trainer (egal welcher Altersstufe) zur Selbstreflektion fähig sind.

    Mein Training läuft nicht? - Waren die Übungen zu schwer? Habe ich es falsch erklärt bzw. erwarte ich vielleicht noch Zuviel? - Waren die Standzeiten zu hoch? - War die Gruppeneinteilung richtig? - Ist einfach die Konzentration weg weil die Kids ne harte Woche hatten? etc.


    Aus meiner Sicht ist das wichtiger als jede Lizenz (gerade im Kinderfussball) den was bringt es wenn ich zwar fachlich ein super Training mache aber dabei ignoriere was die Bedürfnisse die Kinder sind. Ich vergleiche es immer mit der Schule.. ein Lehrer der Fachlich super ist aber menschlich ein Arschloch wird den Kindern auf Dauer kein Wissen vermitteln können (außer durch Druck).

    Ich würde der ein oder anderen Aussage stark widersprechen.

    Muss man wirklich ein Spieler gewesen sein und viele Jahre Erfahrung haben um ein guter Trainer zu sein?

    Ich selber habe Fußball zwar Freizeitmäßig betrieben aber nie wirklich aktiv im Verein.

    Vor dem Fußball habe ich Nachwuchs im Kampfsport trainiert und im Schach (ich weiß komische Kombination) und bin erst durch meinen Sohn zum Fussball und somit zum Trainer gekommen.


    Ich habe mir als "Co Trainer" jemanden gesucht der selber Fußballer war und frage bei bestimmten Themen/Einheiten einfach Jungs aus der 1. Mannschaft an ob sie mal eine Einheit dazu gehen und helfen. Das hat bisher super funktioniert. Dazu kommen diverse Online Plattformen die man nutzen kann um sich darüber zu informieren welche Einheiten Altersgerecht sind und "Sinn" ergeben.


    Gerade weil ich dieses "Ede Geyer- Training" nicht kenne habe ich das Gefühl das ich viel offener für neue Ideen (bsp. Funinio) oder andere Trainigsmethoden bin als viele der "alten Hasen".

    Mir ist bewusst das ich spätesten beim Übergang in die C Junioren (wahrscheinlich ehr früher) an meine Grenzen komme aber da hole ich mir jemanden dazu der das ausgleicht. Gerade in den unteren Jahrgängen ist für das "Team Gefühl" und das miteinander teilweise wichtiger als die best mögliche Technik.


    Zum Thema Lizenzen: Vor vielen Jahren gab es mal die Jugendleiterkarte die aber heute nichts mehr zählt. Diese war aber weniger speziell auf den Sport ausgerichtet sondern viel mehr auf dem Umgang, und die Bedürfnisse der Kids. So etwas sollte für mich die Voraussetzung für jeden sein der mit Kindern im Bereich G/F/E trainiert. Die Spieler können noch so gut sein aber wenn sie "arrogante Arschlochkinder" sind und der Trainer das vorlebt bringt das alles nichts.

    Ich muss sagen ich finde das Modell echt sehr interessant .. wie du scheibst braucht es dafür natürlich gegenseitiges Vertrauen. Am Ende zahlt der Staat die Aufwandsentschädigung und alle haben was davon!

    Die Menschen die es aus Überzeugung machen und Spaß daran haben werden aber gefühlt immer weniger.

    Schaut man in diversen Gruppen auf Facebook etc. sieht man überall, dass Nachwuchstrainer gesucht werden.


    Für mich stellt sich zudem die Frage ob durch eine Bezahlung/Entschädigung eventuell auch die Qualität der Nachwuchsarbeit steigen kann? In vielen Vereinen läuft es doch heute so das man sich Papas oder Mamas sucht deren Kinder gerade in den Bambinis sind und diese mit einbindet. Diese gehen dann mit Ihren Kindern langsam nach oben und ein großer Teil ist dann weg wenn das Kind aufhört oder den Verein wechselt. Ich persönlich bevorzuge z.B. das Modell, dass ein Trainer nicht länger als 2 Jahre bei dem Team bleibt (z.B. ein Trainer der immer die F Junioren macht und ein anderer der die E macht). Das wäre damit sicherlich einfacher abbildbar.


    Eventuell wäre ein Betrag von z.B. 100 € im Monat (für Trainer und Co zusammen) ein Anreiz für z.B. A Jugendliche oder auch "junge Herrenfussballer" um mehr zu unterstützen?


    Und wenn du schreibst 31 Jugendmannschaften stehen da ja auch sehr viele Mitglieder dahinter zudem finde ich 200 € wiederum zu viel.

    Das Geld sollte aus meiner Sicht ein zusätzlicher Anreiz sein allerdings nicht der Primäre Grund. Es geht dabei ja auch um eine Entschädigung und nicht um eine Einnahmequelle.


    Um bei deinen Beispiel zu bleiben. Wenn ich mal annehme ihr habt für jede Mannschaft 15 Kinder wären das 465 Kinder und folglich monatlich 6,66 € pro Kind. Du wärst also bei einem Jahresbeitrag von 80 € mit denen man die Kosten für die Trainer decken kann. Hinzu kommen dann ja auch noch diverse Förderung durch den LSB etc. die der Verein sowieso bekommt.

    Der Mitgliedsbeitrag müsste sich nur für die Entlohnung bereits um den Faktor 10 erhöhen. Wenn das nicht auch "gut betuchte" Familien abschrecken würde, würde ich mich schwer wundern.


    Das geht zwar ein wenig vom Thema weg aber in einer Zeit wo viele Menschen 30 € und mehr pro Monat für irgendwelche Streamingdienste bezahlen finde ich z.b. 10 € für den Sportverein tatsächlich nicht zuviel. Und wer es sich nicht leisten kann bekommt zumindest bei uns gerne die Unterstützung entsprechende Zuschüsse zu erhalten. Hierfür gibt es ja Programme und "Fördertöpfe" beim LSB oder Kultusministerium.

    Genau das ist auch meine Überlegung. Bisher war das ganze ehr auf Kostendeckung ausgerichtet.

    Sofern man den z.b. den Nachwuchstrainern eine monatliche Aufwandsentschädigung zahlen möchte erhöhen sich die Kosten natürlich enorm. Unsere jetzigen Beiträge sind aus meiner Sicht viel zu niedrig aber selbst 70 € empfinde ich persönlich für zu wenig.


    Ich war früher viele Jahre im Bereich des Kampfsports unterwegs und dort waren es im Monat 40 € und das ist fast 20 Jahre her. Ich denke 10 € pro Monat sollten nicht Zuviel verlangt sein zumal das Geld dann ja auch den Kindern direkt zugute kommt... besser Ausstattung, besser ausgebildete Trainer etc.


    Dem gegenüber steht natürlich die soziale Komponente. Für viele sind 10 € im Monat kaum der Rede wert aber es gibt leider auch genug die es sich nicht leisten können und gerade der Zugang zum Sport sollte jedem ermöglicht werden. Und ja ich weiß das man dafür Hilfen beantragen kann, ich weiß aber auch das viele zu stolz dafür sind.


    Btw. um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen. Was wäre aus eurer Sicht für einen Nachwuchstrainer angebracht? Und wie handhabt man es mit den Co Trainern bzw. "Dauerhelfern"?

    Hallo,


    in Anlehnung an den Thread was Trainer verdienen kommt man schnell zu dem Thema Aufwandsentschädigung/Bezahlung der Nachwuchstrainer.

    Das Problem der fehlenden Trainer kennt wohl fast jeder und es wird gefühlt von Jahr zu Jahr schlimmer.

    Eine Möglichkeit neue Trainer zu gewinnen ist natürlich diese zu bezahlen oder sie zumindest für entstandene Kosten zu entschädigen (Bürobedarf, gefahrene Kilometer etc.)


    Sofern man keinen großen Sponsor hat ergibt sich natürlich die Frage wie man das ganze Finanziert. Eine und wahrscheinlich die naheliegendste Lösung ist das ganze über die Mitgliedsbeiträge zu machen. Mich würde mal interessieren wieviel eure Kids an Mitgliedschaftsgebühren bezahlen und ob das Thema Bezahlung der Nachwuchstrainer (und natürlich auch Co Trainer) bei euch ein Thema ist.


    Wenn ich mir andere Freizeitaktivitäten anschaue empfinde ich die Kosten gemessen an der Zeit auf dem Fußballplatz bei vielen Vereinen viel zu gering.

    Wir nehmen aktuell nicht mal 30 € Jahresbeitrag. Wenn man im Gegenzug betrachtet was Einzelsportarten kosten ist das nichts. Dort sind 20-30 € pro Monat nicht selten.


    Wie sieht das bei euch aus?

    200 € bis 400 € kenne ich aus unserer Region auch.. natürlich auch abhängig von der Spielklasse.

    Interessant ist aber immer wieder das Themen wie Aufwand, Nerven etc. bei vielen im Senioren Bereich eine große Rolle spielen aber im Nachwuchsbereich nicht..

    Belastungssteuerung in so jungen Jahrgängen finde ich nicht zielführend (ohne jetzt wissenschaftlich bewandert zu sein). Im Zeifel gehen die begeisterten Fußball in dem Alter sowieso jeden Tag bolzen bis es dunkel wird (haben wir jedenfalls damals gemacht). Von negativen Auswirkungen in so jungem Alter habe ich noch nie was gehört. Und selbst wenn, in dem Alter Spielpausen anordnen oder so etwas ? No Way

    So habe ich es bisher auch gehandhabt , gerade weil die Fußball Verrückten bei jeder Gelegenheit irgendwo kicken gehen.

    Allerdings fand ich das beobachtete sehr interessant daher kommt auch die Frage.

    Hallo,


    mich würde Interessieren wie Ihr die Belastung in der Saison steuert oder für Regeneration sorgt.

    Ich habe mir tatsächlich da bisher wenig Gedanken gemacht und gedacht wenn man nach einer Anstrengenden Woche mal ein etwas ruhigeres Training macht

    oder auch mal eine Einheit ausfallen lässt (oft wenn es zwei Spiele die Woche sind) ist das ausreichend.


    Nun hatten sich zwei meiner besten Spieler verletzt und mussten 2 bzw. 3 Wochen Zwangspause machen.

    Beide hatten vor der Pause eine etwas schwächere Phase und konnten Ihr Potential in den Spielen nicht voll abrufen.

    Ich hatte das abgetan unter dem Motto "Jeder hat mal nen schlechteren Tag oder mal ne schlechtere Phase".


    Nach den Pausen kamen beide zurück und haben wirklich Wahnsinnig gute Spiele gemacht.. alles was vorher gefehlt hat (Antritt, Explosivität etc.) ist wieder da.

    Jetzt stellt sich für mich natürlich die Frage ob die Kids einfach überspielt sind und wie man am besten dagegen vorgeht bzw. wie man sowas im Training gut steuern kann.

    Bei diesen beiden ist es jetzt extrem aufgefallen da sie halt die "Unterschiedsspieler" sind, bei anderen die einfach mitlaufen fällt es eventuell weit weniger auf.


    Achtet ihr auf sowas auch schon in den recht jungen Jahrgängen? Und falls ja welche Maßnahmen ergreift ihr?

    Achja bei mir handelt sich um einen alten F Jahrgang.

    Das "Doofe" ist natürlich: als Team gibt es jetzt keine leichten Gegner mehr. Aber dafür auch eben keinen Gegner, der einen 8:0 vom Platz fegt.

    Genau so wie du es beschreibst würde ich es mir auch wünschen. Tatsächlich möchte ich keine "leichten" Gegner sondern lieber alle Spiele so das man sein bestmögliches zeigen muss um gewinnen zu können. Neben den Lerneffekt den die Kinder schon im Spiel haben macht es auch die Trainingssteuerung viel einfacher.

    Das geht leider auch nicht weil die Staffeln (insgesamt 3) ja alle gemischt sind. Man hat quasi aktuell pro Staffel so 2 oder 3 Mannschaften die alles abschießen und der Rest sind dann jüngere. Zumal die Stammspielerregelung auch greift. Ich kann also nicht sagen : Ich weiß da kommt ein alter Jahrgang also tausche ich mal komplett aus.


    Eigentlich müsste es so laufen wie oben beschrieben:


    1. Beim melden wird der Jahrgang und die Spielstärke angegeben

    2. Hinrunde wird gesielt

    3. Rückrunde wird in einer Art Playoff zwischen den jeweils Staffelersten gespielt.

    Das Problem das es immer die gleichen sind die was machen kennt wohl jeder Verein egal ob Fussball oder nicht.

    Ich habe es bei mir so gelöst:


    1. Es gibt einen Elternsprecher - das ist mein Ansprechpartner für Themen die innerhalb der Elternschaft gelöst oder erledigt werden sollen. Ich bekomme es zwar in der WhatsApp Gruppe mit , versuche mich aber weitestgehend rauszuhalten.


    2. Versorgung wird entsprechend unter den Eltern geregelt wobei wir den Verkauf stark auf die Anstoßzeit abstimmen. Spielen wir z.B. um 9 gibt es Getränke, Kaffee und eventuell ein paar Muffins oder Obst. Spielen wir erst um 11 oder bei Nachholspeilen Abends gibt es meistens Wiener oder Bockwürste. Die machen wir für alle Kinder kostenfrei. Das Geld dafür kommt normalerweise schnell wieder rein weil dann die Eltern auch was essen oder trinken. Positiver Effekt : Auch auswärts bekommen wir mittlerweile oftmals ne Kleinigkeit für die Kids gesponsert. Aus meiner Sicht ist das auch der richtige Weg.


    3. Wäsche: Die Trikots gehen reihum an alle Elternteile und werden dann gewaschen wieder bei mir vorbei gebracht.


    4. Meldung DFBNet: Auch das habe ich abgegeben. Ein oder zwei Elternteile schreiben die Nummer und Torschützen mit melden es anschließend. Ich gebe es nur noch Final frei.

    Hallo, danke erstmal für die vielen Antworten.

    Ich stelle fest, dass man bei uns anscheinend noch "hinter dem Mond" lebt.


    Wie oben beschrieben haben wir jedes Jahr das gleiche Problem: Völlig falsch zusammengestellt Staffeln die auch bis Saisonende so bleiben. Schönes Beispiel : Normal geht man davon aus, dass die erste Mannschaft eines der stärkere ist.

    Meine Kids spielen obwohl Sie die großen sind gegen die jeweils zweiten Mannschaften und die kleinere F (F2) dann gegen die erste Mannschaft. Die Ergebnisse dementsprechend auch oft entsprechend hoch. .. es gibt kaum knappe Spiele.


    Das bringt natürlich diverse Probleme mit sich:


    - Der kleine Jahrgang ist extrem demotiviert weil sie teilweise kein einziges Spiel gewinnen ( bzw. mal 1 oder 2 Spiele in der Saison)

    - Ergebnisse sind entsprechend deutlich (letztes WE z.B. 13:1)

    - ein Coaching ist meisten unmöglich da die Kids irgendwann abschalten und eigentlich nur auf den Abpfiff warten


    Bei den größeren ist das Problem andersrum:


    - Sie verlernen das verlieren

    - Sie werden nicht dazu gezwungen zusammen zu spielen

    - eine Tatsächliche "Standortbestimmung" ist nur sehr schwer


    Man kann zwar in Absprache mit dem gegnerischen Trainer entgegenwirken aber auch das funktioniert leider nicht immer da es Trainer gibt die ihre Mannschaft bei einem 10:0 noch anpeitschen ("Kommt eins geht noch")

    Hallo,


    mich würde mal interessieren wie bei euch die Staffeleinteilungen speziell im F und E Junioren Bereich funktionieren.

    Für mich ist es jedes Jahr ein einziges Ärgernis dass überhaupt kein Wert auf die Jahrgänge gelegt wird und es dadurch immer wieder zu Spielen kommt

    die eigentlich für keinen der beiden Mannschaften wirklich Sinn machen.


    Bei uns sind im F Junioren Bereich aktuell 3 Staffeln.

    In jeder Staffel gibt es 1 oder 2 alte Jahrgänge und der Rest ist entweder gemischt oder ein kompletter junger Jahrgang.

    In meinem Fall führt es dazu, dass ich genau 2 Spiele in der Saison habe in welchen man den eigenen Leistungsstand mal einschätzen kann weil man gegen einen Gegner mit gleichen Jahrgang und ähnlichen Leistungsstand spielt.

    Alle anderen Spiele schwäche ich meine Mannschaft mittlerweile schon bewusst damit das Spiel nicht nach 10 Minuten entschieden ist.


    Vorteil ist natürlich das man auch den "schlechteren" viel mehr Einsatzzeit geben kann.

    Nachteil ist das gerade die guten nicht dazu gezwungen werden Lösungen zu finden sondern einfach alleine durchgehen und aufs Tor schießen.


    Wie ist das woanders geregelt? Spielt der Jahrgang dabei eine Rolle?

    Interessantes Thema. Ich tu mir hier auch sehr schwer. Beim letzten Spiel hatte ich den Eindruck, dass man manchen Kindern mit Spieltagen noch keinen Gefallen tut. Manche wollten nicht direkt spielen sondern erstmal auf die Bank (finde ich total untypisch). Auf dem Spielfeld dann eher anteilslos mit Finger in Mund und Nase. Da weiß ich halt nicht ob es wirklich schon Sinn macht diese Kinder jetzt mitzunehmen. Auch wenn die Eltern diese gerne und freudig bei jedem Spieltag anmelden...

    Das ist doch aber ganz normal. Die einen haben die Finger in der Nase und die anderen fangen an während des Spiels Blumen zu pflücken. Unser Sportplatz ist nahe einer Bahnschiene. Wenn der Zug vorbeikam konnte ich das Spiel erstmal 2 bis 3 Minuten unterbrechen weil das einfach viel interessanter war als Fußball.

    Das Thema ist echt interessant und ich bin auf Meinungen dazu gespannt.

    Ab der Einführung von Funinio im F Bereich gibt es eigentlich gar keine TW Ausbildung mehr was ich auch als eine der wenigen Schwächen des neuen Systems sehe.


    Bei uns wollten am Anfang der F Jugend alle irgendwie ins Tor. Ich habe das ganze dann so geregelt das jeder seine Chance hatte und das Team dann 2 Mann Nominiert hat. Da ich kein Freund von ständig wechselnden Torspielern bin habe ich danach mit den Kindern das Gespräch gesucht und Ihnen gesagt das ich möchte das sie wenn sie sich fürs Tor entscheiden zumindest die Halbserie auch dafür zur Verfügung stehen.


    Mittlerweile habe ich tatsächlich einen festen Torspieler und 2 Ersatz. Der Torspieler nimmt aber am normalen Training teil und ist bei den Übungsspielen auch meistens Feldspieler. Spezielles TW Training bekommt er noch nicht wobei ich damit in der E Jugend langsam anfangen möchte allerdings dann auch nur 10 oder 15% der Trainingseinheit.

    Und als wäre das nicht schon schlimm genug fangen die ersten Eltern an die Kinder schon mit aufzuhetzen und tragen ihnen auf sie sollen mich doch fragen ob sie bitte spielen können am Wochenende.

    Das ist für mich das eigentliche Problem. Hier muss bei den Eltern angesetzt werden. Eventuell hilft ein Elternabend oder was bei mir gut funktioniert hat war einen "Elternsprecher" zu ernennen. Den kann man dann auch ruhig mal die Liste hinlegen und sagen : "So entscheide du .. der war letzte Woche, der war nicht im Training, der hat schon 3 mal nicht gespielt, der hat 2 mal kurzfristig abgesagt... jetzt treffe eine für alle faire Entscheidung!"


    Grundsätzlich müssen die Eltern aber verstehen das sie deine Autorität als Trainer gegenüber den Kids nicht in Frage stellen dürfen/sollen da du das später nur ganz schwer wieder hinbekommst.