Beiträge von let1612

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Beispiel Bayern:


    C-Jugend: Regionalliga und Bayernliga - alles eigenständige Vereine; Bezirksoberliga Schwaben: 2 Vereine SG (einer davon ist mir bekannt und ist eine SG aus 2 Vereinen - ein positives Beispiel für eine SG (eigene gute Jugendarbeit, Spieler werden nicht abgeworben, B und A-Jugend besteht auch aus SG 2 Vereine)); ab Kreisliga (Augsburg) mehrere SGs und eine JFG - wir haben die Meldeliga.


    D-Jugend: Bezirksoberliga Schwaben - alles eigenständige Vereine; ab Kreisliga gilt Meldeliga


    somit fällt aus meiner Sicht bei uns die "Sprungfunktion" in Richtung NLZ weg - hierfür gibt es die eigenständigen Vereine; eine bessere oder besondere Jugendarbeit sehe ich auch nicht - vor allem bei den JFGs sehe ich die nicht. Und das finde ich schade, weil oftmals die Vereine bis zur E-Jugend relativ gleich aufgestellt sind wie die eigenständigen Vereine und dann ab der D-Jugend in die JFG wechseln und auch wieder nur die Qualität und Quantität der Spieler der eigenständigen Vereinen erreichen.

    -Nils- : ich sehe da eine Parallele zu dem Thread Nachwuchsfußball: Die Ware Kind und der Aussage:

    Ihr vernichtendes Fazit: Je früher ein Spieler in ein NLZ aufgenommen wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er jemals Fußballprofi wird.

    Ich sehe keine Innovationen und Verbesserungen bei dem Verhalten von SG/JSG/JFG/JFV gegenüber dem Verhalten der beteiligten Vereine als jeder noch genügend Kinder hatte. Im Gegensatz dazu sehe ich oftmals ein "den großen Nacheifern" wollen. Deshalb gehen diese Gemeinschaften aus meiner Sicht langfristig auch nicht gut und die Vereine müssen sich langfristig auch bei den Herren zusammenschließen oder "der Stärkere" wird gewinnen - aber es werden stets weniger Vereine (und das hat nicht unbedingt demografische Gründe).


    Viele schließen sich zusammen, um ihren Spielern eine Spielmöglichkeit zu bieten. Ich behaupte, dass ohne Zusammenschluss die Spieler mehr gespielt hätten. Wie komme ich darauf. Um Mannschaften am Leben zu erhalten muss man enger zusammen rücken und dann helfen Spieler auch in anderen Mannschaften aus und spielen z.B. 2x anstatt nur 1x am Wochenende. Die Ersatzbänke sind auch kleiner und somit mehr Spielpraxis für die Jungs. Die Jungs, die Fußball spielen wollen, würden sich dem besten Verein (langfristig Handelnd, gute Infrastruktur usw.) automatisch anschließen. Diejenigen, die aufhören würden, machen das meistens 2 Jahre später - deshalb wächst auch die Anzahl der Vereine in einer Spielgemeinschaft oftmals stark (C-Jugend 2 Vereine; A-Jugend 4 Vereine).

    "Insgesamt nimmt in Bayern der Trend zu Spielgemeinschaften vor allem bei den A- und B-Junioren rasant zu. Nach Zahlen des Bayerischen Fußballverbands (BFV) spielten in der Saison 2015/16 knapp 36 Prozent der Mannschaften in einer SG, drei Jahre später waren es bereits fast 45 Prozent."

    sueddeutsche.de


    "Der DFB verliert zunehmend aktive Mitglieder. Laut der aktuellen DFB-Mitgliederstatistik ging die Gesamt-Anzahl der gemeldeten Mannschaft von 141.000 in der Saison 2016/17 auf 127.500 in der Saison 2020/21 zurück. Die Anzahl aktiver Spieler ging im gleichen Zeitraum von 2,25 Mio auf 1,8 Mio zurück. Die Anzahl jugendlicher Spieler (bis 14 Jahre) sackte von 906.000 auf 735.000 ab."

    sportschau.de


    Aufgrund dieser Zahlen werden die SG/JSG/JFV/JFG nicht weniger werden, sondern eher mehr. Dies wird auch zu weniger Mannschaften im Herrenbereich führen. Und auch hier gilt, wer früher anfängt, wird mit einer höheren Wahrscheinlichkeit nicht im Herrenbereich ankommen.

    Don Quijote : Die Richtlinien für die Errichtung und Unterhaltung von Leistungszentren der Teilnehmer der Lizenzligen spricht da eine andere Sprache:

    Anzahl der Nachwuchsmannschaften in den Leistungszentren
    Grundlagenbereich (U8-U11): ohne Einschränkung, mind. jedoch Förderung 1 Mannschaft oder über Kooperationsvereine*

    Formal ist da eine Mannschaft mit aufgeführt - die allerdings auch in einem Kooperationsverein spielen kann.


    Ab U14 brauchen sie eine eigene Mannschaft.

    Mir ist die Diskussion hier zu eindimensional. Aus meiner Sicht kann man das auch immer anders sehen - evtl. müssen wir es auch anders sehen, um die Beteiligten zu verstehen.


    Goodie : bei einer Anzeige ermittelt die Polizei. Für alle gilt zuerst einmal die Unschuldsvermutung. Führen die Ermittlungen nicht zu einem Urteil, kann auch evtl. (in Bezug auf die Person) nichts gewesen sein.


    Ich bin geimpft und stehe voll dahinter. In einer Demokratie muss man aber auch andere Meinungen aushalten können und diesen Wert an die Kinder/Jugendliche weiter geben. Bisher ist es kein "Verbrechen" sich nicht gegen Covid19 zu impfen (anders als z.B. teilweise bei Masern).


    Ich glaube auch, dass der Trainer mit zunehmendem Alter eine untergeordnetere Rolle in einer Mannschaft spielt, als in jüngeren Jahren. Die Peer group (Gleichaltrige) spielen in dem Alter C-Jugend eine größere Rolle und dazu kommt auch noch die Abnabelung von den Eltern in diesem Alter. Und evtl. finden das die Jugendlichen in dem Umfeld.


    Wir haben oben die negativen Eigenschaften des Trainers gelesen. Vielleicht sehen andere die positiven Eigenschaften.

    Der Vorstand:

    - zuverlässiger Trainer (immer da, wenn man ihn braucht)

    - gutes Training

    - Spieleranzahl (Mitglieder) steigt

    Die Spieler:

    - da ist einer für uns da (der verteidigt uns auch gegen andere)

    - zuverlässiger Trainer (Training findet immer statt)

    - Identifikation mit der Gruppe


    In einem anderen Thread habe ich das Zitat gelesen:

    Meine Spieler kennen mittlerweile mein Training und kennen meine Absichten. Ich bezweifle, dass wenn die kein Bock drauf hätten, dass dann immer 16/17 Spieler von 22 kommen und die 5 Absagen immer unterschiedliche Personen sind, die mal krank sind oder für die Schule noch was machen müssen, etc.

    Kommen die Spieler wirklich wegen dem Training und den Absichten des Trainers? Ich glaube nein.


    Aus meiner Sicht hat das andere Gründe: z.B.

    - soziales Miteinander

    - weil sie Fußball spielen wollen

    - fehlende Alternativen

    - sie können einfach konsumieren

    - Gewohnheit


    Bei mir in der C-Jugend steigt in den letzten Wochen die Trainingsbeteiligung und die Spieleranzahl - und das obwohl ich mit meiner Kommunikation zuletzt öfters nicht zufrieden bin (im einen oder anderen Training würde wahrscheinlich die Bezeichnung "Brülltrainer" auf mich passen). Daraus schließe ich allerdings auch, dass ich nur einen geringen Einfluss auf die Spieler habe und sie ihre Lust auf Fußball/ins Training kommen/Freunde treffen von mir unabhängig haben. (Evtl. steigt meine Unzufriedenheit auch mit der wachsenden Spieleranzahl und hat so Auswirkungen auf die Kommunikation - wäre auch eine gute Begründung ;-)).

    Ich meine, die sind mittlerweile in einem Alter, da können sie auch so einfach kicken gehen etc. Wenn sie aber zu meinem Training kommen, gehe ich davon aus, dass die sich verbessern wollen und dem will ich gerecht werden.

    Ich möchte meine Jugendlichen im Training auch verbessern - muss sie mal fragen, ob sie das auch wollen. Ich sehe das nämlich anders. Ich sehe keine (bzw. wenige) D-Jugendlichen, die sich zum Bolzen verabreden und bei den mir bekannten C-Jugendlichen sind das auch wenige - und da überwiegt dann oft auch das "Chillen" mit Ball.

    Und so einfach ist es anscheinend auch nicht mehr "einfach kicken gehen".

    C-Jugend unterste Klasse und Leistungsniveau auch hier im unteren Bereich.

    Ich wechsele nach der Hälfte der 1. Halbzeit, in der Halbzeit, Hälfte der 2. Halbzeit und ggf. aufgrund von Wunsch, Verletzung oder "wenn Spieler zuschauen", weil das können sie auch von außen machen.

    Bei uns dürfen 5 Spieler gewechselt werden. Gebe ich denen 50% Einsatzzeit, habe ich weitere 5 Spieler mit 50% und 6 Spieler mit 100% Einsatzzeit. Nehme ich den TW raus, der bei mir 100% in der C-Jugend bekommt, könnte ich auch jedem 75% Einsatzzeit geben - das passiert bei mir selten, weil ich ca. 3 Spieler als "einigermaßen" Stützen durchspielen lasse. Bei weniger Ersatzspielern, gibt es dementsprechend mehr Einsatzzeiten für alle.


    Und ja, viele meiner Spieler*innen kennen die Tabelle und ihren Tabellenplatz. Und ja, viele zählen auch beim Ergebnis mit. Wie damit umgegangen wird, hängt meiner Ansicht nach aber auch in diesem Jahrgang sehr stark vom Trainer ab.


    Extra bzw. zusätzliche Freundschaftsspiele mache ich nicht.

    Coach1976 : Bericht aus der Realität

    Bei uns sind die A-Jugendstaffeln mit wenigen Mannschaften besetzt worden. Die Runde war nun zu Ende und es kam zu Beschwerden der Vereine, dass keine Spiele mehr stattfinden. Der Verband hat schnell reagiert und Freundschaftsspiele angesetzt - unter Berücksichtigung der belegten Tabellenplätze.

    Alle Freundschaftsspiele wurden von den Vereinen abgesagt. Begründung: wir wollen Runde spielen.

    Die DFB-Statistik spricht von 24.301 Vereinen und 127.721 Mannschaften.


    Pro Lizenz (Profimannschaften und Nationalmannschaften) - 1./2. und 3. Liga + Nationalmannschaften (Herren/Frauen; U21; U19-15) => ca. 82 Mannschaften (18+18+20+14+12)

    A+-Lizenz (NLZ + Verband) - 56 Leistungszentren (Quelle) mit U23, U19, U17, U16, U15, U14 und 21 Verbände => ca. 6*56+21*6= 462 Mannschaften

    A-Lizenz (Regionalliga + Assistenztrainer + Frauen 2. Liga) - 5x Regionalliga => ca. 196 Mannschaften (100+82+14)

    B+-Lizenz (Talentförderung im Grundlagen und Aufbaubereich): U9-U14 + Stützpunkt => ca. 1665 Mannschaften (336+1329)

    => ca. 2405 Mannschaften => wenn ich die Anzahl verdoppele sind es ca. 5% der Mannschaften


    B-Lizenz (leistungsorientierter Fußball einschließlich 5. Liga + alles unter 2. Frauen-Bundesliga + alles unter Junioren Bundesliga)

    C-Lizenz (alle Mannschaften auf Kreisebene)

    => Männer: 39.645 + Frauen: 4.227 => ca. 43.872 Mannschaften => ca. 35%


    Teamleiter, DFB-Junior-Coach, Basiswissen und DFB-Kindertrainer => ca. 60%


    Kann man das sagen, dass ca. 5% der Mannschaften von den obersten 4 Lizenzstufen profitieren und ca. 60% von den unteren 4 Lizenzstufen?

    Wie ist die Verteilung leistungsorientiert (beginnt auf Bezirksebene - selbst das wird heute von einigen in Frage gestellt) zu Breitensportverein (Kreisebene)? 30:70 oder 20:80?


    Wenn ich mir das so ansehe, bezweifel ich, dass meine Trainerausbildungen und die Schwerpunkte darin mich auf das Trainerdasein gut vorbereitet haben bzw. ob der Schwerpunkt Fußball heute noch dem Anforderungsprofil bei den meisten Trainerstationen gerecht wird. Müssten da nicht mehr gesellschaftliche Themen mit einfließen? (Pädagogik, Didaktik, Integration, gesundheitsbewusstes Leben, Werte, Sozialkompetenz usw.)

    Ein Urgestein ;)

    "Wenn man in den Akademien mal kontrolliert, etwa die U 19 des FC Bayern hat 29 Spieler im Kader. Das heißt: Wechselt der Trainer nicht aus und alle sind gesund, schauen 18 zu. Das ist ein Unding! Die jungen Leute müssen Fußballspielen. Auch im Training. Immer spielen."


    "Im Kindesalter müssen wir ran. Mit kleinen Spielformen, drei gegen drei, damit die Kinder viele Ballkontakte haben. Wir haben früher als Kinder in den Ferien acht Stunden gespielt. Als ich beim FC Bayern anfing, haben wir gerade in den Ferien zweimal am Tag trainiert. Da war keiner verletzt. Heute hört man nichts mehr von Adaption und Superkompensation, heute höre ich nur noch von Systemen und von Belastungssteuerung. Die gab es damals nicht. Übung macht den Meister, das war vor 50 Jahren so, ist heute so und in 50 Jahren auch noch."

    Quelle und Auflösung

    Extrem schwer:

    „Der Trainer wollte große Jungs in der Sturmreihe. Obwohl ich das Gefühl hatte, dass ich das Niveau bewältigen konnte, hielten sie mich für zu klein und ich musste gehen.“

    Und eine schöne Geschichte ;) - Quelle und Auflösung

    Bayern:

    "Zudem kündigte Söder eine Übergangsfrist für Zwölf- bis 17-Jährige bei der 2-G-Regel an: Diese sollen bis Ende des Jahres weiterhin mit ihrem Schülerausweis als Testnachweis am Freizeitsport, Musikunterricht oder bei Theatergruppen teilnehmen können. Passive Aktivitäten wie ein Kinobesuch, der Besuch im Stadion oder bei einem Konzert wird aber geimpften Schülerinnen und Schülern vorbehalten sein. Zuvor hatte es Entrüstung gegeben: Denn mit einer strikten 2-G-Regelung für Teenager wäre ein Großteil von ihnen vom sozialen Leben ausgeschlossen gewesen. Bisher sind nur knapp über 40 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen geimpft. "Die Pandemie darf nicht noch einmal auf dem Rücken der Kinder und Jugendlichen ausgetragen werden", hatte Max Deisenhofer (Grüne) moniert. Auch die Freien Wähler hatten sich gegen die Regelung gestellt. Die Stiko hatte im August bereits davor gemahnt, dass bei Kindern und Jugendlichen eine Impfung zur Voraussetzung sozialer Teilhabe gemacht wird."

    Quelle:

    sueddeutsche.de

    Goodie : der Schiedsrichter macht auch eine Abrechnung und da kann man auch "Aufrunden" ;) (bekommt allerdings nur er mit)


    Ich fände es gut, wenn man nach dem Spiel beim Abklatschen der Spieler ein kurzes Lob und Dankeschön ausspricht, so dass dies auch die Spieler mitbekommen. Und wenn man ihm dort etwas geben will, könnte es mit dem Hinweis auf eine hoffentlich lange Schiedsrichterkarriere z.B. Fußball-Spielnotiz-Karten (Schiedsrichterzubehör) sein.

    Finde es übrigens wieder bezeichnend, wie über die Rote Karte von Mats Hummels diskutiert wird. Schiedsrichter, VAR und Gegenspieler stehen im Mittelpunkt. Keiner hinterfragt die Aktion/Entscheidung des Spielers: Grätsche in der gegnerischen Hälfte und deren Ausführung.

    Die meisten, die hier antworten, sind sich einig, dass der Wettbewerb 7 gegen 7 für F-Jugendliche nicht passt. Jetzt gibt es in einem nicht passenden Wettbewerb ein nicht passendes Ergebnis - und deshalb stelle ich das Training um?

    Das Vorgehen von luibo gefällt mir da um einiges besser.


    Gefährlicher finde ich noch, wo lernen Kinder heutzutage noch ein normales soziales Miteinander? In den meisten Gruppen gibt es gute/weiterentwickelte Personen und entwicklungsfähige Personen und sie leben/spielen/arbeiten usw. miteinander. Und wir trimmen unsere Kinder auf Leistung(soptimierung) im Sportverein und Schule - Selektion so früh wie möglich. Das bringt aus meiner Sicht die Kinder weder sportlich noch gesellschaftlich weiter. Und ein Ergebnis sehen wir dann in den älteren Jahrgängen - Drop out!