Beiträge von let1612

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    Was sind eure Lieblingsgrafiken zum Thema Fußball?

    Meine ist die "Goldene Zone" - Artikel unter dfb-akademie.de


    Was sind eure Geheimtipps zu dem Thema?

    Meiner Marius Fischer bei twitter.com (@Gegenpressing91) - z.B. Lewandowski-Tore in dieser Saison; Tore von Karim Benzema in der Champions League; Assists von Messi beim FC Barcelona oder Modric bei Real


    Was nehmt ihr daraus für euer Training im Jugendbereich mit?

    Torschusstraining sollte mehr im 16er stattfinden als außerhalb. Auch die Assists dürfen/sollen ruhig im 16er sein oder aus der Mitte des Spielfeldes kommen.

    Ich bin da ganz bei Sir Alex - man muss sich das im Gesamtkontext ansehen (U17, 16, 14, evtl. sogar 13).


    Gerade wenn ich leistungsorientiert unterwegs bin, müssen die Spieler spielen um sich weiterzuentwickeln. Im Breitensportverein können es mehr Spieler sein, weil da mehr wert auf Soziales und langfristige Vereinsmitglieder geachtet wird und es für die Jungs auch nicht ganz so wichtig ist, ob sie spielen oder nicht.


    Und deshalb verstehe ich auch 20iger Kader pro Jahrgangsstufe nicht - das sind bei U17-14 immer 4*5 Spieler = 20 Spieler (bei 4 Einwechslungen und somit 15 am Spieltag eingesetzten Spieler), die am Spieltag nicht spielen - und dafür teilweise durch die gesamte Republik reisen.


    Charles De Goal : "kein Bock-Phasen, andere Interessen" - in einem leistungsorientierten Verein arbeite ich mit solchen Spielern in der U15 nicht mehr -> die werden ersetzt.


    Und zum Thema Positionen:

    "2010 kam er von Hertha BSC zum BVB. Dort war er zunächst ein eher wenig treffsicherer Stürmer, bevor ihn Lucien Favre als Rechtsverteidiger austestete. Jürgen Klopp übernahm diese Idee. Und Piszczek bewies in den Folgejahren, wie Recht seine Trainer mit dieser Einschätzung hatten." Quelle: kicker.de

    Ich könnte hier noch mehr Beispiele anführen - sogar Spieler, die erst in der C-Jugend ins Tor gewechselt sind (auch in NLZs).

    Constantin : das mit Corona habe ich verstanden und ist aus meiner Sicht gerade ein MUSS. Ich habe ja ähnliche Spiele in meinem Corona Training gemacht und ich habe festgestellt, dass das 3. Tor zu mehr Kommunikation bei den Verteidigern führt. Mit 2 Toren und 2 Verteidigern fühlt sich jeder automatisch für das auf seiner Seite verantwortlich und es braucht praktisch keine Kommunikation. Bei 3 Toren geht das nicht mehr so einfach und meine Spieler haben dann mehr kommuniziert - und das finde ich dann einen Vorteil für die Spieler.

    vangaalsnase : wie löst du bei deiner Form den Coronaabstand von 1,5m der beiden Verteidiger? Mit einem Quadrat oder Kreis in der Mitte? Oder mit 2 Hälften? Oder ist das dafür nicht vorgesehen?


    Die Tore unterbrechen den Spielfluss. Sind allerdings für manche Spieler auch ein Motivationsvorteil gegenüber einem Passpunkt. Und die Tore stehen manchmal im Weg, aber im Spiel stehen manchmal auch Gegenspieler im Weg - Tore könnten auch einen Zielspieler simulieren. Bin mal auf die Begründung von Charles De Goal gespannt.

    Bussfallgott : Ich habe meine Probleme in dem Alter (C-Jugend) mit technischem Detailcoaching. Die meisten sind da in der Pubertät (teilweise extremes Größenwachstum und damit einhergehend Proportionen, die nicht mehr so gut passen. Das harmonisiert sich danach wieder). Die hat Auswirkungen auf die Koordination (Stichwort: überschießende Bewegungen). Deshalb bin ich der Meinung, dass es in dem Alter andere Schwerpunkte gibt, die dem Entwicklungsstand der Jugendlichen gerechter werden.


    Constantin : Übung finde ich gut. Allerdings würde ich zu 3 Toren tendieren und die von dir positiv verkaufte Linie (Ballbesitzzone) finde ich negativ für ein normales Verhalten (v.a. mit der Coronaschutzzone)


    Charles De Goal : wie verhalten sich die Spieler bei dir in der Übung? Meine würden nur das Tor zustellen und keine Bewegung in Richtung Ballbesitzer machen. Verhinderst du das mit Punkte für Pässe bei den Äußeren?

    Sporting Lissabon (Portugal)

    "Einsatz", "Hingabe", "Leidenschaft" und "Ehre"

    "Den zentralen Spielern geben die Trainer eine begrenzte Zahl an Kontakten vor. Die Kontakte der Flügelspieler sind unbegrenzt, denn sie sollen die Chancen kreieren", erklärt Miranda.

    "Sie waren nie wütend, wenn du einen Fehlpass gespielt hast, sondern nur, wenn du dich respektlos verhalten hast", erinnert sich der englische Nationalspieler Eric Dier, der alleine in der Jugend neun Jahre für Sporting spielte. "In England coachen die Trainer beinahe das ganze Spiel, in Portugal lassen sie dich einfach machen - und dadurch lernst du."

    Quelle: kicker.de

    Auch eine interessante Geschichte bzw. Karriere: N'Golo Kante (FC Chelsea) - goal.com

    - fing mit 10 Jahren an Fußball im Verein zu spielen

    - Herrenbereich: zweite Mannschaft in der 6. Liga

    - Buchhalter

    - Größe: 1,68m (Geb. 29.03.1991)

    auch so kann man Fußball-Weltmeister und Englischer Meister werden.

    Hier mal ein Beispiel von Mainz 05 für ein Positionstraining: Positionstraining bei Mainz 05 :: DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V.

    Das geht sogar weiter als hier von Charles De Goal angesprochen - es gibt keine Zweikämpfe und keine Spielform. Die Spieler sollen "Kaltschnäutzigkeit" beim Torabschluss entwickeln.

    Meine Gedanken dazu:

    ST I: wie oft kommt im Spiel der Ball aus dieser Position?

    ST II: auch hier ist die Frage, wie oft kommt ein solcher Ball im Spiel vor? Noch dazu ohne Gegenspieler (wären da nicht wenigstens ein paar Dummys gut?)

    ST III: auch hier freie Schussbahn und ein Ball zum Verarbeiten, der höchstens mal bei einem Abpraller vorkommt (und da habe ich normal keine freie Schussbahn)

    ST IV: Reaktionsschnelligkeit und Orientierungsfähigkeit wird trainiert

    PK I und II: mehr Pässe als Torschüsse

    Und wenn ich dann noch das Coaching höre, dann frage ich mich, warum diese Trainingseinheit so durchgeführt wurde, wie sie beschrieben ist.

    Vielleicht hilft es an diesem Beispiel eines professionellen Trainers hierüber zu diskutieren.

    Ein Blick zu dfb.de - hier wird jeweils mit der Mannschaft trainiert.

    Der bfv.de hat es als Corona-Training.

    Im Breitensportbereich kann man aus meiner Sicht positionsspezifisches Training mit einfließen lassen, aber aus meiner Sicht nicht positionsspezifisch trainieren (d.h. Spieler auf Positionen festlegen).

    Ein Blick in "Jugendfußball" der FIFA und der Zuordnung der positionsspezifischen Ausbildung in Ausbildungsstufe 2 (16-18 Jahre) ist aus meiner Sicht im Leistungssportbereich immer noch ausreichend.

    "Dann wäre ich nicht Profi geworden. Ich war gerade in meiner Jugend ein ziemlicher Freigeist und ich glaube, das strenge, durchgetaktete und komplett auf Fußball ausgerichtete Leben in einem Internat wäre nicht das richtige für mich gewesen."

    Quelle und Auflösung

    Ich habe meine Abstandsübungen hier zusammengefasst. Vielleicht ist ja für den ein oder anderen etwas dabei (sind allerdings nicht auf 5 Spieler spezialisiert, weil es ja auch schon mal mit mehr und weniger erlaubt war).

    Mir gefällt der "analoge Footbonaut" am Besten, wenn ich ihn auf Zeit mache und am Schluss alle Bälle im Tor liegen müssen und dann die Zeit gestoppt wird. Da sind die Kinder bei mir am meisten motiviert und konzentriert.

    "Dass er immer und überall der Kleinste war - geschenkt. In Englands Akademien setzten sich nicht mehr automatisch die mit der besten Physis durch, es wurden neue Schwerpunkte gesetzt, Fodens Schwerpunkte."

    kicker.de über Phil Foden

    In dem Alter wo es doch eigentlich richtig mit (Spitzen-)Talentförderung losgehen sollte (Ende U13/ Anfang U14), machen doch genetische Voraussetzungen einen größeren Effekt aus als 6-11 Monate Vorsprung beim Geburtsdatum.

    Das ist aus meiner Sicht eine gewagte Aussage oder beruht die auf wissenschaftlichen Grundlagen?


    Ich würde hier aber auch nicht mit dem RAE argumentieren (Griezmann: 21.03.91), weil auch diese Zeitspanne 1-2 Jahre mir zu kurz ist - das ist rein die Sicht eines Jugendtrainers. Ein Erwachsenentrainer hat eine Zeitspanne von >15 Jahren. Und ja, die Physis wird im Fußball immer wichtiger, aber sollten wir darauf nicht erst zum Ende der Jugendzeit schauen und dann daran arbeiten (z.B. Krafttraining). Zuvor sollte man aus meiner Sicht eher auf motorische, kognitive und technische Fertigkeiten schauen - mit denen können physische Nachteile auch zu einem gewissen Teil ausgeglichen werden (und sie Schaden auch nicht, wenn die Physis später hinzukommt).

    Bin jetzt von den Basketball Dokumentationen zum Fußball gewechselt ;)

    "Antoine Griezmann - eine Legende wird geboren" (die Dokumentation hat mir gut gefallen)

    Griezmann wechselte im Alter von 14 Jahren nach Spanien zu Real Sociedad San Sebastian - zuvor wurde er von allen französischen Nachwuchszentren aufgrund seiner physischen Voraussetzungen (klein, schmächtig und nicht der Schnellste) abgelehnt. Diese physischen Voraussetzungen erinnern mich ein wenig an L. Messi.

    Die Fragen, die sich mir stellen:

    - ist das heute auch noch so, dass spanische Vereine Spieler mit sehr guten technischen Fähigkeiten und weniger körperlichen Voraussetzungen weiterhin fördern?

    - was machen die Spanier da anders als die anderen Nationen (wie z.B. Deutschland oder Frankreich)?