Beiträge von -Nils-

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    Das sind für mich klare Trainingsinhalte. Wieso muss ich Training im Wettkampfspiel machen?

    Zum Thema Funino habe ich eine differenzierte Meinung. Fußball besteht für mich aus:

    1 Ball
    2 Tore

    90 Minuten

    Jetzt gehen wir natürlich her und passen den Sport an die Kinder an, indem wir a) das Feld verkleinern, b) die Teamstärke verringern und c) die Spieldauer reduzieren. Es bleibt aber Fußball.

    Bei Funino geht es mir daher ein wenig zu weit mit den 4 Toren. Es ist sicherlich förderlich, und im Training ist das echt eine super Sache. Aber als Wettkampfform wird meines Erachtens der Grundgedanke zu sehr auf "Die Kinder sollen viele Tore schießen" gelegt. Zum Glück ist noch niemand auf die Idee gekommen, mal statt 4 Tore einfach 4 Bälle reinzuwerfen. Dann hätten wir auch viele Tore und noch mehr Kinder mit vielen Ballkontakten.

    Ich finde, es darf auch um etwas gehen. Die Kinder brauchen das natürlich noch nicht in der krassen Form, aber die Jugendlichen dürfen meines Erachtens durchaus die Erfahrung machen. Immerhin fiebern sie normalerweise auch ja mit ihrem Lieblingsverein mit und lernen das Gefühl in dieser Lebensphase auf jeden Fall kennen, es sei denn, sie sind Bayernfan. Die halbe Bundesliga spielt gegen den Abstieg. Das kennen sie, auch deswegen spielen sie Fußball, weil sie es im Fernsehen oder wo auch immer sehen.

    Es gibt keine Blockaden oder Druck durch schlechte Tabellenplätze.

    Wann sollen sie die Erfahrung dann machen? Im Erwachsenenbereich, wenn es dann darauf ankommt? Dann haben sie nicht gelernt, unter Druck zu spielen oder die Blockade zu lösen. Die Kinder haben den Druck vor dem Spiel doch eh wieder vergessen in einigen Wochen. Bei Kindern völlig ok, den Druck wegzulassen (ganz klar) aber irgendwann muss man vielleicht damit anfangen.

    Genau. Das war bei mir genauso. Das Training war der Hauptbeschäftigung, das Spiel natürlich dann mit entsprechendem Kribbeln etc., aber das Training war ja mind. 2 , oft auch 3 x 90-100 Minuten in der Woche. Das war viel häufiger als die 90 Minuten Sonntags. Als Torwart hatte man im Training ohnehin viel mehr vom Fußball.

    Tor zählte, Gegner gewinnt, wird zu 99% Kreismeister, weil er keine Punkte mehr abgeben wird und ich musste den Jungs erklären, dass wir weiterhin nicht mit Schiedsrichtern diskutieren, Fairplay vorleben und eigene Einwürfe, Ecken, Handspiele und sonst was beim Schiedsrichter melden, wenn er etwas übersehen hat.

    Ich gehe mit bei Fairplay vorleben. Aber Fouls, vorallem taktische Fouls gehören einfach zum Spiel und die Menschlichkeit des Schiedsrichters wird immer ein Faktor sein. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, immer fair, defensiv, rücksichtsvoll und friedlich zu bleiben. Natürlich grob Unsportliches, unfaires Verhalten oder Tätlichkeiten gehen natürlich gar nicht, aber das Nicht-Ausnutzen allgemeiner Fußballgegebenheiten wird am Ende immer dazu führen, eben NICHT Meister, Pokalsieger, Relegationssieger et.al. zu werden, sich dafür aber als "fairen Sportsmann" zu titulieren.
    Außerdem: Man sollte seine Emotionen auch auf dem Platz ausleben dürfen, solange gewisse Grenzen nicht überschritten werden. Fußball ist ja nicht steril.

    Meine Meinung dazu: A) Hummels grätscht rücksichtslos und fahrlässig in den Mann. B) Gefährdet er die Gesundheit des Spielers. Da es ja wohl offensichtlich ein Foul war, kommt hier besonders Punkt B ins Spiel, der in einer Roten Karte mündet. Fertig aus. Natürlich hat der Gegenspieler Glück, dass er nicht getroffen wird und die Show-Einlage gehört wegen Unsportlichkeit mit einer Gelben Karte sanktioniert, aber ein hartes Einsteigen Hummels war es trotzdem. Da reicht die erste Einstellung aus der Totalen, um das rotwürdige Foul zu erkennen. Nur weil er nicht getroffen hat, hat er nicht automatisch auch eine ernste Verletzung des Gegners nicht in Kauf genommen.

    Gleichzeitig aber auch, dass man nicht weiß wer zu den 10 Ungeimpften zählt (nur Spieler, mit Trainern, mit Zuschauern).

    Das ist ja wohl die dümmste Regel, die ich kenne. Selbst 2G ist mMn an Hohn nicht zu überbieten, aber die Regel "Alles erlaubt, aber höchstens 10 Ungeimpfte) klingt a) willkürlich und b) inkompetent, hat aber auch gar nichts mit irgendwelchen Zielen zu tun und wäre den deutschen Comedypreis wert, wenn es nicht in Wahrheit so traurig wäre.

    Ich halte es für völlig normal, dass ein älterer Jahrgang den jüngeren Jahrgang besiegt. Gerade die F-Junioren, die von den Bambini hochkommen, sind da stark betroffen. Nehmt euch als Ziel - und vermittelt das auch den Kindern - die Passgenauigkeit, oder das Dribbling und lobt die Kinder, wenn das im Spiel (0:10-Klatsche) gut geklappt hat. Das Ergebnis spielt keine Rolle, es geht um die Entwicklung. Kontrolliere im Spiel, ob das trainierte fruchtet.


    Bei den Bambini würde ich von der Gesamt-Trainingszeit höchstens etwa 1/3 in "reines" Technik-Training investieren, ansonsten die Kinder in kleinen Gruppen (1 gegen 1, 2 gegen 2) spielen lassen und natürlich am Ende 3 gegen 3. Dabei ist darauf zu achten, dass die starken Kinder gegen starke Kinder spielen und die schwächeren eben gegen schwächere.


    Bindet Geschichten mit ein (Ritter, Drache, Segelschiff, Marvel-Helden, Tiere, Kanonen, usw.), dann bleibt auch der Spaß bei den Techniksachen.

    Sollen ist immer gut. Je früher man damit anfängt, desto besser. Ich habe inzwischen zwei beidfüßige Spieler, die das erst seit Bambini erlernt haben. Sie haben mein Mantra angenommen und im Training immer wieder mit beiden Füßen probiert. Dafür gab es immer Lob, ob es geklappt hat oder nicht. Ich kann als Trainer nur animieren, wollen müssen es die Kinder selbst.

    Es sind nur Aktivitäten versichert, die satzungsgemäß durchgeführt werden. Alle Vereine verpflichten sich darin, die Satzungen und Ordnungen der übergeordneten Verbände, deren Mitglieder sie sind, anzuerkennen. Daraus leiten sich alle weiteren Ansprüche und Pflichten ab.

    Irgendwo muss ja der Verband auch gegenüber der Versicherung auftreten und deren AGB berücksichtigen. Sonst könnte ja jeder Verein machen, was er will.

    Ich lasse sie die ersten beiden Trainings an die Halle gewöhnen, indem ich sie einfach viel spielen lasse. Ansonsten und die Spiele mit Regeln, besonderen Toren oder Beschränkungen flexibel gestalte.


    Manchmal lasse ich auch viel Koordination miteinfließen, Dribblings-Parcours, sogar andere Sportarten mal.