Hallo André,
du schreibst, dass du in Kürze eine Pause einlegst. Dann biete dich doch einfach für den Posten des Juniorenkoordinators im unteren Jugendbereich in deinem Verein an. Mach den Leuten in einer großen Versammlung klar, welche Aufgaben du übernehmen wirst und dass du vor allem durch Beobachtung und vielleicht sogar Sichtungstrainings versuchst, die Mannschaften leistungsgerecht einzuteilen - dass man das nicht ganz allein regeln kann, sollte klar sein, aber du gibst die Empfehlungen, entschieden wird dann am runden Tisch.
Viel Erfolg dabei.
Gruß
Sven
Beiträge von everysingleday
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Zum Thema Gewicht der Bälle: Am Anfang der Saison bekamen wir von Vereinsseite aus schwere 5er-Bälle zugeteilt - und das als E-Jugend... natürlich war ich damit nicht zufrieden, und selbst der Trainer unserer 1. Herrenmannschaft gab mir zu verstehen, dass es den Kindern schadet, wenn sie mit solch schweren Bällen trainieren - er meinte, dass sich durch die unnatürlichen Bewegungen der ganze Rumpf verzerren kann und somit Langzeitschäden entstehen können - der Mann hat seit kurzem die B-Lizenz, sein Wissen ist also aktuell.
Daraufhin hab ich dem Verein mitgeteilt, dass ich kindgerechte Bälle fordere. Diese bekam ich aber nicht, darum hab ich mir selbst welche besorgt - 100 € musste ich hinblättern, die mir natürlich niemand ersetzt, aber nun hab ich ein reines Gewissen und das Training ist zudem effektiver.
Gruß
Sven -
Ich kann dir leider nichts über eine D-Jugend oder andere Altersklasse im Jugendbereich berichten. Dennoch möchte ich mich zu diesem Thema einbringen, weil es meiner Meinung nach nicht unbedingt davon abhängig ist, ob es sich um Kinder oder Erwachsene handelt.
Ich klagte zu Beginn der Saison über Knieprobleme, welche sich wahrscheinlich darauf zurückführen lassen, dass ich viel mit meinem schwächeren linken Fuß geschossen habe - genau genommen führte ich Flanken aus, wobei mir aufgefallen ist, dass ich das Bein zu stark durchstrecke. Zuhause spürte ich dann immer einen dumpfen Schmerz im Bereich der Kniescheibe. Nach einigen Wochen des Muskelaufbaus im Bereich des Knies hatte ich dann aber keinerlei Probleme mehr. Daher mein Umkehrschluss: Da Kinder im D-Jugend-Alter noch keine ausgeprägte Muskulatur besitzen, die das Knie stabilisiert, könnte es daran liegen, dass die Kids deshalb an Knieschmerzen leiden, weil sie das Bein zu stark durchstecken - in fast jedem Video zum Techniktraining wird ausdrücklich darauf hin gewiesen, dass man auch das Schussbein leicht anwinkeln und nie voll durchstrecken soll.
Gruß
Sven -
Bei mir ist das Training der Beidfüßigkeit auch elementarer Bestandteil des Trainings. Anfänglich haben sich die Kinder massiv dagegen gesträubt, aber das ist Vergangenheit. Erfolge lassen sich im Spiel sehr schnell erkennen. Gerade in Zweikampfsituationen haben meine Spieler einen großen Vorteil, weil es ihnen egal sein kann, auf welcher Seite sich der Ball befindet - sie können den Ball ja mit Innen- und Außenseite beider Füße kontrollieren (auch mit der Sohle).
Ich persönlich war auch bis zu meinem 22. Lebensjahr ein reiner Rechtsfuß. Irgendwann kam mir der Gedanke, es einfach mal mit dem linken zu probieren und seitdem trainierte ich diesen. Es ist nie zu spät, den schwachen Fuß zu verbessern, und vor allem ist es auch okay, erst in der C-Jugend damit zu beginnen - meiner Meinung nach hast du noch genug Zeit, und wie schon meine Vorredner meinten: die B-Jugend ist das 2. goldene Lernalter, da sollte man den schwachen Fuß gezielt trainieren.
Gruß
Sven -
Hallo!
Ich finde die Idee mit dem Tausch während des Spiels super - genau darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht und werde dies demnächst mal ausprobieren. Und was die Eltern dazu sagen, solltest du getrost ignorieren, denn es geht letztendlich um den langfristigen Erfolg und dieser ist nur mit flexibel einsetzbaren Spielern gegeben. Aufgrund der Abschaffung der Kreisliga in eurem Landkreis hast du auch keinen Erfolgsdruck und kannst eine Menge ausprobieren - man muss den Eltern ständig erneut klar machen, dass es darum geht, dass sich alle Spieler weiterentwickeln müssen und nicht nur der Kern der Mannschaft.
Bei mir ist es komischerweise auch so, dass die Abwehrspieler öfter krank werden, von daher muss man rechtzeitig für Ersatz sorgen - Ersatz für die Abwehr gibts aber nur dann, wenn die in Frage kommenden Jungen desöfteren in der Abwehr gespielt haben, damit diese zumindest eine gewisse Grunderfahrung sammeln konnten.
Gruß
Sven -
Hallo!
Ich kann deinen Frust sehr gut nachempfinden, weil auch ich habe solch einen Spieler. Im Trainingsspiel kann der Junge ein Spiel allein entscheiden, so stark ist er am Ball. Spielt er aber gegen eine gegnerische Mannschaft, dann geht plötzlich gar nichts mehr und er investiert überhaupt nichts ins Spiel, sondern man muss ihm ständig zurufen, dass er sich gefälligst bewegen soll. Falls jemand da einen Tipp hat, wie man dem Jungen Beine machen kann, dann immer her damit
Anderenfalls sehe ich da nur einen Weg: Geduld...
Gruß
Sven -
Zitat:
Chris schrieb am 22.04.2008 11:39
Es ist doch viel rentabler, wenn ich sage, dass ich GAR KEINE Jugend ausbilde, spare also die Summe Y ein, und nehme einfach Jugendspieler anderere Vereine, und zahle ihnen die Summe Z, die ich ja sowieso auch an meine Jugendspieler zahlen muss.
Die Sache ist nicht so einfach, wie du sie darstellst. Es gibt in unserem Landesverband (Sachsen-Anhalt) für Mannschaften, die mindestens auf Verbandsebene (ab Landesklasse) spielen, die Pflicht, eine eigene Jugendabteilung bzw. Jugendspielgemeinschaft zu unterhalten. Würden diese Vereine dies nicht tun, dann würden sie automatisch in die höchste Spielklasse auf Kreisebene zwangsabsteigen. Von daher kann man sich das nicht aussuchen, ob man Jugendspieler ausbildet oder nicht - und ich find das gut so.
Gruß
Sven -
Hallo!
Lass dich da nicht beirren - auch ich habe das mal durchmachen müssen. Es war überhaupt nicht möglich, die Kinder zusammenzuhalten oder zu beruhigen, die haben gemacht, was sie wollten - das schlimmste an dem Ganzen ist, dass die Eltern plötzlich komisch gucken und manche sogar der Meinung sind, man könne mit den Kindern nicht richtig umgehen. Fast 2 Jahre nach dieser Situation erkenne ich, dass es bei den jetzigen Bambinis ähnlich ist. Von daher würde ich sagen: nimm es hin, wie es ist und freue dich auf die Zeit, wenn die Kinder etwas älter geworden sind. Es ist normal.
Gruß
Sven -
Zitat:
Hattabi schrieb am 18.02.2008 10:20
Du machst das absolut richtig, wenn Du Deine Kinder auf unterschiedlichen Positionen einsetzt. Das bringt jeden Spieler nur weiter.
Genau so ist es - aber das große Thema in diesem Zusammenhang sind doch einzig und allein die Eltern der Kinder, denn dass es gut für die Kinder ist, auf verschiedenen Positionen eingesetzt zu werden, da sind wir uns sicherlich einig. Am Anfang der Saison habe ich auch ständig umgestellt und wir haben hoch verloren - für mich war das nie ein Problem, aber hinten rum gab es massig negative Elternmeinungen, mir wurde dies dann alles von meinen Co-Trainern berichtet - nicht gerade eine angenehme Situation. Ich denke, dass man da einen Mittelweg finden sollte, einen gewissen Stamm sollte es schon in der Mannschaft geben, sonst wird es wirklich sehr schwer, auch mal zu gewinnen - und gewinnen will jeder mal.
Gruß
Sven -
Zitat:
Chris schrieb am 13.02.2008 10:41
Willst du eine andere Mannschaft machen? Oder hörst du ganz auf?Zitat:
Pfosten schrieb am 12.02.2008 22:06
Also ich werde keine neue Mannschaft übernehmen, weil ich auch in etwa 1 1/2 Jahren mit meinem Studium fertig werde...
Chris: Ab und zu mal richtig lesen
So nun zum Thema: Also ich finde es gut, dass du die Mannschaft nach 5 Jahren abgeben möchtest. Wenn ich die ganze Sache für mich so durchdenke, dann werde ich wahrscheinlich noch nicht mal 5 Jahre bei meiner jetzigen Truppe bleiben, auch wenn ich das vor ein paar Monaten noch anders sah - du hast recht, dass man sich als Trainer abnutzt und auch die Spieler brauchen eine gewisse Abwechslung. 2 bis 3 Jahre mit einer Mannschaft reichen vollkommen aus, wichtig ist nur, dass man einen fähigen Nachfolger findet - viel Erfolg dabei.
Gruß
Sven -
Im Normalfall habe ich zwei Co-Trainer, die mir zur Seite stehen. Verantwortlich sind diese vor allem für die gemeinsame Durchführung des Trainings. Da ich sehr gern in kleine Gruppen aufteile, weil das den Kindern ein sehr effektives Training bietet, haben wir somit einen viel besseren Überblick über die Situation und können effizient korrigieren und die Kinder auf die richtige Ausführung hinweisen.
Bei den Spielen brauche ich nur einen Co-Trainer, der sich dann zunächst mal mit dem Aufwärmen des Torhüters beschäftigt, das Aufwärmen der Feldspieler übernehme ich selbst. Zum anderen sprechen wir vor dem Spiel gemeinsam die Aufstellung ab.
Die Kinder wissen, dass ich der Chef-Trainer bin und darüber entscheide, wer mit zum Spiel kommt und wer aus- bzw. eingewechselt wird.
Gruß
Sven -
Genau das ist mir auch schon aufgefallen, es gibt viel zu viele Mannschaften, die selbst keine spielerischen Akzente setzen können, sondern immer nur versuchen, das Spiel des Gegners zu zerstören und dann zu kontern. Von daher sollte der Schwerpunkt im Training bei spielerischen und technisch orientierten Inhalten liegen - ohne Zweikampftraining wird man sicher aber auch nicht auskommen, zumindest sollte der offensive Zweikampf intensiv geschult werden, denn was bringt einem das größte Repertoire an technischen Fertigkeiten, wenn man diese nicht effektiv im Spiel einsetzen kann, weil man nicht weiß, wie man sich gekonnt gegen einen Gegenspieler durchsetzt.
Gruß
Sven -
Hallo!
Auch ich habe einen technisch begabten und spielintelligenten Spieler in meiner Mannschaft, der gleichaltrigen jedoch körperlich unterlegen ist. In den Spielen muss er sich zudem gegen ältere durchsetzen, die weitaus größer als er sind, weil er zum jüngeren E-Jugend-Jahrgang zählt. Der Junge hat anfangs nicht einen einzigen Zweikampf gewinnen können. Nach einigen Wochen wurde er aber besser und setzt jetzt sehr geschickt seinen Körper ein - das Zweikampftraining (in diesem Alter reicht ein 1-gegen-1 vollkommen aus) hat sich als die richtige Wahl herausgestellt. Welche Übungen da am besten sind, muss jeder für sich selbst entscheiden, ich verwende da vorallem meine eigenen Kreationen, weil diese auf meine Spieler zugeschnitten sind (schließlich kenne ich die Stärken und Schwächen meiner Jungs). Es gibt aber genug Info-Material im Internet zum Zweikampftraining zu finden - einfach mal bei soccerdrills.de nachschauen
Geduld musst du aber schon mitbringen, nicht jedes Kind entwickelt sich rasend schnell - manche brauchen eine gewisse Zeit, bis sie das Gelernte auch im Spiel anwenden, liegt meines Erachtens nicht zuletzt auch an der sogenannten "Spielblockade", soll heißen: nicht alles, was im Training super funktioniert, wird auch sofort im Wettspiel angewandt.
Gruß
Sven -
Zitat:
Chris schrieb am 25.01.2008 21:30
Der durchscnittliche Kicker fängt heute mit 5 oder 6 an, nun sind deine 8 Jahre alt. Ich denke, da ihr die einzige Mannschaft seid (1er), spielt ihr in der Regel gegen 97er? Das heißt, dass die ein Jahr mehr Erfahrung und Wachstum haben. Hört sich erst mal nicht so schlimm an, wenn du es aber prozentual siehst: Deine haben ca 33 % weniger Fußballerfahrung, als die ein Jahr älteren Gegner - das macht erst mal einiges aus.
Diesen Vergleich kann man so nicht stehen lassen, denn meine Truppe spielt noch nicht mal ein halbes Jahr aktiv im Verein - ich habe gerademal 2 Spieler, die über langjährige Erfahrung verfügen (der eine 97er, der andere 98er), alle anderen spielen erst seit Beginn dieser Saison aktiv Fußball, manche von ihnen kamen sogar erst während der Saison zu uns (und haben zuvor nicht in einem anderen Verein gespielt). Es kommt meines Erachtens viel mehr darauf an, ob man die richtigen Trainingsinhalte wählt, durch die sich die Kinder am besten weiterentwickeln - ich wiederhole noch mal: man muss die Kinder richtig fordern!Zitat:
everysingleday:
Ich hoffe du verstehst das nicht als Angriff, aber ich würde gerne wissen, was du meinst, mit den Läufen zu erreichen. Sie sind überflüssig, da du alles, was du mit ihnen erreichst, definitiv auch mit Ball erreichen könntest. Dauerläufe gehören nicht ins Fußballtraining, egal in welchem Alter, ich kann sie eigentlich nur als ABWECHSLUNG in einem Profitraining oder bei einer ersten Mannschaft akzeptieren, die vier bis fünf Mal die Woche trainiert.
Ich hatte mit einem solchen Kommentar natürlich gerechnet (komisch, dass er erst jetzt kam). Wenn ich den "Ausdauerlauf" mit Ball trainieren würde, dann könnte es einen Nachteil geben: Es unterstützt meiner Meinung nach die Kinder in ihrer natürlichen Eigensinnigkeit (ICH -> BALL -> ICH mit BALL laufen, Mitspieler gibt's nicht aufm Spielfeld *Ironie*) - wir haben in den vergangenen Monaten intensiv am Zusammenspiel gearbeitet, ich habe die Bedenken, dass mir das alles kaputt machen könnte. Daher laufen wir ohne Ball.Zitat:
Damit wir nicht aneinander vorbeireden - was meinst du mit Grundsportlichkeit? Grundlagenausdauer, oder eine gewisse sportliche Vielseitigkeit?
Sportlichkeit beudetet für mich das Gesamtbild aus läuferischen und koordinativen Fähigkeiten - was bringt mir ein Kind, dass koordinativ top ist, aber das nach 20 Minuten ausgewechselt werden muss, weil es keine Ausdauer hat, ihm sozusagen die Puste fehlt. Nicht nur die eine Sache muss passen, auch die andere.
Gruß
Sven -
Zitat:
siebener schrieb am 25.01.2008 09:42
1000 m läufe bei 98er? bin ich nicht gerade der freund von. ich lasse meine d-jugend gar nicht laufen sondern führe bei jedem training intensive kurze lauf- und koordinationseinheiten durch
Auch ich habe zuerst die kurzen Läufe mit koordinativem Schwerpunkt gewählt, bei einigen Kindern konnte man auch große Fortschritte erkennen - dennoch hat es was die Mannschaft betrifft insgesamt nicht den Effekt gebracht, den ich jetzt wie gesagt bei den 1000m-Läufen beobachten kann. Meine Mannschaft besteht zu etwa gleichen Teilen aus 97er, 98er und 99er - es hat sich noch keiner beschwert wegen dem Laufen, eher im Gegenteil: die Jungs berichten mir immer glücklich, was für gute Noten sie in Sport bekommen (2en und 1en) - beim Ausdauerlauf (dritte Klasse: poplige 800 Meter nach Zeit) haben sie alle eine 1 bekommen
Wir Übungsleiter sind schließlich auch als Sportlehrer gefragt, das vergessen einige Kollegen desöfteren - ohne eine gewisse Grundsportlichkeit, die heutzutage nicht mehr üblich ist, wird man auch kein großartiger Fußballer. -
Zitat:
tito1978 schrieb am 24.01.2008 15:00
Ich werde Sie beim nächsten Training nur Passübungen üben lassen. Passen - stoppen und das 90 Minuten lang, weil so kann es nicht weitergehen.
Passübungen eine gesamte Trainingseinheit über finde ich in Ordnung, aber bitte nicht nur "Passen-Annehmen-Passen" - lass die Jungs auf jeden Fall auch ausgiebig Direktpässe spielen. Und vor allem sollten es Übungen zum Passspiel sein, bei denen sich die Kinder bewegen müssen, denn stupider Standfußball bringt dich keinesfalls weiter.Zitat:
Jetzt wechselt sogar mein vermeintlich Bester zu einem anderen Verein. Das wäre dann schon der 6 innerhalb 1,5 Jahren.
Selbst wenn dir der 6te Spieler weggebrochen ist, hast du doch dennoch genug andere, sonst hättest du sicherlich schon geschrieben, dass du einen Spielermangel hast. Ich wage zu behaupten, dass man innerhalb von 1,5 Jahren auch den Rest der Kinder zu einer Mannschaft formen kann, selbst dann wenn 6 Kinder die Mannschaft verlassen.Zitat:
Ich versuch die Jungs zu motivieren, Ihnen zu erklären, dass es einfach Zeit in Anspruch nimmt, bis wir eine Mannschaft sind, und dass jeder durchbeissen sollte, nur ich verstehe es auch, wenn Eltern und Kinder einfach sagen sie wollen nicht mehr mit uns spielen.
Nein, ich verstehe die Eltern und Kinder nicht, die da angeblich nicht mehr mit euch spielen wollen - irgendwas scheint bei euch verkehrt zu laufen. Sicherlich hat man bei häufigen Niederlagen einen Erklärungsbedarf, aber wenn man ordentlich darüber spricht, dann sollte es nicht zu einer solchen Situation kommen.Zitat:
Mein Training ist Abwechslungsreich, ich baue Spiele ein, wir gehen gemeinsam ins Kino, ich schau dass Sie spass haben. Derzeit tue ich nichts anderes als Passübungen, Ballmitnahme freispielen zu trainieren.
Bei den Passübungen gehe ich ja noch mit, aber bei Ballmitnahme und Freispielen habe ich eine ganz andere Auffassung. Meiner Meinung nach gehört das intensive Training der Ballmitnahme in den Bereich der D-Jugend und das intensive Training des Freilaufens in den Bereich der C-Jugend; was meinst du eigentlich mit Freispielen?Zitat:
Eltern kommen zu mir und sagen, dass meine Spieler keine Kondition haben, Sie verlangen von mir, dass ich mit ihnen Laufen gehen soll, nur ist das Kindergerecht in diesem Alter.
Meiner Meinung nach haben die Eltern vollkommen recht. Aber es geht nicht so sehr um das Konditionstraining wie man es vom Herrentraining kennt, sondern darum, ein Spiel mit voller Power durchzuhalten. Die Kinder müssen sportlich - und dazu gehört eben auch die Ausdauer - genug sein, um ein Spiel lang zu fighten, dem Gegner den Ball abzulaufen, sich bei Angriffen schnell mit vorn einzuschalten, etc.
Ich mach das immer so (zumindest in den kühlen Monaten): Am Anfang einer jeden Trainingseinheit laufen wir gemeinsam (ja, auch ich) 4 Runden à 250 Meter (also 1km) und das nicht im Schneckentempo, sondern relativ zügig. Zwischendurch ruf ich den lahmen Enten zu, dass sie mal einen Gang höher schalten sollen. Danach wird zur Erholung der Ball jongliert und es werden paarweise Pässe gespielt - das ganze ca. 10 Minuten, dann sind die Kinder wieder ausgeruht genug, um mit dem eigentlichen Training fortzufahren. Seit ich das so handhabe haben wir uns in den Spielen mächtig gesteigert.
Laufen ist aber nur die eine Sache: die andere ist das Zweikampfverhalten - gerade ab der E-Jugend ist es wichtig, diese Sache nicht zu vernachlässigen. Darum überleg dir anspruchsvolle Aufgaben zum Zweikampfverhalten oder lad dir welche aus dem Internet und fordere deine Kinder, sie werden es dir danken.
Ein letzter Punkt noch: Hast du wenigstens einen oder vielleicht sogar zwei torgefährliche Spieler? Denn wenn nicht, dann kommst du um ein intensives Torschusstraining (Achtung: wettkampfnah!) nicht drum herum. Das bedeutet: ihr habt eine Menge zu tun, wenn ihr besser werden wollt. Und wer besser werden soll, den muss man auch mal richtig fordern.
Gruß
Sven -
Das ist ein Thema, mit welchem ich mich schon seit über einem Jahr gedanklich auseinander setze - leider. Auch ich habe einen Jungen, der kann richtig gut Fußball spielen und hat einen kräftigen präzisen Schuss - nur leider hat er arge Gewichtsprobleme, was nicht heißen soll, dass er langsam ist, sondern dass er einfach nicht lange genug powern kann, er wird eben schnell "müde" und muss ausgewechselt werden - das ist natürlich sehr schade, sowohl für mich als auch für ihn persönlich. Der Junge bewegt sich sehr viel, ich habe wirklich keine Ahnung, warum er so dick ist. Beim Training gibt er hundert Prozent, wenn man ihn dazu auffordert. Der Junge kann einem wirklich leid tun, aus dem könnte mal ein richtig großer werden, wenn er nicht in diesem Körper gefangen wäre. Letztendlich kann man nur hoffen, dass sich bei ihm körperlich in den nächsten Jahren noch was ins Positive wendet, aber an der Situation momentan lässt sich nichts ändern - das sollte man so akzeptieren, denn Elterngespräche wurden bereits geführt.
Abschließend kann ich nur eines sagen: An dem einen übergewichtigen Jungen liegt es definitiv nicht, dass ihr eure Spiele verliert - da muss sich die gesamte Mannschaft steigern. Am besten analysierst du mal, woran es konkret liegt - vielleicht fehlt den Jungs das Durchsetzungsvermögen im Zweikampf, die Übersicht im Spiel oder es fehlt womöglich an einem sauberen bzw. genauen Passspiel (?).
Bei meiner Mannschaft lag es jedenfalls am fehlenden Durchsetzungsvermögen in den Zweikämpfen und am Torabschluss.
Gruß
Sven -
Das ganze ist sicherlich nicht einfach zu entscheiden. Ich kann hier nur schreiben, was mir durch den Kopf gehen würde, wenn ich in solch einer Situation wäre. Grundlegend ist dabei, dass ich mich meinem jetzigen Verein sehr verbunden fühle, zumal das Trainingsgelände direkt vor der Haustür liegt
Das Klima in dem Verein, zu dem ich gehöre, ist einfach grandios, man kann sich kein besseres vorstellen. Schon aufgrund dieser Tatsache würde ich in jedem Fall eher zum Bleiben tendieren. Es kommt meines Erachtens am ehesten darauf an, ob du dich in deinem jetzigen Verein wohl fühlst. Die andere Sache mit der Perspektive ist eine schwierige Frage - wie ich glaube ich richtig gelesen habe, spielt die Mannschaft des anderen Vereins in derselben Liga, wenn auch weiter oben in der Tabelle - das wäre für mich kein Grund für einen Wechsel. Wenn mich jemand zu einem Wechsel bewegen will, dann muss er schon mindestens eine Spielklasse höher spielen oder mir eine Mannschaft mit entsprechendem Spielerpotential bieten können. Selbst wenn das gegeben wäre, würde ich mir die Mannschaft und den Verein erstmal genauer anschauen - eine Entscheidung von heute auf morgen wäre definitiv nicht in meinem Interesse, zuerst möchte ich das neue Tätigkeitsumfeld kennenlernen.
Letztlich kann man nur sagen: Die Entscheidung können wir dir nicht abnehmen, die musst du schon allein treffen.
Gruß
Sven -
Zitat:
ballungeheuer schrieb am 13.01.2008 20:37
mir ist klar, dass die mädels mittendrin noch einmal eine angstphase bekommen, welche eigentlich schon weg war. dies dürfte aber nichts mit der eigentlichen situation zu tun haben oder? liegt eher an der pubertät. da wird nun mal nicht mehr jeder ball mit der brust angenommen. das ist klar und verständlich.
Genauso ist es. Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren sind nicht einfach, weil sich 1. ihr Körper verändert und sie 2. im sogenannten Zickenalter stecken und weils so schön ist 3. sie Interesse an Jungen entwickeln. Ich kann davon ein Lied singen, weil ich im pädagogischen Bereich arbeite und mit Mädchen in diesem Alter derzeit viel zu tun habe. Dass der Fußball dann auch mal in den Hintergrund rückt, ist was ganz normales. Jungs kommen dagegen erst ca. 2 bis 4 Jahre später in das "Zickenalter", deswegen sind sie in der D-Jugend nicht auffällig.
Gruß
Sven -
Zitat:
ballungeheuer schrieb am 13.01.2008 16:28
hallo. die 4 mädels sind im d jugend-alter, 1 im e- jugend-alter, genau wie die jungs.
Dann würd ich mal sagen, dass das mit den plötzlichen Lernfortschritten eine ganz einfache Sache ist: die Kinder befinden sich im sogenannten "Goldenen Lernalter". Selbst bei einer E-Jugend vom älteren Jahrgang kann man plötzliche rasante Fortschritte erkennen - man mag es manchmal einfach nicht glauben, aber von heute auf morgen erkennt man den ein oder anderen kaum mehr wieder. Dass das auch in umgekehrter Richtung der Fall sein kann (subjektiv empfundene Verschlechterung), ist nichts ungewöhnliches und hat so glaube ich nichts damit zu tun, ob es Jungs oder Mädels sind.
Gruß
Sven
