Beiträge von CoachT

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    Um an der Bundesliga der U19 oder U17 etc. teilnehmen zu dürfen, muss der Verein ein NLZ haben.

    Da verstehst du was falsch. Die Lizensierung der DFL richtet sich an die Profil-Ligen. Wer 1. oder 2. Bundesliga spielen will, braucht ein NLZ.
    Wer in der Jugend-Bundesliga spielen will, muss dorthin einfach aufsteigen. Da können auch Mannschaften ohne NLZ spielen.


    Zumal du selber siehst, wieviel Aufwand für ein NLZ betrieben werden muss und wieviel Geld es kostet. DA gibt es in der Jugendbundesliga einige, die zwar die Infrastruktur eines NLZ haben (Räumlichkeiten gegeben) aber die sonstigen Anforderungen nicht erfüllen und somit offiziell kein NLZ betreiben. zB Preußen Münster

    Und der Jahrgang der beim Eimsbüttler TV dann nachkommt ist automatisch auch besser als der von Holstein Kiel?

    Keine Garantie, aber ist der nachfolgende Jahrgang bei Holstein Kiel immer automatisch auf dem selben Niveau, oder gar besser als der vorige?
    Wieso will man Profi-Vereinen sowas als Exklusivrecht gewehrleisten?
    Auf und Abstiegsdruck gibt es auch bei ambitionierten Verbands oder Landesliga Jugnedteams, wo der verein da gerne bleiben will. Will man dort Auf und Abstiege auch verbieten? Oder geht es da plötzlich nicht mehr um die Entwicklung der Jungspieler?

    Wenn ein Jugend-Bundesliga Team absteigt, dann ist es auch ein indikator, dass in dem Jahr schlecht gearbeitet wurde, sei es, weil man selber keine Fortschritte gemacht hat oder durch schlechte Arbeit drum herum nicht den besten kader bekommen konnte.

    Was ist denn der Fußball U19, U17 oder jünger?

    Ausbildung oder Wettbewerb zum Selbstzweck?

    Ausbildung.

    Und jetzt meine Frage an dich, ist es wirklich eine vorteilhafte Ausbildung, wenn keine ausgeglichenen Leistungsniveaus vorhanden sind?
    Wenn zB. die U19 von Holstein aus der Bundesliga absteigt, weil sportlich zu schlecht aber ETV drinnen bleibt?
    Scheinbar hat ja ETV mehr das Leistungsniveau als Kiel, wieso sollten die dann nicht in der Bundesliga spielen dürfen?

    Ich habe auch hier im Forum gelesen, dass Spieler nicht besser werden wenn die nur gegen schwächere spielen.

    Mit Selbstzweck hat das rein gar nichts zu tun

    Weiterhin liegt der höchste prozentuale Anteil zwischen Minute 31-45.


    Ohne mir den Bericht vollständig durchgelesen zu haben (ich habe den nur Überflogen), wäre dafür meine Theorie, dass wir uns in der Zeitspanne in der ersten Ermüdungsphase befinden und in den seltensten Fällen da gewechselt wird.
    Aber das wird zu einem Nebenschauplatz.


    hier gibt es keine Absteiger

    gibt ja auch Projekt Ideen vom DFB und einigen NLZs, ich finde nur den Weg falsch, weil man dadurch einen elitären Zugang schafft. Ein non-Profi Verein kann dann mit seiner Jugend NIE in diesen Bereich eindringen, obwohl sie gute arbeit leisten, nur weil es der Sprung von Regio in 3. Liga so schwer ist. Finde ich nicht fair.
    Als Beispiel: Eimsbüttler TV spielt seit einigen Jahren mit seinen Jugenden in der Jugend Regio oder Bundesliga OHNE NLZ oder Profi-Herren-Team. Solche Vereine würden ausgeschlossen werden, weil man ja den Leistungsdruck der NLZ Spieler vom HSV etc nehmen will?

    Nenene


    Dann lieber das hier:

    Aber für mich ist die einzige Möglichkeit, deutlich mehr NLZs zu betreiben.

    Finde eh, ab einem bestimmten Etat etc. sollte Geld für Räumlichketein der Jugend verpflichtend sein, bzw die Infrstruktur für NLZ muss gegeben sein (zur Klassifizierung als NLZ gehört viel mehr als nur ein Gebäude)

    Ich glaube die schlechteste Form von Belastungssteuerung in dieser Entwicklungsphase ist gar keine Belastung wegen 90 Minuten Bank oder Tribüne.

    Du springst bei deinen Argumenten von Spielern auf der Bank zu Spielern auf der Tribüne, die nicht mal im Kader sind und wieder zurück.
    Du vermischt dadurch total die Betrachtungspunkte. Spieler die zum Spieltagskader gehören und auf der Bank verweilen, können nicht nebenbei ein zusätzliches Spiel bestreiten, weil (auch wenn du den Punkt mit der Belastungssteuerung blöd findest), es ein zu großes Verletzungsrisiko darstellt.
    Jugendspieler in den höchsten Spielklassen haben meiner Erfahrung nach eine deutlich höhere Belastungsintensität als ein Amateurspieler auf Kreis oder unterer Landesebene.


    Und ich bezweifle, dass die Wettbewerbssystematik voll und ganz die Entwicklung der Spieler blockiert.


    Die haben auch noch nicht die Intensität und Menge an Einsätzen wie Profis, dass man mit Belastungssteuerung kommen müsste.

    Belastungssteuerung ist darüber hinaus auch kein Begriff der nur bei den erwachsenen Profis benutzt wird, selbst im C-Lizenz Lehrgang wird dieses Thema mittlerweile angesprochen, um Jugendtrainer mittel an die hand zu geben, um Verletzungen bei Jugendspielern zu minimieren.
    Ich selber kann da aus persönlicher Erfahrung sprechen:
    Testspiel zum Ende der Sommervorbereitung in der B Jugend (junger Jahrgang). So zwischen 10-5 min vor schluss Laufduell an der Seitenlinie mit Schulter an Schulter, ich bekomme einen leichten rempler versuche den kleinen "sidestep" abzufangen und knicke wegen erschöpfter Beinmuskulatur im Knie weg und reiße mir mein vorderes Kreuzband.
    Die selbe Problematik hätten Spieler, die von einem Nebenspiel ins Hauptspiel eingewchselt werden. Sie sind bereits körperlich erschöpft, auch wenn sie vom kopf oder ausdauer her noch laufen könnten.
    auch da geht es um belastungssteuerung um verletzungspräventiv zu arbeiten.

    Alternativ könnte wie im Amateurbereich die "Zweite" das Vorspiel zur ersten machen. Spieler, die bei der "Zweiten" ausgewechselt wurden, kommen dann zur "Ersten" und sitzen dort auf der Bank.

    Auch hier sehe ich das selbe Problem. Die werden ja bei dem ersten Spiel sich bewegt haben. Auch dann wäre bei der Intensität in der höheren Ligen das Risiko einer Verletzung zu groß.
    Der Körper ist bereits ermüdet und soll dann nochmal von der Bank Leistung bringen? Im Amateurbereich mag das irgendwo funktionieren, aber nicht in dem Leistungsbereich der Jugend Regionalligen und Bundesligen.

    Auch bei den 4 Vierteln liegt das selbe Problem vor. Was passiert, wenn im letzten Viertel sich einer verletzt? Soll dann einer vom ersten Viertel spielen? Selbes Problem: bereits ermüdet, soll dann wieder in die Intensität -> enormer Verletzungsrisiko.


    Klar, ich stimme euch voll zu, Spielzeit ist Key in dem Alter, aber auf Biegen und Brechen nicht zu erreichen, da muss es andere Lösungen geben.

    Sonst geht es halt immer so weiter. Irgendwie immer so weiter machen ist sicherlich der Standardfall

    Das ist tatsächlich das Motto bei mir im Verein.
    Ich finde es tatsächlich schade, weil wir ein super geiles Gelände haben, mit 2 Kunstrasenplätzen 1 Rasenplatz und ein Rasenplatz für Junioren.

    Ich hatte da einige Gespräche mit den Verantwortlichen in meinem Verein aber die stellen sich stur. "nicht umsetzbar" "nötige konsequenzen, wenn wer nicht mit zieht, kann man sich nicht leisten" und "wir sind ein breitensportverein"...
    Ich hab es aufgegeben und wegen einem sehr guten angebot entschieden im Sommer zu wechseln. Ab dann bin ich bei einem Verein der mit meinen persönlichen Ambitionen gut zusammen passt.

    Denkt ihr es ist wichtiger ein gutes Konzept zu haben oder gute Trainer?

    Ich nehme einfach mal deine Frage als Ausgangspunkt, beziehe mich aber auf alles.

    Vorab: Ich glaube Konzept =/= Konzept. Es gibt da so viele Gestaltungsmöglichkeiten, und viele Konzepte die ich im Internet gefunden habe sehen wie folgt aus: Vorab begründen die Ihre Ziele im Verein "Wollen Spieler an den Aktivenbereich heranführen". Darauf folgen Verhaltensregelns für Spieler, Trainer und Eltern und dann wird grob gesagt, wie das Training in den Altersklassen aussehen sollte. Dabei wird oft die Ausbildungsphilosophie des DFB kopiert und darauf mit Grafiken verwiesen.


    Und dann gibt es Konzepte von Leistungsvereinen, die gehen weiter, schreiben fest, wie man Fußball spielen will etc.


    Ersteres genanntes kommt für mich auch eher wie Leilinien vor. Eine grobe Richtung, in die gearbeitet werden soll, UND Damit verbunden die Gewissheit für folgende Trainer, welche Grundsteine gelegt worden sind.

    Und das ist für mich als Trainer doch auch wichtig?! Wenn ich zu einem Verein wechsel als Trainer will ich ja auch eine gute Infrastruktur, wenn ich eine Mansnchaft übernehme würde ich auch gerne wissen, was die schon können. Klar bekomme ich diese Eindrücke auch so, aber es geht ja schneller und reibungsloser, wenn man da auf bestimmte Punkte sich verlassen kann.

    Ich glaube, für einen Verein, der zukunftsorientiert arbeiten will, ist beides nötig.

    Und je nachdem was die genauen Ziele sind, ist das eine nötiger als das andere. Wenn man nur auf die einzelne Entwicklung der Spieler achtet, kümmert man sich mehr um gute Trainer. Wenn man aber ein gesundes Vereinsklima und eine dienliche Entwicklung der Spieler forciert, so versucht man ein gutes Konzept auch umzusetzen.

    Kann ich für den Spieltag vorab den "groben Kader" benennen? Mich interessiert z.B. nicht, ob Kind X überhaupt Zeit hat, da ich Kind X gar nicht an dem Spieltag einsetzen möchte?

    Hintergrund ist, dass wir 20 Kinder der älteren F-Jugend in einem Team (ja, zu viele...) haben und aufgrund der aktuellen stark unterschiedlichen Spielfähigkeit die Kinder gerne gegen gleichstarke Gegner einsetzen.

    Du hast als Trainer die Möglichkeit für die Spieler abzustimmen und auch mittels eines "X" diese nicht zu nominieren. Dadurch können diese meines Wissens nach nicht mehr abstimmen.

    Also den Strafenkatalog bei Spieler+ kann man manuell erweitern. Wir bei den Herren nutzen den um disziplinar Strafen zu überwachen (Verspätung, vergessene Absagen, etc).
    Ich finde das im Senioren Bereich auch angemessen und durch die Geldstrafen füllt sich auch ein wenig die Mannschaftskasse wovon am Ende jeder was hat.


    Bei Junioren würde ich aber auf Geldstrafen verzichten. Ab D oder C Jugend kann man aber Disziplin schon ein wenig damit einfordern, meiner Meinung nach, aber zur ursprünglichen Frage:


    Bei Bambinis oder F Jugend ist so ein Verhalten echt daneben. Ich würde mit dem Trainer sprechen und ggf. den Verein informieren.

    Oder ist es nicht der Ausgangspunkt für taktisches Verhalten/Fähigkeiten?

    Um Taktik trainieren zu können, bedarf es einer gewissen Grundlagentechnik und Koordination (lernt man am 1. Tag der C-Lizenz Ausbildung).

    Und was auch eigentlich von ein guten Ausbilder den Trainern gelehrt wird: Ball*ANnahme* ist völlig aus der Mode. Der Fokus sollte auf Ball*MITnahme* gelegt werden. Immer wieder Anschlussaktionen. `Ich will den Ball und damit was machen`


    Ich glaube wir haben eine ähnliche Philosophie ;)

    Wenn du so davon überzeugt bist, dann mach es.

    Ich halte es für falsch im Kinderfußball taktische Elemente gezielt zu trainieren/zu schulen. Ich stehe was das angeht, voll und ganz hinter der Entwicklungstabelle vom DFB mit dem Zusatz, dass in Einzelfällen einzelne Spieler etwas weiter angesehen werden können. Sonst geht es meiner Meinung nach einzig und allein eine saubere Grundlagentechnik (auch mit Beidfüßigkeit) zu trainieren und auch Koordinationsaspekte anzusprechen.


    Die Kids sollten selber spielen lernen, eigene Erfahrungen machen ohne ständig taktische Elemente von außen erzählt zu bekommen. Lasst die Kids selber spielen, lasst sie für sich selber heraus finden, dass vllt mal ein Doppelpass besser ist als ein Dribling, oder auch andersherum. Im Kinderfußball sollten die Spieler so viele eigenständige Erfahrungen machen wie es geht, da seh ich schon dein Unterbrechen im Trainingsspiel als falsch.
    Ich wette mit dir, dass deine Kids etliche technische Punkte mit fehlern ausführen. oder koordinationsaspekte nicht oft trainiert werden (und koordination ist mehr als nur eine koordiantionsleiter)


    Und mein letzter Punkt zum Thema Video-Analyse, dann habe ich alles dazu gesagt und will mich nicht wiederholen:

    Es hat ein Grund wieso Leistungsvereine in der E und teilweise auch noch nicht in der D-Jugend keine Filmaufnahmen vom trainings oder von den Spielen machen, weil es etliche Punkte in dem Alter gibt, die wichtiger sind, als Punkte die man mittels Video-Analyse ansprechen könnte. Und kenne es auch nicht aus dem Ausland, dass sowas gemacht wird, da liegt der Fokus auch vermehrt auf technische Punkte als auf Gruppen- oder Mannschaftstaktik

    Im Gegenteil legt der DFB ja gerade viel Wert auf die Demonstrationsfähigkeit.

    Frag doch mal beim DFB an, wie die dazu stehen bezüglich Video-Analyse im Kinderfußball(!!).
    Kinder lernen am Besten durch selber machen oder selber zu versuchen zu erklären. Im Kinderfußball geht um die Grundlagentechnik, um diese zu trainieren braucht man keine Videos.


    Was Deinen letzten Satz angeht: Ich habe schon den einen oder anderen Lizenzlehrgang hinter mir, aber ich habe ehrlich gesagt noch nie gehört, dass es bei Kindern keine Kopplung zwischen sehen und handeln gibt.

    Hierbei ging es mir um die taktischen Elemente. Kinder haben kein Verständnis für die Räume auf dem Feld etc, die nehmen das nicht wie erwachsene wahr. Wieso glaubst du wohl, dass alle immer auf einen Haufen laufen und trotz unzähliger Kommandos, dass sie sich mehr verteilen sollen, trotzdem auf einem haufen laufen?



    Der Themenersteller hier impliziert meines Erachtens nach, dass er taktische Elemente in den Videos schulen möchte und das ist schlichtweg zu viel im Kinderfußball.
    Der Themenersteller hat bei der Video-Analyse ursprünglich gefragt, dass er glaubt, dass er Lösungswege etc so besser zeigen kann. Da kann es doch nur um taktische Elemente gehen.


    Im Kinderfußball geht es ausschließlich um die Technik und nicht um taktische Inhalte. Wer als F-Jugend Trainer mit einer Taktiktafel und Videomaterial rum läuft, sorry, aber da ist man fehl am platz...


    Und ja, Kinder können durch sehen von bestimmten Handlungen diese kopieren, so lernen sie auch das reden, so erlnen sie die ersten pässe, so lernen sie das schreiben. Aber da geht es einzig und allein um technische Fähigkeiten.

    Und wenn es der Trainer auf dem Feld anspricht, können sie es auch nicht. Es muss eingeübt werden - am besten mit Spielformen.


    Taktik (Gruppen- und Mannschaftstaktik) ist kein Schwerpunkt im Kinderfußball (G - E-Jugend) und somit auch nicht beim Video.


    Koordination, Finten, Tricks usw. kann ich mir gut vorstellen. Den Jubel von Ronaldo lernen sie auch vom Video, warum sollen sie dann einen Trick nicht lernen? Und der Profifußballer macht ihn meistens auch noch besser als der eigene Trainer vor.

    Nichts anderes habe ich gesagt :)

    Tricks kann man da gerne mal zeigen, aber auch in maße